Kampf im Klassenzimmer: Deutsche Schüler in der Minderheit

Ich kenne einige Ingenieure, die sich über die Hauptschule hochgearbeitet haben. Man braucht auch nicht meinen, ein Schulabschluss reiche und man kann sich dann einen faulen Lenz machen.

Wann haben die denn ihren Hauptschulabschluss gemacht "und sich dann hochgearbeitet"?

Sicherlich nicht nach 2001 - wahrscheinlich nicht mal nach 1990 :LOL:
 
Hältst du es für besser, Slums zu bilden und auch noch zu pflegen?

Vorweg, in Deutschland sind die typischen Slums kaum anzufinden und wenn dann sehr sehr selten.
Ich habe zumindest noch keine Vorstadtgebiete mit selbst gezimmerten Wellblechhütten gesehen, ist hier nämlich illegal.
Zudem gilt in Deutschland immer noch freie Wohnungswahl, auch für Migranten, sofern sie nicht erst in ein Asylbewerberheim kommen.
Wenn man also Gebiete antrifft mit übermäßig vielen Migranten(/Muslimen) und eben auch die dort ansessigen Schulen "überlaufen" sind, liegt das nicht daran, dass irgendjemand "Slumbildung" (ich bevorzuge das Wort Ghetto in der amerikanischen Bedeutung) bevorzugt, sondern weil die lieben Migranten es so wollten.

Wann haben die denn ihren Hauptschulabschluss gemacht "und sich dann hochgearbeitet"?

Sicherlich nicht nach 2001 - wahrscheinlich nicht mal nach 1990 :LOL:

Ist heute immer noch möglich, mit Hauptschulabschluss an eine Berufsfachschule gehen, ein Jahr berufsvorbereitenden Unterricht besuchen, seinen Berufsfachschulabschluss und beim richtigen Schnitt den Realschulabschluss einsacken.
Dann gehts weiter, entweder weiter die Schule besuchen, Fachabi machen und dann Dipl.-Ing. an einer FH
oder
3 Jahre Ausbildung + 3 Jahre praktische Erfahrung im erlernten Beruf und dann an die Uni studieren gehen in der Fachrichtung, welche man vorher erlernt hat (das 6 Jahre Berufserfahrung einer Hochschul-/Fachhochschulzulassung gleichkommt ist eine neue Regelung um auch Nicht-Abiturienten den Zugang zu ermöglichen).
 
Vorweg, in Deutschland sind die typischen Slums kaum anzufinden und wenn dann sehr sehr selten.

ich meinte den "Bildungs- und Sozialslum" Hauptschule selber, keine Wellblechbuden.

Ist heute immer noch möglich, mit Hauptschulabschluss an eine Berufsfachschule gehen, ein Jahr berufsvorbereitenden Unterricht besuchen, seinen Berufsfachschulabschluss und beim richtigen Schnitt den Realschulabschluss einsacken.

Finde heutzutage erstmal einen Arbeitgeber, der dir mit Hauptschulabschluss eine Lehrstelle gibt...

Mein Arbeitgeber nimmt z.B. keine Schulabgänger mit Hauptschulabschluss mehr, auch nicht ausnahmsweise.
 
ich meinte den "Bildungs- und Sozialslum" Hauptschule selber, keine Wellblechbuden.

Okay, dann habe ich das anders interpretiert, da ich durch den Absatz im Beitrag nicht davon ausgegangen bin, dass es sich direkt auf das Bildungssystem bezog sondern auf die allgemeine Bildung von Ghettos und eben dem damit verbundenen Besuch der dort ansässigen Schulen.
Anfügend muss ich aber sagen, dass ich die Trennung der Schulsysteme aus eigener Erfahrung befürworte.
Mich hat es in der damals noch in Bremen aktiven Orientierungsstufe (war einer der letzten, die diese besucht haben) um ein bis zwei Noten runtergezogen, dass auch angehende Hauptschüler im Klassenverband mit unterrichtet wurden, da ich mich durch das nötige Mehrfacherklären der Lehrer gelangweilt habe und somit den nachfolgenden wichtigen Stoff teilweise aus Langeweile verpennt habe.
Das macht keinen guten Eindruck und kostet demnach Noten.
Man kann keinen Unterricht anspruchsvoll gestalten wenn man auf Schüler unterschiedlicher "Qualitätsstufen" eingehen muss, deshalb ist es durchaus korrekt, Schüler die etwa das gleiche Intelligenzniveau auch in einem Klassenverband zu unterrichten.
Das es immer minimale Unterschiede gibt ist klar, aber der Unterschied in lernbarem Stoff, Lernbereitschaft und Intelligenz (gut man kann Intelligenz auslegen und Menschen die gut auswendig lernen können müssen nicht gleich intelligent sein...) ist zwischen Gymnasium und Hauptschule doch enorm.





