Ich denke das der Mindestlohn die Kapitalflucht ins Ausland noch beschleunigen wird. Sprich die Fabrik wird nach Weisrussland verlagert. Damit gehen dann nicht nur die Geringverdiener leer aus sondern auch die etwas besser bezahlten und es gibt keine Gewerbesteuer mehr. Ich weiß das ich mit der Meinung relativ alleine da stehe aber unter dem Strich werden die Steuerkassen und SV-Kassen weniger haben und dann steigen die Beiträge wieder. Was wiederum eine Abwärtsspirale in Gang setzt. Mindestlohn ist auf jeden fall ein spiel mit dem Feuer.

Außerdem wie war das mit der Tarifautonomie?
 
an die gegner des Mindestlohnes, bze. die die das ganze über Tarifverträge regeln wollen.

erklährt mir bitte mal folgendes:

Wieso bekommen Arbeiter für die gleiche Arbeit bis zu 60% weniger Lohn ?

Es Gewerkschaften erlaubt ist Tarifverträge abzuschliesen wo der Stundenlohn unter 5 Euro ist.

Da klappt das mit den Tarifverträgen nämlich nicht.

Noch schlimmer sind Unternehmen die als Tochterfirma eine "Zeitarbeitsagentur" eröffnen, die eigenen Leute entlassen und dann über die Tochterfirma wieder einstellen, das für löhne die unter ALGII liegen, eingearbeitet sind die Arbeiter ja, kosten fallen hier keine an.
 
Ich denke das der Mindestlohn die Kapitalflucht ins Ausland noch beschleunigen wird. Sprich die Fabrik wird nach Weisrussland verlagert. Damit gehen dann nicht nur die Geringverdiener leer aus sondern auch die etwas besser bezahlten und es gibt keine Gewerbesteuer mehr. Ich weiß das ich mit der Meinung relativ alleine da stehe aber unter dem Strich werden die Steuerkassen und SV-Kassen weniger haben und dann steigen die Beiträge wieder. Was wiederum eine Abwärtsspirale in Gang setzt. Mindestlohn ist auf jeden fall ein spiel mit dem Feuer.

Außerdem wie war das mit der Tarifautonomie?

Es gab weder bei den europäischen Nachbarn (die den Mindestlohn haben) eine Kapitalflucht noch hat ein Mindestlohn etwas mit der Tarifautonomie zu tun.

Trotz Mindestlohns können Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände Tarifverträge abschliessen.
Einzige Prämisse, der Mindestlohn darf nicht unterschritten werden.
Wo ist da das Problem ?
 
Fakt ist auch das ganz besodners in Frankreich Junge AN keinen einstieg in den Arbeitsmarkt finden und ich sage nicht das jetzt auf einen schalg eine Ungalublcihe Kapitalflucht einsetzen wird, aber es macht den Standort Deutschland wieder unatraktiver.
Übrigens: Ich bin auch gegner der Zeitarbeit in den meisten fällen. Was eher beschäftigung brignen würde wäre eine Lockerung des kündigungsschutzes, den das ist eine der Hauptatraktionen der Zeitarbeit. Unter dem Strich kommen die meisten Zeitarbeiter den Unternehmen nicht wirklich billiger aber dafür sind sie von heute auf morgen ganz leicht abzuschießen.
Gibt es eigentlich ein Land in dem es durch mindestlohn mehr Arbeitsplätze geworden sind?

Wo ist da das Problem ?
Eben weil man Geringqualifizierten sowieso wenig zahlt haben sie es noch schwerer in den Arbeitsmarkt zu kommen. Und wie hoch ist ein Gerechter Mindestlohn? 7,50€? 9,80€? 9,00€? Oder 5,00€
 
[...] Und wie hoch ist ein Gerechter Mindestlohn? 7,50€? 9,80€? 9,00€? Oder 5,00€
War es nicht die Schwarz-Rote-Koalition, die es sich auf die Fahnen schrieb: "Arbeit muss sich wieder lohnen!" ? Also schön - ohne Mindestlohn hat es nicht funktioniert. Probieren wir es jetzt mal mit?

