Kinder in die Welt setzen?

Eine solche Denkweise ist so dermaßen abseits jeder menschlichen Empfindung, so abartig und pervertiert das ich mich ernsthaft Frage ob es jemals in der menschlichen Geschichte eine solch dekadente, autodestruktive Gesellschaftsform gab die Gedanken wie deine hervorbringen konnte. Wie kannst du ernsthaft annehmen das Kinder ihren Eltern vorwerfen sie auf die Welt gebracht zu haben? Bei dir ist echt was faul im Oberstübchen...
So langsam dürfte sich dann auch dein Vorrat an Beleidigungen erschöpft haben, oder?
Versuche zu so einer Gesellschaftsform, wie du sie versuchst, mir zu unterstellen, würde ich am ehesten im Faschismus oder z.B. im alten Sparta vermuten. Musst du halt selbst mal gucken, aber einige nihilistische Aspekte hats in beiden gegeben.
Ernsthaft annehmen kann ich es, weil ich es selbst erlebt habe. Ausserhalb von pubertären Wutanfällen.

@gypsywoman:
Aus solchen wirklich individuellen Schicksalen kann man keine Grundsätzlichkeiten ableiten.
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es ihr auch nur annähernd um so etwas unwichtiges wie Grundsätze geht, wenn sie es so am eigenen Leib erlebt.
 
Eine solche Denkweise ist so dermaßen abseits jeder menschlichen Empfindung, so abartig und pervertiert das ich mich ernsthaft Frage ob es jemals in der menschlichen Geschichte eine solch dekadente, autodestruktive Gesellschaftsform gab die Gedanken wie deine hervorbringen konnte. Wie kannst du ernsthaft annehmen das Kinder ihren Eltern vorwerfen sie auf die Welt gebracht zu haben? Bei dir ist echt was faul im Oberstübchen...

@gypsywoman:
Dann bist du ein ziemlicher Ausnahmefall. Es ist höchst unwahrscheinlich das ein Mensch ein solches Konglomerat an Erbkrankheiten aufweist und trotzdem am Leben ist, beziehungsweise einen Partner hat der selbige ebenso rezessiv in sich trägt. Aus solchen wirklich individuellen Schicksalen kann man keine Grundsätzlichkeiten ableiten.

Erst Mal zu Wintermute.. ich denke mal das er absichtlich etwas übertrieben hat..damit auch dem Letzten klar wird, das er vieles was er in Bezug auf deine schriftlichen Ergüsse geschrieben hat ironisiert hat.

So, dann Mal zu dem was du über mich schreibst....Ob etwas höchst unwahrscheinlich ist oder nicht..liegt glaub ich , nicht in deinem Ermessen. Das ich noch lebe..AUCH NICHT! Weil um Beides zu Ermessen, müsstest du Genforscher sein mit dem Spezialgebiet Dna aufzuschlüsseln und/ oder Gott.
Da du beides nicht bist... solttest du aufhören Spekulationen in die Welt zu setzen .
DAs und ob ich einen PArtner habe.. und wie der Erbguttechnisch belastet ist, oder auch nicht hab ich weder irgendwo in deisem Thread behauptet oder angedeutet. Aber zu deiner Info.. Die beiden Erkrankungen liegen in MEINER Familie. Da ich den Erzeuger meiner älteren Tochter nciht kenne( Sie ist das Resultat eines schlimmen Erlebnisses) weiss ich nciht inwiefern von seiner Seite was dazu beigesteuert wurde..aber das er psychisch krank war .. davon kann man ausgehen, denn ein geistig gesunder Mensch hätte die Dinge die er mir und anderen antat, nie getan.
Letztendlich habe ich merhfach wiederholt, das meine Meinung in Bezug auf Kidner bekommen ja oder nein..ausschliesslich für mich gelten..also Wo BITTE siehst du da Grundsätzlichkeiten?
Ob und warum jemand Kinder in die Welt setzt, oder eben auch nicht..bleibt jedem selber überlassen und jeder Einzelne muss dann im Endeffekt auch für die daraus entstandenen Konsequenzen einstehen.
Ausserdem sind deine Bemerkungen hier irgenwie fehl am Platz.. da OT!!
 
In England hat jetzt eine Frau ein Kind bekommen, wo seit Generationen alle Frauen in der Familie ihres Mannes an einem bestimmten Brustkrebs gestorben sind. Gentechniker haben direkt nach der Befruchtung dieses Gen, welches den Brustkrebs verursacht, entfernt. Damit ist sicher, dass das Kind, sei es ein Mädchen, nicht an diesem Brustkrebs erkranken wird und das auch nicht vererben wird.

