Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Sie haben vor allem mehr Platz. In Deutschland gibts nunmal keinen entlegenen Landschaftswinkel, wo 500km aussenrum NICHTS ist.

Hmmmm. Den Platz glaubt ja die aktuelle Regierung schon längst gefunden zu haben. Das Problem hierzulande ist weniger der Platz sondern die geologischen Gegebenheiten, die ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Und das Zeug einfach in Sibirien in die Pampa zu stellen, nen Zaun und ne Mauer drumherum zu ziehen und ein paar Milliarden Euro an die Russen zu zahlen, erledigt das Problem meiner Meinung nach nur oberflächlich.

Schon heute wird Uranabfall aus La Hague in Russland unter freiem Himmel in Containern gelagert, was wahrscheinlich nur Wenige als eine "sichere Endlagerlösung" ansehen.
 
Ist hier das Stichwort Transmutation schon einmal gefallen? Ich glaube nicht, dass man tatsächlich Lagerstätten für mehrere Tausend Jahren benötigt... Irgendwann wird man den hochradioaktiven "Abfall" einfach in einer neuen Technik zur Energieherstellung benötigen... Insofern ist eine "Endlagerstätte" das Rohstofflager von morgen... :mrgreen:
 
Findest du das nicht reichlich naiv?
Niemand kann wissen wann und ob überhaupt jemals der Atommüll "verbrannt" werden kann, darauf kann man unmöglich spekulieren bei der Lagerung.
 
Ich finde es naiv anzunehmen, dass die Menschheit in den nächsten 1000 Jahren Probleme mit Atommüll haben wird... Wer weiß, was in 50 Jahren ist?! Mir auch reichlich egal, weil ich mir dann schon langsam ein Grab aussuche... 8)
 
Ich finde es naiv anzunehmen, dass die Menschheit in den nächsten 1000 Jahren Probleme mit Atommüll haben wird... Wer weiß, was in 50 Jahren ist?! Mir auch reichlich egal, weil ich mir dann schon langsam ein Grab aussuche... 8)

Mensch Phip - da kann man nur für Dich hoffen, dass Du keine Kinder zeugst, denen Du diesen Müll [und die fröhliche Aussicht auf das sich selbst erledigende Problem] hinterlässt.

zum Thema:
Ansonsten ist es am Samstag 13 Uhr in Berlin soweit. Gross-Demo gegen den Atomkonsens von schwarz-gelb. Es wird interessant.
Nicht zu vergessen rollt im November der nächste Castor-Transport nach Gorleben. Wieder lautet das Motto: "Der Castor kommt - wir sind schon da!"
 
Nicht zu vergessen rollt im November der nächste Castor-Transport nach Gorleben. Wieder lautet das Motto: "Der Castor kommt - wir sind schon da!"
Ich denke trotz Gewissenskonflikt darüber nach, auch da zu sein. Ich hoffe, meine Freunde haben Verständnis dafür, dass Sie mich dort treffen werden.

Marty
 
Ich denke trotz Gewissenskonflikt darüber nach, auch da zu sein. Ich hoffe, meine Freunde haben Verständnis dafür, dass Sie mich dort treffen werden.

Solange Du Deine Überzeugung vertritts bzw. gegenüber Deinen Freunden vertreten kannst, sollte das doch kein Problem sein.

Wie es der Zufall manchmal will, wurde ich 2006 von einem guten Freund (er bei der Polizei in Thüringen) in Gorleben von der Strasse getragen. Hatte irgendwie auch was :D
 
Ich denke trotz Gewissenskonflikt darüber nach, auch da zu sein. Ich hoffe, meine Freunde haben Verständnis dafür, dass Sie mich dort treffen werden.

Und das bringt was? Sorry, aber durch diese Schwachsinnsaktionen sorgt man nur dafür, dass das ganze teurer wird (abgeschafft wird es eh nicht, das geht maximal auf demokratischem Weg und nicht durch Minderheitenaktionen). Sprich jeder zahlt mehr dank der dummen Demonstranten. Ob das dann für Symphatien bei der Bevölkerung sorgt wage ich zu bezweifeln...

