Hm,
eigentlich ging es mir bei meinem Diskussionsansatz nicht speziell um den Postmindestlohn.
Jepp! Das hatte ich auch erkannt. Deshalb habe ich Deinen Beitrag auch unkommentiert stehen lassen, weil ich viel davon ebenfalls befürworte.
Fassen wir beides mal zusammen: Der Arbeitnehmer hat die Auswahl, wofür er seine Arbeitskraft einsetzt. Es gibt genug Arbeitnehmer, die ihre Arbeit auch für weniger Lohn gerne machen, solange sie nicht vom Staat abhängig sind. Arbeitsplatzverluste durch Gesetze sind mehr als unsinnig!
Zumal ich jederzeit beweisen kann, dass der beschlossene Mindestlohn den Beschäftigten im private Zustellungsdienst (außer PIN) ebenfalls schadet.
Was ich aber hauptsächlich damit ausdrücken wollte, ist die Tatsache, dass sich unsere Gesetzgeber mal wieder damit hochschaukeln. Alles werbewirksam in der Bild und ohne Gedanken an die tatsächlichen Konsequenzen.
Hurra, die Post behält ihr Monopol durch andere Gesetze, obwohl sie gleichzeitig das Monopol aufgehoben haben. Man kommt der einen Forderung nach und schließt den Kreis durch den Mindestlohn. Alle sind zufrieden, außer die Arbeitnehmer selbst. Das Handeslblatt spricht von 20.000 Arbeitsplätzen, denn PIN ist nicht der einzige private Zusteller.
Aber Hauptsache der Postchef hat seine Anteile an der Post gewinnbringend durch den Mindestlohn an den Mann gebracht. Wer hat schon ein Weihnachtsgeld von 2,24 Mio?
Die Quelle steht im letzten WortWährend sich die Bundesregierung zum Aktien-Deal von Post-Chef Klaus Zumwinkel offiziell nicht äußern wollte, wurde das Verhalten des Managers von Politikern aus SPD und Union mit Kopfschütteln quittiert. Zumwinkel hatte 200 540 eigene Aktien verkauft, nachdem die Post-Aktie wegen der Einigung auf den Mindestlohn einen Kurssprung gemacht hatte. Mit dem Verkauf hatte der Post-Chef vermutlich rund 2,24 Mill. Euro Gewinn gemacht. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) kritisierte Zumwinkel scharf: „Wer sich nach der ganzen Vorgeschichte zu solch einer Aktion hinreißen lässt, fügt dem Ansehen der deutschen Wirtschaftsführer schweren Schaden zu“, sagte er dem Handelsblatt.
