Atomausstieg ja oder nein?

  • Ja

    Stimmen: 50 64,1%
  • Nein

    Stimmen: 28 35,9%

  • Umfrageteilnehmer
    78
  • Umfrage geschlossen .
Was ich wirklich erheiternd finde ist die Idee uns mit Atomkraft vor einer Umweltkatastrophe zu retten.

Natürlich wurde CO2 medial zum bösesten Gas gemacht, das auf der Welt überhaupt existiert. Natürlich sind Atomkraftwerke CO2 ärmer als Kohlekraftwerke (nicht aber als regenerative Energieträger, das nur nebenbei). Aber daraus zu schließen man kann mit Atomkraft sinnvoll einer Klimaveränderung entgegenwirken ist irgendwie komisch.

Das entspräche etwa der folgenden Situation: Ein See ist voller Algen, die Fische drohen daran zu sterben. Die rettende Idee: wir kippen einfach mal ein paar tausend Liter PCB in den See - die Algen werden davon bestimmt abgetötet werden. Um die Auswirkungen die das auf die Fische haben könnten kümmern wir uns später. Falls es überhaupt welche hat.

Der Vergleich hinkt? Ich glaube das tut er gar nicht :).
 
[...] Natürlich sind Atomkraftwerke CO2 ärmer als Kohlekraftwerke (nicht aber als regenerative Energieträger, das nur nebenbei).
An welcher Stelle entsteht im Atomkraftwerk CO2?

[...] Ein See ist voller Algen, die Fische drohen daran zu sterben. Die rettende Idee: wir kippen einfach mal ein paar tausend Liter PCB in den See - die Algen werden davon bestimmt abgetötet werden. Um die Auswirkungen die das auf die Fische haben könnten kümmern wir uns später. [...]
Ja, im Augenblick wird Strom genau so produziert. Wir brauchen heute Strom, also produzieren wir den und nehmen dafür einen 300.000-Jahre-Kredit auf.

Aber irgendwie hat mir noch niemand erklärt, woher der Strom kommen soll, wenn die ganzen AKWs vom Netz gehen. Im verlinkten Spiegel-Artikel habe ich nun gelesen, dass der Strom dann aus dem Ausland aufgekauft werden soll. Dort wird er allerdings von AKWs erzeugt. Das kann nicht des Rätsels Lösung sein. Also: Woher?
 
Aber irgendwie hat mir noch niemand erklärt, woher der Strom kommen soll, wenn die ganzen AKWs vom Netz gehen. Im verlinkten Spiegel-Artikel habe ich nun gelesen, dass der Strom dann aus dem Ausland aufgekauft werden soll. Dort wird er allerdings von AKWs erzeugt. Das kann nicht des Rätsels Lösung sein. Also: Woher?

- Durch erneuerbare Energien (in der Anzahl der Anlagen und v.A. in der Effizienz ist noch lange nicht das Maximum erreicht (und längere AKW-Laufzeiten würden nicht wirklich die Forschung in diese Richtung fördern))
- Durch Einsparungen, da kann noch sehr viel getan werden
- Nagelt mich hier bitte nicht drauf fest - da kenne ich mich nicht wirklich aus - aber die letzten Jahre hat Deutschland immer mehr Strom exportiert als von anderen Ländern eingekauft. So knapp scheint der Strom hier also gar nicht zu sein. Und Biblis stand letztens sowieso für ein Jahr komplett still!!
 
- Durch erneuerbare Energien (in der Anzahl der Anlagen und v.A. in der Effizienz ist noch lange nicht das Maximum erreicht (und längere AKW-Laufzeiten würden nicht wirklich die Forschung in diese Richtung fördern))
Stimmt. Aber im Augenblick können wir nur hoffen, dass die Forschung bis zur Abschaltung so weit ist. Oder eben wieder Feuerstellen im Wohnzimmer errichten, was allerdings wieder problematisch wird, wegen des CO2...

Vielleicht mal ein paar Hektar pro Tag weniger Abholzen, dann machen diese zauberhaften Lebewesen, die wir als "Bäume" oder Pflanzen im Allgemeinen kennen wieder aus dem bösen CO2 lecker O2...

