Nikotinentzug

Auch das ist kein Grund, von einer Sucht zu sprechen. Das ist ein Witz, wenn mir jemand erzählt, solche Entzugserscheinungen würden ihn vom Aufhören abhalten.
Marty

Welche körperlichen Auswirkungen würdest du denn dann als Grund akzeptieren, nicht aufzuhören? Was müsste, deiner Meinung nach, die Droge für Auswirkungen haben um als Sucht zu gelten? Weil Überlkeit oder Zittern auch nicht wirklich was schlimmes ist, allein genommen...
 
Ich werde es mal testen.

Ich bin Kettenraucher (25-40 Kippen am Tag), hab schon mehrfach versucht aufzuhören. Hab nun die Schnauze voll, gerade meine letzte Kippe geraucht und nun ist Feierabend.

Werde mal hier im Beitrag meine Entzugserscheinungen posten. Bis jetzt gehts mir noch gut. Hab gerade den Nikotinpegel hochgepusht. :mrgreen:
 
Welche körperlichen Auswirkungen würdest du denn dann als Grund akzeptieren, nicht aufzuhören? Was müsste, deiner Meinung nach, die Droge für Auswirkungen haben um als Sucht zu gelten? Weil Überlkeit oder Zittern auch nicht wirklich was schlimmes ist, allein genommen...

Ich würde keine Auwirkungen als Grund akzeptieren, einfach weiter Drogen zu nehmen. Ich könnte aber z.B. bei einem Heroinabhängigen die Angst vor dem körperlichen Entzug durchaus nachvollziehen, weil dieser Entzug sehr schwer ist und die Entzugserscheinungen sehr hart.

Beim Rauchen ist dieser körperliche Entzug allerdings ein Witz, weil kaum vorhanden.

Marty
 
Ich glaube, das ist auch einer der Gründe, warum man so schwer mit dem Rauchen aufhören kann... So paradox wie es klingt...

Nein, ich kann das durchaus nachvollziehen... Leider ist das Rauchen noch immer viel zu wenig negativ belegt, sonst würden viel mehr aufhören. Während harte Drogen geächtet werden, sind diese weichen Drogen noch viel zu verbreitet.

marty
 
:arrow: Sodbrennen (Hab schon nach Maßnahmen gegoogelt)
:arrow: Dauerhunger (Hab oft eine Kippe als Futterersatz genommen)
:arrow: Unruhiger Magen (Ich esse wie ein Scheunendrescher)

Hmmm, mehr fällt mir nicht auf, nach ca. 30 Stunden Nikotinfrei. Ach ja, ich rieche jetzt wer Raucher und wer Nichtraucher ist. Was ein guter Grund ist, weiter trocken zu bleiben. 8)

Ich kann mich schlecht konzentrieren und mein Magen spielt verrückt. Bin heute Nacht 3 oder 4 mal wach geworden. Keine Ahnung ob es mit dem Aufhören zusammen hängt.

P.S.: Werde Morgen mal neue Eindrücke und Erlebnisse posten. :D
 
Es gibt auch Leute, die sich jeden Tag die Hucke voll saufen können, ohne dass sie alkoholabhängig sind. Heißt dass, dass es Alkoholabhängigkeit nicht gibt?

Hmm, es gibt zwar Leute, die sich jeden Tag die Hucke voll saufen, aber die sind nach relativ kurzer Zeit auch relativ stark physisch süchtig.

Ich selbst rauche seit gestern nicht mehr (also vorgestern letzte Zigarette) und ich muss sagen, dass ich wahnsinnig werde. Es ist erst der zweite Tag.... Hoffentlich wird es besser! So lange ich gut beschäftigt bin, geht es, aber wenn ich denke, dass ich mal eine Pause bräuchte, kommt der Gedanke an die Kippe. Dann greife ich halt zum Essen, werde ich halt etwas dicker :)....

Selbst wenn ich mich stark drauf konzentriere, merke ich physisch nichts, der psychische Druck ist nach 8 Jahren ca. 25 Kippen pro Tag jedoch enorm.

Naja, vielleicht verschwindet der ja, wenn ich aufhöre Schleim zu husten und beim Joggen besser Luft bekomme
 
Naja, vielleicht verschwindet der ja, wenn ich aufhöre Schleim zu husten und beim Joggen besser Luft bekomme
Jo, nen Brocken hab ich auch im Hals. Der Hals ist ganz komisch, als ob da ein Kloß drin ist. Ich habe psychisch weniger Probleme, ich hab die Schnauze voll. Es ist zwar sehr stumpf, aber hab kein Bock mehr auf die Raucherei. Hab schon ein paar Versuche hinter mir. Diesmal fällt es mir ziemlich leicht, leichter als sonst. Bin mir auch sehr sicher, dass es jetzt ein richtiger Schlussstrich ist.

P.S.: Bleib hart ! Wie viele Stunden biste jetzt ohne ?
 
Dieser Hustenreiz kommt davon, dass Eure Lunge jetzt wieder arbeitet. Eine Zigarette stellt die Lungenfunktion für 6-8 Stunden ab. Wenn ihr innerhalb dieser Zeit wieder geraucht habt, hat die Lunge praktisch nie mehr richtig den Dreck nach aussen befördert. Deshalb haben viele Raucher morgens den berühmten Raucherhusten, weil dann die Lunge den Dreck rausbefördert.

Also: Husten, gerade wenn viel rauskommt, ist gesund und reinigt die Lunge.

Alles Gute von mir, ich drück Euch die Daumen.

Marty
 
Mahlzeit!

Also ich hatte vor enigen Monaten auch mal eine Aufhöraktion gestartet. Diese ist allerdings nach knapp 2-3 Wochen wieder gescheitert, da ich einfach viel zu "hibbelig" wurde. Man sitzt so im bekannten Kreise, schüttet sich genußvoll seinen Gerstensaft in den Schlund und ZACK...da fehlt irgendwas zwischen den Fingern. War/ist ein scheiss Gefühl irgendwie, jetzt nicht wegen dem Gruppenzwang sondern anders...kann ich nicht beschreiben. Und auch auf der Arbeit, wenn ich da mal abschalten wollte/musste hab ich mich immer nach draussen gestellt und eine gedampft. Jetzt im Moment bin ich wieder dabei es zu versuchen und bin es mal anders angegangen. Ich rauche jetzt nur noch wenn es, von mir selbst ausgehend, garnicht anders geht oder es einfach passiert. Zur Zeit knall ich mir im Büro erstmal ein Klümpchen nach dem anderen in den Kopf um mich so von den Tabakröllchen abzulenken. Klappt auch locker den halben Tag über. Irgendwann kommt dann aber der Punkt an dem ich gedankenlos in die Schachtel grabsche und nach unten gehe. Aber ich bin trotzdem stolz das ich meinen Konsum von sagen wir mal grob 30 Kippen auf ca. 15 reduziert habe. So, eins noch zu dem körperlich und kopfmässig. Körperlich verspür ich garkeinen drang, eher im Gegenteil, ich fühl mich nach einem halben Tag nicht rauchen, ja...nicht direkt fitter aber besser. Und daran versuch ich jetzt festzuhalten, auch wenn es im mom noch nicht ganz so klappt.

So, genug Tasten verhauen und Grammatik vergewaltig. zurück zu euch! :biggrin:

Mit freundlichsten (bald hoffentlich) Nichtraucher grüßen
BierFan
 
Hey BierFan, ich glaube Du könntest am besten auch komplett aufhören. Habe schon oft versucht meinen Konsum einzuschränken und muss sagen, dass komplett aufzuhören leichter ist. Ich denke jetzt nicht den ganzen Tag drüber nach, wann ich wieder rauchen kann, sondern nur noch hin und wieder, dass ich eigentlich gerne rauchen würde.

Nur komisch, dass man manchmal denkt etwas verloren zu haben, wenn man aufhört zu rauchen. Ich weiß nicht, was es mir gebracht hat. Wenn es hoch kommt war ca. eine Zigarette pro Tag wirklich gut. So nach dem Essen habe ich z.B. oftmals viel bewußter geraucht.
 
Eine Zigarette stellt die Lungenfunktion für 6-8 Stunden ab.
Das wäre aber ganz schön fatal :biggrin: Nee, es werden "nur" die Flimmerhärchen betäubt..

Ich wünsch euch viel Glück - ich habs geschafft ;) Übrigens existiert zu dem Thema schon ein Thread (der dank Servercrash leider wieder sehr klein ist)..
 
ich glaube an >AR<

also, ich hab vor anderthalb jahren aufgehört mit der qualmerei.
und ich habe bock drauf - ich habe ständig bock drauf :-?
ich glaube, dass man wie ein trockener alkoholiker ist - quasi ein gelüfteter raucher ;)
es sollte also >AR<s geben: anonyme raucher :)
ich fühl mich gut ohne, habe seitdem nicht mehr gequarzt, habe es auch nicht vor. aber die lust, die ist mein nahezu ständiger begleiter :roll:
aber man kanns schaffen.
bin auch gegen portioniertes aufhören - wenn schon denn schon ganz!
ich hatte mal zwei wochen keine möglichkeit zu rauchen und dann hab ich gleich ganz aufgehört - was ich mir vorher schon 1000x vorgenommen hatte.
es geht :ugly:
 
ich glaube, dass man wie ein trockener alkoholiker ist - quasi ein gelüfteter raucher ;)
Aber sowas von nicht.. Ein Ex-Raucher kann zb passiv Rauch einatmen, ohne rückfällig zu werden - überleg dir mal, was einem trockenen Alkoholiker passiert, wenn er nur Medizin nimmt, in der Alkohol ist..
Ein trockener Alkoholiker wirds sicher x-mal schwerer haben..
 
ja, ich weiß, dass der Vergleich hinkt.
Alkoholiker haben es 1000x schwerer. Ich habe es oft genug gesehen...
Aber in abgeschwächter Form denke ich trotzdem, dass es ähnlich ist.
Zumindest könnte man über anonyme Raucher nachdenken :)
 
dieses gefühl, dass einem ohne zigarette was fehlt, dass man meint etwas weggenommen bekommen zu haben, kommt daher, dass man bestimmte handlungen immer mit einer zigarette verknüpft hat...man hat sich selbst rituale geschaffen. zb nach dem essen ne kippe, beim kaffee, aufm klo:mrgreen: usw...entweder man sitzt das aus und das dauert eine weile oder man versucht diese "rituale" zu verändern. wenn man auf dem weg zum bus eine geraucht hat zb einen anderen weg gehen, nach dem essen nen espresso kochen statt ne kippe zu rauchen usw....dann verschwindet diese "sehnsucht" recht schnell.
am schwierigsten hab ich das aufhören beim weggehen mit freunden empfunden...verräucherte lokalität, alkohol usw...in dieser situation hab ich früher schachtelweise gequalmt.ich hab das umgangen indem ich ne ganze zeitlang nicht mehr weggegangen bin bzw nur ins kino oder in ein cafe zu tratschen.
grade in den ersten wochen hab ich es sowieso als absolut ekelhaft empfunden wenn ich rauchgeruch in den haaren hatte oder wenn mich jemand zugequalmt hat...ich meinte ersticken zu müssen.