Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
naja das auf Deiner Stromrechnung dann mehr als diese + 9 Cent auftauchen versteht sich glaub ich von selbst
Klar, Steuern fehlen noch. Deckungsbeitrag ist ja jetzt auch schon im Preis.

ich persönlich würd dann mal ganz grob mit 35 Cent Strompreis rechnen, wäre für Privat aber in Ordnung...da lohnt das Stromsparen dann auch wenigstens nen bisschen :mrgreen:
Richtig.

wirklich problematisch wird es dann aber in den stromfressenden Industriebetrieben, die zahlen jetzt vielleicht 12-13 Cent/Kwh (ändert sich schnell weiß nicht genau) pro Kwh und jammern jetzt schon - lass das dann mal eben 70 oder 80 % mehr werden na dann uiuiui
Dann sollen die eben aktiv ihren Strom selber produzieren, regenerativ.

Ganz ehrlich: Wir alle wissen, dass Ressourcen für die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen arg begrenzt ist und nicht ewig so günstig bleiben wird, der Spritpreis hat das letztes Jahr mal vorgemacht. Auch wissen wir alle, dass die angegeben Kosten für Atomstrom sicher nicht die Folgekosten für Lagerung des Atommülls beinhalten, da liegen die tatsächlichen Kosten heute schon deutlich höher.

Also kann jeder normaldenkende Mensch schlussfolgern, dass der Strompreis so oder so steigen wird. Und bis eine völlige Ablösung fossiler Brennstoffe möglich ist, werden sicher noch Jahrzehnte ins Land gehen.

Aber das beweist doch nur, wie wichtig das ist, heute anzufangen und nicht morgen.

Marty
 
Du bist wirklich der Meinung, wir lösen das Problem der Erpressbarkeit von Öl- und Gasfördernden Ländern dadurch, dass wir mit dem nächsten Land einen Deal machen, dass uns dann erpressen könnte?

Wäre es nicht einfacher, den Strom einfach da zu produzieren, wo er verbraucht wird?

Marty

Ich hatte niemals vor die Erpressbarkeit lösen zu wollen, sondern das Energieproblem. Mal etwas Platt formuliert: Vielleicht ist es ja auch mal an der Zeit sich mit den Interessen anderer Staaten ernsthaft auseinander zusetzen.

Vielleicht ist ja jemand Fachmann hier für das Thema: Ist es denn wirklich sogar in der Theorie unmöglich, dass sich die EU autark mit Strom versorgen kann, nach Möglichkeit sogar regenerativ?
Weil ich mir genau die selbe Frage gestellt habe:
Ich habe gestern ziemlich lange nach Zahlen gesucht um mal durchzurechnen von welchen Energiemengen man hier überhaupt spricht damit ich mir das mal vorstellen kann. Ich musste dann wegen Kopfschmerzen und zu vielen Schätzwerten aufgeben, darum zitier ich mal Wikipedia:
Für die Erzeugung der heute benötigten Jahresmenge an elektrischer Energie mit Hilfe derzeitig verfügbarer Solartechnik werden theoretisch etwa 2 % der Gesamtfläche Deutschlands benötigt (7142 km² = 84,5 km × 84,5 km).
[...] Nach Ecofys eignen sich mehr als 2300 km² Dach- und Fassadenfläche für die Nutzung durch PV-Anlagen.

Würde man also alle geeigneten Dächer damit zupflastern würde man also rund 32,2% des Bedarfs abdecken.
Quelle: DEWI
Inzwischen stehen in Deutschland 20.301 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 23.903Megawatt. Damit hat die Windenergie einen Anteil von 7,0 Prozent am Stromverbrauch in Deutschland.
Wohlgemerkt am Stromverbrauch. Der Primärenergiebedarf liegt nochmal um einiges höher.
Über Wasserkraft habe ich leider wenig gefunden, weiß aber ziemlich genau, dass wir keinen 3-Schluchten-Damm haben ;)
Um den Energiebedarf durch Biomasse zu decken bräuchte man mehr Fläche als wir Besitzen.
Zum Vergleich: bei Verwendung von Biomasse wären insgesamt rund 1.000.000 km² (280 % der Fläche Deutschlands) notwendig.
Habe ich noch eine nennenswerte Energiequelle vergessen?
Das bedeutet, selbst wenn man die Anzahl an Windkraftanlagen verzehnfacht um den Primärenergiebedarf abzudecken. Hat man immernoch das Problem der Kontinuität. Für windstille oder bedeckte Tage, müsste die Energie entweder gespeichert werden oder aus dezentralen Regionen kommen.

