Ist die GEZ-Abgabe gerechtfertigt?


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    128
Aber eher Informationsvermittlung als das Format "politisches Magazin". Hier hast du das politische Geschehen immer gefiltert - durch die Ansichten eines Redakteurs oder Autors.
Streite ich nicht ab, aber ein Nachrichtensender ist Phoenix deshalb trotzdem noch nicht. Phoenix erfüllt den Auftrag wohl mehr als ARD ZDF und Dritte zusammen, aber es ist fast ein reiner Politiksender. Nachrichten bestehen aber aus mehr als nur Politik. Würdest Du Phoenix als Nachrichtensender ansehen? :roll:
 
Streite ich nicht ab, aber ein Nachrichtensender ist Phoenix deshalb trotzdem noch nicht. Phoenix erfüllt den Auftrag wohl mehr als ARD ZDF und Dritte zusammen, aber es ist fast ein reiner Politiksender. Nachrichten bestehen aber aus mehr als nur Politik. Würdest Du Phoenix als Nachrichtensender ansehen? :roll:


Äh - das Wort habe ich nciht benutzt. Phönix ist ein Politischer Informationssender. Einen echten "Nachrichtensender" haben wir imho nicht. In meinen Augen ist das weder N24 noch N-TV.
 
Wobei N24 und N-TV meiner Meinung nach mehr dazu tendieren als sonst ein Sender der öffentlichen.

:roll: klar - durch die Weitergabe von Trivialwissen a la "Konzuckers Kosmos" oder Zielgruppenprogramme wie "M - das Männermagazin" :ugly:

Ein Lauftext unter a la CNN macht noch keinen Nachrichtensender (in dem im übrigen auch jede menge zweifelhafter Werbebotschaften vermittelt werden). Allein die Tatsache, das die 20 Uhr-Tagesschau mehr unterschiedliche politische Meldungen beinhaltet als alle Nachrichtensendungen von N24 nach 19 Uhr zusammen lässt einen schon am Format "Nachrichtensender" zweifeln...

IMHO ist die "Tagesschau" bzw. die "Tagesthemen" noch die beste Nachrichtensendung im Fernsehen, dannach kommen "heute" bzw. "heute Journal", dann mit etwas Abstand "RTL Aktuell" und dann eine ganze Weile nichts mehr.
 
Einen echten "Nachrichtensender" haben wir imho nicht. In meinen Augen ist das weder N24 noch N-TV.
Da interpretiere ich mal rein, dass ein Nachrichtensender für dich auch um 3:52 Uhr irgendein aktuelles Thema mit Hilfe eines Live-Interviews aufgreifen sollte?

Wer aber soll, außer den öffentlich rechtlichen Anstalten, so einen Sender finanzieren?
 
Da interpretiere ich mal rein, dass ein Nachrichtensender für dich auch um 3:52 Uhr irgendein aktuelles Thema mit Hilfe eines Live-Interviews aufgreifen sollte?

Wer aber soll, außer den öffentlich rechtlichen Anstalten, so einen Sender finanzieren?

Da kannst du 'reininterpretieren was du willst - in meinen Augen reichen 2 Hauptnachrichten am Tag aus - Formate wie "Tagesschau/Tagesthemen", "Heute/HeuteJournal" oder "RTL Aktuell/Nachtjournal".

Was ich allerdings befremdlich finde, das beim Thema GEZ immer automatisch die Sprache auf die Qualität von öffentlich-rechtlichen und Privaten Sendern kommt. Die GEZ hat damit aber nichts zu tun!

Es gibt einige Punkte, die der GEZ selber vorzuwerfen sind: unsaubere Methoden, teilweise Willkür und die Tatsache, dass es quasi kein Kontrollorgan für sie gibt.
 
Was mich an den Gebühren stört, ist die Tatsache, dass die Sendeanstalten mehr oder weniger selber die Preise (die Gebühren) erhöhen können, wenn das Geld nicht langt. Jeder Betrieb muss wirtschaftlich arbeiten und mit dem Geld auskommen, das reinkommt. Die TV-Sender nicht. Es gäbe noch erhebliches Sparpotential. Aber die Sender können es sich leisten, unnütze Postenwirtschaft zu betrieben und sonstigen "Luxus".
Und bei den Gebühren gilt ja nicht das normale Gesetz des Marktes, wo man eine zu teure Leistung einfach nicht kauft und sich anderwertig umsieht, sondern man muss ja bezahlen.
Wie gesagt, die öffies muss es geben, aber a) ohne Werbung und b) straffer organisiert.
 
Da kannst du 'reininterpretieren was du willst - in meinen Augen reichen 2 Hauptnachrichten am Tag aus [...]
So richtig beantwortet das meine Frage jetzt aber nicht!?

Was ich allerdings befremdlich finde, das beim Thema GEZ immer automatisch die Sprache auf die Qualität von öffentlich-rechtlichen und Privaten Sendern kommt. Die GEZ hat damit aber nichts zu tun!
Die GEZ selber zwar nicht, aber die Gebühren die durch selbige eingeholt werden fließen nun mal in die Kassen der öffentlich-rechtlichen Sender. Und da ist es doch nur logisch, dass man auch sehen möchte wohin das gezahlte Geld fließt.

Das ist so ähnlich wie mit den Studiengebühren! :shifty:
 
So richtig beantwortet das meine Frage jetzt aber nicht!?

Nochmal klar ausgedrückt: Braucht Niemand, also muss es auch keiner finanzieren. ;)

Die GEZ selber zwar nicht, aber die Gebühren die durch selbige eingeholt werden fließen nun mal in die Kassen der öffentlich-rechtlichen Sender. Und da ist es doch nur logisch, dass man auch sehen möchte wohin das gezahlte Geld fließt.

Jepp - nur, ob mir das Programm der öffentlich-rechtlichen gefällt oder nicht ist mehr oder weniger Geschmackssache. Ob das Geld "richtig" verwendet wird, kann doch nicht daran festmachen, ob einem der Musikantenstadel oder Carmen Nebel gefällt oder nicht.

Da sind die Fragen von Bernie1969 viel relevanter: Wie sieht der Bürokratische Apparat aus? HIER ist bei weitem mehr Sparpotential! Ich habs auch schon mal geschrieben: Wir brauchen keine 10 Sendeanstallten - es muss noch zu mehr Fusionen nach den Vorbildern SWF/SDR und SFB/ORB geben - Auch im Hinblick auf das Radioprogramm.

Das nur aufgrund der GEZ und ihren Praktiken das Prinzip der medialen Grundversorgung in Frage gestellt wird, finde ich ziemlich kurzsichtig - auch wenn man mit dem Programm von ARD/ZDF nichts anfangen kann.
 
Ob das Geld "richtig" verwendet wird, kann doch nicht daran festmachen, ob einem der Musikantenstadel oder Carmen Nebel gefällt oder nicht.
Es ging mir auch vielmehr darum wohin das Geld fließt und nicht um richtige oder falsche Verwendung desselben. Ein bisschen mehr Transparenz wäre schön.

So möchte ich zum Beispiel gar nicht wissen, wie viel für die sendereigenen Produktionen ausgegeben wird. Diese ganzen Produktionen für die dritten Kanäle schlucken nämlich ordentlich.

Wir brauchen keine 10 Sendeanstallten - es muss noch zu mehr Fusionen nach den Vorbildern SWF/SDR und SFB/ORB geben - Auch im Hinblick auf das Radioprogramm.
Das kommt noch dazu. :yes:
 
Streite ich nicht ab, aber ein Nachrichtensender ist Phoenix deshalb trotzdem noch nicht. Phoenix erfüllt den Auftrag wohl mehr als ARD ZDF und Dritte zusammen, aber es ist fast ein reiner Politiksender. Nachrichten bestehen aber aus mehr als nur Politik. Würdest Du Phoenix als Nachrichtensender ansehen? :roll:

phoenix ist für mich weder ein nachrichtensender, noch ein politiksender, sondern in erster linie ein info - und dokusender. ;)

zum thema: ich halte die diskussion über die qualität der ÖR-sender für unangebracht, gerade im bezug auf die nachrichten. ich muss darkkurt uneingeschränkt recht geben, denn es gibt im deutschen fernsehen keine besseren nachrichtensendungen, als die von ihm genannten. (außer vielleicht die von RTL II :LOL:)

ob das musikantenstadl ein qualitativ hochwertige sendung ist, zeigen ja die einschaltquoten, die ja in der regel recht hoch sind. das ist die meinung der zuschauer, auch wenn ich diesem format nicht abgewinnen kann. das liegt wohl auch daran, dass die ÖR ein programm zusammenstellen, welches nicht zielgruppenorientiert ist, sondern eher für die ganze familie. d.h. es wird, abhängig von der uhrzeit, für jeden etwas geboten. (im gegensatz zu MTV oder dem cartoonsender) was zb. kulturelle angebote betrifft, sind die ÖR unangefochten auf dem spitzenplatz der hiesigen fernsehlandschaft.

letztendlich entscheidet aber der persönliche geschmack darüber ob ich informiert, unterhalten, oder berieselt werden will. ;)

was die gebühren betrifft, bin ich gerne bereit diese zu bezahlen, auch wenn ich die methoden der gez mehr als nur fragwürdig finde. zum einen habe ich die möglichkeit mich umfassend zu informieren, bekomme auch hin und wieder mal einen aktuellen spielfilm ohne werbung präsentiert, kriege gute dokus geboten und kann mir sicher sein, dass ich kein abo bei irgendeinem pay-tv-sender abschließen muss, um 4 wochen lang die fussballeuropameisterschaft verfolgen zu können. ;)
 
Es ging mir auch vielmehr darum wohin das Geld fließt und nicht um richtige oder falsche Verwendung desselben. Ein bisschen mehr Transparenz wäre schön.

So möchte ich zum Beispiel gar nicht wissen, wie viel für die sendereigenen Produktionen ausgegeben wird. Diese ganzen Produktionen für die dritten Kanäle schlucken nämlich ordentlich.

Das kommt noch dazu. :yes:

Ganz genau, das wäre gut denn über 7 Milliarden ist ne Menge Geld. 7 Milliarden, das entspricht in etwa den Jahresüberschüssen von großen international aggierenden Konzernen, die 100.000 von Leuten beschäftigen und die Welt mit Produkten und Gütern versorgen. Und hier bekommt die GEZ das einfach so geschenkt um ein paar kleine Sender am Leben zu halten, die keiner braucht. Die Transparenz wäre aber auch bei den Sender Wünschenswert.

Mich nerven diese Gebühren auch jedes mal aufs neue an, auch wenn es nur 57 Cent am Tag sind, so sind es in Summe trotzdem mehr als 50 Euro pro Quartal. 50 Euro die ich für eine abstrakte Leistung zahle, die ich zum einem nicht haben will und auch nicht nutzen will, die mir aber dennoch aufgezwungen wird und der ich mich nicht entziehen kann. Im übrigen bin ich Student, der nicht GEZ befreit ist, so dass diese Ausgaben eine erhebliche Belastung darstellen und da bin ich sicherlich nicht der einzige. Aber danach fragt keiner, Hauptsache wir haben den MDR, WDR und was weiß ich nicht alles und können uns die große Schlagerparade anschauen.
 
das liegt wohl auch daran, dass die ÖR ein programm zusammenstellen, welches nicht zielgruppenorientiert ist, sondern eher für die ganze familie. d.h. es wird, abhängig von der uhrzeit, für jeden etwas geboten.
So sollte es zumindest sein. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben ja den berühmten Bildungsauftrag und all so schöne Dinge.

Nur ist das Programm mittlerweile etwas abgeglitten, denn beim ZDF liegt der Zuschauerschnitt schon weit über 50 Jahre. Da ist also definitiv nicht für jeden etwas dabei.
 
So sollte es zumindest sein. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben ja den berühmten Bildungsauftrag und all so schöne Dinge.

Nur ist das Programm mittlerweile etwas abgeglitten, denn beim ZDF liegt der Zuschauerschnitt schon weit über 50 Jahre. Da ist also definitiv nicht für jeden etwas dabei.

es gibt ja nicht nur das zdf. ;) wenn du damit meinst, dass das programm, vor allem die fernsehshows, teilweise etwas altbacken daherkommt, gebe ich dir recht. wenn ich da nur an wetten dass denke... gruselig. ;)

und trotzdem ist meiner meinung nach für jeden etwas dabei. es gibt kindersendungen genauso, wie es ein programm für erwachsene gibt. was zugegebenermaßen etwas zu kurz kommt, sind klassische jugendsendungen, wie sie mtv oder viva anbieten. andererseits wenn ich da an rockpalast im wdr denke, wo immer wieder mal ganze konzertmitschnitte ausgestrahlt werden, könnte das gut zur erwähnten zielgruppe passen. aber mtv und viva sind auch spartensender, das sollte man nicht vergessen.
 
Ich habs auch schon mal geschrieben: Wir brauchen keine 10 Sendeanstallten - es muss noch zu mehr Fusionen nach den Vorbildern SWF/SDR und SFB/ORB geben - Auch im Hinblick auf das Radioprogramm.
Sehe ich anders. Ob es dafür immer den kompletten Apparat einer Landesrundfunkanstalt bedarf sei mal dahingestellt, aber gerade die regionalen Sender - sowohl TV als auch Radio - halte ich im Sinne des Rundfunkvertrages für wichtig. Ich sehe da das größere Einsparpotential bei den Spartensendern. Sender wie 3Sat, ARTE, Phonix, KiKa usw. zielen auf spezielle Zielgruppen bzw. haben ein spezielles Thema. Und diese Speziiele widerspricht meines Erachtens der Grundversorgung.

ARD und ZDF für das komplette Spektrum von Information, Unterhaltung, Sport, Kultur usw. Dazu noch die Dritten und natürlich das Intenet. Pro Bundesland noch ein Radiosender und das sollte es mit dem gebührenfinanzierten Rundfunk sein.Vielleicht noch KiKa.

Ich könnte mir dann noch diverse Spartensender wie für Sport, Kultur oder Dokumentationer vorstellen, doch die sollten anders finanziert werden (sprich über Werbung). Das setzt aber eine große Transparenz bei den Finanzen voraus.

Achso, und natürlich eine haushaltsbezogene Gebühr, da spart man reichlich bei der GEZ-Behörde ein.
 
es gibt ja nicht nur das zdf.
Bei anderen Sendern sieht es nicht viel anders aus.

und trotzdem ist meiner meinung nach für jeden etwas dabei. es gibt kindersendungen genauso, wie es ein programm für erwachsene gibt.
Naja, ganz so einfach ist die Unterteilung ja dann doch nicht.

Es gibt Kindersendungen und es gibt viele Sendungen, die nun mal von der Gruppe der über 49-jährigen gesehen werden.

Die Gruppe der 14- bis 49-jährigen kommt meiner Meinung nach dafür etwas zu kurz und weicht dann gerne auf die privaten Sender aus.
 
Bei anderen Sendern sieht es nicht viel anders aus.

darüber lässt sich streiten. pro 7, RTL und Co. zb. bringen ja auch nicht den ganzen tag sachen, die einen interessieren. die mischung machts bei den ÖR genauso, wie bei den privaten.

Es gibt Kindersendungen und es gibt viele Sendungen, die nun mal von der Gruppe der über 49-jährigen gesehen werden.

Die Gruppe der 14- bis 49-jährigen kommt meiner Meinung nach dafür etwas zu kurz und weicht dann gerne auf die privaten Sender aus.

das problem bei den meisten ÖR ist, dass gerade das angebot zur besten sendezeit meist unausgewogen ist. dahingehend hast du recht. das sind senderinterne entscheidungen, die ich manchmal auch nicht ganz nachvollziehen kann. man würde sich und uns einen gefallen tun diese strategie zu überdenken. zb. bei den politmagazinen oder den spielfilmen im nachtprogramm. andererseits zeigen die einschaltquoten, dass diese strategie wohl doch aufgeht. vielleicht auch deshalb, weil alle privaten diese zielgruppe (14-49) schon zur genüge bedienen.
 
darüber lässt sich streiten. pro 7, RTL und Co. zb. bringen ja auch nicht den ganzen tag sachen, die einen interessieren. die mischung machts bei den ÖR genauso, wie bei den privaten.
Hier mal ein Artikel zu dem Altersdurchschnitt. Ist zwar schon etwas älter, sollte aber immer noch passen:
:arrow: Wie Fernsehsender um jüngere Zuschauer kämpfen

andererseits zeigen die einschaltquoten, dass diese strategie wohl doch aufgeht. vielleicht auch deshalb, weil alle privaten diese zielgruppe (14-49) schon zur genüge bedienen.
Die Quoten sind aber nicht nach Zielgruppen unterteilt.

Der beste Beweise dafür, dass die öffentlich-rechtlichen Sender eher Programm für alte Leute machen, ist die Übersicht über die Quoten der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen:

:arrow: https://www.dwdl.de/content/quoten/

Ausnahmsweise ist die ARD an der Spitze, der Eurovision Song Contest scheint wohl immer noch alle zu interessieren. Wenn du diese Quotenübersicht aber mal ein paar Tage verfolgst, wirst du feststellen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender dort grundsätzlich hinter den Privaten zu finden sind.
 
ich denke, dass die öffies nicht immer die Quotensieger sein müssen. Gerade die können es sich leisten, auch mal "Randinteressen" zu bedienen und müssen es auch. Ich will eigentlich auch nicht immer den Einheitsbrei der Medienmogule zahlen.
Aber dann sollte man einfach die Finanzierung der Öffies überdenken und wie schon gesagt, auch die Struktur. Und statt einer Haushaltspauschale kann man die GEZ ganz abschaffen die Programme ganz aus Steuermitteln bezahlen. Dadurch, dass es einen Haufen Einsparpotential gibt, könnte man die Kosten durchaus irgendwo abknabbern, bzw. man macht eine ganz leichte Steuererhöhung dort, wo es eher die "Besserverdienenden" (und nicht gerade die, die sowie von der GEZ befreit sind) trifft bzw. die Gesamtkosten im Monat sich ca. bei 10 Euro bewegen (schließlich zahlt man ja keine 57 Euro mehr im Quartal)