- Durch Einsparungen, da kann noch sehr viel getan werden
Sicher, aber das wird ja schon seit Jahren versucht, doch im Gegenteil steigt der Energiebedarf stetig an.

Nagelt mich hier bitte nicht drauf fest - da kenne ich mich nicht wirklich aus - aber die letzten Jahre hat Deutschland immer mehr Strom exportiert als von anderen Ländern eingekauft. So knapp scheint der Strom hier also gar nicht zu sein. Und Biblis stand letztens sowieso für ein Jahr komplett still!!
Aber in Deutschland stehen 17 AKWs. Und selbst das kleinste davon leistet mehr als ein Kohlekraftwerk. Weit mehr sogar. Wasserkraftwerke zerstören die Umwelt. Windkraftwerke produzieren (noch) zu wenig und sehen scheiße aus. Solarkraftwerke sind so ineffizient, dass sie zum derzeitigen Stand der Technik zu vernachlässigen sind. Die neueste Erfindung, diese Strömungskraftwerke auf dem Meeresboden, irritieren die Tierwelt extrem und greifen so nachhaltig in das Ökosystem ein. Im Augenblick sehe ich keine echten Alternativen...
 
Sicher, aber das wird ja schon seit Jahren versucht, doch im Gegenteil steigt der Energiebedarf stetig an.
Quelle?
Wasserkraftwerke zerstören die Umwelt. Windkraftwerke produzieren (noch) zu wenig und sehen scheiße aus. Solarkraftwerke sind so ineffizient, dass sie zum derzeitigen Stand der Technik zu vernachlässigen sind. Die neueste Erfindung, diese Strömungskraftwerke auf dem Meeresboden, irritieren die Tierwelt extrem und greifen so nachhaltig in das Ökosystem ein.
Herrlich, jetzt sind die Atomstrombefürworter schon grüner als manch Grüner. Atommeiler sind übrigens wunderschön und Atommüll ist gerade zu förderlich für ein Ökosystem. :mrgreen:

Alternativen sind genug da (wurden hier schon ausreichend genannt). Deren Entwicklung schreitet ja auch voran. Hinzu kommt noch reichlich Einsparungspotential (besonders in der Industrie). Weitere Punkte sind Dezentralisierung und Modernisierung des Stromübertragungsnetzes (Stichwort "Smart Grid").

Ich halte den Zeitplan auch für zu knapp. Aber der Zeitdruck ist notwendig, sonst bewegt sich nichts (ähnlich wie in der Automobilindustrie). Zur Überbrückung müssen dann halt Kohlekraftwerke und Erdgas (Gerd baut ja gerade 'ne Leitung) herhalten.
 
Die ersten beiden Punkte sind aber auch noch nicht gelöst, wenn die AKW länger laufen als geplant. Dann würde das Problem eben nicht jetzt auftauchen, sondern in 30 Jahren oder wann das auch sein wird. Denn eins ist sicher - solange es scheinbar unbegrenzt (und mehr oder weniger günstigen) Strom aus AKW gibt wird die Forschung in Sachen erneuerbarer Energien nicht wirklich vorankommen (So war es auch bei Verbrauchsarmen Autos, es ist ja nicht erst seit heute bekannt dass die Benzinpreise mal irgendwann steigen. Trotzdem hat sich fast niemand darum gekümmert, alternativen zu Spritfressern zu finden).

Eins ist sicher - Energie aus Kernkraft kann nur eine Übergangslösung sein. Denn auch Uran ist eine endliche Resource. Der Neubau von AKW in Deutschland schließt sich schon alleine deshalb auf weiteres selbst aus, weil es zur Zeit so viele Aufträge weltweit gibt und deshalb gigantische Wartezeiten existieren. Spontan ein AKW irgendwo hinstellen geht nicht.
 
