Wahlen Landtagswahl in Hessen 2008/09 - Diskussionen und Schlüsse

Was wählt ihr bei der Landtagswahl in Hessen am 18.01.2009?

  • CDU

    Stimmen: 6 14,6%
  • SPD

    Stimmen: 4 9,8%
  • Bündnis90/Die Grünen

    Stimmen: 4 9,8%
  • FDP

    Stimmen: 7 17,1%
  • Die Linke

    Stimmen: 3 7,3%
  • REP

    Stimmen: 2 4,9%
  • Sonstige [i](Violett, Grau, Piratenpartei, Frauenpartei, Freie Wähler...)[/i]

    Stimmen: 2 4,9%
  • Trotz Sarahs Bemühungen...ich weiß es nicht!!!

    Stimmen: 1 2,4%
  • Das geht mir sowas von am ... vorbei!

    Stimmen: 0 0,0%
  • Wohne nicht in Hessen

    Stimmen: 12 29,3%

  • Umfrageteilnehmer
    41
  • Umfrage geschlossen .
Im Moment fänd ich CDU/FDP/Grüne gar nicht soo schlecht. Die Grünen sind dann so sehr in der Unterzahl, dass der Blümchen-Verein eh nix zu melden hat.

oder das Zünglein an der Waage........eine Mehrheit hat Schwarz/gelb nun mal nicht.....und das ganze Spiel kann nur funktionieren, wenn Herr Koch endlich die Koffer packt



greez worzelsepp
 
Im Moment fänd ich CDU/FDP/Grüne gar nicht soo schlecht. Die Grünen sind dann so sehr in der Unterzahl, dass der Blümchen-Verein eh nix zu melden hat.

Und das bringt aber was? Das Problem ist, dass die Regierung halt zusammenarbeiten muss, ansonsten gibt es kaum Bewegung und man kann doch lieber neu wählen. Eine dreierkonstelation geht wirklich nur bei gegenseitigen Respekt. Und da hoffe ich halt, dass die Bundes-Grüne sich nicht zu sehr einmischt. Denn deren Köpfe sind das allerletzte....
 
Wirkliches "Schwarz-Gelb" kann es nur geben, solange auch "Rot-Gelb" möglich ist. Es mag paradox klingen, aber die Liberalen können ihre Ideen nur dann wirklich durchsetzen, wenn sie als Druckmittel einen Machtwechsel in der Hinterhand haben. Als "Steigbügelhalter" für die Union (quasi "Schwarz-Antrazit") sind sie überflüssig, das haben die letzten Landtagswahlen gezeigt - die FDP ist zumeist weit davon entfernt, regierungsfähige Ergebnisse zu erzielen.

Dazu kommt noch, das man auch mal die Inhalte überarbeiten und wieder mehr zur Mitte orientieren muss.

Wenn die FDP eine Politik macht, die sowohl kompatibel für die Union als auch für die SPD (ohne weiteren Partner) ist, wird die FDP zu einer Politischen Kraft in der deutschen Politik, und nicht nur "Juniorpartner"
 
Darkkurt, wie ich es schon oft in einigen Threads hier geschrieben habe:
Die FDP braucht sich nicht anzupassen, das wäre heuchlerisch.
Jede Partei hat ihr Programm, Grundsätze und Interessen, die sich von denen der andere Parteien mehr oder weniger unterscheiden. Wäre das nicht so, bräuchte es keine Parteien.
Nicht die Parteien müssen sich ändern, sondern die wählenden Menschen. Denn Parteien mit verschiedensten Programmen und Ansichten gibt es genug!
 
@darkkurt

Ich denke nicht, dass die FDP in der hinsicht so ist wie du es einschätzt. Ich glaube mit einer SPD-spitze, die nicht zu stark nach links tendiert, was in hessen der fall war/ist, hätte die FDP auch verhandelt. So war das nun einfach konsequent um nicht die eigenen Wähler zu verprellen.
 
Die FDP hat sich seit der Zeit eines Genscher oder eines Lambsdorff viel zu sehr der CDU angepasst - ein Ruck in die Mitte wäre in meinen Augen eine nötige Korrektur, kein Verbiegen.

So ähnlich sieht es ja inzwischen auch der Guido. ;).

Im übrigen machen es die Grünen ja auch, nur aus der anderen Richtung. Sie rutschen von Links gen Mitte und werden langsam für die CDU als Koalitionspartner interessant. Momentan sind sie rein Quotentechnisch sogar der interessantere Partner.