Finde heutzutage erstmal einen Arbeitgeber, der dir mit Hauptschulabschluss eine Lehrstelle gibt...

Mein Arbeitgeber nimmt z.B. keine Schulabgänger mit Hauptschulabschluss mehr, auch nicht ausnahmsweise.

...^^
Mein Beitrag war ja auch nicht, mit einem Hauptschulabschluss eine Lehrstelle zu suchen, sondern sich an einer Berufsfachschule anzumelden, das ist etwas gänzlich anderes.
Ich habe zum Glück mein Abitur, mein Bruder nicht und hat auch nichts gefunden mit nem HSA, hat also solch eine Schule besucht, seinen Fachschulabschluss in Fahrzeug- und Metalltechnik gemacht und dank des Schnittes noch seinen Realschulabschluss bekommen...
Ich glaube mehr muss ich dazu nicht erläutern.
 
Zum Glück haben wir unser Ausländergesocks.

Ohne die müssten wir uns ja mit zielführender Ursachenforschung beschäftigen.

gruss kelle!
 
und das Einheitsschulen Funktionieren, zeigen die Pisa-Tests regelmäßig.

Wo zeigen diese das denn? Frankreich?Dort sind die Einheitsschulen weit hinter den Leistungen der Privatschulen und den Leistungen im internationalen Vergleich( Eigentlich sind Privatschulen ja auch Einheitsschulen, halt nur ohne sozial Schwaches gesocks). Berlin? Seit der Verlängerung des gemeinsamen Lernens, sind die schüler laut Tests um ein weiteres Jahr abgeschlagen.

Also durch Teletubbieländer ohne nennenswerte soziale Probleme darauf zu schließen, dass das gemeinsame Lernen funktioniert finde ich fatal.
 
Finde heutzutage erstmal einen Arbeitgeber, der dir mit Hauptschulabschluss eine Lehrstelle gibt...
Gibts genug.

Mein Arbeitgeber nimmt z.B. keine Schulabgänger mit Hauptschulabschluss mehr, auch nicht ausnahmsweise.
Hat ja nichts zu sagen, aber ein Bäcker nimmt bestimmt keine Abiturienten zur Lehre.

Ich kenne einen Libanesen, der auf der Hauptschule war und jetzt immerhin Meister ist. Geht schon, wenn man will.
 
Wo zeigen diese das denn? Frankreich?Dort sind die Einheitsschulen weit hinter den Leistungen der Privatschulen und den Leistungen im internationalen Vergleich( Eigentlich sind Privatschulen ja auch Einheitsschulen, halt nur ohne sozial Schwaches gesocks). Berlin? Seit der Verlängerung des gemeinsamen Lernens, sind die schüler laut Tests um ein weiteres Jahr abgeschlagen.

Also durch Teletubbieländer ohne nennenswerte soziale Probleme darauf zu schließen, dass das gemeinsame Lernen funktioniert finde ich fatal.

Wie wärs mit dahin schauen welche in versch. Tests/Prüfungen meist vorn dabei sind, z.B. die skandinavischen Länder?
Und allein die Aussage zum "sozial schwachen Gesocks" disqualifiziert Dich für eine auch nur im Ansatz anstehende Diskussion. Aber wie schon Kelle ganz richtig meinte, zum Glück haben wir die immer wiederkehrende Feindbildung. Ausländer, soziale Schwache, Behinderte etc....:roll:
 
Wie wärs mit dahin schauen welche in versch. Tests/Prüfungen meist vorn dabei sind, z.B. die skandinavischen Länder?

Problem ist, dass eben diese Länder ganz andere Sozialstrukturen haben. Daher bringt es nichts dahin zu gucken. Guckt man zu Ländern mit ähnlichen Strukturen, dann erkennt man ganz andere Zusammenhänge.

