Urlaubsanspruch

Es kann schon sein, dass man es evtl in vielen Firmen nicht kann, aber meist nur, weil die Mitarbeiter alles mit sich machen lassen.
 
Es kann schon sein, dass man es evtl in vielen Firmen nicht kann, aber meist nur, weil die Mitarbeiter alles mit sich machen lassen.

"Wenn ihnen Urlaub wichtiger ist als ihre Arbeitsstelle, sollten sie sich besser umorientieren..." :p

Zieht vor allem dann, wenn man noch nicht lange in der Firma ist, oder es der Firma grade nicht so gut geht... ;)
 
Sorry, ich lass mir jetzt kein schlechtes Gewissen einreden weil ich meine Rechte in Anspruch nehme. Die Firmen nehmen ja auch ihre Recht in Anspruch: Sonderschichten, Überstunden, Mehrarbeit, Wochenendarbeiten...
 
Sollst Du Dir auch nicht - aber es wird probiert. Ich habe schon seit 10 Jahren das "Vergnügen", mich mit solchen Sprüchen herumplagen zu dürfen. Da ist ein dickes Fell gefragt...;)
 
Sorry, ich lass mir jetzt kein schlechtes Gewissen einreden weil ich meine Rechte in Anspruch nehme. Die Firmen nehmen ja auch ihre Recht in Anspruch: Sonderschichten, Überstunden, Mehrarbeit, Wochenendarbeiten...

Es geht nicht darum seine Rechte in Anspruch zu nehmen oder nicht. In der Regel ist es so, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Miteinander haben. Mein Arbeitgeber erlaubt mir zum Beispiel die private Nutzung des PC's. Muss er aber nicht. Ich dafür rechne nicht jede Minute penibel ab. Hatte letzten 10:12 gearbeitet und bei 10 Stunden wird gekappt bei uns. Hätte ich nun natürlich an einem anderen Tag einfordern können, hätte mein Chef auch gemacht. So bekommt man mal hier etwas vom Chef und an anderer Stelle bekommt man es wieder. Beide sind zufrieden.

Wenn ich aber schon vor Antritt der Stelle merke, dass jemand jegliche Chancen sucht eventuell weniger arbeiten zu müssen dann ist das meist ein Zeichen für einen Mitarbeiter, der diesen Hand in Hand weg nicht gehen möchte, sondern nur seinen Weg. Arbeitgeber und Arbeitnehmer brauchen einander. Das wissen die meisten Chefs auch und behandeln ihre Angestellten gut.
 
Wenn du länger wie 10 Stunden arbeitest, ist vor allem deine Versicherung zufrieden, weil sie dir nichts zahlen muss, wenn dir was passiert.

Zuerst muss dir der Arbeitgeber mal die Hand reichen, wenn dies nicht geschieht und sich der Arbeitgeber von seiner "besten" Seite zeigt.
Ich arbeite jetzt schon seit ca 18 Jahren und Arbeitgeber reichen einem meist nicht mal den kleinen Finger. Wie darkkurt schon gesagt hat viele davon probieren alles aus: da werden mal zwei Krankheitstage nicht bezahlt, da wird einer schwangeren wegen einer Schwangerschaft gekündigt, da verschwinden auf einmal 40 Überstunden und und und.

Wenn ich aber schon vor Antritt der Stelle merke, dass jemand jegliche Chancen sucht eventuell weniger arbeiten zu müssen dann ist das meist ein Zeichen für einen Mitarbeiter, der diesen Hand in Hand weg nicht gehen möchte, sondern nur seinen Weg...

Und nochmal, hier geht es darum was einem Zusteht!

Mein Arbeitgeber erlaubt mir zum Beispiel die private Nutzung des PC's. Muss er aber nicht. Ich dafür rechne nicht jede Minute penibel ab.

