Und ich habe geschrieben, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Dann bedenke noch, dass es hier in der Gegend die Regel ist, dass nur einer verdient - und das nicht mal unbedingt über 1000 netto, dann weißt du, was die Regel ist.
Mehr als eine halbe Mio Vollzeitarbeitende sind Aufstocker! Insgesamt gibts glaube 2 Mio.
Und das sind nur die, die es kriegen. Rechte noch mal ein vorsichtiges Viertel drauf von Leuten die es könnten aber nicht wollen/wissen oder die wegen 20€ keinen Persönlichkeitsstriptease machen wollen. Oder bei denen das falsch gemacht wurde. Das ist ja auch fast normal, leider. Hat eigentlich schon einer Zahlen für 2009 was die erfolgreichen Klagen angeht?

Übrigens ist ein Schreibfehler bei mir drin:
unterdurchschnittlich verdienende Eltern und Normalverdienende auch Hartz-4 Empfänger
das Normalverdienende muss da raus, das war ein Freudscher Verschreiber, zu den Alleinerziehenden zugehörend (die übrigens inzwischen auch fast normaler sind als "normale" Familien).

läge bei 359+323+287+287=1.256 Euro in bar. Dazu eine Wohnung mit 90qm inkl.
Auch der erste kriegt nicht den vollen Satz. Und die Wohnung wär max. 80qm - 50 für die erste und 10 für jede weitere Person.
 
Und ich habe geschrieben, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wo?

Auch der erste kriegt nicht den vollen Satz. Und die Wohnung wär max. 80qm - 50 für die erste und 10 für jede weitere Person.
Hm, ich bin kein Fachmann und nehme Werte z.B. von https://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/angemessene-wohnung.html

zur Wohnungsgröße gelten die aus dem früheren Sozialhilferecht übernommenen Regelwerte:
45m² sind für eine, 60m² für zwei Personen angemessen. Jeder weitere in der Wohnung lebende Person kann einen zusätzlichen Wohnraum von 15m² beanspruchen; das gilt allerdings nicht für Kinder im Babyalter.

Marty
 

Eine durchaus berechtigte Frage. Ist mir wohl abhanden gekommen. :mrgreen:

Übrigens: Die Umfragewerte geben der Kanzlerin mit ihrem "Aussitzen" wiedermal recht. Die FDP rutscht auf 10% und die CSU 40% ab. Letztere freuen sich gar, weil sie einen Wert unter 40 befürchtet hatten. Kurz: Bad news aren't good news oder so.
 
Das "Aussitzen" ist für mich nichts anderes als Taktik von ihr. Sie lässt ihren Schäfchen bei den Koalitionspartnern mal freien Lauf, die zerfleischen und schwächen sich gegenseitig und am Ende kommt Tante Angela und erklärt ihnen, dass sie das jetzt mal in die Hand nimmt, damit FDP und CSU nicht völlig untergehen bei Umfragen...

Mir gefällt das gar nicht. Man könnte glatt den Eindruck haben, dass FDP und CSU tatsächlich mitreden dürfen... das wird aber sicher nicht der Fall sein.

Marty
 
Das "Aussitzen" ist für mich nichts anderes als Taktik von ihr. Sie lässt ihren Schäfchen bei den Koalitionspartnern mal freien Lauf, die zerfleischen und schwächen sich gegenseitig und am Ende kommt Tante Angela und erklärt ihnen, dass sie das jetzt mal in die Hand nimmt, damit FDP und CSU nicht völlig untergehen bei Umfragen...

Mir gefällt das gar nicht. Man könnte glatt den Eindruck haben, dass FDP und CSU tatsächlich mitreden dürfen... das wird aber sicher nicht der Fall sein.

Marty

Wäre eine Möglichkeit. Eine andere Deutung erwähnt heute Hans-Ulrich Jörges, der ich zustimmen würde. Im Wahlkampf setzte die CDU vollkommen auf Merkel und Harmonie (im Sinne von keine kontroversen Themen anschneiden). So - also ohne Inhalte und auf Harmonie aus - ging sie auch in die Koalitionsverhandlungen mit der Folgen, das der Koalitionsvertrag ehern die Handschrift der FDP, auf jeden Fall keinen der CDU erkennen läßt und das kaum bindenen Aussagen enthält. Und nun führt die CDU ihre Regierungsarbeit so weiter - inhalts- und konzeptlos mit einer Kanzlerin, die kontroversen Themen aus dem Weg geht bzw. diese aussitzt.

Hier der Kommentar: https://www.radioeins.de/programm/sendungen/der_schoene_morgen/kommentar/hans_ulrich_joerges.html
 
Erinnert sich eigentlich noch irgendjemand an Paul Kirchhof und sein Steuermodell aus dem Jahr 2005? ;)
Warum greift schwarz-gelb das nicht wieder auf bzw. nimmt es als sinnvolle Grundlage?
 
