Nein, ich sehe darin nicht zwangsweise eine Heuchelei. Obgleich Kampfsport wie auch der Grundwehrdienst nur zur Verteidigung dient. Aber es ist ein Unterschied ob man hierbei mit Schusswaffen kämpft oder nur mit seinem Körper. Mir geht es eher darum, dass einige vorschieben Waffen nichts abgewinnen können, gleichzeitig aber - egal ob Spiel oder nicht - keine Probleme haben beim Gotcha mit Waffen aufeinander zu zielen.Ich mache seit sechs Jahren, also auch während meines Zivildienstes, Kampfsport. War meine Verweigerung, in der ich Konfliktlösung durch Gewallt, vor allem Waffengewalt, verurteilt habe, etwa auch geheuchelt?
Ich kann dieser Art der "Streitschlichtung" nunmal nichts abgewinnen.
Ja genau, da ja alle ausgemusterten Bubis an sowas leiden! Bei 10% mag es ja aus drifftigen Gründen sein, aber wie auch schon einige Prozesse zeigten, ist Allgemeine Wehrpflicht zu einem Lotto-Spiel verkommen, wo nur noch die Pechvögel gezogen werden. Was im Klartext heißt, ein Großteil wird nicht gezogen, weil keine Verwendung da ist (dies betrifft zumeist Real- und Hauptschüler). Und aus diesem Hintergrund heraus versuchen viele sich als "unbrauchbar" zu deklarieren, indem sie sich übermäßig krank beschreiben etc. Guck dir doch einfach mal den Musterungs-Thread an, da häufen sich die Fragen, was man denn tun könne um nicht gezogen zu werden!Oh, ja! Für mich ist es auch völlig unverständlich, warum jemand, dessen rechter Meniskus nach einem Unfall kaum belastungsfähig ist, sowohl vom Wehr-, als auch vom Zivildienst befreit wird.
Was sich ja mit meiner Aussage deckt. Warum hochwertiges Pflegepersonal einstellen (also richtige Angestellte), wenn man genauso gut - aber viiieell billiger (nämlich genau genommen kostenlos - weil Staat bezahlt ja die Zivis) - Zivis einsetzen kann. Leider werden gute Ideen immer von einigen wenigen ausgenutzt.Nun, ich habe während meines Zivis auf einer Krankenhausstation gegenteilige Erfahrungen gemacht. Das Pflegepersonal wurde normalerweise so spärlich eingeteilt, dass es mit 25 Patienten, davon 7 Vollpflegefälle, überfordert war, weshalb eine bzw zwei weitere Hände mehr als hilfreich waren.
Idioten gibt es leider überall. Im Gegenteil, ich gebe sogar zu, dass mir die Arbeit in einem Altenheim oder im Krankenhaus nicht liegt. (Das war auch der Grund warum ich zum Bund gegangen bin) Aber ich habe großen Respekt vor Leuten, die sich einer solchen Aufgabe stellen. Menschliche Härte kommt bei allen Sachen immer auf den Standpunkt an. Und auch Herausforderungen gibt es in jedem Bereich - wie auch später beim Berufsleben. Ich denke, ein direkter Vergleich zwischen diesen ist eigentlich nicht möglich - wie will man auch physische und psychische Herausforderungen messen und gewichten?Dann bist du (leider) einer der wenigen mir bekannten Wehrdienstler, bei denen das der Fall ist. In den neun Monaten habe ich fünf Studenten erlebt, die den Wehrdienst geleistet hatten, welche für ihr Studium ein Praktikum auf Station abzuleisten hatten. [...]
Und das sehe ich anders. Sich vor Aufgaben (besonders wenn sie nichtmal richtig vergütet werden) zu drücken ist in meinen Augen eine der größten Schanden und soetwas kann und werde ich niemals tolerieren bzw. akzeptieren! Weil es einfach auch ungerecht ist - sonst benachteiligt man doch genau jene Jugendlichen, die sich für ihre Gesellschaft engagieren. Ich möchte aber nochmal betonen, dass es hier um Jene geht, die sich davor drücken - nicht die aus triftigem Grund ausgemustert wurden, durch etwa schwere Miniskus-Verletzung oder Lähmung etc.!Da habe ich wesentlich mehr Respekt vor jemandem, der dazu steht, dass er sich vor beidem gedrückt hat, damit er früher mit seiner Ausbildung, oder seinem Studium anfangen kann.