Ich bin zu dem Schluss gekommen: Nein, man kann sich nicht autark mit Energie versorgen.

Ich übernehme keine Garantie für die Zahlen, kann aber sagen, dass ich nach eigenen Recherchen gestern bis zu einem gewissen Punkt so ziemlich im selben Bereich lag.
 
Vorab: Das Du die Zahlen so aufbereitet und vesrtändlich dargestellt hast, finde ich sehr gut.
Vielleicht ist es ja auch mal an der Zeit sich mit den Interessen anderer Staaten ernsthaft auseinander zusetzen.
Wäre auch meine Meinung, aber: Wie soll man sich mit Interessen von Staaten wie Lybien und Sudan beschäftigen? Gerade in Afrika wechseln Interessen sehr häufig und sind meist vom Inahlt (oder Nichtinhalt) privater Brieftaschen bestimmt.

Für die Erzeugung der heute benötigten Jahresmenge an elektrischer Energie mit Hilfe derzeitig verfügbarer Solartechnik werden theoretisch etwa 2 % der Gesamtfläche Deutschlands benötigt (7142 km² = 84,5 km × 84,5 km).
Ist das der reine Strombedarf, oder umfasst das alle Energiearten, also z.B. auch PKW und LKW-Betrieb?
[...] Nach Ecofys eignen sich mehr als 2300 km² Dach- und Fassadenfläche für die Nutzung durch PV-Anlagen.
Würde man also alle geeigneten Dächer damit zupflastern würde man also rund 32,2% des Bedarfs abdecken.
Laut Wikipedia werden ca. 118.000 km² für Landwirtschaft genutzt, diese Fläche würde sich auch durchaus nutzen lassen, oder? Davon 10% nehmen...

Inzwischen stehen in Deutschland 20.301 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 23.903Megawatt. Damit hat die Windenergie einen Anteil von 7,0 Prozent am Stromverbrauch in Deutschland.
Das ist doch schon beachtlich.

Über Wasserkraft habe ich leider wenig gefunden, weiß aber ziemlich genau, dass wir keinen 3-Schluchten-Damm haben ;)
Hätten wir Platz dafür? Ich meine, wer braucht denn schon die Städte und Dörfer in der Eifel z.B? :D

Hat man immernoch das Problem der Kontinuität. Für windstille oder bedeckte Tage, müsste die Energie entweder gespeichert werden oder aus dezentralen Regionen kommen.
Das Problem sehe ich auch, bleibt die Frage, wie gut und wie lange man Strom speichern könnte.

Ich bin zu dem Schluss gekommen: Nein, man kann sich nicht autark mit Energie versorgen.
Nicht so früh aufgeben, finde ich.

Marty
 
Wie soll man sich mit Interessen von Staaten wie Lybien und Sudan beschäftigen? Gerade in Afrika wechseln Interessen sehr häufig und sind meist vom Inahlt (oder Nichtinhalt) privater Brieftaschen bestimmt.
Meiner Ansicht nach haben wir diese Staaten ja erst in ihre missliche Lage gebracht und halten sie mit Embargos auf diesem Niveau. Nordkorea braucht Atomwaffen, weil sie ja gar nicht erst ernst genommen werden (Die USA verhandeln bis heute nicht direkt mit Nordkorea, was sich nun vielleicht ändert). Aber das ist nen anderes Thema, dass deutlich mehr Raum braucht. ;)

Ist das der reine Strombedarf, oder umfasst das alle Energiearten, also z.B. auch PKW und LKW-Betrieb?
Der Bedarf umfasst den Gesamten Stromverbrauch, sowie den Verbrauch fossiler Brennstoffe und liegt bei 48.649 kWh pro Kopf pro Jahr. Darin sind also unter anderem auch die wöchentliche Tankfüllung und die Strohmrechnung der deutschen Bahn enthalten.

Laut Wikipedia werden ca. 118.000 km² für Landwirtschaft genutzt, diese Fläche würde sich auch durchaus nutzen lassen, oder? Davon 10% nehmen...
Es ließen sich auch unerschlossene Gebiete für Solar- und Windkraft nutzen. Wenn in etwa 2% der Fläche Deutschlands benötigt werden klingt das gar nicht so viel. (Für den Weltbedarf wäre übrigens Bayern + Sachsen-Anhalt notwendig) Allerdings wäre das ne 1:1-Deckung ohne Puffer für Peaks. Im Winter ist der Energiebedarf deutlich höher als im Sommer. Das Gesamt-maximum muss ja abgedeckt werden.