Man man, Du bist aber auch ein kleiner Quellenfetischist :LOL: Sei es drum, aber beim nächsten Mal schauste allein, ok? ;) Wikipedia

Herrlich, jetzt sind die Atomstrombefürworter schon grüner als manch Grüner. Atommeiler sind übrigens wunderschön und Atommüll ist gerade zu förderlich für ein Ökosystem. :mrgreen:
Du, ich bin überhaupt kein Atomstrombefürworter. Sobald eine machbare Alternative aufgezeigt werden kann, bin ich für die sofortige Abschaltung. Nur finde ich Millionen von Windkrafträdern nicht sonderlich romantisch, Staudämme zerstören ganze Gebiete weiter flußabwärts. Solaranlagen brauchen viel Platz und taugen nichts. Kohle-, Gas- oder Ölkraftwerke verpesten die Luft (nicht nur durch das CO2). Da ist so ein verhältnismäßig kleines AKW doch eine echte Augenweide in frischer Luft.

Alternativen sind genug da (wurden hier schon ausreichend genannt). Deren Entwicklung schreitet ja auch voran. Hinzu kommt noch reichlich Einsparungspotential (besonders in der Industrie). Weitere Punkte sind Dezentralisierung und Modernisierung des Stromübertragungsnetzes (Stichwort "Smart Grid").
Gut, also wenn die Entwicklung so weit vorangeschritten ist, dass sowohl die Leitungen nahe dem Supraleiter sind und das erste Fusionskraftwerk ans netz geht, dann setze ich auch meinen Namen in die Liste derer, die für eine sofortige Abschaltung aller AKWs sind.

Ich halte den Zeitplan auch für zu knapp. Aber der Zeitdruck ist notwendig, sonst bewegt sich nichts (ähnlich wie in der Automobilindustrie). Zur Überbrückung müssen dann halt Kohlekraftwerke und Erdgas (Gerd baut ja gerade 'ne Leitung) herhalten.
Ja, na dann ist der Druck aber auch flöten, wenn man weiß, dass man mit fossilen Brennstoffen noch gut und gerne 200 Jahre auskommt...


[...] Eins ist sicher - Energie aus Kernkraft kann nur eine Übergangslösung sein. Denn auch Uran ist eine endliche Resource.
Vollkommen richtig. Aber der Hype, auf dem die Grünen zum Wahlkampf wegen der AKW-Laufzeit-Debatte geritten sind, war absolut lächerlich.

Natürlich stimmt alles, was die Gegner der Atomkraft sagen: Atomstrom ist gefährlich, umweltschädigend und im Worst Case sogar teurer, als anderer Strom. Wird doch auch niemand bestreiten. Aber ausgerechnet die Grünen werfen dann Alternativen ins Rennen, die der Umwelt direkt und kurzfristig in anderer Weise, aber ebenso schaden - zugunsten eines möglichen Störfalles im AKW oder Endlager.

Im Augenblick die AKWs durch andere moderne Kraftwerke zu ersetzen, ist doch totaler Blödsinn. Aber ja: Die Forschung muss trotzdem fortgeführt werden. Nur doch nicht zu dem Preis, dass wir zwar der Gefahr einer radioaktiven Verseuchung entgehen, dafür aber jede Menge anderer Probleme bekommen...
 
Wasserkraftwerke zerstören die Umwelt.

Das muss aber nicht so sein würde man in die Errichtung solcher Projekte mehr Forschung, Zeit und Geld investieren.

Zum Thema "verschieben auf in 30 Jahren" ...

Wenn ich den Stromkonzernen nochmal 30 Jahre Zeit lasse ändert sich bis dahin nichts denn ich bin mir ziemlich sicher, dass heute schon fertige Konzepte, Ideen und Projekte in den Vorstandsetagen schlummern, die sich mit dem Szenario "Wie löse ich meine AKW durch regenerative Energien ab" beschäftigen.

Solange kein eindeutiger Zwang besteht wird kein Konzern freiwillig diese staatlich subventionierte Gelddruckmaschine AKW abschaffen.
Und es bedeutet noch einmal 30 Jahre lang Risiko für Mensch und Natur sowie eine Unmenge an Atommüll.
Mir persönlich ist es lieber noch 10 Jahre mit ein bisschen mehr an CO2 in der Atmosphäre zu leben als mit einer radioaktiven Wolke.

Vielleicht hat es der eine oder andere mitbekommen ...
Im Zuge der CO2-Debatte bei Autos haben sich deutsche Hersteller wie BMW und Daimler mit Händen und Füssen gegen die Schadstoffbegrenzungen ihrer Flotten gewehrt.
Als alles trotzdem durch den Bund beschlossen wurde kam auf einmal der feine Herr Zetsche mit dieser Ankündigung [!!!]

