Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Das hier vorkommende Uranhexafluorid mutiert in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit zu Flusssäure, die tödliche Wirkung entfalten kann. Eine körperliche Berührung mit diesem Stoff kann tödlich enden.
Wo steht denn da was, das der Kerl verstrahlt wurde? Da steht doch nur was von Flusssäure, und wenn er noch nicht tot ist, wird ers auch nicht mehr davon werden. :roll:
 
Akute Toxizität :
UF6 ist extrem toxisch (0,3 mg/m3 töteten 14 % einer Kanin-
chenversuchsgruppe).
Es ist in jedem Falle die Wirkung von zwei starken Giftkom-
ponenten zu berücksichtigen: HF und 6-wertiges Uran. Letz-
teres wirkt je nach Isotopenanteilen nicht nur chemisch,
sondern auch physikalisch (durch radioaktive Strahlung) to-
xisch
...

Quelle

Aber es ist doch mal wieder extrem beruhigend, dass alle Aspekte der Stromerzeugung mit Atomkraft so harmlos sind. Die Asse ist ja auch so ein Beispiel... [/ironie]
 
Und wo wären wir ohne die Radioaktivität? Immer noch aufm Baum! :roll:

Die Vorteile will immer jeder genießen, aber sich dann über die Nebenwirkungen aufregen.
 
Und wo wären wir ohne die Radioaktivität? Immer noch aufm Baum!

Nein, um vom Baum 'runterzukommen, hat es "nur" ein Feuerchen gebraucht...
Um überhaupt Leben auf der Erde zu ermöglichen - dafür war Radioaktivität wohl nötig, aber nicht in konzentrierter und verstärkter Form...

Die Vorteile will immer jeder genießen, aber sich dann über die Nebenwirkungen aufregen.
Könntest du kurz zusammenfassen, welche Vorteile die Atomkraft bietet, die man nicht auch auf Konventionelle Art erzeugen könnte? :think:

Und wenn Dich die Nebenwirkungen nicht stören - Fahre mal nach Wolfenbüttel. Ein paar hundert Meter unter Tage siehst du grade einen großen Feldversuch zum Thema...
 
Könntest du kurz zusammenfassen, welche Vorteile die Atomkraft bietet, die man nicht auch auf Konventionelle Art erzeugen könnte? :think:

Ähm... es ist der mit weitem Abstand billigste Energieträger um die Grundlast in der Stromerzeugung zu decken und dabei weitestgehend CO2 frei?

Man kann der Atomkraft jetzt wirklich nicht unterstellen, sie habe so gar keinen Vorteil... sonst würde man die ungelöste Endlagerfrage, das Sicherheitsrisiko und den enormen Landschaftsverbrauch beim Uranabbau wohl kaum in Kauf nehmen.

Aber du hast Recht: wir müssen schnellstmöglich weg von dieser Technik weil sie nicht nachhaltig ist (sowohl in der Reststoffentsorgung als auch im Abbau). Ich fände es gut wenn wir endlich von Staat gezwungen würden mehr Geld für Energie auszugeben - denn den Preis den wir - oder nachfolgende Generationen - für die Nutzung von Atomenergie zahlen wird sicherlich höher sein als die Mehrkosten für Energie, die wir jetzt aufnehmen müssten.
 
Ähm... es ist der mit weitem Abstand billigste Energieträger um die Grundlast in der Stromerzeugung zu decken und dabei weitestgehend CO2 frei?

Aber nur, weil die vom Steuerzahler zu tragenden Kosten für Zwischen- und Endlagerung nicht im Strompreis mit eingerechnet sind.

Desweiteren verfügen deutsche Atomkraftwerke über keinen ausreichenden Haftpflicht-Versicherungschutz für nicht beherrschbare Störfälle. Auch diese Kosten müsste der Staat bzw. Steuerzahler aufbringen.

https://www.atomhaftpflicht.de/

Der Preis für Atomenergie ist ohne o. g. Kosten nicht real, weil viel zu niedrig.