Das ist doch schon beachtlich.
Also ich komme aus dem Sauerland und wenn ich sehe, wie diese hässlichen Dinger jetzt schon an jeder Ecke stehen möcht ich mir das zehnfache nicht ausmalen. Aber im zweifel kann ich auf Ästhetik auch verzichten :)

Das Problem sehe ich auch, bleibt die Frage, wie gut und wie lange man Strom speichern könnte.
Die Frage ist auch ob man in Zeiten des Terror (grausames, verbrauchtes Wort) riesige Wasserstoff-Tanks haben möchte. Akkus sind ja Kosten/Nutzen-Technisch noch nicht so weit.
 
Aber das ist nen anderes Thema, dass deutlich mehr Raum braucht. ;)
Eben. Und eine autarke Versorgung hätte unabhängig von politischen Lagen in anderen Ländern immer Vorteile.

Allerdings wäre das ne 1:1-Deckung ohne Puffer für Peaks. Im Winter ist der Energiebedarf deutlich höher als im Sommer. Das Gesamt-maximum muss ja abgedeckt werden.
Grundsätzlich hätte man das Problem, dass bei längeren Schlechtwetterperioden die Effizienz sinken würde.

Also ich komme aus dem Sauerland und wenn ich sehe, wie diese hässlichen Dinger jetzt schon an jeder Ecke stehen möcht ich mir das zehnfache nicht ausmalen. Aber im zweifel kann ich auf Ästhetik auch verzichten
Ist in der Eifel auch nicht anders. Mir ist oft nicht klar, warum die da stehen, wo sie gerade stehen, aber ich nehme dieses Übel in Kauf, mit Öl, Kohle und Gas kann man Besseres anstellen.

Die Frage ist auch ob man in Zeiten des Terror (grausames, verbrauchtes Wort) riesige Wasserstoff-Tanks haben möchte. Akkus sind ja Kosten/Nutzen-Technisch noch nicht so weit.
Irgendjemand sprach von Wasserspeichern, wo Wasser mit dem Überhang an Strom irgendwo hochgepumpt wird, um es dann wieder durch Generatoren laufen zu lassen, wenn man die Mehrenergie braucht. Frage ist, ob wir dafür dann doch den 3-Schluchten-Damm brauchen.

Marty
 
Hat denn jemand mal ne verlässliche Zahl was so ne Photovoltaik-Anlage an kwh/m² im Jahr produziert? Eigene Erfahrungen vielleicht?
Ich trau den Wikipedia-Zahlen nicht. Z.B. steht im selben Artikel ein Bedarf von über 500 m² PV-Anlage pro Kopf und direkt da drunter 86 m².

Hersteller einer Warmwasseranlage sprechen von mehr als 2500 kwh pro Jahr bei 5 m². Das ist ja mehr als mein Gesamtverbrauch im Haushalt (und ich hab Nachtspeicher-Heizung). Was soll ich mit so viel warmen Wasser? :roll:
Man findet auch Wirkungsgrade von 8%-80%.

Daher hatte ich gestern mit dem Parabolrinnenkraftwerk in der Mojave-Wüste gerechnet und kam auf rund 90 m² Bedarf pro Kopf, pro Jahr bei süddeutschem Wirkungsgrad. Der Wirkungsgrad in Afrika lag etwa doppelt so hoch, woraus sich eine Bedarfsfläche von rund 44 m² pro Kopf ergab.
 
Habe ich noch eine nennenswerte Energiequelle vergessen?
Geothermie und Kraft der Gezeiten/Strömungen sind auch noch Formen der Energie, die man gut nutzen kann.

Wobei natürlich Gezeiten/Strömung in Deutschland weniger nutzbar sind. Aber innerhalb der EU schon.
Und das Geothermie richtig gut funktioniert, macht Island vor.
 
Atomausstieg

Folgende News wurde am 11.07.2009 um 12:56:25 Uhr veröffentlicht:
Mehrheit für Abschaltung älterer Atomkraftwerke
DPA-News

