[Kritik] Bewerbungsanschreiben

umweltpolizeisb

Zirkelpopler
ID: 211681
L
21 April 2006
6.642
429
Hallo,
ich habe gestern endlich einen Job gefunden, der zu mir passen würde. Nach langem suchen endlich was gefunden, was meinen Bedürfnissen entspricht und das Alter keine Rolle spielt.
Dazu suche ich ein paar nette User, die sich gerne mein Bewerbungsanschreiben anschauen möchten und dazu ihre Meinung posten.
Ich habe sehr lange überlegt, bis ich in meinen Augen ein gutes anschreiben zustande gebracht habe.

Ich freue mich über jeden hilfreichen Beitrag :)
Grüße!

Hier das Anschreiben:

Bewerbung - Ihre Anzeige „Nebentätigkeit in Rechtsanwaltskanzlei“ in der Super Sonntag vom 26. Juli 2009


Sehr geehrter Herr Mustermann,

durch Ihre Anzeige in der „Super Sonntag“ bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Sie eine Stelle für Nebentätigkeiten in Ihrer Kanzlei frei haben. Da ich selbst später einen Beruf in diese Richtung anstrebe, möchte ich mich hier mit um diesen Platz bewerben.

Zurzeit bin Ich Schüler am Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz, welches ich voraussichtlich 2013 mit der Fachoberschulreife verlassen werde.

In meiner Freizeit arbeite ich ehrenamtlich im evangelischen Jugendzentrum „ZaK“ und sammele dort Erfahrung im Umgang mit Menschen und Kindern. Nebenbei bin ich im Internet als Administrator tätig und entwickle meine Seite selbst. Im Internet hatte ich dann den ersten Kontakt mit den Gesetzen. Ich finde es interessant, in den Gesetzesbüchern zu stöbern und interessiere mich auch für eine Laufbahn als Anwalt. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ich in Ihrer Kanzlei angestellt werde. Ich denke, dass ich mit meinen Freizeitaktivitäten die nötigen Voraussetzungen besitze.



Mein Lebenslauf, eine Kopie des letzten Schulzeugnisses sowie ein Passfoto liegen diesem Schreiben bei.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden und
verbleibe mit freundlichen Grüßen,
 
Du bist Schüler, wie willlst Du dies mit den Arbeitszeiten vereinbaren? Willst Du einem potentiellem Arbeitgeber etwa sagen wann DU arbeiten kannst? ;)

Eine qualifikation besitzt du nicht, wie auch - als Schüler.

Verstehe mich nicht falsch, Du solltest Dich natürlich in jedem Fall da bewerben wenn Dich dies interessiert, allerdings solltest Du das ganze etwas realistisch sehen, die suchen eine Bürokraft, keinen Praktikanten.



PS: Die markierten Stellen solltest Du dringend umformulieren, man kann direkt herauslesen das diese Bewerbung von einem 16-jährigem geschrieben wurde.

Bewerbung - Ihre Anzeige „Nebentätigkeit in Rechtsanwaltskanzlei“ in der Super Sonntag vom 26. Juli 2009


Sehr geehrter Herr Mustermann,

durch Ihre Anzeige in der „Super Sonntag“ bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Sie eine Stelle für Nebentätigkeiten in Ihrer Kanzlei frei haben. Da ich selbst später einen Beruf in dieser Richtung anstrebe, möchte ich mich hier mit um diesen Platz (diese Stelle) bewerben.

Zurzeit bin Ich Schüler am Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz, welches ich voraussichtlich 2013 mit der Fachoberschulreife verlassen werde.

In meiner Freizeit arbeite ich ehrenamtlich im evangelischen Jugendzentrum „ZaK“ und sammele dort Erfahrung im Umgang mit Menschen und Kindern. Nebenbei bin ich im Internet als Administrator tätig und entwickle meine Seite selbst. Im Internet hatte ich dann den ersten Kontakt mit den Gesetzen. Ich finde es interessant, in den Gesetzesbüchern zu stöbern ~besitzt du welche?~ und interessiere mich auch für eine Laufbahn als Anwalt. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn ich in Ihrer Kanzlei angestellt werde. Ich denke, dass ich mit meinen Freizeitaktivitäten die nötigen Voraussetzungen besitze.



Meinen Lebenslauf, eine Kopie des letzten Schulzeugnisses sowie ein Passfoto liegen diesem Schreiben bei.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen würden und
verbleibe mit freundlichen Grüßen,
 
Du bist Schüler, wie willlst Du dies mit den Arbeitszeiten vereinbaren? Willst Du einem potentiellem Arbeitgeber etwa sagen wann DU arbeiten kannst? ;)

Eine qualifikation besitzt du nicht, wie auch - als Schüler.

Verstehe mich nicht falsch, Du solltest Dich natürlich in jedem Fall da bewerben wenn Dich dies interessiert, allerdings solltest Du das ganze etwas realistisch sehen, die suchen eine Bürokraft, keinen Praktikanten.

PS: Die markierten Stellen solltest Du dringend umformulieren, man kann direkt herauslesen das diese Bewerbung von einem 16-jährigem geschrieben wurde.

