News Union gegen Verteilung von Gratis-Koran

Im übrigen ist das Abschiebe-Argument (jedenfalls in dieser Pauschalität) genauso gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichtet. Trotzdem darfst Du es hier aber, unkontrolliert und ohne mit Strafe rechnen zu müssen, verbreiten.
Das wäre doch die perfekte Lösung. Diese Leute wollen in einem islamischen Staat leben und wenn sie dort leben können sie nicht unser Staatswesen gefährden. Alle wären zufrieden. Und welcher islamische Staat sollte was dagegen haben Glaubensbrüder aufzunehmen?
Abschieben war vllt das falsche Wort. Rechtlich fragwürdig ist es erst wenn sich für eine der Parteien Nachteile ergeben würden.
 
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[...] Das gefährliche ist weniger der Koran, sondern vielmehr der Dialog, der dabei geführt wird und den Einstieg in die (gegebenenfalls) radikale Szene ebnet. Wer sich dafür interessiert, merkt sich auch von wem er das Exemplar bekam.

Das ist mir schon klar. Dennoch sehe ich in einer solchen Situation eher einen Weg zum Dialog in beide Richtungen. Ich schrieb auch nicht ohne Hintergedanken "wenn sie sich tatsächlich auf die Verteilung des Korans beschränken". Bei einem einseitig geprägten Infostand, der auch politische Schriften verteilt, sähe die Situation womöglich anders aus.

Das wäre doch die perfekte Lösung. Diese Leute wollen in einem islamischen Staat leben und wenn sie dort leben können sie nicht unser Staatswesen gefährden. Alle wären zufrieden. Und welcher islamische Staat sollte was dagegen haben Glaubensbrüder aufzunehmen?
Abschieben war vllt das falsche Wort.

Die Verteilung eines Buches gefährdet unser Staatswesen? 8O

Und deswegen müssen wir das möglichst damit bekämpfen, indem wir alle Menschen ausweisen, die dieses Buch lesen und sich wünschten, es würde mehr nach dessen Regeln in der Gesellschaft zugehen?

Ich finde es schon einigermaßen befremdlich, dass einem Buch (noch dazu einem religiösen) immer noch so viel Macht zugewiesen wird. Ich habe nicht die Befürchtung, dass jemand der den Koran liest automatisch zum Dschihad-Kämpfer wird. Ebensowenig kann ich mir vorstellen, dass ein kurzes Gespräch bei der Übergabe dies vermag.
 
Und deswegen müssen wir das möglichst damit bekämpfen, indem wir alle Menschen ausweisen, die dieses Buch lesen und sich wünschten, es würde mehr nach dessen Regeln in der Gesellschaft zugehen?
Ziemlich naive Betrachtungsweise. So ein Salafist hetzt gegen Menschen, die sich nicht so verhalten (wollen). Kritiker werden bedroht.
 
Und was genau erreicht er damit in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat?

Übrigens kann ich den Unmut auf Seiten der Initiatoren gut verstehen (abgesehen natürlich von tatsächlichen Bedrohungen, die ich ablehne).

Immerhin scheint die Druckerei aufgrund der Medienberichte nun ihre Arbeit einzustellen oder zumindest zu verzögern. Somit führt die Diskussion faktisch zu einem Ergebnis, das rechtsstaatlich nicht durchzusetzen wäre.
 
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Das ist mir schon klar. Dennoch sehe ich in einer solchen Situation eher einen Weg zum Dialog in beide Richtungen. Ich schrieb auch nicht ohne Hintergedanken "wenn sie sich tatsächlich auf die Verteilung des Korans beschränken". Bei einem einseitig geprägten Infostand, der auch politische Schriften verteilt, sähe die Situation womöglich anders aus.
Ja, "wenn". Aber eben äußerst unwahrscheinlich 25 Millionen Bücher in Fußgängerzonen zu verteilen, ohne dabei ins Gespräch zu kommen. Missionierung zielt doch immer darauf ab nicht nur wertneutral die Religion, sondern möglichst auch dessen Auslegung schmackhaft zu machen und somit die eigene Strömung zu stärken. Das lässt sich auf nahezu jeden Stand in Fußgängerzonen übertragen. Aber nicht jeder ist verfassungsfeindlich. Das hat der Verfassungsschützer dann natürlich im Dialog rauszufinden, wenn er sich seinen Koran abholt. ;)

Und was genau erreicht er damit in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat?
Wenig. Aber auch nur weil unsere Demokratie glücklicherweise wehrhaft ist.
Ob und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, gilt es nun rauszufinden.
Immerhin scheint die Druckerei aufgrund der Medienberichte nun ihre Arbeit einzustellen oder zumindest zu verzögern.
Ist ja, je nach Vertrag, ihr gutes Recht.
 
