Ist die GEZ-Abgabe gerechtfertigt?


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Oder, haha, kennt ihr den schon?

"Aber ich glaube, wir haben da wirklich Maß gehalten und möchten auch weiterhin ein gutes Programmangebot machen." - Lutz Marmor

Oder, oder... der ist schon älter, aber er wird jedes Jahr witziger:

"Fakt ist: Die Rundfunkanstalten haben sorgfältige Annahmen getroffen, wie sich der neue Rundfunkbeitrag auf die Einnahmen auswirken wird. Sie sind dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich Mehr- und Mindereinnahmen etwa die Waage halten werden." - deutschlandradio.de 2012
 
ARD & Co. haben zu viel Geld verlangt: Rundfunkbeitrag könnte um 30 Cent sinken

Folgende News wurde am 22.01.2016 um 19:33:00 Uhr veröffentlicht:
ARD & Co. haben zu viel Geld verlangt: Rundfunkbeitrag könnte um 30 Cent sinken
Shortnews

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten haben laut Finanzprüfern zu viel Geld für den Zeitraum 2017 bis 2020 verlangt.

Demzufolge könnte der Rundfunkbeitrag, den jeder Haushalt zahlen muss, im nächsten Jahr um 30 Cent gesenkt werden.


Die Senkung muss jedoch von den Ministerpräsidenten der Bundesländern beschlossen werden.
 
WDR sollen 60,7 Millionen Euro gestrichen werden: Sender rechnete sich arm

Folgende News wurde am 26.02.2016 um 18:45:00 Uhr veröffentlicht:
WDR sollen 60,7 Millionen Euro gestrichen werden: Sender rechnete sich arm
Shortnews

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) steht vor einem Skandal, denn er hat sich laut der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) arm gerechnet.

Der WDR gab finanzielle Mittel an, die er für Bauarbeiten ausgeben wollte, doch das tat der öffentlich-rechtliche Sender nie, so dass er sich arm rechnete.


Die KEF will dem Sender deshalb 60,7 Millionen Euro aus den Gebühreneinnahmen streichen.
 
dann muss man Vetternwirtschaft, Parteilichkeit und Bereicherung konsequent bekämpfen.

Für mich ist das was Du da aufzählst genau die Grundlage dieses Systems, ohne diesen Motor wäre das doch ganz anders geregelt alles, dann wären es wahrscheinlich auch nur 2-3 Euro pro Monat die man einfach beim Kauf von Fernsehern, Radios von mir aus auch Handys und Rechnern aufschlagen könnte
 
ich vermute eher, dass der Kauf von Rundfunkgeräten eher aus Steuermitteln subventioniert wird....., wie sonst könnte der zwangsfinanzierte Staatsfunk seine Lügen und Desinformationen im Sinne der NATO/USA und der Atlantikbrücke unters Volk bringen.... ;)
 
Jetzt ham wirs: Streichung der Propaganda-Subventionen und stattdessen Finanzierung der ÖR aus Steuermitteln. Voila.
 
Solange die ÖR tagtäglich gegen den Rundfunkstaatsvertrag verstoßen scheint mir persönlich die Zwangsfinanzierung der Anstalten durch den "zu verblödenden Teilnehmer" schon fast gesetzeswidrig.
 
ich finde wer tv und radio hat sollte gez zahlen. wer handy und pc hat und nachweislich nie öffentlich rechtliche sender schaut/hört sollte nichts zahlen. dann sollte aber auch irgendwie gesperrt werden das sich sich ard/zdf etc als app laden können oder auf youtube schauen. entweder ganz oder garnicht. würde das regeln wie mit sky. das sieht man ja auch nur wenn man dafür zahlt. klingt jetzt krass, aber sonst sagt ja jeder das er das nicht schaut.
 
würde das regeln wie mit sky. das sieht man ja auch nur wenn man dafür zahlt. klingt jetzt krass, aber sonst sagt ja jeder das er das nicht schaut.

Ich wäre absolut dafür, nur steht das in Konflikt mit dem Auftrag; allen Bürgern eine Grundversorgung zugänglich zu machen.

Ich glaube es hätte auch kaum jemand ein Problem damit, wenn es denn eine vernünftige Definition für eine Grundversorgung gäbe, denn WENN es die gäbe, hätten wir nicht >20 Fernseh- u. >60 Radiosender samt einem Rattenschwanz von unzähligen weiteren Beschäftigten. Zudem dürften die gar keine Werbung machen, denn die Sendeanstalten sind ja bereits gebührenfinanziert. € 17,50 im Monat sind einfach nur Wahnsinn, selbst als Jahresbeitrag wäre das noch zu viel.

Meiner Ansicht nach würde man mit drei öffentlich rechtlichen Fernsehsendern, die je nach Tageszeit verschiedene Genres abdecken, absolut auskommen. Immerhin reden wir von einer Grundversorgung, wer ein spezielleres Thema vertiefen möchte, soll doch bitte speziell dafür zahlen oder auf die privaten ausweichen. Teure Sportereignisse zählen ebenfalls nicht zu einer Grundversorgung, da würde eine zeitversetzte Zusammenfassung absolut ausreichen und würde nur einen winzigen Bruchteil der Kosten verursachen. Wer Live-Sport will, soll sich das kaufen.

Ich denke, man könnte mit ~10 Euro je verkauftem Rundfunk-/Empfangsgerät sämtliche Kosten decken und auf völlig ungerechtfertigte Pauschalabgaben verzichten. Wer ein Gerät kauft, will es auch nutzen und kann somit gleich zahlen. Wer kein Gerät kauft kann es auch nicht nutzen, muss de facto auch nicht zahlen.
 
@daric: das mit der gebühr pro gerät ist echt ne gute idee.
genauso das man eben für spartensender und sportevents zahlen muss. es reichen ja eigentlich ard, zdf und der regionalsender. beim radio bin ich etwas überfragt wer da privat und wer öffentlich ist.
einsplus, zdfneo, tagesschautv, etc und die regionalsender anderer bundesländer kann man ja nur per satellit oder kabelbox empfangen. also zahlt man da ja eh schon für.
 
Nun ja, das klingt eher nach Minimal- denn Grundversorgung. In meinen Augen heißt Grundversorgung: Unterhaltung, Information, Bildung, Kultur. Und zwar in Globaler, Nationaler und Lokaler Form. Ich glaube nicht, dass du das mit 3 TV-Sendern (also 72 Sendestunden) adäquat abgedeckt bekommst.

Hinzu kommt, dass alle Inhalte entweder selber produziert oder zugekauft werden müssen. Auch Bildungs- und Kulturthemen. Mit einmalig 10€ pro Gerät wirst man das wohl kaum wuppen können. Und ich rede "nur" vom Fernsehen! Womit du recht hast, ist (teure) Sportberichterstattung. Allerdings, um mal beim Naheliegendsten zu bleiben, sieh Dir die Entwicklung des Profifußballs in England an. Die Spieltage der Premier League sind heillos zerfleddert und die Tickets für die Stadien so teuer, dass sich viele den Eintritt kaum noch leisten können. Und alles, weil der das gesamte System voll am Finanztropf des Pay-TV hängt. Und Sport gehört eben zu unserer Gesellschaft - also wäre es Teil einer Grundversorgung! Und Sky drängt schon seit Jahren auf die Abschaffung der Sportschau, weil die ihnen das Geschäftsmodell verhagelt! Und das ist noch nicht mal LIVE!

Was auf jeden Fall geändert werden muss, ist die starke Verfilzung zur Politik (Bei Sendern wie dem BR und dem WDR besonders gut zu betrachten), und die verfilzte Bürokratie in den Sendern. Es mag wahrscheinlich auch keinen Sinn machen, Kleinstsender wie Radio Bremen oder den Saarländischen Rundfunk weiter zu pudern. Normalerweise sollten 5-6 ARD-Sendeanstalten ausreichen: NDR, SWR, WDR, RBB, SDR (BR & HR) und MDR. Radio Bremen sollte mit dem NDR fusionieren, der Saarländische Rundfunk mit dem SWR. Dazu das ZDF. Auch Multinationale Projekte wie Arte (Deutschland & Frankreich) und 3Sat (Deutschland, Schweiz, Österreich) sind sinnvoll. Phoenix und die Spartensender auch, auch wenn ich der Meinung bin, dass es nicht alles 2-mal geben sollte (von ZDF und ARD) Man braucht z.B. nicht ARD Festival UND ZDFkultur, oder Tagesschau24 und ZDFinfo. Und die Sender sollten sich auf ihre Sparten konzentrieren. Arte macht das in meinen Augen hervorragend, auch 3Sat.
 
einsplus, zdfneo, tagesschautv, etc und die regionalsender anderer bundesländer kann man ja nur per satellit oder kabelbox empfangen. also zahlt man da ja eh schon für.
Die ÖR-Sender kannst Du fast alle auch über DVB-T empfangen, zukünftig auch in HD über DVB-T2. Wobei ich nicht weiß, ob auch alle Zweiten und Dritten dabei sind, aber ZDFneo und info, Tagesschau24 und EinsPlus würde ich wohl empfangen können (habe sie nicht programmiert) nebst X Regionalsendern.

Eine Ausnahme sind die regionalen anderer Bundesländer. Darüber kann man streiten, ob man die nun braucht. Ich gucke schon die Berliner und Brandenburger Sender nicht, weil uninteressant. Noch viel uninteressanter ist für mich, ob der Trecker von Bauer Willig in Niederbayern angesprungen ist oder nicht.

Trotzdem würden mir Themensender reichen. Dann käme ich auf insgesamt 9 Fernsehsender, die ich mit viel gutem Willen als "Grundversorgung" sehen würde. Streichen wir mal zusammen:

  • Nachrichten und Wetter (Phoenis oder Tagesschau24, ZDF heute)
  • Kultur (wie Arte oder ZDF kultur)
  • Bildung und Dokus (wie BRalpha oder ZDF info)
  • Musik (bislang gar nicht)
  • Sport (bislang gar nicht)
  • Filme (bislang gar nicht, wird rudimentär von ARD und ZDF abgedeckt))
  • Serien (bislang gar nicht, wird rudimentär von ARD und ZDF abgedeckt)
  • Kinderprogramm (wie KiKa oder ZDF tivi)
  • 1 Regionalsender pro Bundesland

Und dazu kommen noch die in der Vergangenheit bereits kritisierten Umstände, wie etwa inhaltlich beinahe deckungsgleiche Eigenproduktionen oder eben ein eigenes Orchester für beinahe jeden Sender. Ist ja schön, dass man so viele Leute beschäftigt, statt sie der Arbeitslosigkeit zu überantworten, aber ein wenig mehr Kostenbewusstsein (und damit Entlastung der Beitragszahler) könnte nun wirklich nicht schaden.
 
Nun ja, das klingt eher nach Minimal- denn Grundversorgung. In meinen Augen heißt Grundversorgung: Unterhaltung, Information, Bildung, Kultur. Und zwar in Globaler, Nationaler und Lokaler Form. Ich glaube nicht, dass du das mit 3 TV-Sendern (also 72 Sendestunden) adäquat abgedeckt bekommst.
Ja so gehen die Meinungen auseinander, man wird sich da nur schwer einigen können. Vermutlich einer der Gründe weshalb es keine Definition für Grundversorgung gibt.

