Sammelthread Streiks bei der Telekom

Vielmehr dreht es sich um die Kombination einer Arbeitszeiterhöhung PLUS Gehaltsverzicht PLUS höhere Variabilisierung des Gehalt PLUS Verlust der Betriebszugehörigkeit (und damit verbunden der verlorene Kündigungsschutz bzw. Abfindungsregelung).

Für mich steht eindeutig fest, dass dieses ganze Theater nur dazu dient, 50.000 Leute auf billige Art und Weise loszuwerden um die ausgelagerte Gesellschaft in 2-3 Jahren verkaufen zu können.

Joo, und umso mehr sich die Leute querstellen, desto schneller werden Sie verkauft oder rausgeschmissen.

Ist ja viel besser als ne längerfristige Beschäftigung.

gruss kelle!
 
Joo, und umso mehr sich die Leute querstellen, desto schneller werden Sie verkauft oder rausgeschmissen.

Ist ja viel besser als ne längerfristige Beschäftigung.

Und genau dieses Dilemma hat der "kleine Mann" ...

Der Konzern greift ihm in die Taschen und bedroht bei vielen die Existenz (wer kann sich einen Lohnverlust von 500 Euro/Monat leisten ?), schüttet aber gleichzeitig fast den kompletten Unternehmensgewinn von 3,5 Mrd. Euro als Dividende aus.

Einfach Schnauze halten, das "Angebot" schlucken und sich darauf einstellen in 2-3 Jahren verkauft zu werden um dann endgültig auf der Strasse zu stehen (zu schlechteren ALG-Konditionen aufgrund abgesenkter Löhne) ?

Würde es dem Unternehmen richtig schlecht gehen wären diese krassen Maßnahmen verständlich aber es geht dem Unternehmen nicht schlecht.

Dazu nochmal das (für mich) entscheidende Zitat:

"Der Konzern wird von Provinzfürsten beherrscht, die mehr damit zu tun haben, ihren eigenen Machtbereich abzusichern, als zum Wohle es Ganzen beizutragen."
 
Dazu nochmal das (für mich) entscheidende Zitat:

"Der Konzern wird von Provinzfürsten beherrscht, die mehr damit zu tun haben, ihren eigenen Machtbereich abzusichern, als zum Wohle es Ganzen beizutragen."

Dazu braucht die Firma aber nicht Telekom heißen.

Das ist ein Problem von vielen, was alte, gewachsene, zum Teil mal staatseigene Betriebe gegenüber neuen schlanken Firmen haben.
Ich kann da Storys erzählen, die sich an einem Standort schon zutragen, da schüttelt jeder geradeausdenkende Mensch nur noch den Kopf.

gruss kelle!
 
Dazu braucht die Firma aber nicht Telekom heißen.

Das ist ein Problem von vielen, was alte, gewachsene, zum Teil mal staatseigene Betriebe gegenüber neuen schlanken Firmen haben.
Ich kann da Storys erzählen, die sich an einem Standort schon zutragen, da schüttelt jeder geradeausdenkende Mensch nur noch den Kopf.

Da geb ich Dir vollkommen Recht.
Solche Tatsachen finden sich in vielen Firmen.

Nur sieht man diesen Lapsus leider nur selten im Zusammenhang mit Entscheidungen, die in erster Linie gravierende (und existenzbedrohende) Auswirkungen auf den "kleinen Mann" haben, der seine qualifizierte Arbeit gut und motiviert erledigt und dessen Stimme keinerlei Gewicht hat.
 
Das ist ja mal wieder so ein Ding...
Macht ein Unternehmen eine interne Umstrukturierung, um entdeckte Missstände zu beseitigen, um sich durch entsprechende Kosteneinsparungen besser am Markt positionieren zu können, ohne dass es zu übergreifenden personellen Entscheidungen kommt, so bekommt das in der Öffentlichkeit keiner mit.

