Kinder in die Welt setzen?

Hm, das macht mich ein bisschen traurig. Du bist also der Meinung, Deinem eigenen Kind wäre es lieber, gar nicht zu leben als so, wie es jetzt lebt?

Und daran kann man nichts ändern, ich meine an dem Zustand des Kindes?

Marty
Ja, Marty, der Meinung bin ich. Leider hat sie es mir so auch schon mehrfach gesagt.
Nein, es gibt leider keine Kur oder therapie dagegen.. bei beiden nicht. Ein Borderliner kann lernen bis zu einem gewissen Punkt mit seiner Krankheit umzugehen, aber er wird sie niemals ganz los.
Bei der herzerkrankung helfen tabletten auf einige zeit.. bis irgendwann ein Spenderherz hermuss.
 
Ein Borderliner kann lernen bis zu einem gewissen Punkt mit seiner Krankheit umzugehen, aber er wird sie niemals ganz los.
Ich kenne das nicht, ist dieser "Zustand" denn dauerhaft? Oder gibt es da auch Zeiten, wo die Erkrankung in den Hintergrund tritt?
Bei der herzerkrankung helfen tabletten auf einige zeit.. bis irgendwann ein Spenderherz hermuss.
Wie stehen die Chancen auf ein Spenderorgan?

Ich wünsche Dir und den Kindern, dass es vielleicht doch irgendwann möglich ist, an den Krankheiten etwas zu ändern. Ich kann mir das nicht vorstellen, wie das ist, ein Kind zu haben, von dem man denkt (und das Kind wohl auch), es wäre besser, es wäre nicht geboren wurde. Dafür braucht man, glaube ich, viel Kraft.

Marty
 
Dieser "Zustand" ist immer da. Es gibt Tage , manchmal auch Wochen wo es ein bisschen einfacher ist. Wir haben diese Woche sogar einen Grund zum feiern! Sie hat es geschafft 8(!!)Wochen durchzuhalten ohne sich selbst zu verletzen. Das ist schon fast ein Wunder.
Aber man kann nicht wirklich oft etwas planen, da sich der Gemütszustand innerhalb von Minuten ändern kann. Meistens kann ich es (mittlerweile) gut einschätzen, ob sie "normal" ist oder ob wieder eine Kriese naht. Und dann kann ich, anhand dessen was ich von Psychatern und Psychologen mittlerweile gelernt habe, ihr helfen da besser durchzukommen oder sie sogar von dem kritischen Punkt zurückholen. Leider nicht immer.Es ist halt ein sehr langer und Nervenaufreibender Weg bis man diese Krankheit einigermassen im Griff hat.
Bei der Kleinen ist es im Moment nicht so schwierig, sie bekommt Blutverdünner(Markumar) und kann ganz gut leben, ob und wann sie denn ein neues Herz braucht und auch bekommt, das kann heute keiner sagen.
Naja, das ist jetzt alles OT..
Wie gesagt.. hätte ich gewusst das es vererbbare Erkrankungen dieser Art in meiner Familie gibt, und wie schlimm diese sind... ich hätte kein Kind bekommen. Nicht wegen mir, sondern weil es so wehtut die Kinder leiden zu sehen.
 
Da ich kinderlos bin, ist das eventuelle Vererben von Krankheiten für mich kein Grund, denn da einen das Schicksal anderer (Tut mir Leid, gypsy, für Dich und Deine Kinder) vorwarnt, könnte man da ja vorher recherchieren und dann eben sich für eine Adoption entscheiden oder ähnliches. (Im Allgemeinen macht man das natürlich nicht und denkt, es sei alles in Ordnung, solange es einem selbst gut geht...)
Ich persönlich sehe eher keine Veranlassung, ein Kind in die Welt zu setzen, weil wir Menschen definitiv dabei sind, diese Erde herunterzuwirtschaften. Ich sehe also keine Basis für mein Kind und möchte es ihm nicht antun, später mit einer Sauerstoffglocke um den Kopf herumlaufen zu müssen oder ähnliches.
 
@ gypsywoman: Borderline ist erblich?

Nein, nicht Borderline direkt... aber die Depressionen und die Schizophrenie, durch die in diesem Fall das Borderline mit entstanden ist.
Der Dok hat das mal so erklärt.. wenn in der unmittelbaren Familie (also Eltern, Grosseltern, Onkel und Tanten etc.) jemand psychisch erkrankt ist, kann(muss aber nicht) es ein Hinweis darauf sein das eben diese Krankheiten vererbbar sind.Genau wie z.B. bei Krebs ist es so, das Menschen in deren Familien die Erkrankung häufiger vorkommt , diese auch selber bekommen. Bei meiner Tochter deuten einige Untersuchungen, die durchgeführt wurden daraufhin, das die Psychische Labilität auf die Gene zurückzuführen sind.
Ehrlich gesagt, verstehe ich die Zusamenhänge selbst nicht so ganz genau.Ich denke das müsste jemand beantworten können der diese Dinge studiert hat.
 
@ gypsywoman:
Stell dir die umgekehrte Frage: Wären deine Kinder glücklicher wenn sie nicht existieren würden? Wohl kaum...
Du ersparst kein bisschen Leid wenn du gleich das Leben ausschließt und das ist naturgemäß nicht nur Happy-Happy-Remmidemmi. Kann deine Sicht echt nicht nachvollziehen, hast du das in der Form schonmal so deinen Kindern erzählt? Ich hoffe nicht...
 
Dieser "Zustand" ist immer da. Es gibt Tage , manchmal auch Wochen wo es ein bisschen einfacher ist. Wir haben diese Woche sogar einen Grund zum feiern! Sie hat es geschafft 8(!!)Wochen durchzuhalten ohne sich selbst zu verletzen. Das ist schon fast ein Wunder.
Aber man kann nicht wirklich oft etwas planen, da sich der Gemütszustand innerhalb von Minuten ändern kann. Meistens kann ich es (mittlerweile) gut einschätzen, ob sie "normal" ist oder ob wieder eine Kriese naht. Und dann kann ich, anhand dessen was ich von Psychatern und Psychologen mittlerweile gelernt habe, ihr helfen da besser durchzukommen oder sie sogar von dem kritischen Punkt zurückholen. Leider nicht immer.Es ist halt ein sehr langer und Nervenaufreibender Weg bis man diese Krankheit einigermassen im Griff hat.
Bei der Kleinen ist es im Moment nicht so schwierig, sie bekommt Blutverdünner(Markumar) und kann ganz gut leben, ob und wann sie denn ein neues Herz braucht und auch bekommt, das kann heute keiner sagen.
Naja, das ist jetzt alles OT..
Wie gesagt.. hätte ich gewusst das es vererbbare Erkrankungen dieser Art in meiner Familie gibt, und wie schlimm diese sind... ich hätte kein Kind bekommen. Nicht wegen mir, sondern weil es so wehtut die Kinder leiden zu sehen.

Du bist ja wirklich in einer äußerst bescheidenen Situation, und deine Kids auch 8O
Du machst bestimmt ganz viel für deine Kinder?! Aber tust du dabei auch etwas für Dich?
Ich meine zu "verstehen" das du nur für deine kranken Kinder lebst, das ist aber nicht richtig! Hey nicht steinigen, ich habe selber Kinder (naja die haben auch das eine oder andere, Neurodermitis, Asthma, ADHS...etc.) und weiß das in vielen Dingen ohne Mama nix geht, aber ich sehe halt auch die Mutter, die Person die immer da ist, die immer stark sein muß und eigentlich kein eigenes Leben mehr hat. Das ist ganz oft früher oder später total fatal, denn irgendwann kommt der Punkt an dem sie nicht mehr kann, weder sich helfen noch den Kindern, dann hat leider keiner etwas davon. Ich hoffe somit sehr das du auch Ruhe für dich findest. Wie alt sind deine Kinder?
Und zu deiner älteren Tochter hätte ich noch ein paar Fragen die ich hier aber garnicht stellen mag weil ich gerne mehr Hintergrund erfahren möchte. Nicht nur aus Neugier sondern um mich zu wappnen, denn im April gehe ich für einige Zeit in die KJK, das ist eine Klinik für psychische Erkrankungen, dort muß ich ein paar Wochen arbeiten, Borderliner......und Schizo sind dort meine Hauptthemen.
Gehst du zu einer Selbsthilfegruppe?
Oh Fragen über Fragen.....sorry wenn du diese nicht beantworten magst kann ich das verstehen. :oops: Aber mich interessieren diese Dinge auf Grund meiner Ausbildung die ich im Moment mache.

