Sammelthread Nebeneinkünfte von Bundestags-Abgeordneten

Seit wann sind Kündigungsgründe vertraglich vereinbart? :ugly:
Seit ein Arbeitgeber schon immer einen Grund für eine Kündigung brauchte. Und das Veröffentlichen des eigenen Gehalts gehört da definitiv nicht zu. Es sei denn, es ist anderes vertraglich vereinbart.

Erzähl mal nem Kollegen der das gleiche arbeitet wie Du, dass Du nen tausender mehr bekommst.
Das ist leider nicht so, sonst könnte ich das testen.

In solchen Fällen würde ein Richter dem Arbeitgeber dringend raten, seine Gehaltsstrukturen zu überdenken und nicht dazu tendieren, einer Kündigung zuzustimmen.

Marty
 
Ich versteh nicht, was das soll...

Bzgl. Lobbyismus und ähnlichem reicht es in meinen Augen, Arbeitsverhältnisse anzugeben, dafür ist die Höhe der Bezüge komplett irrelevant.
Das sehe ich anders.
Wenn ein Abgeordeter angibt an einem Projekt bei der deutschen Bank
beteildigt zu sein, mag das auf dem ersten Blick sicherlich harmlos sein.
Wenn man dann aber erfährt, dass dieser Abgeordnete dafür ein Jahresgehalt von 150 000€ bekommt (Beispiel) dann sieht die Sache schon ganz anders aus.

Ganz problematisch wird es aber halt bei Selbstständigen, die dann mit unter die kompletten Finanzen der Firma auf den Tisch legen müssen.
Wie gesagt, ein Volksvertreter muss schon mal die Hosen runterlassen. Muss der Geldtransportfahrer auch warum bitte nicht der Abgeordete?

Und wie schonmal gesagt:
Die Bekanntgabe des Gehalts gegenüber Kollegen ist in Deutschland ein Kündigungsgrund.

Geil, wo hast du das denn her?:mrgreen:
 
Das sehe ich anders.
Wenn ein Abgeordeter angibt an einem Projekt bei der deutschen Bank
beteildigt zu sein, mag das auf dem ersten Blick sicherlich harmlos sein.
Wenn man dann aber erfährt, dass dieser Abgeordnete dafür ein Jahresgehalt von 150 000€ bekommt (Beispiel) dann sieht die Sache schon ganz anders aus
Wer einen so schwachen Charakter hat, dass er sich davon beeinflussen lässt, dem ist auch die Summe egal. Ich würde gerne wissen, für wen mein Abgeordneter sonst noch arbeitet, aber eigentlich möchte ich das vor der Wahl wissen, nicht danach. Da nützt es mir nichts mehr.

Marty
 
Seit ein Arbeitgeber schon immer einen Grund für eine Kündigung brauchte. Und das Veröffentlichen des eigenen Gehalts gehört da definitiv nicht zu. Es sei denn, es ist anderes vertraglich vereinbart.

Klar braucht man einen Grund für ne Kündigung, sowas steht aber nicht im Arbeitsvertrag...

Und Gehaltsvereinbarungen sind immer als vertraulich zu behandeln.

In solchen Fällen würde ein Richter dem Arbeitgeber dringend raten, seine Gehaltsstrukturen zu überdenken und nicht dazu tendieren, einer Kündigung zuzustimmen.

Die Gehaltsstrukturen kann eine Firma festlegen wie sie es will und für richtig befindet.
Vertrauensbrüche, Streitigkeiten zwischen Angestellten sind handfeste Kündigungsgründe.

Das sehe ich anders.
Wenn ein Abgeordeter angibt an einem Projekt bei der deutschen Bank
beteildigt zu sein, mag das auf dem ersten Blick sicherlich harmlos sein.
Wenn man dann aber erfährt, dass dieser Abgeordnete dafür ein Jahresgehalt von 150 000€ bekommt (Beispiel) dann sieht die Sache schon ganz anders aus.

Achso, Du meinst also, ein Politiker ist erst ab einer gewissen Summe "befangen"? Na Du bist mir nen Held.

Die Höhe des Verdienstes sagt deoch nix über Loyalität oder sonstiges aus.

Oder ist das etwa Dein Preis, für den Du Dich besonders für bestimmte Interessen einsetzen würdest?

Wie gesagt, ein Volksvertreter muss schon mal die Hosen runterlassen. Muss der Geldtransportfahrer auch warum bitte nicht der Abgeordete?

