Wie wäre es, wenn die Wirtschaftsverbände zur Abwechselung mal auf Verzichtsforderungen verzichten würden? :think:
 
Na klar, macht unheimich Sinn, das, was uns in die Grütze gewirtschaftet hat, jetzt mal so richtig zu betreiben :evil:

Das sind doch Vollpfosten allerster Güteklasse, die da von anderer Leute Geld leben. Auf Dummschwätzerei sollten öffentliche Peitschenhiebe als Strafe stehen.
 
Ein Tag weniger Urlaub = Abbau von 0,5% der Belegschaft. Ganz simple Rechnung.

So spart man Kosten! Besser noch: 10% werden gefeuert, die anderen 90% arbeiten 10% mehr. Das nennt sich dann Krisenbewältigung.

Die Banken fangen gerade damit an. Seitdem die ihren Topmanagern mehr Boni zahlen, als sie Gewinn machen, müssen sie natürlich beim Schalterpersonal das fehlende Geld einsparen...

Mein Vorschlag: Lasst die Leute 20% weniger arbeiten, dann ist auch Arbeit da für die ganzen Arbeitslosen.

Marty
 
hehe einfach Wochenarbeitszeiten von über 35 Stunden gesetzlich verbieten :mrgreen:... die ganzen Streber mit 60-90 Wochenarbeitsstunden müssen auch mal als Sündenbock herhalten

Das hört sich blöd an, ist aber in letzter Konsequenz so. Wer hat sie denn nicht, die tariflich bezahlten Kollegen, die gerne mal 5 Stunden in der Woche zuviel arbeiten, natürlich ohne Vergütung? Und wenn das 8 Kollegen machen, dann sorgen die dafür, dass ein Vollarbeitsplatz durch ihre unbezahlte Mehrarbeit wegfällt.

Damit meine ich nicht Aussertarifliche, die auch entsprechend verdienen. Wer aber streng nach Tarif bezahlt wird, sollte auch streng nach Tarif arbeiten. Damit schafft man am besten Arbeitsplätze.

Marty
 
...

wenn mein gehalt das gleiche bleibt, habe ich doch die gleich kaufkraft wie vorher. :think:

:wall:

eine lohnsenkung ist schon eher das richtige wort dafür, wenn diese auch verschwindend gering ausfällt. ;)

:wall:

die kaufkraft sinkt nur dann, wenn die waren teurer werden (inflation) oder ich weniger geld in der brieftasche habe als vorher.

Geh mal weg von Dir persönlich und betrachte das als Ganzes. Die Kaufkraft sinkt auch, wenn der Preis gleich bleibt, der Lohn gleich bleibt, aber es mehr Waren auf dem Markt gibt. Du arbeitest und produzierst mehr, bekommst aber den gleichen Lohn ...


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Mein Vorschlag: Lasst die Leute 20% weniger arbeiten, dann ist auch Arbeit da für die ganzen Arbeitslosen.
Marty

Mensch Marty, hat jemand Deinen Account gehackt? :biggrin:

Bin ja mal ganz Deiner Meinung. Und auch wenn es von "links" Haue gibt, müsste man dabei wohl überlegen, in welchen Bereichen es vertretbar ist, das ohne Lohnausgleich bzw. nur mit geringem zu machen.

Allerdings hätte eine Bewegung in Richtung Vollbeschäftigung auch noch den Effekt, dass nicht mehr Arbeitsplatzinhaber und Arbeitslose so stark gegeneinander ausgespielt werden. Bei weniger Arbeitslosen müssen die Arbeitsplatzinhaber weniger um ihren Arbeitsplatz bangen und Arbeitslose müssen nicht mehr für jeden Hungerlohn antreten.

Und das ist sicherlich einer der Gründe dafür, warum die Wirtschaftseliten kein Interesse daran haben, die Arbeitslosigkeit abzubauen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie wäre es, wenn die Wirtschaftsverbände zur Abwechselung mal auf Verzichtsforderungen verzichten würden? :think:

Klingt prinzipiell gut, hat nur einen Nachteil...

Wenn es ums sparen geht, sollen doch immer erst die anderen anfangen.

Die Arbeiter meinen, der Chef soll an seinem Gehalt sparen, der Chef meint halt, die Arbeiter sollten sparen...

Ist doch nen gelungenes Unentschieden. :ugly:

Auf alle Fälle zeigen doch solche Forderungen mal wieder, wie unflexibel hier in Deutschland das Gehaltssystem aufgebaut ist.
Wenn wir Vorgabe haben, trotz Gleitzeit, nur ein Stundensaldo von +/- 5 Stunden zu haben, dann kann man nicht reagieren.
Würde mir mein Chef nen Konto anbieten, wo ich Stunden und Urlaubstage ablegen könnte, hätte ich auch kein Problem damit, dieses Jahr auf ne Woche Urlaub zu "verzichten". Ich hätte noch nichtmal ein Problem damit, dass mein Arbeitgeber für diese Rücklagen Zinsen einsackt.

Leider gibt es solche flexiblen Möglichkeiten nicht oder nur selten.

gruss kelle!
 
Mensch Marty, hat jemand Deinen Account gehackt? :biggrin:
Nein, ich denke nicht.

Bin ja mal ganz Deiner Meinung. Und auch wenn es von "links" Haue gibt, müsste man dabei wohl überlegen, in welchen Bereichen es vertretbar ist, das ohne Lohnausgleich bzw. nur mit geringem zu machen.
Das geht nur ohne Lohnausgleich, sonst können sich die Arbeitgeber das nicht leisten. Und ich würde fast vermuten, dass in den besser bezahlten Jobs da auch die Bereitschaft da wäre. Ich würde gerne 20% weniger arbeiten und dafür 20% weniger verdienen, wenn dafür jemand Anderes einen Job erhält. Geld nutzt nämlich nichts, wenn man keine Zeit hat, es auszugeben.

Problematisch dürfte das im Niedriglohnsektor werden, und gerade da müssten ja die meisten Arbeitslosen mangels Qualifikation untergebracht werden.

Aber alleine durch die Reduzierung der Arbeitslosenrate gegen Null wäre die Lohnreduzierung netto ja nicht so hoch, wie sie im Brutto ausfällt.

Bei weniger Arbeitslosen müssen die Arbeitsplatzinhaber weniger um ihren Arbeitsplatz bangen und Arbeitslose müssen nicht mehr für jeden Hungerlohn antreten.
Und Arbeitnehmer sind produktiver, wenn sie keine Angst um ihren Job haben müssen...

Und das ist sicherlich einer der Gründe dafür, warum die Wirtschaftseliten kein Interesse daran haben, die Arbeitslosigkeit abzubauen.
Das glaube ich nicht, ihnen fehlen nur die qualifizierten Kräfte.

Marty
 
Bei weniger Arbeitslosen müssen die Arbeitsplatzinhaber weniger um ihren Arbeitsplatz bangen und Arbeitslose müssen nicht mehr für jeden Hungerlohn antreten.

Tschuldigung, aber so allgemein gesprochen ist das Schwachsinn.

40 Mio Arbeitnehmer müssen nicht Angst haben, von 5 Millionen ersetzt zu werden.
Das funktioniert nicht.

Es müssen sich nur die Gedanken machen, die schlechter qualifiziert sind, als die 5 Millionen.

Und das ist sicherlich einer der Gründe dafür, warum die Wirtschaftseliten kein Interesse daran haben, die Arbeitslosigkeit abzubauen.

Auch wie oben, Käsefug.
Die Eliten haben ein Interesse:
Ihr Produkt mit mehr Features, mit geringeren Kosten, höheren Margen und zwei Tage früher als der Konkurrent auf dem Markt zu haben.

Nicht mehr, nicht weniger.

Und da braucht man keine Leute, die den Job wechseln wie die Unterwäsche.

Ich meinem Bekanntenkreis gibt es Leute, die rufen 150 € Stundensatz als Freiberufler aus, und die Firmen prügeln sich um die.

gruss kelle!
 

:ugly:


:ugly:

Geh mal weg von Dir persönlich und betrachte das als Ganzes. Die Kaufkraft sinkt auch, wenn der Preis gleich bleibt, der Lohn gleich bleibt, aber es mehr Waren auf dem Markt gibt. Du arbeitest und produzierst mehr, bekommst aber den gleichen Lohn ...

wenn ich vorher wie nachher die gleiche menge an geld zur verfügung habe sinkt nicht meine kaufkraft, sondern mein lohn und der nicht mal real, sondern nur indirekt.

Mein Vorschlag: Lasst die Leute 20% weniger arbeiten, dann ist auch Arbeit da für die ganzen Arbeitslosen.

Marty

problem - die hohen lohnnebenkosten. die sind so hoch, dass es sich für arbeitgeber garnicht lohnt die gleiche anzahl an arbeitsstunden von mehr arbeitnehmern verrichten zu lassen.
 
...

40 Mio Arbeitnehmer müssen nicht Angst haben, von 5 Millionen ersetzt zu werden.
Das funktioniert nicht.

:yawn:


Auch wie oben, Käsefug.
Die Eliten haben ein Interesse:
Ihr Produkt mit mehr Features, mit geringeren Kosten, höheren Margen und zwei Tage früher als der Konkurrent auf dem Markt zu haben.

Nicht mehr, nicht weniger.

Huch, das nicht mehr, nicht weniger ist ja aus dem Zitat gerutscht. Vielleicht, weil es sich vorzüglich auf den Faktor Arbeit anwenden lässt. Die Deutsche Bank lässt grüßen, trotz Rekordgewinnen Stellenabbau ....

Mir hat vor 10 Jahren ein IHK-Geschäftsführer propheizeit, dass verdammt viele Jobs überflüssig werden, er brachte das Beispiel, dass man zukünftig Bankdienstleistungen beim Bäcker kaufen könne.

Er hat recht behalten, der Bankschalter in einem Nachbarort hier teilt sich die Räumlichkeiten mit dem Dorffriseur.

Ich meinem Bekanntenkreis gibt es Leute, die rufen 150 € Stundensatz als Freiberufler aus, und die Firmen prügeln sich um die.

Tja, und ich habe Studierte in meinem Bekanntenkreis, die könnten Synonym für die "Generation Praktikum" sein. Verleger schicken Redakteure in die Scheinselbständigkeit, es gibt so viele Beispiele, die genauso gut das Gegenteil beweisen.

Ich weiß nicht, was Deine Bekannten machen. In meinem Bekanntenkreis sind diese so hoch bezahlten Kräfte insbesondere dabei, lange daran zu tüfteln, wie sie andere Arbeitsplätze überflüssig machen können.
 
Huch, das nicht mehr, nicht weniger ist ja aus dem Zitat gerutscht. Vielleicht, weil es sich vorzüglich auf den Faktor Arbeit anwenden lässt. Die Deutsche Bank lässt grüßen, trotz Rekordgewinnen Stellenabbau ....

Erstmal hat Gewinn nix mit der Arbeit zu tun, die geleistet werden muss.
Und alleine die Menge der Arbeit entscheidet darüber, wie viel Personal ich benötige.

Dann bleibt immer noch die Frage, was mir geringere Löhne nutzen, wenn das Produkt zwei Tage nach dem Konkurrenten auf dem Markt ist.

Nichts, weil ich geh pleite weil ich nix verkaufe.

Mir hat vor 10 Jahren ein IHK-Geschäftsführer propheizeit, dass verdammt viele Jobs überflüssig werden, er brachte das Beispiel, dass man zukünftig Bankdienstleistungen beim Bäcker kaufen könne.

Ohwei.
Da hat sich der IHK Mann etwas getraut.

So lange wie der Mensch lebt, sind Tätigkeiten überflüssig geworden, dafür gab es neue.
Ein ständiger Wandel, der notwendig ist, sonst würde wir jetzt grade via Rauchzeichen diskutieren.

Tja, und ich habe Studierte in meinem Bekanntenkreis, die könnten Synonym für die "Generation Praktikum" sein. Verleger schicken Redakteure in die Scheinselbständigkeit, es gibt so viele Beispiele, die genauso gut das Gegenteil beweisen.

Habe ich das je bezweifelt?
Meine Aussage war, dass Verallgemeinerungen eines Symptoms auf alles Käsefug ist.

Ich weiß nicht, was Deine Bekannten machen. In meinem Bekanntenkreis sind diese so hoch bezahlten Kräfte insbesondere dabei, lange daran zu tüfteln, wie sie andere Arbeitsplätze überflüssig machen können.

Zum Beispiel Softwareentwicklung, Testen etc...
Aber das ist in erster Linie irrelevant.

Was ich sagen will: Es gibt solche und solche.
Und das sollte man nicht aus den Augen verlieren, weil die Leute für 150 € sind nicht vom Himmel gefallen, die haben sich Ihren Wert redlich erarbeitet.

gruss kelle!
 
..

Mir hat vor 10 Jahren ein IHK-Geschäftsführer propheizeit, dass verdammt viele Jobs überflüssig werden, er brachte das Beispiel, dass man zukünftig Bankdienstleistungen beim Bäcker kaufen könne.

wozu soll man denn für Bankdienstleistungen überhaupt was anderes brauchen als Internet, nen paar Büros, nen Platz zum Automaten aufstellen und nen Callcenter ?

in jedem kleinen Nest steht ne Sparkasse die jährlich ne siebenstellige Summe frißt , wozu denn sowas ?
 
Damit auch Oma und Opa aus der Vor-Internet-Generation übers Ohr gehauen beraten werden können? :think:

also wenn ich überlege wie meine "Beratungsgespräche" bei der Sparkasse verliefen hätte ich da meine Oma wirklich nicht alleine hingehen lassen wollen :roll:

aber die Omaa und Opas aus der Vor-Internetgeneration sind ja aus natürlichen Gründen eh nicht mehr allzu lange anwesend
 
also wenn ich überlege wie meine "Beratungsgespräche" bei der Sparkasse verliefen hätte ich da meine Oma wirklich nicht alleine hingehen lassen wollen :roll:

aber die Omas und Opas aus der Vor-Internetgeneration sind ja aus natürlichen Gründen eh nicht mehr allzu lange anwesend

Kleine Bank- und Sparkassenfillialen auch nicht. In dem Ort, in dem ich aufgewachsen bin, gibt es nur noch SB-Center von VoBa und Sparkasse
 
...

Erstmal hat Gewinn nix mit der Arbeit zu tun, die geleistet werden muss.
Und alleine die Menge der Arbeit entscheidet darüber, wie viel Personal ich benötige.

Betriebswirtschaftlich richtig. Volkswirtschaftlich und politisch eine Katastrophe.

Dann bleibt immer noch die Frage, was mir geringere Löhne nutzen, wenn das Produkt zwei Tage nach dem Konkurrenten auf dem Markt ist.

Och, Open Office kam gegenüber MS Office zehn Jahre später auf den Markt und erfreut sich großer Beliebtheit, mal nur so als Beispiel ....

So lange wie der Mensch lebt, sind Tätigkeiten überflüssig geworden, dafür gab es neue.

Hast ja recht. Und nach Marx werden im Fortgang der Geschichte auch mal bestimmte andere Tätigkeiten überflüssig werden :mrgreen:


Was ich sagen will: Es gibt solche und solche.
Und das sollte man nicht aus den Augen verlieren, weil die Leute für 150 € sind nicht vom Himmel gefallen, die haben sich Ihren Wert redlich erarbeitet.

Hier hast Du aber nun verallgemeinert. Kann aus naher Verwandschaft das Gegenbeispiel bringen. Bei den Rechnungen steht auch schon mal die 2 anstelle der 1 vorne - aber nix mit redlich erarbeitet. Nur das Glück gehabt, zufällig zum richtigen Zeitpunkt bei einem ERP-Hype mit als erster dabei gewesen zu sein. Ansonsten Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Auftragsgewinnung über Bestechung so weit es unauffällig machbar ist ohne Ende. Aber ist auch nur ein Einzelbeispiel ...
 
... Besser noch: 10% werden gefeuert, die anderen 90% arbeiten 10% mehr. ...
Da fehlt aber ein Prozent in Deiner Rechnung.

90 P + (90 x 10 / 100) P = 99 P

Da wird also nur zu 99 % gearbeitet.
Und das ist sicherlich einer der Gründe dafür, warum die Wirtschaftseliten kein Interesse daran haben, die Arbeitslosigkeit abzubauen.
Möchtest Du das notariell beglaubigt, oder reicht es, wenn ich Dir aus meiner Erfahrung als Headhunter versichere, daß Du RECHT HAST?
Wenn es ums sparen geht, sollen doch immer erst die anderen anfangen.

Die Arbeiter meinen, der Chef soll an seinem Gehalt sparen, der Chef meint halt, die Arbeiter sollten sparen...

Ist doch nen gelungenes Unentschieden. :ugly:

Auf alle Fälle zeigen doch solche Forderungen mal wieder, wie unflexibel hier in Deutschland das Gehaltssystem aufgebaut ist.
Nee, das zeigt, wie hierzulande miteinander umgegangen wird. "Jeder gegen Jeden" statt "gemeinsam voran". Der Fisch stinkt IMMER zuerst vom Kopf her!
Problematisch dürfte das im Niedriglohnsektor werden, und gerade da müssten ja die meisten Arbeitslosen mangels Qualifikation untergebracht werden.
...Und Arbeitnehmer sind produktiver, wenn sie keine Angst um ihren Job haben müssen...
Das glaube ich nicht, ihnen fehlen nur die qualifizierten Kräfte.
Nein, Marty, die meisten Arbeitslosen sind schon recht gut qualifiziert. Wenn Du Dir mal am Wochenende die Stellen-Anzeigen der WELT, der SZ oder der F.A.Z. anschaust, kriegst Du überwiegend Gesuche nach Vertriebs-Ingenieuren, 20 Jahre alt, 30 Jahre Berufserfahrung, mit Bereitschaft zum weltweiten Einsatz im Schichtdienst, auf 400-€-Basis zu sehen. Gehalt darf auf Wunsch mitgebracht werden. (Ok, das war jetzt natürlich überspitzt.) Die meisten Arbeitgeber wollen schlichtweg der Konkurrenz fertig ausgebildete, erfahrene Kräfte abwerben, ohne drüber nachzudenken, daß sowas halt seinen PREIS hat.
Daß Arbeitnehmer produktiver sind, wenn sie den Kopf frei von Sorgen (um ihren Arbeitsplatz) haben, hat sich bei den meisten Arbeitgeber noch nicht rumgesprochen. "Frisch, fromm, fröhlich, frei" kennen die alle nur von Turnvater Jahn.
Und da braucht man keine Leute, die den Job wechseln wie die Unterwäsche.

Ich meinem Bekanntenkreis gibt es Leute, die rufen 150 € Stundensatz als Freiberufler aus, und die Firmen prügeln sich um die.
Ach, und die Freiberufler wechseln den Einsatzort nicht wie die Unterwäsche? Was sind denn das für Freiberufler? Horizontales Gewerbe???
problem - die hohen lohnnebenkosten. die sind so hoch, dass es sich für arbeitgeber garnicht lohnt die gleiche anzahl an arbeitsstunden von mehr arbeitnehmern verrichten zu lassen.
Doch, weil die Steuer-Progression vielen mehr Netto läßt als wenigen. Die Sozial-Abgaben beleiben gleich. Nur der Verwaltungsaufwand steigt.
 
Betriebswirtschaftlich richtig.

Gut, da sind wir uns einig...

Volkswirtschaftlich und politisch eine Katastrophe.

Ich kenne einen Staat, der aus politischen Gründen eine Volkswirtschaft hatte, wo es keinen Arbeitslosen gab, weil da wurde ich geboren...
Nennt sich DDR, ist effektiv pleite gegangen...

Und was die Volkswirtschaft anbelangt...
Da wo ich arbeite, ahebn wir zwei Standorte, einen in Braunschweig, einen in Berlin.
Betriebswirtschaftlich gesehen Schwachsinn, weil für die Posten Reisekosten und IT jährlich Millionen ausgegeben werden, zwei Standorte zu halten.
Alles in Braunschweig wäre günstiger.

Warum macht man das so???

Och, Open Office kam gegenüber MS Office zehn Jahre später auf den Markt und erfreut sich großer Beliebtheit, mal nur so als Beispiel ....

Dafür gibt es eine Begründung:
Für den privat Anwender ist es günstiger, weil wofüg x € zahlen, wenn der kostenlose Ersatz das gleiche liefert.

Hast ja recht. Und nach Marx werden im Fortgang der Geschichte auch mal bestimmte andere Tätigkeiten überflüssig werden :mrgreen:


Marx seine Theorie ist gut.
Haken ist daran, der Mensch ist Mensch, von daher kann die Theorie nicht funktionieren.

Abgesehen davon, wurdn bei uns jetzt zwei Bereiche zusammengelegt, um Leute zu sparen, die im Jahr 100.000 €+ an Gehalt kosten...

Aber über zwei gesparte Stellen berichtet die Presse nicht, da muss man schon tausend streichen...

Hier hast Du aber nun verallgemeinert. Kann aus naher Verwandschaft das Gegenbeispiel bringen. Bei den Rechnungen steht auch schon mal die 2 anstelle der 1 vorne - aber nix mit redlich erarbeitet.

Schwarze Schafe gibt es überall.
Vom hartz IV Empfänger der schwarz arbeitet bis Zumwinkel, der Steuern in millionen Höhe hinterzieht.

Glück gehört genauso dazu.
Ich habe als Facharbeiter seit 2003 ca. 70% Gehaltserhöhung eingesteckt.
Und ich habe mir nix anderes vorzuwerfen, außer dass ich als Azubi gesetzeswidrig am Wochenende gearbeitet habe und ÜÜberstunden nicht abgerechnet habe...
Aber ich hatte das Glück, dadurch entsprechend viel zu lernen.

Von daher passt doch alles, oder?

gruss kelle!
 
problem - die hohen lohnnebenkosten. die sind so hoch, dass es sich für arbeitgeber garnicht lohnt die gleiche anzahl an arbeitsstunden von mehr arbeitnehmern verrichten zu lassen.

Könntest Du mir das erklären? Wenn ich einen Vollzeitjob habe, für den ich 3.000 Euro an Gehalt zahle, wie hoch sind die Lohnnebenkosten in etwa? Und wie steigen die, wenn ich daraus zwei Teilzeitjobs á 1.500 Euro mache? Meiner Meinung nach bleiben die gleich. Die internen Verwaltungskosten für das Führen einer Mitarbeiterakte und zwei Auszahlungen dürfte wohl bei 2,50 Euro liegen.

90 P + (90 x 10 / 100) P = 99 P

Da wird also nur zu 99 % gearbeitet.
kannst Du Konrinthen kacken? :D

Nein, Marty, die meisten Arbeitslosen sind schon recht gut qualifiziert.
Ich rede von den Langzeitarbeitslosen, die das Arbeitsamt schon seit Jahren versucht, aus der Statistik rauszudrängen, weil sie kaum vermittelbar sind oder sogar unwillig. Und der Anteil der Schlechtqualifizierten ist da sehr hoch. Vermute ich, kennst Du eine Statistik?

Wenn Du Dir mal am Wochenende die Stellen-Anzeigen der WELT, der SZ oder der F.A.Z. anschaust, kriegst Du überwiegend Gesuche nach Vertriebs-Ingenieuren, 20 Jahre alt, 30 Jahre Berufserfahrung, mit Bereitschaft zum weltweiten Einsatz im Schichtdienst, auf 400-€-Basis zu sehen.
Könntest Du mir dieses "überwiegend" mal hier mit einer passenden Suche demonstrieren? https://fazjob.net/

Ich sehe da kaum Gehaltsangaben. Und das Arbeitgeber in ihrer Stellenanzeige erstmal viel fordern, um auch die Besten anzulocken, dürfte normal sein. Eine Stellenanzeige "Suchen faulen Ingenieur ohne Berufserfahrung, möglichst kurz vor Renteneintritt mit Gehaltsforderungen ab 10.000 Euro" würde mich zumindest stutzig machen.

Die meisten Arbeitgeber wollen schlichtweg der Konkurrenz fertig ausgebildete, erfahrene Kräfte abwerben, ohne drüber nachzudenken, daß sowas halt seinen PREIS hat.
Sie wollen nicht jeden Preis zahlen. Aber fähige Leute werden auch vernünftige Angebote bekommen, so zumindest meine Erfahrungen von beiden Seiten des Tisches.

Marty