Wir reden davon, dass auch die Republikaner jene aus dem Land schmeißen wollen, die aufgrund ihres Geburtsorts und ihrer Staatsbürgerschaft Deutsche sind, allerdings nicht dem "Deutschen" im eigentlichen Sinne entsprechen.
Nicht im "eigentlichen" Sinne, sondern, in einem mehr oder weniger willkürlich bestimmten... ;)
 
Und da hilft es natürlich, wenn wir die Studiengebühren deutlich erhöhen und bei Einwohnerschwund die Bedingungen für Ausländer erschweren :roll:
Na der Einwohnerschwund resultiert ja nicht aus der Tatsache, dass Deutsche zu blöd zum poppen oder impotent sind. Kinder zu haben ist in diesem Land schlicht unattraktiv und teuer.

Außer natürlich, man lebt vom Staat und hat keine hohen Ansprüche. Deswegen hat ja sehr oft das asoziale Pack auch einen ganzen Haufen Kinder (die dann von Papa und Mama lernen, wie man schmarotzend durchs Leben kommt). Die Intelligenz des Landes hingegen verlegt das Kinderkriegen meist auf das 35. Lebensjahr oder noch später, wenn man eben beruflich gefestigt ist. Und durch die EU ist es eben noch viel härter geworden. Und bitte jetzt keine Wortmeldungen von jemandem, der fleißig arbeiten geht und trotzdem 4 Kinder hat. Ich weiß, dass es immer zu jedem Beispiel auch Ausnahmen gibt.

Dass bei stark höheren Studiengebühren Abiturienten sich eher für eine Ausbildung entscheiden könnten und wir somit einen Akademikermangel haben(der ja eh schon existiert!) interessiert dich nicht?
Ja, wir haben Akademikermangel, aber kein Studentenmangel. Muss wohl daran liegen, weil unsere Studenten häufig lieber bekifft in der Sonne liegen, statt in Büchern zu lesen. Nirgends ist das Studium so billig wie in Deutschland. Und wie war es doch gleich mit "Waren", die man geschenkt bekommt im Vergleich zu Waren, die man sich erarbeitet hat? Ich bin mir sicher, dass vielleicht die Anzahl der Studenten sinken würde, aber sicherlich die Anzahl der Akademiker steigt. Als positiver Nebeneffekt könnte man auch nichtsnutzige Professoren entlassen (davon gibt es ja auch reichlich) und sie gegen teurere, dafür aber auch besseres Personal ersetzen. Gern auch aus dem Ausland.

Das ist kein Standpunkt, den man politisch "rechts" einsortieren würde.
Ist mir ehrlich gesagt völlig schnuppe, wo ein Punkt gemeinhin von der Gesellschaft, den Medien oder sonstwem einsortiert wird ;) "Rechts" hat für mich nichts gemein mit Intolleranz, Militarismus oder Anachronismus. Das sind ja wohl auch Begrifflichkeiten, die gern mit "rechts" von den geistig Schwachen zusammengefasst werden. Belustigt mich immer. Früher hieß es noch "Arschloch", heute sagt man "Nazi". Einfach witzig.

Jetzt musst du mir nur noch plausibel erklären, wieso 1. Ausländer nach einem Verbrechen ausgewiesen, Deutsche nur eingesperrt werden sollen,
Na dann lass es mich mal versuchen. Deutsche wurden hier geboren oder haben die deutsche Staatsbürgerschaft bewusst und wissentlich erlangt. Somit sind sie unsere Probleme. Als deutscher Staat ist er für das Wohl der ihn ihm lebenen Menschen verantwortlich. Greift ein Deutscher einen anderen Menschen an, ist der Staat in der Pflicht, ihn zu resozialisieren. Und das tut er mit hohen Kosten, denn deutsche Luxusknäste sind alles andere als billig. Auch die Resozialisierungsmaßnahmen kosten viel Geld, nicht nur das Kabelfernsehen. Ausländer haben schlicht keinen Anspruch auf diese Lestungen, so wie ich beispielsweise keinen Anspruch auf Sozialhilfe in den USA habe. Eine Ausweisung ist die preiswerteste und schnellste Methode, sich eines faulen Eis zu entledigen. Denn der deutsche Staat steht nicht in der Pflicht, das Gesochs der Welt zu erziehen.

2. es erschwert werden soll, deutscher Staatsbürger zu werden
Damit nicht jeder Hanswurst von überall deutsche Sozialleistungen in Anspruch nehmen kann, ohne sich mit dem Staat zu identifizieren. Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss sich entweder einkaufen und damit dem Staat (also dem Volk) einen Dienst erweisen. Oder sich eben als Deutscher fühlen, hier leben wollen und auch bereit sein, der Geminheit zu nutzen, sprich: es sich erarbeiten. Und wenn "erarbeiten" halt nur bedeutet, die Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen, die wichtigsten Gesetze und Gebräuche zu kennen und einen Arbeitsplatz nachzuweisen. Am besten wäre es, wenn jeder noch eine Person benennen müsste, die deutscher Staatsbürger ist und die den Prozess der Einbürgerung begleitet.

und 3. jemand nach seiner Ausbildung in seiner Freiheit beschränkt und quasi unter "Hausarrest" gestellt werden soll, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass er in vielen Fällen gar keinen Job hier findet und also für's "nationale Wohl" leidet.
Hmm, warum findet jemand keinen Job? Vielleicht weil bestimmte Studiengänge hoffnungslos überlaufen sind und andere händeringend nach Studenten suchen? Jeder Knilch will heute entweder "irgendwas mit Computern" machen oder einen Studiengang belegen, womit man später astronomische Verdienstmöglichkeiten hat (VWL., BWL, Marketing, ...). Hausarrest existiert gar nicht. Jeder kann sich selbst oder von einer Firma aus dem Ausland "freikaufen" lassen. Wahlweise auch die volle Summe anerkennen und es abzahlen über die Jahre. Wer einen guten Abschluss hat, ist auch für das Ausland interessant. Nur wird eben halt mal vorher nachgedacht, bevor ein Studium angefangen wird. Und nicht eben bis 40 auf Staatskosten studiert und dann ohne oder mit schlechtem Abschluss bis zur Rente schmarotzt. Und es stürzen sich nicht alle auf einige wenige Studiengänge, weil "es ja nix kost' "...

"Plausibel erklären" meint hier: du findest eine Argumentation, die nicht damit arbeitet, dass Deutsche höherwertig wären für Deutschland als andere Menschen.
*lol* Schau mal bitte in meine zahlreichen Beiträge seit meiner Anmeldung rein. Habe ich jemals mit so einer Argumentation gearbeitet?

Es existieren für mich keine Wertigkeiten. Aber Deutschland wird zunehmend als Produktionsstandort unattraktiver. Das ist auch den hohen Personalkosten und natürlich der elenden EU und Globalisierung im Allgemeinen gedankt. Deutsche Unternehmen müssen zwangsläufig ihr Geschäftsfeld ändern, wollen sie auf dem Weltmarkt mitreden. Da gibt es nur 2 Möglichkeiten: Deutsche Produkte überzeugen durch hohe Qualitätsstandards und durch Innovation. Und Forschung ist teuer, muss sich aber auszahlen. Da können nur die besten bestehen, zumal die anderen Länder ja auch nicht blöde sind.

Das Kapital Deutschlands ist und wird in Zukunft also verstärkt die Forschung sein. Und da braucht man gut ausgebildete Akademiker, die mit Herz und Seele bei der Sache sind. Keine "Beamten-like"-Akademiker, die ihre 8 Stunden irgendwie runter reißen, weil sie ihr Geld so oder so bekommen. Das ist leider nicht zeitgemäß und läuft in anderen hoch technisierten Ländern der Erde auch nicht so. Aber es kann nicht sein, dass man viel Geld in die Ausbildung der Leute investiert, die dann nicht mal "danke" sagen und ihr Kapital bei der Konkurrenz versilbern. Wenn schon, dann soll die Konkurrenz auch dafür zahlen - nämlich die Ausbildungskosten.

Denn es ist kein Verdienst, keine Ehre, keine Pflicht und keine Notwendigkeit, dass man in Deutschland geboren wurde, sondern simpler Zufall.
Und?

Es ist arrogant anzunehmen, dass man in seinem Heimatland mehr Rechte genießen können sollte als Zugewanderte! Und ich halte es für einen kategorischen Fehler, dieses Zweiklassensystem zu propagieren.
Im Gegenteil! Es ist exakt so lange kein Fehler, so lange nicht überall auf der Welt die exakt gleichen Bedingungen existieren. Denn an dem Punkt wäre es dann völlig schnuppe, wo man lebt. Dann brauchte man auch keine Grenzen mehr. Dann würde jeder Standort für irgendwas attraktiv sein. Südsee vielleicht für Tourismus, während Mitteleuropa aufgrund seiner geologischen Ungefährlichkeit gut zur Forschung oder sonstwas geeignet wäre. Dann braucht man auch überhaupt kein Militär mehr, denn es gibt nur noch eine "Erdregierung". Noch nicht mal mehr Waffen, Spionage, ...

So lange es aber Staaten gibt, die miteinander konkurrieren, müssen die Stärken der jeweiligen Nationen geschützt werden. Das ist Kapital. Du lässt Dein Haus auch nicht offen stehen, bunkerst Dein Geld nicht auf der Parkbank oder investierst das Geld nicht in Grundstücke auf dem Jupiter (hoffentlich). Kurz: Du versuchst, Dein Kapital zu schützen. Und genau das muss auch ein Land tun, damit eben nicht jeder Hanswurst hier sich bedient, kurz auf die Fahne meines Landes kotzt und sich dann mit samt allen Wissens in die Ferne aufmacht. Wenn er es tun will, muss er die Investition zurückerstatten. Ist aus meiner Sicht logisch und sollte selbstverständlich sein.

Wir reden davon, dass auch die Republikaner jene aus dem Land schmeißen wollen, die aufgrund ihres Geburtsorts und ihrer Staatsbürgerschaft Deutsche sind, allerdings nicht dem "Deutschen" im "eigentlichen" Sinne entsprechen.
Ist das so? Hat die BILD das so gesagt oder Pro7?

Also ich für meinen Teil habe noch nie etwas derartiges gehört, weder von der NPD, noch den REPs oder der DVU. Der letzte, der mit seiner Rassentheorie auf die Schnauze gefallen ist, war der Addi. Danach hat es wohl aus gutem Grund niemand mehr versucht. Das ist wohl so ein nettes Propagandamärchen der Medien ;)

Oder reden wir von denen, die den Pass in den Arsch gestopft bekamen, kein Wort deutsch können und aufgrund einer Eheschließung hier leben - quasi in Skalverei, weil sie sich kein soziales Netz aufbauen können? Ich denke, in diesen Fällen wäre eine genaue Prüfung und Hilfestellung sowieso dringend nötig.

Natürlich ist es nicht logisch. Das degradiert diese Menschen aber nicht zu minderwertigeren Wesen im Vergleich zur arbeitenden, "nützlichen" Hälfte unserer Landes.
Habe ich ja auch nicht behauptet. Ich würde ja auch niemanden degradieren, sondern freundlich und zuvorkommend raus schmeißen. Auf nimmer Wiedersehen. So wie einen fremden Hausgast, der mir ins Bett kotzt und sich dann beschwert, dass das Bett unbequem zum auskotzen ist.

Wenn es nur Nazis sind, die eine "merkwürdige Vorstellung von der Bedeutung der Nation für den Einzelnen" haben, müsste ich dich dazuzählen, denn du hast für mich eindeutig solche "merkwürdigen Vorstellungen." Trotzdem würde ich dich nicht als rechtsextrem bezeichnen.
Moment, unterschlag' mir hier mal nicht den Rest des Zitats ;) :
Taliesyn schrieb:
[...] Wenn ich von "rechten Parteien" spreche, dann denke ich an eine Gruppe von Menschen mit ethnischen Vorurteilen, mit ausgeprägtem Hang zum Konservatismus (und nichts ist schlimmer als eine streng konservative Haltung!) und mit merkwürdigen Vorstellungen von der Bedeutung der Nation für den Einzelnen.
Ethnische Vorurteile ist das bezeichnendste Merkmal des extrem rechten Spektrums. So jemand würde einen Neger immer als minderwertig betrachten und vielleicht Samuel L. Jackson oder Denzel Washington als "Ausnahme" ansehen. Grundsätzlich aber die Rasse an sich als minderwertig betrachten. Daraus resultiert dann eben auch Rassismus, dass Neger halt nicht in das gleiche Klo scheißen dürfen, wie Bleichgesichter. Das war ja bis in die 1960er Jahre in den USA auch völlig normal so.

Ausgeprägter Hang zum Konservatismus ist auch ein wichtiger Punkt. Konservatismus ist nichts verwerfliches. Es ist eben nur eine Option, wie man ein Land oder die Zukunft gestalten kann, eben an alten Werten festhaltend. Verwerflich wird es erst, wenn man sich völlig gegen neue Strömungen verwehrt. Wenn man also Altbewährtes leben will, obgleich es für die aktuelle Zeit suboptimal oder gar falsch ist. Denn schon Charlie Darwin sagte:

"Nicht die stärkste Spezies überlebt, sondern jene, die sich veränderten Bedingungen am besten anpassen kann."

Was aber nicht bedeutet, dass man funktionierendes komplett über den Haufen schmeißen sollte. Sondern eben nur, wie man alt bewährtes "modifizieren" könnte. Ganz schlimm wird es natürlich, wenn man zwanghaft versucht, alte Hochkulturen in modernes Gewand zu hüllen und neu erstehen zu lassen - wie es H****r mit seinem "Germania" versuchte. Nicht etwa als Rollenspiel (was ich auch schon gemacht habe und riesigen Spaß macht!), sondern ganz im Ernst und voller Überzeugung. Und dann sogar konservativer, als es irgendein "Germane" jemals war. Konnte gar nicht funktionieren.

Was wir heute erleben ist jedoch der Versuch, Konservatismus gänzlich abzutöten und gewaltsam gegen Liberalismus mit sozialistischen Strömungen zu ersetzen. Und das halte ich für grundauf falsch. Man muss eben nicht eine ganze Grundschule in Schutt und Asche legen, weil sich ein Terrorist darin aufhält ;)

Auch das lässt sich wieder nur mit einem höheren Wert der eigenen im Vergleich zu einer anderen Nation erklären. Solche Erklärungen müssen aber entweder wissenschaftlich falsch sein (was inakzeptabel ist), oder sie basieren auf der rein subjektiven "Ich-zuerst"-Haltung, die dort nichts zu suchen hat, wo abolute Objektivität herrschen muss: in der Politik.
Selbstverständlich ist das eigene Land und Volk wichtiger, als alle anderen! Da gibt es doch gar kein Zweifel! Aber eben nicht wertiger, im Sinne von höherwertig oder minderwertig. Und genau das habe ich auch so geschrieben.

Ich gehe fest davon aus, dass Dir Deine Eltern ebenfalls wichtiger sind wie Frau Merkel und Herr Schäuble. Und dass Du für Deine Freunde eher einstehen würdest als für eine fremde Person. Das "Staatendenken" ist genau das, nur eben abstrahierter auf größeren Skalen. Aber nichts anderes. Du zahlst Steuern (hoffentlich) an Deutschland, nicht an die Welt. Du erhältst Leistungen von Deutschland (oder einem Bundesland Deutschlands), nicht von der Welt. Du lebst nach deutschen Gesetzen und Gewohn- / Gepflogenheiten, nicht nach denen der Welt (weil es eben auch keine Weltgesetze gibt, wenn man man die Menschenrechte, die sehr viele Länder sowieso missachten, mal ausnimmt). Und eben diese Struktur muss geschützt werden. Denn ein anderes Land hat keinerlei Gewissensbisse, etwas zu stehlen und es dann auch gegen uns zu benutzen. "Gegen uns" muss dabei nicht "Krieg" bedeuten. Auch einen Vorteil in puncto Forschung oder dergleichen zu erlangen ist ein "gegen uns".
 
Ist mir ehrlich gesagt völlig schnuppe, wo ein Punkt gemeinhin von der Gesellschaft, den Medien oder sonstwem einsortiert wird ;) "Rechts" hat für mich nichts gemein mit Intolleranz, Militarismus oder Anachronismus. Das sind ja wohl auch Begrifflichkeiten, die gern mit "rechts" von den geistig Schwachen zusammengefasst werden. Belustigt mich immer. Früher hieß es noch "Arschloch", heute sagt man "Nazi". Einfach witzig.

Du warst es, der sich eine "rechte" Alternative wünschte. Wenn für dich "rechts" etwas anderes bedeutet als die gängige Definition vorsieht, dann erkläre das oder such dir einen anderen Begriff!

Eine Ausweisung ist die preiswerteste und schnellste Methode, sich eines faulen Eis zu entledigen. Denn der deutsche Staat steht nicht in der Pflicht, das Gesochs der Welt zu erziehen.