Sieh an ... auf einmal gehts ?!?!?! 8O:roll::ugly:

Es erinnert mich zu sehr an die Geschichten in Deutschland vom geregelten Katalysator und [ein paar Jahre später] vom Dieselpartikelfilter.
Erst war es nicht notwendig, dann technisch sehr aufwendig und zu teuer.
Dann schnippt die Politik nach langer Hinhalterei mit dem Finger und ZACK ...

Lasst euch nicht verar***en! ;)

PS: Ich hab übrigens die IG "Atomkraft - Nein Danke!" ins Leben gerufen. ;)
 
Das muss aber nicht so sein würde man in die Errichtung solcher Projekte mehr Forschung, Zeit und Geld investieren.
Klingt ja nicht schlecht! Na wollen wir mal hoffen, dass sowas noch viel häufiger gebaut wird...

Es erinnert mich zu sehr an die Geschichten in Deutschland vom geregelten Katalysator und [ein paar Jahre später] vom Dieselpartikelfilter.
Erst war es nicht notwendig, dann technisch sehr aufwendig und zu teuer.
Dann schnippt die Politik nach langer Hinhalterei mit dem Finger und ZACK [...]
Naja, sagen wir es mal so: Man munkelt ja auch, dass bei OSRAM seit über 20 Jahren ein Patent in den Schubladen schlummert, das wohl mal für mehrere Millionen Mark gekauft worden sein soll. Es handelt sich wohl um eine innovative Glühlampe, die nur noch ~ 1 Watt Leistungsaufnahme hat, aber Licht wie 60 Watt produziert. Zumindest geisterte mal dieses Gerücht herum. Also eine Lampe, die sogar effektiver ist, als diese LED-Lampen.

Ob das nun stimmt oder nicht, weiß ich nicht. Aber Fakt ist doch, dass ich mir sehr gut vorstellen kann, dass Elektroautos möglich sind. Ebenso Glühlampen, die viel Licht mit wenig Strom produzieren. Aber eins ist auf alle Fälle Fakt: Schon in der Theorie könnte nur ein Fusionskraftwerk genauso (und mehr) Strom produzieren, wie ein AKW. Das kann kein Wasserkraftwerk, kein Wind- oder Solarkraftwerk bewältigen. Nur diese Technologie steckt definitiv noch in den Kinderschuhen. Und daran wird auch intensiv geforscht, weil das eigentlich der nächste Quantensprung wäre.

Man stelle sich vor, dass dieses Kraftwerk wirklich Strom fast aus dem Nichts in beinahe unbegrenzter Menge erzeugen kann. Damit könnte man dann Raumschiffe ausstatten, Raumstationen und de facto gefahrlos an beinahe jedem Ort der Welt Strom erzeugen. Das größte Problem der modernen Welt wäre damit gelöst. Und das Entwicklerteam würde wahrscheinlich steinreich werden - nebst ewigem Ruhm. Dagegen könnte auch kein Energiekonzern ankommen.

Aber das ist Zukunftsmusik und ob wir es überhaupt noch erleben, ist fraglich. Also nicht alle Sachen können mit Druck erzwungen werden ;)
 
Gegen so ein Fusionskraftwerk hätte ich absolut nichts, aber wie du selbst sagst, ist es eher unrealistisch dass diese Technik in den nächsten Jahren den Durchbruch schafft, geschweige denn marktreif wird.

Also nicht alle Sachen können mit Druck erzwungen werden
Fusionskraftwerke wahrscheinlich nicht, aber dafür umso mehr regenerative Energien und Einsparungen im Stromverbrauch! ;)

BTW...ich finde Windkraftanlagen gar nicht sooo hässlich...zumindest sind sie nicht schlimmer als beispielsweise riesige Strommasten die das ganze Land durchsetzen.
 
Aber eins ist auf alle Fälle Fakt: Schon in der Theorie könnte nur ein Fusionskraftwerk genauso (und mehr) Strom produzieren, wie ein AKW. Das kann kein Wasserkraftwerk, kein Wind- oder Solarkraftwerk bewältigen. Nur diese Technologie steckt definitiv noch in den Kinderschuhen. Und daran wird auch intensiv geforscht, weil das eigentlich der nächste Quantensprung wäre.

...

Aber das ist Zukunftsmusik und ob wir es überhaupt noch erleben, ist fraglich. Also nicht alle Sachen können mit Druck erzwungen werden ;)

Und genau das aber ist der springende Punkt ...

Wenn sich erst in 20 Jahren herausstellt, dass die Fusion nicht in der Form wirtschaftlich genutzt werden kann dann sind das verschenkte Jahre in denen andere alternative Energien nicht in dem Maße angegangen wurden.

Und da man heute eben nicht weiss, ob, wann und wie Fusionskraftwerke überhaupt zum Einsatz kommen können sollte man sich nicht auf die unsichere Kernkraft verlassen (deren Rohstoffe ja ebenfalls endlich sind und seit Jahren die Preise explodieren) sondern die einzig logischen Schlüsse ziehen - alternative Energien nutzen.

Ich bin kein Verfechter des radikalen Atomausstiegs - also sofortiges abschalten aller AKW. Es wäre unrealistisch.

Nur kann man die Konzerne nur durch Zwang und Druck dazu bewegen ihre Politik zu ändern, die ja nur auf Gewinnmaximierung aus ist.
Solange die Atomkraft in Deutschland weiterhin so subventioniert wird wie im Moment, sehe ich allerdings schwarz.
 
Deutschland ist führend was Technik für sichere AKWs betrifft. Aber anstatt diesen Vorsprung zu nutzen, demonstrieren wir ihn lieber weg.

Wenn dann irgendwann alle AKWs in Deutschland abgeschaltet sind, beziehen wir unseren Strom halt aus AKWs aus Erdbebenregionen/Tschernobyl/oder sonstwo.

Letztlich kann man das Thema mit vielem vergleichen. Jeder braucht eine Mülldeponie/Flughafen/Fabrik/..., aber ja nicht vor meiner Haustür.

----

Eine Sondersteuer auf Atomstrom hört sich auch toll an und vielleicht bewirkt diese ja, das irgendwann niemand mehr seine Stromrechnung bezahlen kann und dann brauchen wir wirklich keine AKWs mehr.

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Interessant wird das Thema Atomstrom aber erst bei der Wahl nächstes Jahr und ich bin gespannt, ob dann noch eine Zusatzsteuer seitens der SPD gefordert wird.

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Besonders beschämend finde ich, das in Deutschland immer von Umweltschutz gesprochen wird und anstatt auf die saubere Lösung Kernkraft zu setzen, erlaubt Deutschland sich den Luxus von Kohlekraftwerken. Irgendwo muss ja schließlich die subventionierte Kohle bleiben.
 
Kohlekraftwerke WERDEN genehmigt, werden aber von den Nachbarn abgelehnt.

Und übrigens: Deutschland ist ein großer StromEXPORTEUR!!! Das wird von den Stromkonzernen ja gerne unter den Tisch gekehrt!

HAHA ich musste lachen.... NOT!

stromimporteur! deutschland kauft jetzt schon viel storm in frankreich!
naja und mal ehrlich man sollte erst ab 2020 die akw abschalten bzw mit der abschaltung beginnen, wer weiß was bis dahin noch alles passieren wird.
der ausstieg war einfach nicht geplant :p
und ist auf kurz und mittelfristige sicht totaler blödsinn
 
Deutschland ist führend was Technik für sichere AKWs betrifft.

Sichere Technik ?
Krümmel, Brunsbüttel und Biblis hast Du bei Deiner Aussage wohl aussen vor gelassen ... ?

Wenn dann irgendwann alle AKWs in Deutschland abgeschaltet sind, beziehen wir unseren Strom halt aus AKWs aus Erdbebenregionen/Tschernobyl/oder sonstwo.

Typische Atomlobbyisten-Phrase. Die Abschaltung kann kompensiert werden.
Wie aber geschrieben geht das nicht von heut auf morgen.

Letztlich kann man das Thema mit vielem vergleichen. Jeder braucht eine Mülldeponie/Flughafen/Fabrik/..., aber ja nicht vor meiner Haustür.

Was ist Dir denn persönlich lieber ?
Ein Windpark oder ein atomares Endlager vor Deiner Haustür ?

Eine Sondersteuer auf Atomstrom hört sich auch toll an und vielleicht bewirkt diese ja, das irgendwann niemand mehr seine Stromrechnung bezahlen kann und dann brauchen wir wirklich keine AKWs mehr.

Wie schon festgestellt braucht es keine Sondersteuer auf Atomstrom.
Es würde schon genügen die indirekten Subventionen für AKW abzuschaffen und schon würde niemand mehr Atomstrom haben wollen ... bei geschätzten Preisen von bis zu 1 Euro/kWh.

Besonders beschämend finde ich, das in Deutschland immer von Umweltschutz gesprochen wird und anstatt auf die saubere Lösung Kernkraft zu setzen, erlaubt Deutschland sich den Luxus von Kohlekraftwerken. Irgendwo muss ja schließlich die subventionierte Kohle bleiben.

Saubere Kernkraft ? 8O

Ich erinnere Dich mal schnell an Deine Aussage ... "Hauptsache nicht vor meiner Haustür".
Hast Du ein AKW bzw. Atomend- oder Zwischenlager im direkten Umkreis ?
Hast Du vielleicht DIE LÖSUNG, wie der "saubere" Atommüll weltweit gelagert werden kann ?

Zum Thema "subventionierte Kohle" ...
Auch hier scheint bei Dir eine Bildungslücke vorhanden zu sein ...
Seit 2001 wird in Deutschland mehr Kohle importiert (weil billiger) als abgebaut und es wird von Jahr zu Jahr weniger.

HAHA ich musste lachen.... NOT!

stromimporteur! deutschland kauft jetzt schon viel storm in frankreich!

1. Informieren
2. Nachdenken
3. erst dann posten ;)

Hättest Du Dich schlau gemacht dann wäre Dir aufgefallen, dass es einen europäischen StromAUSTAUSCH gibt.
Jeder Staat importiert und exportiert Strom.

Deutschland ist seit Jahren StromEXPORTEUR !
Es kommt auf die Differenz zwischen Import und Export an.
Eigentlich lernt man sowas in der Schule ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Besonders beschämend finde ich, das in Deutschland immer von Umweltschutz gesprochen wird und anstatt auf die saubere Lösung Kernkraft zu setzen, erlaubt Deutschland sich den Luxus von Kohlekraftwerken. Irgendwo muss ja schließlich die subventionierte Kohle bleiben.

Du stellst also Deinen Keller als Endlager für den Atommüll bereit? Wo Atomstrom doch so "sauber" ist? Oder möchtest Du lieber diesen Müll ganz weit weg von Dir wissen?

Marty
 
Deutschland ist führend was Technik für sichere AKWs betrifft. Aber anstatt diesen Vorsprung zu nutzen, demonstrieren wir ihn lieber weg.
Das jüngste deutsche AKW ist 20 Jahre alt. ich bezweifle, daß wir führend bei der Technik sind.
Wenn dann irgendwann alle AKWs in Deutschland abgeschaltet sind, beziehen wir unseren Strom halt aus AKWs aus Erdbebenregionen/Tschernobyl/oder sonstwo.
Das fehlt mir an dieser durch und durch ideologischen Debatte: Fakten. Einfach eine Schätzung für den Stromverbrauch in den nächsten 12 Jahren, Strommenge AKWs, Strommenge anderer Stromproduzenten usw. Schon würde man ungefähr sehen, ob oder wieviel Strom Deutschland importieren müßte. Aber da setzt die Atomindustrie lieber auf Lobbyarbeit, einer absurden Umweltkampagne und den gestiegenen Energiepreis.
Übrigens, die Sicherheit ist weder für die Pro- noch Kontra-Seite ein passendes Argument. Ob wir nun Strom von "kritischen" AKWs beziehen oder nicht, sie gibt es trotzdem und sind eine Gefahr.

Eine Sondersteuer auf Atomstrom hört sich auch toll an und vielleicht bewirkt diese ja, das irgendwann niemand mehr seine Stromrechnung bezahlen kann und dann brauchen wir wirklich keine AKWs mehr.
Unwahrscheinlich. Denn der "aktuelle" Anstieg der Strompreise hat ebenso wie beim Sprit nichts mit Steuern zu tun, sondern hat andere Gründe (Spekulationen, gestiegene Nachfrage, Rückgang der Ressourcen)

Interessant wird das Thema Atomstrom aber erst bei der Wahl nächstes Jahr und ich bin gespannt, ob dann noch eine Zusatzsteuer seitens der SPD gefordert wird.
Ebenso unwahrscheinlich, weil es bereits jetzt schon kein Thema ist (und angeblich auch nie eins war). Außerdem haben wir schon jetzt Wahl(kampf).


Besonders beschämend finde ich, das in Deutschland immer von Umweltschutz gesprochen wird und anstatt auf die saubere Lösung Kernkraft zu setzen, erlaubt Deutschland sich den Luxus von Kohlekraftwerken. Irgendwo muss ja schließlich die subventionierte Kohle bleiben.
Kernkraft ist gewiss keine saubere Lösung und ebenso stark subventioniert. Beschämend ehern nicht, viel mehr belustigend ist es, wie aus Atomkraft eine "ökologische eierlegende Wollmilchsau" gemacht wird. :mrgreen:
 
HAHA ich musste lachen.... NOT!

stromimporteur! deutschland kauft jetzt schon viel storm in frankreich!
Nö, wir sind in den letzten Jahren Nettoexportland, laut Statistischen Bundesamt

2003 ein Exportüberschuss von 8,1 Milliarden kWh,
2004 7,3 Milliarden kWh,
2005 4,6 Milliarden kWh.

2006 soll der Überschuss gar 20 Milliarden kWh betragen haben.
 
Sichere Technik ?
Krümmel, Brunsbüttel und Biblis hast Du bei Deiner Aussage wohl aussen vor gelassen ... ?

Ja sichere Technik, ich halte diese Technologie für sicher. Krümmel ist zudem ein Thema für sich, da es hier einen Brand außerhalb gab.


Typische Atomlobbyisten-Phrase. Die Abschaltung kann kompensiert werden.
Wie aber geschrieben geht das nicht von heut auf morgen.

Durch Energiesparlampen, welche Sondermüll sind?
Durch immer mehr Windparks, die der Natur schaden und dem Tourismus schaden?

Was ist Dir denn persönlich lieber ?
Ein Windpark oder ein atomares Endlager vor Deiner Haustür ?

Ganz klar ein atomares Endlager, da dieses meine Gesundheit weniger bedroht und mein Leben auch weniger beeinträchtigt. Denn es ist nicht schön, wenn man z.B. mit Eisbällen von Windkrafträdern bombadiert wird.

Wie schon festgestellt braucht es keine Sondersteuer auf Atomstrom.
Es würde schon genügen die indirekten Subventionen für AKW abzuschaffen und schon würde niemand mehr Atomstrom haben wollen ... bei geschätzten Preisen von bis zu 1 Euro/kWh.

Das würde höchstens dazu führen, das irgendwelche Zertifikate gefälscht werden und Strom aus unsicheren AKWs in fernen Ländern zu uns gelangt. Abschaffen sollte man eher, das jeder der eine Solaranlage auf dem Dach hat, den Strom überteuert an die Stromversorger verkaufen darf.

Saubere Kernkraft ? 8O

Ich erinnere Dich mal schnell an Deine Aussage ... "Hauptsache nicht vor meiner Haustür".
Hast Du ein AKW bzw. Atomend- oder Zwischenlager im direkten Umkreis ?
Hast Du vielleicht DIE LÖSUNG, wie der "saubere" Atommüll weltweit gelagert werden kann ?

Definiere Umkreis, ich wohne in einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein, an der ehemaligen B205 zwischen Rendsburg und Neumünster. Daher würde ich nicht von unmittelbarer Nähe sprechen.

Zum Thema "subventionierte Kohle" ...
Auch hier scheint bei Dir eine Bildungslücke vorhanden zu sein ...
Seit 2001 wird in Deutschland mehr Kohle importiert (weil billiger) als abgebaut und es wird von Jahr zu Jahr weniger.