@Erblich Borderliner
[FONT=Verdana,Tahoma,Arial,Helvetica,sans-serif][SIZE=-1]Affektive Störungen, teilweise unipolare affektive Störungen treten bei Verwandten ersten Grades von Borderline-Patienten durchgängig sehr häufig auf. Aber die unipolare Depression wurde auch bei Verwandten in den Kontrollgruppen häufig gefunden.[/SIZE][/FONT]
Quelle: Borderliner Selbsthilfe
 
@Wintermute:
Selten so eine perverse Weltansicht gelesen...

Deiner Logik zufolge wäre es also richtig alle Kinder abzutreiben, somit die Menschheit auszurotten aufgrund der Argumentation das dann niemand mehr Leiden muss? Meine Fresse, solche Leute dürfen wählen gehen...

Warum nicht gleich kollektiven Suizid? Mit bestimmten Nervengiften ist das 100 pro frei von jeglichen Schmerzen.

Auch du solltest vielleicht mal deine Logik umdrehen: Neben dem Leid das du "ersparst", ersparst du auch Glück, Spaß, Familienleben, Kreativität, Träume und viel viel mehr. Außerdem hat es schon verdammt was von Euthanasie wenn ich bloß aufgrund eines Herzfehlers das Recht auf Leben nehme.
 
Deiner Logik zufolge wäre es also richtig alle Kinder abzutreiben, somit die Menschheit auszurotten aufgrund der Argumentation das dann niemand mehr Leiden muss?
Wenn das Ziel möglichst wenig Leid ist, dann ja. Und wenn du auch nur einen Funken Denken innerhalb deines Schädels hast, dann dürfte dir das auch klar sein.

Meine Fresse, solche Leute dürfen wählen gehen...
Dürfen, ja. Tun aber nicht.

Warum nicht gleich kollektiven Suizid? Mit bestimmten Nervengiften ist das 100 pro frei von jeglichen Schmerzen.
Da hast du völlig recht. Oder halt ne Überdosis Schmerztabletten, so dass man einfach einschläft.

Auch du solltest vielleicht mal deine Logik umdrehen: Neben dem Leid das du "ersparst", ersparst du auch Glück, Spaß, Familienleben, Kreativität, Träume und viel viel mehr.
Darüber hättest du vielleicht mal nachdenken sollen, bevor du diesen äußerst sinnfreien Eintrag geschrieben hast. Man muss da halt (nicht für sich selbst, das ist der Punkt vorher, sondern für seine Kinder) entscheiden, was einem wichtiger ist. Leben bedeutet nunmal auch immer Risiko. Da muss man dann natürlich auch bereit sein, sich das später vorwerfen zu lassen, wenn man eine Fehlentscheidung getroffen hat.

Außerdem hat es schon verdammt was von Euthanasie wenn ich bloß aufgrund eines Herzfehlers das Recht auf Leben nehme.
Auch da ist wieder die Frage, ob du für dich selbst oder für andere entscheidest. Aber persönlich bin ich da eher der Meinung, dass man bei so einer wichtigen Frage nicht für andere Menschen entscheiden darf.
 
@Gr33ny, nein es ist nicht richtig Kinder abzutreiben! Aber es gibt heutzutage Möglichkeiten, sich bei Kinderwunsch auf gewisse Gen- Erkrankungen testen zu lassen. So.. und hier kommt der Punkt: Wenn ich mich nun testen lasse und es kommt heraus das mein Erbgut eine oder mehrere schlimme(!!!)vererbbare Erkrankungen in sich trägt.... ist es dann nicht verantwortungslos von mir, mit diesem Wissen trotzdem ein Kind auszutragen? Es gibt sicherlich Vererbungen, mit denen es sich ganz gut leben lässt.. diese meine ich nicht, sondern wirklich schlimme Dinge.. bei dennen man weiss, das diese Kinder ständig Schmerzen haben, nei ein "normales", eigenständiges Leben führen können und immer auf Hilfe von Anderen angewiesen sein werden.. Erkrankungen wo selbst der schleichende Tod , der unabänderlcih kommt sehr qualvoll sein wird.. und das meistens vor dem 25.Lebensjahr.
Ich zitiere dich hier mal
>Auch du solltest vielleicht mal deine Logik umdrehen: Neben dem Leid das du "ersparst", ersparst du auch Glück, Spaß, Familienleben, Kreativität, Träume und viel viel mehr.<
Glück und Spass.. Klar gibt es auch das und vor allem mehr Familienleben als alles andere. Kreativität..naja die eine kriegt blaue Lippen wenn sie nur versucht ein Bild zu malen.. die andere ist sehr kreativ mit der Klinge.
Träume? Meist Alpträume...
Weisst du,Gr33ny.. ich hoffe , wenn du irgendwann mal Kinder hast , wirst du noch oft an die Diskussion hier denken! Und , wenn du erschreckt aufwachst in der Nacht nur weil eines deiner Kinder hustet , wenn du die Nächte an ihrem bett verbringst weil sie Fieber haben.. und vor Angst um sie verrückt wirst.. dann wirst du wissen das ist in ein paar Tagen vorbei.. aber du wirst dir vorstellen.. wie es wäre wenn das so bliebe solange sie leben.. und dann wirst du fragen, wo ist da die Lebensqualität dieser Kinder? Ist das überhaupt ein Leben?
MFG
 