Hier haben wir schon die erste Wertung - das Wohl des deutschen Staatsbürgers ist WICHTIGER als das Wohl eines Ausländers. "Wichtiger" ist das, was man üblicherweise "Wertung" nennt - vielleicht hast du, wie für "rechts", da andere Vorstellungen, aber solange du uns diese nicht mitteilst, muss ich nach den allgemeinen Definitionen gehen.
Wenn der deutsche Staat sich des "Gesocks" entledigt hat und das "Gesocks" dann in seinem verarmten Heimatland im Bürgerkrieg umkommt, den Hungertod stirbt oder an einer Krankheit verreckt, dann ist natürlich alles bestens: dem Staat geht's gut, die Welt ist um einen Parasiten ärmer....weißt du, wo dein Problem liegt? Du machst es dir zu leicht: wer nichts nützt, ist für dich wertlos. Du kategorisiert in "nützlich/arbeitend" und "nutzlos/schmarozerhaft". Und das ist so dermaßen blind und blöd, dass mir die Worte fehlen.

Damit nicht jeder Hanswurst von überall deutsche Sozialleistungen in Anspruch nehmen kann, ohne sich mit dem Staat zu identifizieren. Wer deutscher Staatsbürger werden will, muss sich entweder einkaufen und damit dem Staat (also dem Volk) einen Dienst erweisen.

Und wieso muss er das? Einfach nur, weil er zufällig nicht das Glück hatte, hier geboren zu werden? Da hast du schon deine nächste Wertung!

Hausarrest existiert gar nicht. Jeder kann sich selbst oder von einer Firma aus dem Ausland "freikaufen" lassen.

Genau. Der Arbeitslose lässt sich von der Firma freikaufen. Oder vom eigenen Kapital. Und damit es keine Arbeitslosen mehr gibt, sagen wir jedem Abiturienten, welches Fach er studieren soll, je nachdem, wo gerade Mangel herrscht. Brillanter Einfall, wirklich. Als nächstes sagen wir jeder Frau, wie viele Kinder sie zeugen muss, jedem Rentner, wie alt er werden darf und jedem Kranken, dass wir ihn nicht heilen wollen, weil er nur Geld kostet und nicht arbeiten kann.

Wahlweise auch die volle Summe anerkennen und es abzahlen über die Jahre. Wer einen guten Abschluss hat, ist auch für das Ausland interessant. Nur wird eben halt mal vorher nachgedacht, bevor ein Studium angefangen wird. Und nicht eben bis 40 auf Staatskosten studiert und dann ohne oder mit schlechtem Abschluss bis zur Rente schmarotzt. Und es stürzen sich nicht alle auf einige wenige Studiengänge, weil "es ja nix kost' "...

Ohne Worte...

*lol* Schau mal bitte in meine zahlreichen Beiträge seit meiner Anmeldung rein. Habe ich jemals mit so einer Argumentation gearbeitet?

Du hast zumindest zu keinem Zeitpunkt deutlich mit einer anderen Argumentation gearbeitet.

Es existieren für mich keine Wertigkeiten.

Sicher. Deswegen ist es dir egal, ob jemand arbeitet oder sich "bis zur Rente schmarotzt."

Aber es kann nicht sein, dass man viel Geld in die Ausbildung der Leute investiert, die dann nicht mal "danke" sagen und ihr Kapital bei der Konkurrenz versilbern. Wenn schon, dann soll die Konkurrenz auch dafür zahlen - nämlich die Ausbildungskosten.

Es kann auch nicht sein, da eine Regulierung vorzuschieben, die den Einzelnen in seinen Entscheidungen beschneidet. Schlimm genug, dass es Studiengebühren gibt!


Und? Und? Ich fass' es nicht...

Im Gegenteil! Es ist exakt so lange kein Fehler, so lange nicht überall auf der Welt die exakt gleichen Bedingungen existieren.

Eben weil es nicht egal ist, wo man lebt, ist es ein Fehler! Es ist auch die Schuld europäischer Expansionspolitik, dass es in der Dritten Welt so steht, wie es steht. Du bewertest dein Heimatland, welches nur durch Zufall oder Glück (je nach Standpunkt) dein Heimatland wurde, höher als andere Länder.
Übrigens passt das so gar nicht in deine sonstige Argumentation: dass man in Deutschland als Deutscher geboren wurde ist Zufall, nicht das Ergebnis von harter, nützlicher Arbeit. Man hat gar nichts dafür getan, dass man hier lebt, und trotzdem hat man von Anfang an ein Vorrecht vor allen anderen, die aus anderen Ländern hierherkommen? Und du sagst, du würdest wertfrei denken?

Und genau das muss auch ein Land tun, damit eben nicht jeder Hanswurst hier sich bedient, kurz auf die Fahne meines Landes kotzt und sich dann mit samt allen Wissens in die Ferne aufmacht. Wenn er es tun will, muss er die Investition zurückerstatten. Ist aus meiner Sicht logisch und sollte selbstverständlich sein.

Ich müsste mich jetzt selbst wiederholen, aber ich schenk's mir...solcher Unsinn ist's eigentlich nicht wert...

Ist das so? Hat die BILD das so gesagt oder Pro7?

Ich bin ja kein Freund persönlicher Angriffe in Sachdiskussionen, aber: wenn hier jemand auf BILD-Niveau denkt und schreibt, dann wohl du...

Habe ich ja auch nicht behauptet. Ich würde ja auch niemanden degradieren, sondern freundlich und zuvorkommend raus schmeißen. Auf nimmer Wiedersehen. So wie einen fremden Hausgast, der mir ins Bett kotzt und sich dann beschwert, dass das Bett unbequem zum auskotzen ist.

Du meinst: so wie einen fremden Hausgast, der daraufhin unter der Brücke mit durchschnittener Kehle und zerstörter Leber gefunden wird.

Daraus resultiert dann eben auch Rassismus, dass Neger halt nicht in das gleiche Klo scheißen dürfen, wie Bleichgesichter.

Du beschwerst dich, dass Asylbewerber der deutschen Sprache nicht mächtig sind und kriegst es selbst nicht auf die Reihe, in angemessenem Ton zu diskutieren?

Ausgeprägter Hang zum Konservatismus ist auch ein wichtiger Punkt. Konservatismus ist nichts verwerfliches. Es ist eben nur eine Option, wie man ein Land oder die Zukunft gestalten kann, eben an alten Werten festhaltend. Verwerflich wird es erst, wenn man sich völlig gegen neue Strömungen verwehrt.

Ausgeprägter Hang zum Konservatismus IST verwerflich. Das Beharren auf Traditionen der Traditionen wegen ist engstirnig und feige; das Festsetzen von bestimmten Werten als dauerhafte Größe ist dumm und gefährlich!

Selbstverständlich ist das eigene Land und Volk wichtiger, als alle anderen! Da gibt es doch gar kein Zweifel! Aber eben nicht wertiger, im Sinne von höherwertig oder minderwertig. Und genau das habe ich auch so geschrieben.

"wichtiger"? Wie nennt man das nochmal? Ach, ja: Wertung. Und das, was wichtiger ist, was ist das? Genau: höherwertig als das Unwichtige. Genau das hast du so geschrieben.

Ich gehe fest davon aus, dass Dir Deine Eltern ebenfalls wichtiger sind wie Frau Merkel und Herr Schäuble. Und dass Du für Deine Freunde eher einstehen würdest als für eine fremde Person. Das "Staatendenken" ist genau das, nur eben abstrahierter auf größeren Skalen. Aber nichts anderes.

Es ist etwas anderes: das Verhältnis zu meinen Eltern ist über Jahre hinweg aufgebaut, und meine Freunde habe ich mir willentlich ausgesucht. Es ist nicht Zufall, dass sie meine Freunde sind, und es ist nicht Zufall, wie mein Verhältnis zu meinen Eltern ist. Aber es ist Zufall, dass ich Deutscher bin, und es ist Zufall, dass andere nicht Deutsche sind.

Du lebst nach deutschen Gesetzen und Gewohn- / Gepflogenheiten, nicht nach denen der Welt (weil es eben auch keine Weltgesetze gibt, wenn man man die Menschenrechte, die sehr viele Länder sowieso missachten, mal ausnimmt).

Ich lebe nach meinen Gewohn- und Gepflogenheiten, und ich beuge mich den deutschen Gesetzen, weil ich keine Alternative habe.

Und eben diese Struktur muss geschützt werden. Denn ein anderes Land hat keinerlei Gewissensbisse, etwas zu stehlen und es dann auch gegen uns zu benutzen. "Gegen uns" muss dabei nicht "Krieg" bedeuten. Auch einen Vorteil in puncto Forschung oder dergleichen zu erlangen ist ein "gegen uns".

So, wie Deutschland keine Gewissensbisse hatte, große Teile Afrikas auszuplündern. Diese "Struktur" ist nichts wert, sie ist in einem unzeitgemäßen Denken verhaftet das annimmt, dass eine Gruppe von Menschen, die zufällig in einem bestimmten Gebiet geboren wurde, als Gruppe zusammenhalten müsse. Ein Denken, das weiterhin annimmt, die eigene Gruppe sei wichtiger als alle anderen Gruppen, eben weil es die eigene ist.
Dieses Denken ist rückständig, wenn nicht gar zurückgeblieben. Es ist ein Fehler, daran festzuhalten, und es ist vermessen, arrogant und in nicht geringem Maße schlichtweg dumm zu behaupten, dass die eigene Nation wichtiger sei als alle anderen Nationen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werfe da nur mal ein paar Namen dazwischen: Patrick Owomojela und Gerald Asamoah.
Kann ich auch, guck: Oliver Kahn und Michael Ballack.

Wenn Du bitte so freundlich wärst, mir zu erklären, wie das ins Thema passt? Ansonsten fallen mir sicherlich noch mehr Namen deutscher Sportler ein. Das Merkel kam sich schon unglaublich schlau vor, als sie Namen aus der Nationalelf zitierte, die NDH waren und dabei in die Kameras grinste wie ein Kind beim Kirschenklau. Aber verstanden hat sie nichts. Vielleicht bringt ja Deine Erklärung mehr...

Du warst es, der sich eine "rechte" Alternative wünschte. Wenn für dich "rechts" etwas anderes bedeutet als die gängige Definition vorsieht, dann erkläre das oder such dir einen anderen Begriff!
Die "mediale" Definition. Denn "rechts" bedeutet nach nach herkömmlicher Definition nicht viel mehr als "patriotisch" und "konservativ". Ich habe mir keinen anderen Begriff zu suchen, sondern die Menschen, die "Gegen Rechts!" brüllen, sollten beginnen, den Kopf zu benutzen. Wenigstens rudimentär zu mehr, als zu wissen, was THC ausgesprochen bedeutet.

Hier haben wir schon die erste Wertung - das Wohl des deutschen Staatsbürgers ist WICHTIGER als das Wohl eines Ausländers. "Wichtiger" ist das, was man üblicherweise "Wertung" nennt [...]
Ja, im Grunde hast Du recht. Aber das Problem dabei ist, dass ich mir dann von dem linken Gesochs das Wort im Munde umdrehen lassen muss. Kommen wir nämlich zum Thema "Wertigkeiten", dann ist es nur noch ein Haar breit davon entfernt mir unterstellen zu wollen, man würde in Kategorien wie "Herrenrasse" und dergleichen denken. Und aus der Nummer kommt man dann ganz schwer wieder raus.

Denn "Herrenrasse" impliziert ja schon, dass die Bewohner anderer Staaten den Bewohnern meines Staates nicht ebenbürtig sein können - genetisch bedingt. Das ist aber grober Unfug. Nur ist es eben so, dass Menschen einer Gruppe etwas dürfen, andere hingegen nicht. So darfst Du zum Beispiel in Deiner Wohnung in eine Ecke Deiner Wahl einen Haufen legen. Darf ich das auch? Und diese "Weisheit" ist schon uralt, ich denke da an:

"Aliis si licet, tibi non licet.", aber das nur am Rande.

Und ja, wenn ich in einem anderen Land zu Gast bin, dann benehme ich mich in etwa so, als wäre ich bei einer fremden Person zu Gast. Wenn ich die fremde Person heirate und bei ihr einziehe, dann bin ich dort zuhause und benehme mich auch so. Ich weiß gar nicht, warum ich das überhaupt ausführen muss...?

Wenn der deutsche Staat sich des "Gesocks" entledigt hat und das "Gesocks" dann in seinem verarmten Heimatland im Bürgerkrieg umkommt, den Hungertod stirbt oder an einer Krankheit verreckt, dann ist natürlich alles bestens: dem Staat geht's gut, die Welt ist um einen Parasiten ärmer....weißt du, wo dein Problem liegt? Du machst es dir zu leicht: wer nichts nützt, ist für dich wertlos. Du kategorisiert in "nützlich/arbeitend" und "nutzlos/schmarozerhaft". Und das ist so dermaßen blind und blöd, dass mir die Worte fehlen.
Ja, so ist es nunmal. Ich staune Bauklötze, dass Du es als blind und blöd bezeichnest. Ich bin der Ansicht, dass jeder seine Leistung bringen muss, zu der er in der Lage ist. Mir ist schon klar, dass aus einem Rollstuhlfahrer nie ein guter Hürdenläufer werden kann. Aber er kann am Computer problemlos arbeiten. Jeder kann etwas leisten, sogar ein Künstler.

Wenn jemand sein Heimatland verlässt, weil es ihm dort nicht gefällt, dann hat er damit seinem Heimatland am allerwenigsten gedient. Aber gut, das ist nicht mein Problem. Aber er kann auch nicht erwarten, dass ihm in der Fremde Zucker in den Arsch geblasen wird. Es ist schön, wenn er seiner neuen Heimat etwas nützliches mitbringt, sei es nun Arbeitskraft, Wissen oder Geld. Und dann kann er auch in seiner neuen Heimat nützliche oder sogar wichtige Dienste leisten. Aber irgendwo hin zu gehen und dort erstmal die Hände aufzuhalten, ist nicht nur dreist und unverschämt, sondern auch nur in Deutschland möglich.

Wer sich nicht bildet, nicht arbeiten geht oder auch sonst nur schnorrt, ist de facto nicht nur wertlos, sondern eine Belastung für alle. Denn mindestens ein anderer muss mehr Leistung bringen, damit diese Person ausgehalten werden kann. Oder isst/trinkt/scheißt/kleidet/wohnt ein Schmarotzer nicht und nimmt keinerlei Leistungen in Anspruch, wie ärztliche Versorgung, etc?

Und wieso muss er das? Einfach nur, weil er zufällig nicht das Glück hatte, hier geboren zu werden? Da hast du schon deine nächste Wertung!
Einfach aus dem Grund heraus, weil die Deutschen nicht für die Welt Mehrleistung erbringen können und ich für meinen Teil auch nicht will. Herrje - das ist doch nicht so schwer zu begreifen, oder? Irgendjemand muss nunmal das Getreide anbauen und ernten, ein anderer mahlen und backen, damit es zu Brot wird. Wenn irgendwann schöne Brote an Bäumen hängen für jedermann, dann werde ich meine Meinung vielleicht nochmal ändern.

Und ein Arzt hat jahreland studiert und muss nun auch mal Geld verdienen. Ihn bezahlt die Krankenkasse. Und wo kommt das Geld her? Richtig: Vom Beitragszahler. Und wer keinen Beitrag zahlen kann, dessen Beitrag bezahlt der Staat. Und woher hat der Staat das Geld? Klar - von dem, der Steuern zahlt. Wir können es auch abkürzen und sagen, dass jeder der arbeiten geht, für jeden der nicht arbeiten geht mitarbeitet und mindestens so viel Mehrleistung erbringen muss, wie eben nötig ist. Siehst Du, ich bin gern bereit, Mehrleistung für Landsleute zu erbringen, die eben nicht arbeiten können. Darunter zählen Rentner, die ihr Leben lang bereits dieses Land für mich schufen und als Erbe hinterlassen werden. Darunter zählen Kinder, die mich einst aushalten müssen. Und auch Behinderte, denen vielleicht das Leben übel mitspielte und nun nicht doppelt gestraft werden sollen. Dafür sind wir ein Sozialstaat. Aber ich habe nciht das geringste Interesse für jeden Hanswurst zu arbeiten, dem es zuhause nicht gefällt. Oder auch nicht für die, die nicht arbeiten wollen, weil man sich mit Arbeit ja den ganzen Tag versauen könnte.

Genau. Der Arbeitslose lässt sich von der Firma freikaufen. Oder vom eigenen Kapital. Und damit es keine Arbeitslosen mehr gibt, sagen wir jedem Abiturienten, welches Fach er studieren soll, je nachdem, wo gerade Mangel herrscht. Brillanter Einfall, wirklich.
Ja, nicht wahr? :) Aber um es mal etwas zu präzisieren: Nicht jeder Mensch ist arbeitslos. Auch nicht jeder Student wird nach dem Studium in die Arbeitslosigkeit entlassen. Im Gegenteil beobachte ich immer wieder (vor allem im Freundes- und Bekanntenkreis), dass man immer etwas erreichen kann, wenn man will. Von nix kommt nunmal nix.