Vieleicht müsstest du weniger Stunden auf Arbeit sein, wenn du das unterlassen würdest.

atte letzten 10:12 gearbeitet und bei 10 Stunden wird gekappt bei uns. Hätte ich nun natürlich an einem anderen Tag einfordern können, hätte mein Chef auch gemacht. So bekommt man mal hier etwas vom Chef und an anderer Stelle bekommt man es wieder

Rechne dir doch mal aus, was dein Chef dadurch an dir verdient und an Abgaben spart.


Nur mal so als Beispiel. Als ich noch im Service bei einem großen Telefonbetreiber gearbeitet habe, wurde ich beim Kunden mit 100€ die Stunde abgerechnet (mein Stundenlohn lag glaub ich bei 15 Euro, weiß ich nicht mehr genau). Jetzt würde ich zwei Stunden mehr arbeiten und sag zu meinem Chef, passt scho! Der freut sich 200€ Euro für ihn (jetzt mal ohne Abgaben und so). Das mach ich dann fünf mal pro Monat und schon hat er 1000€, mir fehlen 150€. Aber da er ja so gutmütig ist bekomme ich mal einen 20€ Tankgutschein.

Hinzu kommt noch, dass das was du da gemacht hast illegal, schon fast Schwarzarbeit ist. Du und dein Chef machen sich strafbar, da dein Arbeitgeber dadurch auch noch Steuern spart, kommt noch Steuerhinterziehung dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
... Hinzu kommt noch, dass das was du da gemacht hast illegal, schon fast Schwarzarbeit ist. Du und dein Chef machen sich strafbar, da dein Arbeitgeber dadurch auch noch Steuern spart, kommt noch Steuerhinterziehung dazu.

Die Sozialversicherungsbeiträge kommen nämlich noch dazu. Die Träger sind vlt etwas geduldiger, verstehen aber auch nicht mehr Spaß als das Finanzamt.
 
Es geht nicht darum seine Rechte in Anspruch zu nehmen oder nicht.
Für den Arbeitgeber geht es in dem Fall darum, seine Pflicht zu erfüllen.

In der Regel ist es so, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein Miteinander haben.
Oh ja, das höre ich in Betriebsratssitzungen auch ständig. Mitarbeiter sollen doch bitte flexibel sein, bei hoher Auftragslage mal mehr arbeiten, dafür gibt es dann, wenn weniger zu tun ist, ja auch mal flexibel frei auf kurzem Dienstweg... Mitarbeiter sollen auch flexibel bei ihrem Einkommen sein, beim Einsatzort doch sowieso. Und Arbeitgeber schmeissen dann die Leute im Gegenzug raus, wenn die nur mal ihren gesetzlichen Urlaubsanspruch ansprechen.

Ich dafür rechne nicht jede Minute penibel ab. Hatte letzten 10:12 gearbeitet und bei 10 Stunden wird gekappt bei uns.
Ich arbeite jeden Monat einige Stunden ohne Bezahlung, einfach, weil ich meine Arbeit dann erledigen will, wenn sie erforderlich ist und nicht dann, wenn die Stempeluhr meint, ich müsse arbeiten. Letztes Jahr waren das 56 Stunden, die ich nicht vergütet bekommen habe. Du brauchst aber nicht zu meinen, dass mein Arbeitgeber deshalb auch nur mal Danke gesagt hätte oder ich damit rechnen könnte, dass er mir mal irgendwann einfach mal einen Tag freigibt.

Wenn ich aber schon vor Antritt der Stelle merke, dass jemand jegliche Chancen sucht eventuell weniger arbeiten zu müssen
Du bezeichnest also Arbeitnehmer, die ihren gesetzlichen Anspruch wahrnehmen als Menschen, die "jegliche Chancen suchen, weniger zu arbeiten"? Machst Du eigentlich Urlaub?

Marty
 
Oh ja, das höre ich in Betriebsratssitzungen auch ständig. Mitarbeiter sollen doch bitte flexibel sein, bei hoher Auftragslage mal mehr arbeiten, dafür gibt es dann, wenn weniger zu tun ist, ja auch mal flexibel frei auf kurzem Dienstweg... Mitarbeiter sollen auch flexibel bei ihrem Einkommen sein, beim Einsatzort doch sowieso. Und Arbeitgeber schmeissen dann die Leute im Gegenzug raus, wenn die nur mal ihren gesetzlichen Urlaubsanspruch ansprechen.

