Privathaftpflicht - Erfahrungen mit der HUK

wahnsinn

Teilzeitcholeriker
ID: 13929
L
20 April 2006
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Ich will mir endlich eine Haftpflicht-Versicherung zulegen und hatte mich nach Recherche im Finanztest eigentlich für die HUK entschieden - diese hatte für mich einfach die attraktivsten Zahlen.

Allerdings habe ich jetzt von Bekannten gehört, dass es bei der HUK wohl ziemlich schwierig sei, mal an das im Ernstfall zustehende Geld zu kommen. Man müsse wohl nahezu bei jedem Versicherungsfall erstmal einen größeren Streit und Aufwand in Kauf nehmen.

Ist/war jemand bei der HUK oder hat ansonsten irgendwelche Erfahrungsberichte?
 
Hallo,

meine Familie inkl. mir haben insgesamt 6 PHVs bei der HUK. In 15 Jahren hatten wir vielleicht 5 Schadensfälle, die alle ohne Probleme, schnell und korrekt erledigt wurden.

Ärger hatte ich nur einmal kurz mit meiner Gebäudeversicherung, bezahlt haben sie am Ende doch.

Marty
 
Ich bin seit ca. 12 oder 13 Jahren bei der HUK und hatte noch nie Probleme mit Schadensregulierung.
Viele Versicherungsfälle waren es nicht, aber wenn mal was war dann kam das Geld schnell und unkompliziert. Ich hab's sogar erlebt, daß ich hingegangen bin, den Schaden gemeldet habe und der Sachbearbeiter in meiner Anwesenheit schon direkt die Auszahlung der Summe angeleitet hat, gleich alles in den PC gehackt und online weitergeschickt.

Ne, die sind schon gut, ich bin sehr zufrieden damit. Und günstig sind sie auch noch, jedenfalls damals zum Zeitpunkt meines Wechsels war das einer der günstigsten Versicherer.
 
Ob, HUK oder eine andere Versicherung ist fast egal, denn die Schadensregulierung ist in den letzten Jahren bei fast allen ziemlich Unkompliziert geworden (Negativbeispiele gibt es Überall, man kann es nicht jedem Recht machen).

Du solltest einen Ansprechpartner (Abschluß als Versicherungsfachmann nach BWV) in deiner Nähe haben, er sollte seinen Beruf schon ein paar Jährchen machen und du solltest dir immer, egal bei welchem Vertrag, Vergleiche einholen.

Bei der PHV solltest du darauf achten das die Deckungssumme bei 5 Mio liegt (höher ist in Deutschland nicht unbedingt Notwendig), ein Auslandschutz mit enthalten ist und ohne Selbsbeteiligung)

Die PHV ist nach der Unfallversicherung eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, die sollte echt ein jeder haben.

Und bei der Unfallversicherung sind die Deckungsummen das A und O, zu niedrig, kann man eigentlich gleich kündigen!

Kenne mich in dem Geschäft aus, habe das mal lange genug selbst Hauptberuflich gemacht.


Gruß Charly-3;)
 
Bei der PHV solltest du darauf achten das die Deckungssumme bei 5 Mio liegt (höher ist in Deutschland nicht unbedingt Notwendig)
Warum ist eine Deckungssumme > 5 Mio. "nicht unbedingt notwendig"?

Die PHV ist nach der Unfallversicherung eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, die sollte echt ein jeder haben.
"Nach der Unfallversicherung"? Du meinst also, eine Unfallversicherung sei genau so wichtig oder wichtiger als eine PHV? Das bezweifle ich.

Marty
 
Hallo Marty,

die Deckungsumme von 5 Mio sit deswegen ausreichend, weil die Rechtsprechung bei Schadensregulierungen in Deutschland mehr als Human ist.
Bei uns werden einfach nicht so hohe Schadensansprüche zugesprochen, in den USA ist das z.B. ganz anders, da reichen manchmal 50 Mio nicht aus.

Und das mit der Unfallversicherung darfst du gerne Bezweifeln, das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, das sie jeder haben sollte.

Die Gesundheit ist das Hab und Gut eines jeden, und sollte dies durch einen Unfall nicht mehr gegeben sein, muß eine finanzielle Absicherung her.

Du bekommst von niemandem Geld um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, und wenn, kannst du nie die Kosten die deine evtl. Behinderung ausmachen, ausgleichen.