Als nächstes sagen wir jeder Frau, wie viele Kinder sie zeugen muss, jedem Rentner, wie alt er werden darf und jedem Kranken, dass wir ihn nicht heilen wollen, weil er nur Geld kostet und nicht arbeiten kann.
Jetzt wirst Du albern.

Du hast zumindest zu keinem Zeitpunkt deutlich mit einer anderen Argumentation gearbeitet.
Das ist der Punkt, an dem ich mich das erste Mal frage, ob eine Diskussion überhaupt Sinn hat. Du versuchst mir eine Art "Rassismusverdacht" quer in den Mund zu legen. Das hat seinerzeit schon bennsenson mit seinem Antisemitismus versucht (was ja im Grunde das gleiche wie Rassismus ist, nur eben eine individuelle und phantasievolle Wortschöpfung).

Aber gut, bringe ich es mal auf den Punkt. Innerhalb der Grenzen eines Staates ist das Wohl des Staatsbürgers selbstverständlich wichtiger, wie das der Fremden. Das bedeutet aber nicht, dass man Fremde vergast, verbrennt, foltern oder verzehren kann nach Herzenslust. Es bedeutet, dass die Bürger des Staates mit ihrer Leistung den Staat am Laufen halten und folglich auch zuerst in den Genuss der Vorzüge kommen.

Würde irgendeine Firma jedem Menschen auf der Welt Gehalt zahlen, unabhängig davon ob er für die Firma arbeit oder nicht, würde die Firma noch vor Ausstellung des letzten Lohnschecks pleite sein. Niemand könnte das verstehen. Aber was ist ein Staat? Der ist de facto nichts anderes als eine große Firma. Dass es uns hier gut geht, haben wir vor allem uns selbst zu verdanken. Auch dass wir in Frieden leben ist keine "göttliche Fügung" oder "Glück". Eine gute Infrastruktur, medizinische Versorgung und dergleichen haben nichts mit "Glück" zu tun.

Sicher. Deswegen ist es dir egal, ob jemand arbeitet oder sich "bis zur Rente schmarotzt."
Ja, welcher böse Zauber hält denn einen Schmarotzer davon ab, etwas nützliches zu tun?

Es kann auch nicht sein, da eine Regulierung vorzuschieben, die den Einzelnen in seinen Entscheidungen beschneidet. Schlimm genug, dass es Studiengebühren gibt!
*lol* Wie bitte? Du meinst, alles umsonst in den Arsch geschoben zu bekommen, kostet Dich schon genug?

Ist Dir eigentlich klar, dass wir in einem Wirtschaftskreislauf leben? Wenn jemand Leistung erbringt, will er dafür entlohnt werden, üblicherweise mit Geld. Das Geld muss jemand zahlen. Der muss es seinerseits aber auch durch Leistung erwirtschaften, also Mehrwert schaffen. Um an einer Universität zu studieren, bedarf es sehr vieler Mehrleistungen. Zunächst muss das Gebäude errichtet werden. Wenn das alles getan ist, braucht man Strom und Wasser. Niemand säuft mehr aus dem Brunnen oder der Spree, es muss schön sauber sein. In puncto Strom will man auch nicht auf einen Blitzeinschlag warten. Die Tische, Stühle Bänke, Tafeln und was nicht alles dazu gehört, wachsen leider nicht am Busch, sie müssen durch Mehrleistung hergestellt werden. Das zieht sich wie ein roter Faden, es sind beinahe endlos viele Leute daran involviert bis so ein Haus steht und funktioniert. Und dann ist es aber noch keine Uni, sondern nur eine Wärmehalle. Jetzt gehören dort Leute rein, die Stunden, Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre damit zugebracht haben, sich Wissen anzueignen und die nun das Wissen weitergeben können (und hoffentlich auch wollen). Auch die stellen sich nicht in den Hörsaal, weil dort die Aussicht so schön ist.

Alles muss bezahlt werden. Es gibt nun also genau 2 Möglichkeiten: Entweder derjenige bezahlt es, der die Leistungen in Anspruch nimmt oder alle zahlen einen Anteil, egal ob es ihnen nutzt oder nicht. Ich bin bereit, in meine Bildung zu investieren und habe es auch getan. Ich denke nämlich, dass man Geld gar nicht besser investieren kann, als in Bildung. Ein Auto geht kaputt, ein Haus verfällt. Bildung hingegen lässt sich immer wieder versilbern. Und ich habe gar nicht das Bedürfnis, mir diese Bildung von der Gemeinschaft bezahlen zu lassen. Das siehst Du anders, ja?

Und? Und? Ich fass' es nicht...
Was genau hast Du denn jetzt wieder nicht verstanden?

Eben weil es nicht egal ist, wo man lebt, ist es ein Fehler! [...] Du bewertest dein Heimatland, [...] höher als andere Länder.
Natürlich tue ich das, ich lebe schließlich hier. Auch wenn Du es jetzt wieder nicht fassen kannst, aber mir ist auch meine Wohnung viel wichtiger, als die von Herrn Schulze aus Hintertupfingen.

Eben weil das meine Heimat ist und ich immer danach strebe, das beste aus meinem Leben zu machen. Zu meinem Leben gehört auch meine Heimat. Auch meine Wohnung, mein Wohlstand, mein Freundeskreis. Um das, was mir wichtig ist, sorge ich mich. Was mir nicht wichtig ist, muss dann halt zurückstehen. Nenn' es wie Du willst, so bin ich nunmal. Und ich denke, die Mehrheit aller Menschen auf der Welt denkt so.

Übrigens passt das so gar nicht in deine sonstige Argumentation: dass man in Deutschland als Deutscher geboren wurde ist Zufall, nicht das Ergebnis von harter, nützlicher Arbeit. Man hat gar nichts dafür getan, dass man hier lebt, und trotzdem hat man von Anfang an ein Vorrecht vor allen anderen, die aus anderen Ländern hierherkommen? Und du sagst, du würdest wertfrei denken?
Och, das passt sogar ganz wunderbar, wenn Du mich dann mal bitte aus der Schublade entlassen würdest ;) Denn unsere Aufgabe ist vor allem der Werterhalt. Wir haben ein wunderbares Land als Erbe erhalten - allerdings nicht von einem Gott oder einem Alien. Unsere Vorfahren haben es geschaffen und uns hinterlassen. Viele haben dafür sogar ihr Leben gegeben. Unsere Verantwortung ist es nun, das zu schützen und noch schöner zu machen. Andere Länder haben die gleiche Aufgabe oder stehen eben noch vor der Aufgabe, ihr Land schön zu machen.

Wie sie es tun, ist nicht meine Angelegenheit. Wenn sie es durch das Abschlachten ihrer Brüder erreichen wollen (Hutu versus Tutsi beispielsweise), dann ist das tragisch. Wenn sie sich separieren, ist es vielleicht den Versuch wert (Zerfall der Sowjetunion). Wenn man sich zusammen schließt, ist es vielleicht ebenfalls den Versuch wert (Europäische Union, auch wenn ich persönlich anders darüber denke). Aber alles geschieht immer, um das Land noch schöner zu machen.

Wenn nun jemand aus Ruanda der Ansicht ist, dass er seinem Land den Rücken kehren möchte und lieber mein Land mit aufbauen will, dann soll er es gern tun. Wenn aber jemand sein Land verlässt, um sich hier durchfüttern zu lassen, dann habe ich dafür keinerlei Verständnis. Ob in seinem Land nun Bürgerkrieg herrscht oder nicht - es hält ihn nicht davon ab, hier Leistung in seinem ihm möglichen Rahmen zu erbringen. So einfach ist das.

Ich müsste mich jetzt selbst wiederholen, aber ich schenk's mir...solcher Unsinn ist's eigentlich nicht wert...
Ach komm schon, nicht eingeschnappt sein. Ich antworte Dir doch auch, obgleich ich mir nicht vorstellen kann, dass Du verstehst, was ich schreibe. Aber der Versuch ist es wert. Das nennt man eben "Diskussion" ;)

Ich bin ja kein Freund persönlicher Angriffe in Sachdiskussionen, aber: wenn hier jemand auf BILD-Niveau denkt und schreibt, dann wohl du...
Dann lass' es doch stecken, wenn Du kein Freund davon bist ;)

Du meinst: so wie einen fremden Hausgast, der daraufhin unter der Brücke mit durchschnittener Kehle und zerstörter Leber gefunden wird.
Ja, exakt. Das ist nunmal das Los eines jeden Gastes, der irgendwo raus fliegt: Man findet ihn wenige Stunden später mit durchschnittener Kehle und zerstörter Leber unter einer Brücke wieder. Traurig, aber wahr. :mrgreen:

Du beschwerst dich, dass Asylbewerber der deutschen Sprache nicht mächtig sind und kriegst es selbst nicht auf die Reihe, in angemessenem Ton zu diskutieren?
Ich finde den Ton durchaus angemessen. Nicht beleidigend, nur eben klar und deutlich. Einfache Sätze, unmissverständlich. Aber wenn Dich "mein Ton" trotzdem in irgendeiner Form pikiert, dann kann ich natürlich auch auf gewisse Worte verzichten, die Dich möglicherweise unangenehm berühren könnten. Musst mir halt nur sagen, welche das sind, dann werde ich gern bemüht sein, dafür ein anderes zu finden, kein Problem.

[...] Es ist etwas anderes: das Verhältnis zu meinen Eltern ist über Jahre hinweg aufgebaut, und meine Freunde habe ich mir willentlich ausgesucht. Es ist nicht Zufall, dass sie meine Freunde sind, und es ist nicht Zufall, wie mein Verhältnis zu meinen Eltern ist. Aber es ist Zufall, dass ich Deutscher bin, und es ist Zufall, dass andere nicht Deutsche sind.
Und während der gleichen Zeit wuchs kein Verhältnis zu Deinem Vaterland, mit dem Du tagtäglich, 24/7 zu tun hattest, weil Du in ihm lebtest und in den Genuss aller seiner Vorzüge gekommen bist? Du solltest Dich was schämen! Oder auswandern, wie Du magst. Und Deinen Beruf, hast Du den Dir nicht ausgesucht, auch weil Du etwas leisten wolltest? Weil Du auch Spaß an dem hast, was Du tust und Geld dafür bekommst? Gehst Du nicht bewusst und wissentlich wählen, um an der Gestaltung Deines Landes teilzunehmen? Völlig egal, was Du wählst und warum, aber Du willst mitwirken.

Oder Du wählst nicht und Dir ist alles scheißegal. Das wäre dann auch auf der Ebene mit der Arbeitslos-und-Spaß-dabei-Fraktion. Dann würde ich aber zumindest ein Dankeschön erwarten, dass ich Dich erstens mit meinen Steuern durchfüttere und zweitens meine Freizeit darauf verwende, mit Dir zu diskutieren ;)

Ich lebe nach meinen Gewohn- und Gepflogenheiten, und ich beuge mich den deutschen Gesetzen, weil ich keine Alternative habe.
Selbstverständlich hast Du eine Alternative! Mehrere sogar. Die einfachste ist das Auswandern. Eine andere wäre das Leben eines Gesetzlosen, der dann zwar sein Leben im Knast verbringt, aber am Lebensende sagen kann, sich niemals gebeugt zu haben. Eine weitere Alternative ist, in die Politik zu gehen und die Gesetze zu ändern. Wahlweise auch durch Bestechungsgelder die Politik in die Richtung zu leiten, wo man sie haben will.

Gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten, aber mir sei mal die Frage gestattet: Warum? Was ist denn an deutschen Gesetzen so furchtbar, dass man damit nicht sehr bequem leben kann?

So, wie Deutschland keine Gewissensbisse hatte, große Teile Afrikas auszuplündern. Diese "Struktur" ist nichts wert,
Ja, das ist in der Tat eine Sauerei gewesen. Naja, Afrika ist ja nun frei und kann tun und lassen was es will. Das erste, was sie taten war, sich die Köpfe einzuschlagen. Übrigens mit den 500 Milliarden Euro Entwicklungshilfe, die fast ausschließlich in Waffen geflossen ist. Vielleicht sollten die Leute sich erstmal ihrer Herren entledigen und dann das Entwicklungsgeld richtig investieren. Oder sollen wir das jetzt auch noch übernehmen? Na besser nicht, wir wissen ja, was die USA stets an "Hilfe" leistet...

sie ist in einem unzeitgemäßen Denken verhaftet das annimmt, dass eine Gruppe von Menschen, die zufällig in einem bestimmten Gebiet geboren wurde, als Gruppe zusammenhalten müsse. Ein Denken, das weiterhin annimmt, die eigene Gruppe sei wichtiger als alle anderen Gruppen, eben weil es die eigene ist.
Richtig, einem uralten Denken, das den Menschen zu dem machte, was er ist: Ein soziales Lebewesen. Klar, es gibt auch asoziale.

Dieses Denken ist es, was überhaupt erst emotionale Bindungen zulässt. Dieses Denken resultiert daraus, dass wir überhaupt soziale Lebewesen sind, die Hierarchien brauchen. Wenn Dir alles gleich wichtig ist, ist alles gleichermaßen unwichtig. Dann bist Du ein Einzelgänger. Begleitend dazu dieses PDF, falls es Dich interessiert (geht dabei um Bindungen zu Regionen und so weiter).

Dieses Denken ist rückständig, wenn nicht gar zurückgeblieben. Es ist ein Fehler, daran festzuhalten, und es ist vermessen, arrogant und in nicht geringem Maße schlichtweg dumm zu behaupten, dass die eigene Nation wichtiger sei als alle anderen Nationen.
Na, sind wir jetzt endlich auf der untersten Nivaustufe der Diskussion angekommen? :mrgreen: Na mal gucken, ob ich beim nächsten Beitrag so weit runter komme, ohne die Geduld der Moderatoren übermäßig stark zu strapazieren :D
 
Kann ich auch, guck: Oliver Kahn und Michael Ballack.

Wenn Du bitte so freundlich wärst, mir zu erklären, wie das ins Thema passt? Ansonsten fallen mir sicherlich noch mehr Namen deutscher Sportler ein. Das Merkel kam sich schon unglaublich schlau vor, als sie Namen aus der Nationalelf zitierte, die NDH waren und dabei in die Kameras grinste wie ein Kind beim Kirschenklau. Aber verstanden hat sie nichts. Vielleicht bringt ja Deine Erklärung mehr...
Wundert mich nicht, dass du die Vorfälle, die hinter den Namen stehen, geflissentlich ignorierst:

https://www.jurablogs.com/de/fussballnationalspieler-owomoyela-geht-erfolgreich-gegen-npd-vor

https://www.n24.de/news/newsitem_5070359.html

(das nächste mal googelst du gefälligst selber... :ugly:)

Und das du Zeca Schall erst gar nicht mehr zittierst, zeigt ja auch, dass deine Aussage
Also ich für meinen Teil habe noch nie etwas derartiges gehört, weder von der NPD, noch den REPs oder der DVU.
schlicht und einfach falsch ist...
 
Ach das meintest Du. Ja, dann sag das doch und mach hier keine Kindergarten-Rätselspielchen ;)

Also ich habe nicht mitbekommen, dass bei Asamoah die NPD die Fäden zog, aber ich traue es ihr durchaus zu. Aus deshalb bin ich kein Fan von der. Ja, schlimm so was, nicht wahr? Da kommt man sich beinahe ein paar hundert Jahre in der Zeit zurückversetzt vor, wo Rassismus zum guten Ton zählte. Naja, manche Leute lernen es halt nie.

Den Owomoyela kenne ich nicht, interessiere mich aber auch nicht für Fussball. Von daher war das kleine Licht mir wohl auch kein Begriff. Ich habe übrigens gegoogelt und mir hat es gereicht zu wissen, dass es ein Fußballspieler ist. Konnte ja keiner ahnen, dass Du mit dem Worteinwurf was ganz anderes sagen wolltest als nur ein paar Namen von Fussballspielern NDH der Gemeinde mitteilen wolltest :roll:

Aber ja, auch im Falle des Owomoyela fehlt bei mir jedes Verständnis. Zumal in jeder Sportart und in jedem Land kaum noch "Ureinwohner" spielen. Gerade im Fussball geht es eben darum, welcher Verein die besten Spieler der Welt verpflichten kann, wo die her kommen ist völlig egal. Aber das ist ein grundsätzliches Problem der Geldmaschine "Fussball", nicht das Problem einzelnen Spielers. Und Freunde macht sich dabei weder die NPD, noch eine andere Vereinigung, auch nicht bei den so genannten "gemäßigten Rechten".

