Sind Schimmelexperten unter Euch?

Ich glaube auch das das Problem ein selbstgemachtes ist. Zusammenspiel aus falschem(zuwenig und wenn zu lang) Lüften, knauserigem Heizen(ausgekühlte Wände an denen Feuchtigkeit niederschlägt) und der Wäsche/abgegebenen Feuchtigkeit der Bewohner ist.
Wäsche innen zu trocknen, wenn selbst in "nur" bewohnten Räumen die Fenster beschlagen und die Wände sowieso schon feucht sind ist schon irgendwie ... fahrlässig :ugly:.

Ich habe mich jetzt an mehrere Ratschläge von Euch gehalten, obwohl ich vorher schon regelmässig gelüftet habe, habe ich noch mehr gelüftet immer für ca. 5 Min.. Vorallem Morgens wenn ich aufstehe, und Abends wenn ich schlafen gehe, wird stoßgelüftet. Und zwischendurch mindestens auch nochmal 3x täglich bei auf Kipp gestellte Fenster.

Zudem habe ich jetzt ein Hygrometer, das zeigt mir eine Luftfeuchtigkeit von über 60% an, dann stoßlüfte ich für ca. 5 Min. und lasse es auf 54% runter gehen.
10 Min. nachdem die Fenster wieder geschlossen sind, habe ich ohne das sich feuchte Wäsche in der Wohnung befindet, wieder über 60%.
Das Ganze habe ich z.B. Gestern getestet. Da waren wir auf dem Weihnachtsmarkt, demnach befand sich stundenlang niemand in der Wohnung.
Die Luftfeuchtigkeit lag dennoch über 60%!!!
Und wir haben vorher extra nochmal stoßgelüftet.

Ich heize regelmässig, laut des Hygrometers sind es im Wohnzimmer 21° und im Bad, sowie Kinderzimmer auch.
Ich habe auch keine Pflanzen in der Wohnung. Woher also, kommt diese hohe Luftfeuchtigkeit, die immer wieder kommt nach dem lüften?

Ausserdem, wo soll man sonst trocknen? Ich habe nur einen Balkon, und in den letzten Tagen hat es hier geregnet oder geschneit.
Mein Keller ist zu klein bzw. zu schmal. Und sonst gibt es hier keine Möglichkeit.
 
Und zwischendurch mindestens auch nochmal 3x täglich bei auf Kipp gestellte Fenster.
Lass das, pure Verschwendung. Lüften nur mit richtig offenen Fenster, gekippte Fenster bringen nichts.

Zudem habe ich jetzt ein Hygrometer, das zeigt mir eine Luftfeuchtigkeit von über 60% an, dann stoßlüfte ich für ca. 5 Min. und lasse es auf 54% runter gehen.
Der Wert ist in Ordnung. Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass es um relative Luftfeuchtigkeit geht. Das bedeutet, dass 60% Luftfeuchte bei 15° (nach dem Lüften) deutlich weniger Wasser in der Luft bedeutet als 60% bei 21°.

10 Min. nachdem die Fenster wieder geschlossen sind, habe ich ohne das sich feuchte Wäsche in der Wohnung befindet, wieder über 60%.
Das kommt davon, dass sich der Raum dann durch die Heizung wieder aufheizt und dabei Feuchtigkeit aus den Wänden verdunstet und aus anderen Dingen, die eine "leichte" Grundfeuchtigkeit besitzen.

Wenn Du das längere Zeit durchhälst mit dem Lüften, dann ist diese Feuchtigkeit weg und Du wirst merken, dass die Luftfeuchtigkeit dann konstant niedrig bleibt.
Am Anfang muss halt jetzt mal die Feuchte aus den Wänden.

Ich heize regelmässig, laut des Hygrometers sind es im Wohnzimmer 21° und im Bad, sowie Kinderzimmer auch.
Reicht völlig.

Ausserdem, wo soll man sonst trocknen? Ich habe nur einen Balkon, und in den letzten Tagen hat es hier geregnet oder geschneit.

Ich trockne auch in der Küche und habe keine Probleme mit der Feucht. In dem Raum, wo die Wäsche steht, Türen geschlossen halten und deutlich öfter lüften. Dir muss nur klar sein, dass das auf die Heizkosten geht und mal nachrechnen, wann ein Trockner günstiger würde.

60% Luftfeuchte sind kein Problem, solange die Temperatur im Raum konstand bleibt. Problematisch wird es, wenn extrem kalte Stellen an den Wänden vorhanden sind. Der Taupunkt liegt bei 21° und 60% Feuchte bei 12,9°. Wenn Du also Stellen hast, die kälter sind, wird sich das Wasser da niederschlagen. Dann muss die Feuchtigkeit noch weiter runter.