Sicher, alles aus dem Ausland ist billiger, auch der Strom. Soweit mir bekannt ist, steigt die Braunkohleförderung in Deutschland stark an.

Das jüngste deutsche AKW ist 20 Jahre alt. ich bezweifle, daß wir führend bei der Technik sind.

Dennoch zählen unsere AKW´s weltweit mit zu den sichersten. Nicht umsonst setzen viele Länder hier auf das KnowHow aus Deutschland.
 
Ja sichere Technik, ich halte diese Technologie für sicher. Krümmel ist zudem ein Thema für sich, da es hier einen Brand außerhalb gab.

Und ? Wodurch ein GAU entsteht ist spätestens dann egal wenn er passiert.

Das Restrisiko eines AKW auf die Folgen eines Unfalls bezogen sind 10000x höher als eines normalen Kraftwerks.

Durch Energiesparlampen, welche Sondermüll sind?

Es ging nicht um Verbraucher sondern Erzeugung. ;)

Vielleicht wäre es aber trotzdem wichtig festzustellen, dass der "Sondermüll" Energiesparlampe ein 8x längeres Leben hat als eine "normale" Glühbirne und zudem noch fast komplett recycelt werden kann.

Durch immer mehr Windparks, die der Natur schaden und dem Tourismus schaden?

In welchem Verhältnis wozu ?
Auch Autos schaden der Umwelt, Naturschutzgebiete schaden dem Tourismus ... Rauchen schadet der Gesundheit ... und radioaktive Abfälle ... nun ja ...

Ganz klar ein atomares Endlager, da dieses meine Gesundheit weniger bedroht und mein Leben auch weniger beeinträchtigt. Denn es ist nicht schön, wenn man z.B. mit Eisbällen von Windkrafträdern bombadiert wird.

Sehr interessant.

Da nehmen wir uns mal das fiktive Beispiel ASSE II ...
Stell Dir vor Du würdest dort neben der Endlagerstelle und einem Windpark wohnen.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass für Dich die Gefährdung durch herumfliegende Schneebälle im Winter durch ein Windrad schlimmer empfunden wird als die austretende Uranlauge im Endlager ?

Das würde höchstens dazu führen, das irgendwelche Zertifikate gefälscht werden und Strom aus unsicheren AKWs in fernen Ländern zu uns gelangt. Abschaffen sollte man eher, das jeder der eine Solaranlage auf dem Dach hat, den Strom überteuert an die Stromversorger verkaufen darf.

Damit wären wir wieder beim Thema ...
Abschaffung ALLER Subventionen ... sowohl die für Öko- als auch Atomstrom.
Wie wäre das für Dich ?

Definiere Umkreis, ich wohne in einer kleinen Stadt in Schleswig-Holstein, an der ehemaligen B205 zwischen Rendsburg und Neumünster. Daher würde ich nicht von unmittelbarer Nähe sprechen.

Unmittelbare Nähe definiere ich für mich 20-30 km Luftlinie zu einem AKW oder End- bzw. Zwischenlager.
Frag mal die Bewohner von Gorleben und Wolfenbüttel, die sich mit einem katastrophalen "Endlager" konfrontiert sehen, welches geflutet werden soll ...

Meine Wenigkeit hat Biblis in 18 km Entfernung stehen.

Sicher, alles aus dem Ausland ist billiger, auch der Strom. Soweit mir bekannt ist, steigt die Braunkohleförderung in Deutschland stark an.

... die aber bei weitem nicht in der Form subventioniert wird wie der Steinkohleabbau ... ;)

Ergo: Schluss mit allen Subventionen !

Dennoch zählen unsere AKW´s weltweit mit zu den sichersten. Nicht umsonst setzen viele Länder hier auf das KnowHow aus Deutschland.

... schliesst Du da alle anderen europäischen Staaten aus bzw. bezeichnest diese AKW als nicht genau so sicher ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Durch immer mehr Windparks, die der Natur schaden und dem Tourismus schaden?
In anderen Ländern sind Windparks eine Touristenattraktion: :mrgreen:

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(Quelle)