Wasweissdennich
Hakuna Matata
- 21 April 2006
- 11.830
- 989
Na das ist doch dann aber auch fair, kann man nur hoffen das da hart durchgegriffen wird
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*Ich schleich mich einfach mal hier rein und hör zu und hoffe, dass mich keiner sieht*
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Der rätselhafte, ungeklärte und auch irgendwie unschmeichelhafte Stadtname führte im Laufe der Jahrhunderte zu den unterschiedlichsten Erklärungsversuchen, etymologischen Deutungen und Legenden.
Der Wildhübner Darimund
Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die These vom Wildhübner Darimund als Namenspatron der Stadt[9]. Grundlage ist dabei die älteste dokumentierte Schreibweise „Darmundestat“ aus dem 11. Jahrhundert, das als „Stätte des Darimund“ gedeutet wird. Diese bis heute populärste These hat jedoch einige Schwierigkeiten[10]. So wird zum Beispiel stetig behauptet, jener Darimund sei ein Wildhübner des Wildbanns Dreieich gewesen[11]. Der Wildbann Dreieich entstand jedoch erst Mitte des 10. Jahrhunderts, während man die Gründung Darmstadts heute etwa auf das 8./9. Jahrhundert datiert[12][13]. Zudem ist es eher unwahrscheinlich, dass ein einfacher königlicher Beamter einer Siedlung seinen Namen hätte verleihen dürfen. Dies war nur bei Gutshöfen üblich, die aber zu jener Zeit und Ort an der Endung -heim zu erkennen sind, Siedlungen mit der Endung -stat waren eher nach Sachbezogenheit benannt[14]. Auch ist der Name Darimund unter den Franken wohl eher selten gewesen[15]. Es handelt sich dabei wohl um eine Variante von Thorismund, ein Name, der für einen westgotischen König überliefert ist.
Die Siedlung am befestigten Durchgang
Diese These leitet die Silben dar von dem indogermanischen tar, das einen Durchgang bezeichnet, munde von Munt für Schutz und stat für Stätte ab. Darmundestat wäre demnach die „Stätte am befestigten Durchgang“[16]. Da man annehmen kann, dass Darmstadt ein Vorposten von Frankfurt zum Schutz gegen die Alamannen war, wäre dies eine treffende Bezeichnung, da Darmstadt an einer der wichtigsten Straßen, die von Süden (dem alamannischen Gebiet) nach Frankfurt führte, lag.
Trajansstadt
Der wohl älteste Versuch den Namen Darmstadt herzuleiten, versucht den römischen Kaiser Trajan als Namensgeber zu identifizieren. Ursprung wäre dann eine bis heute unidentifizierte römische Befestigung mit Namen „Munimentum Traiani“ gewesen, die um 360 n. Chr. im rechtsrheinischen Gebiet existiert haben soll, wie Ammianus Marcellinus berichtet[17]. Von Trajani Munimentum leitete man über Tramunimentum und Tramundestat Darmundestat ab[18]. Da man heute davon ausgeht, dass Darmstadt von den Franken gegründet wurde[19], ist diese These aus der Mode gekommen.
Darmbach
Die bis Mitte des 19. Jahrhunderts populärste Erklärung leitete den Namen Darmstadt vom Darmbach, dem kleinen Flüsschen, das früher über den Darmstädter Marktplatz floss, ab. Darmundstat hieße demnach: Da, wo der Darm(bach) mündet. Da man jedoch nachgewiesen hat, dass der Bach frühestens im 18. Jahrhundert überhaupt erst diesen Namen erhielt, ist diese These heute kaum noch haltbar.
Dambstadt
Diese These leitet den Namen von der für die frühe Neuzeit nachgewiesenen Schreibweise Dambstadt ab. Dies solle sich von dem althochdeutschen tamo (Hirsch) ableiten, was auf den Wald- und Wildreichtum der Darmstädter Gegend anspielen könnte [20]. Schwierigkeiten bereitet diese These jedoch zum einen deshalb, weil die älteste bekannte Schreibweise Darmundestat bereits das „r“ in der ersten Silbe aufweist (und somit kaum von tamo abstammen dürfte) und zum anderen, weil es die Silbe „munde“ nicht erklärt.
Die Stätte am Moorbach
Ein etymologischer Versuch, doch noch den Darmbach als Namenspatron zu identifizieren, leitet „darm“ als ältere Bezeichnung für „Moor“ ab. Die zweite Silbe „unde“ entspräche demnach dem Althochdeutschen unda und bedeute „Woge“ oder „Welle“. Demnach wäre Darm-Unda-Stat dann eine „Siedlung beim Moorbach“, was den heutigen Darmbach zur fränkischen Zeit wohl treffend beschrieben hätte[21].
Der Eichenberg
Hierbei wird die erste Silbe dar vom altcymrischen dar für Eiche abgeleitet und munde vom vorgermanischen mont für Berg[22]. Die ursprüngliche Siedlung befand sich östlich des heutigen Darmstädter Schlosses auf einer kleinen Anhöhe. In manchen Dorfzentren standen zudem alte, kultisch verehrte Bäume, vornehmlich alte Eichen. So könnte man den Namen „Eichenberg“ erklären, obgleich dies sehr konstruiert wirkt.
Darmunda
Diese (sicher unhistorische) Legende erzählt von der Grafentochter Darmunda, die sich zum Unwillen ihres Vaters in einen armen Ritter verliebte. Sie floh mit ihrem Ritter in eine Hütte im Wald. Später versöhnte sich Darmunda mit ihrem Vater, und der Graf baute dort, wo heute das Darmstädter Residenzschloss steht, ein Jagdschloss[23][24]. Darmundas Hütte soll dieser Legende nach das beim Luftangriff 1944 zerstörte „Bauernhäuschen“ gewesen sein, ein mysteriöser Bau in der nördlichen Fassade des Schlosses, dessen genauer Zweck nicht geklärt ist (aber wohl eher ein Überbleibsel des Vorgängerbaus des heutigen Schlosses gewesen ist).
Armstadt
Eine weitere Legende dieser Art, wohl die am weitesten verbreitete, ist eine Geschichte, die bereits der Hofbibliothekar Philipp A.F. Walther 1857 mit dem Wort „possirlich“ umschreibt[25]. Demnach hat Darmstadt ursprünglich Armstadt geheißen und (Groß-)Umstadt Dummstadt. Und weil die einen nicht arm und die anderen nicht dumm sein wollten, tauschte man das D, so dass aus Armstadt Darmstadt und aus Dummstadt Umstadt wurde. Warum sich die Darmstädter danach nicht grämten, dass ihre Stadt nun nach einem Verdauungsorgan hieß, erklärt diese Legende nicht.
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ich denke das die zugrunde liegenene anale Fixiertheit auch nicht spurlos am täglichen Leben vorbeigeht