Uns ging es noch nie so gut, wenn nicht jetzt wann dann?

Meine Schwester bekommt im Sommer ihr drittes Kind und ich freu mich als wärs mein eigenes. Ich bin leider zu doof die richtige Frau zu finden. Mit der richtigen Frau, die mich erträgt und die ich ertragen kann, würd ich auch gern Kinder haben.

MfG
Maik
 
Ich hätte auch gern Kinder. 2, einen Jungen und ein Mädchen. Am liebsten den Jungen zuerst, damit das Mädchen einen großen Bruder bekommt. Muß ich nur den passenden Mann dazu finden.
 
Oh da haben wir schonmal eine Gemeinsamkeit. Der Junge dürfte auch gern 3 Jahre älter sein. Dann brauch ich nicht heimlich hinterher, wenn Töchterchen mit 15 in die Disco möchte. Dann kann Brüderchen aufpassen. So als pragmatischer Vorschlag. Die Umsetzung wär natürlich ein schwieriges Unterfangen, bzw mit ein wenig Glück verbunden. :D
 
Wenn das Ziel möglichst wenig Leid ist, dann ja. Und wenn du auch nur einen Funken Denken innerhalb deines Schädels hast, dann dürfte dir das auch klar sein.

Darüber hättest du vielleicht mal nachdenken sollen, bevor du diesen äußerst sinnfreien Eintrag geschrieben hast. Man muss da halt (nicht für sich selbst, das ist der Punkt vorher, sondern für seine Kinder) entscheiden, was einem wichtiger ist. Leben bedeutet nunmal auch immer Risiko. Da muss man dann natürlich auch bereit sein, sich das später vorwerfen zu lassen, wenn man eine Fehlentscheidung getroffen hat.

Eine solche Denkweise ist so dermaßen abseits jeder menschlichen Empfindung, so abartig und pervertiert das ich mich ernsthaft Frage ob es jemals in der menschlichen Geschichte eine solch dekadente, autodestruktive Gesellschaftsform gab die Gedanken wie deine hervorbringen konnte. Wie kannst du ernsthaft annehmen das Kinder ihren Eltern vorwerfen sie auf die Welt gebracht zu haben? Bei dir ist echt was faul im Oberstübchen...

@gypsywoman:
Dann bist du ein ziemlicher Ausnahmefall. Es ist höchst unwahrscheinlich das ein Mensch ein solches Konglomerat an Erbkrankheiten aufweist und trotzdem am Leben ist, beziehungsweise einen Partner hat der selbige ebenso rezessiv in sich trägt. Aus solchen wirklich individuellen Schicksalen kann man keine Grundsätzlichkeiten ableiten.
 
Wenn wirs nicht versuchen, kanns auch nicht klappen :kiss: ;) :mrgreen:
Hmmm, ja, und wenn es nicht direkt auf Anhieb funktioniert, es ist ja nicht so das es keinen Spaß machen muss. :biggrin:

Wobei ich dir natürlich weit unterlegen wäre, ich habe einen miserablen Schulabschluss und einen Drecksjob, der auch noch schlecht bezahlt ist. Bin aber gerade dran mich zu verbessern, 2 Jahre Volkshochschule und ich bin kein Honk mehr. Geht aber erst ab August wieder los, muss da nochmal recherieren. Will ja meinen Nachwuchs auch was bieten können. Ich gebe auch einen verdammt schlechten Hausmann ab, kochen, putzen und bügeln sind meine größten Schwächen. Abtrocknen kann ich aber gut.^^ Dafür bin ich handwerklich begabt, Handwerker brauchen bei mir nicht antanzen. Bin ja selbst einer, leider... und Kinderlieb bin ich auch. Die wollen immer mit mir toben. Also ich bin nicht absolut nutzlos oder wie schreibt man? :think: