franznolte
Member
- 5 April 2007
- 11
- 3
Herzlichen Glückwunsch, Frau Merkel !
Sie machen das wunderbar!
Machen Sie weiter so
ganz vorne auf dem Wege zu einer
weltweiten Öko Sozialen Marktwirtschaft.
Es ist der richtige Weg. Danke, Frau Merkel.
https://globalisierung-zaehmen.vox.com/
Vertrauen durch „Nachhaltigkeit“ ist die Lösung!
Nur durch „nachhaltiges Wirtschaften“ kann das Vertrauen in die Märkte zurückgewonnen werden – weltweit!
Jetzt lautet die alles entscheidende Frage:
Wie kann das verloren gegangene Vertrauen der Verbraucher in die Zukunft und das Vertrauen der zutiefst verunsicherten Marktteilnehmer in die Marktwirtschaft zurückgewonnen werden? (Oder ist da jemand anderer Meinung?)
Eine brandaktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney „... unterstreicht, dass die Aktienmärkte nachhaltigen Unternehmen eher zutrauen, die Krise zu bewältigen und vor allen Dingen auch langfristig – sprich nach der Krise – weiterhin sehr erfolgreich zu sein.“
Aus dem Dow Jones Substainability Index und der Goldmann Sachs Sustain Focus List wurden weltweit 99 Unternehmen mit einer überzeugenden „Nachhaltigkeitsverpflichtung“ ermittelt. Deren Aktienkurse haben sich in der aktuellen Krise in 16 von 18 Industriebranchen deutlich besser entwickelt als der Aktienmarkt insgesamt, durchschnittlich um 15 Prozent.
Nachhaltigkeit beinhaltete in der Studie
langfristig angelegte Unternehmensstrategien, die
Unternehmensführung, die
Schonung von Umwelt, Natur und Ressourcen und die
Respektierung von sozialen Mindeststandards unter
Rücksichtnahmen auf kommende Generationen.
Warum sollte nicht auch der Staat solchen nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen größeres Vertrauen entgegenbringen?
Warum sollte nicht auch der Steuerzahler größeres Vertrauen haben in nachhaltiges Wirtschaften? Gerade er, seine Kinder und Kindeskinder sind
es doch, die die sich auftürmende Zeche zu zahlen haben. Die am allermeisten zu leiden haben unter dem globalen Scheitern einer weltweiten rücksichtslosen Jagd nach dem schnellen Geld. Da haben sich einige goldene Nasen geholt. Sollen die doch aufkommen für den angerichten Schaden und Steuern zahle, wie sich das gehört. Eigentlich.
Nachhaltiges Wirtschaften kostet leider, leider mehr Geld. Das mindert die Wettbewerbsfähigkeit. Obwohl mittel- und längerfristig gewaltige Kosten eingespart werden. Es sollte belohnt werden. Durch die Gewährung von Steuervorteilen. Um Benachteiligungen bei der Wettbewerbsfähigkeit abzufedern. Damit nachhaltiges Wirtschaften eine Chance hat. Denn es schont die Natur und Ressourcen. Es achtet die Menschen und die soziale Umwelt. Es nutzt Potentiale und entwickelt sie. Es fördert den sozialen Frieden und den Weltfrieden.
Heute ist nachhaltiges Wachstum global möglich.
Niemals zuvor war der Zeitpunkt so günstig,
die Bereitschaft weltweit so groß.
Heute ist es Konsenz aller Völker der Welt, die Krise gemeinsam und partnerschaftlich zu bekämpfen, zu überwinden und zu verhindern, dass jemals wieder eine Katastophe diesen Ausmaßes über die Welt hereinbricht.
Auf allen Kontinenten haben sich die Völker der Welt auf den Weg gemacht. Sie trafen sich in Asien am 25.Oktober2008 beim „Asien-Europa-Gipfel „ (ASEM) in Peking. Die 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländer stimmten sich ab in Nordamerika am 15.November2008 in Washington beim „Weltfinanz-Gipfel“. Die Völker der Welt haben ihren gemeinsamen Willen zur Partnerschaft bei der Überwindung der Krise bekräftigt am 23.November2008 in Südamerika in einer "Erklärung von Lima" beim Gipfel der 21 Mitgliedsstaaten des „Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums“(Apec). Am 02. April 2009 werden sie sich im Rahmen der G-20 wieder treffen, dieses Mal beim „G-20-Gipfel“ in Europa , in London und Frau Merkel immer an vorderster Front mit den ausgereiftesten Ideen.
Weiter so, Frau Merkel.
Es ist Ihre Chance.
Die Zeit drängt.
Der amerikanische Präsident ist zu hause schwer beschäftigt mit erstaunlicher Tatkraft und den allerbester Absichten. Die Hinterlassenschaften der Vorgänger sind katastrophal und von ihm alleine kaum zu bewältigen. Auch fehlen ihm die Erfahrung und enttäuschten Erwartungen eines Weltwirtschaftsgifels in Heiligendamm. Er wird aber sicher mitziehen, wenn Sie voranschreiten.
Hören Sie nicht auf die zaghaften Zweifler und Besserwisser, die immer nur auf Amerika warten. Die immer noch noch nicht begriffen haben, was "change, yes we can" eigentlich hier und heute wirklich bedeutet. Die immer noch meinen, wir befinden uns in einer der vielen cyclischen Krisen, wie gehabt.
