News Kasten Bier soll 20 Euro kosten

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 31.07.2010 um 22:43:27 Uhr veröffentlicht:
Kasten Bier soll 20 Euro kosten
Boulevard-News

Wann wird die Bier-Steuer drastisch erhöht? Zur Zeit kostet fallen auf einen Liter Bier 9 Cent Biersteuer an. Experten fordern eine Anhebung der Biersteuer auf bis zu einen Euro. Damit würde ein Kasten Bier in Zukunft fast das doppelte kosten: 20 statt 11 Euro pro Kasten. Damit soll gegen Trinksucht und Komasaufen angekämpft werden. Die Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sieht Steuererhöhungen auf Alkohol als Königsweg.

Bier ist das Lieblingsgetränk vieler Männer, doch nun soll das geliebte Bier teurer werden. Der Grund: "Die Krankheitskosten durch Alkoholkonsum betragen mindestens 26,7 Milliarden Euro pro Jahr. Steuererhöhungen sind ein sehr wirksames Mittel, übermäßigen Konsum zu stoppen", zitiert die BILD den Hamburger Wirtschaftsexperten Tobias Effertz. Der Experte fordert eine Anhebung der Steuern auf Bier und Wein etc. "mindestens auf die europäischen Durchschnittswerte. [. . . ] Dann könnte beispielsweise die Steuer pro Liter Bier bis auf einen Euro steigen", so Effertz.

Geschäftsführer Raphael Gaßmann von der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) äußerte gegenüber der Zeitung, dass Deutschland zu den Weltmeistern "im Alkoholkonsum und bei den Alkoholproblemen" zähle. Unterstützt wird das durch fallende Preise für alkoholische Getränke, gemessen am Durchschnittseinkommen. "Steuererhöhungen auf Alkohol wären der Königsweg ? wenn es um die Gesundheit geht", so Gaßmann.

Pro Jahr konsumiert laut DHS jeder Deutsche etwa 10 Liter reinen Alkohol im Jahr, empfohlen werden maximal 3 Liter pro Jahr. Bei den 18- bis 64-Jährigen seien es sogar 12 Liter. Damit liege Deutschland was den Alkoholkonsum angeht weltweit auf Platz 5.

In den letzten Jahren sind verstärkt die Bier-Mix-Getränke und Alkopops in Kritik geraten, da sie schleichend und scheinbar als harmlos den Einstieg in die Welt des Alkohols ermöglichen. Aktuell steht das Mischen von Spirituosen mit Energy Shots in der Kritik.

Bierpreise weltweit
Laut Pintprice gibt es das billigste Bier in den Ländern Tadschikistan, Panama, Bhutan, Kongo, Nordkorea. Die höchsten Preise für Biere werden in Grönland, Norwegen, Dschibuti, Katar, Iran und Dänemark angesetzt.
 
Dass Steuern die Kosten der Krankenversicherungen ausgleichen sollen, ist ein komischer Gedanke. Aber ich möchte jetzt mal nicht auf den "Der Staat will damit nur Kohle machen"-Zug springen.


Es ergibt einfach keinen Sinn. Ich kann es drehen und wenden wie ich will, von allen Seiten gucken, aber es ergibt keinen Sinn.

- Alkoholiker werden unbeeinflusst weitertrinken, ziemlich arme Alkoholiker werden evtl. zu kriminellen Handlungen gedrängt.

- Jugendliche (wie ich) werden zwar seltener, aber härter trinken. Davon bin ich felsenfest überzeugt - dann heißt es nicht 3x die Woche 1 Promille, sondern 1x die Woche 2 Promille, um das für alkoholische Getränke ausgegebene Geld besser auszunutzen. Und das steigert sicherlich auch die alkoholbedingten Arztrechnungen.

- Alle mit befriedigendem Einkommen wird es zwar stören, aber ob nun 22€ oder 40€ pro Monat (gerechnet 2 Kästen Bier pro Monat, 1 1/2 Flaschen pro Tag) macht halt bei Normalverdienern nicht den Unterschied.

- Leute mit gerade ausreichendem Einkommen werden sich - das ist richtig - 2x das Kaufen von Alkohol überlegen. Aber lasst ihnen doch den Spaß.


Sagen wir der Konsum geht um 15% zurück. Aber wenn das das einzige Ziel wäre, würde ein komplettes Verbot.. nunja.. ein wenig mehr Sinn machen. Auch großer Schwachsinn, aber egal.
Jedenfalls wird er nur bei den Leuten zurückgehen, die sich so schon Gedanken über die Kosten machen müssen. Und das ist nicht richtig. (Beim Rauchen übrigens auch nicht, aber ich finde es hier schlimmer, da Alkohol gesellschaftliche Zusammenkünfte fördert.)


