Ist die GEZ-Abgabe gerechtfertigt?


  • Umfrageteilnehmer
    128
Kelle schrieb:
Über Inhalte will ich mich nicht streiten, das ist ja schließlich Geschmackssache. Aber es gibt ja verschiedene Publikumsgruppen. So, und wenn ich da an eine Arabella Kiesbauer Sendung denke "Ich will Pornostar werden", damit kriegt man keine Rentner die am Kaffeetisch sitzen.
Tja, da reit ich mal weiter auf der „Grundversorgung“ herum. Muß man jede Zielgruppe zu jeder Zeit täglich ansprechen?! Wenn das die Grundverorgung darstellt, dann will ich gefälligst auch ständig „mein“ Fernsehen.
Kelle schrieb:
Ein (großer) Teil der Unterhaltungssachen bei den privaten kommt aus den Staaten, während das Programm der ÖR zwischen 15 und 20 Uhr quasi rein deutsch ist.
Das mit den Privaten wäre mir neu. Gerade RTL und SAT1 malätrieren einen doch mit deutschen Billigserien, Comedytrash und Alltags-Dokus. Und zwischen 15 – 20 Uhr kommen doch Gerichtsshows (?), Boulevardmagazine und Soaps – alles deutscher Müll.
 
perlini schrieb:
Tja, da reit ich mal weiter auf der „Grundversorgung“ herum. Muß man jede Zielgruppe zu jeder Zeit täglich ansprechen?!

Nicht jede zu jeder Zeit.
Aber man sollte auch nicht Gruppen quasi ausschließen.

Und diverse Gruppen, wie halt Rentner sind von der Wirtschaft nicht so angesehen wie z.B. Jungedliche, also hat eine Rentersendung im privaten um 16 Uhr keine Chance, da muss es halt woanders herkommen.

perlini schrieb:
Das mit den Privaten wäre mir neu. Gerade RTL und SAT1 malätrieren einen doch mit deutschen Billigserien, Comedytrash und Alltags-Dokus. Und zwischen 15 – 20 Uhr kommen doch Gerichtsshows (?), Boulevardmagazine und Soaps – alles deutscher Müll.

Ich guck die ja zu selten, aber wenn ich sowas höre wie CSI, Ally McBeal, Authopsie ... klingt nicht allzu deutsch ;-)

gruss kelle!
 
Loshai schrieb:
ist ja auch nur teilweise richtig, da:

1. die Preisbildung nicht so funzt das man die Kosten+ X wieder rausbekommen möchte, sondern der Preis so festgelegt wird das der Gewinn maximiert wird
Der Preis regelt sich durch Angebot und Nachfrage. Und gute Werbung erhöht die Nachfrage und damit den Preis.

2. kann man auch von Produkten leben, die nie in der Fernsehwerbung zu sehen sind, das sind dann auch meistens die billigeren
Ganz ehrlich: keine Chance. Welches Auto fährst Du? Schon verloren. Welche Turnschuhe hast Du? Welche Zahncreme benutzt Du? Trinkst Du keine milch? ich weiss, Du wirst auf alles die passende Antwort haben... aber Du weisst, worauf ich hinaus will.

Marty
 
Völliges sinnloses Gesetz zur weiteren Abzockung von uns Bürgern.

Edit: Nach dem ich ein schlechtes Renommee bekommen, habe da es nur um Firmen geht würde mich mal Intressieren ob wirklich nur Firmen betroffen sind, denn was ich alles gehört habe betrifft verallem die Privatleute...
Bin ich da falsch informiert?
 
Zuletzt bearbeitet:
NotOffline schrieb:
Edit: Nach dem ich ein schlechtes Renommee bekommen, habe da es nur um Firmen geht würde mich mal Intressieren ob wirklich nur Firmen betroffen sind, denn was ich alles gehört habe betrifft verallem die Privatleute...
Bin ich da falsch informiert?
Hast Du schon einen Fernseher? Und den auch angemeldet? Dann betrifft es Dich nicht.

Es betrifft nur Privatleute, die zwar keinen Fernseher besitzen, dafür aber einen internetfähigen PC. Und das dürfte eine sehr geringe Menge sein.

Marty
 
Und gerade diese Menschen wollen doch eh nicht TV gucken, sonst würden sie sich einen Fernseher kaufen, vor dem sie gemütlich im Sessel sitzen könnten. Wer hockt denn ernsthaft vorm PC und schaut sich da irgendwelche Ruckelsendungen in nem Mini-Fenster an? Ich wüsste gar net, wo sowas geht.
 
MartyMcFly schrieb:
Hast Du schon einen Fernseher? Und den auch angemeldet? Dann betrifft es Dich nicht.

Es betrifft nur Privatleute, die zwar keinen Fernseher besitzen, dafür aber einen internetfähigen PC. Und das dürfte eine sehr geringe Menge sein.

Marty
Da kenne ich schon welche.
Die haben zwar Fernseher aber ausgebautes Empfangsmodul , damit sie nicht zahlen müssen und dafür DVD-Player.
Und kenne jemanden der hat 56KBit/s Modem wie will der damit bitte ersthaft Fernsehen schauen :roll:
 
MartyMcFly schrieb:
Hast Du schon einen Fernseher? Und den auch angemeldet? Dann betrifft es Dich nicht.

Es betrifft nur Privatleute, die zwar keinen Fernseher besitzen, dafür aber einen internetfähigen PC. Und das dürfte eine sehr geringe Menge sein.

Marty

Das Seltsame an der Regelung ist, dass Privatleute, die einen internetfähigen PC besitzen, eigentlich schon ab dem 01.01.2005 GEZ-Gebühren zahlen sollten. Das wurde aber ausgesetzt.

Nun will die GEZ an die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Wirklich witzig. Welches Unternehmen kommt denn heute noch ohne Internet aus?

Ich habe ein klitze-Kleinunternehmen, arbeite von zu Hause aus. Für meinen Privathaushalt zahle ich fleißig meine GEZ-Gebühren. Da ich aber von zu Hause auch arbeite, soll ich zusätzlich für meinen PC auch noch einmal GEZ-Gebühren zahlen. Das kann ich mir nicht mehr leisten. Also melde ich mein Gewerbe zum 30.12.06 ab.

Fazit: Die GEZ bekommt von mir keine zusätzlichen Gebühren, der Staat aber auch keine Mehrwertsteuer und keine Einkommenssteuer. Ist doch Klasse, oder?
 
Katzee schrieb:
Ich habe ein klitze-Kleinunternehmen, arbeite von zu Hause aus. Für meinen Privathaushalt zahle ich fleißig meine GEZ-Gebühren. Da ich aber von zu Hause auch arbeite, soll ich zusätzlich für meinen PC auch noch einmal GEZ-Gebühren zahlen. Das kann ich mir nicht mehr leisten. Also melde ich mein Gewerbe zum 30.12.06 ab.
Hört sich für mich aber wie eine Ausrede ala "Alle anderen sind schuld..."
 
Katzee schrieb:
Ich habe ein klitze-Kleinunternehmen, arbeite von zu Hause aus. Für meinen Privathaushalt zahle ich fleißig meine GEZ-Gebühren. Da ich aber von zu Hause auch arbeite, soll ich zusätzlich für meinen PC auch noch einmal GEZ-Gebühren zahlen. Das kann ich mir nicht mehr leisten. Also melde ich mein Gewerbe zum 30.12.06 ab.

Wenn ein Unternehmen wegen GEZ Gebühren (~220 € im Jahr und Standort) pleite geht, dann liegt das nicht an der GEZ, sondern daran, dass das Unternehmen eh schon kurz vor der Verlustzone steht, und zwar ganz knapp davor.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Wenn ein Unternehmen wegen GEZ Gebühren (~220 € im Jahr und Standort) pleite geht, dann liegt das nicht an der GEZ, sondern daran, dass das Unternehmen eh schon kurz vor der Verlustzone steht, und zwar ganz knapp davor.

gruss kelle!


muss ja nun nicht gleich pleite gehen, aber sehr viele Kleinunternehmen machen ja deshalb zu weil einfach weniger Kohle dabei rauskommt als würde man bei Mc Doof Burger stapeln gehn...und da ist dann halt die Gez ein Tropfen von vielen die das Fass zum überlaufen bringen
 
Loshai schrieb:
muss ja nun nicht gleich pleite gehen, aber sehr viele Kleinunternehmen machen ja deshalb zu weil einfach weniger Kohle dabei rauskommt als würde man bei Mc Doof Burger stapeln gehn...und da ist dann halt die Gez ein Tropfen von vielen die das Fass zum überlaufen bringen

Weißt Du, was das umgerechnet heißt...

Verkauft eine Bäckerei pro Tag 1000 Brötchen, rentiert sich eine, verkauft sie nur noch 996 Brötchen, lohnt es sich nicht mehr.

Oder andersrum, bei nem acht Stunden Job macht die GEZ 12,5 Cent pro Stunde aus.

Klar mag die GEZ der ausschlaggebende Tropfen sein, aber dann lief vorher schon einiges verquer.

Das ist eher der Beschleuniger der Pleite, die es so in 12 Monaten eh gegeben hätte...

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Weißt Du, was das umgerechnet heißt...

Verkauft eine Bäckerei pro Tag 1000 Brötchen, rentiert sich eine, verkauft sie nur noch 996 Brötchen, lohnt es sich nicht mehr.

Oder andersrum, bei nem acht Stunden Job macht die GEZ 12,5 Cent pro Stunde aus.

Klar mag die GEZ der ausschlaggebende Tropfen sein, aber dann lief vorher schon einiges verquer.

Das ist eher der Beschleuniger der Pleite, die es so in 12 Monaten eh gegeben hätte...

gruss kelle!

Du hast anscheinened keine Ahnung, wovon Du redest!
 
Katzee schrieb:
Du hast anscheinened keine Ahnung, wovon Du redest!

Ach weißt Du, ich rechne einfach nur...
Man rechnet im Schnitt mit 200 Arbeitstagen pro Jahr, dass heißt, die GEZ Gebühren belasten jeden Arbeitstag mit ca. einem Euro.
Macht bei einer Ein-Mann Firma auf die Stundenkosten umgerechnet ca. 12 Cent. Acht Stunden Tag vorausgesetzt.

Das wiederrum heißt, dass ein Monteur der heute 30 € pro Stunde berechnet, eine Steigerung um 0,25 % der verrechneten Kosten vornehmen muss, um die GEZ Mehrausgaben amoritiseren zu können.

So, und jetzt erklär mir einer, dass das grundlegend falsch ist.

Wenn die Ausgaben so steigen, dass man die auf der Einnahmenseite nur im Promillebereich merkt, daran geht kein normaler Betrieb kaputt.

Vielleicht Leute, die mit Ihrer Selbstständigkeit 300€ im Monat umsetzen, aber kein normaler Handwerksbetrieb.

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Wenn ein Unternehmen wegen GEZ Gebühren (~220 € im Jahr und Standort) pleite geht, dann liegt das nicht an der GEZ, sondern daran, dass das Unternehmen eh schon kurz vor der Verlustzone steht, und zwar ganz knapp davor.

Ich habe ein Gewerbe nebenbei, damit ich meinen Kollegen privat ganz legal gegen Geld helfen kann. Dazu gehört auch ein PC, den ich dafür nutze mit Internetzugang. Mein Umsatz lag dieses Jahr bisher bei vielleicht 500 Euro. Ich stehe trotzdem nicht vor der Pleite.

Wie passt das zu Deiner Aussage?

Für mich heisst das, dass ich entweder meinen Kunden mehr Geld abnehme oder einfach das Gewerbe abmelde, weil es sich nicht mehr lohnt.

Marty
 
MartyMcFly schrieb:
Ich habe ein Gewerbe nebenbei, damit ich meinen Kollegen privat ganz legal gegen Geld helfen kann. Dazu gehört auch ein PC, den ich dafür nutze mit Internetzugang. Mein Umsatz lag dieses Jahr bisher bei vielleicht 500 Euro. Ich stehe trotzdem nicht vor der Pleite.

Wie passt das zu Deiner Aussage?

Unter Unternehmen versteh ich nicht unbedingt den Student, der nen Gewerbe angemeldet hat, um sich mit Internetdesign ein paar Kröten hinzuverdienen will, oder was auch immer.

Sondern ein Unternehmen, wo vom 1.1. bis zum 31.12. 7 oder 8 Stunden am tag gearbeitet wird...

MartyMcFly schrieb:
Für mich heisst das, dass ich entweder meinen Kunden mehr Geld abnehme oder einfach das Gewerbe abmelde, weil es sich nicht mehr lohnt.

Zweifelsohne.
Aber scheinst Du ja nicht auf das Gewerbe essentiell angewiesen zu sein, weil mit 40 € Einnahmen im Monat, ähm, sind wir uns einig, ist ein netter Zuverdienst, aber es sollte auch ohne gehen...

Nur der selbstständige Tischlermeister, der sein 1.000 € für sich privat im Monat braucht, der wird deswegen nicht gleich das gewerbe dichtmachen, sondern eben die Kosten umlegen, was dem Kunden nicht auffallen wird.

gruss kelle!

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
So, und jetzt erklär mir einer, dass das grundlegend falsch ist.
Eigentlich müßtes du, die GEZ oder wer auch immer erstmal erklären, was daran richtig ist.
In manchen Firmen ist das private Surfen nicht erwünscht, in manchen sogar verboten. Oder der Handwerksbetrieb, der für die ganze bürokratische Scheiße 'nen Compi nutzt. Und die sollen nun Gebühren an die öffentlich rechtlichen abdrücken!?
Rohlinge, Brenner, Kopierer und nun die GEZ - Pauschalabgaben für Dinge, die die meisten Firmen nicht nutzen. Abzocke - nicht mehr und nicht weniger.
 
perlini schrieb:
Eigentlich müßtes du, die GEZ oder wer auch immer erstmal erklären, was daran richtig ist.

Die Aufforderung bezog sich auf meine Rechnung, nicht auf das eigentlich Thema.

perlini schrieb:
In manchen Firmen ist das private Surfen nicht erwünscht, in manchen sogar verboten.

Das sind doch die Firmen, die diese Kosten aus der kaffeekasse zahlen.
Oder warum meinst Du, unternehmen die großen Firmen (DAX) nichts?

Die zahlen lieber die paar tausend, vielleicht zehntausend Euro im Jahr, weil alles andere zuviel Aufwand machen würde (Gerichtliches Vorgehen, Streitereien...)

gruss kelle!
 
Kelle schrieb:
Unter Unternehmen versteh ich nicht unbedingt den Student, der nen Gewerbe angemeldet hat, um sich mit Internetdesign ein paar Kröten hinzuverdienen will, oder was auch immer.
Das mag sein, die GEZ versteht darunter aber auch meinen Nebenerwerb.

Zweifelsohne.
Aber scheinst Du ja nicht auf das Gewerbe essentiell angewiesen zu sein, weil mit 40 € Einnahmen im Monat, ähm, sind wir uns einig, ist ein netter Zuverdienst, aber es sollte auch ohne gehen...
Darum geht es nicht. Es geht darum, dass ich jetzt die Hälfte meines monatlichen Umsatzes der GEZ für etwas geben soll, dass ich gar nicht nutze bzw nicht mal nutzen kann.

Nur der selbstständige Tischlermeister, der sein 1.000 € für sich privat im Monat braucht, der wird deswegen nicht gleich das gewerbe dichtmachen, sondern eben die Kosten umlegen, was dem Kunden nicht auffallen wird.
Dem Kunden fällt jede Preiserhöhung auf. Und wenn der Tischlermeister noch zwei Autos mit Radio hat, dann bezahlt er dafür auch noch. Und für einen PC zu bezahlen, mit dem der Tischlermeister mit einem Analogmodem seine Daten zum Steuerberater schickt, finde ich haarsträubend.

Marty