Kein denkender Mensch schickt heute noch Kinder zur Gesamtschule, wenn es sich vermeiden lässt. Und das gleiche wird passieren, wenn alle Kinder theoretisch auf eine Schule müssen. Dann werden die Reichen eine eigene Elite bilden, die durch Privatschulen fokusiert wird. Wie gesagt, Berlin ist da ein gutes Beispiel, wo allein nur die Verlängerung der Grundschule zu Misserfolgen geführt hat.

Und interessanterweise sieht man dies halt auch in Frankreich. Ebenso wie in Skandinavien Einheitsschulen, aber viel schlechtere resultate (zumindest auf den öffentlichen und nicht privaten Schulen) als in Deutschland zum Beispiel. Der Einheitsschulenbrei scheint also nicht immer zu funktionieren. Hmm woran liegt das wohl. Ach, vielleicht daran, weil es nicht so einfach ist wie in Skandinavien.

Unser Ziel muss es sein die sozial Schwachen aus dem Teufelskreis zu befreien, nicht diesen noch zu verstärken in dem wir die Chance weg nehmen mit den Vermögenden auf ein Schulsystem zu kommen, wenn die LEistungen stimmen.
 
Ich verstehe die Diskussion irgendwie immer nicht. Was hindert denn einen sozial schwachen am Lernen?
 
Der Einheitsschulenbrei scheint also nicht immer zu funktionieren. Hmm woran liegt das wohl.

Hmm, dieser Einheitsschulsenbrei hat seltsamerweise bis vor 20 Jahren auf deutschem Staatsgebiet wunderbar funktioniert.

Nur damals musste der Schulbesuch der Gören nicht als gesellschaftlicher Schwanzvergleich der Eltern herhalten.

Unser Ziel muss es sein die sozial Schwachen aus dem Teufelskreis zu befreien...

Wer will das denn?
Gut, auf dem Land hat man nicht die große Auswahl, auf welche Schule die Kinder geschickt werden, da kann man kaum differenzieren, aber in Großstädten wird doch von den Eltern knallhart nach Anteil der Ausländer und Assis die Schule gewählt, so dass der Kronprinz bloß nicht mit Schichten unter dem eigenen Stand in Berührung kommt.

Mein Eindruck ist inzwischen, dass unser Schulsystem durch ein krankhaft pervertiertes Elitedenken langsam aber sicher geschrottet wird.

gruss kelle!
 
Mein Eindruck ist inzwischen, dass unser Schulsystem durch ein krankhaft pervertiertes Elitedenken langsam aber sicher geschrottet wird.
Die Elite schickt ihre Kids nach Salem & Co - und das ist auch gut so!

Aber der Durchschnittsmensch darf ja wohl noch um das Wohl seiner Kinder besorgt sein. Welcher Vater will sein Kind unter einer Bande vorzeitlicher Raubtiere wissen, Dieben, Schlägern, Drogenhändlern, etc.

So sieht die Realität hier im Ruhrgebiet nun mal aus. Erschwerend kommt hinzu, dass es sich in der Regel auch noch um Leute fremdländischer Herkunft handelt - von denen kann man nichts lernen, die können unsere Kids allenfalls auf ihre Ebene führen.
 
Aber der Durchschnittsmensch darf ja wohl noch um das Wohl seiner Kinder besorgt sein.

Und wie bringt das die Gesellschaft jetzt weiter?

Das deutsche Bildungssystem bleibt immer weiter hinter dem unserer Nachbarn zurück.
Das, was woanders funktioniert, wird hier als nicht möglich definiert.
Es wird nichts unternommen, um daran was zu ändern.

Hauptsache, man hat jemanden, auf den man runter gucken kann.

gruss kelle!
 
Das deutsche Bildungssystem bleibt immer weiter hinter dem unserer Nachbarn zurück.

Und das ist nunmal gelogen. Ähnliche Bildungssysteme wie in Finnland sind in anderen sozialen Strukturen gescheitert. Unser Bildungssystem in starken Regionen führt zu super Pisaergebnissen. Meine Exfreundin ging in einer ländlichen Gegend in NRW zur Schule. Super Pisaergebnisse wurden dort erzielt in einem Test. Wobei dort die Ausländerquote und die Quote der Arbeitslosen natürlich um weiten geringer war als normalerweise in NRW. In Bayern sind die Schüler stets vorne mit dabei.

