Stolzer Deutscher und KEIN Nazi

Da kann ich durchaus mitreden, auch wenn ich mit "Heimat" regionaler denke als es bei dir der Fall sein mag. Ich komme ursprünglich aus Köln und liebe diese Stadt, bin da aufgewachsen und fühle mich als Rheinländer. Nichtsdestotrotz hab ich wohl ne heimliche Affaire mit Dublin, weil seit ich das erste Mal da war, würd ich gern dorthin ziehen in naher oder eben ferner Zukunft. Zur Zeit sitze ich in Nürnberg, fühle mich immer noch als Kölner und hab mich riesig gefreut hier in der Nähe ein kleines Kaff zu finden wo eine kleine Kneipe Früh-Kölsch verkauft :mrgreen: Da stimme ich dir gerne zu. Nur ist das einfach deswegen der Fall weil ich mit Köln unglaublich viele Erinnerungen verbinde die ich mit Deutschland halt mal so gar nicht assoziieren kann. Und wenn irgendwann mal Dublin meine "Heimat" sein wird, bin ich dann immer noch Kölner?! Keine Ahnung ;)
 
Meines Erachtens bezieht sich die Liebe zum Volk auf das Blut was durch unsere Adern fliest und weniger auf die Taten oder die Leistungen. Daher ist es auch schwer sich in ein Volk zu integrieren, weil man auch in Familien, zu denen man hinzustößt, nicht den gleichen stand hat wie Menschen die wirklich zur Familie gehören.

Man "liebt" seine Famile als natürlichen, notwendigen instinkt, um soziale Sicherheit zu haben. Direkt nach der Familie folgen dann auch auf natürliche Weise die Menschen die einem danach am ähnlichsten sind und dies ist das eigene Volk.

Sehen wir uns mal die Juden an, die nichtmal ein richtiges "Volk" sind, sondern ein durch Glauben zusammengeschweißtes Volk, durch Leid verbundenes Volk, sie haben einen eigenen Staat und haben auch eine Liebe zueinander Entwickelt, weil sie mehr verbindet als das Land in dem sie leben, was sie gezeigt haben, dadurch das ihr Volksgefühl auch nach jedem Ortswechsel und nach jeder Vertreibung immer Bestand hatte. Diese Liebe zueinander gibt diesem Volk kraft und davor kann man den Hut ziehen.

Das Heutzutage versucht wird mit der Geschichte ein negatives Sinnbild zu vermitteln und die Menschen durch Indoktrination dazu bewegt werden diese Liebe zueinander direkt mit Hass gegen andere zu versinnbildlichen ist einfach nur ein trugschluß. Man geht davon aus (weil von Lehrern eingetrichtert) das alles immer wieder gleich geschieht, gleich wie weit eine Gesellschaft ist. Dabei wird aber stets vergessen, dass in den größten und ersten Demokratien auch Sklaverei herrschte, es gab unmennschliche Gesetze. Aber dennoch wird die Demokratie geliebt, weil man weiß, dass sich nicht alles aus der Geschichte wiederholt, weil die Aufklärung und die Gedanken sich weiterentwickeln und der Mensch nicht mehr so leichtfertig mit Leben umgeht wie in der Vergangenheit.
 
Soweit ich weiß ich das was du mit einer "Liebe zueinander" beschreibst der Patriotismus im eigentlichen Sinne gemeint gegen den nichts einzuwenden ist und der erstrebenswert im Sinn von Photon ist. Und mit dem vielzitierten "Hass gegen andere" dann halt der Nationalismus (und der meiner Meinung nach euphemisierende Begriff des Nationalsozialismus) der mit der Liebe zum eigentlichen Land eigentlich nie verwechselt werden sollte.

Der Stolz auf das jeweilige Land ist eine Gratwanderung, ich sehe Stolz immer ein wenig negativ weil es sehr leicht ist, aus einem Stolz heraus überheblich zu werden und in diesem Kontext dann das eigene Land zu "etwas besserem als den Rest" zu romantisieren. Dann ists meiner Meinung nach nicht mehr weit zum Nationalismus.
 
