bennsenson
Makkabi
- 28 April 2006
- 2.427
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Das Interview mit dem nigerianischen Generalvikar enthält die Frage nach den pragmatischen Problemen ganz explizit:
https://www.kath.net/detail.php?id=16615
Besonders letzteres finde ich ein absolut entwaffnendes Argument, was auch die Bedenken von katholischen Gemeinden in Europa offenlegt. Diese sind aus meiner Sicht weniger xenophobisch bedingt, sprich Angst vor der "Andersartigkeit" wie Hautfarbe, Sprache etc. Der springende Punkt scheint mir eher der zu sein: Von den Missionierten will man sich einfach nicht "unterrichten" lassen. Aus der Ablehnung eines solchen Angebots spricht die heimliche, vormundschaftliche Geringschätzung der Menschen aus der dritten Welt.
https://www.kath.net/detail.php?id=16615
Die Akzeptanz, ausländische Priester als Seelsorger zu erhalten, ist nicht überall gleich groß. Wie erwidern Sie die Kritik, dass diese nicht richtig Deutsch sprechen oder aus einem anderen Kulturraum stammen?
Viele kirchliche Institutionen haben darauf hingewiesen, es gäbe die Notwendigkeit zum Teilen. Das gilt auch für Priester aus Afrika und anderen Kontinenten. Die Begründung, die Priester aus anderen Ländern könnten kein Deutsch sprechen ist fadenscheinig.
Natürlich müssen die Priester Deutsch lernen. Ich selbst spreche auch Deutsch. Innerhalb eines Jahres ist die deutsche Sprache meines Erachtens zu erlernen. Nicht nachvollziehbar ist das Argument der Ablehnung, dass die Mentalitäten unterschiedlich sind.
Auch Europäer sind nach Afrika gekommen und haben dem Kontinent ihren Stempel aufgedrückt. Ich möchte klar und deutlich sagen: Wir sind zwar alle verschieden, aber wir bilden alle eine Welt.
Besonders letzteres finde ich ein absolut entwaffnendes Argument, was auch die Bedenken von katholischen Gemeinden in Europa offenlegt. Diese sind aus meiner Sicht weniger xenophobisch bedingt, sprich Angst vor der "Andersartigkeit" wie Hautfarbe, Sprache etc. Der springende Punkt scheint mir eher der zu sein: Von den Missionierten will man sich einfach nicht "unterrichten" lassen. Aus der Ablehnung eines solchen Angebots spricht die heimliche, vormundschaftliche Geringschätzung der Menschen aus der dritten Welt.