Dieser Argumentation kann ich mich nicht anschließen.
Meinst du Leute die gegen Hartz 4 sind, haben deshalb kein Recht mehr Hartz 4 in Anspruch zu nehmen?
Also, für mich klingt das ziemlich scheinheilig, wenn man sich als Parteivorsitzender gegen Europa ausspricht und das abschaffen möchte, privat aber genau diese Vozüge weidlich ausnutzt.
Außerdem müssen bestimmte Leute ins Ausland abwandern, weil sie zum Beispiel Medien herstellen und vertreiben oder Meinungen vertreten, die für mich unter Meinungsfreiheit fallen, aber in der BRD verboten sind.
Du willst doch damit nicht sagen, dass eine Partei wie die NPD, die sich demokratisch nennt und zu den deutschen Gesetzen bekennt, im Ausland Medien produzieren lässt, die in Deutschland gegen die Gesetze verstossen würden?

Marty
 
Meinst du Leute die gegen Hartz 4 sind, haben deshalb kein Recht mehr Hartz 4 in Anspruch zu nehmen?
Mal davon abgesehen, daß sicherlich nur ein geringer Teil was gegen HartzIV ansich hat (ehern was gegen die Höhe und die Auflagen), können sie es natürlich in Anspruch nehmen. Es ist aber zumindest inkonsequent. Will ich aber niemanden zum Vorwurf machen, denn - und das ist ein bedeutender Unterschied - sie haben keine Alternative außer diese staatliche Unterstützung abzulehnen. Ob der Anwalt Rieger darauf angewiesen ist, bezweifle ich. Er nutzt natürlich bloß die bestehenden Möglichkeiten, doch ist es dann nicht sehr glaubwürdig, wenn man "Europa abwählen" will.
Außerdem müssen bestimmte Leute ins Ausland abwandern, weil sie zum Beispiel Medien herstellen und vertreiben oder Meinungen vertreten, die für mich unter Meinungsfreiheit fallen, aber in der BRD verboten sind.
Es geht hier um Schweine. :mrgreen:
Und wenn Mustafa dich als "Drecksdeutschen" bezeichnet, hab ich so meine Zweifel, ob du dann immer noch mit der Meinungsfreiheit argumentieren würdest.
 
Ob der Anwalt Rieger darauf angewiesen ist, bezweifle ich. Er nutzt natürlich bloß die bestehenden Möglichkeiten, doch ist es dann nicht sehr glaubwürdig, wenn man "Europa abwählen" will.

Angewiesen zu sein um von etwas Geld zu nehmen, dass man ablehnt ist ja auch keine Bedinung. Umsomehr Geld die EU ausgibt für sachen die nicht sein müssen, umso unzufiredener wird das Volk mit der Geldverschwendungspolitik. was widerum den eigenen Zielen dient. Wenn ich er wäre würde ich sogar gezielt versuchen meinen Feind um dessen zu erleichtern was ihn am stärksten macht. Nämlich das Kapital. Und das am besten ohne das dieser Feind durch mich Gewinne einfährt. Somit stärke ich meine eigene Person und schwäche die gegenpartei. Nicht inkonsequent sondern logisch nennt man solch einen Schachzug.
 
Es wäre mal interessant zu wissen, was genau die Schwedische Staatsanwaltschaft mit der Tierqäulerei meint - ist schwer soetwas zu beurteilen ohne genauere Fakten zu kennen!
 
Wenn ich er wäre würde ich sogar gezielt versuchen meinen Feind um dessen zu erleichtern was ihn am stärksten macht.
Du hast gerade die Strategie dieser Parteien sehr schön auf den Punkt gebracht. Sie bekämpfen auch in Deutschland die Demokratie am effektivsten mit demokratischen Mitteln. Um sie danach abzuschaffen...

Marty
 
"demokratische Mittel?"

Beispiel J. Rieger:

Verurteilungen wegen:
  • Vortäuschen eine Straftat
  • Körperverletzung
  • Anwaltlicher Parteiverrat
  • Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole
  • Volksverhetzung

Ob das alles so "Demokratisches Mittel" sind...
 
"demokratische Mittel?"
Ob das alles so "Demokratisches Mittel" sind...
naja, es sind keine rechtsstaatlichen Mittel... aber selbst H****r hat irgendwann erkannt, dass man eine Demokratie am einfachsten von innen zerstört.