Und noch ein Wort zu Zeca Schall, weil Du mich so freundlich darum gebeten hast:
Zeca Schall schrieb:
[...] „Ich liebe Thüringen, ich liebe Deutschland“, sagt der gebürtige Angolaner. Tagesspiegel
Sehr sympathisch der Mann :) Wann hat zuletzt ein gebürtiger deutscher Politiker gesagt: "Ich liebe Deutschland"? Wie ich schon sagte: Manch ein Ausländer oder Eingebürgerter ist deutscher, wie manch ein Deutscher.

Und ja, darkkurt, ich habe mich geirrt und die Katastrophe um Gerald Asamoah wohl vergessen. Aber Du hast recht: Ich habe davon gehört und muss mich auch, da ich jetzt Kenntnis von Owomoyela habe, dahingehend verbessern: Die NPD trägt eindeutig rassistische Züge und trägt dies auch offen zur Schau. Wie gesagt: Ein weiterer Punkt, den diese Partei selbstverständlich unwählbar macht. Sowas brauchen wir in dieser Zeit und in Deutschland nicht.

(das nächste mal googelst du gefälligst selber... :ugly:)
Zu Befehl, Herr Moderator!
 
Ist Dir eigentlich klar, dass wir in einem Wirtschaftskreislauf leben? Wenn jemand Leistung erbringt, will er dafür entlohnt werden, üblicherweise mit Geld. Das Geld muss jemand zahlen. Der muss es seinerseits aber auch durch Leistung erwirtschaften, also Mehrwert schaffen. Um an einer Universität zu studieren, bedarf es sehr vieler Mehrleistungen. Zunächst muss das Gebäude errichtet werden. Wenn das alles getan ist, braucht man Strom und Wasser. Niemand säuft mehr aus dem Brunnen oder der Spree, es muss schön sauber sein. In puncto Strom will man auch nicht auf einen Blitzeinschlag warten. Die Tische, Stühle Bänke, Tafeln und was nicht alles dazu gehört, wachsen leider nicht am Busch, sie müssen durch Mehrleistung hergestellt werden. Das zieht sich wie ein roter Faden, es sind beinahe endlos viele Leute daran involviert bis so ein Haus steht und funktioniert. Und dann ist es aber noch keine Uni, sondern nur eine Wärmehalle. Jetzt gehören dort Leute rein, die Stunden, Tage, Wochen, Monate oder gar Jahre damit zugebracht haben, sich Wissen anzueignen und die nun das Wissen weitergeben können (und hoffentlich auch wollen). Auch die stellen sich nicht in den Hörsaal, weil dort die Aussicht so schön ist.

Ich denke, genau da liegt das Problem. Du willst jeden Schritt eines Menschen im Leben, jede Tat, alles was jemand macht oder auch nicht macht, genau auf Euro und Cent abrechnen. Erinnert mich ein bisschen an den Arbeiter, der gefeuert wurde, weil er im Betrieb sein Handy aufgeladen hat. Damit jeder genau gleich behandelt wird, niemand überdurchschnittlich viel bekommt und am Ende jeder wenn er stirbt bei Null rauskommt.

Das funktioniert aber vorne und hinten nicht. Der eine studiert auf Kosten des Staates, verdient viel Geld, das er aber dann in Monaco anlegt. Der andere macht keine teure Ausbildung, wird aber später auch kaum Steuern zahlen und vielleicht sogar noch Hilfen vom Staat bekommen. Ein dritter raucht und trinkt und kostet den Staat über die Krankenkassen überdurchschnittlich viel. Der nächste wird straffällig und bekommt vom Staat den Knast bezahlt. Und wieder ein anderer ist einer deiner "Schmarotzer" und hat keinen Bock zu arbeiten und hockt nur vor der Glotze die ihm vom Arbeitsamt gestellt wird (Übrigens: Es ist ja nicht so, wie du es propagierst, dass dies auf die Mehrheit der Arbeitslosen zutrifft, und es stimmt schon gar nicht dass dies alles Ausländer sind).
Willst du jeden Cent berechnen, den diese Personen in ihrem Leben dem Staat nehmen und geben und daraus eine Rangliste erstellen, wer überhaupt würdig ist im tollen Deutschland zu leben?
Was, wenn jemand ein Maschinenbau-Studium macht, weil jeder ihm sagt, dass dort Fachkräftemangel herrscht, die Person dann aber feststellt dass ihm das nicht liegt und lieber Altenpfleger wird und für 5,50 Brutto arbeitet weil es ihm Spaß macht? Diese Person wird im Leben nicht über Steuern die Kosten für sein Studium zurückzahlen.

Ein ganz anderer Punkt: Deutschland steht heute hervorragend da. Aber glaubst du, das ist alleine der Verdienst der Deutschen ist? Guck dir mal die Geschichte von Deutschland an, in diesem Land wurde in der Vergangenheit extrem viel Scheiße gebaut und viele anderen Länder haben -unterm Strich gesehen- sehr, sehr viel dazu beigetragen dass Deutschland heute da ist, wo es ist. Das kann man auch nicht in Geld aufwiegen.
Da ist es doch unsere Verpflichtung, dass wir jetzt auch anderen Ländern ein Stück weit helfen. Deutschland ist ein tolles Land, aber auch das ist wieder kein Verdienst des einzelnen, sondern letztendlich nur Glück.

Sieh das alles mal menschlich und nicht wirtschaftlich. Die Wirtschaft hat auch so schon eine genügend große Bedeutung in unserer Gesellschaft.
 
Die "mediale" Definition. Denn "rechts" bedeutet nach nach herkömmlicher Definition nicht viel mehr als "patriotisch" und "konservativ". Ich habe mir keinen anderen Begriff zu suchen, sondern die Menschen, die "Gegen Rechts!" brüllen, sollten beginnen, den Kopf zu benutzen. Wenigstens rudimentär zu mehr, als zu wissen, was THC ausgesprochen bedeutet.

Allein schon ein Blick in so eine semi-seriöse Wissensquelle wie Wikipedia reicht aus, um deine Aussage als "falsch" zu erkennen.

Ja, im Grunde hast Du recht. Aber das Problem dabei ist, dass ich mir dann von dem linken Gesochs das Wort im Munde umdrehen lassen muss. Kommen wir nämlich zum Thema "Wertigkeiten", dann ist es nur noch ein Haar breit davon entfernt mir unterstellen zu wollen, man würde in Kategorien wie "Herrenrasse" und dergleichen denken. Und aus der Nummer kommt man dann ganz schwer wieder raus.

Wer von "linkem Gesocks" spricht, muss sich nicht wundern, wenn er ganz weit in die rechte Ecke gestellt wird. Edit: Ich möchte übrigens nicht dahingehend verstanden werden, dass ich das andere, eben linke Ende des Spektrum propagiere!

Nur ist es eben so, dass Menschen einer Gruppe etwas dürfen, andere hingegen nicht. So darfst Du zum Beispiel in Deiner Wohnung in eine Ecke Deiner Wahl einen Haufen legen. Darf ich das auch? Und diese "Weisheit" ist schon uralt, ich denke da an:

"Aliis si licet, tibi non licet.", aber das nur am Rande.

Du denkst wohl eher an "Quod licet Iovi, non licet bovi", denn bei dir hängt alles von der Wichtigkeit einer Person und ihrer Umstände ab.

Ja, so ist es nunmal. Ich staune Bauklötze, dass Du es als blind und blöd bezeichnest. Ich bin der Ansicht, dass jeder seine Leistung bringen muss, zu der er in der Lage ist. Mir ist schon klar, dass aus einem Rollstuhlfahrer nie ein guter Hürdenläufer werden kann. Aber er kann am Computer problemlos arbeiten. Jeder kann etwas leisten, sogar ein Künstler.

Der Gedanke, dass eben nicht jeder etwas leisten kann, ist dir noch nicht gekommen, oder? Und was soll "sogar ein Künstler" konkret bedeuten?

Wenn jemand sein Heimatland verlässt, weil es ihm dort nicht gefällt, dann hat er damit seinem Heimatland am allerwenigsten gedient. Aber gut, das ist nicht mein Problem.

Nicht dein Problem. Deswegen sprichst du dich dafür aus, dass Leute, die hier ihre Ausbildung machen, hier festgehalten werden.

Aber irgendwo hin zu gehen und dort erstmal die Hände aufzuhalten, ist nicht nur dreist und unverschämt, sondern auch nur in Deutschland möglich.

Gesetzt, du hättest uneingeschränkte Macht und kein Gesetz zu fürchten: was würdest du mit einem Bettler, dem du begegnest, anstellen? Verprügeln? Auslachen? Ausweisen? Einsperren? Totschlagen?

Wer sich nicht bildet, nicht arbeiten geht oder auch sonst nur schnorrt, ist de facto nicht nur wertlos, sondern eine Belastung für alle. Denn mindestens ein anderer muss mehr Leistung bringen, damit diese Person ausgehalten werden kann. Oder isst/trinkt/scheißt/kleidet/wohnt ein Schmarotzer nicht und nimmt keinerlei Leistungen in Anspruch, wie ärztliche Versorgung, etc?

Du sprichst von wertlos? Wert-los? Und du wunderst dich, wieso man auf den Gedanken kommen könnte, dich weit ins rechte Spektrum einzusortieren? Wer hat denn von wertlosen Juden geredet, von wertlosen Kranken, von wertlosen Slawen?

Einfach aus dem Grund heraus, weil die Deutschen nicht für die Welt Mehrleistung erbringen können und ich für meinen Teil auch nicht will. Herrje - das ist doch nicht so schwer zu begreifen, oder?

Nein, das ist nicht schwer zu begreifen. Schwer zu begreifen ist, wieso du nicht darauf eingehst, dass es Zufall und nicht Ergebnis der eigenen Hände Arbeit ist, dass man Staatsbürger dieses oder jenes Staates ist.

Aber ich habe nciht das geringste Interesse für jeden Hanswurst zu arbeiten, dem es zuhause nicht gefällt. Oder auch nicht für die, die nicht arbeiten wollen, weil man sich mit Arbeit ja den ganzen Tag versauen könnte.

Dann wende doch deinen eigenen Vorschlag an und wandere aus.

Ja, nicht wahr? :) Aber um es mal etwas zu präzisieren: Nicht jeder Mensch ist arbeitslos. Auch nicht jeder Student wird nach dem Studium in die Arbeitslosigkeit entlassen. Im Gegenteil beobachte ich immer wieder (vor allem im Freundes- und Bekanntenkreis), dass man immer etwas erreichen kann, wenn man will. Von nix kommt nunmal nix.

Ist dein Bekanntenkreis so groß, dass er als repräsentative Quelle ausreicht, um zu beweisen, dass jeder, der will, auch etwas schafft? Hast du mehrere Millionen Bekannte?

Jetzt wirst Du albern.

Mitnichten! Ich denke nur deine kruden Ideen konsequent weiter. Wenn der Staat mir sagt, was ich für's Staatswohl zu studieren habe, dann sagt er der Mutter, wie viele Kinder er gerade von ihr braucht, dem Rentner, dass er morgen sterben muss, um seine Rente zu sparen und dem Kranken, dass er leider ins staatliche Euthanasie-Programm gerutscht ist, weil man sich dieses wertlose Leben nicht mehr leisten kann.

Das ist der Punkt, an dem ich mich das erste Mal frage, ob eine Diskussion überhaupt Sinn hat. Du versuchst mir eine Art "Rassismusverdacht" quer in den Mund zu legen. Das hat seinerzeit schon bennsenson mit seinem Antisemitismus versucht (was ja im Grunde das gleiche wie Rassismus ist, nur eben eine individuelle und phantasievolle Wortschöpfung).

Ich bin weit davon entfernt, dich einen Rassisten zu nennen. Aber ich wundere mich doch, wie man sich vom Rassismus distanzieren und zugleich so über den Begriff "Antisemitismus" denken kann.

Aber gut, bringe ich es mal auf den Punkt. Innerhalb der Grenzen eines Staates ist das Wohl des Staatsbürgers selbstverständlich wichtiger, wie das der Fremden. Das bedeutet aber nicht, dass man Fremde vergast, verbrennt, foltern oder verzehren kann nach Herzenslust. Es bedeutet, dass die Bürger des Staates mit ihrer Leistung den Staat am Laufen halten und folglich auch zuerst in den Genuss der Vorzüge kommen.

Wieder eine Stelle, an der ich mir wünschte, dass du Stellung beziehen würdest zu meinem Einwand, dass es Zufall ist, der dich zum Staatsbürger macht.

Aber was ist ein Staat? Der ist de facto nichts anderes als eine große Firma. Dass es uns hier gut geht, haben wir vor allem uns selbst zu verdanken. Auch dass wir in Frieden leben ist keine "göttliche Fügung" oder "Glück". Eine gute Infrastruktur, medizinische Versorgung und dergleichen haben nichts mit "Glück" zu tun.

Richtig! Wer den Ablauf stört, fliegt raus. Seltsam, nicht? Genau das wurde vor sechzig, siebzig Jahren gemacht.
Es ist natürlich kein "Glück", dass es uns in Deutschland und Europa so gut geht. Aber es ist "Glück" für dich und mich persönlich, dass wir hier geboren wurden.

Ja, welcher böse Zauber hält denn einen Schmarotzer davon ab, etwas nützliches zu tun?

Wieder meine Frage: schon mal die Idee gehabt, dass manchem gar nichts anderes übrig bleibt?

Alles muss bezahlt werden. Es gibt nun also genau 2 Möglichkeiten: Entweder derjenige bezahlt es, der die Leistungen in Anspruch nimmt oder alle zahlen einen Anteil, egal ob es ihnen nutzt oder nicht. Ich bin bereit, in meine Bildung zu investieren und habe es auch getan. Ich denke nämlich, dass man Geld gar nicht besser investieren kann, als in Bildung. Ein Auto geht kaputt, ein Haus verfällt. Bildung hingegen lässt sich immer wieder versilbern. Und ich habe gar nicht das Bedürfnis, mir diese Bildung von der Gemeinschaft bezahlen zu lassen. Das siehst Du anders, ja?

Ich sehe es anders, ja: Bildung ist das höchste Gut einer Gesellschaft. Und eben deswegen sollte jeder uneingeschränkten Zugang zu ihr haben. Es darf nicht sein, dass es auf den persönlichen Geldbeutel ankommt, um lernen zu können. Das behindert jeden Fortschritt.

Natürlich tue ich das, ich lebe schließlich hier. Auch wenn Du es jetzt wieder nicht fassen kannst, aber mir ist auch meine Wohnung viel wichtiger, als die von Herrn Schulze aus Hintertupfingen.

Ich verkürze es jetzt: Zufall.

Was mir nicht wichtig ist, muss dann halt zurückstehen. Nenn' es wie Du willst, so bin ich nunmal. Und ich denke, die Mehrheit aller Menschen auf der Welt denkt so.

Der Unterschied ist, dass die Mehrheit weiß, dass anderen anderes wichtig ist und jeder das gleiche Recht darauf hat wie du auf das, was dir wichtig ist.

Denn unsere Aufgabe ist vor allem der Werterhalt. Wir haben ein wunderbares Land als Erbe erhalten - allerdings nicht von einem Gott oder einem Alien. Unsere Vorfahren haben es geschaffen und uns hinterlassen. Viele haben dafür sogar ihr Leben gegeben. Unsere Verantwortung ist es nun, das zu schützen und noch schöner zu machen. Andere Länder haben die gleiche Aufgabe oder stehen eben noch vor der Aufgabe, ihr Land schön zu machen.

Tja, ich seine meine Aufgabe nicht im Werterhalt. Im Gegenteil! Ich käme auch nie auf die Idee, meinen Ahnen dafür zu danken, dass es hier so ist, wie es ist. Meine Aufgabe sehe ich vielmehr darin, die Dinge ihrer Zeit anzupassen. Und da passt "Werterhalt" eben nicht hinein, denn starre Werte und sich wandelnde Zeit lassen sich nicht vereinbaren.

Ob in seinem Land nun Bürgerkrieg herrscht oder nicht - es hält ihn nicht davon ab, hier Leistung in seinem ihm möglichen Rahmen zu erbringen. So einfach ist das.

Schon wieder machst du's dir zu einfach. Es kann eben nicht jeder in einem noch so kleinen Rahmen Leistung erbringen.

Ich finde den Ton durchaus angemessen. Nicht beleidigend, nur eben klar und deutlich. Einfache Sätze, unmissverständlich. Aber wenn Dich "mein Ton" trotzdem in irgendeiner Form pikiert, dann kann ich natürlich auch auf gewisse Worte verzichten, die Dich möglicherweise unangenehm berühren könnten. Musst mir halt nur sagen, welche das sind, dann werde ich gern bemüht sein, dafür ein anderes zu finden, kein Problem.

Charmant von dir, aber ich würde nie auf den Gedanken kommen, dich mit etwaigen Zimperlichkeiten zu belästigen...

Und während der gleichen Zeit wuchs kein Verhältnis zu Deinem Vaterland, mit dem Du tagtäglich, 24/7 zu tun hattest, weil Du in ihm lebtest und in den Genuss aller seiner Vorzüge gekommen bist? Du solltest Dich was schämen! Oder auswandern, wie Du magst.