Millionen-Spende von Hotelier: Vorwürfe gegen FDP

Folgende News wurde am 17.01.2010 um 21:14:00 Uhr veröffentlicht:
Millionen-Spende von Hotelier: Vorwürfe gegen FDP
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DÜSSELDORF (dpa/mgr) - Wegen der Millionenspende eines Hotel-Unternehmers sieht sich die im Bund regierende FDP mit Vorwürfen konfrontiert. Die Düsseldorfer Substantia AG hat der Partei insgesamt 1,1 Millionen Euro überwiesen. Die FDP hatte Steuererleichterungen für Hoteliers durchgesetzt.
Die Summe ist eine der höchsten Parteispenden in der Geschichte der Freidemokraten und wurde in drei Teilspenden im Jahr 2009*überwiesen. Die SPD forderte eine Rückzahlung der Spende, weil sonst der Eindruck entstehe, mit dem Geld seien politische Entscheidungen beeinflusst worden.
Substantia AG: der großzügige Spender
Die Substantia AG gehört einem der reichsten Deutschen, August Baron von Finck - seine Familie ist laut Spiegel Miteigentümer der Mövenpick-Gruppe, die in Deutschland 14 Hotels betreibt. In den schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen hatte die FDP mit der CSU im Herbst 2009 auf eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Hotel-Übernachtungen von 19 auf 7 Prozent gedrungen. Der von der Opposition als Klientel-Politik kritisierte Steuernachlass trat zum 1. Januar 2010 in Kraft.
SPD ist 'erschrocken'
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf der Bundesregierung Käuflichkeit vor. Nun zeige sich, warum Union und FDP Hoteliers Steuergeschenke geben, "weil es nämlich vorher Riesen-Spenden gegeben hat, in Millionenhöhe", sagte Gabriel in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) zeigte sich "erschrocken" über die Millionenspende des Hotelkonzerns an die FDP. Dies sei ein "Vorgang von politischer Bedeutung", weil damit der Eindruck entstehe, "das politisches Wohlverhalten durch Parteispenden belohnt wird".
Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, sagte, die FDP müsse die Spende zurückgeben, weil sonst der Eindruck bestehe, dass sie käuflich sei.
Günen fordern Erklärung
Die FDP mache sich den Staat zur Beute, kritisierte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast: "Jetzt ist offenbar Zahltag: Auf der einen Seite wird die Mehrwertsteuer für Hotels reduziert, auf der anderen Seite erhält die FDP eine Millionenspende aus der Branche. " Die Grünen forderten ein klärendes Wort des FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, "ob es zu seinem Politikverständnis gehört, den Staat für reine Klientelpolitik auszuplündern".
 
Gibt die SPD dann auch die Spende der Commerzbank zurück, die eigentlich schon pleite war, aber der Sozialdemokratie 100.000 € vermachte?

Du vergisst, dass die Union den gleichen Betrag erhielt...

edit:
...Dies geschah aber im März(2008!), also ein halbes Jahr bevor auch deutsche Banken in Turbulenzen gerieten

Deine eigene Quelle nicht richtig gelesen? ;)

Im übrigen sind Banken bekannt dafür, dass sie großzügige Parteispenden machen, nahezu jedes Jahr. Ein Hotelier ist nicht unbedingt bei den "Üblichen" Parteispendern...
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant, laut Infratest kommen CDU und FDP in NRW momentan nur auf 47 Prozent - SPD, Grüne und Linke aber auf 48 Prozent. Wenn die CDU und die FDP es nicht schaffen die NRW - Wahl zu gewinnen verlieren sie ihre Bundesratsmehrheit und werden handlungsunfähig. Man darf also gespannt sein.
 
Wenn die CDU und die FDP es nicht schaffen die NRW - Wahl zu gewinnen verlieren sie ihre Bundesratsmehrheit und werden handlungsunfähig.

Weshalb es so dringend notwendig gewesen wäre, während der großen Koalition endlich etwas wirksames am Föderalismusprinzip zu ändern.

Aber nein. Man konnte sich wieder auf nichts produktives einigen...
 
Kann die FDP eigentlich noch irgendwas durchboxen? Steuererleichterungen? Nö! Neues Stipendiensystem? Nö! Wehrpflichtverkürzung? Nur mit Verlängerung des Zivildienstes auf 12 Monate etc.
Die Union führt ihren Koalitionspartner gerade ordentlich vor.
 
Sie haben sich halt selbst demontiert, die Guido-Hörigen.

Außer markiger Sprüche nix gewesen, macht in der aktuellen Wählergunst 3%.

Wenn die sich nicht ganz fix reformieren, Köpfe rollen lassen etc. sehe ich schwarz für die nächsten Wahlen.
Obwohl, eher sehe ich rot-grün für die nächsten Wahlen. :ugly:

gruss kelle!
 
Kann die FDP eigentlich noch irgendwas durchboxen?

Man könnte auch - genauso wie während des Wahlkampfes - fragen, was will eigentlich die CDU. Aber da die für nix konkretes steht, ist die FDP natürlich ein besseres "Feindbild". Übrigens wollte sie laut Wahlprogramm die Wehrpflicht nicht verkürzen, sondern gänzlich abschaffen. Hättest dir also eigentlich den Nebensatz mit den 12 Monaten Zivi schenken können.