Kampf im Klassenzimmer: Deutsche Schüler in der Minderheit

Achso. Naja ich denke in der DDR hatte man aufgrund von Ängsten wiederum mehr Disziplin, oder? Kenne mich im Osten vor der Wende nicht so aus, aber auch dort herrschten sicherlich andere Strukturen.
Was für Ängste? :hö:
Wir hatten Respekt vor den Lehrern und den Eltern. Beides ist heute nicht mehr unbedingt gegeben.
 
Was für Ängste? :hö:
Wir hatten Respekt vor den Lehrern und den Eltern. Beides ist heute nicht mehr unbedingt gegeben.

Wer respektiert werden möchte, sollte respekt zollen.

Und das tun die Lehrer heutzutage nicht.
Wieso sollten ein Schüler vor einem Menschen respekt haben, der unbediengt möchte, dass dieser nicht versetzt wird?
So ein Lehrer hat den falschen beruf gewählt.
 
Achso. Naja ich denke in der DDR hatte man aufgrund von Ängsten wiederum mehr Disziplin, oder? Kenne mich im Osten vor der Wende nicht so aus, aber auch dort herrschten sicherlich andere Strukturen.

Ängste gab es da genauso wenig wie persönliche Freiheit, sofern man im Sinne der Systems funktionierte brauchte man sich eigentlich keine Sorgen um seine schulischen Leistungen zu machen denn der Beifahrer vom VEB Blümchenkombinat bekam eh annähernd das selbe Gehält wie der Ingenieur der bei Narva die Westprodukte auseinandernahm um sie in die eigene Produktion zu überführen

die Sache mit dem "Respekt" vor der Obrigkeit und den Lehrern mag allerdings einige motiviert haben auch ordentlich in der Schule zu funktionieren
 
Achso. Naja ich denke in der DDR hatte man aufgrund von Ängsten wiederum mehr Disziplin, oder? Kenne mich im Osten vor der Wende nicht so aus, aber auch dort herrschten sicherlich andere Strukturen.

Das hatte nix mit Ängsten zu tun, weil wo vor haben dann Finnen Angst?

Aber die Schulwahl war damals halt KEIN Schwanzvergleich der Eltern, es gab kein überzogenes Elitedenken.

Sicherlich waren die Eltern auch bedacht, dass die Kinder in der Schule gute Ergebnisse brachten, in Konsequenz auch ein Abi und ein Diplom, aber das ging ohne Privatschulen und ähnlichem.

gruss kelle!
 
Das hatte nix mit Ängsten zu tun, weil wo vor haben dann Finnen Angst?

Das hat mit den Finnen nichts zu tun. Mit Ängsten war eher gemeint, dass man Angst vorm System hatte. Wie gesagt, kenne den Osten nicht gut und haben daher primär Vorurteilbehaftetes Wissen aus den Medien. Wenn man in einem System nicht auffallen will/kann, dann lernt man früh nicht aufzufallen. Also mitzumachen.

Aber die Schulwahl war damals halt KEIN Schwanzvergleich der Eltern, es gab kein überzogenes Elitedenken.

Naja durch zwanghafte Gleichmacherei ging aber auch ein wenig der Ehrgeiz verloren, oder? Ich mein in der DDR war der Fortschritt ja weit hinter dem anderer Länder trotz der hohen intellektuellen Leistungen in der Schule, von denen du gerade berichtest.

Sicherlich waren die Eltern auch bedacht, dass die Kinder in der Schule gute Ergebnisse brachten, in Konsequenz auch ein Abi und ein Diplom, aber das ging ohne Privatschulen und ähnlichem.

Weil das System sowas ja auch garnicht zugelassen hat. Oder überhaupt notwendig gemacht hat. In der DDR haben doch alle nahezu gleich verdient, oder? Zudem hatte jeder, der im System schwamm einen Job? Da brauch man keine Privatschule um sich von der Masse abzuheben, weil dabei nichts raus kommt
 
Das hat mit den Finnen nichts zu tun. Mit Ängsten war eher gemeint, dass man Angst vorm System hatte.
Hatten die meisten ja nicht, man musste schon ziemlich hart im nehmen sein um sich ernsthaft anzulegen...die breite Masse hat zumindest gut genug funktioniert um keine Angst haben zu müssen


Naja durch zwanghafte Gleichmacherei ging aber auch ein wenig der Ehrgeiz verloren, oder?
vielleicht, aber schulische Leistungen hatten trotzdem hohes Ansehen und das allein reicht vielen ja schon, zusätzlich erwarteten Eltern und System natürlich einiges

Da brauch man keine Privatschule um sich von der Masse abzuheben, weil dabei nichts raus kommt
ne Privatschule in der DDR :ugly:... wenn überhaupt dann ne staatliche Spezialschule für Sport oder Naturwissenschaften, sowas gab es und sowas hatte auch Ansehen...Ansehen war in der DDR überhaupt wichtiger als Geld, Geld hatten die meisten sowieso ca. gleichviel und kaufen konntest Du eh nicht viel
 
Naja durch zwanghafte Gleichmacherei ging aber auch ein wenig der Ehrgeiz verloren, oder? Ich mein in der DDR war der Fortschritt ja weit hinter dem anderer Länder trotz der hohen intellektuellen Leistungen in der Schule, von denen du gerade berichtest.
Sind hohe intellektuelle Leistungen etwa kein Fortschritt? Der Mangel, der in der DDR herrschte, bestand aus Gütern, die man selbst nicht herstellen konnte, was aber nicht an geistigen Fähigkeiten lag. Auch 100 Diplom-Landwirte kriegen in Meck-Pom keine Orangen angebaut, so daß man damit die DDR versorgen könnte.
 
Ich glaube wir sind hier nicht in einer DDR-Diskussion, daher beende ich mal das Antworten auf DDR-eigene Aussagen ;)

Denke aber mal man konnte herauslesen, dass die Gegebenheiten in der DDR anders waren als hier, wodurch Annahmen über das Schulsystem und dessen Funktionsweise hier in der BRD recht schwierig sind.
 
Naja durch zwanghafte Gleichmacherei ging aber auch ein wenig der Ehrgeiz verloren, oder?

Was ja den Rückschluss zuließe, dass nach der Wende alle Ossis auf Grund mangelnden Ehrgeizes keinen Job bekommen hätten.
Dem war aber nicht so, Ehrgeiz ist ja auch ne persönliche Sache, die kann man nicht systematisch wegtrainieren.

Ich mein in der DDR war der Fortschritt ja weit hinter dem anderer Länder trotz der hohen intellektuellen Leistungen in der Schule, von denen du gerade berichtest.

Was aber nicht am mangelnden Intellekt lag, sondern an einer ziemlich kranken Wirtschaftssteuerung.
Wenn man ein Auto nicht bauen darf, weil es zu westlich aussieht, dann waren die Entwickler trotzdem gut.

Oder überhaupt notwendig gemacht hat. In der DDR haben doch alle nahezu gleich verdient, oder? Zudem hatte jeder, der im System schwamm einen Job? Da brauch man keine Privatschule um sich von der Masse abzuheben, weil dabei nichts raus kommt

Erstmal war die DDR kein geschlossenes System.
Und auch da hatte jeder den Anspruch an sich selbst, seinen Jobwunsch zu verwirklichen.

Und es ist immer noch das gleiche Prinzip, was die Finnen praktizieren.
Allein den Unterschied beim politischen System zu suchen, damit kommt man nicht weit.

gruss kelle!