Ist das eine Möglichkeit, die man akzeptieren kann? Das Ärzte jetzt schon vor der Geburt mögliche Krankheiten eliminieren? Ist das ethisch vertretbar?

Es würde mich interessieren, ob die Eltern von Kindern, die heute krank sind, solch eine Möglichkeit genutzt hätten, wenn sie es damals gegeben hätte für sie.

Marty
 
@ Marty..
Das ist ja mal eine gute Nachricht.
Ich finde es im Allgemeinen gut, dass auf diesen Gebieten geforscht wird und es auch Erfolge gibt.
Ja, ich glaube, das wäre eine Lösung gewesen. Persönlich hätte ich sie genutzt, so ich denn über diese Familienerkrankungen Bescheid gewusst hätte.
Ob es ethisch vertretbar ist? ich denke da werden sich die Geister scheiden.
Für mich ist alles ethisch vertretbar, was schlimme Krankheiten vehindert oder heilt.Insbesondere dann wenn es um Kinder geht, denn kein Kind sollte leiden müssen.
 
In England hat jetzt eine Frau ein Kind bekommen, wo seit Generationen alle Frauen in der Familie ihres Mannes an einem bestimmten Brustkrebs gestorben sind. Gentechniker haben direkt nach der Befruchtung dieses Gen, welches den Brustkrebs verursacht, entfernt. Damit ist sicher, dass das Kind, sei es ein Mädchen, nicht an diesem Brustkrebs erkranken wird und das auch nicht vererben wird.

Das ist doch super, zumindestens finde ich das!

Ist das eine Möglichkeit, die man akzeptieren kann? Das Ärzte jetzt schon vor der Geburt mögliche Krankheiten eliminieren? Ist das ethisch vertretbar?

Warum sollte es nicht vertretbar sein? Ich denke das liegt immer an den Menschen die es betrifft, sind sie bereit und willens diese Eingriffe vornehmen zu lassen? Können sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren? Ethisch gesehen gibt es sicher auch ganz andere Meinungen. Wer gibt uns das Recht Menschen bevor sie geboren werden zu beeinflussen, kann damit auch anderes beeinflußt werden? haben die Kinder vor der Geburt schon irgendwelche Implantate bekommen etc...... das kann man so weiterspinnen. Aber hier steht in erster Linie die Gesundheit des Kindes im Vordergrund, somit wäre es für mich absolut vertretbar.
Wie siehst du das denn?


Es würde mich interessieren, ob die Eltern von Kindern, die heute krank sind, solch eine Möglichkeit genutzt hätten, wenn sie es damals gegeben hätte für sie.

Marty

Ja ich hätte das auf jeden Fall genutz. Ich glaube das meine Kinder das auch gut gefunden hätten. Aber das weiß man halt nicht, sie kommen auch so ganz gut zurecht.
Aber ich glaube das viele Eltern das nutzen würden um den Kindern Leid und Krankheit ersparen zu können.
Das ist wie mit einer Organspende, wenn dein Kind oder Partner dich braucht dann bist du bereit fast alles zu tun.
 
Das Problem an der Sache ist ja nicht das "Ich will verhindern, dass mein Kind Brustkrebs bekommt!", sondern das, was danach noch alles kommen kann. Zum Beispiel "Ich will, dass mein Kind blonde Haare hat!", oder "Mein Kind soll grüne Haut haben, das wär cool!", oder "Ich will ein Kind mit Schwanz und Fell, eins das schnurrt, wenn man es streichelt", oder was da sonst noch alles an unethischem Zeugs denkbar ist. Natürlich (hoffentlich) nicht in der nahen Zukunft.
Für sehr religiöse Menschen dürfte das auch ein ziemlicher Gewissenskonflikt sein.
 
Für jeden ist es normal, dass eine Frau zur Ultraschalluntersuchung geht, wenn sie schwanger ist. Wenn dort z.B. festgestellt wird, dass das Embryo krank oder behindert zur Welt kommen würde, dann besteht in D die Möglichkeit das Baby im entsprechenden Anfangsstadium abzutreiben.

Das ist für uns normal.

Ist dies aber nicht auch eine natürliche Auslese durch den Menschen? Es dauert nur länger bis die Frau wieder schwanger wird.

Prinzipiell ist es doch aber das selbe was dort, meiner Meinung nach, gemacht wurde. Da wurden mehrere Eizellen befruchtet und untersucht, und die mit dem fehlenden GEN, welches für den erblich bedingten Brustkrebs verantwortlich ist, wurde der Frau eingesetzt.