Man "liebt" seine Famile als natürlichen, notwendigen instinkt, um soziale Sicherheit zu haben. Direkt nach der Familie folgen dann auch auf natürliche Weise die Menschen die einem danach am ähnlichsten sind und dies ist das eigene Volk.
Also bei mir gibt's da noch einige Zwischenschritte: Direkt danach kommt bei mir der Freundeskreis, gefolgt von Arbeitskollegen. Und bevor ich eine Verbundenheit mit einem wildfremden Menschen aus Bayern, Hamburch oder Meckpomm spüre, kommt da immer noch eine regionale "Liebe" (Regionalpatriotismus) und Leute mit gleichen Interessen (Sport, Musi). Je größer die Distanz, desto abstrakter die ganze Sache.So abstrakt, daß da ein Gefühl wie Liebe oder Stolz gar nicht aufkommt.

Zu deinem restlichen Geschreibsel äußer ich mich aber mal nicht. :roll:
 
Ic habe nur ein Problem damit, es ohne konkreten Bezug zu mir zu sagen, und erst recht ein Problem, wenn zwei Kilometer weiter ne ehemalige KZ Außenstelle ist.

Sorry, aber das ist dämlich.
Dann dürfte nie jemand irgendeinen schwarzen Witz erzählen, weil 2km von ihm entfernt irgendwo, irgendwann in der Geschichte mit Sicherheit mal ein Kind vergewaltigt wurde, jemand ermordet wurde, ein Gefängnis stand, oder sonstwas.

Geschichte ist wichtig, da man aus ihr lernt/lernen sollte. Aber warum lernt man aus ihr? Schließlich könnte man doch auch das falsche lernen und die Geschichte wäre somit gefährlich?
Ganz einfach. Mal angenommen auf einer Schule taucht ein neuer Mitschüler auf, dessen Hautfarbe komplett blau ist.
Nun zeigt der Klassenkasper auf ihn und schreit "Haha! Du Schlumpf!", die andern stimmen ein und jeder singt "Der Neue ist ein Schlumpf!"
Der Lehrer kommt nun zu den Schülern und sagt "Hört auf damit!"
Sie sagen "Warum? Ist doch nur Spaß!"
Lehrer "Mag ja sein, aber aus Spaß wird schnell Ernst und ehe ihr euch verseht prügelt ihr euch mit den "Blauen"!"
Schüler "Nee, warum sollte das passieren?"
Lehrer -> Die Geschichte hat es uns gelehrt.....

So, wenn nun ein Deutscher sagt "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!" läuten sofort alle Alarmglocken. Aber warum? Stimmt, wir erinnern uns dass im 3. Reich ein enormer Nationalstolz herrschte. Aber um nun den stolzen Deutschen zu belehren kann man hier nicht die Geschichte heranziehen. Denn das würde bedeuten, dass der 2. WK und alles was damit verbunden ist eine Konsequenz des übertriebenen deutschen Stolzes wäre. Allerdings war dieser Nationalstolz doch eher Mittel zum Zweck, das Werkzeug der Manipulation und nichtmal der ausschlaggebende Grund. Vielmehr viel das Volk einem genialen Manipulator un d dessem ganzen System auf den Leihm.
So und was lehrt uns da nun die Geschichte?
Dass wir Deutschen ein Volk sind, welches sobald es nationalstolz ist, manipulierbar und aggressiv wird? Nein, das kann nicht sein. Immerhin lehrt uns die Geschichte auch, dass große Manipulatoren in jeder Kultur zu finden waren. Was sollen wir dann aus der Geschichte lernen?
Vielleicht, dass nicht der "deutsche Stolz" gefährlich ist, sondern der "Nationalstolz" im Allgemeinen, undzwar für jede Kultur. Okay, dass Nationalstolz durchaus gefährlich werden kann, dafür gibt es genug Beispiele in der Geschichte, aber genauso gibt es doch auch Gegenbeispiele, die zeigen, dass ein gewisser Nationalstolz helfen kann korrupte Systeme zu überwinden. Die Identifikation mit "seiner Bewegung" kann also durchaus wertvoll sein, siehe franz. Revolution, bei der ebenfalls ein neues Nationalbewusstsein, entstanden durch die Bewegung, das Land enorm nach vorne gebracht hat und somit alte, ungerechte Strukturen überwunden werden konnten.