Berlin (dpa) - Fast drei Viertel der Deutschen wollen, dass ältere Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden. Nach einer repräsentativen Emnid-Umfrage sprachen sich 72*Prozent der Befragten für eine Stilllegung des Atomkraftwerkes Krümmel in Schleswig-Holstein und anderen älteren Atomkraftwerken aus. Nur 26 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die alten Meiler weiter laufen sollen. In Krümmel hatte es vor einer Woche eine neuerliche Panne gegeben. Sogar 68*Prozent der Anhänger von CDU und CSU sind dafür, die älteren Atomkraftwerke sofort abzuschalten. Mehr als jedem dritten Bundesbürger (36*Prozent) und 52*Prozent der Frauen hat der Störfall in Krümmel Angst gemacht. Emnid befragte im Auftrag der für «Bild am Sonntag» am 9. Juli 501 Personen. Nach der Krümmel-Panne warnte der Europa-Chef des Betreibers Vattenfall, Tuomo Hatakka, unterdessen vor einem «unverantwortlichen» Anti-Atom-Wahlkampf. «Dieses Ereignis nun zu instrumentalisieren, ist unverantwortlich», sagte Hatakka dem Nachrichtenmagazin «Focus». Der Kurzschluss in einem Transformator sei «ein bedauerlicher Einzelfall» gewesen. Die Sicherheit des Reaktors sei zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. «Da wird in unverantwortlicher Weise mit den Ängsten der Menschen gespielt», sagte Hatakka. Hamburgs Regierungschef Ole von Beust (CDU) setzt den Betreiber Vattenfall nach dem neuen Störfall im Atomkraftwerk Krümmel unter Zeitdruck. Die technischen Probleme müssten rasch gelöst werden, sagte er der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag). «Vattenfall muss wissen: Es ist Schluss mit lustig», sagte der CDU-Politiker. «Es muss innerhalb eines überschaubaren Zeitraums klar sein, dass man die Probleme in den Griff bekommt. » Andernfalls solle dem Unternehmen die Betriebsgenehmigung für Krümmel generell entzogen oder ein anderer Betreiber gesucht werden. Der Regierungschef wollte allerdings keine konkrete Frist setzen. Es dürfe aber nicht wieder wie nach dem Störfall von 2007 zwei Jahre dauern. «Das darf auf keinen Fall noch einmal passieren. » Der Störfall in Krümmel vor einer Woche habe die Sensibilität in Hamburg, was die Angst vor Atomkraftwerken angehe, sicherlich verstärkt, sagte Beust. Auch er persönlich sei in Bezug auf Krümmel sensibilisiert worden. Durch den Störfall sei es für die CDU «mit Sicherheit viel schwieriger geworden», die Debatte über die Verlängerung von Laufzeiten für Atomkraftwerke zu führen, sagte Beust. Diese Diskussion sei aber dennoch notwendig. «Allerdings sagen wir, dass nur die wirklich sicheren Kraftwerke dafür infrage kommen. »Unionspolitiker warnten unterdessen die SPD davor, den Atommeiler Krümmel zum Wahlkampfthema zu machen. Dann müssten die Sozialdemokraten auch sagen, wie die Energieversorgung in Deutschland weiter verantwortungsvoll gesichert werden solle, sagte Schleswig- Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) der «Rheinpfalz am Sonntag». Die Bevölkerung wisse viel besser als die SPD-Wahlkämpfer, dass für eine zuverlässige Stromversorgung ein vernünftiger Energiemix erforderlich sei. Dazu gehöre die Kernenergie. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) attackierte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD): «Er will der SPD-Spitze zeigen, wie man ein Thema zum Wahlkampfthema machen kann - und er spielt mit den Ängsten der Menschen», sagte er der Zeitung «Die Welt» (Samstag). «Man sollte nicht die Kernkraftwerke herunterfahren, man sollte Gabriel herunterfahren. »Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Roland Koch griff die Energiekonzerne ungewöhnlich scharf an. «Die Dummheit der Energiekonzerne in ihrer Kommunikation ist kaum noch beschreibbar», sagte Koch dem dem «Hamburger Abendblatt». Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sprach in der Diskussion um die Zukunft Krümmels Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier die Kompetenz ab. Zu der Forderung des SPD- Kanzlerkandidaten nach dauerhafter Stilllegung des Pannenreaktors sagte Oettinger der «Bild am Sonntag»: «Ob und wie lange ein Kernkraftwerk betrieben werden kann, sollten Ingenieure, Techniker und die Atomaufsicht entscheiden, aber nicht Kanzlerkandidaten. » Auch Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer sprach sich dagegen aus, die Debatte über die Sicherheit von Atomkraftwerken in den Mittelpunkt des Wahlkampfs zu stellen. Er betonte aber in der «Rheinpfalz am Sonntag», wenn Fehler passiert seien, «müssen sie beim Namen genannt werden». Michael Sailer, Mitglied der Reaktorsicherheitskommission (RSK) der Bundesregierung, sprach sich in der «Berliner Zeitung» dafür aus Atomkraftwerke älterer Bauart schneller vom Netz zu nehmen als geplant. Sie seien technisch anfälliger und schlechter gegen Terrorangriffe geschützt als neue. Im Gegenzug würden die Laufzeiten neuerer Anlagen verlängert. «Mit jedem Jahr, in dem ein Kernkraftwerk länger läuft, vergrößert sich das Risiko», sagte Sailer. «Kein deutsches Kraftwerk erfüllt die modernen Sicherheitsanforderungen, die heute für Neubauten in Europa diskutiert werden. »
 
Heutzutage gibt es einfach keine vernünftigen Argumente, Kernkraftwerke länger laufen zu lassen als geplant.
 
Vattenfall hat ja auch mal wieder ein Beispiel für Reaktorsicherheit und Öffentlichkeitsarbeit geliefert...

Ist ja nix passiert (außer das mindestens ein Brennstab beschädigt wurde) aber wir sagen erstmal nichts, damit nicht der Eindruck erweckt wird, dass wir die Situation nicht im Griff hatten...

:ugly::ugly::ugly:

Mann muss nur wissen, was man in Pressemitteilungen streichen muss...
 
Das selbe Theater gabs doch schon vor zwei Jahren, als Krümmel geschlossen wurde. Oder erinnere ich mich da falsch?
 
Lustigerweise zählt Krümmel überhaupt nicht zu den "älteren" Reaktoren :ugly: ...vielleicht ist das Alter allein also doch nicht der entscheidende Parameter?!

...und natürlich ist der erneute Zwischenfall in Krümmel auch wieder eine ideales Wahlkampfthema für den ansonsten inhaltsleeren Wahlkampf der Sozialdemokraten. Aber seis drum. Schaltet die Anlagen ruhig ab und friert euch im Winter den Arsch ab. Oder importiert Strom aus den guten tschechischen Atomanlagen. Oder wartet drauf, dass der Russe wieder den Gas- und Ölhahn abdreht. Alles keine wirklich überzeugenden Alternativen.
 
Aber nach dem Trafobrand 2007 hat der Betreiber schon genau so eine miserable Öffentlichkeitsarbeit betrieben und geschworen, in Zukunft alles besser zu machen. Die Frage, die sich mir stellt, ist einfach, wieso sich die Gesellschaft so einfach belügen lässt und wieso das so leicht ist.
 
...Schaltet die Anlagen ruhig ab und friert euch im Winter den Arsch ab. Oder importiert Strom aus den guten tschechischen Atomanlagen. Oder wartet drauf, dass der Russe wieder den Gas- und Ölhahn abdreht. Alles keine wirklich überzeugenden Alternativen.

Nanana!!! Immerhin waren 2008 7 KKWs nicht in Betrieb - und trotzdem haben deutsche Stromkonzerne 22,5 Milliarden Kilowattstunden Strom exportiert. Tatsächlich eine riesen Stromlücke...

Und wo kommt das Uran her?

Australien, Kanada, Russland, Niger, Namibia, Kasachstan, Usbekistan, Südafrika, und die USA...

Aha!!!:biggrin:

Edit: mal was zu lachen

https://www.swr3.de/fun/comix/-/id=136010/did=564812/1eqmcty/index.html
 
Nanana!!! Immerhin waren 2008 7 KKWs nicht in Betrieb - und trotzdem haben deutsche Stromkonzerne 22,5 Milliarden Kilowattstunden Strom exportiert. Tatsächlich eine riesen Stromlücke...
Und wenn der Rest auch noch abgeschaltet wird? Beeindruckende Zahlen, wo hast du die her?


Und wo kommt das Uran her?

Australien, Kanada, Russland, Niger, Namibia, Kasachstan, Usbekistan, Südafrika, und die USA...
Australien, Kanada und den Staaten vertrau ich mehr als einem Despoten im nahen Osten oder der Ex-Sowjetunion! Außerdem: Ein Kilo Uran enthält mehr Energie als ein Kilo Kohle oder Öl. Ergo reicht mein eingelagerter Uranvorrat erheblich länger als ein riesiger Berg Kohle.

Ach, Kohle ist auch ein prima Stichwort: Neue Kohlekraftwerke wollen wir in D ja auch nicht und Tagebaue erst recht nicht. So langsam frage ich mich doch wo unser Strom herkommen soll. Denken wir mal lieber darüber nach als immer nur stur wie Lemmige gegen erprobte KKWs zu wettern!

Wieviel Haushalte in Deutschland werden denn von AKWs beheizt?
Na Öl und Gas werden eben auch zur Stromerzeugung verwendet. Und aus jedem Barrel Öl was wir durch den Schornstein jagen können wir kein Benzin mehr machen.
 
Ich wette genau die, die gegen die KKWs sind, sind auch später dann die Leute, die am lautesten heulen, wenn der Strompreis wieder steigt. Atomkraft is halt der billigste Strom.