Wenn mich nicht alles täuscht wurde dies so gemacht. ich finde auf die schnelle keine Quelle. Aber ist dies nicht im Prinzip das gleiche?
 
Das ist das was ich im letzten Beitrag meinte.. Solange es der Gesundheit des Kindes zugute kommt ,ist es in meinen Augen absolut gerechtfertigt und vertretbar. Aber sich durch irgendwelche Genmanipulationen ein "Wunschkind" machen zu lassen(Augen,Haare, evt. Geschlecht, etc.) DAS empfände ich dann wiederrum als absolutes NoGo!
@wintermute.. wen bezeichnest du denn als Sehr religiös? Die Menschen die durch ihren Glauben noch im Mittelalter dahinvegitieren?
Dort wo ich Glaubenstechnisch hinorientiert bin, ist es so das wir sehr stark im Glauben leben, aber wir betrachten DInge die zum Wohl der Gesundheit des Menschen beitragen als von Gott gegeben. Das heisst, wir sagen..hätte Gott nicht gewollt das wir Mittel gegen Krankheit finden, hätte er uns nicht den Verstand dazu gegeben.
 
In England hat jetzt eine Frau ein Kind bekommen, wo seit Generationen alle Frauen in der Familie ihres Mannes an einem bestimmten Brustkrebs gestorben sind. Gentechniker haben direkt nach der Befruchtung dieses Gen, welches den Brustkrebs verursacht, entfernt. Damit ist sicher, dass das Kind, sei es ein Mädchen, nicht an diesem Brustkrebs erkranken wird und das auch nicht vererben wird.

Ist das eine Möglichkeit, die man akzeptieren kann? Das Ärzte jetzt schon vor der Geburt mögliche Krankheiten eliminieren? Ist das ethisch vertretbar?
Ja, wenn es keine Nebenwirkungen gibt. Können das die Ärzte garantieren? Das Gen das den Brustkrebs aktiviert, ist dieses Gen ausschließlich für die Aktivierung des Brustkrebses zuständig?

Angenommen dieses Gen hat noch andere Aufgaben und das Gen beinhaltet einen weiteren umfangreichen Code, den man mit der heutigen Wissenschaft nicht auslesen kann und welcher wichtige Funktionen/Abwehrmechanismen enthält, was dann?

Na ja, clonen soll ja auch gut klappen. Diese Dollyschaaf soll ja sogar älter geworden sein, als der Altersdurchschnitt von anderen Schaafen. Obs nun daran liegt, das man es genauer beobachtet hat? Keine Ahnung.

Deine Frage ob es ethisch vertretbar ist, kann ich nicht beantworten. Warscheinlich weil ich zu unwissend bin, ich kenne nicht die Akten, die Vor- und Nachteile dieses Eingriffs. Ein Vorteil liegt auf der Hand, den haste ja geschildert. Sicherlich gibt es auch Risiken, welche man abgleichen muss.
 
Oh, da gibt es sicher einige, es fängt ja schon bei den Zeugen Jehovas oder den orthodoxen Juden an, die sogar Bluttransfusionen aus religiösen Gründen ablehnen. Das lässt sich auch irgendwie aus den heiligen Büchern ableiten.
Und diejenigen, die z.B. in den USA Ärzte töten, weil sie Abtreibungen vornehmen, gehören sicherlich auch dazu.
Andererseits sind die Bedenken von Behindertenorganisationen auch nicht ganz abwegig, die in solchen Maßnahmen eine Gefahr für die Akzeptanz von Menschen, die nicht der "Norm" entsprechen, sehen. Das ist dann aber wieder eine ganz andere Diskussion.


Letztendlich ist es das Recht und die Pflicht von (werdenden) Eltern, das Beste für ihr Kind zu wollen. Dazu kann man von außen zwar eine Meinung haben, aber solche Entscheidungen würde ich niemandem abnehmen oder aufzwingen wollen.
 
Ich finde das auch gut, dass es die Möglichkeiten gibt, Krankheiten schon im Frühstadium einer Schwangerschaft zu erkennen. Grundsätzlich ist es auch völlig in Ordnung, Krankheiten zu verhindern, so es denn möglich ist.

Aber wie wintermute schon gesagt hat: Wo fängt das an und wo hört das auf?

Es wird vermutlich sofort Ansprüche geben von Menschen, die sich damit ihr Wunschkind "erstellen" lassen. Es wird vielleicht sogar staatliche Organisationen geben, die solche Techniken "ausnutzen" würden. Trotzdem wäre ein Verbot völlig übertrieben.

