News Somalia: Mann wird zu Tode gesteinigt wegen Ehebruchs

News-Bot

klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 17.12.2009 um 18:19:00 Uhr veröffentlicht:
Somalia: Mann wird zu Tode gesteinigt wegen Ehebruchs
Shortnews

Der 48-jährige Mohamed Abukar Ibrahim wurde nach islamischen Recht, der "Scharia", zum Tode durch Steinigung verurteilt. Hierbei wird das Opfer bis zum Bauch im Boden eingegraben und anschließend bis zum Tod mit Steinen beworfen. Der Grund für dieses Urteil: Ehebruch. Seit Anfang 2009 herrscht in Somalia wieder das Recht der Scharia. Hierbei war das erste Opfer dieser Rechtssprechung das kleine Mädchen Aysha (13), welches zu Tode gesteinigt wurde, da sie von drei Männern vergewaltigt wurde und dies als außerehelicher S*x bezeichnet wurde. Laut "Amnesty International" wurden bisher drei Menschen in Somalia gesteinigt.
 
Das war heute sogar in einer Tageszeitung (weiß leider nicht mehr welche) zu lesen..war echt shcockiert als ich die dazugehörigen Fotos gesehen habe...das sind einfach nur mittelalterliche Foltermordmethoden...
 
Da hat Tiger "Schniedel-"Woods noch Glück gehabt.

Hätte er seinen privates 9-Loch-Spiel in Somalia gespielt, wäre es nicht bei einem Streich mit dem Driver geblieben...
 
Um es mal als Frau auszudrücken:
Sicherlich würden wir am Liebsten unseren untreuen Partner steinigen (nur wörtlich)....
Tun würde eine solche Grausamkeit wohl niemand *hoff*

Es gibt einfach unmenschliche Behandlungsmethoden in dieser Welt....

Und zu dem Mädchen:
Was kann das Mädchen dafür, dass es vergewaltigt wurde?!?
Da hätte man wohl die 3 Täter steinigen sollen :evil:
 
Tja, da fragt man sich doch warum es nicht möglich ist in einer deutschen Botschaft Asyl zu beantragen.

Staatliche Hoheit ist ja schön und gut, aber vielleicht sollte man sich an der ein oder anderen Stelle doch deutlicher zu den Menschenrechten bekennen, die man angeblich verteidigt. Das denke ich mir übrigens auch regelmäßig wenn ich über Nordkorea lese.
 
In Somalia von "staatlicher Hoheit" zu sprechen ist etwas gewagt - Meines Wissens nach gibt es auch keine dt. Botschaft...
 
Deutschland unterhält durchaus diplomatische Beziehungen zu Somalia (zuständig ist die deutsche Botschaft in Kenia) - ein Botschaftsgebäude gibt es allerdings nicht.

Gerade bei fehlender Staatlichkeit sollte doch die Bundesrepublik darauf hinwirken, dass fundamentale Menschenrechte gewahrt werden. Zumal es ja durchaus eine Regierung gibt, die international anerkannt ist und die darum auch hoheitliche Aufgaben wahrnehmen könnte.
 
@ Only-Dream: Nach der Scharia muß die Frau 3 (oder sind's 4?) unabhängige Zeugen bringen können, die aussagen, daß sie vergewaltigt wurde. Kann sie das nicht - und das kann sie fast nie - war's außerehelicher S*x, welcher mit Steinigung bestraft wird. Ich spar mir jetzt mal nen Kommentar dazu, sonst werd ich wieder "islamophob" genannt.

@ Gelber Kaefer: Die deutsche Botschaft in Somalia ist geschlossen. Es gibt auch keinen Konsular-Service dort.

https://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Somalia/Sicherheitshinweis.html

Außerdem kann ein schon zum Tode Verurteilter wohl kaum irgendwo um Asyl nachsuchen, weil er strengstens bewacht wird.
 
Deutschland unterhält durchaus diplomatische Beziehungen zu Somalia (zuständig ist die deutsche Botschaft in Kenia) - ein Botschaftsgebäude gibt es allerdings nicht.
Ist für einen Verurteilten ja auch ein Leichtes, von Somalia nach Kenia zu kommen... :roll:

Gerade bei fehlender Staatlichkeit sollte doch die Bundesrepublik darauf hinwirken, dass fundamentale Menschenrechte gewahrt werden. Zumal es ja durchaus eine Regierung gibt, die international anerkannt ist und die darum auch hoheitliche Aufgaben wahrnehmen könnte.

Die "Regierung" in Somalia hält sich mit Ach und Krach an der Macht - nicht zuletzt durch die Einführung der Sharia, weil das den Konflikt mit den starken fundamentalen Kräften ermöglicht hat.

Und da das Land nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs quasi keine Infrastruktur hat, ist das mit den "Hoheitlichen Aufgaben" auch eine ziemlich theoretische Forderung...
 
Außerdem kann ein schon zum Tode Verurteilter wohl kaum irgendwo um Asyl nachsuchen, weil er strengstens bewacht wird.

In meiner kleinen Welt müsste jemand, der in einem Land, dass für Ehebruch die Steinigung vorsieht, bereits nach dem Ehebruch in die deutsche Botschaft spazieren können, dort Asyl beantragen können und es dann gewährt bekommen.

Warum das? Ein solches Gesetz verstößt mindestens mal gegen die Artikel 3 und 5 der Menschenrechte. Es mag falsch sein anderen Ländern eigene Wertvorstellungen oktroyieren zu wollen - geschützt werden sollten die eigenen Wertvorstellungen dennoch. Sowohl im In- als auch im Ausland. Formal unterhält Deutschland zu Somalia diplomatische Beziehungen - auch wenn das in Somalia (durch Repräsentanz in einer Botschaft) aufgrund der innenpolitischen Verhältnisse zur Zeit angeblich nicht möglich ist. Aber es spielt ja eh keine Rolle - Asyl kann ja sowieso nur in Deutschland beantragt werden.

Die "Regierung" in Somalia hält sich mit Ach und Krach an der Macht - nicht zuletzt durch die Einführung der Sharia, weil das den Konflikt mit den starken fundamentalen Kräften ermöglicht hat.

Und da das Land nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs quasi keine Infrastruktur hat, ist das mit den "Hoheitlichen Aufgaben" auch eine ziemlich theoretische Forderung...

Ja, herrlich. Und die Konsequenz ist, dass wir uns solche Meldungen angucken und geschlossen Entsetzen zeigen. Ist das unsere Somalia-Strategie? Nein, natürlich nicht. Wir streichen auch noch die Entwicklungshilfemittel. Wenn die Leute dort wieder nur verhungern und sich nicht mehr gegenseitig umbringen sehen wir mal weiter. Ist in meinen Augen irgendwie nur die zweitbeste Lösung die man da anstreben sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
In meiner kleinen Welt müsste jemand, der in einem Land, dass für Ehebruch die Steinigung vorsieht, bereits nach dem Ehebruch in die deutsche Botschaft spazieren können, dort Asyl beantragen können und es dann gewährt bekommen.
Und in der realen Welt gibt es in Deutschland genug Leute, die genau das verhindern wollen. Drittstaatenregelung, Ausländerfeindlichkeit und Egoismus würden dafür sorgen, dass dieser Mann dann wieder abgeschoben würde. Man würde offiziell erklären, dass das nächste, sichere Land, Kenia oder Äthiopien gewesen wäre und er dahin hätte fliehen müssen. Dann würde man ihn in ein Flugzeug setzen und zurückschicken.

Marty
 
Die Sache hat aber auch nen Haken. Wenn sich rumspricht, daß man aufgrund eines Ehebruchs in Scharia-Ländern Asyl in Deutschland kriegt, dann werden in den Scharia-Ländern massenhaft Ehen gebrochen und Deutschland ist voll von Ehebrechern ausländischer Herkunft.

Und dann möcht ich nicht den Traffic von klamm.de bezahlen müssen, der allein durch die Postings zu den "kriminellen Ausländern" hier entsteht.
 
Warum denn Asyl in Deutschland oder Europa?

Wenn es nach einigen Imamen in UK geht kommt die Scharia direkt zu uns nach Europa - frei Haus! Inklusive Steinigung, Handabhacken und vielen weiteren, lustigen Strafen. :D
Es gibt sogar Bürgerinitiativen, die die Einführung der Scharia auf der Insel fordern.

Und ausserdem sind doch solche Steinigungen nix besonderes. :biggrin:
 
Das wusste der Typ vorher, also, wo ist das Problem?

Kurz vor Jahresende noch die netten Seiten des Opportunismus entdeckt oder wie? :ugly: Wie verträgt sich das mit Deinen Aussagen ...

So, sollen wir jetzt die Vergewaltigung in der Ehe und die Todesstrafe für Regimegegner erlauben, nur um die ungleiche Behandlung dieser Personengruppen im Orient und Okzident zu beseitigen?

und ...

Und ich denke eigentlich, dass wir Europäer4 aufgeklärt genug sind, um anderen als Beispiel zu dienen, und nicht, um uns an "rückständigen" Staaten ein Beispiel zu nehmen.

Wirklich erbärmlich.
 
Kurz vor Jahresende noch die netten Seiten des Opportunismus entdeckt oder wie?

Es war nur eine Feststellung, dass lokales Recht nicht automatisch ein Grund darstellt, Asyl zu beantragen.

Ob und was ich von solcher "Rechtssprechung" halte, steht auf nem ganz anderen Blatt...

Es gab auch mal nen Urteil eines deutschen Gerichts zum Thema Asylant aus Somalia...

Asyl abgelehnt.
Grund: Da herrscht Anarchie, ergo kann es keine politische Verfolgung geben.

gruss kelle!
 
@(Bier)Kelle

Mir ist schon klar, das niemand aus Somalia bei uns Asyl erhalten wird. Das allerdings ist so, weil unser Asylrecht mies ist.

Er hätte es dennoch verdient, denn Artikel 3 und 5 (mindestens die) der Menschenrechte werden verletzt. In unserem Wertesystem ist Ehebruch kein Vergehen, das mit dem Tod bestraft werden kann und erst Recht nicht mit einer so brutalen Methode wie einer Steinigung. Wer also ein Ehebrecher ist muss in Somalia um sein Leben fürchten und zwar aufgrund in unseren Augen illegitimer Gesetze (die ja nun politisch gesetzt sind). Er hat damit Asyl von uns verdient. Zumindest würde ich das als gerecht empfinden.
 
@ komerzhasi: Zumindest hat sich in Deutschland schonmal die Erkenntnis durchgesetzt, daß die drohende Beschneidung von Mädchen ein Asylgrund ist. Man muß aber sagen, daß Praktiken wie Steinigung wg. Ehebruchs oder Beschneidung von Mädchen derart weit verbreitet sind, daß wir gar nicht alle Asylberechtigten aufnehmen könnten.
 
Er hätte es dennoch verdient, denn Artikel 3 und 5 (mindestens die) der Menschenrechte werden verletzt. In unserem Wertesystem ist Ehebruch kein Vergehen, das mit dem Tod bestraft werden kann und erst Recht nicht mit einer so brutalen Methode wie einer Steinigung.

Hmmm...
In Deutschland ist die Todesstrafe zum Glück abgeschafft.
Ich glaube diverse Leute setzen sich auch aktiv für die weltweite Ächtung selbiger ein.

Deine Ausführungen etwas weitergedacht, müssten deutsche Beamte dann irgendwann entscheiden, welche Art der Hinrichtung bei welchem Vergehen in welchem Land ein Asylgrund ist, oder andersrum, wo ist Deutschland für Hinrichtungen, wo nicht.

Will man das wirklich?

Wer also ein Ehebrecher ist muss in Somalia um sein Leben fürchten und zwar aufgrund in unseren Augen illegitimer Gesetze (die ja nun politisch gesetzt sind).

Fremdvögeln ist erstmal kein grundlegendes Menschenrecht.
Dass ein Land selbiges verbietet, ist für mich jetzt erstmal nichts verwerfliches.
Gerade wenn man bedenkt, dass fremdvögeln ja auch hier zu Lande zu Mord und Totschlag führt.

Er hat damit Asyl von uns verdient. Zumindest würde ich das als gerecht empfinden.

Naja, Asyl hat immer noch etwas mit politischer Verfolgung zu tun, die hier nun mal nicht vorliegt...

gruss kelle!