Und was genau erreicht er damit in einem freiheitlich demokratischen Rechtsstaat?
https://de.wikipedia.org/wiki/Salafiyya#Deutschland
Die Salafisten zielen nicht in erster Linie auf Christen, sondern vor allem auf andere Muslime, um sie als Anhänger zu gewinnen. Deshalb werden Städte in NRW und Hessen ausgewählt, die schon eine große Zahl muslimischer Bevölkerung haben, um diese zu radikalisieren.
Die weitere Entwicklung wird sich zeigen.
Die Frage ist, was die Salafisten hier wollen, wenn sie doch lieber in einem islamischen Staat leben würden.

Immerhin scheint die Druckerei aufgrund der Medienberichte nun ihre Arbeit einzustellen oder zumindest zu verzögern. Somit führt die Diskussion faktisch zu einem Ergebnis, das rechtsstaatlich nicht durchzusetzen wäre.
Wenn Journalisten bedroht werden ist der Bogen eben überspannt. Die Druckerei kann sich auch frei entscheiden für wen sie arbeitet.
 
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Ja, "wenn". Aber eben äußerst unwahrscheinlich 25 Millionen Bücher in Fußgängerzonen zu verteilen, ohne dabei ins Gespräch zu kommen. Missionierung zielt doch immer darauf ab nicht nur wertneutral die Religion, sondern möglichst auch dessen Auslegung schmackhaft zu machen und somit die eigene Strömung zu stärken. [...]

Das ist sicherlich richtig. Allerdings ist eine starke Beeinflussung doch relativ schwer, wenn man lediglich den reinen Text in der Hand hält. Nicht umsonst arbeiten eigentlich alle Meinungsmacher mit Bildern und markigen Sprüchen, oder?


Wenig. Aber auch nur weil unsere Demokratie glücklicherweise wehrhaft ist.
Ob und welche Maßnahmen zu ergreifen sind, gilt es nun rauszufinden.

Soweit gehe ich mit Dir konform.

Ist ja, je nach Vertrag, ihr gutes Recht.

Wenn ich dem entsprechenden News-Beitrag hier glauben darf, dann hat sich die Druckerei bereits vorher bei den Behörden informiert und die (vermutlich richtige) Auskunft bekommen, der Druck sei unbedenklich.

Wenn nun der Auftrag nicht ausgeführt wird, so hat das eben zur Folge, dass die geplanten Aktionen womöglich nicht (zum gewünschten Termin) ausgeführt werden können. Das man als Initiator dann sauer ist, selbst wenn die Druckerei zu ihrem Vorgehen berechtigt sein sollte, ist für mich nachvollziehbar.

Für einen neutralen Beobachter kann schon der Eindruck entstehen, dass sich der Staat mittels massiver Medienkritik einen Eingriff ermöglicht hat, der ihm eigentlich nicht zustand (auch wenn er nicht wissen konnte wie die Druckerei reagiert).
 
Allerdings ist eine starke Beeinflussung doch relativ schwer, wenn man lediglich den reinen Text in der Hand hält. Nicht umsonst arbeiten eigentlich alle Meinungsmacher mit Bildern und markigen Sprüchen, oder?
Ja, zumal die Ausgabe auch ohne Kommentare sein soll. Aber wie schon gesagt unterstelle ich, dass es hier nicht um den reinen Text geht, sondern um persönlichen Kontakt, Vertrauen und Gruppengefühl. Das halte ich für Meinungsprägender als Bilder, Texte oder sonst was.
Nicht umsonst muss ich regelmäßig gewisse "Missionare" von der Türschwelle vertreiben. Könnten das "Ding" ja auch wortlos in den Briefkasten werfen, oder? ;)
Für einen neutralen Beobachter kann schon der Eindruck entstehen, dass sich der Staat mittels massiver Medienkritik einen Eingriff ermöglicht hat, der ihm eigentlich nicht zustand (auch wenn er nicht wissen konnte wie die Druckerei reagiert).
Ich hab schon länger den Eindruck, dass Medien Urteile fällen, bevor rechtsstaatliche Mittel greifen, oder überhaupt angebracht sind. Da stört mich aber eher das Verhalten der Medien, nicht das der Politiker. (Staat besteht ja doch noch aus mehr als nur Parteien).
 
Ja, zumal die Ausgabe auch ohne Kommentare sein soll. Aber wie schon gesagt unterstelle ich, dass es hier nicht um den reinen Text geht, sondern um persönlichen Kontakt, Vertrauen und Gruppengefühl. Das halte ich für Meinungsprägender als Bilder, Texte oder sonst was. [...]