Die immer noch nicht realisiert haben, dass das Vertrauen in die "neoliberale" Art von Marktwirtschaft tief erschüttert und verloren gegangen ist, weil diese garantiert nicht nachhaltige Art des Wirtschaftens immer nur rücksichtslos, raffgierig, egomanisch, geblendet und schließlich erblindet hinter dem schnellen Geld hergerannt ist. Dabei hat sie sich ins gesellschaftliche Abseits manövriert und nutzlos und überflüssig gemacht. Vor aller Augen und garantiert nachhaltig. Zu allem Überfluß hat sie bei ihrem Abgang auch noch immensen weltweiten Schaden angerichtet. Und obendrein hat sie auch noch die Saat gesät für Konflikte zwischen den Menschen und Völkern der Erde.
Schreiten Sie weiter an der amtierenden tschechischen EU-Ratsmitgliedschaft vorbei auf dem Weg zu einer ÖkoSozialen Marktwirtschaft. Nehmen Sie Sarkosy und Braun an die Hand. Eine echte „New Economy“ ist im Entstehen, weltweit, keine Blase wie anno Ende der 90er die Internet- und Technologieblase in den USA eine war.
Warten sie nicht auf den chinesischen Ministerpräsidenten. Der wird sich nicht vordrängeln, eher abwarten. Auch China hat seit 2006 einen neuen Weg eingeschlagen, weg vom rücksichtslosen Wachstum auf Kosten von Mensch und Natur, hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Haben Sie Vertrauen.
Seien sie nicht zu streng mit China. Dort wurden in den vergangenen 25 Jahren über 300 000 000 Menschen aus bitterer Armut befreit und zuletzt jedes Jahr 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Nicht alles ist schlecht in dem Land. Auch Chinesen können nicht zaubern. Aber die Richtung stimmt in China, trotz Technologieklau, Internetzensur, Tibetund Dalai lama. Chinas Probleme sind gewaltig. Die Bevölkerung ist riesig. Das Potential ist vorhanden und der Wille ist da. China braucht Zeit, die wir jetzt nicht mehr haben.
Rußland ist in der Defensive und Japan sitzt zwischen den Stühlen. Großbritanien leidet an Vertrauensverlust und Schwindsucht. Kanada hängt am Tropf der USA.
Schreiten Sie weiter voran, ganz vorne. Seien Sie mutig, so wie bisher, und nehmen sie die Herausforderungen an, die Europa zugefallen sind. Deutschland spielt eine große Rolle in Europa und Europa in der Welt. Europa trägt Verantwortung und hat Reputation wegen der Erfolge bei der Einführung einer gemeinsamen Währung und bei der europäischen Integration, wegen der Rechtsstaatlichkeit, wegen der Erfahrungen mit der „sozialen Marktwirtschaft“. Europa ist global ein wirtschaftliches Schwergewicht und ebenbürtig. Die Vereinigten Staaten von Europa sind mit der Weltwirtschaft zutiefst verflochten und von ihr abhängig.
Ergreifen Sie weiter die Initiative auf dem Weg in eine friedliche Zukunft, auf dem Weg einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zum Wohle einer nachhaltigen Entwicklung der Volkswirtschaften in der Welt, mit Respekt vor Mensch und Natur, im Kampf gegen die weltweite Armut und zum Wohle aller Menschen, besonders auch in den zu Kurz gekommenen Entwicklungsländern.
Es gibt keinen anderen Weg aus der Krise . Die Vision eines „Weltwirtschaftsrates“ und einer „Charta für nachhaltige Entwicklung“ kann Wirklichkeit werden. Sie ist zum Greifen nahe, trotz mutloser Skeptiker.
Globalisierung der (Öko-)Sozialen Marktwirtschaft
"Ich werde nicht locker lassen, bis wir solche Regeln erreicht haben."
hat Bundeskanzlerin Angela Merkel laut Nachrichtenagentur Reuters hoch und heilig versprochen und ihre Pläne zum Kampf gegen die globale Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt ihrer Neujahrsansprache gestellt. In Deutschland stünden auch 2009 Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen an erster Stelle. International müssten eingeführt weltweit Regeln werden, die sich an den Prinzipien der (Öko-) Sozialen Marktwirtschaft orientierten. (Entschuldigung für den Einschub („Öko-„), aber Frau Merkel denkt doch ökologisch, oder nicht?) Zum Ausweg aus der Krise brauche die Welt klare Grundsätze. Diese müssten aber weltweit beachtet werden.
Der Staat sei Hüter der sozialen und wirtschaftlichen Ordnung und der Wettbewerb brauche Augenmaß und soziale Verantwortung. Dies sei die Chance, die in der Krise stecke; "Wir wollen stärker aus ihr herausgehen, als wir hinein gekommen sind... Arbeit für die Menschen - das ist der Mittelpunkt unseres Handelns", sagte Frau Merkel.
Das ist wahrhaft ein zukunftsweisendes Programm, um zukünftige globale Krisen zu verhindern, wenn der Mensch und die soziale Verantwortung im Mittelpunkt stehen. Dann ist es visionär, richtungsweisend und mutig.
