*grins* Jetzt bin ich aber mal gespannt was da kommt
Schöner Beitrag, übrigens!
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Hab ich gesagt, dass Bildung ein Faktor ist oder dass sie schlechter geworden ist? Nein, und wenn man über meine Worte mal kurz nachdenkt, sieht man das auch.
Ich sagte Arbeitsplätze werden verlagert, was nur ein Problem ist wenn in dem Bereich nicht genug qualifizierte Arbeitskräfte vorhanden sind. Das sollte nur eine Randnotiz sein, und keine Erklärung für die Hohe Arbeitslosigkeit.
Um es zu verdeutlichen, in meinem Kommentar bin ich überhaupt nicht auf irgendwelche Ursachen für die Arbeitslosigkeit eingegangen, nicht im Geringsten, ich habe lediglich die Automatisierung als eine solche ausgeschlossen, nichts weiter. Jeder Schluss vom meinem Kommentar auf eine Meinung über eine mögliche Ursache der Arbeitslosigkeit ist eine Fehlinterpretation.
Was haben Absatzschwierigkeiten, Überproduktion oder mangelnde Nachfrage mit meinem Kommentar zu tun? Was haben sie mit der angeblichen Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Automatisierung zu tun? Und damit meine ich nicht, dass sie dadurch auftreten, sondern den ursächlichen Zusammenhang mit der eigentlichen Reduzierung von Arbeitsplätzen. Ein Zusammenhang besteht nur auf den ersten Blick, unterm Strich sind sie aber nur ein Nullsummenspiel.
Mit anderen Produkten kann alles gemeint sein, du kannst mir nicht ernsthaft erzählen, dass jeder Mensch eigentlich alles hat was er haben will und wenn er mehr Geld hätte wüsste er nicht was er damit kaufen soll.
So gut wie alle der heutigen Arbeitsplätze sind überhaupt NUR durch Automatisierung entstanden, denn Automatisierung und neue Produktionserkenntnisse sind der Ursprung des Überschusses an Kaufkraft und somit der Ursprung der Entwicklung neuer Produkte und damit neuer Arbeitsplätze. => Die Automatisierung verlagert die Arbeitskräfte nur, da sie auf lange Sicht nichts an der Kaufkraft ändert und damit gleich viel Geld für den einzig wirklichen Rohstoff, Arbeit, aufgewendet wird.
Wenn eine Dienstleistung durch Automatisierung einfacher wird und daher weniger Arbeitskräfte braucht, wird sie zumindest auf lange Sicht billiger, das ist wie ein Naturgesetz und die Geschichte hat es zur Genüge bewiesen. Was glaubst du macht der Konsument mit dem Geld, das er dadurch über hat? Er bringt es auf die eine oder andere Art wieder in Umlauf (selbst wenn er es auf der Bank lässt, es ist im Umlauf) und schafft damit genau so viele Arbeitsplätze wie durch die Ersparnis vernichtet wurden. Das einzig schädliche ist, wenn er das Geld bar zuhause lagert.
Ich wiederhole, ich behaupte nicht eine absolute Lösung für die Arbeitslosigkeit zu kennen, jedoch schliesse ich die Automatisierung als Ursache aus.
Ich sehe ehrlich gesagt nicht den Grund warum ich andere Faktoren für die Arbeitslosigkeit nennen muss um meine Aussage zu beweisen. Ich tu es nicht, weil das die Diskussion verlagern würde und ich eigentlich auf die Automatisierung eingehen will.
Qualifikation in einem Bereich hat nichts mit der allgemeinen Bildung zu tun, wenn's in Deutschland zu wenig technische Ingenieure gibt, kann man daraus schliessen, dass die Bildung schlechter geworden ist? Nein. Deswegen ist dein Schluss falsch.
Dein Beispiel mit der Montagestrasse zeigt einen Fall in dem Arbeitskraft ja gerade NICHT durch Automatisierung ersetzt wird, sondern durch andere menschliche Arbeitskraft, und das soll ein Beispiel dafür sein wie Automatisierung Arbeitsplätze vernichtet??? Arbeitszeitausweitung und Überstunden können wohl kaum der Automatisierung angelastet werden.
Ich bezweifle, dass es den Punkt gibt, an dem der Durchschnittsmensch alles hat, was er will, nicht in den nächsten paar hundert Jahren. Denn, sollte er wirklich (und allein das bezweifle ich schon) mit seiner Arbeitskraft mehr Geld verdienen als er ausgeben kann, dann wird er sich von Arbeitszeit "freikaufen". Er würde schlichtweg weniger arbeiten, die Folgen davon kannst du dir ja selbst ausmalen. Hier kommt auch die reduzierte Arbeitszeit von heutzutage ins Spiel, in reiner Theorie gesagt, kauft sich der Arbeiter seine eigene Arbeitskraft (verzichtet auf Arbeit) da er schon mit weniger genug verdienen kann und der Teil seiner Zeit ihm wertvoller ist als die Produkte die er für die Arbeit kriegen kann. (Was allerdings nicht heisst, dass jeder so fühlt, das Gesetz zwingt Arbeitnehmer wie Arbeitgeber zu diesem "kauf")
Und du glaubst, dass es 1966 nicht viel Automatisierung gab? Wäre die Automatisierung so ein starker Faktor, ja geradezu DER Faktor der Arbeitslosigkeit hätte sie damals nie so niedrig sein können.
In der Zeit wurde der deutsche Arbeitsmarkt geöffnet, so weit, dass selbst dann Arbeitskräfte aus dem Ausland reinkonnten wenn die Arbeitslosigkeit nicht mehr so niedrig war. Man hat schlichtweg vergessen auf eine Regulierung zu achten weil die damalige Generation dachte es würde immer alles so rosig weitergehen. Dabei kann es gar nicht gutgehen wenn von aussen ständig mehr Arbeitskraft dazukommt als benötigt wird. <= Hier hast du einen deiner so sehr verlangten Gründe, und so wie ich das kenne wird bald auch nur noch über diesen diskutiert.
Ob der Konsument heutzutage das Geld hat oder nicht ist für meine Aussage irrelevant, ich nehme einen Musterkonsumenten der hat insgesamt gleich viel Geld zur Verfügung, woher er es hat kann da keine Rolle spielen. Ich beziehe ihn nur auf die Automatisierung, der billigere Preis macht ihn sicher nicht ärmer, nein, er gibt ihm die Möglichkeit sein Geld auch noch für was anderes auszugeben. Wenn der Konsument heute zu wenig Geld hat, dann ist genau das ein Missstand, der aber nicht auf die Automatisierung als Ursache schliessen lässt.