Desweiteren halte ich die 26,7 Milliarden für große Scheiße.
Wo sollen die denn herkommen? Das sind über 330 Euro pro Jahr und Person. Ich konsumiere nun schon seit.. öhm.. über 3 Jahren und habe noch nicht einen Euro deswegen beim Arzt gelassen.
Krankenhausaufenthalt wegen Alkoholvergiftung dauert einen Tag und kostet, happig gerechnet, 500€. Das heißt, jeder müsste das alle zwei Jahre durchmachen, und die restlichen Kosten übernehmen dann die Alkoholiker. [es bleiben 160€/Person über, ungefähr - je nach Härte - jeder 40. ist alkoholabhängig. Das heißt, ein Alkoholiker muss dann noch auf über 6000€/Jahr kommen]
Die Zahl ist erstunken und erlogen. Oder jemand hat das Komma falsch gesetzt.
 
Die Zahl stimmt schon. Was denkst du denn, was so eine dauerhafte Behandlung wegen Leberzirrhose kostet? Mehrere Zehntausen Euro!

Aber die Steuer wird Ihren Zweck verfehlen, denn die Komasäufer trinken sich nicht mit Bier in den Schlaf. Dazu wird der Wodka meist pur geschluckt, bis die 2 Flaschen alle sind.

Mal ganz abgesehen von den Kneipen die Reihenweise schließen dürfen, da keine Gäste mehr kommen (Die Brauereien mal ganz außen vor gelassen!). Etliche Arbeitslose mehr und die zahlen plötzlich überhaupt keine Kassenbeiträge mehr!
 
Also ich bin kein Biertrinker, das mal vorweg. Ich trinke 2 Alster dann habe ich die Schanuze voll und trink lieber was anderes (So wie vorhin Havana/Cola).

Ich halte das aber auch für den falschen weg. Wozu führt das? Was hat die Prohibition in den Usa und anderswo gebracht? Schmugel und Schwarzbrennerei ohne Ende.

Bier ist dem Deutschen eines der liebsten Sachen, wenn man ihm das versuchen würde zu nehmen, ich glaube das würde er nicht zu lassen. Es gibt ja schon einen grund wieso die Biersteuer eine Länder- und keine Bundessteuer ist.

Kann mir gut vorstellen, das sich dann viele denken werden, gut dann kann ich mir auch mein Bier selber brauen. Und ob das dann für die Gesundheit besser ist, wohl kaum.

So hat man ja wenigsstens ein bier nach deutschem Reinheitsgebot.

Zu was soll es führen? Es hat schon mit der Verteuerung der Alkopops null gebracht, die Jugendlichen sind umgestiegen.

Meine Meinung morgens um 3 nach einigem leckerne Alkohol ;) gn8
 
Die Zahl stimmt schon. Was denkst du denn, was so eine dauerhafte Behandlung wegen Leberzirrhose kostet? Mehrere Zehntausen Euro!

Aber die Steuer wird Ihren Zweck verfehlen, denn die Komasäufer trinken sich nicht mit Bier in den Schlaf. Dazu wird der Wodka meist pur geschluckt, bis die 2 Flaschen alle sind.

Mal ganz abgesehen von den Kneipen die Reihenweise schließen dürfen, da keine Gäste mehr kommen (Die Brauereien mal ganz außen vor gelassen!). Etliche Arbeitslose mehr und die zahlen plötzlich überhaupt keine Kassenbeiträge mehr!

Das sind ungefähr die Gedanken, die mir auch durch den Kopf gegangen sind. Wem soll es denn was bringen, wenn die Biersteuer extrem nach oben geschraubt wird.

"Die kleine Kneipe in unserer Strasse" (sinngemäss) hat ohnehin schon Probleme mit den Kunden und notwendigen Umsätzen, weil das Rauchen gesetzlich eingeschränkt wurde. Mir schmeckt mein gelegentliches Bier auch besser mit einem Glimmstengel in der Hand, was mich aus entsprechenden Lokalitäten seit dem Verbot ferngehalten hat.

Man darf natürlich auch nicht vergessen, dass ein Grossteil der Deutschen zu einem gut durchgebratenen Schnitzel im Restaurant gern ein Bierchen trinken. Das überlegt man sich dann wohl auch 2mal.

Es wird sicherlich auch weitere Überlegungen geben die grossen Lücken, die ja alle Bürger zu verschulden haben, zu füllen. Aber nachvollziehbar wird keine davon sein.

btw und völlig oT:

Ich kann weit entfernt wohnenden Menschen kein Geld spenden was ich nicht habe. Dabei ist dann absolut egal, wie schlecht es den Menschen geht und was passiert ist. Was ich nicht habe kann ich nicht spenden.
 
Laut wiki haben 250 aus 100.000 eine Leberzirrhose (irreversibel, es gibt also keine vorrübergehenden Erkrankungen) -- arrgh, das sind ja Neuerkrankungen pro Jahr. Ändert so manches, unter anderem auch meinen verhassten Faktor 8, aber ich ändere die Rechnung jetzt nicht. Dann glaub ich der Zahl von 26 Mrd. mal. --

50% davon alkoholbedingt

125*800 macht 100.000
also jeder zwanzigste Alkoholiker

hm.. wenn ich noch bisschen rumrechne, würd ich trotzdem sagen, dass die Zahl um den Faktor 3 bis 8 zu hoch ist, aber was soll's.

Dann machen diese 0,125% der Menschen 95% der Kosten aus oder was weiß ich.

Aber das zeigt nochmal, wie wenig sich die Krankenkassenkosten vermindern würden, denn.. Süchtige kriegen ihren Stoff. Ob Heroin, Crack oder Alkohol. Und wer nicht süchtig ist, kriegt auch keine Leberzirrhose (also auch keine bis kaum kosten für die Krankenkasse)
 
Mal ganz abgesehen von den Kneipen die Reihenweise schließen dürfen, da keine Gäste mehr kommen (Die Brauereien mal ganz außen vor gelassen!). Etliche Arbeitslose mehr und die zahlen plötzlich überhaupt keine Kassenbeiträge mehr!

Das war auch mein erster Gedanke. Was kalkuliert ein Kneipenbesitzer so grob für Bier? Einkaufspreis x 3 = Verkaufspreis in "Dorfkneipen" und Einkaufspreis x 6 in Großstädten.

:think: Das wären dann ca. die Preise wie beim München Oktoberfest! Yeah, Wiesn das ganze Jahr. Ich bin dafür! :ugly:
 
Das war auch mein erster Gedanke. Was kalkuliert ein Kneipenbesitzer so grob für Bier? Einkaufspreis x 3 = Verkaufspreis in "Dorfkneipen" und Einkaufspreis x 6 in Großstädten.

Sogar mehr.
Bier im Fass kostet für den Privatmann bei einer durchschnittlichen Biermarke etwa 1,00€-1,20€ pro Liter (ohne Zapfanlage), bei normalem 0,3L-Bier macht das ungefähr 35 cent pro Bier.
Mit Mengenrabatt, Treueverträgen etc. kann man sicher sagen 30 cent pro gezapftem Bier in der Kneipe.
Der standardpreis hier in der ländlichen Gegend ist 2€ +/- 20 cent, also 6-7 mal so viel wie der Preis für das Bier an sich. (hinzu kommen natürlich zahlreiche andere Kostenfaktoren wie Lagerung, Kühlung etc. - aber die sind vom Bierpreis unabhängig)

Aber es wird sich da denke ich nicht so hart wiederspiegeln.. sagen wir 2,50€ statt 2,00€. Der Kneipenbesitzer muss ja nicht relativ mehr verlangen - also nciht doppelt so viel, nur weil das bier doppelt so teuer ist - sondern absolut, also 30 cent mehr pro bier, weil es ihn 30 cent mehr kostet. Plus obligatorischen Aufschlag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das killt die Kneipen endgültig. Ist das gewollt? Sollen die Leute sich nicht mehr auf ein Bierchen zusammensetzen und über Gott und die Welt philosophieren? Fürchtet dieser Staat die Zusammenkunft von Bürgern?

Jugend ist rebellisch. Sie wird Wege finden, trotzdem zu saufen, solange nicht die Ursache(n) dieses Saufen erkannt und beseitigt ist/sind.

So makaber es ist: Ich halte das im wahrsten Sinne des Wortes für eine SCHNAPS-Idee.
 
...
Aber es wird sich da sicherlich nicht so hart wiederspiegeln.. sagen wir 2,50€ statt 2,00€.

Dazu nochmal kurz oT:

Als es die gute alte DM (Deutsche Mark, für alle die sich nicht erinnern können) noch in den Geldbörsen lag, da kosteten Zigaretten am Automaten 5,00 DM. Irgendwann kamen dann durch ettliche Erhöhungen höhere Preise für die einzelne Zigarette zustande.

Damals sagte ich, dass ich aufhören werde, wenn mich eine Schachtel 10,00 DN kostet. Dann kam der Euro. Mittlerweile stopfe ich meine Zigaretten selbst und habe meinen Konsum um ca. 70% reduziert.

zurück zum Topic:

Gänzlich aufhören wird ein leidenschaftlicher Biertrinker wohl auch mit höheren Steuern nicht. Aber er wird weniger trinken.

Wenn dieser Biertrinker also vor der Erhöhung jeden Abend mit Freunden in der Kneipe war und seine 2 Bier getrunken hat, dann trinkt er nach der Erhöhung pro Abend nur noch 1 Bier oder geht nur jeden 2. Tag.

Das der Bierwirt dann noch Spass bei der monatlichen Bilanz hat möchte ich bezweifeln.

Viele Grüße

Miro
 
Bei vielen Jugendlichen ist doch schon heute Bier nicht mehr das Getränk der Wahl, wenn man sich besaufen will (oder selbst für gemütliche Zusammenkünfte). U.a. Drum geht's den Brauereien ja wohl auch so schlecht.
Wenn man jetzt die Preise noch verdoppelt, trinkt man halt noch mehr Mischgetränke oder direkt Schnaps pur – tolle Idee.
 
In der 'sonstigen' Presse steht: Erhöhung der Alkoholsteuer

also nicht nur Bier.
Eine Erhöhung sehe ich durchaus als sinnvoll an. Vor allem Schnaps ist viel zu billig.
 
Meine Meinung: Bier verteuern - ja bitte, aber nicht mit einer Alkoholsteuer sondern durch einen fairen Preis für die Hopfen-Bauern. Gerade lese ich in der Zeitung, dass deren Erzeugerpreise über den Kaufpreisen der BRauereine liegt. Also: Hopfe doppelt so teuer (25 statt12,50) - dann wird die Flasche Bier um 2 Cent teurer und das Geld landet im Wirtschaftskreislauf, bei den Bauern. Und bitte keine neuen/höheren Steuern!!!

PS: Ich bin "(sehr-) Wenigtrinker.
 
Bin ich absolut dafür.

Wer nur Genusstrinker ist, wird dadurch seinen Konsum nicht einschränken, wenn das Bier nur 50c teurer wird. Das Beispiel mit den Zigaretten hatten wir ja schon.

Warum sollen nur immer die Raucher unter Steuererhöhungen leiden? Können die Trinker doch auch mal. :roll:

Ich seh jeden Tag wenn ich von Arbeit komme eine Horde Säufer in der Nähe der Haltestelle. Vielleicht verschwinden dann solche Leute aus dem Stadtbild. Hätte doch einen positiven Nebeneffekt.
 
Eine Erhöhung sehe ich durchaus als sinnvoll an. Vor allem Schnaps ist viel zu billig.

Naja finde das es in den letzten jahren shcon gut nach oben gegangen ist mit den Preisen. Zumindest so mein Gefühl.

Ich seh jeden Tag wenn ich von Arbeit komme eine Horde Säufer in der Nähe der Haltestelle. Vielleicht verschwinden dann solche Leute aus dem Stadtbild. Hätte doch einen positiven Nebeneffekt.

Ich weiß nicht, die bekommen irgendiwe das geld dafür immer zusammen. Für die sollte doch eigentlich selbst das billigste Bier noch zu teuer sein, aber dennoch haben die immer eins in der Hand.
 
Ich weiß nicht, die bekommen irgendiwe das geld dafür immer zusammen. Für die sollte doch eigentlich selbst das billigste Bier noch zu teuer sein, aber dennoch haben die immer eins in der Hand.
Ich frag mich auch immer wie die das machen. Aber ich glaub die essen einfach nix. Sehen zumindest meist so aus.
 
Vielleicht wäre es auch am einfachsten, daß man nur noch alkoholfreies Bier in Umlauf bringt und die Spirituosen abschafft. Und bei den Rauchern macht man es ähnlich. Mittlerweile gibt es zur Raucherentwöhnung reines Nikotin zum inhalieren, was nicht gesundheitsschädlich ist, im Gegensatz zum Rauch der den Krebs verursacht.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin Alkohol und Tabak zu verbieten oder zu belassen und nicht zu besteuern. Zudem, wenn dann jemand gesundheitliche Schwierigkeiten hat durch den Konsum von Alkohol und/oder Tabak, daß er für ärztliche Behandlungen alles selbst zahlen müßte. Nur diese Möglichkeit wäre der ultimative Supergau, weil wir dann amerikanische Zustände hätten, was das Gesundheitswesen angeht.

Egal, wie man es dreht und wendet und wie viel Statistiken und Rechnungen man sich durch den Kopf gehen läßt, oder wie viele Verbote und Steuererhöhungen man veranlasst, solange die Menschen nicht selbst dazu in der Lage sind ihre Süchte zu kontrollieren, bestenfalls aufzugeben, werden sie immer einen Weg finden, ihre Süchte zu befriedigen, selbst wenn der ein oder andere zu illegalen Maßnahmen greifen müsste.