Da hast du sicher Recht, aber ich glaube (hoffe) daß soetwas wie 1933 und in den Jahre davor nicht mehr möglich sein wird
Warum? Weil uns die Amerikaner diesmal früher in die Steinzeit bomben werden? Oder weil Du wirklich glaubst, die Menschen wären heute vernünftiger?

und an Menschen denen man ihre Ansichten einfach verbietet kommt man nunmal grundsätzlich sehr viel schwerer ran als an Menschen denen man einen Dialog anbietet.
Die Kader der NPD sind nicht belehrbar, sie sind ewig-gestrig. Sie fangen auf den Schulhöfen an, Nachwuchs zu rekrutieren. Eine Diskussion mit diesen Leuten schliesst sich einfach aus. Tut mir leid, meine Erfahrung hat das mehrfach gezeigt.

Natürlich kannst Du mit den Wählern diskutieren und ihnen Alternativen anbieten. Du kannst ihnen aber einfach auch die Möglichkeit nehmen, solche Leute zu wählen.

Aber wenn die NPD einmal gewählt ist, ist es zu spät. Das Risiko sollte man nicht eingehen.

Marty
 
Der springende Punkt ist für mich nur, daß man als Demokrat nicht einfach alles verbieten sollte was nicht demokratisch ist...
Ich finde diesen Gedanken etwas bedenklich. Weil man die NPD verbieten möchte, sollte man nicht daraus schlußfolgern, daß man einfach und alles verbietet, was nicht demokratisch ist.

Zum einen entscheidet immer noch ein Gericht. Auch wenn das manche Gestalten bezweifeln, eine gewisse Neutralität kann man nicht absprechen. Zum anderen ist die NPD nicht die erste rechte Partei der Bundesrepublik, also hätte man die anderen schon "einfach" verbieten können. Sprich die NPD scheint da gewisse Strukturen zu haben, die sie von den anderen Parteien unterscheidet.

Mir ist bewußt, daß ein Verbot das Hauptproblem nicht löst, aber immerhin müßte dann die Demokratie keine Antidemokraten fördern. Für den Steuerzahler wäre es auch eine Entlastung, aber das sollte keine Rolle spielen, ist also nur ein netter Nebeneffekt.
 
Die NPD wurde gezielt von regierungsnahen V-Leuten unterwandert und von diesen in ein schlechtes, verfassungsfeindliches Licht gerückt.
Das Bundesverfassungsgericht hat dies logischerweise erkannt und um die Regierung vor einer totalen Blamage zu schützen, garnicht erst verhandelt.

Ja genau... :LOL: So steht es wohl in der "deutschen Stimme". Im ganzen ging es um 3 V-leute, die bei dem Verbotsantrag relevant waren...

Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, das Leute wie Voigt, Rieger oder Apfel ihr Geld vom Verfassungsschutz beziehen... :ugly:
 
Naja um auf den letzten Punkt zuerst einzugehen: Wenn der Steuerzahler nicht die paar kümmerlichen Prozentpunkte von NPD und co. bezahlt dann bezahlt er eben für andere Parteien - am Gesamtbetrag wird sich erstmal nichts ändern.

Daß man die "Vordenker" antidemokratischer Parteien wird nicht umstimmen können, davon bin ich leider auch überzeugt, jedoch geht es mir wie gesagt nicht um diese - es geht mir um die Wählerschaft. Natürlich kann man ihnen einfach die Möglichkeit nehmen diese Partei zu wählen, aber ist das die Lösung? Ich glaube nicht. Denn zum Einen entsteht praktisch für jede verbotene Partei einfach eine neue Party und/oder Organistaion. Man denke an die KPD - heute haben die die DKP, die Naturfreunde (auch wenn da viel Luft raus ist) und und und. Würde man die NPD verbieten würde es nicht lange dauern bis es eine neue Partei, mit neuem Namen, neuem Programm und neuen Gesichtern im Rampenlicht gäbe - die jedoch im Hintergrund wieder die gleichen Herren sitzen hätte mit den gleichen Zielen und der gleichen politischen Zielgruppe.
Zum Anderen - und das ist mein Hauptanliegen - kannst du die Menschen mit einem Verbot zwar effektiv davon abhalten eine Partei zu wählen indem du sie verbietest, du nimmst dir damit aber selbst die Möglichkeit einer politische Auseinandersetzung mit dieser Partei und ihren Wählern. Wie schon mehrfach gesagt - indem du Jemandem etwas verbietest wirst du ihn niemals davon überzeugen können, daß es sinnvoll ist es nicht zu tun, er richtet sich dann höchstens nach dem Verbot. Das Ziel muss also sein, die Leute von vorne herein davon zu überzeugen, erst garnicht entsprechend demokratiefeindliche Parteien zu wählen.
 
