Spielsucht - Erfahrungen bzgl. Therapie

Turuf

Well-known member
26 Dezember 2009
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Hallo,
ich out mich mal als jemand, der spielsüchtig ist. Kurzer Hintergrund noch zu mir: War früher schonmals bei Klamm mit ner 5-stelligen ID und dort war dann auch die Spielsucht ausgebrochen bei mir. War ca. 13-14 Jahre alt -> ganzes Geld für Lose ausgegeben und verzockt, zudem Schulden gemacht. Alles mühsam zurückbezahlt, bei Klamm abgemeldet, paar Monate später neu angemeldet und das selbe nochmals von vorne..
Inzwischen bin ich 21 Jahre alt, vor ca. 1.5 Jahre aus Zufall wieder bei Klamm gelandet und erneut angemeldet, weil ich einfach neugierig war und dachte, es würde mir nicht mehr passieren (war die ganzen Jahre Zwischendurch komplett "clean"). Aber so langsam gings dann halt wieder los, erst nur mit den Losen gespielt, die ich so hatte, dann Lose gekauft, dann geliehen usw.. Nur um ne Summe zu nennen: Alleine seit Anfang Dezember '10 über 2000€ verzockt, was besonders für nen Studenten recht viel ist, vorher natürlich auch schon viel zu viel verspielt und leider wird es, je länger ich nun wieder bei Klamm bin, nur schlimmer als besser. Deswegen muss die Notbremse her und die Abmeldung von Klamm wieder kommen und ich würde zudem gerne eine Therapie beginnen. Problem bei der Abmeldung ist aber im Moment noch, dass ich offene Schulden habe und mir noch Geld für Losekäufe im Moment fehlt (ca. noch 3 Mrd. Schulden).

Bevor gefragt oder gemosert wird: Ich weiß selbst, dass ich unendlich dumm bin und warum ich nicht einfach früher aufgehört habe zu spielen oder erst gar nicht angefangen habe, kann ich leider nicht erklären. Es ist eine Sucht und wenn sie über mich kommt und ich nen "Spielanfall" bekomme, dann schaltet bei mir im Kopf leider jegliche Vernunft aus. Glaubt mir, wenn ich könnte, hätte ich mich nie mehr bei Klamm angemeldet und ich wäre im Moment über nichts glücklicher, als wenn ich das Kapitel endlich mal wieder schließen könnte, ich mich abmelden könnte und ich erstmal Abstand von Klamm bekomme, aber durch die noch bestehenden Schulden ist das halt leider noch nicht möglich und wird sich fürchte ich auch noch etwas ziehen. Mir gehts nichtmal primär ums Geld, was weg ist, sondern eher macht es mir halt sehr viel Angst, dass ich einfach keine Kontrolle mehr über mich habe und ich später damit Beziehungen/Familien/Freundschaften/Existenzen/mich selbst komplett zerstören könnte.


Wie dem auch sei, nun zum eigentlich Thema. Wollte fragen, ob es hier vielleicht Leute gibt, die von der Thematik betroffen sind (oder Leute kennen) und vllt. schon eine Therapie gegen Spielsucht gemacht haben? Möchte bzw. muss eine machen und wollte einfach mal Erfahrungsberichte diesbezüglich hören, ob eine Therapie bei Euch erfolgreich war oder sie nichts gebracht hat, wie es so ablief, ob sie stationär oder ambulant war, wo ihr die richtigen Adressen gefunden habt, was das so kostet (oder übernimmt das die Kasse?) etc.. Würde mich sehr über ein paar Erfahrungswerte freuen, gerne auch über PN, da ich mir vorstellen kann, dass es für den ein oder anderen wahrscheinlich zu peinlich ist hier zu posten.
Denn eines weiß ich: Therapie muss her und irgendwas muss geschehen, denn möchte nicht in 10 Jahren wieder plötzlich anfangen zu spielen, wohlmöglich eine Familie haben, und Haus und Hof verspielen. :(

Über Tipps, wie man am besten mit dieser Sucht umgehen kann, würde ich mich natürlich auch freuen, nicht nur in Bezug auf Klamm, sondern ganz allgemein im Leben. Zwar auf den Seiten, wo ich gespielt habe, nun sperren lassen bzw. beantragt, aber eine wirkliche Lösung ist das ja auch nicht, denn das ist ja oft erst eine Reaktion auf etwas, wenn es schon zu spät ist.

Würd mich wirklich vorallem über Erfahrungsberichte freuen, da ich fürchte, dass ich hier nicht der einzige bin, der betroffen ist und dieses Problem hat.

Vielen Dank
 
Hmm, mit eigenen Erfahrungen oder aus meinem Umfeld kann ich dir leider nicht dienen.

Ich denke es wird mit einer Spielsucht ähnlich sein, wie mit einer Alkoholsucht. Du musst lernen, an einem Spiel(Slot) vorbeigehen zu können, ohne das der Reiz des Spielens von dir Besitz ergreift.

Das m.M.n. wichtigste ist, das Du deine Sucht erkannt hast. Leider ist es so, das die meißten Menschen ohne professionelle Hilfe(Therapeuten) oder Selbsthilfegruppen, ihrer Sucht machtlos gegenüberstehen.

Deinen Hausarzt(Allgemeinarzt) hast Du vermutlich auf das Problem hin noch nicht angesprochen. Das würde ich dir empfehlen, es sei den Du hast noch einen anderen Arzt deines vertrauens, der dich sehr gut kennt.
Dort kannst Du zumindest Adresssen bekommen, wo man dich in der Richtung betreuen kann. Das wird wohl in den meisten Fällen, wohl ambulant sprich über Gesprächstermine laufen.

So wie Du geschrieben hast, scheint es sich bisher nur auf Klamm zu konzentrieren. Um so wichtiger finde ich, das Du jetzt dagegen etwas unternimmst, bevor es noch größere Ausmaße an nimmt.

Drück dir die Daumen, das Du es zeitnah in den Griff bekommst. ;)
 
Also zum Thema Spielsucht kann ich dir nicht viel sagen, aber in Absprache mit Mone oder Kay kannst du dich auch jetzt schon (freiwillig) sperren lassen und dann deine Schulden trotzdem bezahlen. Nur kannst du nicht mehr zocken.
Falls dir das hilft...
 
Also Hut ab vor diesen Schritt, finde ich absolut klasse und Du bist nun auch auf dem richtigen weg!

Hier kannst Du dich vieleicht auch ein wenig über Kosten u.s.w Infomieren:

Klick Hier und such raus was Du brauchst!

Ich würde Dir auch empfehlen Dich an eine Suchtberatungsstelle in Deiner Nähe zu wenden. (z.B. Caritas)
 
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Wenn Du ohne Klamm ohne Probleme komplett "clean" sein konntest dann würde ich mich wirklich abmelden. Ist zwar schade um jeden halbwegs vernünftigen Menschen der sich hier abmeldet, aber wenn es besser für Dich ist dann muss es wohl sein.

Spielsucht hat nichts mit Dummheit zu tun, ich kenne 2 wirklich intelligente Menschen die Haus und Hof verzockt haben weil sie nach Anfangsgewinnen einfach die Kontrolle verloren haben.
 
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Ich danke euch. Ja, bisher hat sich die Sucht nur auf Klamm beschränkt, da ich sonst auch nicht wüsste, was ich anderes machen sollte. Lotto oder Wetten oder sowas ist nix für mich, weil man dann zulange auf das Ergebnis warten muss und ich lieber gleich wissen mag, ob was bei rumkam oder nicht. War zwar 1x in einem Spielcasino und habe zwar auch etwas verloren, aber so richtig gereizt hatte es mich dadrin nicht, da ich mich dann irgendwie beobachtet fühle (im Vergleich zum Internet halt) und außerdem ist das nächste Casino hier nicht gerade um die Ecke.

Mit Mone stehe ich schon etwas länger in Kontakt und sie hat mir auch schon sehr viel geholfen und mich unterstützt, worüber ich ihr sehr dankbar bin. Ansonsten erfreulich für mich, werd ich es wohl doch in absehbarer Zeit (also bis spät. Mitte nächsten Monat) schaffen alle Schulden zurückzahlen zu können und mich dann abmelden zu können. Da ich nun auch auf den 3 Spielseiten, auf denen ich aktiv war, vollständig gesperrt oder eine EZ-Sperre habe, ist die ganze Sache recht stabil im Moment, denn klingt blöd, aber andere Loseseiten mit 0815 Slots und nicht-Cachefreien Spielen finde ich sehr langweilig und geben mir nichts.

Würde mich aber dennoch weiterhin sehr auf konkrete Erfahrungsberichte freuen, denn leider kam auch bisher über PN noch nichts und das würde mir persönlich am meisten weiterhelfen.
 
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Wenn Du ohne Klamm ohne Probleme komplett "clean" sein konntest dann würde ich mich wirklich abmelden. Ist zwar schade um jeden halbwegs vernünftigen Menschen der sich hier abmeldet, aber wenn es besser für Dich ist dann muss es wohl sein.
...

Ich denke Hilfe sollte man(tasi) sich trotzdem suchen.
Auch wenn es sich bisher auf Klamm beschränkt, zum einen ist ne Neuanmeldung nicht schwer und zum anderen besteht die große Gefahr, das man auf andere Spiele wechselt.
Was dann ernsthaft Haus und Hof kosten kann. ;)
 
Erstmal Respekt für den ehrlichen und ausführlichen Thread. Ist dir bestimmt nicht leicht gefallen.

Ich war Automaten Spiesüchtig , so jetzt ist es raus.;)
habe so mit 14 in unserer Dorfkneipe mein Taschengeld und mein Sparbuch aus Langeweile in die bunt flimmernden Spielautomaten geschmissen und nartürlich am Anfang oft gewonnen ,aber auf Dauer Alles verloren.

Da ich damals auf dem Land gewohnt habe und es in dem kleinen Dorf eh nicht viel zu erleben war haben mich die Spielautomaten gefesselt. ein Paar Km von Zuhause gab es einen Rasthof an der autobahn dort hab ich dann bis ich 18 war weiter gezockt und eine schon fast klassische Spielerkarriere begonnen.
Mit 19 bin ich in die Stadt gezogen und hab dort dann zum erstenmal eine Spielhalle von innen gesehen.
Leider bin ich dort praktisch eingezogen und habe dann auch teilweise 3 Tage ohne Pause durchgezockt bis ich 25 war.
Die Spielpausen die du beschreibst kenne ich zur genüge ,selber sperren bringt auch nichts da weicht man meisst nur aus oder denkt nach einer gewissen Zeit ,dass können ein Paar Wochen oder auch ein Paar Monate sein man könnte ja mal wieder reinkucken ,man habe ja kein Problem gehabt in letzter Zeit, also kann man auch sicher von alleine aufhören.

Wie ein Junkie geht dann das Spiel von Vorne los.
Am Ende wurde es sogar so extrem das ich in den ersten Tagen des Monats mein Arbeitslosengeld verzockte und dann begonnen habe Schrott und Pfandflaschen zu sammeln um zu überleben.
Das war eine sehr harte Zeit vorallem zu Weihnachten oder zu sonstigen Anlässen wenn ich kein Geld mehr zum Leben hatte und 3 Tage zuhause mit einem Laib Brot sass.

Durch Probleme mit meiner Arbeitsvermittlerin in der Arge wurde ich immer wieder in der Zeit zu sogenannten 1 euro jobs verdonnert bei denen ich schnell eins lernte "ohne Geld bist du Abfall" und mit Pfandflaschen sammeln und metallschrott verdient man wesentlich mehr als für einen Euro im Park sich von alten Leuten und Alkoholikern beleidigen zu lassen.
Ich blieb den 1 euro Jobs immer öfters fern ging meinen eigenen kleinen Geschäften nach und versackte so völlig in der wundervollen Welt der Spielhallen.
Freundete mich mit den Damen die dort arbeiteten an und bekam so dort immer kostenlos Kaffee oder Snacks oder auch mal nen Botengang für den ich ein Paar Euros zum spielen bekam.

Die Arge spielte leider nicht mit und so wurde ich mit 23 das erste mal mit 100% Sanktioniert für 3 Monate
In der Zeit begannen die Depressionen die mich in ein tiefes Loch warfen.
Ich kämpfte noch härter um mein Überleben,isolierte mich von der Aussenwelt und wurde ganz und gar zu jemanden der seine gesamtes Glück im Spiel suchte.
Als ich 24 wurde schloss meine Stammspielhalle und ich hing noch eine Zeit lang in anderen Spielhallen rum bis diese neuen Automaten die Novoliner kamen die so beliebt bei den Türken sind.
Eine Zeit lang interessierte ich mich noch für die neuen Automaten.
In der Einführungszeit haben die Spielhallen die Gewinnchancen hochgeschraubt so das man die Jackpots an diesen voll Elektronischen Automaten leicht knacken konnte,als das geändert wurde und ich nur noch Geld verlor begann langsam das Umdenken und ich hörte auf.
Begann mich in einer Arbeitslosengruppe als ehrenamtlicher zu betätigen, war auch relativ erfolgreich bis die Gruppe sich aufgelöst hat.
Baute kurzzeitig meinen Metallhandel im Untergrund ein bisschen weiter auf und beschäftigte mich mit anderen Dingen.
Irgendwann kaufte ich mir einen Surfstick fürs internet und kam zu Klamm verzockte hier auch einige Hundert Euro machte Schulden und hörte dann wieder einfach auf.
Seit ein Paar Monaten bin ich wieder hier aktiv, aber hab keine Lose mehr gekauft und zocke relativ selten an Slots der Anteilshandel und das Forum interessieren mich mehr.
In einer spielhalle war ich schon seit 2 Jahren nicht mehr.
Mit einem Freund war ich mal in einer richtigen Spielbank an einem Roulette Tisch.
Wir habent jeder 10 euro in 50 cent stücke getauscht und sind beide mit ungefähr 20 euro wieder rausgegangen
Ich fand es erstaunlich wieviele Leute dort an Spielautomaten mal eben 100 euro verzockt haben
Am Roulettetisch stand ein alter mann und hat immer wieder 1000 euro chips auf den Tisch gepackt,früher wäre mir das egal aber da dachte ich nur "Mein Gott der verzockt gerade soviel Geld wie ich in einem Jahr nicht habe und den interessiert das gar nicht!"

Ich denke das war der Knackpunkt man darf den Bezug zum Geld nicht verlieren auch wenn das bei Klammlosen leicht verschleiert wird.

Ich würde dir aber empfehlen dich direkt abzumelden such dir einen Seriösen User der deine Schulden verwalten kann und an den du dann zum Beispiel kleine Raten zahlst oder direkt an deine Gläubiger um nicht wieder in diese Suchtschleife zu kommen.
 
Vielen Dank dir Stohs für deine ehrlichen Worte und deine Erfahrung. Ich hoffe, ich muss nicht erst so weit fallen, wie du es getan hast (das soll in keinster Weise böse gemeint sein), damit ich es überwinden kann bzw. ich lerne damit umgehen zu können. Wünsche dir alles Gute für deine Zukunft.
 
Danke ist auch nicht so angekommen.
Man muss halt ein paar mal auf die Fresse fliegen bevor man Richtig laufen lernt.
 
Du musst es wie ehemalige Alkoholiker machen, also in deinem Fall den Slots aus dem Weg gehen, auch mal ein Bierchen *äh* ein Spielchen ist verboten, da es direkt wieder zu einem Rückfall führen kann.

Selbstdisziplin und die Erkenntnis sind immer schon mal sehr gute Eigenschaften für eine "Genesung" ;)
Viel Glück.
 
Meinen Respekt @Tasi.

Ich denke es gibt so einige User bei Klamm, die Spielsüchtig sind, davon aber nichts wissen wollen.

Es ist wie bei jeder Sucht. Meist erkennt man sie selbst viel zu spät. (Das kennt man auch von einem Magersüchtigen)

Aber Du hast es erkannt, stehst dazu, und möchtest Dir helfen lassen (Therapie)
Das finde ich super.

Google einfach mal nach "Spielsucht". Da solltest Du einiges zu dem Thema finden. Und auch Organisationen, die eine Therapie anbieten.
Meines Wissens nach, gibts da auch genügend kostenfreie Angebote, und außerdem ist Spielsucht als Krankheit anerkannt. Da würde auch die Krankenkasse zahlen.

Es ist gut, dass Du Dir helfen lässt, denn alleine schafft man es zu 99% nicht. Da reicht es nicht, nen Bogen um Slots zu machen.

Das muß sich auch nicht auf Klamm beschränken. Es gibt genügend Online-Angebote, wo man Haus und Hof verspielen kann. Vor allem Online-Casinos sind da eine große Gefahr.
Auch ist die Gefahr groß, dass Du nen Automaten-Spielcasino um die Ecke aussuchen könntest.

Abgemeldet hast Du Dich ja nun schon. Dann denke ich, dass Du das mit Deinen Schulden geregelt hast.

Also, mein Tipp: Nach "Spielsucht" googeln. Da findest Du sicher auch was in Deiner Nähe.

Und nochmal meinen Respekt, dass Du Dich hier geoutet hast.
Das muß Dir nicht peinlich sein.
Ganz im Gegenteil. Damit hilfst Du auch anderen, die sich vielleicht in Deinem Post selbst erkennen.

Ich wünsch Dir viel Erfolg. :yes:
 
Hallo,
danke dir von ganzen Herzen für deine Worten! Ja, zumindest die ersten Schritte sind nun getan, abgemeldet habe ich mich, nun geht's dann für mich weiter. Die letzten Wochen waren gut, Schulden sind auch alle gezahlt und auch nichts mehr gekauft/geliehen und bei den Einzahlungssperren hat es auch geklappt, dass ich sie nicht mehr hab lockern lassen, also die letzte Zeit "clean" gewesen.

Werd mich nun hier aber auch mehr und mehr zurückziehen, Forum Account die Tage auch zu machen und dann halt weiter meinen Weg gehen.
 
Hi tasi,
erstmal sehr mutig von dir, diesen Schritt zu gehen - der dann aber auch umbedingt nötig ist.

Nun, ich bekenne mich als leidenschaftlicher Spieler, sei es Lotto, Klamm, Spielhallen etc. - allerdings mache ich mir grundsätzlich vorher bewusst, dass ich mit nichts mehr nach Hause gehe und ich mich damit abinfden muss - ich lege dann mein Pensum auch immer fest, den ich bereit bin, zu verlieren.

Nun, ich denke, dass du auf jeden Fall sehr kompetente Hilfe bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung findest. Ich selbst habe mich damals dort beworben (als Alkoholscout, um Missbrauch von Jugendlichen zu präventieren) und muss sagen, die alle dort verstehen was von ihrem Fach.

https://www.spielen-mit-verantwortung.de/startseite/index.php

Da findest du einige Informationen bez. der Spielsucht und auch oben rechts eine kostenfreie (& anonyme) Hotline, an die man sich wenden kann.

Ich hoffe, du bekommst die Sucht in Griff und wünsche dir dabei alles erdenklich Gute!

Viele Grüße,
umweltpolizeisb :)
 
Hallo an alle,

ein ernstzunehmendes Thema die Spielsucht. Mich hats leider auch vor ein paar Jahren erwischt... Mittlerweile bin ich aber seit gut drei Jahren abstinent. Ich wurde von meiner Hausärztin an die Caritas vermittelt. Dort habe ich zuerst eine Einzeltherapie angefangen und wurde dann in eine Selbsthilfegruppe vermittelt. Das war quasi meine Rettung. Kann ich nur empfehlen. Begleitend dazu habe ich noch viel gelesen über Sucht und auch Geschichten von Süchtigen. Das war eine Mahnung, wie ich nie werden möchte oder aber hat mir Mut gemacht. Am meisten hat mich ein Buch von einem Polizisten und Spieler beeindruckt. Auf jeden Fall muss man irgendwas gegen die Sucht machen. Erster Schritt ist das outen. Danach kleine Schritte. Auf jeden Fall durchhalten!

LG SChmitti
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
ohje... die spielsucht kenn ich zur genüge. mit 14 angfangen. jetzt bin ich 33!!! hab in der zeit 6 stellig verloren, zwischendurch zwar auch mal mitlere 5 stellige beträge gewonnen (online) aber dann wird man richtig gierig und spielt dann mal schnell 10K€ auf 100€ einsatz in 1 stunde durch.das is die pure hölle.
hatte schon 3 mal ne fristlose kündigung für die wohnung weil ich die miete direkt mal mit verzockt hab.
tja bin dann auch in den "metallhandel" eingestiegen auf den ich jetzt mal nicht näher eingehen will und hab dafür sehr teuer bezahlt :roll: möchte nicht nochmal 4 mit testosteron aufgepumpte schlümpfe in der wohnung haben.
ich zock zwar immer noch aber nur mit dem was übrig bleibt nachdem alle rechnungen bezahlt sind. als zocker, und ich bezeichne mich selber schon als highroller weiss man sowieso das das eingezahlte geld im grunde weg ist und doch wird man gelockt mit kleinen und grösseren gewinnen aber auf dauer is es IMMER weg.

ich hoffe das ich da selber mal aus eigener kraft rauskomme. das gebietet mir mein stolz.