Selbstständigkeit od. Gewerbe od. beides?

Kommt hat drauf an ob sich das lohnt, ich selbst hab nur wenig Buchungen, deswegen ist Excel (bzw. OpenOffice) ganz ok.

Ich weiß nur noch net ob ich die Einkommenssteuererklärung hinbekomm...
 
Naja,

also ich hab zwar noch nie ne Steuererklärung gemacht, aber generell ändert sich doch nicht viel, wenn man nen Kleinsgewerbe hat, oder? Weil Einnahmenüberschussrechnung (heißt die so?) ist doch nicht viel, wie mein Vater (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer) mir heute mitgeteilt hat und den Gewinn, der dort steht, übernimmst du einfach in die Steuererklärung als Gewinn aus Gewerbebetrieb.

Jedenfalls müsste das so sein, wenn ich in Bilanzierung & Steuern richtig aufgepasst habe :D

PlaciD
 
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deswegen sage ich ja das ist nix ;)
Also meine habe ich so in 10 Min fertig, da brauche ich für die Buchführung etc. schon nen Tag. Und dennoch drück ich mich davor immer, ih mache lieber was anderes, bis die ankommen und Mahnen ;)
 
Weil Einnahmenüberschussrechnung (heißt die so?) ist doch nicht viel, wie mein Vater (Steuerberater/Wirtschaftsprüfer) mir heute mitgeteilt hat und den Gewinn, der dort steht, übernimmst du einfach in die Steuererklärung als Gewinn aus Gewerbebetrieb.
Sieh die Sache mal von der parktischen Seite: Du eröffnest Deinen Gewerbebetrieb, hängst Dich richtig rein, programmierst wie ein Weltmeister und verkaufst Deine www-Seiten/das Projekt für beispielsweise 10.000,- Euro.

Wenn Du nur die 10.000,- Euro Einnahmen als einzige Buchung im Jahr hast, kannst Du Deine Gewinn- und Verlustrechnung und die Anlage GSE der Einkommenssteuererklärung in einer Minute ausfüllen.

Aber willst Du das wirklich? - Willst Du wirklich die kompletten 10.000,- Euro versteuern und dafür... je nach Deiner persönlichen Situation... 3.000, 4.000 oder 5.000,- Euro Einkommenssteuer ans Finanzamt abführen? - Die Hälfte Deiner sauer verdienten Kohle weg... für Papa Staat? - Der macht nix, Du hast die Arbeit, und am Ende wird die Kohle 50:50 geteilt???

Also brauchst Du Ausgaben. Idealerweise genauso viele Ausgaben wie Einnahmen. Aber woher nehmen, wenn man als Programmierer zuhause sitzt und eigentlich nichts braucht??? - Ok, man kauft sich mal einen neuen Kugelschreiber... 1,29 Euro Ausgabe. - Und eine neue Patrone für den Drucker... 35,80 Euro Ausgabe. Kauft eine Briefmarke... 55 Cent Ausgabe...

Was meinst Du, wie viele Buchungen brauchst Du um die 10.000,- Euro Einnahmen mit Ausgaben auszugleichen? - Du hast die freie Wahl: Ausgaben bringen, oder Steuern zahlen...

Und genau DAS ist der Grund, warum eine Gewinn- und Verlustrechnung etwas umfassender sein kann als das Ausfüllen der Anlage GSE.
 
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Alles in allem sind das erstmal meine Fragen. Ich hoffe, ich finde einige Antworten :D
Mal ein genereller Tipp von mir:

99% aller Existenzgründungen scheitern, speziell in der Gründungsphase, weil die Sache wieder verworfen oder nie ein Gewinn erzielt wird.

Du brauchst Dir erst dann Gedanken über die gesetzeskonforme Versteuerung / Anmeldung eines Gewerbes machen, wenn Du auch wirklich absehen kannst, dass Du Einnahmen haben wirst.

Verdien doch einfach erst mal Geld. - Versuch mal eine selbständige/gewerbliche Leistung zu bringen, für die andere Dich auch wirklich bezahlen. Und einen Tag, genau einen Tag vorher, bevor Du Deinen ersten Euro überwiesen bekommst, da meldest Du Dein Gewerbe an. Dieses Vorgehen erspart Dir und Gevatter Staat eine Menge Arbeit.

Wenn Du Dein Gewerbe gründest kannst Du auch Ausgaben die Du im Vorfeld der Geschäftsgründung hattest (der Kugelschreiber, die Briefmarke, die Druckpatrone) als Betriebsausgabe geltend machen.
 
Sieh die Sache mal von der parktischen Seite: Du eröffnest Deinen Gewerbebetrieb, hängst Dich richtig rein, programmierst wie ein Weltmeister und verkaufst Deine www-Seiten/das Projekt für beispielsweise 10.000,- Euro.

Wenn Du nur die 10.000,- Euro Einnahmen als einzige Buchung im Jahr hast, kannst Du Deine Gewinn- und Verlustrechnung und die Anlage GSE der Einkommenssteuererklärung in einer Minute ausfüllen.

Aber willst Du das wirklich? - Willst Du wirklich die kompletten 10.000,- Euro versteuern und dafür... je nach Deiner persönlichen Situation... 3.000, 4.000 oder 5.000,- Euro Umsatzsteuer ans Finanzamt abführen? - Die Hälfte Deiner sauer verdienten Kohle weg... für Papa Staat? - Der macht nix, Du hast die Arbeit, und am Ende wird die Kohle 50:50 geteilt???

Also brauchst Du Ausgaben. Idealerweise genauso viele Ausgaben wie Einnahmen. Aber woher nehmen, wenn man als Programmierer zuhause sitzt und eigentlich nichts braucht??? - Ok, man kauft sich mal einen neuen Kugelschreiber... 1,29 Euro Ausgabe. - Und eine neue Patrone für den Drucker... 35,80 Euro Ausgabe. Kauft eine Briefmarke... 55 Cent Ausgabe...

Was meinst Du, wie viele Buchungen brauchst Du um die 10.000,- Euro Einnahmen mit Ausgaben auszugleichen? - Du hast die freie Wahl: Ausgaben bringen, oder Steuern zahlen...

Und genau DAS ist der Grund, warum eine Gewinn- und Verlustrechnung etwas umfassender sein kann als das Ausfüllen der Anlage GSE.

Genau das gleiche mache ich aktuell bei der Einkommenssteuer... Is auch nicht viel mehr als 1 Stunde, wenn man während dem Jahr alles schön abheftet. Einfach die Belege durchgehen, alles schön in ne Excel-Tabelle, fertisch.

Achja, jedes Jahr nen neuen PC als Programmierer ist wohl Pflicht :) und 2 Wochen Bahamas sind Kundenaquise... Jedenfalls laut unserem Steuern Prof.

PlaciD
 
Genau das gleiche mache ich aktuell bei der Einkommenssteuer...
Wo zum Geier braucht man bei der normalen Einkommenssteuer eine G/V-Rechnung???

Is auch nicht viel mehr als 1 Stunde, wenn man während dem Jahr alles schön abheftet.
Die Arbeitsmenge wird nicht weniger, egal ob man wöchentlich eine Stunde oder 1x im Jahr 52 Stunden am Stück mit dem Buchen der Belege verbringt. Man muss da schon den effektiven Gesamtaufwand sehen, alles andere sind Milchmädchenrechnungen.

Achja, jedes Jahr nen neuen PC als Programmierer ist wohl Pflicht
Klar. Kannst Dir auch jede Woche einen kaufen. DU bist der Unternehmer und DU entscheidest, was Du mit Deinen Einnahmen machst.

Bei eigenständig nutzbaren Anschaffungen über 409,- Euro nur daran denken, muss abgeschrieben, also über das Inventarabschreibungsbuch. So'n PC-System zum Beispiel derzeit 3 Jahre. Wenn Du Dir also heute für 1.000,- Euro einen neuen PC kaufst hast Du nicht heute 1.000,- Euro Betriebsausgabe.

und 2 Wochen Bahamas sind Kundenaquise... Jedenfalls laut unserem Steuern Prof.
Für erste 50.000,- Euro Betriebsausgaben im Jahr braucht man keinen Bahamas Urlaub, die lassen sich auch anders absetzen. Ich würde allerdings nie meine Geburtstagsparty als Bewirtungskosten absetzen wollen. So'n Steuerprüfer schläft auch nicht auf dem Baum. Die Jungs und Mädels wissen auch schon wo besch..., äh... geschmummelt wird.
 
Ich hab mir nen Lappy gekauft und setz den nun schön über 3 Jahre ab...sind jedes Jahr schon mal ~ 500 Euro...dazu noch anteilig Telefon und Internet...
 
Wo zum Geier braucht man bei der normalen Einkommenssteuer eine G/V-Rechnung???

Ich weiß garnicht wo du die G/V hernimmst, wir reden die ganze Zeit von einer Einnahmen/Ausgabenrechnung, welche ich bei der Einkommenssteuer auch mache, sofern ich nicht den Pauschbetrag von 912€ in Anspruch nehme und einfach nur noch die Einnahmen minus Pauschbetrag rechne.

Bei eigenständig nutzbaren Anschaffungen über 409,- Euro nur daran denken, muss abgeschrieben, also über das Inventarabschreibungsbuch. So'n PC-System zum Beispiel derzeit 3 Jahre. Wenn Du Dir also heute für 1.000,- Euro einen neuen PC kaufst hast Du nicht heute 1.000,- Euro Betriebsausgabe.

Das gibt es so nur noch dieses Jahr. Ab 2008 gehen Geringwertige Wirtschaftsgüter nur noch bis 150€.
Siehe hier: https://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/stsp0089.htm

Alles darüber bis zu einem Betrag X, der mir nicht mehr einfällt, wird übers Jahr gesammelt und dann als Gesamtbetrag 5 Jahre lang abgeschrieben, für jedes Jahr ein Gesamtbetrag.

Ansonsten kommen wir jetzt gerade arg OT, solche Steuerdinge bedürfen dann doch eines eigenen Threads ;) Hier soll's ja eher um die Unternehmensgründung gehen :)

PlaciD
 
An den Schwachmaten, der meinte mit den anonymen roten Popel reinwürgen zu müssen:
soviel inkompetenz hab ich selten gesehen. 10.000 Euro Einnahmen und 5.000 Euro Umsatzsteuer??? Aus welchem Land kommst du denn?
Mal abgesehen davon, dass ich es absolut arm finde, wenn man seine Meinung nicht öffentlich kundtut, sondern lieber anonyme Hiebe verteilt, würde ich es mir an Deiner Stelle mal überlegen, ob es gerechtfertigt ist, andere Leute der "Inkompetenz" zu bezeichnen, nur weil Du nicht in der Lage bist ein Szenerio zu kreieren, wo 10.000,- Euro Gewerbeeinnahmen mit 5.000,- Einkommenssteuer besteuert werden.

(Die Umsatzsteuer beträgt a) immer 19% und ist b) für den Vorgang hier ja absolut unerheblich, da hier ja jemand ein Kleingewerbe eröffnen möchte.)

Wenn man genug andere Einkünfte hat (es soll ja noch ein paar Leute geben die nicht von Hartz IV oder Bafög leben) ergibt sich in Deutschland nun mal dieser Steuersatz für die Einkommenssteuer. - Wäre nur mal schön wenn Du nachdenken würdest bevor Du andere anplärrst.

Und solche anonymen Popel finde ich zum KOTZEN!
 
Also ich weiß ja net aber der Spitzensteuersatz ist doch unter 50% oder hat sich da doch soviel geändert!?

P.S. die USt ist eh unerheblich, denn die USt trägst nicht du als Unternehmer, sondern der Lesitunsempfänger, du mußt nur die USt vereinnahmen und abführen.


P.P.S MwSt gibts net, das heißt USt und daher benutz ichs net als Synonym...
 
Also ich weiß ja net aber der Spitzensteuersatz ist doch unter 50% oder hat sich da doch soviel geändert!?
Der Spitzensteuersatz wurde in den vergangenen Jahren gesenkt von früher 56% auf mittlerweile 45%. War eins der Wahlversprechen der CDU bei der letzten Bundestagswahl.

P.S. die USt ist eh unerheblich, denn die USt trägst nicht du als Unternehmer, sondern der Lesitunsempfänger, du mußt nur die USt vereinnahmen und abführen.
Also, kann es sein, dass Du ein bißchen die verkehrte Einstellung zum Verdienen hast? - Meine Kunden ist es egal, ob ich 19% der Rechnung, die ich meinen Kunden schreibe ans Finanzamt abführen muss. Die sehen nur ihren Rechnungsbetrag und maulen mich an, wenn's zu teuer wird.

Wenn Deine Kunden zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, dann ist es denen egal. Aber wenn sich Deine Dienstleistung an Endverbraucher richtet, dann würde ich solche "ist doch unerheblich"-Kommentare lieber stecken lassen.

MwSt gibts net, das heißt USt und daher benutz ichs net als Synonym...
Eigentlich heißt es USt, aber selbst das Finanzamt erlaubt/billigt die synonyme Verwendung beider Begriffe. Deswegen kann man faktisch beides sagen. Umgangssprachlich besser/eher verstanden wird MwSt.
 
Ich habe nicht eine verkehrte Einstellung zum Verdienen, sondern ich weiß wie das nun mal Buchtechnisch ist. USt ist ein Durchlaufender Posten.

Und ja ich habe nur Kunden (die aber auch Endverbraucher sind), die VorSt ziehen dürfen ;)

Ja das Finanzamt billigt es, aber auch nur, weil wenn man das nun ändern würde, dann würden alle schreien: "nicht noch ne Steuer"...
 
Und ja ich habe nur Kunden (die aber auch Endverbraucher sind), die VorSt ziehen dürfen ;)
Na, dann kennst Du ja gar nicht den harten Kampf an vordersten Front beim Endverbraucher... :p

Dieselbe Qual haben die lieben Tankwäre mit ihren Aufklebern an den Zapfsäulen "Von jedem Tropfen Sprit gehen 5,80 Euro Mineralölsteuer an den Staat..."

Das ist wie im Mittelalter: Die unliebsame Arbeit des Steuern eintreibens überlässt der Finanzminister den (Lands-)knechten. Nur früher wurden die dafür bezahlt. Heute müssen wir Unternehmer das umsonst und nebenbei machen.
 
Komm die Mineralölgesellschaften machen genug Gewinn, und dann kommen sie noch so, das nun der Benzin fast genau so teuer ist wie der Super... Also die kannst nun überhaupt nicht als Beispiel nehmen...

aber wir werden mehr als OT