Jawoll. Heute schäm' ich mich, morgen pack' ich meine Sachen und übermorgen wandere ich aus. Dann gehört Deutschland wieder den "Deutschen".
Ich hab echt nichts dafür übrig, wenn jemand sich etwas auf seine Nationalität einbildet. Als ob es ein Verdienst wäre, Deutscher zu sein...

Und Deinen Beruf, hast Du den Dir nicht ausgesucht, auch weil Du etwas leisten wolltest? Weil Du auch Spaß an dem hast, was Du tust und Geld dafür bekommst?

Ich bin Student, und ich habe weder mein Studium noch meine möglichen späteren Berufe danach ausgesucht, was ich dort leisten kann; ich mache, was mich interessiert, und ob ich damit später irgendwem nutze oder nicht ist mir herzlich egal.

Gehst Du nicht bewusst und wissentlich wählen, um an der Gestaltung Deines Landes teilzunehmen? Völlig egal, was Du wählst und warum, aber Du willst mitwirken.

Ich wähle nicht, um "mein Land" zu gestalten, sondern um die Verhältnisse für mich so angenehm wie möglich zu machen. Das mag auf den ersten Blick kein Unterschied sein, aber wenn man drüber nachdenkt, kommt man drauf...

zweitens meine Freizeit darauf verwende, mit Dir zu diskutieren ;)

Wenn du dich dafür bedankst, dass ich einen Internetanschluss habe, damit du deine Freizeit aufwenden kannst, um mit mir zu diskutieren...Ô.o

Gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten, aber mir sei mal die Frage gestattet: Warum? Was ist denn an deutschen Gesetzen so furchtbar, dass man damit nicht sehr bequem leben kann?

Es gibt keine Möglichkeiten die den Grad der persönlichen Freiheit nicht beschränken.
Dir diese Frage zu beantworten würde jetzt zu weit von diesem Thema in eine staatsphilosophische Diskussion führen. Wir können das gerne machen, aber dann eröffne bitte einen neuen Thread dafür.

Ja, das ist in der Tat eine Sauerei gewesen. Naja, Afrika ist ja nun frei und kann tun und lassen was es will.

Kennst du das Wort "Verantwortung"?

Richtig, einem uralten Denken, das den Menschen zu dem machte, was er ist: Ein soziales Lebewesen. Klar, es gibt auch asoziale.

Nein. Ein uraltes Denken, dass das natürliche soziale Verhalten des Menschen pervertierte!

Dieses Denken ist es, was überhaupt erst emotionale Bindungen zulässt. Dieses Denken resultiert daraus, dass wir überhaupt soziale Lebewesen sind, die Hierarchien brauchen. Wenn Dir alles gleich wichtig ist, ist alles gleichermaßen unwichtig. Dann bist Du ein Einzelgänger. Begleitend dazu dieses PDF, falls es Dich interessiert (geht dabei um Bindungen zu Regionen und so weiter).

Ich bin Einzelgänger, ja. Ich halte nichts von Hierarchien, ja. Und ich habe keine Bindung zu dem Land, in dem ich lebe, keine Verpflichtung, keine Schuld, keinen Dank, keinen Respekt und keinen blödsinnigen Stolz darauf!

Na, sind wir jetzt endlich auf der untersten Nivaustufe der Diskussion angekommen? :mrgreen: Na mal gucken, ob ich beim nächsten Beitrag so weit runter komme, ohne die Geduld der Moderatoren übermäßig stark zu strapazieren :D

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, sollte ich damit deinen Intellekt beleidigt haben...


Ach das meintest Du. Ja, dann sag das doch und mach hier keine Kindergarten-Rätselspielchen ;)

Weißt du eigentlich, wie lächerlich das klingt? Ein bisschen Eigenintelligenz und man kommt darauf, was er meinte...und ich würde mich lieber einem Gegenargument stellen, als auf so peinliche Art zu versuchen, mich davor zu drücken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, genau da liegt das Problem. Du willst jeden Schritt eines Menschen im Leben, jede Tat, alles was jemand macht oder auch nicht macht, genau auf Euro und Cent abrechnen.
Nee nee, das will ich gar nicht. Kann ich auch gar nicht.

Der zentrale Punkt der Geschichte ist, dass das allermeiste, das uns in unserem Land begegnet, von irgendwem geschaffen wurde. Also mindestens einem. Mindestens einer hat also beschlossen, etwas zu leisten und nicht in der Sonne zu liegen. Nun stellen wir uns eine ganz einfache Frage:

Wie sähe die Welt besser aus? Und weiter: Wenn alle, die können, auch etwas leisten oder wenn alle in der Sonne liegen?

Dass man nicht alles auf Euro und Cent festnageln kann, weiß ich natürlich. Und dass Arbeit nicht gerecht entlohnt wird auch. Für mich ist es eine Schande, dass ein Altenpfleger kaum mehr als Hartz IV bekommt, wohingegen eine Pleitemanager nie wieder arbeiten müsste. Aber das ist ein anderes Thema, könnte mich auch darüber einen ganzen Abend auslassen.

Der eine studiert auf Kosten des Staates, verdient viel Geld, das er aber dann in Monaco anlegt.
Wenn er seine "Schuld" beglichen hat, kann er mit dem Geld machen, was er will. Optimalerweise lässt er es im Land und hinterzieht zur Abwechslung mal keine Steuern. Aber auch das ist wieder ein anderes Thema, das mit EU und Globalisierung zusammen hängt. Ebenfalls abendfüllend.

Der andere macht keine teure Ausbildung, wird aber später auch kaum Steuern zahlen und vielleicht sogar noch Hilfen vom Staat bekommen.
Ja, auch diese Fälle gibt es. Nunja, wenn er damit glücklich und zufrieden ist, wenig zu verdienen, dann bin ich der letzte, der etwas dagegen hat. Allerdings ist der Mindestlohn schonwieder so ein Thema, welches mich einen ganzen Abend beschäftigen könnte. Auch ein anderes Thema, schließt aber meine Variante nicht aus.

Ein dritter raucht und trinkt und kostet den Staat über die Krankenkassen überdurchschnittlich viel.
Naja, das Thema hatten wir schon. Die Kurzfassung meiner Ansicht (da ich selbst Raucher bin): Ich rauche durchschnittlich 40 bis 60 Zigaretten am Tag. Wahrscheinlich wird mich deshalb irgendwann eine schwere Krankheit heimsuchen. Vielleicht auch nicht, die ältesten Menschen sind oft Raucher und Säufer gewesen. Aber was ich bis dahin allein an Zigarettensteuern bezahlt habe, reicht für 1000 Bypässe. Ich bin nämlich tatsächlich jemand, der voll versteuerte Zigaretten raucht. Nicht in Polen die Kippen kauft und auch keine unversteuerten vom Vietnamesen.

Der nächste wird straffällig und bekommt vom Staat den Knast bezahlt.
Jaja, das gute alte Thema "Luxusknäste in Deutschland"... Nunja, passt leider nicht hier her, was ich daraus am liebsten machen würde.

Und wieder ein anderer ist einer deiner "Schmarotzer" und hat keinen Bock zu arbeiten und hockt nur vor der Glotze die ihm vom Arbeitsamt gestellt wird (Übrigens: Es ist ja nicht so, wie du es propagierst, dass dies auf die Mehrheit der Arbeitslosen zutrifft, und es stimmt schon gar nicht dass dies alles Ausländer sind).
Nein, das weiß ich. Ich war ja selbst auch schon arbeitslos. Länger als mir lieb war sogar. Mir ist durchaus klar, dass nicht jeder zu faul zum Arbeiten ist. Und ganz ehrlich - wenn ich genügend Geld hätte, mir alle meine Wünsche zu erfüllen, würde ich mit Sicherheit auch keinen Handschlag mehr tun. Denn mit Arbeit kann man sich wirklich den ganzen Tag versauen ;) Aber ich habe es nicht und möchte nicht, dass ein anderer (oder mehrere andere) mehr arbeiten müsses, um mich auszuhalten. Aber das ist eine Einstellungssache.

Willst du jeden Cent berechnen, den diese Personen in ihrem Leben dem Staat nehmen und geben und daraus eine Rangliste erstellen, wer überhaupt würdig ist im tollen Deutschland zu leben?
Würdig? Jeder ist würdig, der Leistung bringen möchte. Wie viel welche Leistung wert ist, steht auf einem ganz anderen Blatt und müsste dringend überarbeitet werden. Auch ein Künstler leistet etwas, wenn er Kunst erschafft, an der sich die Menschen erfreuen können. Wem also das frühe Aufstehen nicht liegt, 2 linke Hände hat und in der Schule auch nicht besonders oft war, kann noch immer Künstler, Musiker oder Einlasser werden. Aber gar nix konstruktives zu tun - das ist Parasitismus.

Und nun kommst Du: In welchem Land der Welt, außer im "tollen Deutschland", sind solche Leute willkommen? Warum ist das so?

Was, wenn jemand ein Maschinenbau-Studium macht, weil jeder ihm sagt, dass dort Fachkräftemangel herrscht, die Person dann aber feststellt dass ihm das nicht liegt und lieber Altenpfleger wird und für 5,50 Brutto arbeitet weil es ihm Spaß macht? Diese Person wird im Leben nicht über Steuern die Kosten für sein Studium zurückzahlen.
Tja, wie gesagt: Altenpfleger sind definitiv unterbezahlt. Und wie langé denkst Du muss man Maschinenbau studieren um festzustellen, dass es einem nicht liegt? Also ich wüßte es nach einem Semester. Manchmal kann ich auch ganz schön faul sein und bemühe mich um nichts anderes, bin vielleicht auch unentschlossen, was ich sonst tun könnte. Ok, sagen wir ein Jahr. Also derjenige hätte dann nach aktuellem Kurs 1000 Euro schulden, nach meinem Kurs vielleicht 3000 (teilweise subventioniertes Studium vom Staat). Naja, das ist wohl eine sehr überschaubare Summe, wenn auch mehr als Kinkerlitzchen. Aber das wusste er ja im Zweifel auch vorher...

Ein ganz anderer Punkt: Deutschland steht heute hervorragend da. Aber glaubst du, das ist alleine der Verdienst der Deutschen ist?
Ja.

Guck dir mal die Geschichte von Deutschland an, in diesem Land wurde in der Vergangenheit extrem viel Scheiße gebaut und viele anderen Länder haben -unterm Strich gesehen- sehr, sehr viel dazu beigetragen dass Deutschland heute da ist, wo es ist. Das kann man auch nicht in Geld aufwiegen.
Na wo wollen wir denn mit der Geschichte anfangen? Neanderthaler? Germanenstämmen? Mittelalter? Na sagen wir mal, dass sich die heutige Bundesrepublik auf die Ereignisse von 1848/1849 aufbaut. Beginnen wir also da mit der deutschen Geschichte, obgleich sie für mich persönlich etwa 5000 Jahre älter ist, aber egal.

Ok, also da war die Märzrevolution, wie ja jeder weiß. Ist damals aus Frankreich zu uns rüber geschwappt. Ja, dann kam die Kolonialzeit, die für Deutschland allerdings kaum wirtschaftlichen Nutzen hatte. Und im Vergleich hatten wir auch sehr wenige Kolonien. Naja, ein paar Kriege, Revolutionen und stürmische Zeiten (alles innerdeutsch) später erreichen wir den ersten Weltkrieg, 1914. Deutschland fühlt sich an den Pakt mit Österreich-Ungarn gebunden und tritt in den Krieg gegen die Entente ein. Scheiß Idee, aber so ist es nunmal, wenn man sich "uneingeschränkt solidarisch" gibt. (An wen mich das nun wieder erinnert? Hm, egal...)

Pech, dass wir den Krieg dann 4 Jahre später verloren haben, aber der Versailler Vertrag war eine boshafte Frechheit, die ihresgleichen sucht. Nunja, war klar, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sich jemand dagegen erhob. Wie auch immer - in direkter Folge des Ersten Weltkriegs musste Deutschland riesige Gebiete an die Sieger abtreten und außerdem unverschämte Reparationszahlungen leisten.

Ein paar Jahre später trifft auch Deutschland und die Weimarer Republik die Weltwirtschaftskrise. Massenarbeitslosigkeit, Geldentwertung, Hungersnöte. Not und Elend radikalisiert immer die Menschen. Gut zu sehen im Nahen Osten. Bei uns war das 1929 der Fall. H****r kam an die Macht und legt erstmal los. Naja, müssen wir jetzt nicht weiter diskutieren, was er nun gemacht hat, aber was draus geworden ist: Ein beinahe völlig zerstörtes Deutschland. Schutt und Asche so weit das Auge reichte. Sinnlose Zerstörungswut vor allem der Amerikaner, die sich nach der militärischen Niederlage Deutschlands noch vollzog. Dresden und Berlin traf es am Schlimmsten.

Darauf folgte die Besatzungszeit. Deutschland sollte keinerlei militärische Stärke haben, aber als Vorhut für den Fall herhalten, da aus dem kalten Krieg ein heißer würde. De-Facto Hörigkeit und nur begrenzte nationale Selbstständigkeit waren die Folge. Bis 1955 sind dann auch die letzten Kriegsgefangenen in ihre Heimat zurückgekehrt.

So, nun weiß ich eigentlich schon, worauf Du hinaus willst. Wahrscheinlich solche Sachen wie "Marshall-Plan" und damit verbundenen Luftbrücken etc, nicht? Ja, das war ja gar nicht so selbstlos. Man wollte einen Sensor am Puls des Warschauer Paktes haben. Man wollte, dass sich die Deutschen erstmal gegenseitig im Bruderkrieg aufreiben, damit man genug Zeit hatte, die eigene Streitmacht zu mobilisieren. Es war also weder von der Sowjetunion, noch von den USA (Frankreich und England schon gar nicht) eine "humanitäre Hilfe", sondern eine Investition, die unter "Nationale Sicherheit" in ihren Büchern verbucht wurde. Und die Handelsvereinbarungen waren sehr lukrativ. Investition hat sich gelohnt. Derweile haben deutsche Frauen ohne dafür Geld zu bekommen angefangen, den Schutt wegzuräumen.

Millionen von Tote konnte man nicht mal eben "kompensieren". Man war zur Zeit des Wirtschaftswunders aus Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. Diese Leute kamen auch gern hier her. Allerdings nicht aus Sympathie zu Deutschland, sondern wegen des Geldes, das sie für ihre Arbeit erhielten. Leider hat man die Gastarbeiterverträge dilletantisch formuliert (vielleicht auch gezielt dilletantisch, ich weiß es nicht), so dass wir heute vor dem Problem stehen, die Leute nicht mehr los zu werden. Inzwischen haben sie Kinder und Kindeskinder. Aber wir sind ihnen nicht das Geringste schuldig, sofern sie für ihre Arbeit bezahlt wurden. Das wurden sie.

Ok, nach dieser sehr kurzen Abhandlung deutscher Geschichte: An welchem Punkt genau schuldet Deutschland einem anderen Land Dank? Was hat ein anderes Land dazu getan, dass wir heute das sind, was wir sind? Oder sollten wir schon dankbar dafür sein, dass uns die USA vor ihrem Holocaust bewahrte und uns mit der Atombombe verschonte?

Da ist es doch unsere Verpflichtung, dass wir jetzt auch anderen Ländern ein Stück weit helfen. Deutschland ist ein tolles Land, aber auch das ist wieder kein Verdienst des einzelnen, sondern letztendlich nur Glück.
Wir haben keinerlei Verpflichtungen. Weder moralisch, noch vertraglich oder gesetzlich. Wenn wir Hilfe leisten, dann tun wir es aus freien Stücken. Wir tun es aus humanitären Gründen und weil wir es wollen. Aber wir haben keine Pflicht dazu!

Sieh das alles mal menschlich und nicht wirtschaftlich. Die Wirtschaft hat auch so schon eine genügend große Bedeutung in unserer Gesellschaft.
Das würde ich gern. Und so bald ich bei Lidl meine Lebensmittel aufgrund meines großen Herzens bekomme, wettere ich was das Zeug hält auf diese unsoziale und verbrecherische Wirtschaft. Bis dahin ist der wirtschaftliche Standpunkt der einzig maßgebende in der Politik. Geld regiert die Welt - seit dem antiken Rom ist es schon so.
 
Allein schon ein Blick in so eine semi-seriöse Wissensquelle wie Wikipedia reicht aus, um deine Aussage als "falsch" zu erkennen.
Du sagst es: Semi-Seriös ;)

Wer von "linkem Gesocks" spricht, muss sich nicht wundern, wenn er ganz weit in die rechte Ecke gestellt wird. Edit: Ich möchte übrigens nicht dahingehend verstanden werden, dass ich das andere, eben linke Ende des Spektrum propagiere!
Tja, ich rede, wenn es angemessen ist, auch von "rechtem Gesocks". Hat sich hier im Thema noch nicht angeboten, aber Du kannst gern die Augen offen halten ;) Im Übrigen ist es mir wirklich (wie schon mehrfach erwähnt) völlig gleichgültig, wo man mich "einsortiert". Ich habe meinen Standpunkt, der Überschneidungen mit "typisch linken" Ansichten und ebenfalls mit "typisch rechten" Ansichten hat. So ist nunmal meine Welt - ich will auf keinen Standpunkt verzichten, nur um in eine vorgefertigte Schublade zu passen.

Du denkst wohl eher an "Quod licet Iovi, non licet bovi", denn bei dir hängt alles von der Wichtigkeit einer Person und ihrer Umstände ab.
Hihi, ist witzig, dass Du das sagst. Ich wollte eigentlich vermeiden, dann in den Mund gelegt zu bekommen, einen Ausländer als "Ochsen" bezeichnet zu haben. Naja, nun hast Du es gesagt, auch gut.

Worum es geht und ging ist und war: Nicht jedem Menschen ist immer und an jedem Ort das Gleiche erlaubt. Und nicht jeder kann von einem anderen Menschen das Gleiche erwarten (weiß ich schon seit der Pubertät). Ein Staat ist ein Bund von Menschen, was sollte da nun anders sein?

Der Gedanke, dass eben nicht jeder etwas leisten kann, ist dir noch nicht gekommen, oder? Und was soll "sogar ein Künstler" konkret bedeuten?
Warum nicht? "Sogar ein Künstler" bedeutet, dass die allermeiste Kunst bei mir eher einen Brechreiz hervor ruft, als mich erfreut. Aber gut, wenn ein Künstler in der Lage ist, mehr als nur sich selbst zu erfreuen und andere Menschen inspirieren kann, hat er eine Leistung für die Gesellschaft erbracht. War das Begründung genug?

Photon schrieb:
Wenn jemand sein Heimatland verlässt, weil es ihm dort nicht gefällt, dann hat er damit seinem Heimatland am allerwenigsten gedient. Aber gut, das ist nicht mein Problem.
Nicht dein Problem. Deswegen sprichst du dich dafür aus, dass Leute, die hier ihre Ausbildung machen, hier festgehalten werden.
Sie werden nicht festgehalten. Außerdem sollte es eine Ehre sein, hier zu leben und zu arbeiten, keine Gefangenschaft. Ok, das empfindet wohl jeder anders. Aber sie möchten bitte entweder ihre Studiengebühren zurückzahlen oder es abarbeiten. Als deutscher Staatsbürger kommt derjenige sogar in den Genuss einer Subvention. Und es gibt ja noch eine durchaus gängige andere Möglichkeit: Stipendium. Ist auch keine Idee von mir, sondern gängige Praxis in anderen Ländern.

Gesetzt, du hättest uneingeschränkte Macht und kein Gesetz zu fürchten: was würdest du mit einem Bettler, dem du begegnest, anstellen? Verprügeln? Auslachen? Ausweisen? Einsperren? Totschlagen?
Totschlagen, grillen und dann auffressen :D

Warum bettelt der Mann? Ist er in der Lage zu arbeiten? Hat er ein Problem oder nur keinen Bock? In meiner Welt der uneingeschränkten Macht gäbe es kein Hartz IV und keine Sozialhilfe, dafür irgendeine Arbeit für jeden. Wer nicht arbeiten kann, erhält alles Notwendige aus dem Gemeinschaftstopf. Wer nicht arbeiten will, muss zusehen, wie er sich ernährt, kleidet, wohnt und welchen Druiden er wegen eines Leidens anspricht. Wenn es jemand schafft, von Abfällen oder sonstwie zu leben, ohne andere zu bestehlen oder sonstwie kriminell zu werden, kann es gern tun. Er kann auch jederzeit gern zum Arbeitsamt gehen und sich einen Job nehmen.

Du sprichst von wertlos? Wert-los? Und du wunderst dich, wieso man auf den Gedanken kommen könnte, dich weit ins rechte Spektrum einzusortieren? Wer hat denn von wertlosen Juden geredet, von wertlosen Kranken, von wertlosen Slawen?
Ich jedenfalls nicht. Zu dem Thema empfehle ich Dir jedenfalls dringend, nochmal meinen Beitrag (oder meine Beiträge) zu lesen ;)

[...] Schwer zu begreifen ist, wieso du nicht darauf eingehst, dass es Zufall und nicht Ergebnis der eigenen Hände Arbeit ist, dass man Staatsbürger dieses oder jenes Staates ist.
Ja, es ist Zufall, wo man geboren wurde.

Ist das jetzt der Grund alles verkommen zu lassen, weil man nichts dafür kann, dass es einem gut geht? Ist es nicht viel eher so, dass die anderen Staaten sich eher darum kümmern müssten, ebenfalls ihren Wohlstand zu erhöhen, statt dass ich meinen freiwillig senken muss?

Dann wende doch deinen eigenen Vorschlag an und wandere aus.
Hö? Warum denn? Ich fühle mich hier pudelwohl und leiste etwas für die Gesellschaft. Ich zahle sogar Steuern und habe nicht mal als Selbstständiger einen einzigen Cent hinterzogen. Warum sollte ausgerechnet ich auswandern?

Ist dein Bekanntenkreis so groß, dass er als repräsentative Quelle ausreicht, um zu beweisen, dass jeder, der will, auch etwas schafft? Hast du mehrere Millionen Bekannte?
Nein, natürlich nicht. Welche Statistik befragt mehrere Millionen Menschen?

Ich denke, ich kenne einen repräsentativen Bevölkerungsschnitt. Arbeitslose, Rentner, Kiffer, Selbstständige, Intellektuelle, Schläger, ... ich habe mich schon mit so vielen unterhalten. Und viele kenne ich noch heute. Menschen unterschiedlichster Herkunft und unterschiedlichem sozialen Stand. Bunte Mischung, würde ich sagen. Die meisten sind für mich "Bekannte", nur sehr wenige haben den Status "Freund". Aber jeder hat eine Geschichte und erzählt sie gern. Man muss eben nur mal zuhören.

Mitnichten! Ich denke nur deine kruden Ideen konsequent weiter. Wenn der Staat mir sagt, was ich für's Staatswohl zu studieren habe,
Steht nirgends. Ich habe lediglich gesagt, dass sich der Student dann vielleicht zwei oder drei mal überlegt, ob er sich für einen überlaufenen Studiengang immatrikuliert oder lieber einen anderen Weg einschlägt. Aber die letzte Entscheidung obliegt natürlich weiterhin dem Studenten, Schulabgänger, ...

Ich bin weit davon entfernt, dich einen Rassisten zu nennen. Aber ich wundere mich doch, wie man sich vom Rassismus distanzieren und zugleich so über den Begriff "Antisemitismus" denken kann.
Weil es genau so ist, wie ich sage. Antisemitismus lehnt eine bestimmte Ethnie (Rasse) von Menschen ab, weil sie eben diese Ethnie ist. Woher das kommt, ist völlig gleichgültig. Das ist die gleiche Definition wie beim Rassismus. Ein Neger wurde versklavt, weil er ein Neger war - aus keinem anderen Grund. Ein Jude wurde verfolgt und verbrannt, weil er ein Jude war - aus keinem anderen Grund. Die Grundmotivation hinter dem Antisemitismus ist im Grunde die gleiche, wie bei jedem Rassenhass sonst auch.

Richtig! Wer den Ablauf stört, fliegt raus. Seltsam, nicht? Genau das wurde vor sechzig, siebzig Jahren gemacht.[...]
Naja, der Allgemeinheit trotz anderer Möglichkeiten und bewusst auf der Tasche zu liegen, ist nach meiner Definition etwas anderes als "den Ablauf zu stören".

Ich sehe es anders, ja: Bildung ist das höchste Gut einer Gesellschaft. Und eben deswegen sollte jeder uneingeschränkten Zugang zu ihr haben. Es darf nicht sein, dass es auf den persönlichen Geldbeutel ankommt, um lernen zu können. Das behindert jeden Fortschritt.
Nein, der Staat kann Studentenkredite anbieten. Davon abgesehen gibt es auch das Internet (dem sich ja auch Studenten bedienen müssen) und kostenlose Bibliotheken. Also wer will, der kann durchaus. Aber Studenten haben ja eben auch nicht umsonst den Ruf, das Arbeiten nicht erfunden zu haben...

[...] Tja, ich seine meine Aufgabe nicht im Werterhalt. Im Gegenteil! [...] Meine Aufgabe sehe ich vielmehr darin, die Dinge ihrer Zeit anzupassen. Und da passt "Werterhalt" eben nicht hinein, denn starre Werte und sich wandelnde Zeit lassen sich nicht vereinbaren.
Ja, dann sollten wir uns also darüber unterhalten, wie weit Deine "Modifikation" gehen sollte und wie weit meine?!

Charmant von dir, aber ich würde nie auf den Gedanken kommen, dich mit etwaigen Zimperlichkeiten zu belästigen...
Ich danke Dir :)

Ich bin Student, [...] und ob ich damit später irgendwem nutze oder nicht ist mir herzlich egal.
Ja, das passt zum Rest Deiner Ausführungen ;)

Es gibt keine Möglichkeiten die den Grad der persönlichen Freiheit nicht beschränken.
Ja, das ist der Preis. Aber der Preis ist deshalb so wie er ist, weil es eben Menschen gibt, die dafür arbeiten gehen, damit Du studieren kannst. Sie leisten Tag für Tag etwas mehr als sie müßten, auch um Dich mit durch zu schleifen. Und das ist so lange gut und richtig, wie Du später Deinen Beitrag leistest. Wie auch immer dieser Beitrag aussieht, ist dabei der Gemeinschaft (und mir natürlich auch) völlig egal.

Wenn Dir der Preis zu hoch ist, dann mach eine Ausbildung. Die bezahlt der Betrieb und Du erhältst darüber hinaus auch noch eine (geringe) Entlohnung. Wenn Du Dich gut machst, wirst Du vielleicht auch übernommen oder hast etliche Möglichkeiten, woanders anzufangen. Und Du hast keine Verbindlichkeiten an den Staat, Du wärst "frei". Oder fühlst Du Dich beim Thema Arbeit zu sehr in Deiner Freiheit beschnitten?

[Afrika, Kolonialzeit]
Kennst du das Wort "Verantwortung"?
Natürlich kenne ich das Wort. Denn um nichts anderes geht es hier die ganze Zeit: Staatsbürgerliche Verantwortung.

Nein. Ein uraltes Denken, dass das natürliche soziale Verhalten des Menschen pervertierte!
Du bist also der Ansicht, dass die Clankriege in Schottland, die Kriege germanischer Stämme und anderer Feinde, ja sogar die Kämpfe um Reviere bis zur Urgesellschaft (heute noch bei Menschenaffen zu beobachten) eine pervertierte Mutation eines edlen, reinen, menschlichen Geistes wäre? :D

Also ganz sicher ist es nicht so. Eher ist der Mensch immer zivilisierter geworden und heute bereit, auch selbstlos Hilfe zu leisten. Und auch Vernunft walten zu lassen. Leider noch nicht so viel, wie es schön wäre, aber immerhin. Denn der natürliche Trieb des Menschen ist rein egoistisch. Er lebte in der Gemeinschaft, weil das Jagen so einfacher ist. Und weil er so höhere Überlebenschancen hatte. Das ist in abgewandelter Form heute noch immer der gleiche Grund. Aber eine Gemeinschaft braucht Hierarchien, um überhaupt existieren zu können. Ob nun das Recht des Stärkeren, des Schlaueren oder eben Gesetze - völlig wurscht. Ohne Hierarchie und in Anarchie bricht alles vernichtendes Chaos aus.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung, sollte ich damit deinen Intellekt beleidigt haben...
Ich kann's ertragen.
 
Warum bettelt der Mann? Ist er in der Lage zu arbeiten? Hat er ein Problem oder nur keinen Bock? In meiner Welt der uneingeschränkten Macht gäbe es kein Hartz IV und keine Sozialhilfe, dafür irgendeine Arbeit für jeden. Wer nicht arbeiten kann, erhält alles Notwendige aus dem Gemeinschaftstopf. Wer nicht arbeiten will, muss zusehen, wie er sich ernährt, kleidet, wohnt und welchen Druiden er wegen eines Leidens anspricht. Wenn es jemand schafft, von Abfällen oder sonstwie zu leben, ohne andere zu bestehlen oder sonstwie kriminell zu werden, kann es gern tun. Er kann auch jederzeit gern zum Arbeitsamt gehen und sich einen Job nehmen.

Frage dazu: Teilt das Arbeitsamt demjenigen einen Job zu, oder kann der Arbeitsuchende einen Job annehmen, der ihm gefällt?

Nein, der Staat kann Studentenkredite anbieten. Davon abgesehen gibt es auch das Internet (dem sich ja auch Studenten bedienen müssen) und kostenlose Bibliotheken. Also wer will, der kann durchaus. Aber Studenten haben ja eben auch nicht umsonst den Ruf, das Arbeiten nicht erfunden zu haben...

Bildung sollte kostenfrei sein. Nur dann ist sie jedem, der sich bilden möchte auch zugänglich. In unserer Gesellschaft ist es ja bereits schwierig genug, sich das Studium zu finanzieren, wenn man keine Studiengebühren zahlen muss. Von irgendetwas muss man ja auch essen und die Miete zahlen. Ich jedenfalls habe immer gearbeitet, um mir mein Studium zu "finanzieren".

Und was Bibliotheken, Universitätsausstattung und Professoren angeht, so behaupte ich, dass diese genauso zu einer wünschenswerten Infrastruktur gehören wie vernünftige Autobahnen.
 
Frage dazu: Teilt das Arbeitsamt demjenigen einen Job zu, oder kann der Arbeitsuchende einen Job annehmen, der ihm gefällt?
Nein, niemand muss arbeiten, wenn er auch anders die Möglichkeit hat, sich zu versorgen. Jemand kann ja auch im Lotto gewinnen, einen reichen Partner heiraten oder eben auch von Abfällen leben. Es kann aber auch nicht jeder die Arbeit machen, die ihm gefällt - zumindest nicht immer und nicht von Anfang an.

Es würde ähnlich laufen wie jetzt auch: Jeder schaut beim Arbeitsamt vorbei, was es für freie Stellen gibt und entscheidet, was er machen will. Oder ob er überhaupt was machen will. Er kann ja auch Initiativbewerbungen schreiben oder sich selbstständig machen. Ich würde in dem Fall nur realisieren, dass mathematisch betrachtet für jeden Bürger eine freie Stelle zur Verfügung stünde, notfalls auch im temporären Staatsdienst.

Dann kann es halt auch passieren, dass ein Professor Laub harken muss. Aber Laub harken hat noch niemanden umgebracht. Und er soll es ja nicht auf Dauer machen. Nur eben so lange, bis eine einer Ausbildung adäquate Stelle frei wird. Oder bis er selbst eine gefunden hat. Oder er zum Selbstversorger geworden ist - wie auch immer.

Bildung sollte kostenfrei sein. Nur dann ist sie jedem, der sich bilden möchte auch zugänglich. In unserer Gesellschaft ist es ja bereits schwierig genug, sich das Studium zu finanzieren, wenn man keine Studiengebühren zahlen muss. Von irgendetwas muss man ja auch essen und die Miete zahlen. Ich jedenfalls habe immer gearbeitet, um mir mein Studium zu "finanzieren".
ja, das magst Du als schwer empfinden. In anderen Ländern kostet das College richtig viel Kohle. Da kann man nur studieren, wenn man reiche Eltern hat oder ein Stipendium. Stipendien werden in der Hauptsache von dem Militär und Sportvereinen gezahlt. Das ist Realität.

In "meiner Welt" (Meine Fresse, klingt das beschissen) wäre das Studium billiger als dort, aber teurer als jetzt. Der Staat zahlt das Stipendium in Form eines Kredites. Nimmt man diese Leistung in Anspruch, verpflichtet man sich, X Jahre hier zu arbeiten (anstatt wie beispielsweise in den USA Militärdienst X Jahre zu leisten). Wahlweise kann man sich auch auszahlen lassen, wenn eben eine Firma aus dem Ausland Interesse hat. Oder selbst, wenn man einen Kredit bekommt und vielleicht eine Firma im Ausland eröffnen will - was auch immer. Das wäre der Allgemeinheit gegenüber gerecht. Und dem Einzelnen entstünde kein nennenswerter Nachteil. Im Zweifel hättest Du sogar mehr Geld zur Verfügung als jetzt, musst es eben halt zurück zahlen.

Und was Bibliotheken, Universitätsausstattung und Professoren angeht, so behaupte ich, dass diese genauso zu einer wünschenswerten Infrastruktur gehören wie vernünftige Autobahnen.
Naja, gehören sie eigentlich nicht. Autobahnen dienen der Allgemeinheit - primär oder sekundär. Denn selbst wenn man kein Auto hat, wird die Autobahn von LKWs befahren, die Waren anliefern.