Konsequenz für die FDP: entweder die CDU rechts überholen (was ohne Möllemann schwierig werden könnte) oder zurück zur Mitte. Der Weg nach rechts wurden den Mitglieder auf Bundesparteitagen schmackhaft gemacht Das Programm rutschte ebenso wie die Koalitionsaussagen nach rechts. Imho hat die FDP dadurch viele Wähler verprellt, und auch Mitglieder. Mein Vater hat vor der Bundestagswahl '94 sein Parteibuch zurückgegeben, ein Arbeitskollege hat '94 auf einen Listenplatz verzichtet und ist '98 ausgetreten.
 
Wie gesagt, ich bin von der Linie der FDP überzeugt. Eine Korrektur halte ich für falsch. Vielmehr würde ich mir eine Verdeutlichung gegenüber den Wählern wünschen. Aber viele Wähler interessieren sich eigentlich gar nicht für das was sie ankreuzen :(
 
[...] Jede Partei hat ihr Programm, Grundsätze und Interessen, die sich von denen der andere Parteien mehr oder weniger unterscheiden. Wäre das nicht so, bräuchte es keine Parteien.
[...]
Aber genau das ist doch das Debakel. Die Parteien haben alle an Profil verloren, zum Teil eben auch an Identität. Die einen mehr, die anderen weniger. Genau deswegen entstehen solche Wahlergebnisse, wo de facto jede Partei fast die gleiche Anzahl an Stimmen abräumt wie die andere.

Und dann ist es auch fast egal, ob die Wahlbeteiligung steigt oder sinkt.

Gruß,
Photon
 
Siehe Beitrag über dir: Verdutlichung des Profils gegenüber den Wählern, das kommt meist zu wenig zum Ausdruck und die Wähler interessieren sich zu wenig für ihr Kreuzchen.

Ai, Mein Lieblings-Guido ist im TV!
N24: Die Göaubwürdigkeit der FDP
Solltet ihr euch vielleicht auch mal ansehen.
 
@darkkurt Naja was heißt gegen Mitte tendieren. Die FDP hat schon ein eigens Parteiprogramm, welchem sie meines erachtens auch recht treu geblieben sind. Die Umsetzung konnten sie halt nie richtig praktizieren, weil sie immer die Minderheit innerhalb einer Regierung dargestellt haben.

Die Prägung durch die CDU kommt doch nur dadurch, ass die CDU immer der stärkere war und somit auch besser verhandeln konnte. Aber ich denke schon, dass die FDP offen mit anderen Parteien reden könnte sofern sie nicht wie die SPD zu weit weg von den eigenen Zielen ist. Und die SPD war nunmal mit einen Linksgerichteten Kurs durch eine Ypsilanti zu weit weg von dem Kurs der FDP. Welcher FDP-Wähler hätte die da nich wählen können wenn die mit so einer SPD paktiert....
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin von der Linie der FDP erst wieder überzeugt, wenn sie nicht an den Rockschössen der CDU hängt - Wenn ich das gefühl habe, dass es um die Verwirklichung zumindest eines Teil der eigenen Politik geht - mir ist eine Liberale Wirtschaftspolitik unter einer SPD-Regierung allemal lieber als gar keine liberale Idee, weil in der Opposition.

Ich hoffe, das Westerwelle sich mit seinem neuen Kurs durchsetzen kann. Zur Mitte orientieren soll ja nicht heißen, das "Muttertier" CDU gegen die SPD einzutauschen, sondern beide Optionen zu haben, um die eigenen Ideen zu realisieren.
 
Der Liberalismus sollte nicht verloren gehen, da stimme ich dir voll und ganz zu, und genau deswegen halte ich die SPD für den falschen Partner. Die Schnittmengen sind einfach zu klein. Das ist fast wie Linke und NPD zusammen, das geht gar nicht.

Btw was mir grade einfällt, darkkurt du erinnerst dich sicher noch, auch da haben wir an verschiedenen Fronten gekämpft, Koch wollte vor dreieinhalb Jahren Türkisch-Unterricht. Du kannst dir sicher vorstellen auf welcher Seite ich stand, und nun wo du standst. Komisch nicht, wie Koch jetzt dem braunen Pöbel zugeordnet wird. (Sorry4OT, wollts nur erwähnen bevor ich es wieder vergesse.)
 
Ich kann mir nicht vorstellen, das ich irgendwann mal auf der Seite des rasenden Rolands war... :ugly:

Aber warum sollten die Schnittmengen mit der SPD zu klein sein? Sie waren schon einmal unter Brandt und Schmidt groß genug. Zugegebenermaßen hat Kurt Beck weder das Format noch die Politische Grundausrichtung wie die beiden, aber er sägt ja auch grade fleißig am eigenen Ast. Und ich kann mir nicht vorstellen, das der Linke Flügel der SPD dauerhaft Oberwasser haben wird.
 
Die FDP hat sich seit der Zeit eines Genscher oder eines Lambsdorff viel zu sehr der CDU angepasst - ein Ruck in die Mitte wäre in meinen Augen eine nötige Korrektur, kein Verbiegen.
Ja, auch alle Lobreden auf ihre Ikonen helfen nichts (ich erinnere mich mit Grauen an die letzten Parteibriefe :ugly: ).
Mit solchen aber auch anderen Leuten ist viel eigene Kompetenz verloren gegangen. Das Profil ist im Vergleich zu vor 20 Jahren stark abgemagert, bleibt (fast) nur noch aber immerhin die Funktion des Mehrheitsbeschaffers.
 
Was war und was ist, ist immer noch ein Unterschied.
Was damals war weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht, ich lebe jetzt. Damals war ich noch nichtmals in Planung.
Außerdem was kann die FDP, wenn sich die SPD immer mehr den Linken anbiedert und von der Mitte abrückt? Die FDP verpflichtet sich dem Liberalismus, der nunmal nicht viel Spielraum offen lässt in Sozialismus und Kommunismus, so ist das nunmal.

edit: Doch darkkurt warst Du. Wir waren selten einer Meinung und da mit Sicheheit nicht, da ich weiß wo ich stand, kann ich daraus schließen, dass du auf der anderen Seite warst,
 
Was war und was ist, ist immer noch ein Unterschied.
Was damals war weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht, ich lebe jetzt. Damals war ich noch nichtmals in Planung.
Außerdem was kann die FDP, wenn sich die SPD immer mehr den Linken anbiedert und von der Mitte abrückt? Die FDP verpflichtet sich dem Liberalismus, der nunmal nicht viel Spielraum offen lässt in Sozialismus und Kommunismus, so ist das nunmal.

Die FDP kann sich dort aufstellen, wo die SPD wieder hinmuss - habe ich ja geschrieben. die SPD ist momentan selbst weit davon entfernt, mit der FDP koalieren zu können, soweit hast du natürlich recht.

Bloß - sein wir ehrlich: So nahe, wie die FDP der CDU steht, ist sie zuerst der CDU verpflichtet, nicht mehr nur dem Liberalismus. Und das ist imho der grundlegende Fehler, der programmatisch gemacht wurde.

Um das mal klar zu stellen: Es geht mir nicht darum, das die FDP in Hessen eine Ampel aufmacht und Y zur Macht verhilft. Schon gar nicht jetzt nach der Anbiederung der SPD gen Links. Es geht nur darum, sich grundsätzlich die Richtung offen zu halten, ohne sich vom Koalitionspartner all zu sehr in einer Richtung ziehen zu lassen.
 
Offen halten heißt sich zu prostituieren, man verkauft sich. Das kann nicht in deinem Sinne sein, dass bald jeder mit jedem rummacht.
Auch sollte sich die SPD der FDP annähern fänd ich das genauso bescheiden, weil die SPD die Hure unter den Parteien ist. Mit sowas will ich persönlich nichts zu tun haben.

edit: Schlafenszeit, ich verabschiede mich für heute. Gute Nacht zusammen :)
 
Naja, Grün will ja jetzt mit der SPD in Hessen nicht mehr verhandeln. Damit fällt ja die Ampel zum Glück aus ;)
 
Neuwahlen :pray: (Bitte-Bitte ;) )


@Eisfee: Gut, wenn du lieber einen Sklaven fremder Politik wählst - bitte. Ich halte das für weniger erstrebenswert.
 
Offen halten heißt sich zu prostituieren, man verkauft sich. Das kann nicht in deinem Sinne sein, dass bald jeder mit jedem rummacht.
Auch sollte sich die SPD der FDP annähern fänd ich das genauso bescheiden, weil die SPD die Hure unter den Parteien ist. Mit sowas will ich persönlich nichts zu tun haben.

edit: Schlafenszeit, ich verabschiede mich für heute. Gute Nacht zusammen :)

Finde ich ein klein wenig egoistisch, alle sollen sich ein wenig bewegen, nur bei der eigenen Partei nennt man es gleich Prostitution. :roll: