Nabend,
ein Freund von mir hat mir heute Morgen eine ziemlich eigenartige Aufgabe gestellt und ich komm' da auch nach langem Grübeln einfach nicht weiter. Also es geht um folgendes:
Drei Deutsche sitzen in einem anderen Land im Gefängnis, weil sie beschuldigt werden, ein Verbrechen begangen zu haben. In Zelle 1 sitzt Schulz, in Zelle 2 Müller und in Nr. 3 Mayer.
Die deutsche Regierung versucht natürlich mit der des anderen Landes zu verhandeln, man solle die Gefangenen doch frei lassen, da sie die Verbrechen gar nicht begangen haben können. Schließlich einigt man sich darauf, einen der drei frei zu lassen, die anderen beiden werden jedoch hingerichtet.
Am Tag der Exekution sitzt Schulz in seiner Zelle und denkt darüber nach, ob er vielleicht derjenige sei, der heil aus dem Gefängnis heraus kommt. Wenn zwei der dreien sterben müssen liegt seine Überlebenswahrscheinlichkeit daher logischerweise bei 1/3 (1 zu 3), richtig? Doch plötzlich kommt ihm ein Gedanke: Mit seinem letzten Geld in der Tasche versucht er den Wärter zu bestechen, der vor den Zellen umher läuft. Aber das Einzige was der Wärter Schulze verraten will, ist, dass Müller (Nr. 2) auf jeden Fall sterben wird. Wenn also Müller auf jeden Fall schon mal tot ist, bleiben ja nur noch er selber und Mayer übrig. So, jetzt muss also entweder er selber oder der andere noch sterben, da ja insgesamt zwei Leute exekutiert werden sollen. Also kann man doch sagen, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit von Schulz auf einmal gestiegen ist, denn entweder er stirbt noch, oder eben der andere, d.h. sie liegt jetzt bei 50%, also 1/2 oder 1 zu 2.
Aber wie kann das sein? Wie soll denn bitte nur durch den Tipp des Wärters die Wahrscheinlichkeit steigen? Den Gedankengang, dass einer der beiden anderen auf jeden Fall sterben wird hätte man doch auch selber machen können. Beträgt die Wahrscheinlichkeit zu überleben jetzt 1/3 (da ja einer von den dreien überlebt) oder 1/2 weil ja einer der anderen beiden logischerweise (also nicht Schulz) auf jeden Fall sterben wird und dann nur noch zwischen ihm selbst und dem Dritten entschieden werden muss?
Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen gut rüberbringen und bin mal gespannt was ihr so dazu sagt, weil ich bin da echt mit meinem Latein am Ende...
ein Freund von mir hat mir heute Morgen eine ziemlich eigenartige Aufgabe gestellt und ich komm' da auch nach langem Grübeln einfach nicht weiter. Also es geht um folgendes:
Drei Deutsche sitzen in einem anderen Land im Gefängnis, weil sie beschuldigt werden, ein Verbrechen begangen zu haben. In Zelle 1 sitzt Schulz, in Zelle 2 Müller und in Nr. 3 Mayer.
Die deutsche Regierung versucht natürlich mit der des anderen Landes zu verhandeln, man solle die Gefangenen doch frei lassen, da sie die Verbrechen gar nicht begangen haben können. Schließlich einigt man sich darauf, einen der drei frei zu lassen, die anderen beiden werden jedoch hingerichtet.

Am Tag der Exekution sitzt Schulz in seiner Zelle und denkt darüber nach, ob er vielleicht derjenige sei, der heil aus dem Gefängnis heraus kommt. Wenn zwei der dreien sterben müssen liegt seine Überlebenswahrscheinlichkeit daher logischerweise bei 1/3 (1 zu 3), richtig? Doch plötzlich kommt ihm ein Gedanke: Mit seinem letzten Geld in der Tasche versucht er den Wärter zu bestechen, der vor den Zellen umher läuft. Aber das Einzige was der Wärter Schulze verraten will, ist, dass Müller (Nr. 2) auf jeden Fall sterben wird. Wenn also Müller auf jeden Fall schon mal tot ist, bleiben ja nur noch er selber und Mayer übrig. So, jetzt muss also entweder er selber oder der andere noch sterben, da ja insgesamt zwei Leute exekutiert werden sollen. Also kann man doch sagen, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit von Schulz auf einmal gestiegen ist, denn entweder er stirbt noch, oder eben der andere, d.h. sie liegt jetzt bei 50%, also 1/2 oder 1 zu 2.
Aber wie kann das sein? Wie soll denn bitte nur durch den Tipp des Wärters die Wahrscheinlichkeit steigen? Den Gedankengang, dass einer der beiden anderen auf jeden Fall sterben wird hätte man doch auch selber machen können. Beträgt die Wahrscheinlichkeit zu überleben jetzt 1/3 (da ja einer von den dreien überlebt) oder 1/2 weil ja einer der anderen beiden logischerweise (also nicht Schulz) auf jeden Fall sterben wird und dann nur noch zwischen ihm selbst und dem Dritten entschieden werden muss?
Ich hoffe, ich konnte das einigermaßen gut rüberbringen und bin mal gespannt was ihr so dazu sagt, weil ich bin da echt mit meinem Latein am Ende...