Wen interessiert denn auch eine Schlagzeile a la "Firma XY spart haufenweise € durch Vereinheitlichung des internen Defectmanagements"?
Oder "Durch interne Neuregelung zum Thema Dienstreisen spart Firma AB auch ganz viel €"?

Presserelevant werden doch Veränderungen nur, wenn Sie sich reißerisch auf der ersten Seite der BildZeitung platzieren lassen.

gruss kelle!
 
Wie ich gestern in der FaZ gelesen habe, bereitet Telekom die Auslagerung der ServiceSparte aktiv vor.

Sollte verdi nicht so langsam einlenken, ergeht es den Mitarbeitern noch dreckiger, als mit dem aktuellem Angebot.

- kein Kündigungsschutz bis 2011
- kein Verkaufsschutz bis 2010
- noch größere Gehaltskürzungen
...

Na, ich bin mal gespannt, wann verdi umfällt.

gruss kelle!
 
Wie ich gestern in der FaZ gelesen habe, bereitet Telekom die Auslagerung der ServiceSparte aktiv vor.

Sollte verdi nicht so langsam einlenken, ergeht es den Mitarbeitern noch dreckiger, als mit dem aktuellem Angebot.

- kein Kündigungsschutz bis 2011
- kein Verkaufsschutz bis 2010
- noch größere Gehaltskürzungen
...

Na, ich bin mal gespannt, wann verdi umfällt.

gruss kelle!


Verdi muß irgendwie ohne Gesichtsverlust wieder raus aus der Sache! So läuft das in der Tarifpolitik. Die Telekom weiß das auch... es muß ne Lösung her, mit der sich beide als Sieger darstellen können.
 
Die Frage ist nicht ob Verdi "umfällt" sondern wie das eigentliche [propagierte] Ziel der Telekom in Sicht ist, trotz Einschnitten bei Gehältern und Arbeitszeiten der Beschäftigten motivierte Mitarbeiter für besseren Service zu bekommen bzw. zu behalten.

Der Schlagabtausch findet ausschliesslich auf dem Rücken der Mitarbeiter statt und bei der "jüngeren" Arbeitnehmerfraktion macht sich nach Aussagen von Bekannten immer mehr Frustration breit die bei vielen dazu führt, dass sie sich einen anderen Job suchen.

Was danach übrig bleibt sind frustrierte, desillusionierte und unmotivierte Angestellte die nach der Auslagerung mit existenzbedrohenden Einschnitten auch noch damit rechnen müssen, dass ihre "neue" Firma sogar baldmöglichst verkauft wird.

Umfallen wird sicherlich niemand denn auch wenn schlechtere Konditionen für Mitarbeiter ab 01.07. gelten sollten bedeutet das nicht, dass damit der Streik und eine gewisse Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Servicebereichs beendet ist.
 
Die Frage ist nicht ob Verdi "umfällt" sondern wie das eigentliche [propagierte] Ziel der Telekom in Sicht ist, trotz Einschnitten bei Gehältern und Arbeitszeiten der Beschäftigten motivierte Mitarbeiter für besseren Service zu bekommen bzw. zu behalten.

Folgende Punkte:
- Neueinstellung von Arbeitern -> mehr Personal, die mehr leisten können
- Verlängerung der Arbeitszeit -> schnellere Auftragsabwicklung
- kompletter Neuaufbau -> vorhandene strukturelle Schwächen können ausgemerzt werden

Was danach übrig bleibt sind frustrierte, desillusionierte und unmotivierte Angestellte die nach der Auslagerung mit existenzbedrohenden Einschnitten auch noch damit rechnen müssen, dass ihre "neue" Firma sogar baldmöglichst verkauft wird.

Tschuldigung, aber ich finde den Begriff existenzbedrohend in diesem Bezug einfach lächerlich. Es geht hier um zukünftige Bruttogehälter von 2000 bis 2500 €. Pro Monat.
Ich sollte mich mal auf ne Stelle als IT Administrator bewerben, 1.400 € für ne 40 Stunden Woche. Da fangen wir mal lieber an, von existenzkritisch zu sprechen.
Abgesehen davon, bis 2010 würd die ServiceGesellschaft nicht verkauft werden.

Umfallen wird sicherlich niemand denn auch wenn schlechtere Konditionen für Mitarbeiter ab 01.07. gelten sollten bedeutet das nicht, dass damit der Streik und eine gewisse Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Servicebereichs beendet ist.

Verdi wird am Ende umfallen.
Aus mehreren Gründen:
Die Telekom ist bei der Neustrukturierung nicht auf einen Kompromiss mit der Gewerkschaft angewiesen.
Durch relativ niedrige Streikbeteiligung und Auffangung der Folgen über Leiharbeitsfirmen hat die Telekom nur geringe Ausfälle.
Verdi muss den Streikenden das Streikgeld zahlen, somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Streik beendet werden muss, da die Streikkassen leer sind.
Generell kann es sich verdi nicht leisten, zuviel für den Streik auszugeben, da die Streikkassen ja von allen gefüllt werden, und deshalb nicht nur bei einer Firma verbraten werden sollte. Abgesehen davon, ist das Geld bei Tarifstreiks sinnvoller angebracht.
Und zu guter Letzt wird verdi Einnahmeverluste erleiden durch das Absenken des Geldes, sprich die Streikkassen füllen sich langsamer als bisher.

Ergo, abwarten, Tee trinken, bis alle wieder brav arbeiten gehen.

gruss kelle!
 
Folgende Punkte:
- Neueinstellung von Arbeitern -> mehr Personal, die mehr leisten können
- Verlängerung der Arbeitszeit -> schnellere Auftragsabwicklung
- kompletter Neuaufbau -> vorhandene strukturelle Schwächen können ausgemerzt werden

Neueinstellung von Arbeitern ???
Du hättest schreiben sollen qualifizierten Arbeitern - für 20.000 Euro Jahresgehalt findet man leider zu wenige Servicetechniker die vor allem neben einem klitzekleinen bisschen Erfahrung auch die nötige Motivation mitbringen für ein Zielgehalt von 20.000 Euro mit der Beachtung auf 80% davon fix (16000) und 20% variabel (4000) arbeiten.

Wenn ich bei uns Bewerber anschaue, die frisch aus der Ausbildung kommen und mir dann deren Gehaltsvorstellungen anhören muss, liegen zwischen 20.000 Euro und deren Vorstellungen Welten.
Wohin gehen die Leute ... ? Ins Ausland.

Gegen die Verlängerung der Arbeitszeit gab es m.W. von Verdi keinerlei Gegenstimmen - im Gegenteil, es wurde in den Verhandlungsrunden von Verdi die 40h/Woche in einem Angebotspaket vorgelegt.
Ich denke, mit einer Verlängerung der Arbeitszeit hätte kein Mensch irgendein Problem.

Kompletter Neuaufbau ? :biggrin:

16 Umstrukturierungen gab es bei der T-COM in den vergangenen 15 Jahren.
Ergebnis ... heilloses Chaos, Provinzfürsten mit Entscheidungsgewalt und zig nicht kompatible IT-Systeme fürs Kundenmanagement, Produktverwaltung etc..

T-Online wurde an die Börse gebracht, mittlerweile wieder in die DTAG als "Internationales Produkthaus" eingegliedert und es mehren sich die Gerüchte, dass dieser Eingliederung in naher Zukunft wieder eine Ausgliederung folgt.
Ergebnis ... die Schnelligkeit, Flexibilität und der Innovationsgeist bei T-Online wurden durch die Eingliederung und damit verbundene Umstrukturierungen massiv eingebremst da sich u.a. auch besagte Provinzfürsten nun dort tummeln und ihre Ränkespiele spielen.

Tschuldigung, aber ich finde den Begriff existenzbedrohend in diesem Bezug einfach lächerlich. Es geht hier um zukünftige Bruttogehälter von 2000 bis 2500 €. Pro Monat.

Findest Du ? :ugly:

Ich persönlich kenne 6 Mitarbeiter deren Gehalt sich um fast 600 Euro Brutto verringern würde mit der Konsequenz, dass ihnen ein Monatsgehalt von 2278 Euro bleibt.
5 dieser Mitarbeiter sind Familienväter von jeweils 2 kleinen Kindern.
3 dieser Mitarbeiter nennen ein Haus ihr derzeitiges Eigentum und bei allen 3 Mitarbeitern wird die finanzielle Luft knapp.
Wieviel Nettoverlust bei knapp 600 Euro Bruttoeinbuße rauskommen kannst Du Dir unschwer selbst ausrechnen.

Wenn das nicht existenzbedrohend ist ...

Ich sollte mich mal auf ne Stelle als IT Administrator bewerben, 1.400 € für ne 40 Stunden Woche. Da fangen wir mal lieber an, von existenzkritisch zu sprechen.

In Cottbus oder Frankfurt/Oder mag das existenzkritisch sein.
In FFM, München oder Hamburg spreche ich von existenzbedrohend.

Abgesehen davon, bis 2010 würd die ServiceGesellschaft nicht verkauft werden.

Wie löblich ... ;)
Allerdings geht allen dieser 50.000 Leute die bisherige "Betriebszugehörigkeit" mit Übergang in T-Service verloren ...
Was das bedeutet und vor allem welchen Folgen das hat solltest Du wissen.

Die Telekom ist bei der Neustrukturierung nicht auf einen Kompromiss mit der Gewerkschaft angewiesen.

Mit der Gewerkschaft nicht vordergründig.
Ein Unternehmen, welches dringend (wie tausendfach von Herrn Obermann beschworen) besseren Service braucht und bieten will, muss die Mitarbeiter haben, die voll und ganz hinter diesem Unternehmen und seinen Entscheidungen stehen.

Mit der Briefaktion vom Samstag erreicht man das nicht sondern genau das Gegenteil.

Durch relativ niedrige Streikbeteiligung und Auffangung der Folgen über Leiharbeitsfirmen hat die Telekom nur geringe Ausfälle.

Fast 15.000 Streikende täglich bei 21.951 "Gewerkschaftern" [die streikberechtigt sind] nenne ich nicht "relativ gering".

Wie nicht gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter unter Druck gesetzt und eingeschüchtert werden konntest Du der einschlägigen Tagespresse entnehmen.
Und was die Ausfälle angeht ...
Auftragsrückstau gab es auch schon vor dem Streik und das nicht zu knapp ;)

Ach ja ...
Der T-Mobile Gehaltstarifvertrag läuft bis 31.12.2007.
VCS Vivento wird derzeit nach und nach verkauft.

Noch eine minimales OT hinzu ...

Was beim Siemens-BenQ-Spielchen noch so hinterher kommt ...

https://www.heise.de/newsticker/meldung/90300
 
Zuletzt bearbeitet:
Einige gehen hier wohl irrtümlich von der Idee aus, auf dem Arbeitsmarkt würde es Massen an Arbeitslosen geben, mit denen man die 50.000 Telekom-Mitarbeiter mal eben so ersetzen könne, die bereit wären, für die paar Kröten zu arbeiten und die die entsprechenden Kenntnisse haben.

Dem ist aber nicht so. Die Mitarbeiter, um die es dort geht, sind zum Teil hochqualifizierte Leute. Fermeldeelektriker, IT-Fachleute etc. tummeln sich da. Und genau das sind die Leute, die es auch auf dem Arbeitsmarkt nicht gibt.

Warum übernimmt den die Telekom nicht einfach ihre Azubis? Auch dieses Jahr werden wieder Tausende Telekom-Azubis auf der Strasse landen. Die würden für weniger arbeiten. Aber die werden schon nicht übernommen, weil sie keine Qualifikation haben. Wie soll man dann jemanden finden, der einen IT-Fachmann mit 15 Jahren Erfahrung ersetzen kann für die paar Kröten?

Ich bin auch der Meinung, dass die Telekom Mitarbeiter bisher wohl zu den Glücklicheren gehört haben dürften, was Gehalt und Arbeitszeiten angeht, und das eine "Normalisierung" nicht weh tun dürfe.

Das, was die Telekom da aber gerade probiert, ist eine Versklavung, nichts weiter. Und bei der Abwehr dieser Forderungen haben sie meine volle Unterstützung.

Wenn man Geld sparen möchte, sollte man vielleicht beim Wasserkopf anfangen, nicht bei denen, die das Geld einspielen.

Gruss
Marty
 
Neueinstellung von Arbeitern ???
Du hättest schreiben sollen qualifizierten Arbeitern - für 20.000 Euro Jahresgehalt findet man leider zu wenige Servicetechniker die vor allem neben einem klitzekleinen bisschen Erfahrung auch die nötige Motivation mitbringen für ein Zielgehalt von 20.000 Euro mit der Beachtung auf 80% davon fix (16000) und 20% variabel (4000) arbeiten.

Dann erkläre mir mal bitte, wie es die anderen Anbieter schaffen, für ein drittel weniger Gehalt der Telekommitarbeiter aktuell, qualifizierte Mitarbeiter bekommen, die offensichtlich besseren Service als die Telekom liefern.

Ich persönlich kenne 6 Mitarbeiter deren Gehalt sich um fast 600 Euro Brutto verringern würde mit der Konsequenz, dass ihnen ein Monatsgehalt von 2278 Euro bleibt.
5 dieser Mitarbeiter sind Familienväter von jeweils 2 kleinen Kindern.
3 dieser Mitarbeiter nennen ein Haus ihr derzeitiges Eigentum und bei allen 3 Mitarbeitern wird die finanzielle Luft knapp.
Wieviel Nettoverlust bei knapp 600 Euro Bruttoeinbuße rauskommen kannst Du Dir unschwer selbst ausrechnen.

Und warum suchen Sie sich nix besser bezahltes?
Richtig - sowas gibt es nicht, da die Telekomarbeiter auf der obersten Sprosse der Gehaltsleiter stehen.
Die letzte Konsequenz - Hartz IV - die droht wenn die Telekom nicht grundlegend Reformen angeht, die wird ja gerne übersehen.

Ein Unternehmen, welches dringend (wie tausendfach von Herrn Obermann beschworen) besseren Service braucht und bieten will, muss die Mitarbeiter haben, die voll und ganz hinter diesem Unternehmen und seinen Entscheidungen stehen.

Soweit richtig.
Nur scheint es die bei der Telekom nicht zu geben, weil kommentarlos Kundenverluste, sinkende Umsätze und Gewinne toleriert werden, und die Gefahr durch Finanzinvestoren ignoriert wird.

gruss kelle!
 
Dann erkläre mir mal bitte, wie es die anderen Anbieter schaffen, für ein drittel weniger Gehalt der Telekommitarbeiter aktuell, qualifizierte Mitarbeiter bekommen, die offensichtlich besseren Service als die Telekom liefern.

Kennst Du die aktuellen Tests der Stiftung Warentest "Internetprovider" ?
Fazit - Service durch die Bank weg schlecht - egal welcher Anbieter ...

Weiterhin ist es so, dass Anbieter wie AOL, Arcor, Freenet usw. keine oder nur extrem wenig und kleine Callcenter aber keine Techniker haben und sich die Callcenterleistungen bei Firmen wie Walter-Telemedien, Arvato oder VCS-Vivento "einkaufen".
Besserer Service bei gleichen Partnern ????

Die Techniker, die Alice oder Arcor zum Endkunden schicken sind fast ohne Ausnahme Techniker der DTAG oder deren Subunternehmer.

Die Kosten für Callcenter sind so niedrig da in den Callcentern von WTMS & Arvato fast ausschliesslich Studenten und Hilfskräfte bzw. Zeitarbeiter arbeiten und das zu einem Stundenlohn von rund 6 Euro.
Über die "Qualifikationen" dieser Agenten könnte ich Dir eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben ... (hab fast täglich mit Ihnen zu tun).

Einen Fernmeldetechniker oder technischen Supporter findet man eben nicht einfach so für knappe 20.000 Euro Jahresgehalt.

Weiterhin sollte man sich mal die Formulierung des Telekom-Vorstandes auf der Zunge zergehen lassen ... "marktübliche Konditionen".

"Marktüblich" ist aus Sicht der Konzernleitung das, was der Mitbewerber zu zahlen bereit ist.
"Marktüblich" bedeutet für einen Arbeitnehmer, wieviel seine Arbeit und Qualifikation am Arbeitsmarkt wert ist.

Durchschnittsverdienste von Technikern, Entwicklern und qualifizierten IT-Supportern bewegen sich weit über einem angeblichen "marktüblichen" Niveau von 20.000 Euro/Jahr.

Und warum suchen Sie sich nix besser bezahltes?
Richtig - sowas gibt es nicht, da die Telekomarbeiter auf der obersten Sprosse der Gehaltsleiter stehen.

Für Callcenter-Agenten trifft das sicherlich zu - nur wird eben ein Callcenter-Agent nur der Bezeichnung nach "bewertet" und nicht nach seiner Qualifikation.
Es gibt Callcenter-Agenten, die Bestellungen für Quelle, Otto & Co. aufnehmen ...
Es gibt aber genau so Agenten, die sich mit technischen Störungen befassen und diese direkt am Telefon für den Kunden lösen.

Die Suche nach anderen Arbeitsplätzen ist schon im vollen Gang.
Zumindest hört man so einiges aus den betroffenen Bereichen.
Die Folge ... der "unflexible" und "unmotivierte" Bestand an Mitarbeitern bleibt - die Qualifizierten und Flexiblen gehen.
Soviel zum Thema "besserer Service". :biggrin::biggrin::biggrin:

Die letzte Konsequenz - Hartz IV - die droht wenn die Telekom nicht grundlegend Reformen angeht, die wird ja gerne übersehen.

Das es Reformen geben muss ist jedem klar.
Nur es gilt immer noch der Grundsatz - gebranntes Kind scheut das Feuer.
16 Umstrukturierungen (mit ähnlichen Begründungen wie aktuell) mit dem Ergebnis von immer grösserem Chaos sprechen für sich.
Alles natürlich immer auf Kosten der Mitarbeiter.
Wie soll man angesichts der aktuellen Entwicklungen glauben, dass ausgerechnet diese aktuelle Reform das Blatt wenden soll ????


Nur scheint es die bei der Telekom nicht zu geben, weil kommentarlos Kundenverluste, sinkende Umsätze und Gewinne toleriert werden, und die Gefahr durch Finanzinvestoren ignoriert wird.

Guter Ansatz ... aber trotzdem die Frage ...
Ist die Empörung der Mitarbeiter nicht gerechtfertigt wenn genau diese Sachen in internen Versammlungen wieder und wieder durch Mitarbeiter angesprochen wurden und es tat sich NICHTS ???
In der Konsequenz werden genau diese Mitarbeiter trotzdem "bestraft" trotz ihres Engagements und unternehmerischen Weitblicks weil das Management diese Probleme nie gesehen hat bzw. gesehen haben will.
 
Dann erkläre mir mal bitte, wie es die anderen Anbieter schaffen, für ein drittel weniger Gehalt der Telekommitarbeiter aktuell, qualifizierte Mitarbeiter bekommen, die offensichtlich besseren Service als die Telekom liefern.
Die anderen Anbieter bieten weder besseren Service, noch zahlen die für gleich qualifzierte Mitarbeiter ein Drittel weniger. Das erste ist Wunschdenken, das zweite Propaganda der Telekom.

Und warum suchen Sie sich nix besser bezahltes?
Richtig - sowas gibt es nicht, da die Telekomarbeiter auf der obersten Sprosse der Gehaltsleiter stehen.
Die meisten sind seit Jahrzehnten bei der Telekom und haben Ansprüche erworben, die sie woanders nicht mehr erhalten können. Und das sind nicht nur geldliche Dinge, da spielen auch Dinge wie Stellung im Betrieb, Kündigungsschutz etc. eine Rolle.

Marty
 
Die Kosten für Callcenter sind so niedrig da in den Callcentern von WTMS & Arvato fast ausschliesslich Studenten und Hilfskräfte bzw. Zeitarbeiter arbeiten und das zu einem Stundenlohn von rund 6 Euro.
Über die "Qualifikationen" dieser Agenten könnte ich Dir eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben ... (hab fast täglich mit Ihnen zu tun).

Scheinbar scheint der 08/15 Deutsche das zu akzeptieren, Hauptsache die Rechnung des Anbieters ist billig.

Weiterhin sollte man sich mal die Formulierung des Telekom-Vorstandes auf der Zunge zergehen lassen ... "marktübliche Konditionen".

"Marktüblich" ist aus Sicht der Konzernleitung das, was der Mitbewerber zu zahlen bereit ist.
"Marktüblich" bedeutet für einen Arbeitnehmer, wieviel seine Arbeit und Qualifikation am Arbeitsmarkt wert ist.

Beides würde ich so nicht unterschreiben.
Marktüblich ist einfach der Preis, der sich aus Angebot und Nachfrage ergibt.
Mal ist es für die Arbeitgeber ein Vorteil, mal ein Nachteil.

Die Suche nach anderen Arbeitsplätzen ist schon im vollen Gang.
Zumindest hört man so einiges aus den betroffenen Bereichen.
Die Folge ... der "unflexible" und "unmotivierte" Bestand an Mitarbeitern bleibt - die Qualifizierten und Flexiblen gehen.

Jaja, ich bin ja mal gespannt.
Verlieren die nicht auch jahrelang erworbene Ansprüche?
Müssen die dann nicht auch länger arbeiten?
Sicherlich werden einige Glück haben und gute Stellen bekommen, das Gros wird nicht gehen, weil halt marktübliche Preise...
Und da jetzt 50.000 potentielle Marktteilnehmer da sind, sinkt natürlich der marktübliche Preis...

Nur es gilt immer noch der Grundsatz - gebranntes Kind scheut das Feuer.
16 Umstrukturierungen (mit ähnlichen Begründungen wie aktuell) mit dem Ergebnis von immer grösserem Chaos sprechen für sich.
Alles natürlich immer auf Kosten der Mitarbeiter.
Wie soll man angesichts der aktuellen Entwicklungen glauben, dass ausgerechnet diese aktuelle Reform das Blatt wenden soll ????

Ich kann nicht wirklich beurteilen, welche "Reformen" wann und wie liefen.

Ich weiß nur eins.
Bei behördenähnlichen Betrieben muss man knallhart durch die Reihen gehen, damit diese ganze Kleinstaaterei aufhört, damit man die Leute wegkriegt, die im Wege stehen, die absolut überbezahlt sind etc.

Ein Wasserkopf entsteht doch unter anderem dadurch, dass man Leute nicht gezielt loswerden kann, dies bzw. sehr schwierig ist, und diese Leute brauchen dann irgendeine Tätigkeit.
Durch Stellenabbau, der i.d.R. sozialverträglich geschehen soll, kriegst Du die Leute nicht weg, weil zu lange im Betrieb, zu viele Kinder ...
Haust Du natürlich alle raus, und stellst sie neu ein, kannst Du Maxe Müller, bis dato Wasserkopf a 10.000 € im Monat als Putze für 1.500 € einstellen bzw. einen Job anbieten.

Die anderen Anbieter bieten weder besseren Service, noch zahlen die für gleich qualifzierte Mitarbeiter ein Drittel weniger. Das erste ist Wunschdenken, das zweite Propaganda der Telekom.

Das zweite hab ich aus einem Interview eines Professors einer Uni.
Das andere mag stimmen, aber erkläre mir mal, wieso die dann steigende Kundenzahlen haben...

Die meisten sind seit Jahrzehnten bei der Telekom und haben Ansprüche erworben, die sie woanders nicht mehr erhalten können. Und das sind nicht nur geldliche Dinge, da spielen auch Dinge wie Stellung im Betrieb, Kündigungsschutz etc. eine Rolle.

Das ist ja richtig,
ABER
wie sieht denn die mittelfristige Prognose aus?
Arbeitslos und Verlust der Ansprüche.

gruss kelle!
 
Zum Thema "marktübliche Konditionen" gab es gestern Abend einen sehr interessanten Bericht in der ARD ... Link "Kontraste"mit Video

Die "marktüblichen Konditionen" die von der DTAG an die Mitarbeiter und Presse kommuniziert werden sind schlichtweg unwahr.

Am besten fand ich den Vergleich mit dem direkten Mitbewerber Arcor ...
Die tauchen nicht auf der Vergleichsliste auf weil sie nämlich einem Servicetechniker/Monteur mehrere tausend Euro im Jahr mehr zahlen. ;)
 
Zum Thema "marktübliche Konditionen" gab es gestern Abend einen sehr interessanten Bericht in der ARD ... Link "Kontraste"mit Video

Die "marktüblichen Konditionen" die von der DTAG an die Mitarbeiter und Presse kommuniziert werden sind schlichtweg unwahr.

Bitte nicht so flach...
Siemens ist de facto eine Firma, die gutes Gehalt zahlt.
Imtech kenn ich nicht.

Aber zu sagen, dass zwei Firmen mehr zahlen, heißt nicht, dass der marktübliche Preis falsch angegeben wird.

Ich kann ja auch nicht nen voll ausgestatteten 1er BMW als Beispiel für den marktüblichen Kleinwagenpreis heranziehen.

gruss kelle!
 
Flach ??? :ugly:

Wenn die DTAG ihre Mitarbeiter mit falschen Zahlen "verarscht" um sich selbst ins gute Licht zu rücken dann nenne ich das verlogen UND flach.

Komischerweise handelt es sich aber ausgerechnet bei mehr zahlenden Firma um den grössten Konkurrenten im Festnetzgeschäft ARCOR.

Und diese Firmen werden normalerweise gern zum Vergleich herangezogen.
In diesem Fall hat man aber darauf lieber verzichtet.
 
Wenn die DTAG ihre Mitarbeiter mit falschen Zahlen "verarscht" um sich selbst ins gute Licht zu rücken dann nenne ich das verlogen UND flach.
Ich nenne das Verarsche, sonst nichts. Und hoffentlich für die Mitarbeiter ein Grund mehr zu kämpfen.

Komischerweise handelt es sich aber ausgerechnet bei mehr zahlenden Firma um den grössten Konkurrenten im Festnetzgeschäft ARCOR.
Und das ist genau der Konkurrent, bei dem man sich einen Grossteil der 50.000 neuen Mitarbeiter abwerben müsste, wenn man die 50.000 bei sich selber entlässt. Ich glaube nicht, dass man bei Elektro Müller in Wattenscheid soviele qualifizierte Kräfte abwerben kann.

Aber die Verantwortlichen bei der Telekom meinen ja, es gäbe beim Arbeitsamt genug qualifizierte Fachkräfte... Die werden sich noch wundern...

Marty