Nikotinentzug

Hallo brina,
ein Teil deiner Symptome könnten tatsächlich vom Entzug kommen.
Aber ein großer Teil klingt tatsächlich nach Grippe/Infekt.
Wobei die Psyche eben eine ganz große Rolle spielt, die sollte man echt nicht unterschätzen. Selbst wenn du glaubst deine Psyche kommt damit gut zurecht, so kann sich das ganz anders äußern.
Ich an deiner Stelle würde den Hausarzt aufsuchen und mit ihm darüber sprechen. Lass dich von ihm behandeln und dann kommt das mit der Rauchentwöhnung und der Gewöhnung daran von allein, aber natürlich nur wenn du wirklich willst!
ich drücke dir die Daumen dafür.

@Spritze
davon halte ich persönlich nichts.
 
Hat jemand von euch schon mal das mit der Spritze probiert gegens Rauchen? Hab ehrlich gesagt etwas Angst, wenn ich hier so lese das man dadurch nicht mehr schlafen kann. :-?

Lass die Finger von Chemie und Co.
Mein Chef hat es mit Zyban [dieser komischen Pille] probiert und die Nebenwirkungen waren nicht witzig.

Wie Marty sagt - allein der Wille muss da sein.
 
Hat jemand von euch schon mal das mit der Spritze probiert gegens Rauchen? Hab ehrlich gesagt etwas Angst, wenn ich hier so lese das man dadurch nicht mehr schlafen kann. :-?

Also die Nikotinsucht wird körperlich durch veränderte nACh-Rezeptoren im Zentral-Nervensystem hervorgerufen. Nach 3 Wochen kann man aber nicht mehr nachweisen, dass diese anders sind als bei jemanden, der nie geraucht hat... Insofern ist es in 99,9% der Fälle nicht der körperliche Zwang, der einen (weiter)rauchen lässt, sondern die ständige Stimulierung des Belohnungssystem und damit die Gewöhnung an den Gedanken "Oh, ich habe das und das gemacht... Dafür habe ich mir etwas verdient => Rauchen"... Das ist ja auch mitunter der Grund, warum man beim Rauchen aufhören zunimmt (dazu kommt der verlangsamte Stoffwechsel, da der Körper weniger vergiftet wird, muss er auch weniger entgiften, was natürlich dann weniger Energie verbraucht... Aber man würde ja auch nicht Gift schlucken um schlank zu werden). Wie also hier schon erwähnt: Das allerwichtigste um mit Rauchen aufzuhören ist der feste Wunsch nicht mehr zu rauchen. Insofern ist das Buch "Endlich Nichtraucher" in der Tat zu empfehlen... Studien haben gezeigt, dass es am erfolgreichsten ist, "einfach so" aufzuhören zu rauchen... Wobei das "einfach so" nicht stimmt: Man benötigt einen Gesinnungswandel... Insofern ist wohl eine Therapie/Gruppengespräche bzw. Internetforen hilfreicher als Mittelchen, die gegen sowieso kaum vorhandenen körperlichen Entzug helfen. Die Entzugserscheinungen spielen sich nämlich im Kopf ab... Das macht sie nicht leichter zu ertragen, aber wenn man das weiß ist schon mal was gewonnen.
 
Als ich noch in der Ausbildung war, hat es einigen Kollegen geholfen, zusammen aufzuhören.

Man hat halt einfach immer den Wettkampfgedanken im Kopf - man will ja nicht derjenige sein, der dann als erster schwach wird.
 
Hihi, das Thema ist gerade richtig für mich, da ich seit einem Tag Nichtraucher bin. Ich habe vor ein paar Jahren schon mal versucht, mit dem Rauchenaufzuhören, da hab ich drei Monate durchgehalten, bis zu einer Party. Doof, wie ich damals war, hab ich natürlich die angebotene Zigarette genommen ...