Der Einsatz von Kernenergie zur Stromerzeugung senkt laut Verbraucherschützern den Strompreis für den Privatverbraucher praktisch nicht, da dadurch für den Bürger die monatlichen Stromkosten im Schnitt nur 50 Cent im Monat billiger würden (berechnet für Deutschland)

https://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,564348,00.html
 
Aber nur, weil die vom Steuerzahler zu tragenden Kosten für Zwischen- und Endlagerung nicht im Strompreis mit eingerechnet sind.

Desweiteren verfügen deutsche Atomkraftwerke über keinen ausreichenden Haftpflicht-Versicherungschutz für nicht beherrschbare Störfälle. Auch diese Kosten müsste der Staat bzw. Steuerzahler aufbringen.

https://www.atomhaftpflicht.de/

Der Preis für Atomenergie ist ohne o. g. Kosten nicht real, weil viel zu niedrig.

Das ist zwar richtig - der Preis für Atomenergie ist tatsächlich zu niedrig - aber daraus kann nicht gefolgert werden wie teuer Atomenergie sein müsste. Sowohl die Versicherungsleistung als auch die Endlagerkosten lassen sich nicht (seriös) berechnen (und darum auch nicht in die Preise einrechnen) da beides nicht vom Markt angeboten wird. Ob man 0,1 Cent/kWh oder 5€/kWh aufschlagen müsste wird leider unbekannt bleiben.

Da Atomenergie dennoch nicht verboten ist, kann man durchaus gelten lassen, dass sie der billigste verfügbare Energieträger für die Grundlaststromerzeugung ist.
 
Das ist zwar richtig - der Preis für Atomenergie ist tatsächlich zu niedrig - aber daraus kann nicht gefolgert werden wie teuer Atomenergie sein müsste. Sowohl die Versicherungsleistung als auch die Endlagerkosten lassen sich nicht (seriös) berechnen (und darum auch nicht in die Preise einrechnen) da beides nicht vom Markt angeboten wird. Ob man 0,1 Cent/kWh oder 5€/kWh aufschlagen müsste wird leider unbekannt bleiben.

Es kann aber meiner Meinung nach nicht in Ordnung sein, Gewinne zu privatisieren und die Risiken der Allgemeinheit zuzuschieben.
 
naja... der unfall ist ja eh eher nebensächlich.. interessanter dürfte sein, wie sie die ganze scheiße aus der asse noch rausholen wollen (das wurde ja inzwischen beschlossen), wenn sie nichtmal wissen, wo wie viel genau hingekippt wurde... und ein teil der alten Behälter ja schon durchgerostet ist...

und zweitens dürfte interessant sein, wie es nun mit der atomkraft allgemein in deutschland weitergeht, wo der Lobby-Verein von Bundes-Regierung den Ausstieg aus dem Atomausstieg beschlossen hat...

LG
 
Es kann aber meiner Meinung nach nicht in Ordnung sein, Gewinne zu privatisieren und die Risiken der Allgemeinheit zuzuschieben.

Nein, das ist es nicht. Allerdings: die Kosten für die Endlagerung werden (wenn sie denn mal realisiert sein sollte) auf die Verursacher umgelegt (so sieht es das AtG vor). Die Versicherungskosten *können* nicht umgelegt werden, weil sie nicht kalkulierbar sind. Es ist gut möglich, dass sie gegen Null gehen, da AKWs (in Deutschland) enorm hohe Sicherheitsstandards erfüllen müssen (und diese Kosten sind natürlich im Strompreis enthalten). Das Restrisiko trägt der Staat, da sonst auf AKWs verzichtet werden müsste. Das ist eine politische Entscheidung, die ich sogar für richtig halte. Denn betrachtet man allein den Aspekt der Sicherheit glaube ich, dass man AKWs eher bauen sollte als sie nicht zu bauen. Verglichen mit den vielen tausend Verkehrstoten die wir für unsere Mobilität in Kauf nehmen haben AKWs wohl ein deutlich besseres "Kosten/Nutzen-Verhältnis" (selbst wenn es zu einem schwerwiegenden Unfall kommen sollte).
 
Ähm... es ist der mit weitem Abstand billigste Energieträger um die Grundlast in der Stromerzeugung zu decken und dabei weitestgehend CO2 frei?
:nö: es ist einer der ertragreichsten Energieträger - sowohl von der Effizienz als auch von der finanziellen Seite aus.

Man kann der Atomkraft jetzt wirklich nicht unterstellen, sie habe so gar keinen Vorteil... sonst würde man die ungelöste Endlagerfrage, das Sicherheitsrisiko und den enormen Landschaftsverbrauch beim Uranabbau wohl kaum in Kauf nehmen.
Genau genommen ist die zivile Nutzung von Kernenergie ein Abfallprodukt der Waffenherstellung - und dafür nimmt man ALLE Nachteile in Kauf.
 
Wo steht denn da was, das der Kerl verstrahlt wurde? Da steht doch nur was von Flusssäure, und wenn er noch nicht tot ist, wird ers auch nicht mehr davon werden. :roll:

Das steht hier, und zudem wurde es mehrfach in den Nachrichten (TV und Radio) erwähnt.

Und wo wären wir ohne die Radioaktivität? Immer noch aufm Baum! :roll:

Die Vorteile will immer jeder genießen, aber sich dann über die Nebenwirkungen aufregen.

Ich rege mich nicht über die Nebenwirkungen auf, sondern über die Art und Weise, wie Menschen von Profitgeiern belogen und betrogen werden. Alleine solch Aussagen wie "... für die Bevölkerung bestand nie eine Gefahr...." lösen bei mir Schreianfälle aus
 
Zuletzt bearbeitet:
Und wo wären wir ohne die Radioaktivität? Immer noch aufm Baum! :roll:

Die Vorteile will immer jeder genießen, aber sich dann über die Nebenwirkungen aufregen.

Sorry, Birnchen, aber das ist eine unqualifizierte Meldung sondergleichen... Gerade du, die immer anderen Usern so kritisierend gegenüber bist, sprichst sowas total Verqueres aus?? Da bleibt mir jetzt echt der Mund offen...

Das steht hier, und zudem wurde es mehrfach in den Nachrichten (TV und Radio) erwähnt.

Birnchen würde in dem Fall wahrscheinlich schreiben (wenn es net um sie selbst geht): "Zuerst lesen, dann posten." ;)

Sorry, nix für ungut, Birnchen, und sämtliche zwischenmenschliche Diskussionen bitte per PM (damit wir hier net in OT verfallen), aber diese Aussage oben von dir, dass wir alle Radioaktivität brauchen, das ist mehr als 0815...
 
Ich bin Realist und Wissenschaftler

Als Realist und Wissenschaftler solltest du ja wissen, dass zwischen dem Verlassen der Bäume und dem Gebrauch von Atomkraft zur Stromerzeugung einige Zeit verstrichen ist...oder solltest du gar gemeint haben, dass dank natürlicher Radioaktivität eine bestimmte Mutation geschah, die die Entwicklung des modernen Menschen erst möglich machte?
 
Aber es ist doch mal wieder extrem beruhigend, dass alle Aspekte der Stromerzeugung mit Atomkraft so harmlos sind. Die Asse ist ja auch so ein Beispiel... [/ironie]

Suchst du selbst mal nach den Zahlen der Verkehrstoten durch Autounfälle und vergleichst die dann mit den Toten durch Radioaktivität in Deutschland?

Atomkraft ist eine hoch entwickelte Technologie und jede Technologie ist gefährlich, darum muss sich auch anständig kontrolliert werden. Züge entgleisen auch immer wieder und wir verbieten sie deshalb nicht, sondern versuchen sie sicherer zu machen.
 
Atomkraft ist eine hoch entwickelte Technologie und jede Technologie ist gefährlich, darum muss sich auch anständig kontrolliert werden. Züge entgleisen auch immer wieder und wir verbieten sie deshalb nicht, sondern versuchen sie sicherer zu machen.

Am sichersten ist nunmal eine sofortige Abschaltung.

In "Abenteuer Forschung" gab es am Samstag einen guten Vergleich:

In der Asse liegt Radioaktives Material mit einer durchschnittlichen Halbwertszeit von ca. 2000 Jahren. Wie viel Wissen wir zum Beispiel noch von den Römern? Stell Dir vor, die hätten ein Atomprogramm betrieben - das problem wäre gerade mal zur Hälfte (!!!) vom Tisch - und von den Langlebigen Isotopen von Uran und Plutonium reden wir noch gar nicht.

Das Problem dieser "hochentwickelten" Technologie ist ihre Unkontrollierbarkeit. Und die Tatsache, das ein Unfall nicht nur Menschenleben kostet wie ein Verkehrsunfall, sondern ganze Landstriche entvölkert! Und das das Verursacherprinzip nicht gilt.
 
Und statt die Technologie zu nutzen pusten wir lieber die Emissionen der Kohlekraftwerke richtig dick in die Luft - damit erleben wir auch garantiert nicht mehr die Auswirkungen der Atomenergie ;)

Atomenergie ist sehr effizient und ich befürworte sie, solange wir keine bessere Alternative haben. Neue Steinkohlekraftwerke zu bauen - wie es derzeit getan wird - halte ich für sowas von schwachsinnig, dass ich das gar nicht mehr in Worte fassen kann.

Natürlich hat Atomenergie Risiken und ein Unfall hat starke negative Ausmaße, allerdings halte ich die Risiken gegenüber dem Nutzen für vertretbar.
 
Und statt die Technologie zu nutzen pusten wir lieber die Emissionen der Kohlekraftwerke richtig dick in die Luft - damit erleben wir auch garantiert nicht mehr die Auswirkungen der Atomenergie ;)
:think: ich wüsste nicht, das ich das irgendwo befürwortet hätte...

Atomenergie ist sehr effizient und ich befürworte sie, solange wir keine bessere Alternative haben.
Haben wir - dummerweise scheuen die Erzeuger die Kosten und produzieren lieber mit abgeschriebenen AKWs Strom, der in der Konzernbilanz toll aussieht. Von Nachhaltigkeit keine Spur...

Neue Steinkohlekraftwerke zu bauen - wie es derzeit getan wird - halte ich für sowas von schwachsinnig, dass ich das gar nicht mehr in Worte fassen kann.
Dann brauchen wir ja auch nicht drüber zu reden... :p

Natürlich hat Atomenergie Risiken und ein Unfall hat starke negative Ausmaße, allerdings halte ich die Risiken gegenüber dem Nutzen für vertretbar.
Was natürlich die Frage der Endlagerung voll ausblendet - BTW: Schau dich mal Schlau über Hanford, Majak, La Hague und Seweresk
Echt vertretbare Risiken, muss man schon sagen... :roll:
 
Ich weiß, dass wir beide da auf unterschiedlichen Standpunkten stehen, aber damit müssen wir beide leben ;)

In meinen Augen gibt es derzeit nicht die Möglichkeit dieses Land flächendeckend mit Energie zu versorgen, wenn keine fossilen Brennstoffe verbrannt und kein Atomstrom erzeugt werden soll. So weit sind wir uns einig, oder? Klar, wir haben einige Techniken das ganze relativ umweltschonend hinzukriegen, aber es reicht nicht für die Masse.

Dein Hauptargument liegt wohl auf der Endlagerung und ja, da liegt ein Problem, da brauchen wir eine gute Lösung - solange aber die Luft mit den Rückständen der Kohleverbrennung zu verschmutzen ist für mich eben nicht sinnvoller.

Ich bin recht gut mit den Risiken (privat) vertraut, trotzdem befürworte ich die Nutzung und nun?