Das Thema "Ich bin stolzer Deutscher" ist also kein nationales, sondern ein weltliches. Ein amerikanischer Patriot, der zu mir sagt "Was? Du sagst du wärst stolz ein Deutscher zu sein? Hast du denn nichts gelernt?" hat die Geschichte meines Erachtens einfach falsch gedeutet und das falsche daraus gelernt. Deshalb kann Geschichte auch gefährlich sein.

//Im Übrigen trägt jeder einen gewissen Nationalstolz in sich. Spätestens dann als er sich bei der Fussball WM eine Deutschland Flagge ins Gesicht malt oder eine Fahne schwenkt. Der Grund (sportlicher Erfolg) ist doch völlig egal, Fakt ist, dass er in dem Moment ein stolzer Deutscher ist. Wenn es nicht so wäre, wäre es ihm doch völlig schnurz ob wir im Halbfinale gegen Italien verlieren oder nicht. Das geht schon sehr weit in die Psychologie. Trotzdem, in dem Moment wo ein Michael Ballack den EM Pokal in die Luft hebt und man schreit "Jaaa, Wir sind Europameister!" äußert er mehr als deutlich seinen Nationalstolz.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...] Im Übrigen trägt jeder einen gewissen Nationalstolz in sich. Spätestens dann als er sich bei der Fussball WM eine Deutschland Flagge ins Gesicht malt oder eine Fahne schwenkt. Der Grund (sportlicher Erfolg) ist doch völlig egal, Fakt ist, dass er in dem Moment ein stolzer Deutscher ist. [...]
Ist der Grund völlig egal?

Ich denke nicht! Weil 11 (23) überbezahle Deutsche ihrem Vergnügen auf dem Rasen frönen und auch verhältnismäßig gut spielen, bin ich stolz auf meine Nation? Definiere ich meine Liebe zu meinem Land über den sportlichen Erfolg in einer Sportart? Und stolz wäre ich in dem Fall (wenn überhaupt) auf meine Landsleute der Mannschaft, den Trainer, und jeden, der am Erfolg beteiligt war. Aber gleich auf das ganze Land? Also ich nicht. Ich fand es eher abstoßend und peinlich, dass die meisten ihren "Stolz" erst bei der WM wiederentdeckten und nach außen trugen. Wenn Fussball der einzige Grund ist, auf unsere großartige Nation stolz zu sein, dann sollte man es besser gleich sein lassen.

[...] So, wenn nun ein Deutscher sagt "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein!" läuten sofort alle Alarmglocken. Aber warum? Stimmt, wir erinnern uns dass im 3. Reich ein enormer Nationalstolz herrschte. [...] Allerdings war dieser Nationalstolz doch eher Mittel zum Zweck, das Werkzeug der Manipulation und nichtmal der ausschlaggebende Grund.
Ich weiß leider nicht mehr, wer das sagte, aber "Ein Soldat wird nicht sein Leben für einen mickrigen Sold riskieren. Man muss die Herzen der Leute gewinnen". Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg und der internationalen Ohrfeige des Versailler Vertrages in das deutsche Gesicht, war es relativ einfach, einen übertriebenen Patriotismus zu etablieren. Heute ist es viel schwerer. Heute wird ein Patriotismus häufig mit Nationalsozialismus verwechselt, sowie von den Patrioten selbst, als auch von jenen Kritikern, die bald links von der Weltenscheibe fallen. Und sich dazwischen seinen Patriotismus zu bewahren, ist schon ein Drahtseilakt.

Aber wenn irgendein Depp auf die Idee kommt, mir beim Thema "Patriotismus" das Dritte Reich vorzukauen, quatsche ich ihm erstmal mit über 1000 Jahren "deutscher" Geschichte einen Knopp an die Backe und gut ist. Man darf sich die geistige Verbindung von Vaterlandsliebe / Nationalstolz und dem Dritten Reich gar nicht erst gefallen lassen. Das ist meist eine direkte und bewusste (!) Provokation aus der linken Ecke, womit man Reaktionen herauskitzeln möchte, um neue Angriffspunkte auf der hypermoralischen (Danke Frau Höhler für dieses Wort :) ) "Hobby-Nazi-Jagd der selbsternannten Gutmenschen" zu finden. Und wie Veers schon erwähnte: Oft wird es auch einfach benutzt, um die Diskussionspartner zum Schweigen zu bringen, weil das Thema missfällt oder weil die Argumente ausgehen.

Gruß,
Photon
 
Ist der Grund völlig egal?

Ich denke nicht! Weil 11 (23) überbezahle Deutsche ihrem Vergnügen auf dem Rasen frönen und auch verhältnismäßig gut spielen, bin ich stolz auf meine Nation? Definiere ich meine Liebe zu meinem Land über den sportlichen Erfolg in einer Sportart? Und stolz wäre ich in dem Fall (wenn überhaupt) auf meine Landsleute der Mannschaft, den Trainer, und jeden, der am Erfolg beteiligt war. Aber gleich auf das ganze Land? Also ich nicht. Ich fand es eher abstoßend und peinlich, dass die meisten ihren "Stolz" erst bei der WM wiederentdeckten und nach außen trugen. Wenn Fussball der einzige Grund ist, auf unsere großartige Nation stolz zu sein, dann sollte man es besser gleich sein lassen.

Gut vielleicht ist der Grund nicht völlig egal, was ich eigentlich damit ausdrücken wollte ist, dass viele die hier rufen sie könnten nie stolz auf Deutschland sein, es durch solche Aktionen wie die WM eben doch irgendwo sind.
Mal angenommen nach dem Argentinien-Spiel ziehen die Leute feiernd durch die Straßen mit ihren Deutschlandfahnen, die Leute fahren sicher nicht im Auto-Korso durch die Stadt, springen auf Laternen weil Lukas Podolski so gute Unterhaltung geboten hat, oder Bastian Schweinsteiger heute schön gedribbelt hat. Nein, vielmehr ist bei der WM ein neues "Wir"-Gefühl entstanden. Und nach dem Argentinien Sieg ist mit Sicherheit jeder von uns mit ein bisschen Stolz an den Engländern, Franzosen, Brasilianern vorbei gefahren, die Deutschland Fahne in der Hand, um offen zu demonstrieren "Ja ich bin Deutscher und WIR sind eine Runde weiter."

Im Übrigen kann ich deine Meinung auch nicht teilen, dass es "abstoßend" seie , seinen Stolz durch den Sport widerzuentdecken. Sport ist doch der Ursprung des fairen Wettkampfes. Im Übrigen war die WM 2006 nicht das erste sportl. Event was solch einen Nationalstolz hervorgerufen hat, das passiert doch immer wieder. Sei es bei uns früher das "Wunder von Bern" oder sei es für andere nur wenn sich ihr Trinidad & Tobago für die WM qualifiziert.

Der Erfolg eines Landes hat doch immer einen "Stolz-Effekt". Ob das nun die erste Landung auf dem Mond oder der überraschende Sieg unserer Nationalelf ist, ist mir persönlich völlig egal. Ich jedenfalls fande es mal richtig schön, die Städte voller Deutschlandfahnen zu sehn. Das soll ja bitte auf keinen Fall Normalzustand sein, aber es ist halt mal was anderes als immer die angekritzelten Türkei-Fahnen an den Bushaltestellen ;) *duckundweg*

Bei dem Rest was du sagst, Photon, gebe ich dir völlig Recht. Ein Patriotismus-Nazi Vergleich ist reine Provokation.
 
mal auseinanderklabüstern.

Stolz ein deutscher zu sein = NEIN !
Ich kann nix dafür in dem Land auf die Welt gekommen zu sein !