Gruss
Marty
 
Ich finde es fragwürdig, ein Gen hinzuzufügen oder zu entfernen. Ich sehe die Gefahr, dass es nicht nur für Brustkrebs verantwortlich war, wie von Maik auch angedeutet. Außerdem frage ich mich aber, wenn sie das Kind offenbar nicht mit dem "Brustkrebsgen" haben wollen, wieso adoptieren sie dann nicht eines oder lassen sich eine Eizelle bzw Sperma spenden? Letztlich taten sie es also doch nur für sich und nicht fürs Kind, nur damit sie ihre Gene im Kind wiederfinden können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
 
Achso, dann ist es wohl besser wenn man sich damit abfindet und sich entweder nicht vermehrt oder einfach kein Gewissen hat? :roll:
 
Du kannst das Risiko ja auch eingehen. So haben wir auch alle ein gewisses Risiko für alle möglichen Erkrankungen und unsere Eltern sind das Risiko eingegangen und haben uns trotzdem gezeugt. Wenn du genau weißt, dass du mit deinem Partner einen genetischen Defekt vererben würdest, der zu Behinderungen führt, würdest du da nicht auch überlegen, ob du auf Kinder mit ihm verzichtest? Für absehbare Erkrankungen gilt meiner Meinung nach dasselbe. Entweder du hoffst, dein Kind wird trotzdem ein erfülltes Leben haben und nimmst es mit deinen Genen oder du zeugst ein Kind mit wem anders (wenn bspw. nur eine Seite den Defekt vererbt) bzw. du adoptierst eben eines. Ich sehe nicht, wieso das eine Zumutung sein sollte, statt eines selbst erzeugten Kindes mit genetischem Defekt ein adoptiertes großzuziehen.
Es ist aber natürlich nur meine naive Weltansicht. Ich finde halt, man muss konsequent sein. Und wer weiß, was sich bei dem Kind mit dem geklauten Gen noch alles herausstellt, was sie ihm dadurch angetan haben. Du hast also nur ein sicheres Risiko gegen ein unsicheres getauscht. Eine Garantie, dass das Kind nie an Krebs erkranken wird, gibt es ja dadurch auch nicht.
 
ich würde mir schon Gedanken machen wenn ich mit meinem Partner ein Kind bekommen möchte und aber auf diesen Weg einen genetischen Defekt vererben würde.Glaube das ich echt in diesem Fall auf ein Kind verzichten würde obwohl es mir sehr schwer fallen würde.Ich liebe Kinder über alles und bin sooo froh,daß es meinen Sohn gibt
 
@snowcat
:roll: es gibt auch ohne genetische Vorerkrankungen genug Kinder die mit Fehlbildungen oder Behinderungen zur Welt kommen oder die im nachhinein erkranken, oder Kinder die man adoptiert wohl in der Annahme das dort alles gesund ist....aber das ist doch keine Garantie. Von daher finde ich deine Aussage schon ziemlich hart.
Kein Mensch der eine enorme Einschränkung hat die er vererben könnte würde diese bewußt an seine Kinder weitergeben. *denk*, und nicht für alle Erkrankungen kann man seine Eltern verantwortlich machen.
 
@Lilly:
Ich habe nicht behauptet, dass adoptierte Kinder immer gesund sind und bleiben. Selbst die Entnahme dieses einen Gens bedeutet für das leibliche Kind aber doch auch keine Garantie, dass es nie an einem Krebs oder einer anderen schlimmen Krankheit erkrankt. Deshalb bleiben sie für mich in Bezug auf ein Krankheitsrisiko "äquivalent", falls man das so sagen kann (immerhin spricht man hier von Kindern und nicht von Objekten).
Genauso finde ich nicht, dass man zwangsläufig auf ein Kind verzichten sollte, nur weil man eine Behinderung oder ein Erkrankungsrisiko vererben könnte. Ich finde nur, wenn man sich nicht dazu durchringen kann, ein Kind mit dem vollen Genprogramm zu nehmen, sollte man der Natur auch nicht ins Handwerk pfuschen, sondern seinem Gewissen konsequenter folgen und auf Kinder verzichten, adoptieren... was auch immer. Entweder ganz oder gar nicht. Man nimmt ja so auch, was kommt. Das gehört doch zum Kinder Kriegen dazu. Klar, die moderne Welt gibt uns die Mittel, von bestimmten absehbaren Defekten oder vererbbaren Krankheiten vorher zu wissen und gibt uns dementsprechend eine Zusatzinformation für die Entscheidung. Eine Garantie für eine "fehlerfreie" Ausbildung des neuen Lebens im Mutterleib gibt es nie und manchmal sind es eben diese vermeintlichen Defekte, die uns unsere Menschlichkeit erst vor Augen führen und dadurch eben auch ihren Sinn haben.