EDIT: Das Wort "Naziladen" verwende ich nur zum besseren Verständnis. Eigentlich sind es Szene-Geschäfte, in denen von Che-Guevara-T-Shirts über EK-Gürtelschnallen, RAF-Flaggen bis hin zu Reichskriegsflaggen und indizierten Tonträgern alles verkauft wird. Je nach Kundschaft überwiegt entweder das eine oder das andere Sortiment und je nach Clientel sind eben entweder hauptsächlich Glatzen oder Punks zugegen.
Kannst dir sicher sein, dass in DIESEM Laden kein Punk Kunde sein wird (zumindest kein zweites Mal). Zu einem hat das damit zu tun, dass der Laden in Wismar und nicht in Berlin ist. Zum anderen bedeuten Pali-Tücher, Che-T-Shirts usw. in diesen Läden weniger, dass da auch Punks reingehen, sondern das die Rechten diese Symbole mittlerweil ebenfalls tragen.
Der Fehler liegt einzig und allein in der Tatsache, das der Demonstrationsweg durch diese Straße führte, und das istz ein Verwaltungsfehler, kein rechtsstaatlicher Mißstand!
Nein. Der Fehler lag darin, daß man nicht dafür gesorgt hat, das die braune Brut dort nicht steht. Denn das Verbot kann vor Gericht nicht bestehen. Das haben diversen Urteile pro rechter Aufmärsche hinreichend bewiesen.
 
[...] @Photon: Weiter so! Vielleicht schaffst du es auch noch, den Demonstranten die Schuld am Transrapid-Unfall argumenattiv nachzuweisen... :ugly:
*lach* Na das vielleicht nicht. Aber ich denke, meine Argumentation zeigt, dass man als Fernsehzuschauer nicht zwangsweise ein willenloser Zombie sein muss, der den "SPIEGEL" als objektive Informationsquelle ansieht und meint, dass man von einem knappen 2-Minuten Videoclip die Gesamtlage in Wismar oder auch nur die Geschehnisse vor Ort einschätzen kann ;)

perlini schrieb:
Kannst dir sicher sein, dass in DIESEM Laden kein Punk Kunde sein wird (zumindest kein zweites Mal). Zu einem hat das damit zu tun, dass der Laden in Wismar und nicht in Berlin ist. Zum anderen bedeuten Pali-Tücher, Che-T-Shirts usw. in diesen Läden weniger, dass da auch Punks reingehen, sondern das die Rechten diese Symbole mittlerweil ebenfalls tragen.
Dann weißt Du mehr als ich.

Übrigends gibt es am Ku'damm im Europacenter so einen Laden. Dort werden Waffen, Reichskriegsflaggen, EK-Replikate dicht an dicht mit RAF-Flaggen, Türkenflaggen und anderem Waren verkauft. Den Laden gibt es schon seit - weiß nicht, jedenfalls seit den 80er Jahren. Aber Gott sei dank hängt dort keine "Schwarze Sonne" im Schaufenster...

Erinnert mich irgendwie an die Demo wegen der Moschee hier in Berlin, wo die "rechtsstaatlich korrekten" Bürger mit Megafon die Namen und Adressen derjeniger herausposaunten, die gegen den Bau waren - woraufhin des nachts Scheiben eingeworfen und Morddrohungen folgten. Aber Plastikscheiben haben die Leute in Wismar wahrscheinlich des besseren Wärmedämmwertes wegen verbaut...

Gruß,
Photon
 
Der Fehler lag darin, daß man nicht dafür gesorgt hat, das die braune Brut dort nicht steht. Denn das Verbot kann vor Gericht nicht bestehen. Das haben diversen Urteile pro rechter Aufmärsche hinreichend bewiesen.

Auch wenn das Zitat auf welches du dich in deinem Thread beziehst von Darkkurt ist und nicht von mir , sag ich mal was dazu :) Du kannst Anwohnern und auch dem Ladenbesitzer nicht den Aufenhalt verbieten. Auch pro Rechte Aufmärsche wie schön du sie nennst müssen einige Bestimmungen erfüllen und wenn man merkt das sich Gefahr anbahnt, dann werden die Demonstrationszüge auch angehalten zügig weiter zu gehen.
 
