News Sextäter in Heinsberg stimmt Therapie zu

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25 April 2006
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[N] Sextäter in Heinsberg stimmt Therapie zu

Folgende News wurde am 12.03.2009 um 12:40:06 Uhr veröffentlicht:
Sextäter in Heinsberg stimmt Therapie zu
DPA-News

Heinsberg (dpa) - Der aus der Haft entlassene und rückfallgefährdete Sextäter in Heinsberg will freiwillig in Therapie gehen. «Herr D. hat eingewilligt, eine Therapie in einer geschlossenen Einrichtung zu machen», sagte Landrat Stephan Pusch (CDU) am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung. «Wir arbeiten unter Hochdruck einen Therapieplatz zu finden», sagte Pusch vor rund 300 Menschen. Der Landrat hatte die Bevölkerung vor dem Mann gewarnt, der nach seiner Haftentlassung in ein Heinsberger Dorf zu Verwandten gezogen war. Der 57-Jährige wird von der Polizei rund um die Uhr beobachtet. Trotzdem haben Menschen in dem Ort mit rund 1400 Einwohnern Angst. Mit dieser überraschenden Nachricht nahm der Landrat den Zündstoff aus der Versammlung. Aus den Fragen der Bürger klang große Sorge und Unsicherheit. Tagelang hatte es in dem Dorf kein anderes Thema gegeben. Immer wieder hatten die Menschen vor dem Haus protestiert, in dem sich der 57-Jährige seit rund einer Woche aufhält. Die Polizei habe in der Zeit im ständigen Kontakt mit der Familie und mit dem entlassenen Häftling gehabt. «Er hat erkannt, dass ein Verbleiben unmöglich ist», sagte Pusch. Der Mann habe gesagt, dass er freiwillig in Therapie gehen werde. «Ich hoffe, dass diese Bereitschaft bestehen bleibt», sagte Pusch. Der Mann könne die Behandlung aber jeder Zeit abbrechen. Pusch und der Ortsvorsteher Heinz Franken appellierten an die Bürger, ihre Demonstrationen einzustellen, um Neonazis keine Plattform zu geben. Die NPD hatte vergangenes Wochenende in dem Ort gegen den 57-Jährigen demonstriert. Heinsberg brauche diese «braune Soße» nicht, um seine Interessen zu vertreten. Für seine außerhalb von Heinsberg umstrittene Entscheidung, die Dorfbewohner über den Aufenthalt des Ex-Häftlings zu informieren, erhielt er an dem Abend viel Lob und Beifall. Der entlassene S*x-Täter hatte drei Mädchen vergewaltigt. Dafür hatte er insgesamt 20 Jahre Haft verbüßt. Gutachter halten den Mann immer noch für gefährlich und bescheinigten ihm ein Rückfallrisiko. Trotzdem lehnte das Landgericht München einen Antrag auf nachträgliche Sicherungsverwahrung ab. Dazu läuft noch ein Rechtsverfahren.
 
Ich wohne rund 5 Km von Heinsberg-Randerath entfernt und bin froh, dass er endlich einer Therapie zustimmt.
Im ganzen Kreis gibt es kein Anderes Thema mehr. Jeden Abend, ab ca. 17 Uhr werden alle Eingänge des Ortes durch Querstehende Polizeifahrzeuge abgesperrt. Ich hoffe die Situation beruhigt sich bald.

Gruß Jens
 
Hätte der depperte Landrat einfach seine Fresse gehalten, wäre alles gut gewesen...

Aber naja, CDU, erwarten kann man da nicht wirklich viel.

gruss kelle!
 
Nee, da bin ich anderer Meinung.
Ich bin froh, dass die Bevölkerung gewarnt wurde. Er hat immerhin Junge Mädchen die Geschlechtsteile zusammengenäht, und du hast trotzdem Mitleid mit den armen Mann??
 
Freunde von mir wohnen in Hückelhoven, also gleich nebenan. Die haben auch eine kleine Tochter und echt Angst gehabt. Schön wenn das bald vorbei ist.
 
... und du hast trotzdem Mitleid mit den armen Mann??

Es geht nicht um Mitleid.

Erstmal hat es der Landrat geschafft, der NPD ein Forum zu bieten, was ja schon mal ein Erfolg schlechthin ist.

Das wesentliche ist aber, dass wir in einem Rechtsstaat leben.
Der Mann hat Verbrechen begangen, die aufgeklärt wurden.
Er wurde rechtskräftig verurteilt und hat seine Strafen abgesessen.

Den Mann danach öffentlich an den Pranger zu stellen, inklusive seiner Verwandschaft, ist in meinen Augen alles andere als konform mit rechtsstaatlichen Prinzipien.

Und dass Kindesmissbrauch zu ca. 80% im familiären Umfeld geschieht, nie zur Anzeige kommt, und somit die Kinderschänder von morgen herangezogen werden, das interessiert mal wieder keinen.

gruss kelle!
 
Hätte der depperte Landrat einfach seine Fresse gehalten, wäre alles gut gewesen...

Aber naja, CDU, erwarten kann man da nicht wirklich viel.

gruss kelle!

Hat mal wieder den Hang zur Selbstjustiz gezeigt, der überall gerne vorherrscht...wenn nichts besonderes passiert, ist der Rechtsstaat schön und gut, aber wenn ein "Monster" nebenan wohnt, dann nimmt man's lieber selbst in die Hand....:mad:
 
So kann man schon argumentieren, wenn man nicht dort wohnt... 8)

So kann man argumentieren, wenn man nicht betroffen ist.. gilt aber für beide Seiten.

Wer nach deutschem Recht eine Straftat begangen hat, und dafür im Knast gesessen hat bzw. sonstwas machen musste gilt danach als normaler Mensch.
Ihn an den Pranger zu stellen ist in keinster Weise angemessen.
Wenn befürchtet wird, dass er eine Gefahr darstellt, soll er entweder im Knast/Psychatrie bleiben (vom Gericht her) oder meinetwegen kann der Herr Landrat dafür sorgen, dass die Polizei den Kerl beobachtet.
 
Mithäftlinge haben Jahrelang Kontakt zu ihn gehabt und er meint er würde sich rächen.
Er hat er Kinderfotos aus Zeitschriften ausgeschnitten und gesagt "Frisches Fleisch ist besser als altes Fleisch"!
Therapeuten sagen, er sei Akut - Rückfallgefährdet!

Leute, was soll sonst noch alles für einen Rückfall sprechen???
 
Dann zurück zum Thema:
Soeben ist bekannt geworden, dass der ehemalige Sexualstraftäter die Therapie zunächst abgesagt hat und dass er zurück in Heinsberg ist.
Quelle: WDR - Lokalzeit aus Aachen
 
Nein, nicht im Ernst oder? Wie kann er nur. Kann man den nicht zwingen? Weil ständig in Begleitung von Zivilpolizei zu sein kostet den Steuerzahler ja auch tausende.
 
Dann zurück zum Thema:
Soeben ist bekannt geworden, dass der ehemalige Sexualstraftäter die Therapie zunächst abgesagt hat und dass er zurück in Heinsberg ist.
Quelle: WDR - Lokalzeit aus Aachen

Auf den Videotextseiten vom WDR wird genau das Gegenteil behauptet und ein Polizeisprecher hat vorhin noch die Therapiebereitsschaft des Mannes bestätigt.
 
Dann zurück zum Thema:
Soeben ist bekannt geworden, dass der ehemalige Sexualstraftäter die Therapie zunächst abgesagt hat und dass er zurück in Heinsberg ist.
Quelle: WDR - Lokalzeit aus Aachen
Am Sonntag hieß es bei Spiegel-TV, daß er eine Therapie machen wolle, daß aber es aus finanziellen Grümdem keine freien Plätze gibt. :roll:
 
Muss mich da nochmal schlau machen. Im Moment als ich es geschrieben hab, lief es gerade im TV.

Zu den Kosten:
Es sind 30 Polizisten im Wechseldienst rund um die Uhr zur Bewachung da.

Bild sagt - Kosten: Ca. 100.000 € im monat
 
Ja, da sagste was.
Genau so stand's auch bei uns in der Tageszeitung...
Die sind eigentlich zum Schutz der Bevölkerung da - nach den ersten Tagen allerdings musste der Mann beschützt werden.

Gruß Jens
 
Tja, wieviel davon wohl zum "Schutz" der Bevölkerung und wieviel davon zum Schutz des Mannes vor dem Mob da sind.

Ein paar davon wären auch da, wenn der Landrat nichts gesagt hätte. Bei rückfallgefährdeten Ex-Tätern wird zum Teil jahrelang überwacht, um bei einem Rückfall einzuschreiten.

Problem ist halt hier, dass man die Fristen für die Beantragung einer geschlossene Unterbringung verpennt hat. Und die Polizei darf es jetzt wieder ausbaden durch zusätzliche Stunden für solch eine Überwachung.

Bisher hat es übrigens keinerlei Versuche der Selbstjustiz gegeben. Ein Schutz des Mannes war also bisher nicht nötig.

Marty