Bundeskanzlerin Merkel bietet die Instrumente zur weltweiten Umsetzung einer Öko Sozialen Marktwirtschaft: https://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE4BU01520081231
„Weltwirtschaftsrat“ und
„Charta für nachhaltiges Wirtschaften“
Angesichts der weltweiten Konjunkturkrise hält Bundeskanzlerin Angela
Merkel neben dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auch einen Weltwirtschaftsrat für möglich, sagte sie bei einer internationalen Wirtschaftskonferenz zur Finanzkrise in Paris. So wie es eine weltweit gültige Menschenrechtscharta gebe, werde langfristig auch eine Charta für nachhaltige Wirtschaft nötig sein, sagte die Kämpferin an vorderster Front für die Menschenrechte weltweit. Die Fehler der Vergangenheit dürften nicht wiederholt werden, sagte Merkel bei dem Kolloquium "Neue Welt, neuer Kapitalismus".
Die Wirtschafts- und Finanzkrise habe gezeigt, wo die Risiken der Globalisierung lägen. Die Welt sei "institutionell und regulatorisch" nicht ausreichend vorbereitet gewesen. Jetzt müssten die Staaten Berge von Schulden anhäufen, um aus der Finanzkrise herauszukommen, sagte Merkel mit Blick auf die milliardenschweren Konjunkturprogramme der Regierungen.
Den Rat für Wirtschafts- und Sozialfragen der UN will Angela Merkel zu einem echten Weltwirtschaftsrat auszubauen....Wie es für Fragen der Sicherheit und Menschenrechte einen Weltsicherheitsrat gebe, müsse für Wirtschaftsfragen ein Weltwirtschaftsrat geschaffen werden. Der auch ECOSOC genannte UN-Wirtschaftsrat, dem 54 Staaten angehören und in dem Entwicklungsländer stark vertreten sind, müsse gestärkt und ausgebaut werden, sagte Merkel.
https://www.pr-inside.com/de/merkel-fuer-weltwirtschaftsrat-r943251.htm
Das ist wirklich visionär im Rahmen einer G-20 der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer oder auch abgespeckt im Rahmen eines G-13. Der exklusiv-elitäre G-7 Club samt OECD sind jedenfalls out und damit auch ein gehöriges Stück Vorherrschaft in der Welt.
Frau Merkel vertritt das Konzept eines „Weltwirtschaftsrat", der aus den bisherigen G-8 des Weltwirtschatsgipfels von Heiligendamm inclusive Rußland bestehen soll plus den mächtig aufstrebenden Schwellenländern aus Asien (China, Indien), aus Südamerika (Brasilien), aus Mittelamerika (Mexiko) und aus Afrika (Südafrika). Aussperren will Frau Merkel Länder, die bei den G-20 zuletzt mit dabei waren: Indonesien, Argentinien, Türkei, Südkorea, Saudi-Arabien, Australien, aber nicht die EU als Ganzes. Auch lehnt sie bis jetzt, wohl vor allem aus geldpolitischen Gründen, vehement den Vorschlag des französischen Staatspräsidenten Sarkosy ab, in der Euro-Gruppe eine Art von "europäischer Wirtschaftsregierung" zu gründen und verweist auf den europäischen "Rat für Wirtschaft und Finanzen", dem die Finanzminister aller EU-Mitgliedsstaaten angehören.
IWF, Weltbank und Sicherheitsrat reformieren!
Ein solcher "Weltwirtschaftsrat" muß handlungsfähig sein und die Kräfteverhältnisse in der Welt richtig wiederspiegeln.
Da sind vor allem die altehrwürdigen „westlichen“ Industriestaaten gefordert mit ihren überlieferten und mittlerweile gewaltig verstaubten Privilegien in den internationalen Gremien der Weltgemeinschaft, im internationalen Währungsfond (IWF), in der Weltbank und bei der Stimmenverteilung im Weltsicherheitsrat.
Über Jahrzehnte sind globale Wettbewerbsverzerrungen entstanden, die für einige große Wettbewerbsvorteile bieten und auf alten verstaubten Besitzständen beruhen. Sie können zum entscheidenden Hemmschuh einer gemeinsamen nachhaltigen Krisenbewältigung werden.
Seit der Neuaufteilung und Neuordnung der Welt als Ergebnis der Zweiten Weltkriegs sind Jahrzehnte der Nachkriegsordnung vergangen und die Welt hat im Zuge der Globalisierung ein neues Gesicht bekommen. Unter der Überschrift " Global Trends 2025. A Transformed World" wird in dem neusten Bericht des amerikanischen "National Intelligence Council", der alle fünf Jahre eine globale Analyse erstellt und als Bindeglied zwischen den verschiedenen amerikanischen Geheimdiensten und der Politik fungiert, eine weitere Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der Welt vorausgesagt. In einer zukünftigen multipolaren Weltordnung werde den Vereinigten Staaten zunehmende Konkurrenz erwachsen von den sogen. "BRIC"-Ländern Brasilien, Rußland, Indien und vor allem von China. Der Einfluß der USA werde auf wirtschaftlichem, politischen und militärischen Gebiet abnehmen. Der Dollar werde mit den wirtschaftlichen Umschichtungen an Bedeutung verlieren und langfristig nur noch die "erste Währung unter gleichen" sein.
https://www.globalisierung-zaehmen.de/globalisierung130.html
Ein "Weltwirtschaftsrat" muß den mächtig aufstrebenden Schwellenländern die Luft zum Atmen und gedeihen geben, die sie brauchen, um ihre gewaltigen Potentiale und Ressourcen zum Wohle der Volkswirtschaften und auch zum Wohle ihrer riesigen Bevölkerungen zu entwickeln. In einer Welt, die in gewachsene Einflußzonen zugunsten der bisher führenden Industriestaaten auch militärisch eingebunden ist, stoßen aufstrebende Schwellenländer in ihrer Entwicklung oft an Grenzen, die von anderen gezogen wurden aus einer überkommenen Position der Stärke heraus.