Naja um auf den letzten Punkt zuerst einzugehen: Wenn der Steuerzahler nicht die paar kümmerlichen Prozentpunkte von NPD und co. bezahlt dann bezahlt er eben für andere Parteien - am Gesamtbetrag wird sich erstmal nichts ändern.
Naja, es ist ein bißchen mehr (Parteispenden können zu 50% abgesetzt werden, Mitgliedsbeiträge werden subventioniert), auch wenn's nur ein bißchen ist.
Zum Anderen - und das ist mein Hauptanliegen - kannst du die Menschen mit einem Verbot zwar effektiv davon abhalten eine Partei zu wählen indem du sie verbietest, du nimmst dir damit aber selbst die Möglichkeit einer politische Auseinandersetzung mit dieser Partei und ihren Wählern.
Anderseits ist die politische Außernandersetzung mit Populisten äußert schwierig.

Aber insgesamt stimme ich dir ja zu, ein Verbot ist nicht das beste Mittel.
 
Die Kader der NPD sind nicht belehrbar, sie sind ewig-gestrig. Sie fangen auf den Schulhöfen an, Nachwuchs zu rekrutieren. Eine Diskussion mit diesen Leuten schliesst sich einfach aus. Tut mir leid, meine Erfahrung hat das mehrfach gezeigt.

Natürlich kannst Du mit den Wählern diskutieren und ihnen Alternativen anbieten. Du kannst ihnen aber einfach auch die Möglichkeit nehmen, solche Leute zu wählen.

Jap und schuld dafür, dass diese Leute zu dieser Aufmerksamkeit und macht bei den Nationalen kommen sind Leute wie du und perlini und ein paar andere hier im Forum und ganz vielen weiteren in Deutschland.

Leute die jede nationale Strömung gleich verteufeln und jenige die dafür sind gleich zu unmenschen abstempeln sorgen doch primär dafür, dass sich die Vernünftigen niemals auf der Straße dazu bekennen würden Stolz auf ihr Land sein zu wollen. Weiter wird dadurch die ganze Situation polarisiert und der ganze rechte Pöpel ( Pöbel gibt es aber auf allen Seiten) kann zur NPD gehen um sich über Leute wie ihr es seid aufzuregen und sich zusammenzuraffen. Die vernünftigen unter den Nationalen werden zwar seltenst die NPD wählen aber wohl auch keine andere Partei.
 
Leute die jede nationale Strömung gleich verteufeln und jenige die dafür sind gleich zu unmenschen abstempeln sorgen doch primär dafür, dass sich die Vernünftigen niemals auf der Straße dazu bekennen würden Stolz auf ihr Land sein zu wollen.

Komisch, warst du letzten Sommer im Ausland? :think:

Nationalstolz ohne Verbissenheit (und vor allem: ohne Chauvinismus!) steht jedem Land zu, ich für meinen Teil habe meine Fahne noch, und sie weht auch regelmäßig. Und ich fühle mich weder Verfolgt noch heruntergemacht noch verteufelt.

Wenn "nationale Strömung" aber Rassistische oder Neonazistische Züge erhält, ist der Spaß vorbei. Und viele verwechseln nunmal "Nationalstolz" mit Xenophobie.
 