Hätte auch nicht gedacht, dass du überhaupt drüber nachdenkst bei solchen Pseudoaktionen teilzunehmen. Also klar, gegen Atomkraft traut man dir zu (soll nun nicht negativ gemeint sein, kann beide Seiten verstehen), aber sowas ist doch echt stumpf und schwachsinnig zu unterstützen.
 
Und das bringt was? Sorry, aber durch diese Schwachsinnsaktionen sorgt man nur dafür, dass das ganze teurer wird

Merkst Du was? Wenn jemand ne Party feiern will muss er seine Security auch selber bezahlen. ;)
Und meines Wissens nach zahlt den Aufwand für Polizei der Staat und nicht die Atomkonzerne. Mal ganz davon abgesehen, dass dieser Transport geschützt werden muss egal ob es Demonstrationen und Blockaden dagegen gibt. Man stelle sich vor, dass es Menschen geben soll, denen ein terroristischer Anschlag auf den Castor-Zug gut in die Vita passen würden.

Ich hab 2008 in Wörth von nem Polizisten zu hören bekommen, dass sie nur wegen "uns" da wären und das Wochenende versaut wäre. 8O
Wegen mir und meinen Kumpels hätte es keine Polizei gebraucht denn wir standen friedlich mit Plakaten neben der Bahnstrecke.
 
Solange Du Deine Überzeugung vertritts bzw. gegenüber Deinen Freunden vertreten kannst, sollte das doch kein Problem sein.
Die meisten sind ja sogar meiner Meinung und würden mit demonstrieren. Ich habe aber die böse Befürchtung, dass dieses Ereignis wieder von Menschen missbraucht wird, um ihre Gewaltneigung auszuleben. Und da möchte ich nicht als Teil davon angesehen werden durch meine Anwesenheit. Andererseits darf man das Feld nicht den Autonomen überlassen, je mehr friedliche Demonstranten da sind, je eher erreicht man was.

Und das bringt was?
Das bringt mir, dass ich meine Meinung zu dem Thema in einer absolut legitimen, rechtskonformen Weise auf einer Demonstration kundtun werde. Und wenn da Millionen kämen, dann würden unsere Vertreter merken, dass sie nicht uns vertreten, sondern nur Energiekonzerne.

Sorry, aber durch diese Schwachsinnsaktionen sorgt man nur dafür, dass das ganze teurer wird
Welche Kosten verursache ich?

Sprich jeder zahlt mehr dank der dummen Demonstranten. Ob das dann für Symphatien bei der Bevölkerung sorgt wage ich zu bezweifeln...
Die Bevölkerung vor Ort freut sich nachweislich über jeden Demonstranten, der dazu beiträgt, dass es vielleicht ein Umdenken gibt und sie demnächst nicht mehr neben dem Müll wohnen müssen.

Hätte auch nicht gedacht, dass du überhaupt drüber nachdenkst bei solchen Pseudoaktionen teilzunehmen.
Eine Demonstration ist mein Grundrecht und die einzige Möglichkeit, wie ich aktiv Politik machen kann im Moment. Und es ist bei weitem nicht die einzige Demo, wo ich teilnehmen würde.

Marty
 
Merkst Du was? Wenn jemand ne Party feiern will muss er seine Security auch selber bezahlen. ;)
Und meines Wissens nach zahlt den Aufwand für Polizei der Staat und nicht die Atomkonzerne ...
Ich hab 2008 in Wörth von nem Polizisten zu hören bekommen, dass sie nur wegen "uns" da wären und das Wochenende versaut wäre. 8O
Wegen mir und meinen Kumpels hätte es keine Polizei gebraucht denn wir standen friedlich mit Plakaten neben der Bahnstrecke.

Genau um das geht es auch! Bei den Castor-Transporten sind nämlich nicht nur die üblichen verdächtigen Krawallmacher anwesend. Da stehen Menschen mitten aus der Bevölkerung, die sich nicht nur Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder machen, sondern auch bereit sind, dafür Zeit und Bequemlichkeit opfern und ich denke es werden deutlich weit mehr als der obligatorische "schwarze Block" sein. Da wird eben nicht nur von daheim irgendwo ein Kreuzchen gemacht oder sich in eine Liste eingetragen (das ist ja auch wichtig). Hier werden Signale gesetzt, die nicht so einfach übergangen und totgeschwiegen werden können und genau mit den hohen Kosten kann man in einem Staat, der eben doch in erster Linie von Geld regiert wird, auch etwas bewegen.
Jeder, der sich darüber aufregt sollte sich in erster Linie darüber aufregen, dass diese Kosten vom Staat getragen werden und nicht vom Verursacher. Die Polizei wird genauso von denjenigen bezahlt, welche auf erneuerbare Energien setzen ... aber eine Ungerechtigkeit darf ja wohl nicht dadurch beseitigt werden, indem man eine andere noch viel größere hinnimmt.

Es gibt ja Themen, in denen ich mit Deinen Ansichten absolut nicht klar komme. Hier ziehe ich einfach nur meinen Hut für Deinen Einsatz ....
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten sind ja sogar meiner Meinung und würden mit demonstrieren. Ich habe aber die böse Befürchtung, dass dieses Ereignis wieder von Menschen missbraucht wird, um ihre Gewaltneigung auszuleben. Und da möchte ich nicht als Teil davon angesehen werden durch meine Anwesenheit. Andererseits darf man das Feld nicht den Autonomen überlassen, je mehr friedliche Demonstranten da sind, je eher erreicht man was.

Also "Gewalt" bei den Demos in Gorleben, wie man sie sonst von Demos gegen G8 etc. kennt, habe ich in dieser Form noch nicht erlebt.
Ziviler Ungehorsam, der teilweise sehr weit ausgelegt wird in dem man sich an die Schienen kettet, sind ja eher selten aber sehr effektiv.
Sachbeschädigungen (Krallen gegen Oberleitungen) haben in all den Jahren extrem nachgelassen.

Ein aktueller Aufruf lautet ja, den Castor zu "schottern". Sprich, Schottersteine vom Gleisbett zu entfernen. Wohlgemerkt nur auf der Strecke, auf der ausschliesslich der Castor fährt.
Irgendwie eine interessante Aktion. Man stelle sich zehntausende Demonstranten vor, die alle jeder ein bis zwei Schottersteine vom Gleis vorm Zwischenlager Gorleben nehmen und ihn neben die Strecke legen. :biggrin:
Vor allem würde mich interessieren, ob man wegen der Entfernung von 2 Schottersteinen einen Demonstranten wegen "gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr", "Sachbeschädigung" oder "Diebstahl" verurteilt bekommt.
 
So, der Termin steht nun wohl auch: 5.11. wird er losrollen. Ich freue mich schon wieder auf eine aktionsreiche Woche :)
Ich denke, dass diese Demos wichtig sind, um einerseits der Bevölkerung klarzumachen, dass nicht etwa die Energiekonzerne, sondern der Staat sich um diesen Müll kümmern muss(soviel zur Antisubventionslinie der FDP...) und andererseits es einfach kein sicheres Endlager gibt.
 
So, der Termin steht nun wohl auch: 5.11. wird er losrollen. Ich freue mich schon wieder auf eine aktionsreiche Woche :)
Ich denke, dass diese Demos wichtig sind, um einerseits der Bevölkerung klarzumachen, dass nicht etwa die Energiekonzerne, sondern der Staat sich um diesen Müll kümmern muss(soviel zur Antisubventionslinie der FDP...) und andererseits es einfach kein sicheres Endlager gibt.

Soweit ich mich umhöre in der "Bevölkerung" (ergo den Leuten, die ich kenne), finden die keine guten Worte zu diesen Demonstranten! Mir leuchtet der Zweck nicht ein?? Was bringt es sich an die Gleise festzuketten? Achja, wie du schon schreibst: Man muss der doofen Bevölkerung klarmachen, dass man selber die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und sie nicht in der Lage ist sich selbst zu informieren...

Solche Krawallos, die sich an die Gleise ketten, würde ich für ein paar Jahre wegen versuchter Zugentgleisung einsperren und die Kosten der Polizeiaktion könnte ebenfalls den gewalttätigen Demonstranten aufgebürdet werden, die mit Sicherheit wieder Polizeisperren durchbrechen wollen...

Die meisten Demonstranten sind doch sowieso Berufsdemonstranten, die gegen alles sind, was sie in ihrer Schmalspurwelt nicht kapieren können... Gentechnik? Atomkraft? Stammzellenforschung? Verhindern genehmigter Demonstrationen anderer extremer Richtungen? Sarrazin? Tierversuche in der Forschung? Schnittmenge der Demonstranten über 80 Prozent! Klassisches Gutmenschentumdünkel....

OT: Ich finde es erschreckend, dass die Grünen derzeit in Umfragen so gut abschneiden... Meiner Meinung nach kommt das aber nicht aufgrund des Programms der Grünen zustande (Forschungsunfreundlich, irrsinnig subventionsgeil, wenn es in ihre Welt passt ohne Rücksicht auf die Folgen für die normalen Verbraucher... Ich sag nur WUMS ;)... ), sondern einfach deshalb, weil sie die einzige noch wählbare Partei ist, die schon seit einigen Jahren nicht mehr regiert hat... Und aus Mangel an Alternativen werden eben die Grünen von einigen Menschen als Denkzettelkandidat verwendet, die eigentlich lieber SPD/CDU wählen würden... Die Konsequenzen einer grünen Poltik kann man aber im Bereich Integration gut erkennen... Naja, wenn die Grünen 2014 an die Macht kommen, dann bin ich wahrscheinlich eh schon irgendwo im englischsprachigen Ausland... :)
 
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Ob das eine Straftat wäre, zwei Schottersteine einen Meter weiterzulegen, weiß ich nicht. Ich weiß aber: Ich würde da nichts unternehmen. Ich bin kein Störer, kein Blockierer, ich möchte demonstrieren. Das heisst für mich, ich nutze alle legalen Wege, um auf meine Meinung aufmerksam zu machen.

Dazu gehört nicht die Zerstörung, Demontage oder Blockade der Schienen.

Marty
 
Man muss der doofen Bevölkerung klarmachen, dass man selber die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und sie nicht in der Lage ist sich selbst zu informieren...

Es genügt, die "doofe" Bevölkerung auf ein Problem hinzuweisen, damit sie sich selbst informiert ... und das passiert, wenn ein Thema dick in die Schlagzeilen kommt ...

... die Kosten der Polizeiaktion könnte ebenfalls den gewalttätigen Demonstranten aufgebürdet werden, die mit Sicherheit wieder Polizeisperren durchbrechen wollen...

Die Kosten der gesamten Polizeiaktion gehört gefälligst denen auferlegt, die mit aller Gewalt auf Kosten kommender Generationen und unter bewusster Gefährdung unserer Gesundheit fettest verdienen wollen, die "Berufskrawallos" haben ganz normale Strafen verdient.

Die meisten Demonstranten sind doch sowieso Berufsdemonstranten, die gegen alles sind, was sie in ihrer Schmalspurwelt nicht kapieren können... Gentechnik? Atomkraft? Stammzellenforschung? Verhindern genehmigter Demonstrationen anderer extremer Richtungen? Sarrazin? Tierversuche in der Forschung? Schnittmenge der Demonstranten über 80 Prozent! Klassisches Gutmenschentumdünkel....

Das fasse ich als persönliche Beleidigung auf, aber wer das brave Schlucken von jeglichen Regierungsbeschlüssen als oberste Bürgerpflicht in einer Demokratie ansieht, mag das so sehen. Fragt sich nur, wer dann auf einer schmalen Spur fährt ...


Da macht es sich jemand aber wieder einmal seeeeeehr einfach ...
 
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