Ich muss aufhören, da ich vor Weihnachten mit mehreren Lungenembolien ins Krankenhaus gekommen bin und seitdem Marcumar nehmen muss. Gott sei dank, unterstützt mich mein Mann, da er auch aufhört.

Ich weiss von einem Kollegen meines Mannes, das er selbst fünf Jahre nach der letzten Zigarette kämpfen musste und verloren hat!
 
Ich weiss von einem Kollegen meines Mannes, das er selbst fünf Jahre nach der letzten Zigarette kämpfen musste und verloren hat!

Ich glaube nicht, dass er nach 5 Jahren noch rückfällig wurde. Ebenso wie ein 14-Jähriger, der anfängt, hat er einfach wieder mitgemacht, was die um ihn herum machen. Er hat also neu Angefangen und das Rauchen nicht wieder aufgenommen denke ich. Charakterschwäche ist das was zum Rauchen führt und nicht die Sucht in den meisten Fällen
 
Seh ich genauso!

Weiß gar nicht, wie lang ich geraucht hatte. Waren auf jeden Fall mehr als 7 Jahre und ich hatte oft probiert auf zu hören und es hatte nie richtig geklappt, einmal hatte ich es keine 24 Stunden durchgehalten.
Aber irgendwann ist einfach der richtige Zeitpunkt gekommen, wo ich auch bereicht dafür war.
Bin jetz genau 11 Monate "clean". Hatte von einem auf den anderen Tag aufgehört und keine Entzugserscheinungen und richtig vermisst hab ich es bisher auch nicht und schwach geworden bin ich auch noch nicht.
 
Ist aber so. Ich konnts erst auch nicht glauben, aber dann hat er mir das selber erzählt, als ich gesagt habe, dass ich aufhören muss. Selbst meine Tante hat heute auf der Geburtstagsfeier meiner Oma gesagt, dass sie noch kämpfen muss, und sie raucht auch schon seit drei Jahren nicht mehr, was für sie auch nicht einfach ist, weil alle anderen in der Familie auch rauchen.

PS: Habe selbst kein Verlangen nach einer Kippe und bis jetzt auch noch keine großen Entzugserscheinungen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hat doch auch keiner bezweifelt, dass er wieder angefangen hat ;) Aber meines erachtens nach ist es halt der selbe Zwang, der es bei Jugendlichen ist, die ja bekanntermaßen noch nie geraucht haben. Und nicht die Nikotinsucht, die einen rückfällig werden lässt.

Wenn man aufhören will, dann kümmert es meines erachtens nach auch nicht, ob das Umfeld raucht. Mein Umfeld hat ja auch weiter geraucht. Aber das hat ja nichts mit der eigenen Entscheidung zu tun nicht mehr rauchen zu wollen. Alles eine Sache der Charakterstärke eines Menschen.
 
Mal so nebenbei:

EIne Woche ohne GLimmstengel und außer, dass ich leicht nervös werde, habe ich keine Entzugserscheinungen. Meine Lunge fühlt sich toll an. :D
 
Mann kann an Nikotin-Entzug sogar sterben :)

Edit: Muss die Behauptung zurückziehen.. meine aber, das da vor 2-3 Tagen nen Artikel auf SpiegelOnline war, bei dem es um eine Studie ging, die bewiesen hat, das Raucher, welche ins Koma gefallen sind, am Entzug sterben können...

LG
 
Der Mensch neigt dazu schnell wieder in schlechte Gewohnheiten zu verfallen, wenn er einer Stresssituation ausgesetzt wird. Ein Süchtiger bleibt sein Leben lang süchtig, nur ist es abgemildert über die Zeit.

Ich habe von heute auf morgen aufgehört zu rauchen ganz konsequent. Die klugen Sprüche bringen alle nix du musst das Aufhören wollen, sonst bringt das gar nix. Der Wille ist das Wichtigste um Nein zu sagen. Nicht schwach werden und nachgeben. Aber die Entscheidung kannst nur du alleine treffen.