Ohne Alkohol wird es auch gehen!

Ich finde die Entscheidung des Threaderstellers sehr positiv.

Ich selbst habe nach einer Party im letzten Jahr, bei der ich trotz eigentlich nur geringem Alkoholkonsums völlig daneben war und auf dem Rückweg mehrfach den Autobahnrand gedüngt habe, entschieden das hemmungslose und nur dem Besoffensein dienende Trinken einzustellen.

Ich bin jetzt eigentlich immer der Fahrer oder trinke maximal 3-4 Bier an einem geselligen Abend und überlasse dann einem noch nüchterneren die Autoschlüssel. Gesoffen wird nicht mehr, wozu auch? In gute Stimmung kommen kann man auch ohne, oder mit wenig Alkohol (ja, Alkohol enthemmt und macht es leichter, aber da reichen auch kleinere Mengen) und bei mehr geht es einem ja nur an dem Abend noch komisch und meist ist der nächste Tag gleich mit im Arsch... Das kann mir gestohlen bleiben.

Für den Threadersteller: Halte durch und ziehe es konsequent durch. Eine Lösung wie bei mir (mal ein bißchen was) ist sicher nicht das richtige, wenn ich deine kritische Selbsteinschätzung als Trinker sehe!

VIEL ERFOLG! Auf ein besseres Leben!
 
Erstmal zum eigentlichem Thread: Ich drück dir die Daumen!

Und dann mein eigenes Bild von diesem "Wochenend gesaufe": Früher auch sehr oft sehr viel getrunken, viele Partys waren eigentlich nur da zum Saufen.
Fast allen meiner Kollegen gehts auch jetzt noch so: Kein alkohol, keine party.

Mir persöhnlich reicht das aber nicht. Ich find saufen zwischenzeitlich wirklich langweilig. was bei vielen meiner kollegen auf ungläubigkeit trifft und ab und zu echt ausartet und es kommen immer sachen wie "Hey trink doch das jetzt" oder "wenn wir schon mit schnaps anstossen, dann aber jeder" usw. Ein einfaches nein wird selten akzeptiert. Und es sind immer die gleichen die immer darauf rumhacken. Gott sei dank bin ich selber nicht auf den Mund gefallen und geb ihnen dann konter und bleib bei meiner einstellung, aber ich denke, dass das nicht für jeden so "einfach" ist.

Was ich eigentlich sagen will: Selbst wenn ihr betrunken seit und ein freund von euch will nichts trinken: Verkneift euch irgend welche kommentare wie "weichei" oder "früher hättest mitgetrunken" oder was auch immer, und stosst mit seiner spezi an.

Ich will an ner party tanzen und spass haben, gute musik hören und mich unterhalten. Dafür brauch ich nun wirklich kein alkohol.
 
Ich find saufen zwischenzeitlich wirklich langweilig. was bei vielen meiner kollegen auf ungläubigkeit trifft und ab und zu echt ausartet und es kommen immer sachen wie "Hey trink doch das jetzt" oder "wenn wir schon mit schnaps anstossen, dann aber jeder" usw. Ein einfaches nein wird selten akzeptiert. Und es sind immer die gleichen die immer darauf rumhacken. Gott sei dank bin ich selber nicht auf den Mund gefallen und geb ihnen dann konter und bleib bei meiner einstellung, aber ich denke, dass das nicht für jeden so "einfach" ist.

Man wird immer schief angeguckt, wenn man nicht trinkt. Ich hab mal eine trockene Alkoholikerin kennengelernt, die hat mir folgende Situation erzählt. Sie war eingeladen zu einer Einzugsparty bei neuen Nachbarn. Die Nachbarin teilte an jeden ein Glas Sekt aus. Meine Bekannte lehnte dankend ab und bat um Wasser oder Saft. "Ach komm, ein Glas Sekt, du wohnst doch nebenan." Die neue Nachbarin drängte regelrecht drauf, je mehr Nein sie hörte, desto mehr drängte sie. Meine Bekannte hat dann eine Glasmurmel genommen, sie ins Glas getan und gesagt: "Wenn die geschmolzen ist, dann trinke ich."

Als ich Silvester mit meinem Sohn Rummelpott lief (ähnlich wie Halloween), wurde ich auch sehr oft gefragt: "Und? Soll die Mama einen Schnaps haben?" Immer wenn ich sagte, ich trinke nicht, kamne dümme Sprüche, von wegen "Allergisch gegen Alkohol? Spaßbremse! Ist doch Silvester. Man ist nur einmal jung. Stell dich nicht so an." und noch anderes. Ich bin dann einfach dazu übergegangen zu sagen, dass ich derzeit Medikamente nehmen, die sich mit Alkohol nicht vertragen, und dann kam: "Oh, sehr vernünftig."

Ich find es gut, wenn jemand reflektiert und von selber die Notbremse zieht, wenn er merkt, er trinkt zuviel. Ich glaube, so nach dem was ich im Bekanntenkreis gesehen habe, dass jemand wie der Threadersteller mehr Chancen hat, vom Alkohol loszukommen, als jemand der dazu gedrängt wird.
 
Man wird immer schief angeguckt, wenn man nicht trinkt. .....

Soweit würde ich nicht gehen. Meine Freundin trinkt auch keinen Alkohol und ich bin sehr gerne Bier trinker. Wenn wir wen neues kennenlernen oder als sie meinem Freundeskreis(alles Biertrinker) vorgestellt wurde hat niemand etwas gesagt. Klar schauen die meisten erstmal aber auch alle Fragen dann nach wieso und dann erklärt sie das ganze und es kam nie Unverständnis oder ein doofer Spruch. Nur weil ich gerne mein Bierchen trinke heisst das doch nicht das das alle so machen müssen!

Zum Thema an sich. Ich trinke gerne am Wochenende in geselliger Runde mein Bierchen oder schlürfe nen leckeren Cocktail. Aber der Gesamtkonsum gegenüber früher ist erheblich gesunken. Das merke ich auch einfach daran das ich mich jetzt nach 3 Bieren schon gut beschwippst fühle wo ich früher noch mindestens 3 nachgelegt habe. Aber mir ist es lieber so als wie früher.


@Threadersteller

Dir wünsche ich viel Glück und Kraft das das alles so klappt wie du dir das wünschst. Aber hier trifft eben auch dieser doofe Spruch zu. "Einsicht ist der erste weg zu Besserung"
 
Der Jahreskonsum eines Deutschen liegt bei ~120l Bier (war mal so'n Diagramm in unserer Fahrschule), du wirst da wohl deutlich drüber kommen ^^
Wenn du wirklich abnehmen willst, musst du deinen Bierkonsum wahrscheinlich einschränken, es wäre auf die Dauer gesehen wahrscheinlich auch besser für deinen Körper, weil das doch schon einiges an Bier ist...

Sorry, aber ich glaube , das ist eine Milchmädchenrechnung...

Ich selber z.B. trinke nicht einen einzigen Liter
und viele in meinem Freundeskreis auch nicht.
Ok, ok, die trinken dann andere Sachen ;)
aber hier scheint es ja direkt um Bier zu gehen.

Was ich eigentlich sagen wollte ist, dass Bier alleine gar nicht dick macht.
Es macht Appetit und meistens auf deftiges...
Daran wirds liegen.

Allerdings kann ich nicht sagen, ob alkoholfreies Bier andere Eigenschaften hat, weil ich, wie schon erwähnt nicht so ein Bier-Fan bin, aber selbst im alkoholfreien sollen sich ja % verstecken...
 
Sorry, aber ich glaube , das ist eine Milchmädchenrechnung...
Nope, das was du nicht trinkst trinken andere ja mit (z.B. du trinkst nichts, n anderer dafür 240l im Jahr) ;) Kannst ja auch gern mal googlen.

Ich wünsche allen, besonders dem Threadstarter, die ihren Alkoholkonsum einschränken wollen, viel Erfolg :)

In alkoholfreiem Bier dürfen übrigens bis zu 0,5% Alkohol enthalten sein, der Konsum von alkoholfreiem Bier macht aber nur ~3% des Gesamtkonsums aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich find halt schlimm, dass man so kaum Anhaltspunkte hat, ab wann man gefährdet ist. Ich hab lange Zeit am Wochenende viel harten Alk getrunken, meist bis zum starken Rausch. Ich muss das nicht haben, kann auch weg gehen, ohne was zu trinken - aber das heißt ja nix.
Also auch wenn's am eigentlichen Thema vorbeigeht, aber um auf die fehlenden Anhaltspunkte einzugehen. Meine Definition eines Alkoholikers ist jemand, der täglich in der Kneipe sitzt und alleine Alkohol zu sich nimmt. Einmal die Woche Party machen (manchmal weniger, manchmal mehr Alkohol) finde ich absolut legitim. Nichtsdestotrotz ist es gut, sich selbst solche Fragen zu stellen.
 
Einmal die Woche Party machen (manchmal weniger, manchmal mehr Alkohol) finde ich absolut legitim. Nichtsdestotrotz ist es gut, sich selbst solche Fragen zu stellen.

Was ist mit 2 mal die Woche Party ? (das setzt natürlich voraus, dass ich mich Freitags nich hemmungslos betrinke, sonst wäre ich Samstag sicher nicht in der Lage da weiterzumachen, wo ich aufgehört habe.)

Und was is mit dem Bierchen nachm/beim Fußball? Im Moment ham wir ständig Champ. League, Uefa Cup.
Für mich gehört da ein Bier schon dazu...

Bin ich jetz deswegen Alki?

(ich schätz mich nich so ein. Eher als "gefährdet"... :-? aber ich glaub ich würde das nie so weit kommen lassen)
 
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Und was is mit dem Bierchen nachm/beim Fußball? Im Moment ham wir ständig Champ. League, Uefa Cup.
Für mich gehört da ein Bier schon dazu...

Bin ich jetz deswegen Alki?
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Von mir ein ganz klares nein. Ich sage mir immer solange ich kein Bier "brauche" wenn ich abends alleine zu Hause sitze dann ist alles ok. Und gegen ein Bierchen mit Freunden zu welchem Ereignis auch himmer ist auch völlig legitim.
Aber das ist auch nur meine Meinung. Kein wissenschaftlicher Hintergrund oder sonstiges ;)
 
Ist derjenige, der nur eine Schachtel Zigaretten in der Woche raucht etwa nicht abhängig?! Wenn es ohne Alkohol nicht geht, seid ihr zumindest psychisch abhängig..
 
Ist derjenige, der nur eine Schachtel Zigaretten in der Woche raucht etwa nicht abhängig?! Wenn es ohne Alkohol nicht geht, seid ihr zumindest psychisch abhängig..


naja. Definiere "es geht nicht" ??

Wenn ich nicht will, kann ich Fahrer spieln am Wochenende. Dann trink ich nix. Und hab deswegen ja noch keine Entzugserscheinungen. glaub ich :ugly:
 
Wenn ich nicht will, kann ich Fahrer spieln am Wochenende. Dann trink ich nix. Und hab deswegen ja noch keine Entzugserscheinungen. glaub ich :ugly:

Naja so auf die Lustige würde ich das Thema nicht nehmen. Es ist wirklich nicht einfach die Grenze zwischen "brauch ich nicht" und "Abhängigkeit" zu sehen.

Manche trinken monatelang nichts und dann in aller Regelmäßigkeit kommt der Absturz bis zur Besinnungslosigkeit. Ist eine Abhängigkeit - definitiv. Meistens sehen die betroffenen Personen das aber nicht so. Da Alkohol in unserer Gesellschaft nicht als Droge gesehen wird, werden die Symptome auch nicht ernst genommen. Weder von der Person selber noch von der Umwelt.

Und wenn ich immer die Sprüche höre "beim Fußball oder xyz gehört Bier oder xyz dazu" dann wird mir ganz anders. ;)

Alkohol gehört zu nichts. Alle Dinge des Lebens gehen auch ohne Alkohol mit viel Spaß und Freude und ist genauso schön - teilweise sogar viel besser - als mit Alkohol 8)
 
Mhhhm, ich trinke viel (mal hochgerechnet aufs Jahr komm ich so auf ca. den selben Konsum wie MiMo666), mir schmeckts einfach ;)
Als Alkoholiker würde ich mich nicht empfinden. Es gibt Tage da trinke ich rein gar nichts, dann gibts Tage da trinke ich vl 2 Bier und das wars, und dann gibts Tage da trinke ich wirklich viel. Das ganze bezieht sich jetzt aufs Wochenende, obwohl ich unter der Woche auch ab und zu ein Bier trinke.
Allerdings trinke ich nur so lange es mir schmeckt und ich gehe auch nicht aus um betrunken zu sein, sonder um meinen Spaß zu haben. Mit oder ohne Alkohol ist mir da eigentlich egal und ich brauchs auch nicht um Spaß zu haben, aber mir schmeckt Bier einfach sehr (dafür trinke ich fast gar keine harten Sachen ;) )

Meine Definition von einem richtigen Alkoholiker ist auch jemand der um 12 Uhr in seiner Stammkneipe sitzt und trinkt.
 
Zudem sollte es jeder für sich definieren [..]
Eine unglaublich schlecht durchdachte Aussage. Du würdest also sagen, einer, der sich jahrelang jeden Tag zusäuft ist kein Alkoholiker, solange er das nicht Alkoholismus nennt? :biggrin:

Muss Drachenjenny recht geben, man ist weitaus schneller alkoholkrank. Und nicht jeder Alkoholiker erlebt einen so starken sozialen Abstieg.
 
Ich würde niemals Alkoholismus definieren, dazu bin ich kein Arzt. Ich kann nicht sagen, wann es genau anfängt. Ich kann nur spekulieren. Für mich persönlich ist jede regelmäßige Art von Alkoholkonsum und sei es "nur" Bier eine Art von Abhängigkeit, genau so wie ich abhängig (vom Arzt attestiert) von Cola bin. Ich kann zwar ein paar Tage oder auch Wochen ohne Cola aber dann überkommt mich wieder das "Verlangen".

Das Schlimme ist doch aber dabei, dass selbst eindeutig Alkoholkranke (von der Umwelt jetzt so definiert) nicht erkennen, dass sie ein Problem haben.
 
Alkoholkranke Menschen sind eben krank, die sollten dann lieber andere entscheiden lassen. Aber "normale" Menschen sollten das eben für sich entscheiden. Nicht nur inwieweit sie den Konsum anderer gut heißen, sondern eben auch den eigenen. ;)
 
Nun wo ist der Unterschied zwischen den Kranken und Normalen?

ich habe Jahrelang mit einem Alkoholkranken zusammen gelebt - der bis heute seinen Alkoholkonsum als normal ansieht.