Auf was soll ich stolz sein ?

Auf die gefälschten Statistiken der Arbeitslosenzahlen ?

Auf immer mehr Kinderarmut ?

Auf ein Land was keine Mindestlöhne hat ?
( komm mir hier ja keiner mit dem "Argument" das würde Arbeitspläte kosten ! )

Auf den Staat der durxh falsche Sozialpolitik generell immer mehr Armut hervorruft

Auf das Land was Stromverschwendung Staatlich fördert

Auf einen Staat der die ärmsten immer weiter bestraft durch Einschnitte ?
( siehe Elterngeld )

usw.

Folglich: Ich bin NICHT stolz ein Deutscher zu sein !
 

Nenn mir irgendein Land auf der Welt, egal welches und ich nenn dir doppelt soviele Verleumdungen warum man nicht stolz sein kann in diesem Land zu leben. :roll:

Jedes Land hat seine Probleme und ich glaube wir hier in Deutschland können sehr dankbar sein dafür wie es uns hier geht.

Ich finde es auch immer lustig, wenn sich Leute so lauthals über ihr Land beschweren, wie scheiße es doch hier sei.
1. Man kann jederzeit gehen.
2. Bezieht jeder von denen (wie wir alle) zu jeder Zeit staatl. Leistungen.
 
Ich bin auch nicht stolz ein Deutscher zu sein. Warum? Nun, ganz einfach. Wie es Schloesser ja schon geschrieben hat, habe ich dazu selbst nichts beigetragen. Also gibt es auch keine Leisteung von mir, auf die ich Stolz sein könnte.
Aber ich bin glücklich ein Deutscher zu sein. Denn was wir trotz allen Unbills in der Vergangenheit erreicht haben, ist wirklich aller Ehren wert (Meiningsfreiheit, Bildungsfreiheit, etc.).
Also nicht stolz, sondern glücklich. :D

lg Udo
 
[...] Der Erfolg eines Landes hat doch immer einen "Stolz-Effekt". Ob das nun die erste Landung auf dem Mond oder der überraschende Sieg unserer Nationalelf ist, ist mir persönlich völlig egal. Ich jedenfalls fande es mal richtig schön, die Städte voller Deutschlandfahnen zu sehn. Das soll ja bitte auf keinen Fall Normalzustand sein, aber es ist halt mal was anderes als immer die angekritzelten Türkei-Fahnen an den Bushaltestellen ;) *duckundweg*
...oder Öcalan-Plakate-Träger, die sich mit Türkei-Fahnen-Träger eine Schlacht auf Berliner Straßen liefern... *mitduckundweg*

schloesser33 schrieb:
[...] Stolz ein deutscher zu sein = NEIN !
[...] gefälschten Statistiken der Arbeitslosenzahlen [...] Kinderarmut [...] keine Mindestlöhne [...] falsche Sozialpolitik [...] Stromverschwendung [...]
Was hältst Du von weitestgehend persönlicher Freiheit? Rechtsstaatlichkeit? Fast kostenloser Bildung und deren staatlicher Subventionierung? Jahrzehntelanger Frieden? Freie Wahlen? Demonstrationsrecht? Im Weltvergleich hoher Wohlstand?

Das war längst nicht immer selbstverständlich in der deutschen Geschichte. Und ist es längst nicht normal im internationalen Vergleich! Dass es viele Punkte gibt, die nach wie vor nicht optimal sind und noch viel Arbeit vor uns liegt, ist definitiv unbestritten. Aber das, was die Familie der Deutschen bis dato erreicht hat, kann schon stolz machen. Insbesondere unter der Prämisse, dass wir 2 Weltkriege erlebt haben und trotzdem wieder aus der Asche empor gestiegen sind.