Im normalen Arbeitsleben ist es so, dass ein Zweitjob dem hauptarbeitgeber bekanntgegeben werden muss, und dieser kann ihn ablehnen, wenn dieser den erst Job negativ beeinflusst.

Aber man muss seinem Chef nienicht sagen, wieviel man im Zweitjob verdient.

Also frag ich mich, was der Vergleich mit dem Geldtransportfahrer soll, der braucht nur nen polizeiliches Führungszeugnis...

gruss kelle!

Nachtrag zum Thema Kündigungsgrund: https://www.bwl-bote.de/20030516.htm
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar braucht man einen Grund für ne Kündigung, sowas steht aber nicht im Arbeitsvertrag...
Wen man wegen der Veröffentlichung des eigenen Gehalts eine Kündigung bekommen kann, dann nur, wenn es im Arbeitsvertrag steht, das habe ich geschrieben, nicht anderes.

Und Gehaltsvereinbarungen sind immer als vertraulich zu behandeln.
Durch Wiederholen wird es nicht richtiger. Nenne ein Gesetz, einen Tarifvertrag oder sonst etwas, aus dem das hervorgeht. Ich weiss von Unternehmen, da hängen alle Gehälter am schwarzen Brett.

Vertrauensbrüche, Streitigkeiten zwischen Angestellten sind handfeste Kündigungsgründe.
Und das Veröffentlichen des eigenen Gehalts soll ein Vertrauensbruch sein, Deiner Meinung nach? Ich sage Dir, das stimmt nicht.

Hast Du das auch gelesen?

Die Sache ist schwer zu recherchieren, denn über das Gehalt zu reden ist oft sogar ein Kündigungsgrund - Geheimniskrämerei wird damit vertraglich festgeschrieben.
Du liest "VERTRAGLICH FESTGESCHRIEBEN", genau wie ich, oder? Und jetzt setz das mal gegen meine Aussagen in diesem Thread und Deine. Was fällt Dir auf?

Quelle:https://www.jobpilot.de/content/community/chat-archiv/engler.html
Über das Gehalt reden

Ina323: Darf man eigentlich unter Kollegen über Gehälter reden? Ist das offiziell verboten oder nur ein ungeschriebenes Gesetz?
A. Engler: In den meisten Arbeitsverträgen ist eine Klausel enthalten, dass Sie über Ihr Gehalt stillschweigen müssen. Rechtlich ist das aber nicht haltbar. Es wäre aber sehr unklug dies allzu stark in der Öffentlichkeit zu tun. Nirgends wird soviel gemogelt, wie bei dem bezogenen Gehalt.

Marty
 
Die Gehaltsstrukturen kann eine Firma festlegen wie sie es will und für richtig befindet.
Vertrauensbrüche, Streitigkeiten zwischen Angestellten sind handfeste Kündigungsgründe.

Wem ich was über mein Gehalt verrate ist ganz allein meine Sache. [PUNKT] Ausnahmen sind in einzelvertraglich geregelt.
Das was du da anführst könnte sicherlich passieren, wenn ich jedem erzähle das ich die fette Kohle nach Hause schleppe aber ist das auch so?
Aber das íst Mumpitz.

Achso, Du meinst also, ein Politiker ist erst ab einer gewissen Summe "befangen"? Na Du bist mir nen Held.
Ist das nicht so?

Die Höhe des Verdienstes sagt deoch nix über Loyalität oder sonstiges aus.
Ach? Sag, wo lebst du?

Oder ist das etwa Dein Preis, für den Du Dich besonders für bestimmte Interessen einsetzen würdest?

*grins*


Im normalen Arbeitsleben ist es so, dass ein Zweitjob dem hauptarbeitgeber bekanntgegeben werden muss, und dieser kann ihn ablehnen, wenn dieser den erst Job negativ beeinflusst.

Aber man muss seinem Chef nienicht sagen, wieviel man im Zweitjob verdient.

Nööö, wir entscheiden aber auch nicht über das Wohl von 80 Mio Menschen?!

lso frag ich mich, was der Vergleich mit dem Geldtransportfahrer soll, der braucht nur nen polizeiliches Führungszeugnis...

Neee, is klar!:ugly:
 
Du liest "VERTRAGLICH FESTGESCHRIEBEN", genau wie ich, oder? Und jetzt setz das mal gegen meine Aussagen in diesem Thread und Deine. Was fällt Dir auf?

Da haben wir wohl knapp aneinander vorbeigeredet.

Bleibt immer noch die Frage: Was macht ein Politiker, der so nen Vertrag unterschrieben hat?

Das was du da anführst könnte sicherlich passieren, wenn ich jedem erzähle das ich die fette Kohle nach Hause schleppe aber ist das auch so?

Es muss nicht die FETTE Kohle sein, es reicht wenn es mehr ist, als ein anderer bekommt.

Ist das nicht so?

Nicht wirklich.

Ist man bei einer Firma beschäftigt, ist man sicherlich bemüht, dass es der Firma gut geht, ob nun durch gute Arbeit, oder Schaffung günstiger Randbedingungen.

Macht man Aktionen erst ab einer gewissen Summe, ist es nichts anderes als Bestechung, und somit von Hause aus strafbar.

Nööö, wir entscheiden aber auch nicht über das Wohl von 80 Mio Menschen?!

Ach nicht?
Also meine Kollegen entwickeln Bahnsysteme, an denen täglich Millionen Menschenleben hängen.
Andere Kollegen entwickeln medizinische Geräte, die lebensnotwendige Aufgaben übernehmen...

Abgesehen davon frag ich mich immer noch, was gegen einen Zweitjob spricht.

Ich meine, hier wird doch so gerne das Wort Volksvertreter verwendet.

Sind die deutschen Unternehmer, die Manager und Bosse denn kein Bestandteil des Volkes?

Führt denn eine Entscheidung von der die Industrie profitiert, unumgänglich zu einem Nachteil für das "Volk"?

gruss kelle!
 
Bleibt immer noch die Frage: Was macht ein Politiker, der so nen Vertrag unterschrieben hat?
Das ist einfach: Den Vertrag ändern oder auflösen. Oder halt andererseits sich nicht als Kandidat antreten.

Das könnte man für die nächsten Wahlen ins Wahlgesetz schreiben. Für derzeitige Ämter könnte man das auch ändern, es werden schliesslich ständig Gesetze erlassen, nach denen Bestimmungen in Arbeitsverträgen ungültig werden. Das könnte man hier genauso regeln.

Und wenn ein Abgeordneter bei Daimler im Aufsichtsrat sitzt und so eine Klausel unterschrieben hat, der Arbeitgeber das nicht ändern will, dann muss er kündigen. Entweder bei Daimler oder beim Volk.

Das wäre also nicht ein grosses Problem.

Aber wir sind uns einer Meinung: Für mich ist das Veröffentlichen der Höhe eigentlich auch völlig egal, mir würde es reichen, wenn ich wüsste, wo er unterschrieben hat. Aber auch da: vor der Wahl, nicht danach.

Marty
 
Klar braucht man einen Grund für ne Kündigung, sowas steht aber nicht im Arbeitsvertrag...
[/url]

Man braucht weder einen Grund, noch muss man sich an irgendwelche Fristen halten, sonst irgendwelche Gesetze, Gepflogenheiten, Tarifverträge usw. beachten.
Sind alles nur Minuspunkte, die man beim Richter sammelt und wirkt sich natürlich auf die Gesamtforderung und eventl. auf die Quote aus.

Aber im Prinzip ist alles erlaubt und wird auch gemacht.

Hat aber mit dem Thema nix zu tun, sorry.

Ich persönlich mag mich nicht so gerne von Leuten vertreten lassen, die mit Ihrem Abgeordneten-Gehalt nicht auskommen und sogn. Nebentätigkeiten brauchen.

Einen 400€-Minijob würde ich nicht als Problem ansehen.

Sehr hochbezahlte Nebenjobs, die ich nur haben kann weil ich ebend Volksvertreter bin, halte ich für problematisch.

Wir reden hier immerhin von Leuten, die zB entscheiden, ob 375€/Nase zum überleben reichen.

Und wir reden von Leuten, die auch wenn die Diäten im Verleich mit irgendjemand relativ ärmlich sein mögen, wahrscheinlich aber mehr als 90% der Bevölkerung verdienen.

Und wenn das zu wenig ist, sollte man eventl. auch mal über nen Verzicht nachdenken?

Ich bin mir auch rel. sicher, dass es genügend Leute gibt, für die Macht schon mehr zählt als Gehalt, zumidest genügend, um die 5% reichsten zu vertreten...?

Alles in allem halte ich persönlich den möglichen Gesamtschaden für Deutschland für geringer, wenn Nebeneinkünfte von Abgeordneten illegal wären.

Abgeordnete mit gesundem Menschenverstand reichen mir persönlich aus. Es gibt ja genug Möglichkeiten sich Spezialwissen in Form von Gutachten usw von verschiedenen Stellen kommen zu lassen und das wird ja auch zur genüge gemacht, auch von Leuten die ohne Nebenjobs nicht auskommen.


Nehmen wir mal ein kleines Beispiel:

Ich beziehe von Daimler/Crysler seit 3 Jahren ein Nebenjobgehalt von 5000€/Monat, bin da Berater oder irgendwas und muss relativ wenig dort anwesend sein, mach ich alles wenn ich mal Zeit hab zu Hause, im Flieger oder so...
Geht ja auch gar nicht anders, weil ich ja als Volksvertreter voll eingebunden bin. Daimler hat dafür auch vollstes Verständnis. Aber auch kleinste Geistesblitze, die ich ab und zu habe, wenn ich mich im Flieger entspanne und auf die Fahrt vom Flughafen nach Hause freue, werden stets als sehr wertvoll eingestuft. Auch wenn ich nur wenig tun kann, helfe ich doch mit Arbeitsplätze bei Daimler zu sichern, ein gutes Gefühl...

Daimler möchte seit April 2006 seinen EADS-Anteil verkaufen und den Kurs auch abgesichert gehabt, bevor der Kursrutsch kam, dadurch sogar noch verdient an der Airbus-Misere...

Die KfW könnte ja Daimler die Anteile abkaufen und dadurch Arbeitsplätze sichern, ausserdem bleibt dann der Einfluss Deutschlands gegenüber Frankreich gleich.

Ich überlege, naja eigentlich bin ich da voll befangen, oder die Bildzeitung könnte es behaupten, aber mit 5000€/Monat können die Jungs mich nicht kaufen, das wär ja lächerlich.

Allerdings gehts um Arbeitsplätze, hmm...
Arbeitsplätze sind immer nen super Argument.
Daimler verlangt eh nix von mir, wenn ich den Fritz und den Hansi bei der Zigarettenpause bissl scharf mach, von wegen Arbeitsplätze reicht das sicher und so weiter bla bla....

Nee das wär zu viel, ich werd einfach wenn es um den Erhalt der Arbeitsplätze in Hamburg bei Airbus geht, dafür sein und eventl. par unauffällige Statements geben.

Nee mit den Statements das ist zu auffällig.

Ich bin einfachmal für den Erhalt von Arbeitsplätzen, das sind eh immer alle und gut ist, ende aus...

Alles Spekulationen, die ich als Volksvertreter jedoch gegen mich nicht ausschliessen kann, wenn ich zusätzlich Geld annehme...



schönen Gruss

Tomsen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich mag mich nicht so gerne von Leuten vertreten lassen, die mit Ihrem Abgeordneten-Gehalt nicht auskommen und sogn. Nebentätigkeiten brauchen.
Wieso kommst Du darauf, dass sie damit "nicht auskommen" und Nebenjobs "brauchen".

Michael Schumacher hat bei Ferrari auch 60 Mio. verdient. Er "brauchte" seinen "Nebenjob" als Werbeikone für diverse Firmen bestimmt nicht, aber er hat halt mitgenommen, was ging.

Ein Politiker macht das eben auch. Und wenn es ein Nebenjob ist, der nur ein paar Tage Aufwand im Jahr ausmacht und dafür viel Geld bringt...?

Einen 400€-Minijob würde ich nicht als Problem ansehen.
Was, wenn dieser 400€ Job mehr Arbeitsaufwand wäre als der 400.000 Euro Job?

Wir reden hier immerhin von Leuten, die zB entscheiden, ob 375€/Nase zum überleben reichen.
Und Du meinst, die könnten das besser, wenn sie keine Nebenjobs hätten?

Alles in allem halte ich persönlich den möglichen Gesamtschaden für Deutschland für geringer, wenn Nebeneinkünfte von Abgeordneten illegal wären.
Das würde ich auch begrüssen, wenn es nicht den entscheidenden Nachteil gäbe, das wir dann ein Parlament aus Berufspolitikern hätten, oder eines, das nur aus Beamten besteht.

Alles Spekulationen, die ich als Volksvertreter jedoch gegen mich nicht ausschliessen kann, wenn ich zusätzlich Geld annehme.
Das ist nur eine Frage des Charakters, mehr nicht.

Und ich hoffe und glaube immer noch, dass die meisten Abgeordneten durchaus unbestechlich sind. Und wenn ein Anwalt nur ins Parlament geht, wenn er seine Kanzlei nebenbei weiterbetreiben darf, dann soll er das dürfen. Mir ist das lieber, als den 350 Lehrer im Parlament sitzen zu haben.

Marty
 
Hmm, die Frage ist doch aber auch, wie letztendlich die Zusammensetzung des Parlamentes aussehen soll. Genügen uns 100% Berufspolitiker oder Lehrer? Oder sollten uns nicht auch Selbständige jeglicher Coleur, Handwerker o. ä. im Parlament vertreten?
Was soll sich denn groß ändern?
Die Anzahl der Abgeordneten, die angegeben haben, einen Dienstleistungs- oder Angestelltenberuf auszuüben liegt mit 92 Prozent im neuen Parlament höher als zuvor (67 Prozent). Weniger als zwanzig Mitglieder des 16. Bundestages geben als Beruf an, sie seien Unternehmer oder Selbständige; Freiberufler wie Anwälte, Notare, Architekten oder Ärzte nicht eingerechnet.
Hinzu kommt noch die Hilfe von Referenten und die Beratung von Experten sowie von Interessensvertreter der Wirtschaft. Also, wo liegt das Problem?
 
Zuletzt bearbeitet:
Berufspolitiker, Beamtenstaat.... das sind die Totschlagargumente von Typen wie unserem Friedrich.
Ich finde das ist völliger Blödsinn.
Zuerst mal muss ich davon ausgehen, dass ich mein Mandat nur 4 Jahre behalte. Davor kann der Mandat- Träger arbeiten und danach auch.
Währenddessen hat er/ sie sich aber gefälligst den Arsch für die Bürger dieses Landes aufzureißen.

Ich möchte gerne wissen, welche Politiker in den Firmen im Aufsichtsrat sitzen, die gerade tausende Mitarbeiter, zwecks Gewinnoptimierung freisetzen und ich möchte wissen, wieviel sie daran verdienen.

Und höre mir bitte auf Wörter wie Charakter, in einem Atemzug mit Politiker zu nennen. Leider gibt es nur sehr wenig Politiker die echt Arsch in der Hose haben und die Dinge beim Namen nennen. Helmut Schmidt war so einer!

[EDIT]
Da fällt mir noch ein: Wenn die Damen und Herren doch sooooo dringend nebenher arbeiten müssen, dann zahlen sie doch auch in die Rentenkasse ein oder sparen dafür.
Ok, dann brauchen die auch keine Pensionen und Ruhegelder mehr. Damit würden die dann mehr für die Allgemeinheit machen, als mit dieser zusammengeschusterten Reformiererei
 
Zuletzt bearbeitet:
Was soll sich denn groß ändern?
Naja, bisher waren Angestellte ja wenigstens noch mit erfasst. Ich würde meinen Job nicht aufgeben für 4 Jahre Bundestag, um mir danach einen neuen Job suchen zu müssen. Und ein Selbständiger könnte das gar nicht.

Berufspolitiker, Beamtenstaat.... das sind die Totschlagargumente von Typen wie unserem Friedrich.
Ich finde das ist völliger Blödsinn.
Ist es aber nicht. Das sind die einzigen Berufsgruppen, die sich ohne Arbeitsplatzverlust für 4 Jahre in den Bundestag setzen können.

Zuerst mal muss ich davon ausgehen, dass ich mein Mandat nur 4 Jahre behalte. Davor kann der Mandat- Träger arbeiten und danach auch.
Und der Bäcker kündigt mit 45, um sich 4 Jahre in den Bundestag zu setzen und findet danach auch ganz einfach wieder eine Stelle?

Währenddessen hat er/ sie sich aber gefälligst den Arsch für die Bürger dieses Landes aufzureißen.
Warum? Reisst Du Dir für jeden, der Dich bezahlt "den Arsch auf"?

Ich möchte gerne wissen, welche Politiker in den Firmen im Aufsichtsrat sitzen, die gerade tausende Mitarbeiter, zwecks Gewinnoptimierung freisetzen und ich möchte wissen, wieviel sie daran verdienen.
Und warum? Um an den Stammtischen schreien zu können?

Und höre mir bitte auf Wörter wie Charakter, in einem Atemzug mit Politiker zu nennen. Leider gibt es nur sehr wenig Politiker die echt Arsch in der Hose haben und die Dinge beim Namen nennen. Helmut Schmidt war so einer!
Lustig, in 20 Jahren sagt man das dann auch über Kohl und Schröder...

Da fällt mir noch ein: Wenn die Damen und Herren doch sooooo dringend nebenher arbeiten müssen, dann zahlen sie doch auch in die Rentenkasse ein oder sparen dafür.
Ok, dann brauchen die auch keine Pensionen und Ruhegelder mehr.

Na, mit solchen Dingen bringst Du eine Diskussion extrem weit. Jetzt fehlt nur noch der Satz "Politiker sind eh alle überbezahlt!"

Marty
 
Naja, bisher waren Angestellte ja wenigstens noch mit erfasst. Ich würde meinen Job nicht aufgeben für 4 Jahre Bundestag, um mir danach einen neuen Job suchen zu müssen. Und ein Selbständiger könnte das gar nicht.
Der Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren. Was soll danach noch groß kommen?! Bei Selbstständigen kann man sicher 'ne Ausnahme machen, obwohl ich mich Frage, wie man es sich zeitlich leisten kann, selbstständig und Bundestagsabgeordtner sein zu können. Von mir aus können auch die Anwälte in ihren Kanzleien weiterarbeiten.

Nur was bitte schön hat ein Sitz in einem Aufsichtsrat nun mit Beruf zu tun!?
Ich stell mir gerade vor, ich würde als ITler 4 Jahre nicht arbeiten, da iist nix mehr mit danach arbeiten.
Und als Abgeordneter würdest du noch als ITler arbeiten!?
 
Der Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren. Was soll danach noch groß kommen?!
Nichts mehr. Aber was macht man, wenn man dann mit 54 auf der Strasse steht?

Und das zeigt, dass schon die derzeitige Regelung nicht gerade dazu auffordert, ein öffentliches Mandat anzunehmen. Wieso sollte man diese Situation also noch schlimmer machen?

Bei Selbstständigen kann man sicher 'ne Ausnahme machen, obwohl ich mich Frage, wie man es sich zeitlich leisten kann, selbstständig und Bundestagsabgeordtner sein zu können.
Das geht ganz einfach, wenn man Angestellte hat und selber nur das Geschäft leitet.

Von mir aus können auch die Anwälte in ihren Kanzleien weiterarbeiten.
Und genau das wollen die meisten hier ja eben gerade nicht.

Nur was bitte schön hat ein Sitz in einem Aufsichtsrat nun mit Beruf zu tun!?
Es ist genau so ein Beruf wie jeder andere auch. Sonst müsste man festlegen, dass man zwar als Tischler weiterarbeiten darf, als Aufsichtsrat aber nicht.

Und als Abgeordneter würdest du noch als ITler arbeiten!?
Warum denn nicht? Gerade Höchstqualifizierte können mit wenigen Tagen Arbeit sehr viel Geld verdienen.

Marty
 
Nichts mehr. Aber was macht man, wenn man dann mit 54 auf der Strasse steht?
Die 28k € Übergangsgeld verprassen!? Sich 'nen Aufsichtsratposten organisieren. Wieder in den alten Job einsteigen?
Und das zeigt, dass schon die derzeitige Regelung nicht gerade dazu auffordert, ein öffentliches Mandat anzunehmen. Wieso sollte man diese Situation also noch schlimmer machen?
Mir ist nicht klar, was daran schlimm ist. Die wenigsten Abgeordnete sind doch Profis in ihrem Gebiet. Quasi Quereinsteiger, die sich das Thema angeeignet haben. Dazu kommen noch die beratenden Experten und Referenten.
Und genau das wollen die meisten hier ja eben gerade nicht.
Mir geht's halt hauptsächlich um Posten in großen unternehmen.
Es ist genau so ein Beruf wie jeder andere auch
Isser das!? Wenn ich dich mal zitiere: "Ein Aufsichtsratposten bei einem Dax-Unternehmen dürfte soviel Zeit nicht verbrauchen."
 
Fassen wir zusammen Marty:

Du bist der Meinung das ein Mandat im Bundestag en ganz normaler Job ist.
Du meinst außerdem, das der Bürger, über den im Bundestag entschieden wird,kein Recht bekommen sollte, zu erfahren womit und wieviel Mandatsträger ein Zubrot verdienen. Außerdem denkst du, das Politiker in ihrer Mandatszeit nebenbei arbeiten dürfen, was sie wollen.
Ich bin anderer Meinung. Da ich hier aber nur irgendwelche Durchhalteparolen um die Ohren gehauen bekomme alá "Und warum? Um an den Stammtischen schreien zu können?" werde ich hier nur noch mitlesen und mich weiter über die Blauäugigkeit Mancher ärgern.

Ich sage nur: Wissen ist Macht! Nicht wissen macht nix!:ugly:
 
Die 28k € Übergangsgeld verprassen!? Sich 'nen Aufsichtsratposten organisieren. Wieder in den alten Job einsteigen?

28k Übergangsgeld sind flott weg. Ex-Bundestagsabgeordnete der hinteren Reihe bekommen selten solche Posten. Mit 54 den alten Job... Haha, das war ein Witz, gibs zu.

Mir ist nicht klar, was daran schlimm ist. Die wenigsten Abgeordnete sind doch Profis in ihrem Gebiet. Quasi Quereinsteiger, die sich das Thema angeeignet haben.
Aber das 300 maurer bei manchen Gesetzen anders entscheiden würden als 300 Lehrer, da sind wir uns einig?

Isser das!? Wenn ich dich mal zitiere: "Ein Aufsichtsratposten bei einem Dax-Unternehmen dürfte soviel Zeit nicht verbrauchen."
Und?

Du bist der Meinung das ein Mandat im Bundestag en ganz normaler Job ist.
Nein, wo schrieb ich das?
Du meinst außerdem, das der Bürger, über den im Bundestag entschieden wird,kein Recht bekommen sollte, zu erfahren womit und wieviel Mandatsträger ein Zubrot verdienen.
Nein, wo schrieb ich das?
Außerdem denkst du, das Politiker in ihrer Mandatszeit nebenbei arbeiten dürfen, was sie wollen.
Nein, wo schrieb ich das?

Ich bin der Meinung, dass man nur fähige Leute in den Bundestag bekommt, wenn man ihnen keine Steine in den Weg legt. Und wenn man einem Anwalt vorschreibt, er muss in den 4 Jahren seine Kanzlei schliessen, dann wird er nicht in den Bundestag wollen. Und wenn man den fähigsten Köpfen dieser Republik vorschreiben will, dass sie ihr Können und Wissen nur noch im Bundestag einbringen dürfen, dann werden sie das nicht wollen.

Was bleibt? Wir kriegen weiterhin Beamte und Berufspolitiker in den Bundestag.

Und was bringt das, wenn Du weißt, dass die von Dir gewählte Person direkt nach der Wahl in 6 Aufsichtsräte gegangen ist. Ändern kannst Du es nicht mehr. Was soll das also bringen?

Ich sage nur: Wissen ist Macht! Nicht wissen macht nix!:ugly:
Dann lass uns doch einfach mal wissen, was es Dir jetzt bringen würde und was Du mit der Information anfangen würdest, dass Heinz Müller, Bundestagsabgeordneter aus Hintertupfingen, neben seinem Job als Abgeordneter noch:

eine Bäckerei, Jahresgewinn 10.000 Euro
zwei Vorstandssitze im Fussballclub, Entschädigung 500 Euro
Aufsichtsrat der lokalen Stadtwerke, 20.000 Euro
Stripper im Nachtclub: 50.000 Euro

Nun bin ich gespannt.

Marty
 
Naja Marty, wenn du noch immer nicht verstanden hast worum es geht, dann tust du mir wirklich leid.
Heinz Müller ist, wenn er so lebt wie du sagst, so wichtig wie dem Papst sein Sack. Es geht um Spitzenpolitiker die nebenher noch in Spitzenpositionen gehieft werden und i.d.R auch noch Spitzengehälter dazu verdienen.
Meines Erachtens ist ein Mandat im Bundestag nicht vereinbar mit einem Zweitjob, in dieser Art.
Denn hinter einem Spitzengehalt sollte auch Spitzenarbeit stecken. Spitzenarbeit ist nur mit einem gewissen Zeitaufwand zu bewältigen, die wiederum bei der Arbeit für das Mandat fehlen würde und auch fehlt.
(Hat heute einer Nachrichten gesehen und darauf geachtet wie es im Bundestag ausgesehen hat, als über die Gesundheitsreform abgestimmt worden ist?)