Das ist sicherlich nicht zu widerlegen. Diese Effekte erreicht man aber sicher nicht allein durch einen Fußgängerzonenkontakt. Dahinter muss schon mehr stehen. Und hier, da gehe ich wie gesagt mit Dir konform, darf der Rechtsstaat schon genauer hinschauen.

Ich hab schon länger den Eindruck, dass Medien Urteile fällen, bevor rechtsstaatliche Mittel greifen, oder überhaupt angebracht sind. Da stört mich aber eher das Verhalten der Medien, nicht das der Politiker. (Staat besteht ja doch noch aus mehr als nur Parteien).

Naja. Ich denke man darf den Politikern unterstellen, dass sie wissen, was sie mit bestimmten Aussagen erreichen.

Dass die Medien (insbesondere der Boulevard) beträchtlichen Anteil an der Misere haben, ist natürlich ebenfalls richtig.
 
Hoffentlich macht man auch so einen Aufstand, wenn die BLÖD demnächst jeden Haushalt in DE eine gratis Ausgabe aufnötigen will: https://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/544398/Die-BILD-bietet-uns-eine-Steilvorlage

Ob ich das gut finde oder nicht, was die dort machen: sie habend as Recht dazu - wie auch Jehovas Zeugen, ihre Käseblättchen verteilen dürfen und die Baptisten ihre Kreationistenliteratur verteilen dürfen. Gleiches Recht für alle also.

Ich bin der Meinung, dass hier wieder gezielt Hetze aus Ecke des Springer-Verlags betrieben wird - sobald es aber erste Eskalationen gibt, wollen sie wieder von nix gewusst haben und sind als erste mit Schuldzuweisungen da. Alles doch gerade erst erlebt mit dem Fall in Emden (Mordfall Lena). Wer hat da zuerst den Jungen in der Öffentlichkeit bloßgestellt und danach heuchlerisch die Selbstjustizbefürworter (die sie mit der Berichterstattung selbst gezüchtet haben) verurteilt? Der gleiche Verein, der jetzt laut gegen die Koranverteilung kakelt - fällt gaaaaaaaaaaar nicht auf.
 
Ob ich das gut finde oder nicht, was die dort machen: sie habend as Recht dazu - wie auch Jehovas Zeugen, ihre Käseblättchen verteilen dürfen und die Baptisten ihre Kreationistenliteratur verteilen dürfen. Gleiches Recht für alle also.
Gegen das Verteilen von Koranen hat ja niemand was. In so fern ist die Überschrift schon mal irre führend.
 
Ob ich das gut finde oder nicht, was die dort machen: sie habend as Recht dazu

Natürlich haben sie das und das bestreitet auch niemand.
Nur lässt sich unser toller Rechtsstaat von diesen Fanatikern vorführen in dem er ihnen die Plattform (Grundgesetz) bietet, die diese Typen lieber gestern als heute durch ihr islamisches Recht (Scharia) ablösen wollen. Der Innenminister täte gut daran, diese Vereinigung schnellstmöglich zu verbieten. Bei Mili Görös hat das auch ganz gut funktioniert.
 
https://www.youtube.com/watch?v=iJlgJsGuSCM
Die Stellungnahme das Salafisten. Das ist doch eine Verunglimpfung des Holocaust, oder irre ich mich?
Jedenfalls kommt gut raus, dass sie die Verfassung nicht achten, sondern nur die Scharia. Wie kommt er dann dazu sich mit verfassungstreuen Bürgern wie Christen oder Zeugen Jehovas zu vergleichen?!
 
Der Innenminister täte gut daran, diese Vereinigung schnellstmöglich zu verbieten. Bei Mili Görös hat das auch ganz gut funktioniert.
Mili Görös ist verboten worden? Wann?


Wie kommt er dann dazu sich mit verfassungstreuen Bürgern wie Christen oder Zeugen Jehovas zu vergleichen?!
Wie kommst du darauf, das alle Christen bzw. christlichen Strömungen und die Zeugen Jehovas verfassungstreu sind!?!? :roll:
 
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Mili Görös ist verboten worden?

Milli Görös ist nicht verboten worden sondern es gab die Bestrebungen nach diversen "Vorkommnissen".

Wie kommst du darauf, das alle Christen bzw. christlichen Strömungen und die Zeugen Jehovas verfassungstreu sind!?!? :roll:

Magst Du eine Strömung bzw. christliche Kirche in Deutschland benennen, deren propagiertes Ziel die Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist?
 
Milli Görös ist nicht verboten worden sondern es gab die Bestrebungen nach diversen "Vorkommnissen".
Warum schreibst du es dann? Oder war das Ironie?

Magst Du eine Strömung bzw. christliche Kirche in Deutschland benennen, deren propagiertes Ziel die Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist?
Nein.

Sein Vergleich zielt darauf ab, dass seine islamistische Ideologie als Religion aufgefasst wird, was sie bei weitem nicht ist.
Hasts gemerkt?
Aber warum setzt du verfassungstreue Bürger mit Christen bzw. Zeugen gleich!?
 
Wie kommt er dann dazu sich mit verfassungstreuen Bürgern wie Christen oder Zeugen Jehovas zu vergleichen?!

Er ist ne sie... das zuerst. :ugly:


Und von den Christen, die Abtreibungskliniken mit Bomben attackieren und Abtreibungsärzte ermorden, weil sie gegen Abtreibung sind, hast noch nie gehört? Oder von den Jehovas, die sogar ein Baby sterben lassen würden, wenn man ihnen dazu die Chance lassen würde, weil sie gegen bestimmte Medikamente, Transplantationen, Transfusionen und gewisse andere medischen Maßnahmen sind? Oder von den Freikirchlichen (überwiegend Baptisten), die sich am Friedhof aufstellen und dann die Trauergäste ausschimpfen und bespucken, nur weil der Verstorbene zufälligerweise homosexuell oder gar nur Soldat war - alles im Namen Gottes, aber mit "flammenden Schwertern". Gibt mehr als genug christliche Sekten und gar anerkannte Strömungen, die genau so bedrohlich sind, wie bestimmte Islamisten-Gruppierungen, die sich die Verfassung 6x an die Hacken schmieren, wenn sie ihrer Ideologie ausleben (können).
 
Er ist ne sie... das zuerst. :ugly:
Abu Samira ist ne Frau? Nicht Dein Ernst! :mrgreen:


Und von den Christen, die Abtreibungskliniken mit Bomben attackieren und Abtreibungsärzte ermorden, weil sie gegen Abtreibung sind, hast noch nie gehört?
Na, aber Abtreibung ist doch auch irgendwie Mord?
Findest das nicht schlimm?
Wo ist denn der Unterschied ob der Mensch geboren ist oder nicht? Mensch bleibt Mensch.
So was wie Abtreibungsärzte gibts auch nicht, weil Ärzte das Leben achten müssen.

Aber warum setzt du verfassungstreue Bürger mit Christen bzw. Zeugen gleich!?
Er meint die 60 Millionen Christen, die ja großteils verfassungstreu sind.
 
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Warum schreibst du es dann? Oder war das Ironie?

Hervorragend erkannt. Der :ugly: hat gefehlt.


Warum schreibst Du das dann?

Und von den Christen, die Abtreibungskliniken mit Bomben attackieren und Abtreibungsärzte ermorden, weil sie gegen Abtreibung sind, hast noch nie gehört?

Sowas gibts in Deutschland?

Oder von den Jehovas, die sogar ein Baby sterben lassen würden, wenn man ihnen dazu die Chance lassen würde, weil sie gegen bestimmte Medikamente, Transplantationen, Transfusionen und gewisse andere medischen Maßnahmen sind?

... was glaubst Du was JEDER Mensch, egal woran er glaubt, tun würde wenn man ihm die Chance dazu lassen würde?!? :ugly:
Daraus eine Bedrohung für den Rechtsstaat und dessen freiheitlich demokratische Grundordnung wie durch real praktizierende Radikalmuslime herbeizureden ... Respekt! Da verblasst jeder Apfel-Birne-Vergleich! :ugly:

Oder von den Freikirchlichen (überwiegend Baptisten), die sich am Friedhof aufstellen und dann die Trauergäste ausschimpfen und bespucken, nur weil der Verstorbene zufälligerweise homosexuell oder gar nur Soldat war - alles im Namen Gottes, aber mit "flammenden Schwertern".

Tagtäglich zu beobachten an allen deutschen Friedhöfen, wie? Oder haste das nur in Deinem Lokal-Wurstblatt gelesen?

Gibt mehr als genug christliche Sekten und gar anerkannte Strömungen, die genau so bedrohlich sind, wie bestimmte Islamisten-Gruppierungen, die sich die Verfassung 6x an die Hacken schmieren, wenn sie ihrer Ideologie ausleben (können).

Nenne nur EINE dieser "Sekten" in Deutschland, die so offen und ehrlich solche Dinge von sich geben, diese sogar ERNST meinen und praktizieren?

Abu Samira ist ne Frau? Nicht Dein Ernst! :mrgreen:

Na klar doch! :biggrin: Die tiefe Stimme kommt nur durch den Niqab vor dem Mund.