Hi,
erstmal danke für deinen Beitrag und die Tipps.

Zum 1. Punkt: Laut der Website der Kanzlei soll die Arbeitszeit 6-10 Wochenstunden betragen - da kann ich ruhig nachmittags ab 13.00/14.00 Uhr je nach Schluss die Kanzlei besuchen ;)

Zu 2.: Es handelt sich hierbei um eine Nebentätigkeit/Langzeitpraktiukum. Ich werde Telefongespräche entgegennehmen, Tagespost bearbeiten, die Akten pflegen, Dateien am Computer verwalten und Schreiben anferitgen, die auf Band gesprochen worden sind.
Dafür brauche ich ja wohl keinerlei Qualifikation, oder ? :)
Zudem ist die Stelle für Jugendliche ab 16 Jahren ausgeschrieben, was hier in meiner Stadt selten passiert ;)

Grüße!

EDIT:
Wie folgt verändert:
Bewerbung um Nebentätigkeitsarbeiten in Ihrer Kanzlei


Sehr geehrter Herr Demo,

durch Ihre Anzeige in der „Super Sonntag“ bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Sie eine Stelle für Nebentätigkeiten in Ihrer Kanzlei anbieten. Da ich selbst später einen Beruf in dieser Richtung anstrebe, möchte ich mich um diese Stelle bewerben.

Zurzeit bin ich Schüler am Cornelius-Burgh-Gymnasium in Erkelenz, welches ich voraussichtlich 2013 mit der Fachoberschulreife verlassen werde.

In meiner Freizeit arbeite ich ehrenamtlich im evangelischen Jugendzentrum „ZaK“ und sammele dort Erfahrung im Umgang mit Menschen und Kindern. Nebenbei bin ich im Internet als Administrator tätig und entwickle meine Seite selbst. Im Internet hatte ich dann den ersten Kontakt mit den Gesetzen. Ich finde es interessant, in den Gesetzesbüchern zu stöbern und interessiere mich auch für eine Laufbahn als Anwalt.

Mein Lebenslauf, eine Kopie des letzten Schulzeugnisses sowie ein Passfoto liegen diesem Schreiben bei.

Bitte geben Sie mir die Gelegenheit, mich persönlich bei Ihnen vorzustellen.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,
 
Zuletzt bearbeitet:
Zudem ist die Stelle für Jugendliche ab 16 Jahren ausgeschrieben, was hier in meiner Stadt selten passiert ;)
Ok, das hattest du nicht geschrieben ;)


Die Schlussformel würde ich noch etwas überarbeiten, klingt noch so ein bischen nach betteln... ;)
z.B.
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir in einem persönlichen Gespräch die Möglichkeit geben würden, Sie von meiner Eignung für die ausgeschriebene Position zu überzeugen.

Nur
als Beispiel, mußt du ja nicht genau so übernehmen.
 
Kleine Anmerkung von mir noch:
Ich persönlich betrachte Kinder auch als Menschen!

Viel Erfolg auch...
 
Hallo

man sollte in einer Bewerbung nicht schreiben das man sich freuen würde wenn was passiert. Übernehme auf jeden Fall Blombergers Formulierung.

Ansonsten viel Erfolg bei der Stelle :)

Grüße
 
So klingt es etwas überheblich, in einem förmlichen Bewerbungsschreiben gibt es gewisse Regeln an die man sich halten sollte, so altmodisch sich das auch anhören mag.

Ich persönlich schenke solchen Bewerbungen bei uns keine besondere Aufmerksamkeit, gerade in diesen Bewerbungen finden sich häufig weitere grobe Formfehler bis hin zu Rechtschreibfehlern.
Daran kann man schon viel über den Bewerber und seinen Ehrgeiz erfahren, sogar mehr als man eigentlich will.
 
"Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich."


So steht's zumindest in vielen dieser Bewerbungstip-Bücher.
 
[...]
Ich persönlich schenke solchen Bewerbungen bei uns keine besondere Aufmerksamkeit, gerade in diesen Bewerbungen finden sich häufig weitere grobe Formfehler bis hin zu Rechtschreibfehlern.
[...]
Heißt das du ignorierst lebendiges Deutsch zugunsten tumben Formulierungswahns wenn bei euch Stellen ausgeschrieben werden die keine oder sehr geringe Qualifikationen erfordern?

Ich denke:
Ich kann dies, habe das, bin so und so...
(Wenn ich nach meinen obigen Ausführungen in das Umfeld passe/ über die Umstände) würde ich mich freuen ...
Sie suchen irgendwen, ich bin der und der...
(Über eine Einladung) freue ich mich...
Latein ist tot, deutsch nicht.

So steht's zumindest in vielen dieser Bewerbungstip-Bücher.
... und in anderen wieder genau andersherum.
Aber in allen steht das man sich einer korrekten Sprache bedienen soll ohne aufgesetzte Formulierungen zu verwenden.
Übliches ja, Auftragendes nein.

Gegen den Konjunktiv ist in diesem Fall
eaxo
 
Genau das meine ich mit den Regeln an die man sich halten sollte. Muß man natürlich nicht, im Endeffekt kommt es immer auf denjenigen an, der die Bewerbung letztendlich auf den Tisch bekommt, da kann der "moderne" Stil natürlich auch gut ankommen.

Jedoch wird dieses "lebendige deutsch" wie du es nennst immer häufiger, sogar nicht mehr nur bei gering qualifizierten Stellen.
Ebenso kommt es immer häufiger vor, daß Bewerbungen per E-Mail eingehen. Sofern dies z.B. durch eine Anzeige ausdrücklich erwünscht ist - kein Problem, aber eine Initiativbewerbung per Mail zu schicken ist schon ne regelrechte Frechheit meiner Meinung nach.
 
Kommt drauf an. Mails sind doch praktisch. Die Papierbewerbung muss man erst mal aufwendig aufschnippeln, auspacken, durchgucken. Ne Email ist direkt einsehbar (insofern sie in einem gescheiten Dateiformat vorliegt) und man kann sie eben so schnell beantworten mit ner Rückmail, ohne Kosten für nen Brief. Irgendwnan wird es keine Papierbewerbungen mehr geben. Für mein Praktikum hab ich auch keine einzige per Post verschickt. Was das an Geld spart :)

Wenn in der Anzeige eine Emailadresse angegeben ist, ist es natürlich erwünscht, sich per Mail zu bewerben. Wenn nicht, würd ich da anrufen und nachfragen (man muss ja auch die richtige Adresse herausfinden).
 
Mittwoch ist die Bewerbung per E-Mail rausgegangen, weil es auch als Möglichkeit gegeben war, dies elektronisch zu regeln.

Na, ich warte noch auf eine antwort :)
 
Irgendwnan wird es keine Papierbewerbungen mehr geben. Für mein Praktikum hab ich auch keine einzige per Post verschickt.
Ich habe auch schon mehrere Bewerbungen per Mail verschickt und es ist einfach praktisch. Lange wird es nicht mehr dauern, bis sämtliche Bewerbungen online raus gehen.

PDFs sollte jeder öffnen können und so muss man nur eine einzige Datei anhängen - fertig. Und man spart sich auch noch die Gedanken darüber ob man ne Mappe nimmt oder wie man das sonst aufzieht.
 
Frage zu den Mails:
Welches Format?
Hätte ich eine Bewerbung via Mail verschicken wollen, hätte ich es wohl als .doc verschickt. Auf PDF wäre ich gar nicht gekommen.
Wie schaut es aus mit mehreren Dateiformaten in einer Mail, also die Bewerbung direkt als .doc und PDF etc. anzuhängen?
 
PDF is toller. Bei .doc verschiebt es sich im Besten Fall und man sieht auch noch jeden Formatierungsfehler oder Rechtschreibfehler (weil rot unterstrichen und vergessen zu ändern).

PDF ist meines Erachtens einfach professioneller.
 
eine ordentlich formulierte .doc-Bewerbung macht schon gut was her, .pdf würde ich nicht erstellen.
Erstens weil ich nicht von dem Empfänger erwarten würde, dass er externe Programme zum Lesen des Formats installiert hat (gut, der Adobe Reader ist schon sehr verbreitet, trotzdem gehts ums Prinzip). Gleiches gilt natürlich für .ooc und andere kostenfreie Alternativen.
Zweitens weil wie gesagt man schon mit einem gut formatierten .doc-Dokument einiges zeigen kann was zB. im Büroalltag gut ankommt. Es ist nunmal ein Unterschied, wenn jemand der sich auf einen Bürojob bewirbt, Word wie eine Schreibmaschine benutzt oder schon während seiner Bewerbung zeigt, dass er Absatzformatierungen und Formatvorlagen beherrscht. Gut, wenn man die Absatzformulierungen halt nicht hinbekommt, könnte pdf vielleicht doch besser sein ;)

Was e-Mail vs. Bewerbungsmappe angeht, so kommt es stark auf den Beschäftigungsbereich an. Gleiches gilt wohl auch für Formulierungen. Als ich mich im IT-Bereich das letzte Mal beworben hab, stand teilweise dabei, dass NUR Bewerbungen per e-Mail angenommen werden, aufgrund von Verarbeitungsaufwand.
 
Erstens weil ich nicht von dem Empfänger erwarten würde, dass er externe Programme zum Lesen des Formats installiert hat [...]
Um eine DOC-Datei zu öffnen brauchst du in der Regel Word und das kostet sogar was. Gerade jetzt wo Macs immer verbreiteter sind, braucht man unbedingt eine PDF. Mit einer DOC-Datei können wesentlich weniger Leute was anfangen.

Zumal man in eine PDF alles reinpacken kann was dazugehört. Decklbatt, Anschreiben, Zeugnisse usw.

Zweitens weil wie gesagt man schon mit einem gut formatierten .doc-Dokument einiges zeigen kann was zB. im Büroalltag gut ankommt.
Wenn man eine PDF erstellt gehen die Formatierungen aber doch nicht verloren. Jeder Absatz und jedes Zeichen bleiben absolut gleich.

Wenn der Empfänger hingegen eine andere Word-Version als man selber nutzt, kommt es regelmäßig zu Verschiebungen von Absätzen etc.