Das kann zu Konflikten führen, wie die Weltgeschichte immer wieder gezeigt hat. Es besteht die Chance, dass heute der richtige Weg eingeschlagen wird. Der künftige US-Präsident Barak Obama hat eine Rückkehr zum Multilateralismus und zur Diplomatie als Pflege der Beziehungen zwischen Staaten durch Verhandlungen versprochen und will den Vereinten Nationen wieder ihre Rolle bei der Lösung von Konflikten zukommen lassen, die ihnen gebührt. Auch will er die seit Jahren ausstehenden Beitragsschulden der USA bei den Vereinten Nationen in Höhe von 1 Milliarde Dollar begleichen.
In der Abschlußerklärung fordern die auf dem Weltfinanzgipfel anwesenden Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer eine umfassende Reform des Internationalen Währungsfond (IWF) und der Weltbank, in denen bis heute die USA (Weltbank) und Europa (IWF) die Chefposten besetzen.
Im IWF sind die Stimmrechte der 185 Mitglieder höchst ungleich verteilt. In Zukunft soll der Einfluß der Schwellen- und Entwicklungsländer deutlich gestärkt werden. China, Indien und Saudi-Arabien sollen einen Teil ihrer Währungsreserven in den Fonds stecken und so höhere Quoten und Mitspracherechte erwerben.
Hoch und heilig haben die versammelten Staats- und Regierungschefs der G-20 in ihrer Abschlußerklärung einvernehmlichen versprochen, auch die Amerikaner und Franzosen, im kommenden Jahr das Kriegsbeil zu vergraben und mindestens bis Ende 2009 auf jegliche protektionistischen Maßnahmen zu verzichten. Großartig, man muß sie beim Worte nehmen!
„Grün aus der Krise“
von Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen.
von Al Gore, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger US-Vizepräsident.
„Um aus der weltweiten Rezession zu kommen, müssen die Regierungen koordinierte Konjunkturanreize schaffen. Dabei gilt es jedoch sicherzustellen, dass die jetzt entstehende neue Wirtschaftsordnung ökologischer und gerechter wird. Die Ausgabenprogramme dürfen nicht dazu dienen, Fehlverhalten zu bewahren. Wirtschaftliche Anreize zu schaffen ist für die Regierungen weltweit das Gebot dieser Tage.
Aber die Politiker dürfen nicht nur auf Konjunkturanreize setzen. Sie müssen auch sicherstellen, dass die sich jetzt entwickelnde neue Wirtschaftsordnung für uns und diesen Planeten nachhaltig sein wird. Wir benötigen wirtschaftliche Anreize und langfristige Investitionen, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen:eine Politik, die unsere dringenden ökonomischen und sozialen Bedürfnisse erfüllt, die aber auch eine neue grüne Weltwirtschaft schafft. Eine weltweite Rezession erfordert einen weltweiten Lösungsansatz. Wir benötigen eine eng koordinierte Wirtschaftspolitik aller großen Volkswirtschaften..“. https://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar-Gr%FCn-aus-der-Krise/476478.html
„Abschied vom Gucci-Kapitalismus“
von Noreena Hertz,
Professorin für Globalisierung an der Rotterdam School of Management.
„Das Blutbad der Krise bringt eine neue Form des Kapitalismus hervor. National wie international wird er sich durch Kooperation und ein breiteres Verständnis von Wohlstand auszeichnen - ein System, das an Fairness, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist...Ich glaube, jetzt sind alle Bedingungen für ein merklich anderes Wirtschafts-Modell vorhanden, das aus dem Blutbad entstehen könnte, welches diese Krise angerichtet hat...
In dieser ersten Krise der Globalisierung zählt jedermann zu den Verlierern... Sie hat das Zeug dazu, einen radikalen Wandel des Kapitalismus auszulösen, einen radikalen Wandel der Beziehungen zwischen Regierungen, Geschäftswelt und der Gesellschaft. Und das ist eine Gelegenheit, die wir beim Schopfe packen müssen... Ich glaube, dass die Voraussetzungen für einen neuen Kapitalismus da sind, der aus den Trümmern des alten hervorgehen wird: ein kooperativer Kapitalismus, mit den Werten von Kooperation, Zusammenarbeit und kollektiven Interesse in seinem Zentrum... Die Zeit ist reif für einen neuen, auf Zusammenarbeit aufbauenden Kapitalismus, weil die Schattenseite der Globalisierung sichtbar geworden ist.
https://www.handelsblatt.com/politik/gastbeitraege/abschied-vom-gucci-kapitalismus;2157956
Sie machen das wunderbar!
Machen Sie weiter so
ganz vorne auf dem Wege zu einer
weltweiten Öko Sozialen Marktwirtschaft.
Es ist der richtige Weg. Danke, Frau Merkel.
https://globalisierung-zaehmen.vox.com/
Vertrauen durch „Nachhaltigkeit“ ist die Lösung!
Nur durch „nachhaltiges Wirtschaften“ kann das Vertrauen in die Märkte zurückgewonnen werden – weltweit!
Jetzt lautet die alles entscheidende Frage:
Wie kann das verloren gegangene Vertrauen der Verbraucher in die Zukunft und das Vertrauen der zutiefst verunsicherten Marktteilnehmer in die Marktwirtschaft zurückgewonnen werden? (Oder ist da jemand anderer Meinung?)
Eine brandaktuelle Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney „... unterstreicht, dass die Aktienmärkte nachhaltigen Unternehmen eher zutrauen, die Krise zu bewältigen und vor allen Dingen auch langfristig – sprich nach der Krise – weiterhin sehr erfolgreich zu sein.“
Aus dem Dow Jones Substainability Index und der Goldmann Sachs Sustain Focus List wurden weltweit 99 Unternehmen mit einer überzeugenden „Nachhaltigkeitsverpflichtung“ ermittelt. Deren Aktienkurse haben sich in der aktuellen Krise in 16 von 18 Industriebranchen deutlich besser entwickelt als der Aktienmarkt insgesamt, durchschnittlich um 15 Prozent.
Nachhaltigkeit beinhaltete in der Studie
langfristig angelegte Unternehmensstrategien, die
Unternehmensführung, die
Schonung von Umwelt, Natur und Ressourcen und die
Respektierung von sozialen Mindeststandards unter
Rücksichtnahmen auf kommende Generationen.
Warum sollte nicht auch der Staat solchen nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen größeres Vertrauen entgegenbringen?
Warum sollte nicht auch der Steuerzahler größeres Vertrauen haben in nachhaltiges Wirtschaften? Gerade er, seine Kinder und Kindeskinder sind
es doch, die die sich auftürmende Zeche zu zahlen haben. Die am allermeisten zu leiden haben unter dem globalen Scheitern einer weltweiten rücksichtslosen Jagd nach dem schnellen Geld. Da haben sich einige goldene Nasen geholt. Sollen die doch aufkommen für den angerichten Schaden und Steuern zahle, wie sich das gehört. Eigentlich.
Nachhaltiges Wirtschaften kostet leider, leider mehr Geld. Das mindert die Wettbewerbsfähigkeit. Obwohl mittel- und längerfristig gewaltige Kosten eingespart werden. Es sollte belohnt werden. Durch die Gewährung von Steuervorteilen. Um Benachteiligungen bei der Wettbewerbsfähigkeit abzufedern. Damit nachhaltiges Wirtschaften eine Chance hat. Denn es schont die Natur und Ressourcen. Es achtet die Menschen und die soziale Umwelt. Es nutzt Potentiale und entwickelt sie. Es fördert den sozialen Frieden und den Weltfrieden.
Heute ist nachhaltiges Wachstum global möglich.
Niemals zuvor war der Zeitpunkt so günstig,
die Bereitschaft weltweit so groß.
Heute ist es Konsenz aller Völker der Welt, die Krise gemeinsam und partnerschaftlich zu bekämpfen, zu überwinden und zu verhindern, dass jemals wieder eine Katastophe diesen Ausmaßes über die Welt hereinbricht.
Auf allen Kontinenten haben sich die Völker der Welt auf den Weg gemacht. Sie trafen sich in Asien am 25.Oktober2008 beim „Asien-Europa-Gipfel „ (ASEM) in Peking. Die 20 wichtigsten Industrie-und Schwellenländer stimmten sich ab in Nordamerika am 15.November2008 in Washington beim „Weltfinanz-Gipfel“. Die Völker der Welt haben ihren gemeinsamen Willen zur Partnerschaft bei der Überwindung der Krise bekräftigt am 23.November2008 in Südamerika in einer "Erklärung von Lima" beim Gipfel der 21 Mitgliedsstaaten des „Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums“(Apec). Am 02. April 2009 werden sie sich im Rahmen der G-20 wieder treffen, dieses Mal beim „G-20-Gipfel“ in Europa , in London und Frau Merkel immer an vorderster Front mit den ausgereiftesten Ideen.
Weiter so, Frau Merkel.
Es ist Ihre Chance.
Die Zeit drängt.
Der amerikanische Präsident ist zu hause schwer beschäftigt mit erstaunlicher Tatkraft und den allerbester Absichten. Die Hinterlassenschaften der Vorgänger sind katastrophal und von ihm alleine kaum zu bewältigen. Auch fehlen ihm die Erfahrung und enttäuschten Erwartungen eines Weltwirtschaftsgifels in Heiligendamm. Er wird aber sicher mitziehen, wenn Sie voranschreiten.
Hören Sie nicht auf die zaghaften Zweifler und Besserwisser, die immer nur auf Amerika warten. Die immer noch noch nicht begriffen haben, was "change, yes we can" eigentlich hier und heute wirklich bedeutet. Die immer noch meinen, wir befinden uns in einer der vielen cyclischen Krisen, wie gehabt.