Gruß,
Photon
 
Wie kann es angehen, dass Dummbratz Müller, welcher 14 Jahre für nen Hauptschulabschluss brauchte, keine Ausbildung hat, für eine achso anspruchsvolle Arbeit wie Briefe austeilen um die 8,50 € gesetzlich zugestanden bekommt, während man als Abiturient, mit Ausbildung und Berufserfahrung, nen Job für 8,75 € angeboten bekommt?
gruss kelle!

Du hast es auf den Punkt getroffen - da bin ich voll Deiner Meinung.
Im Prinzip haben wir durch Hartz 4 bereits einen flächendeckenden Mindestlohn in Deutschland - weil unter dem Einkommen keiner Arbeiten geht.
Insofern halte ich den Mindestlohn für überflüssig. Wenn keine mehr für diese Stundenlöhne arbeitet dann steigt er Lohn ganz automatisch.

Wenn wir mit dem Mindestlohn so weitermachen hat das mit freier Marktwirtschaft nicht mehr viel zu tun - dann können wir gleich auf Planwirtschaft umstellen.
 
Du hast es auf den Punkt getroffen - da bin ich voll Deiner Meinung.
Dann hast Du sicherlich auch ein paar Beispiele, wo jemand mit Abitur,Ausbildung und Berufserfahrung in einem der Vor- und Ausbildung entsprechenden Beruf nur 8,75€ brutto verdient, oder? Ich habe gerade in unserem Tarifvertrag (IG Textil) nachgeschaut und finde so gar keinen, der auch nur halbwegs da rein passt. Selbst das Einstiegsgeahlt nach der Ausbildung liegt bei einem Industriekaufmann (und der braucht nich mal zwingend Abi) bei fast 2.000 Euro, also bei ca. 11,50 Euro pro Stunde.

Im Prinzip haben wir durch Hartz 4 bereits einen flächendeckenden Mindestlohn in Deutschland - weil unter dem Einkommen keiner Arbeiten geht.
Das glaubst Du? Wir haben hier schon die Zahl von 1,2 Mio. Arbeitnehmern genannt bekommen, die genau das tun.

Insofern halte ich den Mindestlohn für überflüssig. Wenn keine mehr für diese Stundenlöhne arbeitet dann steigt er Lohn ganz automatisch.
Komisch, manche Postzusteller arbeiten für weniger. Die müssen das sogar, weil die jede zumutbare Arbeit annehmen müssen.

Marty
 
Dann hast Du sicherlich auch ein paar Beispiele, wo jemand mit Abitur,Ausbildung und Berufserfahrung in einem der Vor- und Ausbildung entsprechenden Beruf nur 8,75€ brutto verdient, oder?

Hier!

Hatte ich als Angebot während meiner Arbeitslosigkeit.

Kumpel hat mit ähnlicher Ausbildung für nen Tausender netto 160 Stunden gebuckelt...

gruss kelle!
 
Hatte ich als Angebot während meiner Arbeitslosigkeit.
und hast Du es angenommen? Vermutlich nicht.
Kumpel hat mit ähnlicher Ausbildung für nen Tausender netto 160 Stunden gebuckelt...
Und aus diesem Einzelfall konstruierst Du jetzt, dass ein Abiturient mit Ausbildung und Berufserfahrung nicht mehr verdient? Ok, danke für die Erklärung. Ich hätte es wissen müssen.

Marty
 
Und aus diesem Einzelfall konstruierst Du jetzt, dass ein Abiturient mit Ausbildung und Berufserfahrung nicht mehr verdient?

Neee.

Aber ich kenn die Realität gerade im Osten.
Zweistellige Bruttogehälter (11, 12 €) sind dort die Kategorie gutverdienend.

Bei 5,70 € geht der Fließbandarbeiter los.

gruss kelle!
 
Irgendwie verkennen hier immer noch welche die Bedeutung des Wortes "Mindestlohns". "Mindestlohn" mit dem Wort "gerecht" zusammen zu bringen, geht meines erachtens nicht, da Untergrenze ungleich wahrer Wert der Arbeit.
 