Die Erfahrungen habe ich bei all meinem Arbeitgebern (o.k. waren nur 3) nicht gemacht. In der Regel wurden die Mitarbeiter alle fair behandelt. Ich hab zum Beispiel mal als Prjekttrainer in einem Callcenter (technischer Inbount) gearbeitet. Wenn es Abends ruhiger wurde, dann durfte einer halt mal nach McDonalds und für alle eine Kleinigkeit kaufen gehen. Diese Mahlzeit und auch die Fahrt des einen Mitarbeiters gab es dann zusätzlich als Zeit zur regulären Pause. Ist nur eine kleine Geste, die Mitarbeiter haben sich aber immer gefreut.


Ich arbeite jeden Monat einige Stunden ohne Bezahlung, einfach, weil ich meine Arbeit dann erledigen will, wenn sie erforderlich ist und nicht dann, wenn die Stempeluhr meint, ich müsse arbeiten. Letztes Jahr waren das 56 Stunden, die ich nicht vergütet bekommen habe. Du brauchst aber nicht zu meinen, dass mein Arbeitgeber deshalb auch nur mal Danke gesagt hätte oder ich damit rechnen könnte, dass er mir mal irgendwann einfach mal einen Tag freigibt.

Dann wäre dein Arbeitgeber ja auch doof. Wenn du für dich entscheidest 56 Stunden der Arbeitszeit einfach umzulegen, dann müsste er dich ja dann bezahlen, wenn die Arbeit nicht anliegt und dann noch zusätzlich die 56 Stunden. Ich bin generell kein Freund von Überstunden und habe die auch nie gemacht. Ich dümpel immer bei +- 2 Stunden auf meinem Zeitkonto rum. Klar arbeite ich mal mehr an einem Zeitpunkt, weil da Arbeit anfällt, dafür gehe ich aber dann auch konsequent früher, wenn weniger Arbeit da ist. Wenn ich regelmäßig überstunden machen müsste, dann würde ich meinem Chef sagen, dass eine Arbeitskraft fehlt und das nicht mit machen. Ich denke ich finde ansonsten auch einen anderen Job.

Du bezeichnest also Arbeitnehmer, die ihren gesetzlichen Anspruch wahrnehmen als Menschen, die "jegliche Chancen suchen, weniger zu arbeiten"? Machst Du eigentlich Urlaub?

Marty

Ja ich mache Urlaub. Habe sogar 34 Tage Urlaub im Jahr. Ich würde aber nicht drauf pochen 34 Tage zu bekommen, wenn ich nun neu im Juni anfange. Würde sofort unterschreiben, dass mir der anteilige Urlaub ausreichen würde. Wobei ich denke, dass mein Arbeitgeber das automatisch geben würde, da bei uns die Zeiterfassung elektronisch ist und die gesetzlichen Vorschriften dadurch immer automatisch angewand werden.

Mir geht es ja auch nicht darum, dass der Anspruch nicht da ist. Sondern über die Freude, die im Postingverhalten rüber kommt
Da wird sich der Chef aber freuen
und auch im weiteren Verlauf das Krawallverhalten und die Einstellung, dass die ganzen Arbeitgeber alle Böse sind. Meist sind es doch diejenigen, die sich über schlechte Arbeitgeber beschweren, die immer auf alles pochen und dann auch noch dem Arbeitgeber nur schlechte Absichten unterstellen, die dann Probleme haben mit ihren Arbeitgebern. Wieso sollte ein Arbeitgeber denn auch zu solchen Mitarbeitern gut sein? Es war schon immer so im Leben, wie man es hinein ruft, so schallt es auch wieder raus. Wie gesagt, ich wurde bis jetzt immer fair von meinen Arbeitgebern behandelt. Denke ich hab immer mehr als das Gesetzliche bekommen, bin dafür aber auch als Arbeitnehmer stets darauf bedacht, dass es meinem Arbeitgeber gut geht und gebe das beste für meinen Chef und meine Firma, weil ich weiß, dass das mein Chef und meine Firma auch für mich machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gegen diese Staffelung nach Alter kann man klagen !

Ich arbeite im Einzelhandel und seit letztem Jahr hat jeder im Einzelhandel bei einer 6 Tage Woche Anspruch auf 36 Tage anstatt wie vorher eine Staffelung nach dem Alter.
Gegen dieses hat jemand geklagt und rechtbekommen, da es sich um keine Gleichberechtigung handelt!

Das heißt einen Urlaubsanspruch staffeln nach Alter des Arbeitnehmers ist gesetzwidrig haben nun schon mehrere Gerichte entschieden.

Das weiß ich nicht, was in seinem Arbeitsvertrag steht, daher sage ich ja: Arbeitstage oder Werktage.
Er hat jedoch nur anteiligen Urlaub! Das weiß ich von meiner Meisterprüfung (Meisterprüfung 4/ Ausbildereignungsverordnung) bei der Handwerkskammer, da haben wir sowas gelernt. Wir mussten das sogar berechnen!
Mein Arbeitgeber rechnet nur von Mo-Fr, andere von Mo-Sa.
Es müssen bei jedem jedoch 2 Tage pro gearbeitem Monat sein!
Wenn ich 7 Monate arbeite, sind es 14 Tage.
Hängt aber auch vom Alter ab.
Bis 16 Jahre: 30 Tage pro Jahr
Bis 17 Jahre: 27 Tage pro Jahr
Bis 18 Jahre: 25 Tage pro Jahr
Ab 18 Jahre: 24 Tage pro Jahr
 
Ich arbeite im Einzelhandel und seit letztem Jahr hat jeder im Einzelhandel bei einer 6 Tage Woche Anspruch auf 36 Tage anstatt wie vorher eine Staffelung nach dem Alter.
Kann ich das irgendwo nachlesen? Gesetzlich gibt es doch nur 24 Tage, wo ist das für den Einzelhandel anders geregelt?

Marty
 
Kann ich das irgendwo nachlesen? Gesetzlich gibt es doch nur 24 Tage, wo ist das für den Einzelhandel anders geregelt?

Marty

Hallo,

dies kannst Du im Tarifvertrag für den Einzelhandel nachlesen (je Bundesland unterschiedlich): https://bit.ly/NBKmTL
Wobei für eine volle Urlaubswoche 6 Urlaubstage in Anspruch genommen werden müssen und nicht wie in der Industrie üblich 5 Tage für eine Urlaubswoche; da Samstag im Einzelhandel ein normaler Arbeitstag ist.

Beste Grüße
 
dies kannst Du im Tarifvertrag für den Einzelhandel nachlesen (je Bundesland unterschiedlich): https://bit.ly/NBKmTL
Danke, den Tarifvertrag hätte ich auch so gefunden. Allerdings habe ich noch keine Regelung gefunden, die Tarifverträge als allgemeinverbindlich für alle definiert. Ist das im Einzelhandel so, dass die Tarifverträge für alle gelten?

Marty
 
Hallo,

dies kannst Du im Tarifvertrag für den Einzelhandel nachlesen (je Bundesland unterschiedlich): https://bit.ly/NBKmTL
Wobei für eine volle Urlaubswoche 6 Urlaubstage in Anspruch genommen werden müssen und nicht wie in der Industrie üblich 5 Tage für eine Urlaubswoche; da Samstag im Einzelhandel ein normaler Arbeitstag ist.

Beste Grüße

Richtige Erklärung ...
 
Ist das im Einzelhandel so, dass die Tarifverträge für alle gelten?

Nein diese gelten nicht für alle Unternehmen des Einzelhandels. Wiki: "Die Tarifbindung folgt aus der Mitgliedschaft in einer der Tarifvertragsparteien" Sprich die Arbeitgeber sind in der Regel im Arbeitgeberverband organisiert. Damit gelten dann auch die Tarifverträge für das jeweilige Unternehmen.
Ist dies nicht so, dann gilt der Tarifvertrag nicht für dieses Unternehmen. Aber auch hier gibt es Sonderfälle usw. => https://de.wikipedia.org/wiki/Tarifvertrag Eines davon ist die sog. Allgemeinverbindlichkeit. Diese bewirkt, dass die Rechtsnormen dieses Tarifvertrags auch für alle sonst nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb des sachlichen und räumlichen Geltungsbereichs des Tarifvertrags verbindlich werden. Somit hat ein Arbeitnehmer, dessen Tätigkeit durch einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag beschrieben wird, Anspruch auf dessen Leistungen, auch wenn er nicht Gewerkschaftsmitglied, und/oder der Arbeitgeber nicht Mitglied im tarifaushandelnden Arbeitgeberverband ist. Zurzeit sind noch drei Tarifverträge (je Bundesland) im deutschen Einzelhandel allgemeinverbindlich.
Nochmal zu Deiner Frage: Es kommt also darauf an in welchem Bundesland Du arbeitest (nicht wohnst ;) ), ob ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für Dich und Deine Situation gilt.

Im Einzelhandel ist es allerdings auch so, dass zahlreiche Unternehmen ohne Tarifbindung sich trotzdem nach dem Tarifvertrag richten oder daran orientieren. Und natürlich kann in separaten Verträgen (wie dem Arbeitsvertrag) auch andere Regelungen für das jeweilige Arbeitsverhältnis festgelegt werden.

Beste Grüße
 
Danke, den Tarifvertrag hätte ich auch so gefunden. Allerdings habe ich noch keine Regelung gefunden, die Tarifverträge als allgemeinverbindlich für alle definiert. Ist das im Einzelhandel so, dass die Tarifverträge für alle gelten?

Marty

Nein, es ist bisher nicht so. Es wird sich auch in den nächsten Jahren sich nicht ändern. Der Anteil der tarifgebundenen Arbeitgeber erreicht noch nicht die 50%. Im Osten sind es noch wesentlich wenig tarifgebundener Arbeitgeber als im Westen. Allerdings ist bei dieser Untersuchung unberücksichtigt, dass tarifungebundene Arbeitgeber teilweise gleich oder mehr als vorgeschrieben entlohnen.

Der Handelsverband Deutschland setzt sich für die Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträger ein. Der Einzelhandel plädiert auch dafür. Es wäre langfristig ein Schritt in die richtige Richtung.
 
Der Handelsverband Deutschland setzt sich für die Allgemeinverbindlichkeitserklärung der Tarifverträger ein. Der Einzelhandel plädiert auch dafür. Es wäre langfristig ein Schritt in die richtige Richtung.
Welcher Einzelhandel? Vermutlich nur diejenigen, die auch im Arbeitgeberverband sind. Wenn wirklich alle Einzelhändler dafür sind, stellt sich mir sonst die Frage, wieso die nicht im Arbeitgeberverand sind. Dann wäre der Vertrag ja auch bindend.
Bei einer stetig sinkenden Zahl an allgemeinverbindlichen Tarifverträgen glaube ich auch nicht, dass da sonderlich viele hinzukommen.

Man braucht aber keine 50% tarifgebundenen Arbeitgeber, sondern die tarifgebundenen Arbeitgeber müssen min 50% der von einer Allgemeinverbindlichkeitserklärung betroffenen Arbeitnehmer beschäftigen.

Wenn man sich allerdings mal die derzeitigen allgemeinverbindlichen Tarifverträge anschaut, geht es dort häufig um VWL und Altersbezüge. Gehalt und Urlaub sind meist nur dann dabei, wenn in der Branche eh schon min. 80% der Arbeitgeber auch im Arbeitgeberverand sind.

anddie