Ich schreibe über das ganze video und über die gesamten Aktionen. Und wenn du keine Szene im Video hattest in der eine Waffe gezogen wurde und keine verhaftung war, dann haben wir was unterschiedliches gesehen. Ich habe von dem vorgehen der Polizei gesprochen und die haben beides gemacht.

Ja, die Polizei hat beides gemacgt: 1 Polizist, genaugenommen 2, ziehen die Waffen, decken ihre Kollegen und halten die anderen Zurück, während die anderen Beamten eine Verhaftung vornehmen. Absolut korrekt und nichts darn auszusetzetn, sieht man mal davon ab, das der Umgang mit der Waffe etwas hektisch wirkt - ist aber schon angesprochen worden...

Die Beamten mit der Waffen NEHMEN DEN KERL NICHT FEST, SIE SICHERN DIE, DIE ES TUN!!! Klar genug?

Natürlich gehört das zu dem Thema. Immerhin sprechen wir hier eigentlich über die NPD und andere rechte Parteien. Und dabei gehört es auch über vorurteile zu sprechen, die gegenüber diesen Parteien herrschen und auch darüber zu sprechen inwiefern es Menschen gibt die Gewalt gegen Gruppen die sie mit diesen Parteien in Verbindung bringen durchaus tollerieren würden oder zumindest den eindruck vermitteln als ob sie die Gewalt tollerieren würden.

Ich toleriere Gewalt weder von Links noch von Rechts, ich empfinde keine Genugtuung, wenn ein Linker oder Rechter verletzt oder getötet wird, wünsche keinem solch ein Schicksal. Was ich allerdings begrüße ist, das Radikale und Extremisten von öffentlicher Seite in ihre Schranken gewiesen werden. Die Typen haben es übertrieben (in meinen Augen), sind mit der Staatsmachts in Konflikt gekommen und es wurde gegen sie vorgegangen. In Form und Maß korrekt und ohne Parteinahme.

@perlini: Er Satz stammt von mir, war wohl ein Quote-Problem bei Wannabe. Und ich halte deine Erwiederung für falsch: Der Laden ist nunmal da (ob gut oder schlecht sei mal dahingestellt), aber solange er nicht geschlossen wird, haben Besitzer, Angestellte und Kunden das Recht, sich dort aufzuhalten. Mir ist kein Fall bekannt, ob Demo-Strecken geräumt wurden. Der Weg hätte dort nicht verbeiführen dürfen, der Ordnungsbeamte hätte von dem Laden (und seiner Kundschaft) Kenntnis haben müssen.
 
Du kannst Anwohnern und auch dem Ladenbesitzer nicht den Aufenhalt verbieten.
Na aber sicher können die das. Keine Ahnung, auf welcher rechtlichen Basis das geschieht, aber du kannst bei Demos als "Gegner" nicht da rumturnen, wo du willst.
Auch pro Rechte Aufmärsche wie schön du sie nennst müssen einige Bestimmungen erfüllen und wenn man merkt das sich Gefahr anbahnt, dann werden die Demonstrationszüge auch angehalten zügig weiter zu gehen.
Tja, weder Ordnungsamt noch Polizei haben rechtzeitig die Gefahr bemerkt. Sonst wäre es nicht zu dieser Konfrontation gekommen.
 
Na aber sicher können die das. Keine Ahnung, auf welcher rechtlichen Basis das geschieht, aber du kannst bei Demos als "Gegner" nicht da rumturnen, wo du willst.
"Platzverweiß" nennt sich sowas - https://de.wikipedia.org/wiki/Platzverweis

Wichtig ist da wohl dieser Absatz:
Vor allem aber dürfen sich Platzverweis und Aufenthaltsverbot in ihrer Normierung nur an dem Individualverhalten der Betroffenen, niemals aber an einer Gruppeneigenschaft orientieren.

Und da die Demo ja ZUR Gegenpartei kam, nicht umgekehrt, würde ich da ein Problem sehen...
 
Und da die Demo ja ZUR Gegenpartei kam, nicht umgekehrt, würde ich da ein Problem sehen...
Keine Ahnung. Will jetzt keine jurustische Laiendiskussion auf Basis von wiki starten :mrgreen: , aber ich kann mir nicht vorstellen, wenn bei einer Demo zum Zwecke der Deeskalation diese Leute aufgefordert werden, ins Haus zugehen, dass die Polizei da keine rechtlichen Mittel haben.
 