Die immer noch nicht realisiert haben, dass das Vertrauen in die "neoliberale" Art von Marktwirtschaft tief erschüttert und verloren gegangen ist, weil diese garantiert nicht nachhaltige Art des Wirtschaftens immer nur rücksichtslos, raffgierig, egomanisch, geblendet und schließlich erblindet hinter dem schnellen Geld hergerannt ist. Dabei hat sie sich ins gesellschaftliche Abseits manövriert und nutzlos und überflüssig gemacht. Vor aller Augen und garantiert nachhaltig. Zu allem Überfluß hat sie bei ihrem Abgang auch noch immensen weltweiten Schaden angerichtet. Und obendrein hat sie auch noch die Saat gesät für Konflikte zwischen den Menschen und Völkern der Erde.
Schreiten Sie weiter an der amtierenden tschechischen EU-Ratsmitgliedschaft vorbei auf dem Weg zu einer ÖkoSozialen Marktwirtschaft. Nehmen Sie Sarkosy und Braun an die Hand. Eine echte „New Economy“ ist im Entstehen, weltweit, keine Blase wie anno Ende der 90er die Internet- und Technologieblase in den USA eine war.
Warten sie nicht auf den chinesischen Ministerpräsidenten. Der wird sich nicht vordrängeln, eher abwarten. Auch China hat seit 2006 einen neuen Weg eingeschlagen, weg vom rücksichtslosen Wachstum auf Kosten von Mensch und Natur, hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Haben Sie Vertrauen.
Seien sie nicht zu streng mit China. Dort wurden in den vergangenen 25 Jahren über 300 000 000 Menschen aus bitterer Armut befreit und zuletzt jedes Jahr 10 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Nicht alles ist schlecht in dem Land. Auch Chinesen können nicht zaubern. Aber die Richtung stimmt in China, trotz Technologieklau, Internetzensur, Tibetund Dalai lama. Chinas Probleme sind gewaltig. Die Bevölkerung ist riesig. Das Potential ist vorhanden und der Wille ist da. China braucht Zeit, die wir jetzt nicht mehr haben.
Rußland ist in der Defensive und Japan sitzt zwischen den Stühlen. Großbritanien leidet an Vertrauensverlust und Schwindsucht. Kanada hängt am Tropf der USA.
Schreiten Sie weiter voran, ganz vorne. Seien Sie mutig, so wie bisher, und nehmen sie die Herausforderungen an, die Europa zugefallen sind. Deutschland spielt eine große Rolle in Europa und Europa in der Welt. Europa trägt Verantwortung und hat Reputation wegen der Erfolge bei der Einführung einer gemeinsamen Währung und bei der europäischen Integration, wegen der Rechtsstaatlichkeit, wegen der Erfahrungen mit der „sozialen Marktwirtschaft“. Europa ist global ein wirtschaftliches Schwergewicht und ebenbürtig. Die Vereinigten Staaten von Europa sind mit der Weltwirtschaft zutiefst verflochten und von ihr abhängig.
Ergreifen Sie weiter die Initiative auf dem Weg in eine friedliche Zukunft, auf dem Weg einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zum Wohle einer nachhaltigen Entwicklung der Volkswirtschaften in der Welt, mit Respekt vor Mensch und Natur, im Kampf gegen die weltweite Armut und zum Wohle aller Menschen, besonders auch in den zu Kurz gekommenen Entwicklungsländern.
Es gibt keinen anderen Weg aus der Krise . Die Vision eines „Weltwirtschaftsrates“ und einer „Charta für nachhaltige Entwicklung“ kann Wirklichkeit werden. Sie ist zum Greifen nahe, trotz mutloser Skeptiker.
Globalisierung der (Öko-)Sozialen Marktwirtschaft
"Ich werde nicht locker lassen, bis wir solche Regeln erreicht haben."
hat Bundeskanzlerin Angela Merkel laut Nachrichtenagentur Reuters hoch und heilig versprochen und ihre Pläne zum Kampf gegen die globale Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt ihrer Neujahrsansprache gestellt. In Deutschland stünden auch 2009 Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen an erster Stelle. International müssten eingeführt weltweit Regeln werden, die sich an den Prinzipien der (Öko-) Sozialen Marktwirtschaft orientierten. (Entschuldigung für den Einschub („Öko-„), aber Frau Merkel denkt doch ökologisch, oder nicht?) Zum Ausweg aus der Krise brauche die Welt klare Grundsätze. Diese müssten aber weltweit beachtet werden.
Der Staat sei Hüter der sozialen und wirtschaftlichen Ordnung und der Wettbewerb brauche Augenmaß und soziale Verantwortung. Dies sei die Chance, die in der Krise stecke; "Wir wollen stärker aus ihr herausgehen, als wir hinein gekommen sind... Arbeit für die Menschen - das ist der Mittelpunkt unseres Handelns", sagte Frau Merkel.
Das ist wahrhaft ein zukunftsweisendes Programm, um zukünftige globale Krisen zu verhindern, wenn der Mensch und die soziale Verantwortung im Mittelpunkt stehen. Dann ist es visionär, richtungsweisend und mutig.
Bundeskanzlerin Merkel bietet die Instrumente zur weltweiten Umsetzung einer Öko Sozialen Marktwirtschaft: https://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE4BU01520081231
„Weltwirtschaftsrat“ und
„Charta für nachhaltiges Wirtschaften“
Angesichts der weltweiten Konjunkturkrise hält Bundeskanzlerin Angela
Merkel neben dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen auch einen Weltwirtschaftsrat für möglich, sagte sie bei einer internationalen Wirtschaftskonferenz zur Finanzkrise in Paris. So wie es eine weltweit gültige Menschenrechtscharta gebe, werde langfristig auch eine Charta für nachhaltige Wirtschaft nötig sein, sagte die Kämpferin an vorderster Front für die Menschenrechte weltweit. Die Fehler der Vergangenheit dürften nicht wiederholt werden, sagte Merkel bei dem Kolloquium "Neue Welt, neuer Kapitalismus".
Die Wirtschafts- und Finanzkrise habe gezeigt, wo die Risiken der Globalisierung lägen. Die Welt sei "institutionell und regulatorisch" nicht ausreichend vorbereitet gewesen. Jetzt müssten die Staaten Berge von Schulden anhäufen, um aus der Finanzkrise herauszukommen, sagte Merkel mit Blick auf die milliardenschweren Konjunkturprogramme der Regierungen.
Den Rat für Wirtschafts- und Sozialfragen der UN will Angela Merkel zu einem echten Weltwirtschaftsrat auszubauen....Wie es für Fragen der Sicherheit und Menschenrechte einen Weltsicherheitsrat gebe, müsse für Wirtschaftsfragen ein Weltwirtschaftsrat geschaffen werden. Der auch ECOSOC genannte UN-Wirtschaftsrat, dem 54 Staaten angehören und in dem Entwicklungsländer stark vertreten sind, müsse gestärkt und ausgebaut werden, sagte Merkel.
https://www.pr-inside.com/de/merkel-fuer-weltwirtschaftsrat-r943251.htm
Das ist wirklich visionär im Rahmen einer G-20 der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer oder auch abgespeckt im Rahmen eines G-13. Der exklusiv-elitäre G-7 Club samt OECD sind jedenfalls out und damit auch ein gehöriges Stück Vorherrschaft in der Welt.
Frau Merkel vertritt das Konzept eines „Weltwirtschaftsrat", der aus den bisherigen G-8 des Weltwirtschatsgipfels von Heiligendamm inclusive Rußland bestehen soll plus den mächtig aufstrebenden Schwellenländern aus Asien (China, Indien), aus Südamerika (Brasilien), aus Mittelamerika (Mexiko) und aus Afrika (Südafrika). Aussperren will Frau Merkel Länder, die bei den G-20 zuletzt mit dabei waren: Indonesien, Argentinien, Türkei, Südkorea, Saudi-Arabien, Australien, aber nicht die EU als Ganzes. Auch lehnt sie bis jetzt, wohl vor allem aus geldpolitischen Gründen, vehement den Vorschlag des französischen Staatspräsidenten Sarkosy ab, in der Euro-Gruppe eine Art von "europäischer Wirtschaftsregierung" zu gründen und verweist auf den europäischen "Rat für Wirtschaft und Finanzen", dem die Finanzminister aller EU-Mitgliedsstaaten angehören.
IWF, Weltbank und Sicherheitsrat reformieren!
Ein solcher "Weltwirtschaftsrat" muß handlungsfähig sein und die Kräfteverhältnisse in der Welt richtig wiederspiegeln.
Da sind vor allem die altehrwürdigen „westlichen“ Industriestaaten gefordert mit ihren überlieferten und mittlerweile gewaltig verstaubten Privilegien in den internationalen Gremien der Weltgemeinschaft, im internationalen Währungsfond (IWF), in der Weltbank und bei der Stimmenverteilung im Weltsicherheitsrat.
Über Jahrzehnte sind globale Wettbewerbsverzerrungen entstanden, die für einige große Wettbewerbsvorteile bieten und auf alten verstaubten Besitzständen beruhen. Sie können zum entscheidenden Hemmschuh einer gemeinsamen nachhaltigen Krisenbewältigung werden.
Seit der Neuaufteilung und Neuordnung der Welt als Ergebnis der Zweiten Weltkriegs sind Jahrzehnte der Nachkriegsordnung vergangen und die Welt hat im Zuge der Globalisierung ein neues Gesicht bekommen. Unter der Überschrift " Global Trends 2025. A Transformed World" wird in dem neusten Bericht des amerikanischen "National Intelligence Council", der alle fünf Jahre eine globale Analyse erstellt und als Bindeglied zwischen den verschiedenen amerikanischen Geheimdiensten und der Politik fungiert, eine weitere Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der Welt vorausgesagt. In einer zukünftigen multipolaren Weltordnung werde den Vereinigten Staaten zunehmende Konkurrenz erwachsen von den sogen. "BRIC"-Ländern Brasilien, Rußland, Indien und vor allem von China. Der Einfluß der USA werde auf wirtschaftlichem, politischen und militärischen Gebiet abnehmen. Der Dollar werde mit den wirtschaftlichen Umschichtungen an Bedeutung verlieren und langfristig nur noch die "erste Währung unter gleichen" sein.
https://www.globalisierung-zaehmen.de/globalisierung130.html
Ein "Weltwirtschaftsrat" muß den mächtig aufstrebenden Schwellenländern die Luft zum Atmen und gedeihen geben, die sie brauchen, um ihre gewaltigen Potentiale und Ressourcen zum Wohle der Volkswirtschaften und auch zum Wohle ihrer riesigen Bevölkerungen zu entwickeln. In einer Welt, die in gewachsene Einflußzonen zugunsten der bisher führenden Industriestaaten auch militärisch eingebunden ist, stoßen aufstrebende Schwellenländer in ihrer Entwicklung oft an Grenzen, die von anderen gezogen wurden aus einer überkommenen Position der Stärke heraus.
Das kann zu Konflikten führen, wie die Weltgeschichte immer wieder gezeigt hat. Es besteht die Chance, dass heute der richtige Weg eingeschlagen wird. Der künftige US-Präsident Barak Obama hat eine Rückkehr zum Multilateralismus und zur Diplomatie als Pflege der Beziehungen zwischen Staaten durch Verhandlungen versprochen und will den Vereinten Nationen wieder ihre Rolle bei der Lösung von Konflikten zukommen lassen, die ihnen gebührt. Auch will er die seit Jahren ausstehenden Beitragsschulden der USA bei den Vereinten Nationen in Höhe von 1 Milliarde Dollar begleichen.
In der Abschlußerklärung fordern die auf dem Weltfinanzgipfel anwesenden Staats- und Regierungschefs der führenden Industrie- und Schwellenländer eine umfassende Reform des Internationalen Währungsfond (IWF) und der Weltbank, in denen bis heute die USA (Weltbank) und Europa (IWF) die Chefposten besetzen.
Im IWF sind die Stimmrechte der 185 Mitglieder höchst ungleich verteilt. In Zukunft soll der Einfluß der Schwellen- und Entwicklungsländer deutlich gestärkt werden. China, Indien und Saudi-Arabien sollen einen Teil ihrer Währungsreserven in den Fonds stecken und so höhere Quoten und Mitspracherechte erwerben.
Hoch und heilig haben die versammelten Staats- und Regierungschefs der G-20 in ihrer Abschlußerklärung einvernehmlichen versprochen, auch die Amerikaner und Franzosen, im kommenden Jahr das Kriegsbeil zu vergraben und mindestens bis Ende 2009 auf jegliche protektionistischen Maßnahmen zu verzichten. Großartig, man muß sie beim Worte nehmen!
„Grün aus der Krise“
von Ban Ki-Moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen.
von Al Gore, Friedensnobelpreisträger und ehemaliger US-Vizepräsident.
„Um aus der weltweiten Rezession zu kommen, müssen die Regierungen koordinierte Konjunkturanreize schaffen. Dabei gilt es jedoch sicherzustellen, dass die jetzt entstehende neue Wirtschaftsordnung ökologischer und gerechter wird. Die Ausgabenprogramme dürfen nicht dazu dienen, Fehlverhalten zu bewahren. Wirtschaftliche Anreize zu schaffen ist für die Regierungen weltweit das Gebot dieser Tage.
Aber die Politiker dürfen nicht nur auf Konjunkturanreize setzen. Sie müssen auch sicherstellen, dass die sich jetzt entwickelnde neue Wirtschaftsordnung für uns und diesen Planeten nachhaltig sein wird. Wir benötigen wirtschaftliche Anreize und langfristige Investitionen, um zwei Ziele gleichzeitig zu erreichen:eine Politik, die unsere dringenden ökonomischen und sozialen Bedürfnisse erfüllt, die aber auch eine neue grüne Weltwirtschaft schafft. Eine weltweite Rezession erfordert einen weltweiten Lösungsansatz. Wir benötigen eine eng koordinierte Wirtschaftspolitik aller großen Volkswirtschaften..“. https://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Gastkommentar-Gr%FCn-aus-der-Krise/476478.html
„Abschied vom Gucci-Kapitalismus“
von Noreena Hertz,
Professorin für Globalisierung an der Rotterdam School of Management.
„Das Blutbad der Krise bringt eine neue Form des Kapitalismus hervor. National wie international wird er sich durch Kooperation und ein breiteres Verständnis von Wohlstand auszeichnen - ein System, das an Fairness, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet ist...Ich glaube, jetzt sind alle Bedingungen für ein merklich anderes Wirtschafts-Modell vorhanden, das aus dem Blutbad entstehen könnte, welches diese Krise angerichtet hat...
In dieser ersten Krise der Globalisierung zählt jedermann zu den Verlierern... Sie hat das Zeug dazu, einen radikalen Wandel des Kapitalismus auszulösen, einen radikalen Wandel der Beziehungen zwischen Regierungen, Geschäftswelt und der Gesellschaft. Und das ist eine Gelegenheit, die wir beim Schopfe packen müssen... Ich glaube, dass die Voraussetzungen für einen neuen Kapitalismus da sind, der aus den Trümmern des alten hervorgehen wird: ein kooperativer Kapitalismus, mit den Werten von Kooperation, Zusammenarbeit und kollektiven Interesse in seinem Zentrum... Die Zeit ist reif für einen neuen, auf Zusammenarbeit aufbauenden Kapitalismus, weil die Schattenseite der Globalisierung sichtbar geworden ist.
https://www.handelsblatt.com/politik/gastbeitraege/abschied-vom-gucci-kapitalismus;2157956