Allerdings möchte ich Deine 72 Stunden-Rechnung zu meinen drei beispielhaften Sendern aufgreifen und korrigieren: Ich komme da auf satte 504 Sendestunden, denn es gibt viele Themenbereiche einer Grundversorgung, die nicht täglich laufen müssen.

z.B. Unterhaltung, ein Krimi pro Woche wird in einer Grundversorgung ausreichen,
Sportberichterstattungen müssen auch nicht jeden Tag im TV laufen, sowas kann man mit Radioberichterstattungen ergänzen.

3 Sender mit 7 Wochentagen x 24 Stunden, ich denke sehr wohl das man dort einiges unterbringen kann.

Von den Ersparnissen die jeder Haushalt dann zu verzeichnen hätte, könnten sich die Bürger dann das Programm welches sie individuell intreressiert als PayTV hinzukaufen und würden immernoch weniger bezahlen als heute.

@daric: das mit der gebühr pro gerät ist echt ne gute idee.
War nicht meine Idee, die kam von Wasweissdennich, etwas weiter oben. Ich habe sie nur mit aufgegriffen, weil es einfach und zweckmäßig wäre.
 
Nun ja, das klingt eher nach Minimal- denn Grundversorgung. In meinen Augen heißt Grundversorgung: Unterhaltung, Information, Bildung, Kultur. Und zwar in Globaler, Nationaler und Lokaler Form. Ich glaube nicht, dass du das mit 3 TV-Sendern (also 72 Sendestunden) adäquat abgedeckt bekommst.

Hinzu kommt, dass alle Inhalte entweder selber produziert oder zugekauft werden müssen. Auch Bildungs- und Kulturthemen. Mit einmalig 10€ pro Gerät wirst man das wohl kaum wuppen können. Und ich rede "nur" vom Fernsehen!

Wieso denn nur einmalig 10 Euro? Seien wa "großzügig" und nehmen 10 % bei Fernsehern.

Dann sind es bei nem 300 Euro Fernseher eben 30 Euro und bei dem 3000 Euro Fernseher eben 300 Euro.
Bei Radios kann man ja prozentual etwas mehr nehmen (da geringerer Preis) und bei Smartphones, Rechner prozentual etwas weniger weil man damit ja sehr viel mehr anstellen kann als ÖR zu sehen.

Kenne genug Menschen die alle paar Jahre einen tollen, neuen, riesigen Fernseher kaufen und da kann man "den Richtigen" ruhig etwas bei abnehmen, ähnliches gilt analog für Smartphones und Rechner, vielleicht ersparen wir unserem Planeten auch ein paar 1000 Tonnen Elektroschrott und weitere Umweltverschmutzung damit ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
vielleicht ersparen wir unserem Planeten auch ein paar 1000 Tonnen Elektroschrott und weitere Umweltverschmutzung damit ;)
Das wird wohl nicht passieren, wir leben in einem Zwang von Wirtschaftswachstum, der sogar in einem Wirtschaftswachstumsgesetz geregelt ist.
Wer nicht alle paar Jahre neue Geräte kauft, oder sogar in erwägung zieht gebraucht zu kaufen, muss sich ja schon fast schämen :roll:

Uns wird ja von den politisch gesteuerten Massenmedien auch per Gehirnwäsche vorgegeben, dass der Begriff "Verbraucher" positiv belegt ist. Denn nur durch viele Verbraucher die möglichst viel "verbrauchen" läuft die Wirtschaft. Man sollte mal darüber nachdenken.

Das es eigentlich absoluter Wahnsinn ist, wertvolle Recourcen so sinnlos zu vergeuden und ständig für die Müllhalden zu produzieren, interessiert doch heute keinen mehr so lange jedes halbe Jahr neue tolle Geräte auf den Markt kommen die durch zwanghafte Werbung und Gehirnwäsche gekauft werden wie blöd. Handys gibts nur noch auf Pump, das es ein Kredit ist den man abschließt merkt keiner. Heisst ja Mobilfunkvertrag. Auch eine 0% Finanzierung für den 2000 Euro Fernseher kostet ja nix, weil is ja 0%. :ugly: