Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
mein Nachbar mit türkischem Pass darf seine Meinung nicht mehr bei einer Umfrage sagen?

Marty

Natürlich darf er... Aber Auswirkungen darf das keine haben... Man darf doch Deutschland nicht nach Umfragen regieren. Wenn er in Deutschland mit entscheiden will, muss er eben Deutscher werden.

... und was passiert mit den Subventionen für AKWs? Weiter so wie bisher?
Ich lebe zu sehr in der Gegenwart als dass ich die Kosten für 10 000 Jahre Lagerung beziffern würde. Auch den fiktiven Fall eines Gaus blende ich aus.
Für mich ist es eine Subvention, wenn hartes Steuergeld fließt... Und da ist Atomkraft eben sehr viel günstiger und das zählt für mich.
 

Selbstfinanzierende Steuersenkungen gibt es nicht... Aber die FDP ist für eine andere Richtung der Politik.. Ich denke, dass es mit der FDP in der Regierung keine Konjunkturpakete im Wert von 90 Mrd. Euro gegeben hätte... Dieses Geld hätte man für Steuersenkungen verwenden können, welche dann echte wirtschaftliche Impulse gesetzt hätten und keine Strohfeuer wie der Straßenbau...
Die jetzige Regierung muss jetzt erstmal mit den Krisenhaufen der Großen Koalition zurechtkommen und wird wohl nur maßvolle Steuersenkungen und viele Streichungen (Pendlerpauschale weg, Sonn- und Feiertagsbesteuerung,...) durchführen müssen...
 
Die jetzige Regierung muss jetzt erstmal mit den Krisenhaufen der Großen Koalition zurechtkommen und wird wohl nur maßvolle Steuersenkungen und viele Streichungen (Pendlerpauschale weg, Sonn- und Feiertagsbesteuerung,...) durchführen müssen...
Und das war vor der Wahl nicht bekannt... :mrgreen:
 
Auch den fiktiven Fall eines Gaus blende ich aus.
Für mich ist es eine Subvention, wenn hartes Steuergeld fließt... Und da ist Atomkraft eben sehr viel günstiger und das zählt für mich.

Was meinst Du denn, wessen Gelder jetzt fliessen und in welcher Höhe, um Asse zu sanieren?

Marty
 
Was meinst Du denn, wessen Gelder jetzt fliessen und in welcher Höhe, um Asse zu sanieren?

Asse ist ein ganz anderes Problem, dieses "Endlager" ist umwelttechnisch, moralisch und wirtschaftlich (und zwar genau in dieser Reihenfolge!) untragbar.

Atomkraft finde ich vollkommen in Ordnung und zwar solange, bis wir eine sauberere, flächendeckende und sicherere Methode gefunden haben um uns und ggf. unsere Nachbarn mit Strom zu versorgen ohne das Problem der Radioaktivität und der Endlagerung.
 
Man kann wohl der FDP nicht vorwerfen, dass sie keine Sparvorschläge parat hat... Man muss sich nur beispielsweise auf der Homepage informieren... https://www.liberale.de/wcsite.php?wc_c=2697
Dort sind schon Kürzungen beispielsweise auch im Sozialbereich vorgeschlagen... Will halt keiner durchlesen... (Zum Beispiel -60 % des Zuschusses des Bundes bei der Grundsicherung im Alter bzw. Erwerbsminderung, Kürzungen der Zahlungen an den europäischen Sozialfonds, usw)
Macht richtig Spaß im Sparbuch zu lesen... Begründung zur Abschaffung: "Einsparungen dienen der Entlastung der Bürger"... Gut so... :)

Der Union kann man ankreiden, dass sie Sachen wie die Opelrettung wider der wirtschaftlichen Vernunft durchgezogen hat.

Was meinst Du denn, wessen Gelder jetzt fliessen und in welcher Höhe, um Asse zu sanieren?

Marty

Was hat das mit dem Atomausstieg zu tun? Die Kosten kommen doch auf jeden Fall auf den Steuerzahler zu... Außerdem ist die Asse ja wohl eher ein Beispiel politischen Versagens als eines gegen die Atomkraft...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Dir nachkommende Generationen völlig egal sind, trennst Du eigentlich Müll?[...]
Ich mache es in meiner Wohnung nicht (zu Hause muss ich es machen)... Wenn ich an nachfolgende Generationen denke, dann eher an Belastungen wirtschaftlicher Art... 8)
Im übrigen fühle ich mich zu jung um wirklich an nachfolgende Generationen denken zu müssen... ;)
 
Was hat das mit dem Atomausstieg zu tun? Die Kosten kommen doch auf jeden Fall auf den Steuerzahler zu... Außerdem ist die Asse ja wohl eher ein Beispiel politischen Versagens als eines gegen die Atomkraft...
Es wird langsam Zeit, das die Atomindustrie für die Kosten von Transport und Lagerung aufkommt...

edit: bzgl. Nachhaltigkeit - soll ich in 10 Jahren mal meinen Nachwuchs bei dir vorbeischicken...? :roll:
 
Ich lebe zu sehr in der Gegenwart als dass ich die Kosten für 10 000 Jahre Lagerung beziffern würde.

Nehmen wir Deine verbleibende Lebenszeit als Faktor denn da betrifft es Dich.

Auch den fiktiven Fall eines Gaus blende ich aus.

Warum auf dem einen Auge blind bleiben? Wie fiktiv waren Tschernobyl und Harrisburg, um nur mal die beiden grössten Unfälle zu nennen?


Für mich ist es eine Subvention, wenn hartes Steuergeld fließt... Und da ist Atomkraft eben sehr viel günstiger und das zählt für mich.

Und das fliesst heute also nicht? Sehr naiv, findest Du nicht?
Wer zahlt die Erforschung von Endlagern? Die Versorger?
Wer zahlt die Sicherheitskräfte beim Transport von Atommüll? Die Versorger?

Von den "nicht-fliessenden" Geldern mal ganz zu schweigen. Machen doch die Energiekonzerne jährlich Millionengewinne durch steuerfreie Rückstellungen für einen zukünftigen Endlager-Fond.

Wenn schon Subventionsabbau für Alternivenergien dann auch für Atom, Kohle und Gas.
 
Hier kam ja jetzt immer wieder das Argument das Strom aus erneuerbaren Energie teurer wäre als Atomstrom, naja vielleicht wenn die Konzerne auf ihre Gewinne verzichten würden dann vielleicht. Aber so wie ich einige Zahlen im Kopf habe, ist auch Ökostrom zum Teil preiswerter als Atomstrom.
Und klar gab es auch anderes zur Wahl nur wahrscheinlich ist eben diese jetzige Regierungsmehrheit zum Teil durch Wahlgeschenke wie Abwrackprämie oder auch OpelRettung zustande gekommen??????
 
Wenn der Staat nicht den Atomausstieg voranbringt müssen wir es eben selbst machen. Ich habe meinen Anbieter gewechselt und beziehe ab Januar Ökostrom. Auch wenn die Industrie der größte Abnehmer ist, kann man ein klares Zeichen setzen. Und Ökostrom ist nicht mal teurer.

Gruß Bofried
 
Wenn der Staat nicht den Atomausstieg voranbringt müssen wir es eben selbst machen. Ich habe meinen Anbieter gewechselt und beziehe ab Januar Ökostrom.
Gute Idee. Ich sehe da aber ein Problem.

Mein Anbieter hat zur Zeit in seinem Normaltarif: 20% Atomstrom, 20 Ökostrom und 60% Kohle- und Gas (Beispielwerte).

Jetzt kommen dort einige Kunden und wollen nur Ökostrom. Dann geht der Anbieter hin, verkauft ihnen den Strom und setzt dafür die Anteile im Normaltarif eben ein bisschen um. Ergo: Es wird gar nicht mehr Ökostrom produziert.

Ändern wird sich das erst, wenn sich ganz viele ein Beispiel an dir nehmen und auch Ökostrom wollen. Und zwar mehr, als derzeit an Kapazität vorhanden ist.

Marty
 
Du kannst doch gleich zu einem Anbieter wechseln der nur Ökostrom im Angebot hat. Wenn dieser Anbieter Zulauf hat und die anderen Kundenverlust dann gibts vielleicht ein Umdenken.
Meinem bisherigen Anbiter habe ich als Grund für die Kündigung genannt, dass er kein Ökostrom im Angebot hat.

Gruß Bofried
 
[...]Und Ökostrom ist nicht mal teurer.

Gruß Bofried

Weil er durch massig Steuergelder und über den Strompreis aller Tag für Tag subventioniert wird...
Ich frage mich, warum eine Laufzeitverlängerung den großen Stromkonzernen über 50 Mrd. Euro Gewinn bringen würde, wenn Atomstrom doch so unprofitabel ist... Wenn der Staat von diesem Zusatzgewinn die Hälfte einkassiert, könnte doch jeder zufrieden sein...
 
Weil er durch massig Steuergelder und über den Strompreis aller Tag für Tag subventioniert wird...
Welche Stromerzeugung denn nicht?
Ich frage mich, warum eine Laufzeitverlängerung den großen Stromkonzernen über 50 Mrd. Euro Gewinn bringen würde, wenn Atomstrom doch so unprofitabel ist.
Wer sagt denn, dass es unprofitabel ist? Solange die Hersteller die Endlagerkosten und die Transportkosten für Brennstäbe nicht zahlen müssen, dürfte es nichts Günstigeres geben.

Die Produktionskosten liegen zur Zeit bei Atomstrom bei 2 Cent/kwh, weil die AKW schon abgeschrieben sind und keinerlei Folgekosten bezahlt werden müssen.

Wie teuer wäre es wohl, wenn die Konzerne aber einen GAU versichern müssten?

Marty
 
[...]
Wie teuer wäre es wohl, wenn die Konzerne aber einen GAU versichern müssten?

Marty

Ts, so eine Versicherung würde ich gerne rausgeben... Ist ja geschenktes Geld, da es ja eh keinen Gau geben wird... Willst du dagegen wetten? 1000 Euro, dass die nächsten 50 Jahre in Deutschland nichts passiert... :roll:
 
Naja also ich weiß nicht hier ist ja jemand ziemlich von Atomstrom überzeugt. Aber wenn es dazu kommt dann nützt wie bereits erwähnt die 1000 Euro auch nicht mehr viel. Weil die Kosten für den GAU sind ja noch nicht mal genau bezifferbar. Und ne andere Frage wie lange soll denn noch das Uran als Brennmaterial halten.

Also wenn wirklich weg vom Atomstrom dann sollte jeder seinen Stromanbieter wechseln und am besten gleich zu einen Ökostromanbieter welcher nicht in irgendwelchen Verflechtungen mit Konzernen verfluchten ist, wo mit Atomkraftwerken Strom erzeugt.