OK, direkt nach der Ausbildung wird nicht viel Spielraum da sein zur Verhandlung.Ein gut ausgebildeter Angestellter erhält nach der Ausbildung einen Vertrag vorgelegt in dem die Bezahlung so geregelt ist das eine Anlehnung an den Tarif der Chemie erfolgt aber sofort auch eine übertarifliche Zulage gezahlt. wird.
Aussertariflich Beschäftigte haben meist weniger Urlaub, eine höhere Wochenarbeitszeit und dafür eben ein deutlich höheres Gehalt.Vielleicht hätte er selbst ja auch viel mehr Urlaubstage aushandeln können wenn es die Tarifverträge nicht geben würde. Aber um den Betriebsfrieden zu wahren erhalten alle die gleiche Anzahl Urlaubstage.
Kann er das nicht nachholen?Hätte der AN geahnt dass ihm das mal zum Nachteil werden könnte hätte er sicher einen anderen Vertrag gefordert.
Völlig verständlich und auch die Begründung ist plausibel.Im Betrieb ist der Unmut über die Gewerkschaft im übrigen sehr groß. Zu Beginn der "Unruhen" im Betrieb hat die Gewerkschaft massiv um neue Mitglieder geworben.
Verstehe ich nicht. Die treten in die Gewerkschaft ein, die Gewerkschaft macht sogar eine Umfrage, wie sie sich verhalten soll, die Mitglieder entscheiden, dass sie mit dr Lohnkürzung einverstanden sind... Und dann beschweren sie sich, dass sie jetzt der Lohnkürzung zugestimmt haben?Der Großteil ist in die Gewerkschaft eingetreten und wird sich jetzt vermutlich dafür bedanken dass neben den 8 Prozent die fehlen noch ein weiteres Prozent für die Gewerkschaft futsch ist.
Was wäre denn schlauer, als die eigenen Mitglieder im Betrieb zu fragen, was gemacht werden soll und die Entscheidung der Mehrheit umzusetzen? Das ist mir völlig unverständlich.Ich beschreibe nur was mir berichtet wurde und frage mich ob das ein wirklich schlaues vorgehen der Gewerkschaft war.
Hat er aber doch, steht doch in seinem Arbeitsvertrag. Auch, wenn er keine Wahl hatte.Zum Kernthema zurück: Mir kommt es einfach komisch vor das ein AN der mit der Gewerkschaft und den ausgehandelten Tarifverträgen nichts zu tun hat
Du würdest es also präferieren, wenn der Arbeitgeber die Bestbezahlten verschont und sich lieber bei den untersten Tarifgruppen, die nicht so einfach gehen können, bedient?Bei den übertariflichen Beschäftigten handelt es sich oft um Mitarbeiter mit besonderen Qualifikationen. Im Zweifelsfall also die Leute die am ehesten gehen können. Ob sich sowohl Betrieb als auch Gewerkschaft damit einen Gefallen tun wage ich zu bezweifeln.
Er hat doch zugestimmt, mit der Unterschrift unter seinem Vertrag, oder nicht? Und er hat nun mal einen Vertrag unterschrieben, der ihn abhängig macht von Entscheidungen anderer. Die Schuld sollte er also bei sich suchen und den Fehler dann korrigieren. Ob er damit in Zukunft besser fährt, wird sich dann herausstellen, wenn er in Zukunft für jede Gehaltserhöhung jährlich vorstellig werden muss.Für mich macht es auch rechtlich wenig Sinn das jemand der nicht zumindest ein mal einem Tarif direkt zugestimmt hat dann an diesen gebunden ist nur weil im Vertrag steht dass das Gehalt dem Tarif + Zulage entspricht.
Marty
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