Wehrpflicht freiwillig?

Das habe ich in dem Alter auch noch gehofft, dass man die Wehrpflicht rechtzeitig abschafft. Das wird allerdings kaum passieren, solange die große Koalition noch regiert. Sollte danach eine schwarz-gelbe Regierung folgen wird das aus ideologischen Gründen in der CDU/CSU auch gar nicht zur Debatte stehen. Insofern ist kein Ende absehbar, auch wenns ärgert.
Dann gilt ja zumindest noch mein letzter Satz :ugly:
 
Ich hab schon oft genu gemerkt das das Leben nicht immer so ist wie man will...zu oft also erzähl mir nichts!

Katastrophenschutz ist meines Wissens nach 6 Jahre und pro Jahr 1Tag lang Übungen wie man sich aus einem brennenden Haus abseilt etc...
Das währe für mich ne gute Sache weil ich dadurch nicht Monate in meinem Betrieb fehle.

@Jack

In der SPD ist die Mehrheit für eine freiwillige ableistung des Dienstes mit der Waffe.

Ich denke (und hoffe) bin in 2 Jahren hat sich da sicher was getan.
 
ich meine, das ist mein Körper und ich bin der, der ihn bewohnt und wenn ich der Meinung bin, dass ich mir das nicht antun möchte, dann ist das meine Sache. Kostet mir immerhin 9 Monate meines Lebens und ich habe keine Lust, mich von irgendwelchen Leuten anschreien zu lassen.

Da wird mir irgendwie schlecht. "Ich habe keine Lust jemandem zu helfen", "Ich habe keine Lust was gutes zu tun", "Ich habe keine Lust meinen Teil zur Gesellschaft beizutragen", "Kein Bock hier und da und überhaupt".

Wenn alle so denken würden, steht die arme alte Frau tagelang auf der falschen Straßenseite.
Menschen verhungern direkt vor deiner Haustür.
Lichtenstein besetzt Deutschland.

Gerade wegen der Leute mit so einer Einstellung, sollte es schon Pflicht bleiben. Aber natürlich gibts noch wesentlich mehr Gründe.

bin ich der einzige, der sich daran stört?
finde das jetzt nicht so wichtig, bei den ganzen Pferdefüßen im Thread
 
Gerade wegen der Leute mit so einer Einstellung, sollte es schon Pflicht bleiben. Aber natürlich gibts noch wesentlich mehr Gründe.
Die da wären?

Ganz abgesehen von einigen Meinungen hier im Thread bin ich auch eher für eine Berufsarmee. Im Falle des Falles hilft eine Truppe Wehrdienstleistender nicht wirklich weiter. Im Ausland sehen wir ja, dass es mit einer Berufsarmee funktionieren kann. Und bevor wir wirklich Wehrdienstleistende ins Ausland schicken, dann doch lieber "richtige" Soldaten.

Der große Nachteil ist natürlich der hohe Bedarf an Zivis. Wenn die wegfielen gäbe es vielerorts ein Problem, denn sie sind als billige Arbeitskräfte einkalkuliert. Und deren Aufgaben sind zum Teil durchaus verantwortungsvoll.
 
Bloß dass andere Länder auch ohne Zivildienst auszukommen scheinen und es daher durchaus möglich sein muss. Sicherlich wäre das eine größere Veränderung, aber warum sollten in diesem Bereich nicht auch mal tiefgreifende Reformen stattfinden wie beispielsweise beim Arbeitslosengeld? Das Dümmste ist immer, an überkommenen Systemen festzuhalten.
 
Sicherlich wäre das eine größere Veränderung, aber warum sollten in diesem Bereich nicht auch mal tiefgreifende Reformen stattfinden [...]
Weil die Finanzierung ein verdammt großes Problem wäre. Die öffentlichen Kassen sind leer und erst vor ein paar Tagen wurde ein Bericht über die Verluste der Krankenhäuser veröffentlicht.

Woher willst du also das Geld nehmen, wenn plötzlich richtige Angestellte die Arbeit der Zivis übernehmen?
 
Da wird mir irgendwie schlecht. "Ich habe keine Lust jemandem zu helfen", "Ich habe keine Lust was gutes zu tun", "Ich habe keine Lust meinen Teil zur Gesellschaft beizutragen", "Kein Bock hier und da und überhaupt".

Wenn alle so denken würden, steht die arme alte Frau tagelang auf der falschen Straßenseite.
Menschen verhungern direkt vor deiner Haustür.
Lichtenstein besetzt Deutschland.

Gerade wegen der Leute mit so einer Einstellung, sollte es schon Pflicht bleiben. Aber natürlich gibts noch wesentlich mehr Gründe.
Bei deinen Verdrehungen meiner Aussagen wird mir auch schlecht. Ich habe lediglich geschrieben, dass ich keine Lust habe, mich anschreien zu lassen und mich solchen körperlichen Belastungen auszusetzen und nicht, dass ich niemandem helfen will. Warum du darauf jetzt kommst, ist mir irgendwie schleierhaft. Ich werde, wenn es geht, Zivildienst machen, wenn ich vorher nicht schon ausgemustert werde.

Und deine Beispiele sind maßlose Übertreibungen, denn nicht alle Menschen haben die gleiche Einstellung. Es werden sich immer Menschen finden lassen, die zum Bund gehen und wenn ich da nicht hingehe, wird das System nicht kaputt gehen. Warum sollte es überhaupt der alten Frau oder den hungernden Menschen helfen, wenn ich mich anschreien lasse und durch den Schlamm wate? Die hungern doch trotzdem weiter, meinst du nicht auch?

Und die restlichen Gründe würde ich aus Bildungsgründen auch noch gern kennenlernen. :biggrin:
 
Weil ich finde die Erfahrung "Zivi" sollte man mal gemacht haben. Ganz einfach weil viele einfach keinen Respekt mehr vor dem alter haben und vor dem was andere Menschen geleistet haben und immernoch leisten. Ok ich weiss das mit der Erfahrung sagen die Bundis auch über den Bund :D aber die Erfahrung habe ich nicht gemacht :).


Amen! Ich kann dir einfach nur zustimmen.
 
Weil die Finanzierung ein verdammt großes Problem wäre. Die öffentlichen Kassen sind leer und erst vor ein paar Tagen wurde ein Bericht über die Verluste der Krankenhäuser veröffentlicht.

Woher willst du also das Geld nehmen, wenn plötzlich richtige Angestellte die Arbeit der Zivis übernehmen?

Das Problem ist das System der Gesundheits- und Pflegeversicherung, was auch jetzt mit den Zivis schon nicht mehr tragbar ist. Hätten wir eine Bundesregierung mit Mut zu echten Reformen, dann ließe sich da sicherlich etwas bewegen, wie es andere Länder längst vorgemacht haben. Außerdem könnte wiederum Geld für den riesigen Verwaltungsapparat eingespart werden, der die Wehrpflicht und alles damit Zusammenhängende verwaltet.
 
Bei deinen Verdrehungen meiner Aussagen wird mir auch schlecht. Ich habe lediglich geschrieben, dass ich keine Lust habe, mich anschreien zu lassen
Ich nahm an, dass das "es kostet dich 9 monate deines lebens"-Argument
und die rechtlichen schritte und du lässt das nicht mit dir machen, prinzipiell gegen den Dienst (ob wehr-, oder zivildienst) spricht. Das System hat seinen Zweck und kann nicht mal eben abgeschafft werden.

Die Soldaten auf Zeit sind bereits jetzt völlig überlastet. Ausland, Urlaub, Auslandsvorbereitung, Ausland. Und die Anzahl der Einsätze nimmt zu.
Das System W9er spült ne ganze Menge SaZ und FWDLer in die Reihen, wenn man erstmal gesehen hat, dass die BW gar nich so schlimm ist.
Von daher ist die Wehrpflicht momentan auch eine unverzichtbare Werbung.
Denn anscheind gibt es nicht genug Leute, die freiwillig zum Bund gehen.
Die meisten haben sich erst als Rekrut "werben" lassen.
um mal nen weiteres argument in die runde zu werfen