Keine Ahnung. Will jetzt keine jurustische Laiendiskussion auf Basis von wiki starten :mrgreen: , aber ich kann mir nicht vorstellen, wenn bei einer Demo zum Zwecke der Deeskalation diese Leute aufgefordert werden, ins Haus zugehen, dass die Polizei da keine rechtlichen Mittel haben.
Perlini, Du tust gerade so, als ob ein Polizist Tante Erna aufgefordert hat ins Haus zu gehen, weil gleich ein Fahrzeug der Straßenreinigung vorbeikommt und sie nass werden könnte. Sag mal, wer verharmlost hier eigentlich?

Dich möchte ich mal erleben, wenn ein Mob von irgendeiner Organisation/Partei oder was auch immer mit Megafon vor Deinem Haus steht und Dich oder Dein Laden (was ja das gleiche ist) öffentlich und lautstark denunziert. Dazu die objektiven Jungs vom Fernsehen und Polizei, die die Demonstraten schützen. Du würdest Dir ein Kissen nehmen und wie ein Nappel aus dem Fenster gucken? Hmm...

Ist ja auch wurscht. In Wismar ist absolut gar nichts passiert, was überhaupt irgendeine Schlagzeile auf Seite 10 wert gewesen wäre, wenn die NPD nicht so gut in der Landtagswahl abgeschnitten hätte. So ein Blödsinn so groß aufzuziehen ist einfach nur herömmliches Medienniveau und damit ist aus meiner Sicht alles gesagt :)

Gruß,
Photon
 
In Wismar ist absolut gar nichts passiert, was überhaupt irgendeine Schlagzeile auf Seite 10 wert gewesen wäre, [...]

Dann frage ich mich, warum du augenscheinlich friedliche (im Sinne von "körperlicher Gewalt") Demonstranten die ganze Zeit als MOB bezeichnest... das ist insofern auch einen Denunzierung... :evil:
 
Dann frage ich mich, warum du augenscheinlich friedliche (im Sinne von "körperlicher Gewalt") Demonstranten die ganze Zeit als MOB bezeichnest... das ist insofern auch einen Denunzierung... :evil:
Weil es eine Zusammenrottung gleichgesinnter Leute war, die sich den Reden und Hasstiraden des Herrn am Megaphon ergaben -> Mob. Ein Mob muss keine gewalttätige Menschenmenge, wohl aber eine gewaltbereite sein. Auch der Menschkreis, der sich üblicherweise bei einer Schlägerei bildet, könnte man folglich als Mob bezeichnen.

Nun, wer an an einer Demonstration teilnimmt, die wieder einmal mehr "GEGEN NAZIS" zum Thema hat, die wiederum an einem (laut Bericht) einschlägig bekannten Geschäft vorbeiführt, in dem (laut Bericht) einschlägig bekannte Personen zugegen sind, dann fällt es mir reichlich schwer die Illusion aufrecht zu erhalten, es wären friedliche Bürger mit Blumen im Haar gewesen.

Aber jedem seine Welt :)

Gruß,
Photon
 
...Zusammenrottung...
Es war eine legal angemeldete Demonstration
...Hasstiraden...ergaben
Das ist das Wort "Naziladen" und die Beschreibung der Schaufensterauslage schon eine Hasstriade?
...gewaltbereit(e)...
Gewaltbereit erschienen mir hier aber andere :p
Auch der Menschkreis, der sich üblicherweise bei einer Schlägerei bildet, könnte man folglich als Mob bezeichnen.
Ach so, auch die Leute, die bedroht werden?
Nun, wer an an einer Demonstration teilnimmt, die wieder einmal mehr "GEGEN NAZIS" zum Thema hat, die wiederum an einem (laut Bericht) einschlägig bekannten Geschäft vorbeiführt, in dem (laut Bericht) einschlägig bekannte Personen zugegen sind, dann fällt es mir reichlich schwer die Illusion aufrecht zu erhalten, es wären friedliche Bürger mit Blumen im Haar gewesen.
Ja, solche leute sind ganz sicher gewaltbereite Autonome, die sich spontan zusammenrotten um unschuldige Rechtsradikale mit ihrer bloßen Anwesenheit so bedrohen, das sie sich gezwungen fühlen, sich mit Baseball-Schlägern verteidigen zu müssen, und nur von der Polizei unter dem Einsatz ihres Lebens vor Übergriffen des "Mobs" geschützt werden konnten... :LOL: :LOL: :LOL:

Aber jedem seine Welt :)

Du nimmst mir das Wort aus dem Munde...

oder sagtest du nicht (zum wiederholten Male):

In Wismar ist absolut gar nichts passiert, was überhaupt irgendeine Schlagzeile auf Seite 10 wert gewesen wäre, wenn die NPD nicht so gut in der Landtagswahl abgeschnitten hätte.

:think: :think:

Beinhaltet das nicht auch die tatsache, das niemand soweit am Käfig gerüttelt hat, das man die Hunde 'rauslassen musste? Wenn es einer der rechten als Denuntiation ansieht, dann geht er am nächsten Morgen mit seinen Kumpels los und erstattet Anzeige wegen Verleumdung und packt vielelicht noch eine Schadeseratzklage wegen Geschäftsschädigung drauf - das geht ohne Baseballschläger :ugly:
 
Es war eine legal angemeldete Demonstration
Was auch immer...

Das ist das Wort "Naziladen" und die Beschreibung der Schaufensterauslage schon eine Hasstriade?
Exakt das meinte ich damit, dass ich nicht Zombie genug bin anzunehmen, mir aus einem knappen 2-Minuten-Videoclip eine objektive Meinung bilden zu können. Du hörst doch selbst, dass der Herr am Megaphon schon von weitem seine Hasstirade hält. Was er sagt, ist dank dem Gesülze der SPIEGEL-TV-Dame nicht zu verstehen, aber er wird mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 99,9% nicht sagen: "Wir kommen nun gleich an einem NAZILADEN vorbei. Bitte bewahrt die Ruhe und lasst euch nicht provozieren. Ich bitte auch alle Anwesenden, nicht selbst zu provozieren und das Fotografieren zu unterlassen. Danke..." Aber wer weiß, vielleicht hat er es ja auch gesagt.

[...] Ja, solche leute sind ganz sicher gewaltbereite Autonome, die sich spontan zusammenrotten um unschuldige Rechtsradikale mit ihrer bloßen Anwesenheit so bedrohen, das sie sich gezwungen fühlen, sich mit Baseball-Schlägern verteidigen zu müssen, und nur von der Polizei unter dem Einsatz ihres Lebens vor Übergriffen des "Mobs" geschützt werden konnten... :LOL: :LOL: :LOL:
Also ich habe selbst nach 5-maligem Ansehen des Videoclips nicht eine einzige Szene gesehen, wo eine Person auch nur im Ansatz bedroht wurde (mal abgesehen von der Schusswaffengewalt der Polizei). Was ich gesehen habe war, dass als der Mob von den Hasstiraden aufgestachelt lautstark aufbegehrte, die sich weit in der Unterzahl befindlichen Personen mit Knüppeln bewaffneten und in Verteidigungsstellung vor der Tür gingen. Dass sie die Knüppel so schnell zur Hand hatten und die Tatsache, dass ihre Fenster statt aus Glas aus Plastik bestehen, deutet in meiner Welt eher darauf hin, dass der linke Mob schon öfters das Etablissement besucht hat - und das eher nicht des fantastischen Einkaufserlebnisses wegen.

Die Polizei reagierte schnell und erstickte jede gewaltsame Auseinandersetzung rigoros im Keim, indem sie mit Waffengewalt die Leute in das Haus zwangen, bzw. einen unbewaffneten Mann, der (laut Bildmaterial) zu Aggression neigt, festnahmen und abführten. Leider endet das Video da auch schon, wer weiß schon, was der Mob mit dem Laden machte, als die Kameras ausgeschaltet waren?

Ehrlich, ist Köln so ein kleines Kaff, dass es dort nie zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kommt? Also hier in Berlin gibt es jede Nacht in irgendwelchen Kneipen weit mehr Gewalt, als in diesem Video. Oder schmunzle ich hier völlig zu unrecht und habe einen falschen Link angeklickt und ein ganz anderes Video gesehen?

[...] Wenn es einer der rechten als Denuntiation ansieht, dann geht er am nächsten Morgen mit seinen Kumpels los und erstattet Anzeige wegen Verleumdung und packt vielelicht noch eine Schadeseratzklage wegen Geschäftsschädigung drauf - das geht ohne Baseballschläger :ugly:
Ja, tolle Idee! Ich möchte Dich an dieser Stelle herzlich willkommen heißen in der Realität und Dir etwas erklären:

Dieser Laden wird kaum nennenswerten Umsatz haben und eher als Örtlichkeit der Zusammenkunft dienen, denn als richtiges Ladengeschäft. Eine Klage wegen Geschäftsschädigung wird wahrscheinlich wegen Nichtigkeit abgeschmettert - wenn nicht, bringt es auch nichts. Nun werden dort des nachts die Scheiben eingeworfen. Beim ersten Mal zahlt die Versicherung anstandslos. Beim zweiten Mal mit murren, beim dritten Mal steigt die Beitragssumme. Beim vierten Mal wird ein Wachschutz verlangt, beim fünften Mal kündigt die Versicherung das Vertragsverhältnis auf.

Versicherungen führen so genannte "Blacklists", was nicht anderes bedeutet, dass wenn Du bei einer Versicherung verschissen hast, eigentlich nirgends mehr versichert wirst. Entweder Du bezahlst fortan den Schaden aus eigener Tasche oder (und das ist wahrscheinlicher) wird Dir der Mietvertrag vom Vermieter bereits vorher gekündigt. Und nichts anderes beabsichtigt der linke Mob - der Laden muss weg, auch mit "nicht ganz so" rechtsstaatlichen Mitteln.

Die Polizei ist machtlos, sie kann nur immer vorbei kommen und den Schaden für die Versicherung aufnehmen. Polizeischutz wird wegen einer solchen Lappalie und wegen der hohen Kosten natürlich nicht gewährt. Wäre ich Ladenbesitzer, würde ich im Geschäft gemeinsam mit meinen 10 Steffords schlafen und mich auf den nächsten Besuch des Mobs freuen...

Gruß,
Photon
 
Exakt das meinte ich damit, dass ich nicht Zombie genug bin anzunehmen, mir aus einem knappen 2-Minuten-Videoclip eine objektive Meinung bilden zu können.

Offensichtlich doch:

Du hörst doch selbst, dass der Herr am Megaphon schon von weitem seine Hasstirade hält. Was er sagt, ist dank dem Gesülze der SPIEGEL-TV-Dame nicht zu verstehen, aber er wird mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 99,9% nicht sagen: "Wir kommen nun gleich an einem NAZILADEN vorbei. Bitte bewahrt die Ruhe und lasst euch nicht provozieren. Ich bitte auch alle Anwesenden, nicht selbst zu provozieren und das Fotografieren zu unterlassen. Danke..." Aber wer weiß, vielleicht hat er es ja auch gesagt.

Also ich habe selbst nach 5-maligem Ansehen des Videoclips nicht eine einzige Szene gesehen, wo eine Person auch nur im Ansatz bedroht wurde (mal abgesehen von der Schusswaffengewalt der Polizei).
Prima, ich auch nicht - wo ist dein Problem?

Was ich gesehen habe war, dass als der Mob von den Hasstiraden aufgestachelt lautstark aufbegehrte, die sich weit in der Unterzahl befindlichen Personen mit Knüppeln bewaffneten und in Verteidigungsstellung vor der Tür gingen. Dass sie die Knüppel so schnell zur Hand hatten und die Tatsache, dass ihre Fenster statt aus Glas aus Plastik bestehen, deutet in meiner Welt eher darauf hin, dass der linke Mob schon öfters das Etablissement besucht hat - und das eher nicht des fantastischen Einkaufserlebnisses wegen.

siehe oben - wie war das jetzt mit dem Zombietum? :think:

Die Polizei reagierte schnell und erstickte jede gewaltsame Auseinandersetzung rigoros im Keim, indem sie mit Waffengewalt die Leute in das Haus zwangen, bzw. einen unbewaffneten Mann, der (laut Bildmaterial) zu Aggression neigt, festnahmen und abführten. Leider endet das Video da auch schon, wer weiß schon, was der Mob mit dem Laden machte, als die Kameras ausgeschaltet waren?

Sicherlich haben sie ihn niedergebrannt und alle noch Anwesenden an der nächsten laterne aufgekmnüpft... die Polizei hat nebendrangestanden und den Molotov-Cocktail angezündet, der dann vom Spiegel-Repoter geworfen wurde... [ironie off]

Die Polizei ist machtlos, sie kann nur immer vorbei kommen und den Schaden für die Versicherung aufnehmen. Polizeischutz wird wegen einer solchen Lappalie und wegen der hohen Kosten natürlich nicht gewährt. Wäre ich Ladenbesitzer, würde ich im Geschäft gemeinsam mit meinen 10 Steffords schlafen und mich auf den nächsten Besuch des Mobs freuen...

Und dich dann über den Ärger mit der Staatsmacht wundern, wenn einer deiner Wachhunde mal den falschen beißt?

Nicht jeder, der vor einem rechten Laden ausspuckt, ist ein Linker, nicht jede Gruppe, die "Nazis 'raus" ruft, ist ein "Mob".

Wenn du schon auf Objektivität pochst und darauf, dass man sich aus einer Medienmäßig ausgeschlachteten Videoaufzeichnung keine MEINUNG bilden soll, dann halte dich an deine eigenen Vorgaben... Genau DAS machst du grade nicht. Du willst, nicht, das die rechten Vorverurteilt werden? Dann mach nicht Das gleiche mit den Demonstranten.
 
Zur Info: leider sind alle Abos dieses Threads weg. Ging leider nicht anders, sorry.
 
Yep, furchtbar sowat. Immer auf die armen Nazis. :roll:
Nein, perlini, Du hast mich natürlich völlig bewusst fehlinterpretiert. Aber ich stelle mich mal dumm und tu' so, als meintest Du es ernst:

Es geht nicht um "Die armen Nazis", sondern darum, dass alle Nase lang irgendwo irgendeine Demo stattfindet, die "Gegen Nazis" zum Thema hat. Ich stelle mich jetzt außerdem noch weltfremd und tu' so, als würden an diesen Demonstrationen nur rechtschaffende Bürger der demokratischen Mitte und Linke teilnehmen, die ganz friedlich vor der Gefahr einer möglichen Neuauflage des Dritten Reiches warnen wollen.

Selbst unter diesen unrealistischen Idealvorstellungen komme ich nicht umhin zu fragen: Wo zum Teufel ist der Sinn? Die 7,3% in Mecklenburg-Vorpommern haben zu über 80% die etablierten Parteien ihrer eigenen Politik zu verantworten. Die Wähler sind zum allergrößten Teil keine Nazis, sondern entweder junge Rebellen ohne Zukunft (hätte sich die Antifa genauso rührend um die Kids auf dem Schulhof gekümmert, hätte eine radikale linke Randpartei höher abgeschnitten), oder gefrustete Menschen, die sich betrogen fühlen. Statt gegen die örtlichen Missstände zu demonstrieren, zieht man es vor, sich eimal mehr das viel medienwirksamere "Gegen Nazis" auf die Banner zu schreiben und neuerdings von Fernsehkameras begleitet die offene Konfrontation mit 5 Hanseln zu suchen. Super...

darkkurt schrieb:
[...] Prima, ich auch nicht - wo ist dein Problem?
Kein Problem. Ich habe lediglich festgestellt, dass die Bilder eine andere Sprache sprechen, als die Dame, die sie kommentiert.

darkkurt schrieb:
[...] Und dich dann über den Ärger mit der Staatsmacht wundern, wenn einer deiner Wachhunde mal den falschen beißt?
Ja, das ist ein Risiko. Aber das würde ich vielleicht sogar in Kauf nehmen, um mich und mein Habe vor dem wütenden Mob zu schützen. Aber das ist spekulativ, ich habe keinen Laden und keinen Stefford :)

darkkurt schrieb:
[...] Wenn du schon auf Objektivität pochst und darauf, dass man sich aus einer Medienmäßig ausgeschlachteten Videoaufzeichnung keine MEINUNG bilden soll, dann halte dich an deine eigenen Vorgaben... Genau DAS machst du grade nicht. Du willst, nicht, das die rechten Vorverurteilt werden? Dann mach nicht Das gleiche mit den Demonstranten.
Entschuldige mal bitte. Mir kam es halt unrealistisch vor, dass 5 Glatzen mit 5 Keulen bewaffnet, gewaltsam gegen 150 freidliche Demonstraten vorgehen wollen, obgleich die obendrein noch von bewaffneten Polizisten begleitet werden.

Klar kann man auch annehmen, dass die Glatzen so dumm und gewaltsüchtig sind, dass sie auch zu fünft 150 Demonstraten vermöbeln oder mit Knüppeln gegen Handfeuerwaffen vorgehen wollten. Für mich sieht es jedoch eher danach aus, als wollten sie den Laden schützen in der Annahme, die Polizei fährt ihre nicht immer bewährte Deeskalationstaktik, die am Ende vielleicht im Chaos endet (ich denke da an diverse Gelegenheiten im Fussballstadion).

Es kann auch sein, dass sie sich nur vor den Fernsehkameras produzieren wollten und eine dicken Maxen raushängen lassen wollten. Wenn ich allerdings bedenke, dass sie im Laden bereits Plastikscheiben verbaut haben und die Knüppel schon gleich griffbereit hinter der Tür standen, drängt sich mir der Gedanke auf, dass sie wohl schon häufiger die Örtlichkeit vor Angriffen schützen mussten. Und wenn dann ein Mob von 150 Demonstraten mit Megaphon vor meiner Tür steht und mich denunziert, dann würde ich vielleicht auch nicht mit einem Puls von 60 gelassen aus dem Fenster gucken...

Gruß,
Photon
 
Es geht nicht um "Die armen Nazis", sondern darum, dass alle Nase lang irgendwo irgendeine Demo stattfindet, die "Gegen Nazis" zum Thema hat.
Warum das wohl so sein mag. :roll:
Ich stelle mich jetzt außerdem noch weltfremd und tu' so, als würden an diesen Demonstrationen nur rechtschaffende Bürger der demokratischen Mitte und Linke teilnehmen, die ganz friedlich vor der Gefahr einer möglichen Neuauflage des Dritten Reiches warnen wollen.
Nein, die wollten natürlich den Szene-Laden stürmen. :roll:
Statt gegen die örtlichen Missstände zu demonstrieren, zieht man es vor, sich eimal mehr das viel medienwirksamere "Gegen Nazis" auf die Banner zu schreiben und neuerdings von Fernsehkameras begleitet die offene Konfrontation mit 5 Hanseln zu suchen. Super...
Das wurde so medienwirksam organisiert, daß es über 'nen Monat brauchte, bis diese Bilder ins (überregionale) TV kamen. Nur zur Info: Die Demo war Mitte August, die Szene wurde von einem Protestteilnehmer gefilmt, dass Video wurde anschließend auf indymedia veröffentlicht. Inwiefern Medienvertreter überhaupt dabei waren, weiß ich nicht. Aber du kannst ja wieder diverse Vermutungen anstellen. Bist ja schließlich nicht weltfremd. :roll:
 
Ja, die Webseite der demokratischen Mitte. Gute Informationsquelle, gerade dann, wenn es um Politik geht.
Es scheint für dich ehern ein mediales denn ein "politisches" Problem zu sein. Deswegen erübrigt sich weitere Diskussion zu dem Fall in diesem Thread für mich.

Es geht ja auch um rechte Parteien und nicht um "Szene"-Läden. *hüstel
 
Es scheint für dich ehern ein mediales denn ein "politisches" Problem zu sein. [...]
Es ist für mich tatsächlich ein rein mediales Problem.

Auf den Bildern ist nichts zu sehen, was überhaupt einen Beitrag wert gewesen wäre, wenn es sich nicht um die diesen Schlag von Leuten gehandelt hätte. Ich bin der letzte, der irgendwelche Gewalt von links oder von rechts verharmlost, aber hier ist definitiv nichts passiert. Hätten die Jungs vor dem Laden lange Haare gehabt und eine RAF-Flagge im Fenster, wäre es mit Sicherheit nicht im Fernsehen zu sehen gewesen (natürlich auch nicht auf der demokratischen Webseite von Indymedia, die dafür bekannt sind, sehr objektiv zu sein!).

Insofern: Ja, ein rein mediales Problem. Ich finde es nur erschreckend schockierend, wie viele Leute sich gleich daran aufgeilen und meinen, sich von einem 2-Minuten-Clip eine Meinung bilden zu können.

Gruß,
Photon