Mein Anteil an der Welt

HyPOKERtes

Well-known member
ID: 259596
L
7 November 2006
264
24
Hallo,
ich habe gerade den Film "Home" gesehen und bin tief beeindruckt.

Jetzt stelle ich mir gerade folgende Fragen:


  • Wieviel Strom darf ich verbrauchen, wenn ich nur genau den mir zustehenden Anteil, gemessen an der gesamten Weltbevölkerung, nutzen will?
  • Wieviel Fleisch darf ich essen?
  • Wieviel Fisch?
  • Wieviel Benzin darf ich verbrauchen?
  • Wieviel Geld ausgeben?
Ich weiß, meine Fragen sind sehr theoretisch. Interessieren würde es mich aber trotzdem. Wo bekommt man solche Zahlen her?
Würde mich echt interessieren, wie ein "gerechtes" Leben aussehen würde.
 
Das macht also 0,11 Kilo pro Person und Tag, richtig?
Ich glaube da liege ich drüber. :shifty:

jo kommt ca hin, aber in Deutschland wird eh mehr Fleisch gegessen als die 40 Kilo Weltdurchschnitt- von Wikipedia:

Der Fleischkonsum stieg in Deutschland zwischen 1950 und 2004 von 26,2 kg auf 60,7 kg pro Kopf und Jahr. Der Höchstwert wurde 1985 mit 66,1 kg erreicht.

60,7 Kilo pro Jahr --> macht 166 Gramm/Tag
 
Also, bei greenpeace (und anderen Internetportalen) gibt es einen CO2-Rechner, (Link: https://greenpeace.klima-aktiv.com/) der zumindest deine verträgliche Quote am CO2-Ausstoß angibt. Im Ergebnis wird auch angegeben, wieviele "Erden" wir brauchten, wenn alle Menschen so wie du leben würden. Das beantwortet zumindest einige deiner Fragen. Viel Spaß beim "Durchrechnen"

Klar ist: Wir Deutschen brauchen - im Schnitt zwischen 2 und 3 Mal so viele Resourcen wie uns am Weltdurchschnitt zustehen.
 
die sagt Weltproduktion 2002 : 241,5 Mio Tonnen Fleisch =241,5 Mrd Kilo, ungefähr zur gleichen Zeit gab es 6 Mrd Menschen macht pro Nase also 40 Kilo Fleisch/Jahr

Beim Fleisch beispielsweise gibt es aber auch gutes und schlechtes Fleisch, also ganz "gerecht" wäre es so auch nicht..

[ironie]
Am gerechtesten wäre es, wenn alle auf der Welt hungern
[/ironie]
 
  • Wieviel Benzin darf ich verbrauchen?

Wenn man die Weltreserven ausser acht lässt und nur die Neuförderung beachtet:

Etwa 30.400.000.000 Barell Öl Förderung pro Jahr entsprich etwa 4.833.600.000.000 Liter.

Bei 6,75 Mrd. Menschen entspricht das 716 Liter pro Person :mrgreen:

Sind bei meiner Karre gerundet 18x volltanken im Jahr. ;)
 
Da sollte man doch mal Überlegungen anstellen warum man alles sich von anderen liefern oder anfertigen lassen muss? Autarkie hat was, und man muss ja nicht jede Familie für sich sehen, sondern z.B. Dorfgemeinschaften/Kleinstädte/Kreise. Wenn da mit gesundem Menschenverstand hingegangen wird und als Anfang mal die Landwirtschaft so dimensioniert wird das der Eigenverbrauch an Fleisch/Milch/Gemüse/Mehl etc. gesichert ist dann kann man mit Landesteilen die keine Landwirtschaft haben (Großstädte?) Lieferabkommen schliessen und für das Geld dann Sachen kaufen die man nicht selbst erzeugen kann.
Energietechnisch können Solar- und Windkraft, bzw. Biomasse-Block(Heiz)kraftwerke den Bezirk versorgen, Mit der richtigen Planung kann man von sogenannten (künstlichen !) Weltmarktpreisen und EU-subventionierten Mogelpreisen wegkommen und der Erzeuger kennt wieder den Verbraucher (vice versa) und die Preise reissen nicht mehr nach oben oder unten aus wegen Spekulantismus!

Ansonsten hilft es -um dann auf Deine Frage noch mal zurück zu kommen- doch schon viel wenn man eben "Resourcenschonend" lebt, also weniger (unnütze) Autofahrten, Wassersparen , weniger Verpackungsmüll, nicht immer gleich alles "Neukaufen" sondern (wenn es denn geht) mal reparieren, und immer dran denken das es Menschen gibt die haben nicht mal die Möglichkeiten "Wasser zu sparen" weil sie gar keines haben, bzw. zu wenig :(

Wenn da schon einige mitziehen würden hilft es..
 
Ist das gut oder schlecht?
Mir ist das gleich. Wer sich vegetarisch ernähren möchte kann das gerne machen, ich kann mein Fleisch ja trotzdem essen.

Wenn da mit gesundem Menschenverstand hingegangen wird und als Anfang mal die Landwirtschaft so dimensioniert wird das der Eigenverbrauch an Fleisch/Milch/Gemüse/Mehl etc. gesichert ist dann kann man mit Landesteilen die keine Landwirtschaft haben (Großstädte?) Lieferabkommen schliessen und für das Geld dann Sachen kaufen die man nicht selbst erzeugen kann.
Dann kannst du aber nicht mehr ganzjährig Tomaten bekommen und Paprika gäbe es überhaupt nicht mehr, weil die in Deutschland nur schlecht wächst...

Sicher könnte man einige Transportwege vermeiden, indem man die Produkte, die man hier herstellen und produzieren kann nicht mehr importiert, aber um den jetzigen Lebensstandard zu halten braucht es natürlich schon Importe und Exporte, auch von Lebensmitteln.

Und wie willst du einen Unternehmer davon überzeugen seine Nordsee-Krabben in Deutschland pulen zu lassen, wenn es in Indien so viel günstiger ist? Dürfte schwierig werden.
 
Du vergisst aber, das Öl auch für den Transport und die Produktion von Waren genutzt wird, die du ja auch kaufst.

Weiß ich :)
Trotdzem steht jeder Person dann nur etwa 716 L Öl zur Verfügung.
Ich hab das ja nur aus meiner Sicht geschrieben, ich produziere ja keine Waren und heize auch nicht mit Öl. Deswegen auch das persönliche Besipiel mit dem Auto. ;)
 
Weiß ich :)
Trotdzem steht jeder Person dann nur etwa 716 L Öl zur Verfügung.
Ich hab das ja nur aus meiner Sicht geschrieben, ich produziere ja keine Waren und heize auch nicht mit Öl. Deswegen auch das persönliche Besipiel mit dem Auto. ;)

nur schade das das Beispiel komplett sinnfrei ist weil es erstens nur ein Teil Deines Gesamtverbrauchs ist und zweitens Deine Karre ja Benzin/Diesel frißt und nicht Öl
 
Sicher könnte man einige Transportwege vermeiden, indem man die Produkte, die man hier herstellen und produzieren kann nicht mehr importiert, aber um den jetzigen Lebensstandard zu halten braucht es natürlich schon Importe und Exporte, auch von Lebensmitteln.

Das ist genau das Problem, denke ich. Wir leben absolut über unseren Verhältnissen. Dies geht zu Kosten der Umwelt und der 3. Welt. Um mich nicht mehr schuldig zu machen will ich nicht mehr auf Kosten Dritter leben. Das wird aber verdammt schwierig...
 
Um mich nicht mehr schuldig zu machen will ich nicht mehr auf Kosten Dritter leben. Das wird aber verdammt schwierig...

ist es im Grunde nicht, der Mensch ist ja auch ein Gewohnheitstier und gewöhnt sich an vieles .....aber man kann nicht nur viel Umwelt sondern auch viel Arbeit sparen indem man z.b.

nur ein Zimmer in einer Wg hat
nur Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel nutzt
sich Fleischarm und ausgewogen ernährt
auf Flugreisen verzichtet
auf allen überflüssigen Konsum verzichtet

finanzieren kann man das wenn man halbwegs verdient von ca 15 Stunden Arbeit die Woche ;)
 
Wir leben absolut über unseren Verhältnissen. Dies geht zu Kosten der Umwelt und der 3. Welt.
Über unseren Verhältnissen leben wir nicht. Das wäre der Fall, wenn wir mehr Geld ausgeben würden als wir einnehmen. Und für die meisten Privathaushalte in Deutschland dürfte das weiterhin nicht zutreffen.

Dennoch haben wir einfach einen sehr hohen Lebensstandard. Und den aufzugeben wäre ein verdammt schwerer Schritt für uns alle.

Und auf Kosten der Dritten Welt geht das sicherlich nicht ausschließlich. Kaffee zum Beispiel ist eine Massenware in Mitteleuropa, wird aber sehr viel in armen Ländern angebaut und dann zu uns exportiert. Ohne diesen Handel würde es einigen Ländern noch sehr viel schlechter gehen.

Um mich nicht mehr schuldig zu machen will ich nicht mehr auf Kosten Dritter leben.
Wie kommst du auf schuldig? Fühlst du dich aufgrund deines Konsums so?