Sammelthread Streiks bei der Telekom

Flach ??? :ugly:

Wenn die DTAG ihre Mitarbeiter mit falschen Zahlen "verarscht" um sich selbst ins gute Licht zu rücken dann nenne ich das verlogen UND flach.

Ich nenne das Verarsche, sonst nichts. Und hoffentlich für die Mitarbeiter ein Grund mehr zu kämpfen.

Ich habe gestern mit ner Bekannten gesproch, die in meiner Stammkneipe arbeitet und halbtags im CallCenter arbeitet.

Die haben jetzt einen neuen Großauftrag.
3mal dürft Ihr raten wen.

Genau.

Die Telekom.

Und meine Bekannte ist am Fluchen, über die Telekom Mitarbeiter, die streiken, weil Sie für deutlich weniger losgeht, als die guten Telekom Mitarbeiter.

Der Streik wird ins Leere laufen, und die Telekom spart dabei auch noch.
Beim Thema "Gewerkschaften austricksen" haben die Leute wohl gut aufgepasst.

Und das ist genau der Konkurrent, bei dem man sich einen Grossteil der 50.000 neuen Mitarbeiter abwerben müsste, wenn man die 50.000 bei sich selber entlässt.

Hast Du Fieber?
Es werden keine Leute entlassen und es brauchen keine neu eingestellt werden.
Es gibt nur ne Umstrukturierung.

Wisst Ihr, wenn denn die Zahlen verarsche sind, wenn überall mehr gezahlt wird, warum sind die Leute noch bei der Telekom?

gruss kelle!
 
Ich habe gestern mit ner Bekannten gesproch, die in meiner Stammkneipe arbeitet und halbtags im CallCenter arbeitet.

Die haben jetzt einen neuen Großauftrag.
3mal dürft Ihr raten wen.

Genau.

Die Telekom.
Ach, und was ist daran jetzt besonders? Dass die Telekom solche Dienste schon seit Ewigkeiten auslagert ist doch nichts Neues. Was hat das mit dem Thema zu tun?

Und meine Bekannte ist am Fluchen, über die Telekom Mitarbeiter, die streiken, weil Sie für deutlich weniger losgeht, als die guten Telekom Mitarbeiter.
Dann ist Deine Bekannte eine von den von Dir im Hartz-IV Thread beschriebenen, die nicht in der Lage ist, sich durchzusetzen, weil sie zu schwach ist. Oder ist es bei ihr doch was anderes, weil du sie persönlich kennst?

Gerade gemessen: 36,8. Also negativ.
Es werden keine Leute entlassen und es brauchen keine neu eingestellt werden.
Es gibt nur ne Umstrukturierung.
Ach? Hatte die Telekom nicht angedroht, allen zu kündigen, die nicht in die Servicegesellschaft wollen und die Abschläge inkl. längerer Arbeitszeit in Kauf nehmen? Dann müssten sie die Leute doch ersetzen, die sie da feuern, oder nicht? Woher wohl nehmen?

Wisst Ihr, wenn denn die Zahlen verarsche sind, wenn überall mehr gezahlt wird, warum sind die Leute noch bei der Telekom?
Aus demselben Grund, warum Deine Bekannte für weniger arbeitet. Und aus demselben Grund, warum es immer in unterschiedlichen Unternehmen unterschiedliches Einkommen gibt. Stell Dir vor, es gibt Top-Informatiker, die arbeiten bei einem kleinen Unternehmer, obwohl sie bei SAP doppelt soviel verdienen könnten.

Marty
 
Ach, und was ist daran jetzt besonders? Dass die Telekom solche Dienste schon seit Ewigkeiten auslagert ist doch nichts Neues. Was hat das mit dem Thema zu tun?

Es ist in dem Fall keine "normale" Auslagerung.
Hier wird nur der Teil temporär an andere Dienstleister vergeben, um die Auswirkungen des Streiks zu minimieren.
Wenn es für die Telekom klappt, sparen Sie durch den Streik Geld, so dass die Gewerkschaft irgendwann gaaan klein beigeben muss.

Dann ist Deine Bekannte eine von den von Dir im Hartz-IV Thread beschriebenen, die nicht in der Lage ist, sich durchzusetzen, weil sie zu schwach ist. Oder ist es bei ihr doch was anderes, weil du sie persönlich kennst?

An den marktüblichen Preisen für CallCenter Mitarbeiter kann das wohl nicht liegen? Die Löhne die die Telekom auf dem Sektor zahlen muss, sind nämlich arg überteuert.

Ach? Hatte die Telekom nicht angedroht, allen zu kündigen, die nicht in die Servicegesellschaft wollen und die Abschläge inkl. längerer Arbeitszeit in Kauf nehmen? Dann müssten sie die Leute doch ersetzen, die sie da feuern, oder nicht? Woher wohl nehmen?

Die Mitarbeiter werden genauso klein beigeben wie die Gewerkschaft.
Es ist ja zur Zeit nicht wirklich der Markt für 50.000 Servicemitarbeiter da.
Und wenn die Mitarbeiter die Gehaltskürzung als existenzbedrohend bezeichnen, na wie wollen die dann erst mit ALG I auskommen?
Die werden doch gaaanz freiwillig in die neue ServiceGesellschaft wechseln.

Aus demselben Grund, warum Deine Bekannte für weniger arbeitet. Und aus demselben Grund, warum es immer in unterschiedlichen Unternehmen unterschiedliches Einkommen gibt. Stell Dir vor, es gibt Top-Informatiker, die arbeiten bei einem kleinen Unternehmer, obwohl sie bei SAP doppelt soviel verdienen könnten.

Sicherlich gibt es verschiedene Motivation sich für oder gegen einen Job zu entscheiden.
Aber wenn ich meinem Arbeitgeber drohen will, um entweder mehr zu bekommen, oder im Falle der Telekom mein Niveau zu halten, dann bitteschön mit einem konkreten Angebot eines anderen Arbeitgebers.
Nicht mit der Begründung "Bei Arcor verdient man mehr."
Sondern: "Chef, hier haste es schwarz auf weiß, zum 1. kann ich da und da für 500 € mehr anfangen. Mach mal nen Angebot dass ich bleibe."

Nur wird jetzt kein vernünftiger Arbeitgeber noch hoch auf diese Arbeitskräfte bieten, wenn er die Aussichten hat, die in ein paar Monaten deutlich günstiger zu bekommen, weil sich die arbeitslosen Telekommitarbeiter, die nicht wechseln wollten, bei der Suche nach nem neuen Job gegenseitig unterbieten.

gruss kelle!
 
Wenn es für die Telekom klappt, sparen Sie durch den Streik Geld, so dass die Gewerkschaft irgendwann gaaan klein beigeben muss.
Könntest Du mal die Quelle dafür liefern, dass die Telekom die Dienste des externen Call-Centers günstiger bekommt als durch die eigenen Mitarbeiter. Oder machst Du das nur daran fest, dass Deine Bekannte weniger verdient?

An den marktüblichen Preisen für CallCenter Mitarbeiter kann das wohl nicht liegen? Die Löhne die die Telekom auf dem Sektor zahlen muss, sind nämlich arg überteuert.
Zahlen zählen. Nenn doch mal die Zahlen der Telekom und Vergleichswerte. Bisher sehe ich von der Telekom veröffentlicht nur Zahlen für Techniker. Warum wohl?

Die Mitarbeiter werden genauso klein beigeben wie die Gewerkschaft.
Es ist ja zur Zeit nicht wirklich der Markt für 50.000 Servicemitarbeiter da.
Doch. Der wird da sein, wo die Telekom die 50.000 Leute auch herholt. Die holen die aber nicht beim Arbeitsamt sondern bei der Konkurrenz. Und dort werden die Stellen dann frei sein.

Und wenn die Mitarbeiter die Gehaltskürzung als existenzbedrohend bezeichnen, na wie wollen die dann erst mit ALG I auskommen?
Noch schlechter. PS: Warum bietet nach Deiner Logik die Telekom dann nicht ALG1 + 10 Euro? Das müsste für die Mitarbeiter doch auch ausreichend sein und eine Alternative haben sie Deiner Meinung nach ja auch nicht.

Aber wenn ich meinem Arbeitgeber drohen will, um entweder mehr zu bekommen, oder im Falle der Telekom mein Niveau zu halten, dann bitteschön mit einem konkreten Angebot eines anderen Arbeitgebers.
Kleiner Unterschied: Hier droht der Arbeitgeber, nicht der Arbeitnehmer. Und der Arbeitgeber sollte doch auch Vergleiche vorlegen können, oder nicht? Und bisher hat er nur gelogene Vergleiche aus der Branche gebracht.

Nicht mit der Begründung "Bei Arcor verdient man mehr."
Der Arbeitgeber argumentiert zur Zeit mit: "Bei anderen verdient man weniger!"
Sondern: "Chef, hier haste es schwarz auf weiß, zum 1. kann ich da und da für 500 € mehr anfangen. Mach mal nen Angebot dass ich bleibe."
"Lieber Arbeitnehmer, ich habe hier ein Angebot von 50.000 Arbeitslosen, die gleiche Qualität für weniger Geld anbieten." habe ich auch nocht nicht gesehen. Du vielleicht?

Marty
 
Könntest Du mal die Quelle dafür liefern, dass die Telekom die Dienste des externen Call-Centers günstiger bekommt als durch die eigenen Mitarbeiter. Oder machst Du das nur daran fest, dass Deine Bekannte weniger verdient?

CallCenter haben in Ihrer Kostenstruktur einen relativ hohen personellen Anteil.
Bekommt jemand wenn überhaupt die Hälfte eines Telekom Mitarbeiters, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der externe Dienstleister günstiger ist.

Noch schlechter. PS: Warum bietet nach Deiner Logik die Telekom dann nicht ALG1 + 10 Euro? Das müsste für die Mitarbeiter doch auch ausreichend sein und eine Alternative haben sie Deiner Meinung nach ja auch nicht.

Weil ALG I + 10 € nicht marktüblich ist...

Kleiner Unterschied: Hier droht der Arbeitgeber, nicht der Arbeitnehmer. Und der Arbeitgeber sollte doch auch Vergleiche vorlegen können, oder nicht? Und bisher hat er nur gelogene Vergleiche aus der Branche gebracht.

Nochmal langsam zum mitmeißeln...
Nur weil zwei Unternehmen mehr zahlen als die Telekom, heißt es nicht, dass der marktübliche Preis so liegt, wie bei den zwei Firmen gezahlt wird.

Der Arbeitgeber argumentiert zur Zeit mit: "Bei anderen verdient man weniger!"
"Lieber Arbeitnehmer, ich habe hier ein Angebot von 50.000 Arbeitslosen, die gleiche Qualität für weniger Geld anbieten." habe ich auch nocht nicht gesehen. Du vielleicht?

Warum sollte man Leute neu anlernen, wenn man schon Leute hat, die den Job machen?

Vorgestern mal wieder nen Kneipengespräch...
Familienvater, seit 18 Monaten in der Servicegesellschaft der Telekom, wo jetzt die 50.000 Mitarbeiter verlagert werden sollen.

NULL Verständnis für den Streik.
Ihm wurde sogar Urlaub nicht gewährt, da er wegen dem Streik ein bisschen mehr zu tun hat.
Er arbeitet laut Vertrag 40 Stunden, für weniger Geld als die Telekomiker und muss jetzt deren Streik ausbaden.

Seine Einschätzung: Verdi wird einknicken.
Fast alles was durch den Streik ausfallen sollte, wird aufgefangen, somit entsteht der Telekom kaum Verlust.

gruss kelle!
 
CallCenter haben in Ihrer Kostenstruktur einen relativ hohen personellen Anteil.
Bekommt jemand wenn überhaupt die Hälfte eines Telekom Mitarbeiters, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der externe Dienstleister günstiger ist.

Und warum ist das so ?
Weil externe Anbieter niemals die Qualität leisten wie die "internen" Callcenter.

Störungsmeldungen und Kundenanfragen werden von externen Callcentern "durchgereicht" weil diese nämlich pro Fall bezahlt werden.

Kleines Fallbeispiel externer Dienstleister ...

Kunde ruft an, landet beim externen Anbieter X und möchte einen Tarif buchen, das System steht aber kurzzeitig nicht zur Verfügung.

1.
Das externe Callcenter macht ein Störungsticket Richtung DTAG auf (bekommt dafür bspw. 3,50 Euro) und damit ist das Problem für den Externen "vom Tisch".

2.
Der Kunde ruft einen Tag später wieder an um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen und landet beim externen Y.
Dieser schaut nach, stellt fest, dass noch keine Buchung vorgenommen wurde und macht ein weiteres Störungsticket Richtung DTAG auf (und bekommt wieder bspw. 3,50 Euro) und das Thema ist für ihn erledigt.

Punkt (2) wiederholt der Kunde vielleicht noch 1-2 Mal und entschliesst sich dann entnervt das Vorhaben aufzugeben.

Fallbeispiel interner Kundenservice am oberen Beispiel angelehnt ...

Im Unterschied zum externen Anbieter hat die interne Kundenhotline die Möglichkeit, Probleme direkt zu beheben bzw. Störungen nachzuverfolgen.
Intern spielt es keine Rolle, wieviele Anrufe ein Kunde tätigen muss denn es erfolgt ja keine "Bezahlung" in Richtung extern.

Sinn verstanden ?

Fast alles was durch den Streik ausfallen sollte, wird aufgefangen, somit entsteht der Telekom kaum Verlust.

:biggrin::biggrin::biggrin: ... angesichts einer hohen fünfstelligen Zahl an liegengebliebenen Aufträgen ist diese Aussage ein echter Lacher ...

Aus den Führungsetagen kommt dazu zwar kein Wort aber wenn ich mich bei den betroffenen Stellen so umhöre ist der eindeutige Tenor, dass die Abarbeitung des Auftragsrückstands wohl erst zum Jahresende beseitigt sein wird.

Ach ja ... und als erstes "einknicken" würde ich wohl eher das hier bezeichnen ...
 
CallCenter haben in Ihrer Kostenstruktur einen relativ hohen personellen Anteil.
Bekommt jemand wenn überhaupt die Hälfte eines Telekom Mitarbeiters, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der externe Dienstleister günstiger ist.
Bei gleicher Qualität? Glaubst Du wirklich? Ich habe das gestern noch persönlich erlebt, wie das ist, wenn man mit einer Hausfrau (die für ein Callcenter arbeitet) über die Rufnummernportierung sprechen muss und die nicht mal weiß, was das ist. Sie hat mich dann aber netterweise an eine Nummer verwiesen, wo ein Angestellter der Telekom ranging. Der konnte mir sofort helfen. Aber der war bestimmt auch teurer.

Weil ALG I + 10 € nicht marktüblich ist...
Wie jetzt? Du sagst doch selber, die Angestellten haben überhaupt keine Wahl und müssen alles schlucken, was die Telekom vorschlägt? Wieso muss die Telekom auf einmal "marktübliche" Bedingungen stellen? Und ist das, was Arcor bezahlt, nicht "marktüblich"? Meinst Du, Arcor ist ein soziales Unternehmen, was freiwillig mehr bezahlt?

Nochmal langsam zum mitmeißeln...
Nur weil zwei Unternehmen mehr zahlen als die Telekom, heißt es nicht, dass der marktübliche Preis so liegt, wie bei den zwei Firmen gezahlt wird.
Ach so, zwei Unternehmen, die fast 60% aller Beschäftigten in dem Bereich unter Vertrag haben, sind also nicht marktüblich. Elektro Müller aus Darmstadt-Neudorf ist aber marktüblich?

Warum sollte man Leute neu anlernen, wenn man schon Leute hat, die den Job machen?
Vielleicht hat man die demnächst nicht mehr. Man muss sie ja kündigen.

Vorgestern mal wieder nen Kneipengespräch...
Familienvater, seit 18 Monaten in der Servicegesellschaft der Telekom, wo jetzt die 50.000 Mitarbeiter verlagert werden sollen.

NULL Verständnis für den Streik.
Der Angestellte, den ich gestern am Telefon hatte, hatte dafür sehr hohes Verständnis. Warum wohl?
Ihm wurde sogar Urlaub nicht gewährt, da er wegen dem Streik ein bisschen mehr zu tun hat.
Wie jetzt? Macht das nciht das billige Callcenter von Deiner Bekannten?
Er arbeitet laut Vertrag 40 Stunden, für weniger Geld als die Telekomiker und muss jetzt deren Streik ausbaden.
Der Arme. Er gehört dann auch zu der Gruppe deiner Bekannten, die sich nicht durchsetzen konnten und zu schwach sind für die Marktwirtschaft?

Seine Einschätzung: Verdi wird einknicken.
Fast alles was durch den Streik ausfallen sollte, wird aufgefangen, somit entsteht der Telekom kaum Verlust.
Tja, den ersten Verlust kann ich genau beziffern, 49,95 Euro pro Monat. Das ist mein Telefonanschluss, den die Telekom nicht pünktlich einrichten konnte. ISH konnte es dann.

Marty
 
[N] Einigung im Streit zwischen Telekom und ver.di

Irgendwie hab ich das Gefühl, mit diesem Ergebnis hat sich verdi selbst ins Knie geschossen...

... 5 Wochen Streik und dann geht's aus die das Hornberger Schießen!

Edit: ich hab die News mal hergeholt...
 
[N] Einigung im Streit zwischen Telekom und ver.di

Folgende News wurde am 20.06.2007 um 16:56:39 Uhr veröffentlicht:
Einigung im Streit zwischen Telekom und ver.di
DPA-News

Bad Neuenahr (dpa) - Nach monatelangem Streit und Arbeitskampf haben sich Telekom und ver.di über die Konditionen der Auslagerung von 50*000 Beschäftigten in neue Service-Töchter geeinigt. Danach sinkt das Einkommensniveau um 6,5 Prozent bei einer Ausweitung der Wochenarbeitszeiten um vier auf 38 Stunden ohne Lohnausgleich. Durch Zahlungen aus einem Ausgleichsfonds und Zuschläge aus künftigen Tarifrunden würden die Einkommen auf dem jetzigen Niveau gesichert, sagte ver.di-Verhandlungsführer ...
 
Ohne jetzt die Details zu kennen (in den Medien werden ja nur drei Zahlen genannt), bin ich ziemlich entäuscht von diesem Ergebnis. Betroffene Telekom-Mitarbeiter, die gestreikt haben, fühlen sich fast verarscht.

Mal schauen, was die Urabstimmung dazu sagt.

Marty
 
... es wird von einem "Kompromiss" und einem "Schulterschluss" gesprochen ...

Das aber dabei solch ein faules Ei dabei herauskommt ... :ugly:

- Samstag wird Arbeitstag (damit urlaubspflichtig)
- 6,5% Gehaltsabsenkung mit Ausgleich in den ersten 18 Monaten
- 38 Stunden pro Woche
- Gehaltsvariabilisierung auf 20%
- Kürzung der Einstiegsgehälter auf rund 20.000 Euro

Dagegen steht ... Kündigungsschutz bis 2012 und Auslagerungsschutz (Verkaufsschutz bis 2010).

Es macht sich blanke Depression breit und ich schätze mal die Hälfte der Gewerkschafter wird die Kröte schlucken und für den "Kompromiss" stimmen.
 
:biggrin::biggrin::biggrin: ... angesichts einer hohen fünfstelligen Zahl an liegengebliebenen Aufträgen ist diese Aussage ein echter Lacher ...

Aus den Führungsetagen kommt dazu zwar kein Wort aber wenn ich mich bei den betroffenen Stellen so umhöre ist der eindeutige Tenor, dass die Abarbeitung des Auftragsrückstands wohl erst zum Jahresende beseitigt sein wird.


Bist du dir da sicher ?

Ich arbeite bei einer Firma die schon seit mehreren Jahren Montagen und Störungen für T-Com und Carrier fährt

Bis vorvorgestern konnte ich so viele Störungen fahren wie ich wollte/konnte seit 3 tagen hab ich leider nur noch 9 - 11 Störungen (ist immernoch genug kohle ;) ) aber mit beendigung des streiks konnten wir sofort wieder alle Termine beim Kunden einhalten (während des streiks kam es schonmal vor dass wir Störungen bearbeitet haben die schon eine woche vorher den Termin gehabt hätten)
unter dem Streik gelitten haben übrigens die Kunden aller Telefonanbieter, da es einfach nicht mehr möglich war die Termine für T-Com Kunden UND Carrierkunden einzuhalten

zu den News:
Fakt ist dass ich weniger bekomme als Mitarbeiter der T-Com. Ich bekomme Akkordlohn - Wie kann es aber dann sein, dass ich bei 8h Arbeit am tag fast 3000 Euro - also definitiv mehr als ein "normaler angestellter" verdiene ?
Begründet wird das von den Mitarbeitern immer mit "Qualität" aber Entstört ist Entstört oder ? und mehr als neue Telefondosen setzen oder neue Kabel verlegen tun die Telekommer auch nicht

Jetzt versteht das nicht falsch so wie es VOR dem Streik war (T-Com Mitarbeiter und Subunternehmer zusammen) war alles soweit OK T-Com für seine Kunden, wir für Carrier und beim zusammentreffen im Amt n kleines Fachgespräch. Vielleicht spricht da auch ein bisschen der Frust aufgrund der beschimpfungen die ich mir in den Letzten Tagen seitens T-Mitarbeitern anhören durfte. Manchmal hat man das Gefühl sie machen auf einmal uns dafür verantwortlich

PS.: Mir wurde in den letzten Tagen sehr gut demonstriert wie die T-Com mitarbeiter ihre 4 zusätzlichen Stunden verbringen werden die brauchen bald nen Buffettisch im Amt :p
 
Es ging auch nicht vordergründig um Störungen am Netz oder Anschlüssen.

Enormen Auftragsrückstau gab es u.a. bei der Abarbeitung von Aufträgen zur Einrichtung von Neuanschlüssen und Tarifen, Beseitigung von Störungen innnerhalb der Abrechnungssysteme usw.

Nochmal etwas zum Hintergrund des Streiks ...

Vor nicht ganz 3 Jahren wurden den T-COM-Angestellten die 34 Stundenwoche "aufgedrückt".
Begründung - zu wenig Auslastung.
Als Alternative wurde die Entlassung von 16.000 Mitarbeitern angeboten. :ugly:

Mit der Absenkung der Wochenarbeitszeit um 4 Stunden wurde das gehalt ebenfalls um 6% abgesenkt, gleichzeitig Weihnachts- und Urlaubsgeld gestrichen.

Da nun jeder hätte der jenige sein können, der zu den potentiellen 16.000 Entlassungskandidaten gehört, wurde dieser Tarifvertrag akzeptiert.

Das nun aber kurze Zeit später die Gehälter weiter abgesenkt werden bei gleichzeitiger Anhebung der Arbeitszeit würde mir [wenn ich betroffen wäre] extrem stinken.
 
Es macht sich blanke Depression breit und ich schätze mal die Hälfte der Gewerkschafter wird die Kröte schlucken und für den "Kompromiss" stimmen.

Ich denke, die gehen jetzt alle zu den Firmen, die marktübliche Preise zahlen, und nicht solche Dumpinglöhne wie die Telekom...

:mrgreen::mrgreen::mrgreen:

gruss kelle!
 
Ich denke, die gehen jetzt alle zu den Firmen, die marktübliche Preise zahlen, und nicht solche Dumpinglöhne wie die Telekom...
Die Besten davon werden das mit Sicherheit machen, der Rest bleibt halt, weil es für die keine besseren Stellen gibt... Dadurch sinkt dann wieder die Qualität der Arbeit, was die Telekom zur nächsten Einsparungsrunde zwingt... und dann beginnt das Spiel von vorne.

Und irgendwann wird die Telekom merken, dass ungelernte Hilfskräft, und seien sie noch so billig, nicht dieselbe Qualität liefern wie Facharbeiter. Aber bis dahin ist es zu spät und die Manager mit Millionenabfindungen im Ruhestand.

PS: Ich habe heute morgen begonnen, Telekom-Aktien zu kaufen. Eine Firma, die so wirtschaftet, ist ein perfekter Übernahmekandidat.

Marty
 
Die Besten davon werden das mit Sicherheit machen...

Jaja...
Ich hab mal bei der Arcor Stellenbörse Service als Stichwort eingegeben...
Eine Festanstellung.
Da Arcor einer der größten Konkurrenten ist, kann man ja die gesamte Lage an freien Stellen erahnen.

PS: Ich habe heute morgen begonnen, Telekom-Aktien zu kaufen. Eine Firma, die so wirtschaftet, ist ein perfekter Übernahmekandidat.

Das halte ich für ein Gerücht.
Gerade mit der aktuellen Aktion greift die Telekom dem vorraus, was Finanzinvestoren auch machen würden.
Senkung der Kosten/Ausgaben, Steigerung der Gewinne, damit besserer Aktienkurs.

Wäre die Umstrukturierung nicht gekommen, dann wären Sie ein gefundenes Fressen gewesen.

gruss kelle!