Hier noch ein Link: https://www.holzfragen.de/seiten/taupunkt.html

Marty
 
Ich möchte auch mal kurz was dazu schreiben, wenn du das ganze richtig beschleunigen willst, dann investiere ein paar Euro und miete für eine Woche einen Luftentfeuchter ( zB. so einen Luftentfeuchter/Raumlufttrockner. Der Stromverbrauch ist Human und die Leistungen sind enorm.
Dann hast du deine Wände ganz schnell trocken und du hast Ruhe. Natürlich nur solange, wie du "richtig" lüftest und heizt
 
Also eine Lösung die jetzt zwar so um die 150 € kostet sich aber in ca 2 Jahren rechnet wäre ein Luftentfeuchter. Rechnet sich dadurch das die Strom kosten für das Gerät geringer sind als die mehr kosten für Heizung. Von was ich abrate ist so eine Art von Granulat das es zu kaufen gibt, den da muß man ständig das Zeug nachkaufen somit rechnet es sich auf dauer nicht.
Beim kauf vor allem auf die Raumgrösse achten.
hier mal ein Beispiel für 80 m²

Binks
lol der beitrag über meinem war noch nicht da als ich meinen geschrieben habe :)
 
Diese elektrischen Luftentfeuchter sind aber so effektiv auch nicht. Das verlinkte Gerät schafft 10l/Tag, aber auch nur bei 30° und 80% Luftfeuchtigkeit. Die dürfte kaum jemand in Wohnräumen haben.

Dazu kommt ein Stromverbrauch zwischen 100 und 200 Watt. Ein Dauerbetrieb dürfte ganz schön ins Geld gehen, da sind die kleinen Plastiboxen mit Granulat vermutlich doch billiger.

Und einmal Stosslüften transportiert fast mehr Wasser mit der warmen Raumluft nach draussen als so ein Gerät an einem Tag ausfiltert.

Gruss
Marty
 
Und einmal Stosslüften transportiert fast mehr Wasser mit der warmen Raumluft nach draussen als so ein Gerät an einem Tag ausfiltert.

wenn 1 Kubikmeter Luft bei 20 Grad 17.3 Gramm Wasser aufnehmen kann dann passen in meine 160 Kubikmeter grad mal 2760 ml bei 100 %, bei meinen üblichen 60 % sind überhaupt nur 1660 ml im Ganzen drin also bekomme ich mit einmal lüften garantiert weniger als 1 Liter Wasser raus

O.K. ich weiß nicht welches Loft Du da zu belüften hast, aber annähernd 10 Liter Wasser/Lüftung rauszubekommen scheint mir etwas optimistisch
 
Zuletzt bearbeitet:
wenn 1 Kubikmeter Luft bei 20 Grad 17.3 Gramm Wasser aufnehmen kann dann passen in meine 160 Kubikmeter grad mal 2760 ml bei 100 %, bei meinen üblichen 60 % sind überhaupt nur 1660 ml im Ganzen drin also bekomme ich mit einmal lüften garantiert weniger als 1 Liter Wasser raus
Mag sein. Und wieviel meinst Du, schafft so ein Entfeuchter dann, auf dem steht, er schafft 10 Liter?

Marty
 
Mag sein. Und wieviel meinst Du, schafft so ein Entfeuchter dann, auf dem steht, er schafft 10 Liter?

Marty

spontan würd ich tippen das er in Wirklichkeit darauf auslegt ist die 2,9 Liter Tankinhalt auch nur maximal einmal am Tag zu füllen ...jo hast ja recht


ich für meinen Teil hab jedenfalls rausgefunden das es ziemlich egal ist ob ich 1 mal oder 3 mal am Tag lüfte die Luftfeuchtigkeit geht so gut wie nie über 60 % und Schimmel kommt jedes Jahr im Winter an nen paar kalten Stellen und das läßt sich auch nicht weglüften :roll:
 
ich für meinen Teil hab jedenfalls rausgefunden das es ziemlich egal ist ob ich 1 mal oder 3 mal am Tag lüfte die Luftfeuchtigkeit geht so gut wie nie über 60 %
Ich messe schon mal bei mir an den gefährdeten Stellen. Während mitten im Raum 21° mit 53% gemessen werden, werden in den Ecken, wo der Schimmel auftritt, 16° mit 69% gemessen. Und das sind schon Werte, wo man reagieren sollte. Da hilft dann lüften. Zumindest für ein paar Stunden, bis sich die warme Luft aus dem Raum auch wieder in die Ecken verteilt hat.

Der Schimmel tritt immer da auf, wo folgende Punkte zutreffen:
1. Kühle Aussenwand.
2. Raum, wo weniger gelüftet wird
3. Irgendwelche Möbel stehen direkt vor der Wand.

Gerade bei 3. erwische ich mich immer wieder, dass ich im Sommer irgendwas gegen so eine Wand stelle und dann im Winter vergesse, dass dort wegzuräumen oder zumindest von der Wand wegzustellen. Dort sind die idealen Plätze für den Schimmel.

Das ist aber dann meist nur oberflächlicher Schimmel, der sich wegwischen lässt. Sobald der schwarz wird, sollte man einen Fachmann holen.

Marty
 
Der Luftentfeuchter den ich als Beispiel aufgeführt habe schaft 10l in 24h bei 80m² (und warscheinlich einer sehr hohen Luftfeutigkeit).

Wenn man nun euer rechenbeispiel nehmen würde wäre es ja eigentlich unmöglich da die 80m² keine 10l Wasser aufnehmen können.
Ihr rechnet aber falsch.
Der Luftentfeuchter entzieht der Luft einen teil des Wassers um die Rechnung von Loshai zu nehmen:
160 Kubikmeter grad mal 2760 ml bei 100 %,
bei meinen üblichen 60 % sind überhaupt nur 1660 ml

Interesant sind dabei nur die 60% und 1660 ml
Der Luftentfeuchter entzieht nun der Luft 166 ml
somit sinkt die Luftfeutigkeit auf 50% ( eine folge dadurch ist das der Mensch die Umgebungstemperatur als wärmer empfindet und die Heizung um ca 2° gesengt werden kann.)
Da aber durch z.B. Planzen, Tiere, Personen oder eben dem normalen Luftaustausch wird die Luftfeuchtigkeit langsam wieder auf 60% erhöht die eben der Luftentfeuchter wieder der Luft entzieht.
Das ist in etwa so wie wenn ihr euch einen Eimer vorstellt in den ständig ein Wassertropfen fällt und ihr mit einem Löffel nur dafür sorgt das der Eimer nicht zu voll wird. Je nachdem in welchen abständen die Tropfen fallen müsst ihr einmal wenig oder eben viel abschöpfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wenn ich alle zwei Stunden mal das Fenster aufmache, hat das genau denselben Effekt. Mit einem Unterschied: Ich zahle für das lüften keinen teuren Strom.

Marty
 
Ihr rechnet aber falsch.

ich hab doch nicht falsch gerechnet, hab nur ausgerechnet das ich mit einmal lüften niemals annähernd 10 Liter Wasser aus der Wohnung bekommen kann


das da auf natürlichen Weg was nachkommt ist schon klar


Ich messe schon mal bei mir an den gefährdeten Stellen. Während mitten im Raum 21° mit 53% gemessen werden, werden in den Ecken, wo der Schimmel auftritt, 16° mit 69% gemessen. Und das sind schon Werte, wo man reagieren sollte. Da hilft dann lüften. Zumindest für ein paar Stunden, bis sich die warme Luft aus dem Raum auch wieder in die Ecken verteilt hat.

Der Schimmel tritt immer da auf, wo folgende Punkte zutreffen:
1. Kühle Aussenwand.
2. Raum, wo weniger gelüftet wird
3. Irgendwelche Möbel stehen direkt vor der Wand.

bei mir tritt der Schimmel immer an den Stellen direkt neben meinen alten Fenstern auf an denen es extrem kalt wird, passiert nicht auf breiter Front sondern immer an bestimmten Stellen und an denen merkt man auch das es zu kalt ist....

die Fenster müssen auch raus und wenn ich mich beim Vermieter dies Jahr drum gekümmert hätte dann hätte ich schon neue aber eigentlich wollte ich diesen Winter nichtmehr hier wohnen und hätte mir dann ne Baustelle + leichte Mieterhöhung umsonst aufgebürdet

bei meiner alten Wohnung hab ich weniger gelüftet als hier und niemals Schimmel gesehen
 
Zuletzt bearbeitet:
Du wirst durch neue Fenster das Problem nur verstärken. Wenn die Wand direkt neben den Fenstern kalt ist, dann waren die bisher noch wenig befallen, weil viel Feuchtigkeit durch die undichten alten Fenster entwichen ist. Bekommst Du jetzt neue, isolierte, dann kann da die Feuchtigkeit nicht mehr raus und sie schlägt sich noch viel mehr an der kalten Wand nieder. Genau dieses Problem habe ich ja.

Früher kondensierte das Wasser an der (eiskalten) Einfachverglasung und lief runter. Da war im Rahmen sogar extra eine Ablaufrinne mit Loch nach aussen, da konnte das Wasser rauslaufen.

Heute sind die Fenster dreifachverglast mit Isoschutz, die sind innen wärmer als die Wand daneben. Jetzt schlägt sich das Wasser an der Wand nieder, dringt aber in die Wand ein und bildet Schimmel. Da hilft dann nur noch lüften.

Wie arbeitet denn ein Entfeuchter. Bildet der einen künstlichen Taupunkt, wo sich dann die Feuchtigkeit niederschlägt und gesammelt wird?

Marty