Bibliotheken hingegen gehoren zur Infrastruktur, wahlweise auch ein Internetzugang. Optimalerweise auch beides - Internet in der Bibliothek.

Universitäten hingegen gehen über eine Allgemeinbildung weit hinaus. Daher auch Lehrstühle und alles, was dazu gehört. Auch wenn eine Uni gefühlt der Schule näher steht als einer Berufsausbildung, ist es aber eine Berufsausbildung. In der Lehre zahlt die Kosten das Unternehmen, für das Du eben auch noch während Deiner Ausbildung Leistung erbringst. Bei einer Uni zahlt es der Staat. Auch eine Studiengebühr ist nur ein Bruchteil der Gesamtkosten. Und eine Ausbildung an einer Universität ist teurer, als eine Berufsausbildung.

Was nun also tun? Entweder Du bezahlst es oder ein anderer. Wenn eine Firma Dein Studium bezahlt, dann erwartet sie eine Gegenleistung. Meist in der Form, dass Du Dich der Firma X Jahre verpflichtest. Der Staat verlangt das dann eben auch, nur mit dem Unterschied, dass Du frei in der Wahl Deines Arbeitgebers bist. Wo ist das Problem?
 
Ich kürze das jetzt mal ab, weil mir langsam die Lust fehlt, mit dir zu diskutieren.

Ja.
[...]
Wir haben keinerlei Verpflichtungen. Weder moralisch, noch vertraglich oder gesetzlich. Wenn wir Hilfe leisten, dann tun wir es aus freien Stücken. Wir tun es aus humanitären Gründen und weil wir es wollen. Aber wir haben keine Pflicht dazu!

Wenn man diesen ganzen Beitrag mal aufmerksam liest (und dabei ignoriere ich die erste Hälfe sogar!), dann bemerkt man, dass du immer wieder latent andeutest, dass Deutschland ja eigentlich nur ein Opfer war. Man kann historische Fakten immer auf unterschiedliche Weise deuten, aber in diesem Falle dürfte so eine Interpretation wohl kaum akzeptabel sein...

Und wenn wir keine Verpflichtung gegenüber jenen Staaten haben, die aus welchen Motiven auch immer uns wiederaufgebaut haben - wieso habe ich dann eine Verpflichtung diesem Staat gegenüber, der aus welchen Motiven auch immer seine Infrastruktur aufgebaut hat?



Unsere eigentliche Diskussion könnten wir drastisch verkürzen. Du müsstest nur einmal darlegen, wieso du ein Menschenleben einzig am Arbeitswert bemisst.

Ich werd noch stichpunktartig auf einige deiner letzten Argumente eingehen - mir fehlt gerade die Zeit zu ausführlicheren Antworten, und bei manchen Äußerungen gebe ich es ganz auf, noch so etwas wie Einsicht erreichen zu wollen...

Im Übrigen ist es mir wirklich (wie schon mehrfach erwähnt) völlig gleichgültig, wo man mich "einsortiert".

Du beschwerst dich aber die ganze Zeit exzessiv darüber, dass dich irgendjemand ins rechtsextreme Spektrum einordnet.

Warum nicht? "Sogar ein Künstler" bedeutet, dass die allermeiste Kunst bei mir eher einen Brechreiz hervor ruft, als mich erfreut. Aber gut, wenn ein Künstler in der Lage ist, mehr als nur sich selbst zu erfreuen und andere Menschen inspirieren kann, hat er eine Leistung für die Gesellschaft erbracht. War das Begründung genug?

Auch dein anderer Beitrag hat gezeigt, dass du so viel Kunstverstand wie ein Rindvieh hast. Du kannst das gerne beleidigend aufassen, wenn du möchtest...andererseits ist es natürlich klar, dass jemand mit deinem Gedankenhorizont Kunst nicht verstehen kann...

Außerdem sollte es eine Ehre sein, hier zu leben und zu arbeiten, keine Gefangenschaft.

Es sollte eine Ehre sein, als reiche Nation Hilflosen und Bedürftigen offen zu stehen. Empfindet aber jeder anders.

In meiner Welt der uneingeschränkten Macht gäbe es kein Hartz IV und keine Sozialhilfe, dafür irgendeine Arbeit für jeden.

Und, wie organisierst du für jeden einen Arbeitsplatz?

Ist es nicht viel eher so, dass die anderen Staaten sich eher darum kümmern müssten, ebenfalls ihren Wohlstand zu erhöhen, statt dass ich meinen freiwillig senken muss?

Du verdrehst mein Argument. Es ist Zufall, und somit haben wir kein Recht darauf, unseren Wohlstand dem Rest der Welt zu verweigern.

Warum sollte ausgerechnet ich auswandern?

Damit du kein asoziales ausländisches Schmarotzerpack mitversorgen musst, was dich ja geradezu deinen Schlaf kostet...

Ich denke, ich kenne einen repräsentativen Bevölkerungsschnitt.

Denke ich auch. Und siehe, nicht jeder, der will, erreicht da was. Was machen wir denn nun?

Steht nirgends. Ich habe lediglich gesagt, dass sich der Student dann vielleicht zwei oder drei mal überlegt, ob er sich für einen überlaufenen Studiengang immatrikuliert oder lieber einen anderen Weg einschlägt. Aber die letzte Entscheidung obliegt natürlich weiterhin dem Studenten, Schulabgänger, ...

Dir müsste bewusst sein, dass Motivation ein wichtiger Faktor in der Arbeit ist. Wer studiert, was ihn nicht interessiert und dann einen entsprechenden Job annimmt, wird nie so effektiv sein können wie jemand, der mit Begeisterung in diesem Sektor arbeitet.

Die Grundmotivation hinter dem Antisemitismus ist im Grunde die gleiche, wie bei jedem Rassenhass sonst auch.

Rassismus und Antisemitismus haben unterschiedliche geschichtliche Entwicklungen. Juden und Heiden wurden schon als minderwertig angesehen, als christliche Afrikaner noch "gute" Menschen galten.

Naja, der Allgemeinheit trotz anderer Möglichkeiten und bewusst auf der Tasche zu liegen, ist nach meiner Definition etwas anderes als "den Ablauf zu stören".

Ja, deswegen greifst du Praktiken des Dritten Reichs auf.

Aber Studenten haben ja eben auch nicht umsonst den Ruf, das Arbeiten nicht erfunden zu haben...

Das gerade du jetzt damit argumentierst, welchen Ruf jemand hat, überrascht mich wenig...

Ja, das passt zum Rest Deiner Ausführungen ;)

Ich erlaube mir eben keine Widersprüche und bemühe mich, in allem konsequent zu sein...

Und Du hast keine Verbindlichkeiten an den Staat, Du wärst "frei". Oder fühlst Du Dich beim Thema Arbeit zu sehr in Deiner Freiheit beschnitten?

Das zu beantworten würde wiederum zu weit vom Thema wegführen - können wir gerne machen, wie gesagt, dann aber in einem eigenen Thread.

Natürlich kenne ich das Wort. Denn um nichts anderes geht es hier die ganze Zeit: Staatsbürgerliche Verantwortung.

Ganz konkret geht es in diesem Punkt nicht um staatsbürgerliche, sondern um staatliche Verantwortung. Und zwar nicht für den eigenen Staat, sondern für einen anderen Staat.

Du bist also der Ansicht, dass die Clankriege in Schottland, die Kriege germanischer Stämme und anderer Feinde, ja sogar die Kämpfe um Reviere bis zur Urgesellschaft (heute noch bei Menschenaffen zu beobachten) eine pervertierte Mutation eines edlen, reinen, menschlichen Geistes wäre? :D

Dir als nationalstolzem Menschen müsste doch bewusst sein, dass der deutsche Nationalgedanke im 17./18. Jahrhundert geboren wurde. "Deutsche" Geschichte ohne Erklärung und Einschränkung auf 5000 Jahre auszudehen ist übrigens sehr gewagt - bist du studierter Historiker?

Und auch Vernunft walten zu lassen.

Wer Vernunft walten lässt, reduziert den Menschen nicht auf seine Arbeitsleistung. Wer Vernunft walten lässt, kommt gar nicht auf die Idee, einen Menschen zu bewerten.

Denn der natürliche Trieb des Menschen ist rein egoistisch.

Da stimme ich dir zu.

Ohne Hierarchie und in Anarchie bricht alles vernichtendes Chaos aus.

Ich spreche mich hiermit deutlich für eine Anarchie aus. Dann hast du wenigstens ein Ziel, auf das du als Nächstes schießen kannst...;)
 
Na der Einwohnerschwund resultiert ja nicht aus der Tatsache, dass Deutsche zu blöd zum poppen oder impotent sind. Kinder zu haben ist in diesem Land schlicht unattraktiv und teuer.
Das mag zwar beides naheliegen als Begründung, es ist aber meiner Meinung nach falsch. Die "Deutschen" bekommen keine Kinder mehr, weil Kinder das Streben nach sozialem Aufstieg behindern. Und das ist ein Problem, welches sich gerade in Deutschland zeigt.

Eine Familie mit 5 Kindern wird am Stammtisch schon als "asozial" eingestuft, weil die ja "ausser Kinderkriegen nichts Können". Wenn die Eltern dann noch "undeutsch" aussehen, dann "bekommen die die Kinder ja nur, um mehr Geld vom Staat zu bekommen".

Auf der anderen Seite werden die kinderlosen Ehepaare, wo beide die Karriereleiter hochgeklettert sind, völlig anders beurteilt. Da wird vom "guten, arbeitenden Deutschen" geredet.

Solange in Deutschland Menschen nur geachtet werden, wenn sie entgeltlich arbeiten, und solange der Beruf eines Menschen so wichtig ist, dass er sogar auf Grabsteinen steht, und solange die zweite Frage, die zwei Fremde sich nach "Wie heisst Du?" die Frage "Und was arbeitest Du?" ist, solange wird sich daran auch nichts ändern.

Das hat mit Geld und "finanziell leisten können" nichts zu tun. Kinder kriegen hat was mit "sozial leisten können" zu tun. Wenn ich mit meinem Sohn in der Öffentlichkeit unterwegs bin, dann bekomme ich das schon mit.

Gruss
Marty

PS: Eure Diskusssion ist zwar interessant, aber diese Wahnsinns-Quoting-Exzesse müssen doch nicht sein, oder?
 
[...] Wenn man diesen ganzen Beitrag mal aufmerksam liest [...], dann bemerkt man, dass du immer wieder latent andeutest, dass Deutschland ja eigentlich nur ein Opfer war.
Quatschi-Patschi. Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg ausgelöst und im Ersten Weltkrieg entscheidend mitgewirkt (ungeachtet dessen, was im Versailler Vertrag stand). Das Thema war, dass Deutschland ja ach so viel Hilfe aus dem Ausland bekam und allein nichts hätte zu Stande bringen können. Und das ist schlicht falsch, denn im Gegenteil hat sich Deutschland trotz widriger Umstände immer wieder empor gearbeitet. Was Du daraus zu lesen glaubst, ist eine Fehlinterpretation.

[...] wieso habe ich dann eine Verpflichtung diesem Staat gegenüber, der aus welchen Motiven auch immer seine Infrastruktur aufgebaut hat?
Du hast keine Verpflichtung diesem Staat gegenüber, weil er seine Infrastruktur warum auch immer wieder aufgebaut hat. Du hast eine Verpflichtung, weil der Staat Dir ermöglicht hat, kostenlos eine Schule zu besuchen und den Freiden gewahrt hat. Du hast eine Verpflichtung, weil der Staat Dich beschützte und dafür Sorge trug, dass Du unbeschwert aufwachsen konntest. Und weil er es Dir ermöglicht, auch wenn Du einen Scheiß auf ihn gibst, hier eine hervorragende Ausbildung zu machen und Dir damit Kapital für Dein Leben schaffst - auf Staatskosten.

[...] Unsere eigentliche Diskussion könnten wir drastisch verkürzen. Du müsstest nur einmal darlegen, wieso du ein Menschenleben einzig am Arbeitswert bemisst.
Hmm, da hast Du mich aber (bewusst?) gründlich missverstanden. Denn genau das tue ich nicht.

Ich kürze das jetzt auch mal ab und versuche, es Dir nochmal stark vereinfacht zu erklären: Alles, was Du wie selbstverständlich tagtäglich benutzt, wurde durch eine Mehrleistung eines anderen erschaffen. Ausgenommen der Fall, Du lebst im Wald unter Laub, was ich allerdings ausschließen kann, da Du ja hier mit mir im Internet schreibst. Wenn jemand eine Mehrleistung erbringt und ein anderer diese nutzt ohen dafür zu bezahlen, nennt man das im übertragenden Sinne "Parasitismus". Wenn derjenige allerdings seinerseits wieder einen Mehrwert erbringt (und dabei lasse ich den Umfang dieser Mehrleistung schon außer Acht), dann haben beide einen Mehrwert geschaffen, von dem beide profitieren. Wer also nicht willens ist, arbeiten zu gehen, müßte dann auch auf alles verzichten, das unser (zivilisiertes) Leben ausmacht und Selbstversorger werden. Obwohl man als Selbstversorger ja nicht von Arbeit befreit ist, denn Getreide baut sich nciht allein an und erntet sich meines Wissens nach auch nicht alleine ab. Adäquat dazu verhalten sich Kartoffeln und Möhren.

Ein Mensch der nichts tut, ist ein Parasit und lebt von der Mehrleistung anderer. Denn er wäre ohne die Gesellschaft nicht in der Lage zu überleben. Wir sind eine Gesellschaft, um die Schwachen zu unterstützen und für diese auch Mehrleistung zu erbringen. "Schwache" sind eben die Alten und sehr Jungen nebst Kranken. Aber merke: schwach ungleich faul!

War das jetzt deutlich oder brauchst Du noch Hilfe beim Verstehen?

[...] Du beschwerst dich aber die ganze Zeit exzessiv darüber, dass dich irgendjemand ins rechtsextreme Spektrum einordnet.
Naja, ich würde ein "völlig gleichgültig" nicht unbedingt als "Beschwerde" bezeichnen, schon gar nicht als "exzessiv". Ich lasse Dir freie Hand, mich gedanklich einzuordnen, wo immer es Dir beliebt.

[...] Auch dein anderer Beitrag hat gezeigt, dass du so viel Kunstverstand wie ein Rindvieh hast. Du kannst das gerne beleidigend aufassen, wenn du möchtest...andererseits ist es natürlich klar, dass jemand mit deinem Gedankenhorizont Kunst nicht verstehen kann...
Ich nehme es dann mal als Beleidigung. Aber es macht mich froh, dass wenigstens Du ein ausgeprägtes Kunstverständnis hast. Als ich vor vielen Jahren mal zur Berufsberatung ging, wusste ich nicht, was ich mal werden sollte. Ich bin ein kreativer Typ und teilte das auch meinem Berufsberater mit. Hätte mir auch einen künstlerischen Beruf ausgesucht. Da meinte mein damaliger Berufsberater: "Hast Du keine Lust zum Arbeiten?" - "Wieso?" - "Na alle, die zu mir kommen und sagen, dass sie künstlerisch berufen sind, sind meist nur zu faul zum Arbeiten". Naja, es war eine Frechheit, was der Typ sich damals bei mir geleistet hat. Ok, ich war 16 und konnte noch nicht entsprechend kontern. Aber ich weiß nicht warum, irgendwie erinnerst Du mich an diese Situation :D

Es sollte eine Ehre sein, als reiche Nation Hilflosen und Bedürftigen offen zu stehen. Empfindet aber jeder anders.
Ja, vo mir aus. Aber auch dazu gehört Arbeit! Oder denkst Du, Du bist ein Held, weil Du willens bist, das Geld, das andere erwirtschaftet haben, großzügig in der Welt an hilfebedürftige Länder zu verschenken? :mrgreen:

Zahl' Dein Studium an den Staat ab und geh dann in ein hilfebedürftiges Land und baue dort ehrenamtlich die Infrastruktur auf. Dann stehst Du bei mir hoch in Ehren. Bis dahin ordne ich Dich mal in die Maulheld-Kategorie ein.

[...] Und, wie organisierst du für jeden einen Arbeitsplatz?
Och, das geht schon. Stellst Du eigentlich diese Frage auch jeder Partei, die sich zur Wahl stellt?

Vollbeschäftigung ist keine Zauberei. Es fehlt nur das Geld. Das bekäme man, in dem man große und kleine Löcher stopft.

Ein großes Loch ist die Bundeswehr - ein recht nutzloses Fass ohne Boden. Zu schwach, um das Land effektiv zu verteidigen, bildet sie nur die Nachhut für die Raubzüge der USA. Oder die Putzkolonne, je nachdem, wie man will. Eine Zivilistenarmee nach Schweizer Vorbild ist da um einiges günstiger.

"Konjukturpakete" - der nächste Blödsinn. Ich bin beruflich viel auf Autobahnen unterwegs. Da werden derzeit völlig intakte Autobahnen aufgerissen und mit neuem Belag versehen, um das Geld der Regierung zu verbrennen. Und wenn ich sage "völlig intakt", dann meine ich das. Spiegelglatte Autobahnen, makellos - auf denen man wie auf Schienen gefahren ist.

Eine vielleicht 100-köpfige Kommission, die einfach mal alle Ausgaben des Staates genau unter die Lupe nimmt und Streichungen vornimmt, düfte recht effektiv sein. Dann ist genu Geld übrig, das neu verteilt werden kann. Eben in Vollbeschäftigung und in Sozialleistungen wie Rente, Kindergeld, etc. Nebenbei dürfte noch genug übrig bleiben um mal damit anzufangen, den Schuldenberg abzubauen.

Hmm, jetzt frage ich mich gerade, wozu ich das überhaupt schreibe. Hattest ja nun schon mehrfach erwähnt, dass Du keine Lust mehr hast, mit einem Deppen wie mir zu diskutieren. Na egal, vielleicht liest es ja ein anderer ;)

[...] Du verdrehst mein Argument. Es ist Zufall, und somit haben wir kein Recht darauf, unseren Wohlstand dem Rest der Welt zu verweigern.
Was ist das denn für eine Argumentation? :D Wir verweigern doch niemandem was. Nur verschenken wir eben auch nix. Warum auch? Welchem Land haben wir zuletzt verboten, sich Wohlstand zu schaffen? Und dass die (ich wiederhole mich mal) 500 Milliarden Euro Entwicklungshilfe, die weltweit an Afrika gezahlt wurden, in Waffen und Korruption geflossen sind, ist auch nur zu einem kleinen Teil unsere Schuld. Aber wer verweigert denn was? Du hast einen sehr merkwürdigen Humor, junger Mann.

Damit du kein asoziales ausländisches Schmarotzerpack mitversorgen musst, was dich ja geradezu deinen Schlaf kostet...
Du, das inländische Schmarotzerpack kostet mich auch meinen Schlaf. Und nicht nur die, mit denen ich im Internet diskutiere. Denn da hat ein Sozialstaat nunmal seine Achillesferse.

[...] nicht jeder, der will, erreicht da was. Was machen wir denn nun?
Uns fragen, was bei dem Einzelfall, der trotz Mühe, Wille und Aktivität nichts erreicht, wohl falsch läuft. Und da gegebenenfalls Hilfestellung leisten.

Dir müsste bewusst sein, dass Motivation ein wichtiger Faktor in der Arbeit ist. Wer studiert, was ihn nicht interessiert und dann einen entsprechenden Job annimmt, wird nie so effektiv sein können wie jemand, der mit Begeisterung in diesem Sektor arbeitet.
Ja, das ist wahr. Deshalb darf man auch niemanden zwingen, etwas zu studieren, das ihn nicht interessiert.

Die andere Seite der Medaille sind einige Studenten, die ich persönlich kenne. Ich picke mir da mal einen Fall aus meinem nähreren Bekanntenkreis heraus: Der Vater von XX ist Lehrer für Mathematik und Physik an der Oberstufe. XX ist nach seinem Abitur zur Uni gegangen und hat 1 Semester Mathematik studiert bis er merkte, dass das nichts für ihn ist. Er war daraufhin 1 1/2 Jahre arbeitslos und hat eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel absolviert. Nach der Lehre fiel ihm dann auf, dass der Job nicht besonders gut bezahlt wird und auch sonst mit Arbeit zu tun hat. Nach dem Abschluss fing er an, Geografie zu studieren. Das tat er genau 2 Semester lang. Dann bemerkte er, dass ihn das nicht interessiert. Er fing also an, Geologie und Mineralogie zu studieren. Hatte bei seinem Umzug kistenweise Steine angesammelt, die ich tragen musste - weswegen ich auch weiß, wie schwer das Fach sein kann. Nunja, er wollte danach ins Ausland und für Ölbohrfirmen arbeiten. Nunja, nach 4 Semestern wollte er das nicht mehr und hat seinen Rettungsschwimmer gemacht. Seitdem ist er Bade- und Saunameister. Jungen Weibern den Tag über auf den Arsch gucken ist halt gerade genug Arbeit, um nicht daran zu zerbrechen.

Nur um es anzumerken: Das ist kein Einzelfall aus meinem Bekanntenkreis. Zwar auch nicht die Regel, aber leider nicht der einzige. Ich bin mir sicher, dass er wenigstens ein Studium durchgezogen hätte, wenn er es hätte teilweise bezahlen müssen. Stattdessen hat die Gemeinschaft seine Studien bezahlt, also auch ich. Insgesamt 3 1/2 Jahre Studium für nix. Das hätte man auch abkürzen können und er hätte gleich Bademeister (auch ohne Abitur) werden können.

Rassismus und Antisemitismus haben unterschiedliche geschichtliche Entwicklungen. Juden und Heiden wurden schon als minderwertig angesehen, als christliche Afrikaner noch "gute" Menschen galten.
Ja, sicher. Aber das "Gefühl" hinter dem Begriff ist in beiden Fällen das Gleiche. Dei Motivation und Denkweise ist die Gleiche. Und der markante Punkt der Irrationalität ist in beiden Fällen der Grundauslöser.

Ja, deswegen greifst du Praktiken des Dritten Reichs auf.
Du wirst Dich wundern, aber auch das Arbeiten, das Waschen und Zähneputzen, waren gängige Praktiken des Dritten Reiches. Und nun?

[...] Ganz konkret geht es in diesem Punkt nicht um staatsbürgerliche, sondern um staatliche Verantwortung. Und zwar nicht für den eigenen Staat, sondern für einen anderen Staat.
Ja natürlich meinst Du das. Weil Du selbst in dem Fall nämlich keine Verantwortung übernehmen musst. Dich interessiert der Staat nicht die Bohne, aber der olle doofe Staat soll gefälligst machen und tun, weil er Verantwortung hat :mrgreen:

Auch auf die Gefahr hin, Dich bis ins Mark zu erschüttern, aber der Staat bist auch Du! So lange Du hier lebst, stehst Du mit in der Verantwortung. Nicht die da oben müssen anfangen etwas zu tun, sondern Du! Und Du kannst damit anfangen, indem Du Steuern zahlst und mal etwas Dankbarkeit zeigst. Und damit es Dich nicht zu sehr überfordert, kannst Du in kleinem Rahmen damit anfangen mir zu danken, dass ich nebst vielen anderen Dir ermöglichen, hier so schön kostenlos (vielleicht auch umsonst) zu studieren.

[...] Dir als nationalstolzem Menschen müsste doch bewusst sein, dass der deutsche Nationalgedanke im 17./18. Jahrhundert geboren wurde. "Deutsche" Geschichte ohne Erklärung und Einschränkung auf 5000 Jahre auszudehen ist übrigens sehr gewagt - bist du studierter Historiker?
Nein, ich habe nie studiert, habe mich in meiner Freizeit nur als Gastzuhörer in die Uni gehockt und ein Fernstudium aus eigener Tasche bezahlt. Und ich bin natürlich kein Historiker. Als Historiker müsste ich ja die Vergangenheit verdrehen:

"Dem Historiker ist vorbehalten, was selbst Gott verwehrt ist: Das einmal gewesene zu verändern" (leider unbekannt, weil mir der Name nicht einfällt).

Stattdessen habe ich mich privat dafür interessiert. Aber das ist ein anderes Thema und nur halb so gewagt, wie Du vielleicht meist ;)

[...] Ich spreche mich hiermit deutlich für eine Anarchie aus. Dann hast du wenigstens ein Ziel, auf das du als Nächstes schießen kannst...;)
Och weißt Du, ich bin Pazifist. Schon immer gewesen, habe Zivildienst geleistet. Übrigens aus Überzeugung und nicht weil ich Angst vor der Gruppendusche hatte ;)

Na gut, das endet hier mit Dir offensichtlich nur noch in primitiver Pöbelei. Schade drum, aber Du studier' mal schön weiter. Und wer weiß - wenn Du morgen vielleicht gemütlich in der Campus-Suite hockst und bei einem leckeren Joint das Leben genießt, dann sag wenigstens in Gedanken mal kurz "Danke" an die Leute, die hier in diesem Staat leben und währenddessen dafür arbeiten, dass Du so leben kannst :) Vielleicht schließt Du ja eines Tages wider Erwarten Magna Cum Laude ab und wirst doch noch ein wichtiger und nützlicher Teil des deutschen Staates, der dann sein Kapital diesem Land zur Verfügung stellen kann. Dann wäre meine Investition nicht ganz umsonst gewesen. Wäre schön!
 
Das mag zwar beides naheliegen als Begründung, es ist aber meiner Meinung nach falsch. [...]
Ja, Deine Begründung ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Und sie ist auch nicht falsch, aber ich denke, es ist die Frage des Maßes.

Wer 1 oder 2 Kinder hat, wird meiner Erfahrung nach nicht in die Kategorie "asozial" gesteckt. Ab 3 Kinder nähert man sich der "kritischen" Masse. 5 Kinder ist "asozial". Und wer sogar 7 Kinder hat, der wollte nie arbeiten gehen. Leider ist es in dem mir bekannten Fall der Dame mit den 7 Kindern wirklich so *gg*

Aber Du hast schon recht: Kinder kriegen steigert leider nicht das soziale Ansehen, sondern schmälert es sogar oft. Würde mich persönlich zwar nicht daovn abhalten, auch 11 Kinder zu haben, aber im Grunde hast Du schon recht.

Fakt ist aber auch, dass kinderlose Paare oft ziemlich wohlhabend, wenn nicht gar reich sind. Vielleicht auch genau deshalb, weil sie keine Kinder haben, ich weiß es nicht. Vielleicht schmälert ja nicht die Anzahl der Kinder den sozialen Stand, sondern der Reichtum erhöht ihn einfach nur. Trotzdem bin ich auch der Ansicht, dass die Entscheidung für Kinder viel zu wenig sozial honoriert wird. Eigentlich müssten genau diese Menschen höher angesehen sein.
 
Was Du daraus zu lesen glaubst, ist eine Fehlinterpretation.

Ich traue mir zu, nicht zuletzt wegen meines Studiums, eine richtige textimmanente Interpretation zu erstellen...ich würde also vermuten, dass du nicht eindeutig formuliert hast, was indes nicht ungewöhnlich ist...

Du hast eine Verpflichtung, weil der Staat Dir ermöglicht hat, kostenlos eine Schule zu besuchen und den Freiden gewahrt hat.

Es liegt im Interesse des Staates, dass er jedem Bürger die Schule ermöglicht. Und ein Blick in die jüngere Geschichte zeigt, dass es nicht einzig und allein ein deutscher Verdienst ist, dass wir in Frieden leben.

Du hast eine Verpflichtung, weil der Staat Dich beschützte und dafür Sorge trug, dass Du unbeschwert aufwachsen konntest. Und weil er es Dir ermöglicht, auch wenn Du einen Scheiß auf ihn gibst, hier eine hervorragende Ausbildung zu machen und Dir damit Kapital für Dein Leben schaffst - auf Staatskosten.

Die Ausbildung, die der Staat mir an der Universität ermöglicht, entspricht keineswegs dem, was ich als "hervorragend" bezeichnen würde.

Ich komme immer wieder auf den Zufall zurück: ich habe es mir nicht ausgesucht, in Deutschland geboren zu werden, ich hatte gar keine andere Wahl, als Deutscher zu werden. Und aufgrund dieses Zufalls soll ich mich verpflichtet fühlen?

Ein Mensch der nichts tut, ist ein Parasit und lebt von der Mehrleistung anderer. Denn er wäre ohne die Gesellschaft nicht in der Lage zu überleben. Wir sind eine Gesellschaft, um die Schwachen zu unterstützen und für diese auch Mehrleistung zu erbringen. "Schwache" sind eben die Alten und sehr Jungen nebst Kranken. Aber merke: schwach ungleich faul!

War das jetzt deutlich oder brauchst Du noch Hilfe beim Verstehen?

Das war deutlich. Und es bedeutet immer noch: wer arbeitet, hat wert, wer nicht arbeitet, ist werlos und gehört ausgesondert. Dieses Denken ist mir zu radikal.

Naja, ich würde ein "völlig gleichgültig" nicht unbedingt als "Beschwerde" bezeichnen, schon gar nicht als "exzessiv". Ich lasse Dir freie Hand, mich gedanklich einzuordnen, wo immer es Dir beliebt.

Erst beschwerst du dich mehrfach, dass man dich für einen Nazi hält, dann sagst du, das sei dir völlig gleichgültig und jetzt lässt du mir freie Hand? Entscheide dich doch einmal für irgendetwas!

Aber ich weiß nicht warum, irgendwie erinnerst Du mich an diese Situation :D

Ist doch schön, wenn man das eigene Scheitern im anderen sieht, oder?

Bis dahin ordne ich Dich mal in die Maulheld-Kategorie ein.

Damit wir uns nicht missverstehen: ich halte nichts von Gutmenschentum und Spendenwahn. Aber ich halte auch nichts davon, sich wegen absurder Gründe in eigener Arroganz zu suhlen.

Och, das geht schon. Stellst Du eigentlich diese Frage auch jeder Partei, die sich zur Wahl stellt?

Ich stelle diese Frage jedem, der behauptet, er könne für jeden einen Arbeitsplatz herbeizaubern.

Dann ist genu Geld übrig, das neu verteilt werden kann. Eben in Vollbeschäftigung [...]

Planwirtschaft? Der Staat organisiert alles?

Hattest ja nun schon mehrfach erwähnt, dass Du keine Lust mehr hast, mit einem Deppen wie mir zu diskutieren.

Ich habe nie von einem "Deppen" gesprochen...und ich habe tatsächlich keine Lust mehr - aber stell dir vor, ich bin eitel genug, trotzdem weiterzumachen, damit man nicht denkt, meine Position liefere keine Argumente mehr...

Was ist das denn für eine Argumentation? :D Wir verweigern doch niemandem was. Nur verschenken wir eben auch nix.

Der westeuropäische Wohlstand, in dem du lebst, ist nicht dein Verdienst. Man könnte das, wenn man's überspitzen wollte, auch Erbschleicherei nennen.

Uns fragen, was bei dem Einzelfall, der trotz Mühe, Wille und Aktivität nichts erreicht, wohl falsch läuft. Und da gegebenenfalls Hilfestellung leisten.

Und wenn dem Fall nicht zu helfen ist? Was dann?

Ja, das ist wahr. Deshalb darf man auch niemanden zwingen, etwas zu studieren, das ihn nicht interessiert.

Dann muss man aber überfüllte Studiengänge in Kauf nehmen.

Insgesamt 3 1/2 Jahre Studium für nix. Das hätte man auch abkürzen können und er hätte gleich Bademeister (auch ohne Abitur) werden können.

Hätte man. Wenn man die Gehirne, Gefühle und Biographien aller Menschen gleichschalten könnte, sodass alle so zielstrebig und bis zum Lebensende durchgeplant funktionieren wie du.

Du wirst Dich wundern, aber auch das Arbeiten, das Waschen und Zähneputzen, waren gängige Praktiken des Dritten Reiches. Und nun?

Und nun hinkt dein Argument ganz gewaltig, denn während Arbeiten, Waschen und Zähneputzen auch vor- und hinterher gängig waren, hat man vorher und hinterher keine Menschen vergast, exekutiert oder abgeschoben, die der Gesellschaft zur Last fielen.

Auch auf die Gefahr hin, Dich bis ins Mark zu erschüttern, aber der Staat bist auch Du!

Und du auch - schön, nicht wahr, wie wir zwei eins sind im Kollektiv?

Und damit es Dich nicht zu sehr überfordert, kannst Du in kleinem Rahmen damit anfangen mir zu danken, dass ich nebst vielen anderen Dir ermöglichen, hier so schön kostenlos (vielleicht auch umsonst) zu studieren.

Kostenlos studieren? Kostenlos? Schon mal von Studiengebühren gehört? Oder von Materialien, die man kaufen muss? Vermutlich nicht...
Und, bitte, ich verlange zwar viel, aber: könntest du von deinem hohen Ross runterkommen und aufhören zu fordern, dass der Rest der Welt dir in den Arsch kriecht, weil du so ein Held der Arbeit bist? Das wirkt nämlich wirklich lächerlich.

"Dem Historiker ist vorbehalten, was selbst Gott verwehrt ist: Das einmal gewesene zu verändern" (leider unbekannt, weil mir der Name nicht einfällt).

Ja....klar. Vorurteile gehen immer gut. Oh man...:wall:

Och weißt Du, ich bin Pazifist. Schon immer gewesen, habe Zivildienst geleistet. Übrigens aus Überzeugung und nicht weil ich Angst vor der Gruppendusche hatte ;)

Wer hätte das gedacht - eine Gemeinsamkeit. Gut, ich habe keinen Zivildienst geleistet, weil ich's nicht musste...aber trotzdem - diese Ähnlichkeit...