War es nicht die Schwarz-Rote-Koalition, die es sich auf die Fahnen schrieb: "Arbeit muss sich wieder lohnen!" ? Also schön - ohne Mindestlohn hat es nicht funktioniert. Probieren wir es jetzt mal mit?

Gruß,
Photon
Du tust ja so als hätte ich diesen Verein gewählt. Nein, ich habe anders gewählt.Aber denk mal darüber nach wie hoch der Lohn in Polen ist. Und die Konsequenz die ein Mindestlohn nach sich zieht.
 
Was hat denn der Lohn in Polen damit zu tun?
Das in Polen das Leben evtl. billiger ist als in Deutschland, spielt da wohl keine Rolle?
Immer wieder kommen solche blöden Argumente. Es gibt annähern 2.000.000 Menschen die Vollzeit arbeiten und trotzdem als Bettler zum Staat gehen müssen, damit swie zusätzlich noch ein Almosen bekommen.
Bei den Arbeitslosen heisst es, das es alles faule Socken und Schmarotzer sind.
Das aber die Arbeitgeberschaft ihre Lohnkosten auf Kosten des Sozialsystems möglichst klein halten, spielt nicht die geringste Rolle.
Das Eine ist nicht weniger schlimm als das Andere.
Da ja augenscheinlich die Tarifpartner nicht in der Lage sind einen anstänigen Lohn für alle Arbeitnemer durchzusetzen, ist eben der Staat gefordert, der ja für alle seine Bürger da sein soll und nicht nur für die Wirtschaft.
 
Du tust ja so als hätte ich diesen Verein gewählt. Nein, ich habe anders gewählt.Aber denk mal darüber nach wie hoch der Lohn in Polen ist. Und die Konsequenz die ein Mindestlohn nach sich zieht.
Nee nee, ich tue gar nicht. Ist doch völlig egal, wen man gewählt hat, trotzdem will man unter keinem Herren den ganzen Tag buckeln, um am Monatsende trotzdem noch betteln zu müssen.

Aus meiner Sicht (und wahrscheinlich werde ich damit weitestgehend allein da stehen) sieht es so aus:
Der "kleinste" Teilzeitjob sind regulär meines Wissens nach 4 Stunden täglich, 5 Tage pro Woche. Wenn es nach mir ginge, müsste man unter dieser Konstellation genauso viel verdienen, wie man durch ALG II "geschenkt" bekommt. Um es fest zu machen: Eine sehr kleine Mietwohnung (nicht in bester Wohnlage) bekommt man überall in Deutschland für maximal 300 Euro. Zuzüglich des Lebensminimums von 347 Euro und 3 Euro aufgerundet sollte man nach meiner Ansicht also in jedem Fall mit 650 Euro nach Hause gehen. Man sollte also durch 4 Stunden Arbeit pro Tag in Deutschland überleben können, ohne jemanden auf der Tasche zu liegen. Egal, was man tut. Jede weitere gearbeitete Stunde muss ein Plus ausmachen, um zu leben.

In der Realität sieht es aber so aus, dass einige Berufe bei 8 Stunden täglich gerade knapp über dem Satz vom ALG II liegen, in Ausnahmefällen sogar darunter! Will sagen, dass in diesen Fällen ein Hartz IV-Empfänger mit 1-Euro-Job (6 h/d) mehr Geld am Monatsende zur Verfügung hat.

Und das kann meiner Ansicht nach nicht sein. Internationale Konkurrenz hin oder her, aber wir Deutschen leben nunmal auch nicht billig. Wir haben extrem hohe Lebenshaltungskosten.

Wen die Debatte um den Mindestlohn stört, der kann von mir aus auch das Pferd von hinten aufzäumen: Dann soll sich halt die Bundesregierung dafür stark machen, dass die Lebenshaltungskosten sinken. Da das aber viel utopischer und unrealistischer ist, als jeder Mindestlohn, bin ich für eine Mindestlohn, der jährlich neu angepasst wird. Oder jemand hat noch eine andere realisierbare Idee, damit es sich für jeden lohnt, morgens das warme Bett zu verlassen.

Gruß,
Photon
 
Was hat denn der Lohn in Polen damit zu tun?

Als ich vor ein paar Jahren noch in Berlin wohnte, gab es so gegen 7 Uhr in der Frühe eine polnische Invasion am Bahnhof Lichtenberg.
Vorwiegend Frauen die in vielen Fällen wahrscheinlich nicht ganz legalen Arbeiten im Gebäudetechnikbereich nachgingen.
Gegen 16 Uhr verschwanden sie dann wieder.

Ist ja schön, dass die Leute nicht müde werden, Beispiele wie die Benelux, Irland oder GB für funktionierende Mindestlöhne zu nennen.
Nur seltsamerweise haben die genannten Länder keine Ostflanke, wo der gesetzliche Mindestlohn zwischen 1,30 und 1,80 rumgammelt.

Abgesehen davon ist die Diskussion auf eine ganz andere Weise absurd.
Bereiche bei Siemens haben im Frühjahr ein Programm aufgelegt, wo Mitarbeiter, die der Firma nen fähigen E-Techniker oder Maschbauer vermittelt haben, 3.000 € Kopfgeld bekommen haben, weil es solche Leute am Markt nicht oder kaum noch gibt.

Also halte ich fest: Für gut bezahlte Jobs findet sich keiner, während es genug nicht ausreichend qualifizierte Arbeiter gibt, die man mittels Mindestlohn für ihre mangelnde Qualifizierung belohnen möchte.

Hier läuft irgendwas verkehrt.

gruss kelle!
 
Was hat denn der Lohn in Polen damit zu tun?
Wenn wir die EU nicht hätten und uns Gegenbilliglohnkräfte aus dem Ausland abschotten könnnten relativ wenig, wobei es trotzdem verdammt attraktiv bleibt Arbeitsintesive Tätigkeiten nach Polen oder Weissrussland Ukraine, Rumänien etc. zu verlagern. Andereseits hatten wir ein gewisses Bodenniveau erreicht, so das man uns zumindest in Polen nach unten keine Konkuzenz machen konnte. Darauf hätte man Aufbauen können und versuchen können wieder einen guten "unteren" Arbeitsmarkt aufbauen können. Darauf könnte man dann auch viele Osteuropäer ertragen. Im zweifel würden die sogar ihre Löhne erhöhen müssen damit sie noch in Osteuropa die arbeiter halten können. Dieser Prozess wird mit dem Mindestlohn nachhaltig gestört und wird sich im nachhinein als Unsozialer als die derzeitige Praxis herausstellen
 
Ist ja schön, dass die Leute nicht müde werden, Beispiele wie die Benelux, Irland oder GB für funktionierende Mindestlöhne zu nennen.
Nur seltsamerweise haben die genannten Länder keine Ostflanke, wo der gesetzliche Mindestlohn zwischen 1,30 und 1,80 rumgammelt.

*ui* Da begibst Du Dich aber auf extremst dünnes Eis ... ;)

Erinnerst Du Dich nicht mehr an die fehlenden polnischen "Fachkräfte" *ähm* Erntehelfer in diesem Sommer ?

Hier sind sie geblieben ... soviel zur fehlenden "Ostflanke". ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier sind sie geblieben ... soviel zur fehlenden "Ostflanke". ;)

Jo, und wie viele Engländer gehen mal eben über die nächste Oderbrücke zum Friseur?
Wir haben dann an der Oder ein Gehaltsgefälle von un die 7 € die Stunde.

Oder um die Relationen klarer zu machen, der deutsche Mindestlohn wäre sechsmal so hoch wie der polnische.

Ein Kollege hat schon bei jetzigen Gehaltsgefällen einen Zaun in Polen fertigen lassen, der trotz Transport etc. weniger gekostet hat, als einer in Braunschweig.

Vergrößert sich der Gehaltsunterschied durch Mindestlöhne noch mehr, ist es irgendwann auch im Ruhrpott finanziell interessant, sein Zeug, statt wie bisher in den neuen Bundesländern, gleich in Polen fertigen zu lassen.

Das Polen inzwischen lieber für mehr Geld in England Spargel stechen denn hier, ist irgendwo verständlich.
Hat aber wenig mit dem zu tun, was ein Mindestlohn, gerade in grenznahen Bereichen, anrichten würde.

gruss kelle!
 
Oder um die Relationen klarer zu machen, der deutsche Mindestlohn wäre sechsmal so hoch wie der polnische.

Ein Kollege hat schon bei jetzigen Gehaltsgefällen einen Zaun in Polen fertigen lassen, der trotz Transport etc. weniger gekostet hat, als einer in Braunschweig.

Vergrößert sich der Gehaltsunterschied durch Mindestlöhne noch mehr, ist es irgendwann auch im Ruhrpott finanziell interessant, sein Zeug, statt wie bisher in den neuen Bundesländern, gleich in Polen fertigen zu lassen.

Das Polen inzwischen lieber für mehr Geld in England Spargel stechen denn hier, ist irgendwo verständlich.
Hat aber wenig mit dem zu tun, was ein Mindestlohn, gerade in grenznahen Bereichen, anrichten würde.

Der Vergleich ist lächerlich ...

Denn ... es gibt auch eine "Westflanke" mit Nachbarstaaten, die einen Mindestlohn haben [wie Du selbst schon geschrieben hast - Benelux].

Luxemburg 9,00 Euro/Stunde
Niederlande 8,00 Euro/Stunde
Belgien 8,00 Euro/Stunde
Frankreich 8,00 Euro/Stunde

Deinen Vergleich kannst Du bis Ultimo treiben und den Gartenzaun des Kollegen anführen ... in 10 Jahren wird er ihn in China fertigen lassen können und er wird billiger sein. :biggrin:

Ich habe dazu sogar 3 Beispiele ...
3 Häuslebauer bei mir in der Nachbarschaft haben ihre Fertighäuser in Polen bzw. Tschechien gekauft.
Für 139.000 Euro inkl. Lieferung und Aufbau.

Das sind aber keine Argumente gegen einen Mindestlohn.
Denn ... wenn man sich die Statistiken anschaut, bekommen in den neuen EU-Ländern nur 2% der Tschechen, 5% der Polen und 2% der Slowaken den gestzlichen Mindestlohn.
Der "Rest" - also mehr als 95% - bekommt mehr. Wieviel mehr sei dahingestellt.

Deine Argumentation aber beruht darauf, dass Du pauschal den Mindestlohn als allgemeines Gehaltsgefüge annimmst und genau das ist falsch.
 
Denn ... es gibt auch eine "Westflanke" mit Nachbarstaaten, die einen Mindestlohn haben

Der in etwa genau die gleiche Höhe hat, wie der in Deutschland von einigen favorisierten...
Von daher ist es relativ Wurst, ob ein Bitburger für 9 € Mindestlohn sich ne deutsche Putzfrau kommen lässt, oder eine für 9 € aus Luxemburg.

Der "Rest" - also mehr als 95% - bekommt mehr. Wieviel mehr sei dahingestellt.

Wenn diese 95% der Polen das dreifache des Mindestlohns bekommen, kriegen sie trotzdem nur die Hälfte des deutschen Mindestlohnes.

Deine Argumentation aber beruht darauf, dass Du pauschal den Mindestlohn als allgemeines Gehaltsgefüge annimmst und genau das ist falsch.

Der Mindestlohn stellt sicherlich nicht das allgemeine Gehaltsgefüge dar, aber er ist ein Anhaltspunkt dafür, wie in einem Land die Gehälter aussehen, und somit sieht man auch die Differenzen.

Sicherlich wird man auch in Polen in Odernähe keinen finden, der für die gesetzlichen 1,40 € loszieht, aber wie gesagt, 3fache Mindestgehalt in Polen = halbes deutsches.

Und das ist nun mal ein Fakt, mit dem die anderen Länder der alten EU nix zu tun haben, da sie von "Hochlohn"ländern umgeben sind.
Oder nur von Wasser...

gruss kelle!