Ganz ehrlich: Wenn Du das nicht anerkennst, dann wärst Du auch nicht stolz auf Dein Vaterland, wenn alle von Dir genannten Punkte der Vergangenheit angehören würden. Denn es gibt mit Sicherheit immer Faktoren, die es zu bemängeln gibt. Bis heute hat es keine Nation der Welt geschafft, ein Paradies zu erschaffen, in dem alle Menschen glücklich sind und täglich Ringelrein spielen, weil es keine Probleme mehr zu bewältigen gäbe. Und ich denke, sowas wird es auch nie geben...

blubarju schrieb:
[...] Also nicht stolz, sondern glücklich.
Das ist doch ein Anfang ;)

Gruß,
Photon
 
Ich finde es einfach lächerlich das nur wir "Deutschen" ein Problem mit diesem Thema haben. Man erinnere sich an den Sommer 2006 und all die Diskussionen darüber, ob wir Flagge zeigen dürfen/sollen. Ich habe mich gefreut das Deutschland scheinbar den Schockzustand überwunden hatte und endlich niemand mehr ein Problem damit hatte, sich mit seinem Land zu identifizieren. Leider ebbt das ganze nun langsam wieder ab und jeder der sich zu seinem Land bekennt, wird als "rechts" eingestuft.

Ich kann mich noch gut dran erinnern, früher in vielen Onlinegames, wurde man als Deutscher sofort von allen anderen als Nazi bezeichnet. Dieses ist abgeebbt und habe ich schon ewig nicht mehr erlebt.

Auch hat man zur Fußball-WM alle möglichen andere Länder befragt, ob sie es gut oder schlecht finden, das wir endlich wieder Flagge zeigen und was kam bei raus, nur wir selbst haben ein Problem damit und die Welt bringt schon ewig nicht mehr Deutschland mit der NS-Zeit in Verbindung.

Warum sollten wir auch nicht stolz auf unser Land sein dürfen, wenn wir es denn wollen? Andere Länder die auch in der Geschichte nicht nur Glanzleistungen vollbracht haben dürfen es doch auch, ohne das immer gleich wer Verbindungen dazu herstellt.

Manchmal glaube ich es wäre besser gewesen wenn wir den Namen unseres Landes in "Irgendwasland" geändert hätten, die Nationalhymne geändert hätten und nochmal neu begonnen hätten mit der Geschichte unseres Landes.

Mir persönlich geht diese "Stock im Arsch"-Mentalität in Deutschland derbst auf den Sack, ich wollte 2006 etwas über Fußball/Fankultur/... in den Medien haben und stattdessen immer nur dieses Thema.

Ob ich nun aber wirklich sagen würde, ich bin stolz deutscher zu sein, weiß ich nicht, aber ich bin zumindest froh in diesem Staat leben zu dürfen/aufgewachsen zu sein und habe kein Problem damit zu meiner Herkunft zu stehen.
 
Auch hat man zur Fußball-WM alle möglichen andere Länder befragt, ob sie es gut oder schlecht finden, das wir endlich wieder Flagge zeigen und was kam bei raus, nur wir selbst haben ein Problem damit und die Welt bringt schon ewig nicht mehr Deutschland mit der NS-Zeit in Verbindung.

Warum sollten wir auch nicht stolz auf unser Land sein dürfen, wenn wir es denn wollen? Andere Länder die auch in der Geschichte nicht nur Glanzleistungen vollbracht haben dürfen es doch auch, ohne das immer gleich wer Verbindungen dazu herstellt.

Du hast genau das gleiche Recht stolz auf dein Land zu sein wie die Leute in anderen Ländern auch, also lass dir doch einfach von niemandem einreden du wärst ein Nazi.

Übrigens hat hier kaum jemand der sagte er wäre nicht stolz auf sein Land das dritte Reich als Begründung genannt. Das Thema wird immer wieder von einigen Leuten ins Spiel gebracht die sagen sie wären stolz auf ihr Land.

Wenn du in Onlinegames als Nazi bezeichnet wurdest, nur weil du Deutscher bist, ist das bedauerlich. Aber Menschen die das behaupten sind Idioten, und die gibts nun mal überall.
 
Leider ebbt das ganze nun langsam wieder ab und jeder der sich zu seinem Land bekennt, wird als "rechts" eingestuft.

Das interessanteste ist ja irgendwie, dass hier nie jemand irgendwen in die vielzitierte rechte Ecke gestellt hat - und sich trotzdem jeder 2. drüber beschwert.

Ganz ehrlich, hätte nicht in der Überschrift "& kein Nazi" gestanden, hätt hier irgendwer mit dem Thema angefangen? Oder hätten wir eine sachlichere Diskussion geführt ohne die ständigen Kommentare "ach das is aber soo doof dass ihr uns alle als Nazis bezeichnet" - tut hier aber keiner also passts doch ;)
 
Ganz ehrlich, hätte nicht in der Überschrift "& kein Nazi" gestanden, hätt hier irgendwer mit dem Thema angefangen? Oder hätten wir eine sachlichere Diskussion geführt ohne die ständigen Kommentare "ach das is aber soo doof dass ihr uns alle als Nazis bezeichnet" - tut hier aber keiner also passts doch ;)

Das wird dann in den Renos geschrieben. Glaube mir, dass hier genug einen als Nazi beschimpfen auch ohne das man dies im Forum anspricht. Selbst ein Herr Mahler wird seltenst in Gesprächen vom Gegenüber Nazi genannt, dass kommt dann in Bewertungen und äußerungen über ihn.
 
Ich habe leider keine Ahnung wer Mahler ist, aber bei einigen in der Klammunity denk ich mir halt auch schon manchmal (mehr in den Newscomments als im Forum - da sinds aber auch immer die gleichen), wie zurückgeblieben rechts man eigentlich sein kann. Aber für sowas ist imho die Forenrenofunktion nicht gedacht.

(@perlini: ach der -.- war am überlegen welchen User du hier meinst :mrgreen:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe leider keine Ahnung wer Mahler ist,
Ein Nazi. :mrgreen:
Hotte Mahler, einst Anwalt der RAF, bis vor kurzem NPD-Mitglied und deren Anwalt beim Verbotsverfahren, jetzt endgültig in der antisemitischen Verschwörungstheoretiker-Ecke gelandet.

Ich bin stolz, Deutscher zu sein. Es ist ein großartiges Land, deren Menschen schon herausragende Leistungen vollbracht haben. Ein Land, deren Menschen einen hohen Lebensstandard geschaffen haben. Ein Land, daß zu seinem dunkelsten Kapitel der Geschichte steh und daraus gelernt hat. Ich bin froh und stolz, teil dieses Landes zu sein.

Tja, wären das meine Gefühle, die ich hier kundgetan hätte (oder die eines anderen), gäbe es dafür gewiss keine ernsthaften "Nazi-Renos". Wie hier schon öfters geschrieben, kommt diese Geheule meist aus einer Ecke. :roll:
 
Sind denn die User, die sich hier dazu bekennen Deutscher zu sein, im Gegenzug auch beschämt, wenn sie sehen, was in Deutschland passiert, was nicht so toll und löblich ist? Ernsthafte Frage, mich würde interessieren:

Ist es ein blinder Lokalpatriotismus, und man findet halt alles gut, weil hier in Deutschland ist, oder hat man ein differenziertes Bild, wo man sich um die schönen und die weniger schönen Seiten Gedanken gemacht hat?
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Stolz schrieb:
Stolz [von lat.: stultitia = Torheit] ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“.
Er entspringt der (subjektiven) Gewissheit, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben oder daran mitzuwirken.
So. Jetzt mal die ganzen bekennenden Stolzen hier: Hosen runter! Was habt ihr schon alles tolles für Deutschland geleistet bzw. mitgewirkt? :think:
 
So. Jetzt mal die ganzen bekennenden Stolzen hier: Hosen runter! Was habt ihr schon alles tolles für Deutschland geleistet bzw. mitgewirkt? :think:

Mein Reden. Stolz kann man immer nur auf eigene Leistungen sein. Deutscher durch die Gnade der Geburt zu sein, gehört sicher nicht dazu.

Die "Stolzen" können, so wie ich, eigentlich nur glücklich sein ein Deutscher zu sein.

lg Udo