Gruß Charly-3
 
die Deckungsumme von 5 Mio sit deswegen ausreichend, weil die Rechtsprechung bei Schadensregulierungen in Deutschland mehr als Human ist.
Bei uns werden einfach nicht so hohe Schadensansprüche zugesprochen, in den USA ist das z.B. ganz anders, da reichen manchmal 50 Mio nicht aus.
Gesetzt den Fall, Du verletzt ein Kind so schwer, dass es lebenslang auf medizinische Hilfe angewiesen ist? Oder stell Dir mal vor, wegen Dir entgleist ein Zug, Du verursacht fahrlässig eine grössere "Katastrophe"... 5 Mio. sind da schnell weg.

Und das mit der Unfallversicherung darfst du gerne Bezweifeln, das ändert trotzdem nichts an der Tatsache, das sie jeder haben sollte.
Das Wort "Tatsache" stört mich daran. Du bist der Meinung, dass sie jeder haben sollte. Ich teile diese Meinung nicht. Und eine Tatsache ist das schon mal gar nicht.

Die Gesundheit ist das Hab und Gut eines jeden, und sollte dies durch einen Unfall nicht mehr gegeben sein, muß eine finanzielle Absicherung her.
Dann hat man ja erstmal auch eine KV.

Du bekommst von niemandem Geld um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, und wenn, kannst du nie die Kosten die deine evtl. Behinderung ausmachen, ausgleichen.
Ich gehe doch arbeiten. Und wenn ich das nicht mehr können würde, wäre dann eine BU nicht weitaus sinnvoller. Ich könnte ja auch einfach ohne Unfall BU werden und nicht mehr meinen Lebensunterhalt bestreiten.

Oder braucht auch jeder dann zwangsläufig neben PHV und Unfall- auch eine BU?

Und wer soll das alles bezahlen?

Marty
 
Moin

ich bin auch schon seit gut 3 Jahren bei der HUK und hatte auch noch nie Probleme sind immer sehr nett und helfen auch recht schnell. Und die Preise sind auch ok.
 
Eine KV zahlt höchsten deine Krankheitskosten, es gibt keine Zahlungen die eine evtl. Behinderung verursachen.

Da ich selbst zu 80% Gehbehindert bin, weiß ich wovon ich rede.

Eine BU wird nur in den seltensten Fällen ausgezahlt, ich glaube der Prozentsatz liegt bei 3,5 %, und wenn die Klausel " Verzicht auf Verweisung" nicht enthalten ist, wird es noch schwieriger.

Eine Unfallversicherung zahlt ab 1% Behinderung, ob noch Arbeitsfähig oder nicht, natürlich kannst du unmengen an Versicherungen abschließen, nur jeder muß selbst wissen was für ihn wichtig erscheint.

Ich kann hier nur aus meinen eigenen Erfahrungswerten sprechen, habe den Beruf etwa 7 Jahre gemacht, trotz Behinderung, weil meine Rente einfach zu niedrig war, um davon Leben zu können, nur irgendwann ging es eben nicht mehr.

Wir können darüber auch noch ein paar Stunden Diskutieren, und du kannst auch gerne was Versicherungen angeht über ICQ kommen, nur hier im Forum bringt das nichts, wollte ja nur meine Meinung über die PHV mitteilen.

Gruß Charly-3
 
Bei uns werden einfach nicht so hohe Schadensansprüche zugesprochen, in den USA ist das z.B. ganz anders, da reichen manchmal 50 Mio nicht aus.
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Nein in den USA ist das nicht ganz anders, da kommen diese riesigen Schadensersatzforderungen nur zustande weil es nicht nur darum geht das Opfer zu entschädigen sondern auch die Verursacher angemessen zu bestrafen

Wenn der Verursacher nun ne große Firma ist den eine Million nicht viel ausmacht müssen es halt nen paar mehr Mio sein um ihn auch ein wenig damit zu bestrafen

Wenn der Verursacher aber nur nen armer Mensch ist der fahrlässig gehandelt hat und der auch nur seine Versicherung hat, dann sind auch in den USA die Schadensersatzforderungen ähnlich normal wie in Deutschland
 
@Loshai, Danke für die Aufklärung, muss man auch erst mal wissen.

Noch ein Tipp bei Privathaftpflicht Schäden, die Schadensregulierung wird bis zu 99% positiv entschieden, wenn ihr auf ein "Augenblicks Versagen" plädiert !

Gruß Charly-3;)