Wenn "nationale Strömung" aber Rassistische oder Neonazistische Züger erhält, ist der Spaß vorbei. Und viele verwechseln nunmal "Nationalstolz" mit Xenophobie.

Ne das würd ich so nicht sagen. Es gibt sicherlich solche, aber deren Erfolg ist die Medienvermarktung dessen, dass zuviel Nationalstolz schlecht ist. Jedesmal wenn in einem Land nationale Parteien an Stimmen gewinnen (Holland,Frankreich,Österreich) kommt sofort der Medienhammer aus allen Ländern, dass dies die Wirtschaft ruinieren wird weil keiner mehr was mit ihnen zu tun haben will. Aus dieser Angst heraus resultierend ändern sich bei einer folgewahl sehr oft viel weniger stimmen für die nationale Partei.
 
Leute die jede nationale Strömung gleich verteufeln und jenige die dafür sind gleich zu unmenschen abstempeln sorgen doch primär dafür, dass sich die Vernünftigen niemals auf der Straße dazu bekennen würden Stolz auf ihr Land sein zu wollen.
Also ich verteufel zum Beispiel nicht die nationale Strömung der CDU oder SPD. Du besitzt den Irrglauben, daß "rechts" einen Alleinanspruch auf "national" besitzt. Und wenn ich mir die vielen Leute bei dem Fest Zum Tag der Deutschen Einheit, die WM im letzten Jahr oder das "Europafest" am letzten Sonntag anschaue, da waren viele, die stolz auf dieses Land sind.
 
Und wenn ich mir die vielen Leute bei dem Fest Zum Tag der Deutschen Einheit, die WM im letzten Jahr oder das "Europafest" am letzten Sonntag anschaue, da waren viele, die stolz auf dieses Land sind.

Also die Leute sind froh ein Fest zu haben, dies mit nationalen Stolz zu vergleichen ist ein hohn....Die würden auch jede andere Feier nehmen und sich ein Grund suchen sich verbunden zu fühlen.... Dabei spielt es keine Rolle ob die Verbundneheit durch eine Bayernfahne, HSV-Fahne, Deutschlandfahne etc zu suchen ist. Reine Verblendung die durch Endorphine hervorgerufen wird, da die Menschen die Euphorie suchen.

Und dein nationalstolz bezieht sich auf den Boden auf dem du geboren bist. Das wahlloseste aller dinge. Es bezieht sich rein garnicht auf das Blut das durch deine Ader fliest. Von daher wird ein Mensch danach definiert wo sich die ELtern während seiner Geburt aufhalten. Wer in Amerika geboren ist hat ein Recht auf Leben. Der Afrikaner der dort geboren ist auch. Ein Afrikaner der das Pech hat, dass seine Mutter grad nicht in Amerika ist wenn er geboren wird wird zum Tode verurteilt.
 
Und dein nationalstolz bezieht sich auf den Boden auf dem du geboren bist.
Wie kommst du auf den schmalen Pfad!? :roll:
Es bezieht sich rein garnicht auf das Blut das durch deine Ader fliest.
Soll ich jetzt auf einmal auf mein Blut stolz sein!? Und ist nur deutsches Blut (wie auch immer das zu definieren ist) gut für Deutschland, so daß man stolz auf dieses Land sein kann?!
Meine Fresse, "Schweinezüchter" Rieger hat mit seinem "deutschen" Blut ein Scheiß für dieses Land getan, ein Ermyas M. zum Beispiel mehr.
 
Soll ich jetzt auf einmal auf mein Blut stolz sein!? Und ist nur deutsches Blut (wie auch immer das zu definieren ist) gut für Deutschland, so daß man stolz auf dieses Land sein kann?!
Meine Fresse, "Schweinezüchter" Rieger hat mit seinem "deutschen" Blut ein Scheiß für dieses Land getan, ein Ermyas M. zum Beispiel mehr.

Ohne eine Grundsatzdiskussion führen zu wollen was der eine getan haben soll oder aber der andere, weil dies reine Polemik deiner seits ist um dich zu profilieren, werd ich mal auf das andere Antworten.

Mit dem ersten Satz sagst du doch aus, stolz auf dem Boden zu sein. Wie kannst du denn anders Stolz auf Deutschland sein ? Stolz auf den Staatsapparat ? Die Mitmenschen sind dir dann also egal ?

Und es geht nicht darum was gut ist für jemanden. Mein Onkel ist zum Beispiel durch einen Schlaganfall blind geworden und Hilfebedürftig. Aber auch wenn er sicherlich nicht mehr so viel Leisten kann wie andere Menschen in seinem Alter, ist er nunmal ein Verwandter für den man da ist und auch alles gibt. Es geht im Leben nicht immer um den nutzen um zueinander zu stehen. Ebenso ist es mit einer Volksgemeinschaft, ich kann also auch stolz darauf sein für schwächere Mitglieder der Gesellschaft einzustehen und mich um diese zu kümmern. Der stolz beruht nicht darauf was besseres sein zu wollen. Dieses elitere denken scheinst wohl aber du in dir verinnerlicht zu haben. Also lass uns doch einfach alle nutzlosen Menschen ausrotten, vielleicht ist dir damit ja genüge getan......
 
Nichts für ungut Wannabe, aber schalte mal ein paar Gänge zurück - das hat nichts mehr mit diskutieren zu tun, das sind einfach nur noch hirnlose Beleidigungen und Unterstellungen - gerade was den letzten Satz angeht :roll: Man kann ja durchaus verschiedener Meinung sein, aber sowas geht garnicht!
 
Nichts für ungut Wannabe, aber schalte mal ein paar Gänge zurück - das hat nichts mehr mit diskutieren zu tun, das sind einfach nur noch hirnlose Beleidigungen und Unterstellungen - gerade was den letzten Satz angeht :roll: Man kann ja durchaus verschiedener Meinung sein, aber sowas geht garnicht!

Er kann das ab, er macht doch in andere Richtung nichts anderes. Als Menschen ständig zu unterstellen die damalige Zeit wieder haben zu wollen und andere Menschen als nicht Lebenswürdig zu sehen. Es ist einfach nur mal ein Versuch, dass er sieht wie es ist wenn Aussagen grundsätzlich verdreht werden. Denn lesen kann man immer was man will. Und wenn er sowas nicht irgendwann lernt, dann kann man wirklich nicht mit ihm Diskutieren.
 
Nightfire, ich verstehe hier ehrlich gesagt deine Probleme nicht.
Wo fordert die NPD eine Todesstrafe für Tierquäler? Da ich nicht weiß was da genau vorgefallen ist, kann ich nicht beurteilen ob der Mann noch bei der NPD zu halten ist.
Soviel ich weiß nirgendwo. Aber das hab ich ja auch nie behauptet. Die NPD fordert "härteste Strafen für Tierquäler", was auch immer das bedeutet. Und Rieger ist nun mal inzwischen ein verurteilter Tierquäler und somit nach NPD eigenen Aussagen eigentlich nicht mehr haltbar. Mein Kommentar mit der Todesstrafe bezog sich auf Matthias Paul (bis für kurzem Landtagsabgeordneter der NPD) bei dem Kinderpornos gefunden wurden. Dafür fordert die NPD normalerweise die Todesstrafe.
Wo siehst du ein Problem darin in einem anderen Land eine Unternehmung zu eröffnen?
Oder meinst du, dass man als Nationaler nur in der BRD investieren darf?:roll:
Wo hab ich denn behauptet, dass man in einem anderen Land keine Unternehmungen machen darf? Mach ich ganz nebenbei selber...
Auch in der Annhame von EU-Subventionen sehe ich keine Problematik. Du?
Nicht wirklich eine rechtliche Problematik, aber wenn jemand so häufig wie "Herr" Reiger gegen die EU hetzt, dann ist es doch Merkwürdig, wenn er selbst solche Beantragt. Mir ist es im Prinzip egal, aber NPD-Anhänger sollte es doch merkwürdig vorkommen, was ihre Führung da macht.
Vielmehr ist die EU als Institution eine Organistian, die man mal genauer unter die Lupe nehmen sollte!
Da sind wir uns ausnahmweise mal einig. Obwohl ich glaube aus verschiedenen Gründen.
Aber deine Anti-Deutsche Hetze hast du hier shcon zu Genüge unter Beweis gestellt.
Anti-Deutsche Hetze??? Das hätte ich jetzt aber gerne belegt. Man kann mir vieles vorwerfen aber Anti-Deutsche Hetze!?

Cya Nightfire
 
:mrgreen:

Wenn ich mir das alles so durchlese sind die NPD-Leute doch ganz normale Politiker - das betrügen und die schwarzen Kassen füllen kennt man von anderen auch. Und wasser predigen und Wein trinken ist ja für Politiker aller Colour ja nichts neues.

Mal ernsthaft: Was mich stört ist die ewige Jammerei das Parteien wie die NPD Jugendliche dadurch anspricht das sie (vordergründig) etws für sie tun. Egal was, ob es Feste sind oder Schulaufgabenunterstützung etc.. Das wird direkt negativ dargestellt nach dem Motto "Damit wollen sie die Kids nur auf ihre Seite ziehen". Das mag auch durchaus richtig sein, das es so ist. Aber warum machen das andere Parteien dann nicht ebenso oder eben noch ein wenig mehr? Nein, einfacher ist es zu schreien, dass die Rechten schon auf Schulhöfen rekrutieren, als das man selbst den Poppes hochkriegt und genau solche Sachen durchführt. Außnahmen in bestimmten Kommunen gibt es natürlich, aber im großen und ganzen ist doch klar das Jugendlich eher zu den Parteien gehen die anscheinend etwas für sie tun. Ein ganz normaler menschlicher Zug.

Achaj und zum Thema Stolz. Worauf bin ich Stolz?
Eigentlich auf das was ich persönlich erreicht habe, dass ich mich durchs Abi geboxt habe, dass ich mit ner Band mal vor ein paar 1000 Leuten gespielt habe, das ich eine oft tödliche Krankheit bekämpft habe. Also auf Sachen die ich persönlich erreicht habe.
Trotzdem habe ich auch einen gewisse Begeisterung dafür das es dieses Land geschafft hat nach zwei blödsinnigen Kriegen wieder auf die Beine zu kommen (zwar mit Hilfe, aber auch das muss man schaffen). Worauf ich nicht stolz bin, ist wie es heute in Deutschland läuft und darauf das man vieles einfach hergibt aus einer in meinen Augen falsch verstandener Toleranz....
 
Jap und schuld dafür, dass diese Leute zu dieser Aufmerksamkeit und macht bei den Nationalen kommen sind Leute wie du und perlini und ein paar andere hier im Forum und ganz vielen weiteren in Deutschland.
Jaja, und die Warner vor H****r waren Schuld, dass er an die Macht gekommen ist. Und eigentlich waren es ja die Juden selber schuld, dass es soweit gekommen ist... Schon klar.

Leute die jede nationale Strömung gleich verteufeln und jenige die dafür sind gleich zu unmenschen abstempeln sorgen doch primär dafür, dass sich die Vernünftigen niemals auf der Straße dazu bekennen würden Stolz auf ihr Land sein zu wollen.
Ich sag Dir mal was: Ich fahre gerne mit Dir mit einer Deutschlandfahne durch die Strasse, wenn Fussball-Deutschland mal gewonnen hat. Ich singe auch die Nationalhymne mit bei öffentlichen Anlässen.

Aber meine Fahne ist Schwarz-Rot-Gold, nicht Schwarz-Weiß-Rot. Und meine Hymne beginnt bei der dritten Strophe, nicht bei der Ersten.

Und weisst Du, worauf ich stolz bin? Auf meine Mutter, die hat mich versorgt und ernährt und das war nicht einfach. Auf meine Oma, die meinen Vater als Baby alleine nach dem Krieg durchgebracht hat und dabei fast gestorben wäre. Auf meinen Opa, der alles dafür getan hat, aus Russland einen Weg nach Hause zu finden nach dem Krieg, obwohl ihn das seine Gesundheit gekostet hat. Auf meinen Bruder, weil ich jetzt das zweite Mal Onkel werde und das für ihn nicht einfach ist. Auf meine Freundin, weil sie jede Woche dieses NPD-Pack beschützen muss auf der Strasse, damit sie ungestört mit erhobenem Arm ihre Parolen absondern dürfen. Das sie nicht jedesmal kotzen muss dabei, wundert mich. Auf unseren demokratischen Staat, der es schafft, ein soziales Netz aufgebaut zu haben, dass es in der Welt ganz selten gibt.

Aber ich bin nicht stolz darauf, im richtigen Land geboren worden zu sein. Das war reines Glück.

Aber schön, dass ich daran schuld bin, wenn die NPD gewählt wird...

Marty
 
Aber schön, dass ich daran schuld bin, wenn die NPD gewählt wird...

Marty

Wie gut das ich dich nicht meinte :) Du warnst zwar immer vor den rechten Gefahren, aber zumeist finde ich, dass du Aussagen nicht ständig absichtlich fehlinterpretierst und häufig sachliche Argumente bringst :) Gegen etwas zu sein polarisiert nicht zwangsläufig, wenn man es vernünftig macht. Eigentlich wollte ich auf perlinie auch garnicht mehr Antworten, was ich auch erfolgreich gemacht habe bis gestern. Und da hab uich wohl auch ein wenig weit ausgeholt.
 
Ohne eine Grundsatzdiskussion führen zu wollen was der eine getan haben soll oder aber der andere, weil dies reine Polemik deiner seits ist um dich zu profilieren, werd ich mal auf das andere Antworten.
Wie gnädig...
Mit dem ersten Satz sagst du doch aus, stolz auf dem Boden zu sein. Wie kannst du denn anders Stolz auf Deutschland sein ? Stolz auf den Staatsapparat ? Die Mitmenschen sind dir dann also egal ?
Nö, mach ich nicht. Ich habe hier nirgendwo gesagt, daß ich stolz auf Deutschland bin. Denn ich gehöre zu der Fraktion die der Auffassung ist, daß man erstmal etwas leisten muß, um darauf stolz zu sein. Und da seh ich bei mir nicht viel, was ich für dieses Land getan habe. Ich schließ mich da Agroschx an: "einen gewisse Begeisterung" empfinde ich für dieses Land.
Ich hab lediglich auf deine Behauptung geantwortet, ich würde gegen jegliche nationale Strömung vorgehen und keinen Nationalstolz dulden.
Deiner Logik, daß wenn man stolz auf Deutschland ist, nur den Staatsapparat anhimmelt und einem Mitmenschen egal sind, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Mag vielleicht daran liegen, daß ich keine klare Trennung zwischen Staat(sapparat), Mitmenschen und Deutschland sehe.
Mein Onkel ist zum Beispiel durch einen Schlaganfall blind geworden und Hilfebedürftig. Aber auch wenn er sicherlich nicht mehr so viel Leisten kann wie andere Menschen in seinem Alter, ist er nunmal ein Verwandter für den man da ist und auch alles gibt.
Mal angenommen die mögliche Schwägerin eines möglichen Bruders kommt möglicherweise aus Ghana. Sie gehört zur Verwandschaft, soll aber nun wegen ihrem "Blut" anders behandelt werden!? Oder wie darf man deine "Blut-Theorie" verstehen.
Ebenso ist es mit einer Volksgemeinschaft, ich kann also auch stolz darauf sein für schwächere Mitglieder der Gesellschaft einzustehen und mich um diese zu kümmern.
Und bei dem Punkt stellt sich mir die Frage, warum dazu extra das Volk im Vordergrund steht und warum die Nationalität eine Rolle spielt. Was interessert's einen, wenn man der Omma von nebenan behilflich ist, welcher Nationalität die hat? Was interessiert's mich, woher die Kinder stammen, die der Verein sozial betreut, dem ich Geld gespendet hab? Die leben hier, ich (mehr oder weniger) mit ihnen, kurz, sie sind ein Teil Deutschlands. Warum dann ausgrenzen, bloß weil sie anderes "Blut" haben?!
Desweiteren ist für mich solche eine Volksgemeinschaft ein viel zu abstraktes Gebilde. Der Schwabe aus Stuttgart, mit dem ich nie direkt was zu tun habe, dem soll ich mich zugehöriger fühlen als dem dem Türken von nebenan, mit dem ich öfter mal ein Schwätzchen halte? Ist für mich einfach nicht realisierbar.
Der stolz beruht nicht darauf was besseres sein zu wollen. Dieses elitere denken scheinst wohl aber du in dir verinnerlicht zu haben. Also lass uns doch einfach alle nutzlosen Menschen ausrotten, vielleicht ist dir damit ja genüge getan......
Bemerkenswert deine Aussage. Denn genau diesen Chauvinismus repräsentiert für mich die NPD und deren Anhängerschaft. Wie du darauf kommst, ist mir zwar ein Rätsel, aber wie du schon sicherlich bemerkt hast, verstehen wir uns ja "blendend".
Wenn ich mir das alles so durchlese sind die NPD-Leute doch ganz normale Politiker - das betrügen und die schwarzen Kassen füllen kennt man von anderen auch. Und wasser predigen und Wein trinken ist ja für Politiker aller Colour ja nichts neues.
Schaut man sich die Entwicklung der rechten Parteien bei den Wahlen an, bemerken das viele spätestens dann, wenn die Wiederwahl ansteht. Immerhin, trotzdem vertane Zeit für unser Land.
Mal ernsthaft: Was mich stört ist die ewige Jammerei das Parteien wie die NPD Jugendliche dadurch anspricht das sie (vordergründig) etws für sie tun. Egal was, ob es Feste sind oder Schulaufgabenunterstützung etc.. Das wird direkt negativ dargestellt nach dem Motto "Damit wollen sie die Kids nur auf ihre Seite ziehen". Das mag auch durchaus richtig sein, das es so ist. Aber warum machen das andere Parteien dann nicht ebenso oder eben noch ein wenig mehr? Nein, einfacher ist es zu schreien, dass die Rechten schon auf Schulhöfen rekrutieren, als das man selbst den Poppes hochkriegt und genau solche Sachen durchführt. Außnahmen in bestimmten Kommunen gibt es natürlich, aber im großen und ganzen ist doch klar das Jugendlich eher zu den Parteien gehen die anscheinend etwas für sie tun. Ein ganz normaler menschlicher Zug.
Gerade die beiden Volksparteien könnten sich an diesen Aktionen für Kinder und Jugendliche bei der NPD eine Scheibe abschneiden. Hier kommt der NPD aber auch ihre Altersstruktur zu Gute.
Wenn man weiß, was für Gestalten da Feste für Kinder veranstalten und mit welcher Intention, dann ist einerseits ein Aufschrei verständlich, anderseits - wie du schon richtig geschrieben hast - nicht sehr förderlich. Der Punkt ist jedoch, daß - ähnlich wie bei der alltäglichen politischen Arbeit mit (bzw. gegen) die NPD - solch ein Aufschrei mehr mediale Beachtung (und damit auch in der Bevölkerung) bekommt als nüchterne, sachliche Arbeit. Sprich vielleicht gibt's zahlreiche Feste anderer Parteien, nur haben (bzw. bekommen) sie nicht so eindeutig das Etikett ihrer Partei, zum anderen ist ein NPD-Kinderfest medial "interessanter" als das SPD-Kinderfest. Was natürlich nicht heißen soll, daß die anderen Parteien diesbezüglich hinreichend aktiv sind. Ich stelle nur in frage, ob das wirklich so gut zu beurteilen läßt.
Letztendlich läuft alles wieder auf die soziale Schieflage in diesem Lande hinaus, die die NPD hauptsächlich mit populistischen Mitteln für sich zu nutzen weiß.
Worauf ich nicht stolz bin, ist wie es heute in Deutschland läuft und darauf das man vieles einfach hergibt aus einer in meinen Augen falsch verstandener Toleranz....
Ich weiß nicht, ob man damit zu weit vom Thema abkommt, aber was meinst du damit genau?
 