Deshalb finde ich das bedenklich, wenn man solchen Gruppierungen erlaubt, ihr Werk zu tun, solange sie den Anschein der Demokratie behalten.

Marty
 
Angewiesen zu sein um von etwas Geld zu nehmen, dass man ablehnt ist ja auch keine Bedinung.
Versteh nicht ganz, was du meinst, aber letztendlich geht's um Glaubwürdigkeit.
Umsomehr Geld die EU ausgibt für sachen die nicht sein müssen
Für was hat denn Rieger das Geld bekommen? Sprich woher weißt du, daß es 'ne Sache ist, "die nicht sein" muss?,
umso unzufiredener wird das Volk mit der Geldverschwendungspolitik
Ob das "Volk" zufriedener wird, wenn Deutschland nicht mehr Milliarden von der EU bekommt, häufig auch für regionale Projekte? Über Sinn und Form der EU-Subventionen ließe sich sicherlich streiten, aber es geht ja um das "Volk", was dann nur sieht, Projekt kann aus Geldmangel nicht verwirklich werden.
was widerum den eigenen Zielen dient. Wenn ich er wäre würde ich sogar gezielt versuchen meinen Feind um dessen zu erleichtern was ihn am stärksten macht. Nämlich das Kapital.
Jaja, alles ganz uneigennützig und nur für das Vaterland. Mit viel Geld wollen die NPD-Bonzen sicher nix zu tun haben. :roll:
 
Mir gefällt das Bild: Neonazis treffen sich in einem Schweinestall...:ugly:

Und mir gefällt das Bild der BRD als Schweinestall. :D

Zum Thema: Demokratische Mittel

Die NPD möchte im Gegensatz zu den ach so demokratischen Systemparteien die Volksabstimmung einführen. Das wäre Demokratie, aber dann könnten die Berliner Bonzen ja nichtmehr über die Köpfe des Volkes hinweg entscheiden.
Da stellt sich mir die Frage, wer hier eigentlich die Demokratie abschzäfft?
 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb finde ich das bedenklich, wenn man solchen Gruppierungen erlaubt, ihr Werk zu tun, solange sie den Anschein der Demokratie behalten.

Das sehe ich wie vor ein paar Seiten schon geschrieben genau nicht so - eine Partei zu verbieten die demokratiefeindlich ist, sich aber an die Grundlagen der Demokratie hält zu verbieten ist absolut undemokratisch. Gerade dadurch, daß alle Gesinnungen akzeptiert sind solange sie sich an die freiheitlichen Gesetze halten wird eine Demokratie doch ausgezeichnet! Verbietet sie Alles was gegen sie steht so unterscheidet sie sich nur wenig von einer Diktatur oder dem Kommunismus wo ebenfalls alles verboten wird was der Regierungsform entgegen steht. Natürlich ist es dann auch wichtig, die demokratiefeindlichen Kräfte nach Möglichkeit vom Gegenteil zu überzeugen, indem man sie einfach verbietet wird man das aber sicher nicht schaffen...
 
Japs das ist richtig und sollte der NPD irgendwann nachgewiesen werden, daß sie organisierte kriminelle Sturkturen hat, so ist ein Verbot nicht nur berechtigt sondern dringend notwendig. Der springende Punkt ist für mich nur, daß man als Demokrat nicht einfach alles verbieten sollte was nicht demokratisch ist...denn damit ist man selbst kein Demokrat mehr!
 
Die NPD möchte im Gegensatz zu den ach so demokratischen Systemparteien
Du liest zuviel Nationalzeitung und Deutsche Stimme. Dieses Vokabular der "Systemparteien" stammt aus diesen Zeitungen...
die Volksabstimmung einführen. Das wäre Demokratie, aber dann könnten die Berliner Bonzen ja nichtmehr über die Köpfe des Volkes hinweg entscheiden.
Da stellt sich mir die Frage, wer hier eigentlich die Demokratie abschzäfft?
Und das glaubst Du diesen Bauernfängern? Du glaubst allen Ernstes, dass die NPD als stärkste Partei in Deutschland die Volksabstimmung einführen würde, die Bürger über Asylpolitik entscheiden lassen würde z.B., dass sie die Demokratie und das Grundgesetz achtet etc... dann bist Du nur ein Träumer.

Rieger, Frey, Reitz, Worch und wie sie alle heissen, haben nur eins im Sinn: Die Demokratie abschaffen, alles Fremdartige beseitigen, eine Diktatur zu ihren Gunsten errichten und alles nach einem Vorbild, dass eigentlich nie eines war...

eine Partei zu verbieten die demokratiefeindlich ist, sich aber an die Grundlagen der Demokratie hält zu verbieten ist absolut undemokratisch.
Das mag sein. Ich teile diese Meinung allerdings nicht ganz. Hätte man Ende der 20er solche Parteien verboten, wäre die Machtübernahme nicht so einfach gewesen. Es hätte sie evtl. trotzdem gegeben, aber nicht so friedlich und einfach.

Man sollte Fehler nie zweimal machen, vor allem nicht, wenn unser Wohlergehen davon abhängt.

Marty
 
Nicht umsonst wurde der Verbotsantrag vor dem Bundesverfassungsgericht abgeschmettert.

*mööp* "Abgeschmettert" ist falsch - abgewiesen wegen Verfahrensfehlern. In der Sache (ist die NPD Verfassuungsfeindlich oder nicht) wurde nie verhandelt...

deswegen steht ein neues Verbotsverfahren ja immer noch im Raum...
 
*mööp* "Abgeschmettert" ist falsch - abgewiesen wegen Verfahrensfehlern. In der Sache (ist die NPD Verfassuungsfeindlich oder nicht) wurde nie verhandelt...

deswegen steht ein neues Verbotsverfahren ja immer noch im Raum...

"Verfahrensfehler"

Die NPD wurde gezielt von regierungsnahen V-Leuten unterwandert und von diesen in ein schlechtes, verfassungsfeindliches Licht gerückt.
Das Bundesverfassungsgericht hat dies logischerweise erkannt und um die Regierung vor einer totalen Blamage zu schützen, garnicht erst verhandelt.
 
Das mag sein. Ich teile diese Meinung allerdings nicht ganz. Hätte man Ende der 20er solche Parteien verboten, wäre die Machtübernahme nicht so einfach gewesen. Es hätte sie evtl. trotzdem gegeben, aber nicht so friedlich und einfach.

Man sollte Fehler nie zweimal machen, vor allem nicht, wenn unser Wohlergehen davon abhängt.

Marty

Da hast du sicher Recht, aber ich glaube (hoffe) daß soetwas wie 1933 und in den Jahre davor nicht mehr möglich sein wird und an Menschen denen man ihre Ansichten einfach verbietet kommt man nunmal grundsätzlich sehr viel schwerer ran als an Menschen denen man einen Dialog anbietet. Natürlich gibt es immer die unbelehrbaren Idioten (kann man nicht anders sagen) die dem 3. Reich hinterhertrauern - aber die sind glücklicherweise stark in der Unterzahl. Der Großteil ist einfach nur verblendet und/oder orientierungslos und eben diese Gruppe muss man von der Demokratie überzeugen.
 
[...] Hätte man Ende der 20er solche Parteien verboten, wäre die Machtübernahme nicht so einfach gewesen. Es hätte sie evtl. trotzdem gegeben, aber nicht so friedlich und einfach.
Siehste, hier gehen die Meinungen auseinander. Dann passiert es eben blutig und zäh, aber es würde nichts ändern. Gerade politische Ansichten müssen an der Wurzel bekämpft oder gepflegt werden. Ständig das Kraut zu beschneiden (FAP, SRP, KPD, ...) ist absolut sinnlos - verschenkte Zeit, verschenktes Geld, verschenkte Mühe.

Man sollte Fehler nie zweimal machen, vor allem nicht, wenn unser Wohlergehen davon abhängt.
Das ist absolut wahr. Aber was auf große Fehler zutrifft, sollte doch auch für kleine gelten? Für jede verbotene Partei sprießt mindestens eine neue aus der Erde. Sie passen sich an, ändern das Parteiprogramm so lange, bis es "demokratisch genehm" ist. Aber die Leute dahinter bleiben die gleichen, meist auch die Wählerschaft. Und wer ist bei diesem Tohuwabohu eigentlich der Sieger? Achja, der Steuerzahler :mrgreen:

Gruß,
Photon