Ich glaube es gibt viel mehr Aspekte zu berücksichtigen als man auf den ersten Blick sieht. Ich stelle mir zu diesem Thema Fragen oder mache mir Gedanken, die hier noch gar nicht unbedingt aufgetaucht sind. Ich habe aber auch wenig Berührungspunkte mit den G8-Jahrgängen, da ich 2004 Abitur gemacht habe (in NRW).
Zu dem Zeitpunkt war es an meiner Schule so, dass viele Schüler(innen) in der 11. Klasse ein halbes oder ganzes Jahr im Ausland verbrachten. Es gab auch welche, die das 11. Schuljahr einfach übersprangen. Das hat aus meiner Sicht keinem dieser Schüler einen Nachteil gebracht. Ich selbst war ebenfalls ein Jahr im Ausland. Nachher habe ich festgestellt, dass der Stoff den wir dort im Unterricht durchnahmen durchweg etwas war, dass wir hier schon lange vorher hatten oder hier im Unterricht nicht vorgesehen war. Als ich zurückkam musste ich lediglich in Mathe ein wenig nachholen, da ich Mathe als LK gewählt hatte. Aber auch das hielt sich in Grenzen. Ich hatte das Gefühl, dass durchweg alle damit sehr gut klarkamen, auch wenn sie nicht unbedingt die "Überflieger" schlechthin waren.
(Wie geht das eigentlich jetzt? Kann man noch einen Auslandsaufenthalt machen ohne ein Jahr zu wiederholen?)
Bei uns an der Schule hatten viele die Auffassung, dass das 11. Schuljahr dazu diente, denjenigen die vorher auf der Realschule waren und nach der 10. Klasse auf das Gymnasium wechselten den Einstieg zu ermöglichen. Ich glaube, dass das gar nicht so abwegig ist. Vieles war Wiederholung für uns und neu für die ehemaligen Realschüler. Deshalb ist es doch vor Allem für diese Gruppe viel schwieriger geworden das Abitur zu machen, oder?
Auf der Realschule wiederum hatten viel mehr Praktika und Berufsvorbereitung stattgefunden, sodass diese Schüler viel konkreter wussten, was sie nach dem Abitur überhaupt machen wollen. Ich habe noch nie ein Praktikum absolviert und hatte daher meine Schwierigkeiten mich für einen Beruf zu entscheiden. Ich persönlich glaube also, dass G9 sowohl die Chancen von ehemaligen Realschülern erhöht das Abitur machen zu können als auch mehr Freiräume bieten würde Berufsvorbereitung in Form von Praktika zu bieten. "Überflieger" können dann ja immer noch für sich entscheiden ein Schuljahr zu überspringen um früher fertig zu sein. Insgesamt war aus meiner Sicht das G9-System etwas flexibler, oder?
Gruß,
sunnymay
Zu dem Zeitpunkt war es an meiner Schule so, dass viele Schüler(innen) in der 11. Klasse ein halbes oder ganzes Jahr im Ausland verbrachten. Es gab auch welche, die das 11. Schuljahr einfach übersprangen. Das hat aus meiner Sicht keinem dieser Schüler einen Nachteil gebracht. Ich selbst war ebenfalls ein Jahr im Ausland. Nachher habe ich festgestellt, dass der Stoff den wir dort im Unterricht durchnahmen durchweg etwas war, dass wir hier schon lange vorher hatten oder hier im Unterricht nicht vorgesehen war. Als ich zurückkam musste ich lediglich in Mathe ein wenig nachholen, da ich Mathe als LK gewählt hatte. Aber auch das hielt sich in Grenzen. Ich hatte das Gefühl, dass durchweg alle damit sehr gut klarkamen, auch wenn sie nicht unbedingt die "Überflieger" schlechthin waren.
(Wie geht das eigentlich jetzt? Kann man noch einen Auslandsaufenthalt machen ohne ein Jahr zu wiederholen?)
Bei uns an der Schule hatten viele die Auffassung, dass das 11. Schuljahr dazu diente, denjenigen die vorher auf der Realschule waren und nach der 10. Klasse auf das Gymnasium wechselten den Einstieg zu ermöglichen. Ich glaube, dass das gar nicht so abwegig ist. Vieles war Wiederholung für uns und neu für die ehemaligen Realschüler. Deshalb ist es doch vor Allem für diese Gruppe viel schwieriger geworden das Abitur zu machen, oder?
Auf der Realschule wiederum hatten viel mehr Praktika und Berufsvorbereitung stattgefunden, sodass diese Schüler viel konkreter wussten, was sie nach dem Abitur überhaupt machen wollen. Ich habe noch nie ein Praktikum absolviert und hatte daher meine Schwierigkeiten mich für einen Beruf zu entscheiden. Ich persönlich glaube also, dass G9 sowohl die Chancen von ehemaligen Realschülern erhöht das Abitur machen zu können als auch mehr Freiräume bieten würde Berufsvorbereitung in Form von Praktika zu bieten. "Überflieger" können dann ja immer noch für sich entscheiden ein Schuljahr zu überspringen um früher fertig zu sein. Insgesamt war aus meiner Sicht das G9-System etwas flexibler, oder?
Gruß,
sunnymay
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