Gerade die beiden Volksparteien könnten sich an diesen Aktionen für Kinder und Jugendliche bei der NPD eine Scheibe abschneiden. Hier kommt der NPD aber auch ihre Altersstruktur zu Gute.
Wenn man weiß, was für Gestalten da Feste für Kinder veranstalten und mit welcher Intention, ......die die NPD hauptsächlich mit populistischen Mitteln für sich zu nutzen weiß.

Ich bilde mir wie gesagt ein, dass ich das ein wenig beurteilen kann. Einmal weil ich die Politik in unseren Kommunen und im Ländchen sehr beobachte und zum zweiten weil ich schon auf der ein oder anderem Sitzung war. Ich erinnere mich gerne an das Thema eines großen Jugendfestes (Vorschlag unserer CDU) das ein Wochenende bei uns sein sollte. Die Felder und Scheune dafür hätten ansässige Bauern ohne was dafür zu nehmen gestellt. Genug Vereine die sich beteiligt hätten gab es auch. Gescheitert dann an den Bedenken von SPD und FDP - frag mich bitte nicht mehr was für Bedenken es gab ich glaub es gibt um mögliche Ruhestörung bis zu Angst vor Vandalismus. Die Rechten habes das spitz gekriegt und Ruck-Zuck gab es ein kleine Jugendfest - ausgerichtet von der NPD. Toll, nicht?
Natürlich weiss die NPD das sie so Kinder und Jugendliche anzieht, so blöd sind die schließlich auch nicht.

Ich weiß nicht, ob man damit zu weit vom Thema abkommt, aber was meinst du damit genau?
Hm, wahrscheinlich würde es das. OK, machen wir es einfach.
Für mich zählt der einzelne Mensch und wie er sich verhält, dabei ist mir schnurz egal welche Hautfarbe, Religion oder "Rasse" (ich hasse das Wort) er ist. Was ich allerdings falsche Toleranz nenne ist, wenn viele der Meinung sind das man nur weil jemand z.B. Ausländer ist diesen nicht auf ein Fehlverhalten hinweisen darf.
Kleines Beispiel: Ich hasse es wenn Leute ihren Müll einfach auf die Gass werfen, bin zwar kein Weltverbesserer aber wenns direkt vor meinen Augen passiert sag ich auch mal was. Vor allem wenns direkt vor meine Füss landet. Letzte Woche ist selbiges passiert - ein netter Mann leerte mal kurz den Inhalt seiner Taschen (sofern Müll) auf die Strasse an der Ampel. Hab ihn höflich darauf aufmerksam gemacht, dass er was "verloren" hat. Er hat mich angepampt (was mir egal ist), allerdings kam dann direkt von rechts neben mir der Spruch "Ich soll den armen Türken in Ruhe lassen, oder ob ich ein Nazi bin". Ehem was soll das denn?
Und leider ist das nicht der einzige Fall der mir so aufgefallen ist - solche Sachen passieren öfter weil man krampfhaft versucht niemanden zu beleidigen oder gar dem Vorwurf zu erliegen ein Nazi zu sein.
Und das ist falsche Toleranz - korrekte Toleranz finde ich wenn jeder gleich behandelt wird.

*Predigt Ende* :mrgreen: