Augen auf beim Einkaufen, alte Gewohnheiten und Bequemlichkeiten hinterfragen. Schon kommt man drauf, dass man z.B. Getränke in Glasflaschen kaufen kann oder Obst und Gemüse auch OHNE Plastik-Umverpackung unzermatscht zuhause ankommt.
 
Am Anfang hat es mich gelinde gesagt, genervt - aber jetzt ist es langsam Gewohnheit und ich bin dafür, dass die Plastiktüten nach und nach abgeschafft werden.
 
Wir versuchen auch, es einzuschränken. Was sich leider nicht vermeiden lässt sind Verpackungen von Käse, Margarine, Brot und und und
 
Also ich muss schon sagen, seit wir keine Plastiktüten mehr haben, ist das Leben viel besser geworden.

Statt den kaum spürbaren Plastikmüll in der alten Tüte zu sammeln und das 9-Cent-Luxusgut samt Inhalt ordnungsgemäß zu entsorgen, gibts den ganzen Spaß bei uns jetzt rollenweise mit Zugband (8,7 Cent / Stück).

Weiteres schlagkräftiges Argument: Der ganze Papiermüll lässt sich wunderbar im ökologischen Wunderbeutel (Siegel! Irgendein Spruch mit "Umwelt"!) sammeln und vernichten (20 Cent / Stück).

Ich fühl mich jetzt richtig nachhaltig. Ihr auch?
 
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Statt den kaum spürbaren Plastikmüll in der alten Tüte zu sammeln und das 9-Cent-Luxusgut samt Inhalt ordnungsgemäß zu entsorgen, gibts den ganzen Spaß bei uns jetzt rollenweise mit Zugband (8,7 Cent / Stück).
Dieser WiWo-Artikel ist in meinen Augen ziemliche Propaganda. Es gibt in JEDEM Supermarkt nicht verpackte Wäre, die anhand von Schildern sauber gekennzeichnet ist. Und vorverpackte Lebensmittel sollen der Verschwendung entgegenwirken? :LOL: Aufgrund der Tatsache, dass beschädigte oder schon verdorbene Einzelteile nicht aus Verpackungen entnommen werden können, wird MEHR weg geworfen, nicht weniger. Und darüber, dass Obst und Gemüse selten in der gerade benötigten oder gewünschten Menge portioniert sind, braucht man auch nicht zu reden.

Und man braucht auch keine Müllbeutel, ein Mülleimer mit Inneneimer und Deckel (gegen Geruch) reicht, den kann man direkt in die Gelbe Tonne/den gelben Sack ausleeren. Viele Umverpackungen eignen sich im übrigen auch zum Mülltransport (für Restmüll), z.B. Verpackungen von Klopapierrollen...

Ich fühl mich jetzt richtig nachhaltig. Ihr auch?

Du bist nicht nachhaltig, sondern süchtig nach einer Ersatzdroge. ;)
 
Mülleimer mit Inneneimer und Deckel (gegen Geruch) reicht, den kann man direkt in die Gelbe Tonne/den gelben Sack ausleeren.

Wie oft leerst du den denn aus? Und wie oft wäschst du ihn aus? Oder ausschließlich für Plastik und Papier? Für Papier benutze ich sowas. Reicht bestimmt für 20 mal den Müll raustragen, bevor die Tüte unbrauchbar wird.

Die 25 Liter Beutel wiegen als Rolle 150g. Wenn ich bedenke, dass da am Ende bestimmt 50 Kilo Müll drin sind...wäre mir das dann am Ende wirklich nicht Wert. Für Plastikmüll würde es theoretisch gehen, aber da trenne ich wohl nicht pedantisch genug.
 
Es gibt in JEDEM Supermarkt nicht verpackte Wäre, die anhand von Schildern sauber gekennzeichnet ist.
Bei uns liegen ganz oft nur die Bio-Sachen noch mal in Folie verpackt. Bio-Bananen in Folie, Chiquita lose. Bio-Äpfel in Folie, alle anderen lose.... Begründung: Damit wir das an der Kasse auseinander halten können....
 
Dieser WiWo-Artikel ist in meinen Augen ziemliche Propaganda.
Die Rechtfertigung is Käse, stimmt. Aber die Daten kann man ja benutzen.
Du bist nicht nachhaltig, sondern süchtig nach einer Ersatzdroge.
Ich sehe den großen Sinn nicht so recht. Wenn wir durchschnittlich statt 68 nur noch 45 Tüten pro Kopf und Jahr verbrauchen macht das irgendwo zwischen 0-1% des Kunststoffverpackungsmüll pro Kopf aus, 2,5% wenn du ganz militant drauf verzichten kannst. Brutto und nur auf Verpackungen bezogen. Nun muss ich auch noch bedenken, dass stattdessen der Papiertütenverbrauch pro Kopf steigt. Natürlich nicht 1:1. Wenn ich dann noch anfange meinen Eimer öfter auszuwaschen, weil ich da keinen Müllsack reintun will, is die Umweltbilanz komplett futsch und die ganze Idee imo nur fürs Gewissen.

Rein vom Gewicht betrachtet hab ich in 14 Tagen mehr Müll im Briefkasten liegen, als ich aufs Jahr gesehen an Plastik einspare.

Ich sehe jedenfalls keinen Unterschied. Die gelben Tonnen (btw. eine pro Partei im Haus) sind zum Abholtermin genau so prall gefüllt wie zur Blütezeit der Plastiktüte. Für das Projekt gibts halt keinen Umwelt-Orden von mir.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe immer meine Stofftüten dabei, klar dass ich auch mal eine Plastik tüte kaufe (wenn es notwendig ist) aber die wird dann wiederverwendet bis die Kaputt ist.
Bin aber auch dafür das es komplett abgeschafft wird!
 
Hi,

finde die Änderung sehr gut. Sollte man überall einführen. Habe selbst immer Tüten im Kofferraum liegen, anstatt immer neue zu kaufen. Stofftaschen sind eigentlich am Besten geeignet. Oder, wie bereits gesagt, wären Rucksäcke auch ziemlich praktisch zum Transportieren, wenn man kein Auto hat und lieber mal zu Fuß geht und Fahrrad fährt. ;)

Gruß
Dektor
 
Zitat von https://www.wissenschaft.de/
Und wie viel Erdöl steckt nun in einer Polyethylen-Einkaufstüte? Aus einem Kilo Erdöl gewinnt man ein knappes halbes Kilo Polyethylen, teilt das Umweltbundesamt mit. Da man für die Tütenherstellung noch Erdgas und Energie benötigt, kann man mit dem Verhältnis 2 zu 1 rechnen. Eine durchschnittliche Einkaufstüte wiegt etwa 20 Gramm. Für deren Produktion braucht man also 40 Gramm Erdöl. Da ein Liter Öl rund 800 Gramm wiegt, benötigt die Herstellung dieser Plastiktüte 50 Milliliter oder ein Zwanzigstel Liter Erdöl.

Also: 20 Tüten = 1 Liter Öl. Ich brauche ca. 20 Tüten pro Jahr... Macht einen Liter Ölverbrauch pro Jahr... Verglichen mit den 2.000 Litern Diesel, die ich pro Jahr für mein Auto benötige, also vernachlässigbar :)
 
Gehen wir mal davon aus, dass dein Verbrauch der Durchschnitt pro Person in Deutschland ist -
Dann verbrauchen wir also allein in Deutschland 80.000.000 L Erdöl p. a. nur für Plastiktüten. ist natürlich überhaupt nicht viel... :roll:
 
Gehen wir mal davon aus, dass dein Verbrauch der Durchschnitt pro Person in Deutschland ist -
Dann verbrauchen wir also allein in Deutschland 80.000.000 L Erdöl p. a. nur für Plastiktüten. ist natürlich überhaupt nicht viel... :roll:

Wenn wir bezogen auf den Rohölbedarf pro Jahr in Deutschland etwa über das Äquivalent des Verbrauchs von 5 Stunden reden, ist das objektiv auch nicht viel.
 
Wenn wir bezogen auf den Rohölbedarf pro Jahr in Deutschland etwa über das Äquivalent des Verbrauchs von 5 Stunden reden, ist das objektiv auch nicht viel.

Dann können wir - rein objektiv betrachtet - ja komplett auf Umweltschutz verzichten...

Es sind ja immer nur entweder "kleine, vernachlässigbare Dinge", oder Sachen, die so essentiell sind, dass man auf sie nicht verzichten kann darf will...
 
Dann können wir - rein objektiv betrachtet - ja komplett auf Umweltschutz verzichten...
Nein, sollten wir nicht. Ich meinte meins auch eher spassig. Auch ich spare jede Tüte ein, wenn ich sie nicht brauche.

Ich würde mir allerdings wünschen, dass man ebenfalls genauso drastisch gegen jede Art von Verpackungsmüll vorgeht. Als Kunde darf ich keine Plastiktüte mehr kaufen, aber den ganzen Plastickmüll, der da in den Verpackungen steckt, den darf es weiter geben...
 
Ich würde mir allerdings wünschen, dass man ebenfalls genauso drastisch gegen jede Art von Verpackungsmüll vorgeht. Als Kunde darf ich keine Plastiktüte mehr kaufen, aber den ganzen Plastickmüll, der da in den Verpackungen steckt, den darf es weiter geben...

Einfach konsequent jeden Verpackungsmüll im Laden lassen. Mach ich inzwischen - dafür gibt es die Auspackstationen, an denen 99% der Kunden vorbei rennen. Nur wenn die Müllentsorgung für den Handel zu einem Kostenfaktor wird, gibt es auch Abhilfe. Ich habe mich auch lange an der Kasse mit den Addierhilfen streiten müssen, ob loses Obst/Gemüse in Wiegetüten verpackt sein "muss" oder nicht...