Es ist gelogen, dass das Bildungssystem schuld an der Misere ist und das eine Reform hier abhilfe schafft.
 
Ähnliche Bildungssysteme wie in Finnland sind in anderen sozialen Strukturen gescheitert.

Das ist ja zweifels ohne so.
Will ich nicht bestreiten.

Stellt sich nur die Frage, richtet man sein soziales System an einem hervorragendem Bildungssystem aus, oder versucht man, das passende Schulsystem zum kruden Sozialsystem zu finden.

Meine Exfreundin ging in einer ländlichen Gegend in NRW zur Schule. Super Pisaergebnisse wurden dort erzielt in einem Test.

Du, bei uns auf dem Lande hat das auch gepasst.
Nur wie hoch ist der Anteil an ländlichen Regionen am Gesamtland NRW?

Es ist gelogen, dass das Bildungssystem schuld an der Misere ist und das eine Reform hier abhilfe schafft.

Will ich gar nicht behaupten.
Nur sich hinsetzen, sagen, auf dem Land passt alles, also müssen wir in Ballungszentren nix machen, wo es aber Probleme gibt, ist auch nicht gerade zielführend.

Aber vielleicht kannst Du mir mal erklären, warum das finnische System bis vor 20 Jahren in Deutschland funktioniert hat.

gruss kelle!
 
Und das ist nunmal gelogen. Ähnliche Bildungssysteme wie in Finnland sind in anderen sozialen Strukturen gescheitert. Unser Bildungssystem in starken Regionen führt zu super Pisaergebnissen. Meine Exfreundin ging in einer ländlichen Gegend in NRW zur Schule. Super Pisaergebnisse wurden dort erzielt in einem Test. Wobei dort die Ausländerquote und die Quote der Arbeitslosen natürlich um weiten geringer war als normalerweise in NRW. In Bayern sind die Schüler stets vorne mit dabei.

Es ist gelogen, dass das Bildungssystem schuld an der Misere ist und das eine Reform hier abhilfe schafft.

Nun, ich würde sagen eine Reform wäre aber nicht schlecht.
Bundeweit an allen Schulen sollte Sport mehr gefördert werden, denn ein gesunder Körper beherbergt auch einen gesunden Geist und wenn sich die Kids in der Schule (oder danach in schuleigenen Sportvereinen) auspowern können, dann kommen sie danach nicht auf dumme Gedanken weil sie zu viel Energie übrig haben.
Auch muss mehr Schulpersonal eingestellt werden, damit lernschwache Kinder besonders betreut werden können und andere auffällige Kinder/Jugendliche ebenfalls.
Und es sollten bundesweit Schuluniformen verpflichtend sein.
Es gibt sicherlich noch viele andere Änderungen, die man vornehmen kann, aber diese alle aufzuzählen würde den Beitrag sprengen^^

Letztendlich liegt es an den Erwachsenen im allgemeinen, den Eltern und den Politikern eine Änderung herbeizuführen.
Die Politiker müssen eine Reform durchsetzen, die Eltern müssen ihre Kinder auch ausserhalb der Schule selbstständig fordern und fördern und wenn sie nur die Hausaufgaben mit diesen machen würden...
Und die Erwachsenen im allgemeinen müssen sich bewusst sein, dass bessere Bildung immer mit höheren Kosten verbunden ist und diese zugunsten der nächsten Generation von ihnen getragen werden müssen in Form von höheren Steuern oder sogar einer speziellen Schulsteuer und zusätzlichem Schulgeld.
 
Will ich gar nicht behaupten.
Nur sich hinsetzen, sagen, auf dem Land passt alles, also müssen wir in Ballungszentren nix machen, wo es aber Probleme gibt, ist auch nicht gerade zielführend.

Wer sagt denn bitte das wir nichts machen sollen? Nur wage ich zu bezweifeln, dass das Umkrempeln des Bildungssystems hier abhilfe schafft. Hier würde sich das Problem der Abkapslung von Vermögenden nur noch verstärken.

Aber vielleicht kannst Du mir mal erklären, warum das finnische System bis vor 20 Jahren in Deutschland funktioniert hat.

Wo hatten wir denn vor 20 Jahren eine Schulreform? Dachte eigentlich, dass wir das 3-Gliedrige Schulsystem schon länger haben als 20 Jahre?
 
Achso. Naja ich denke in der DDR hatte man aufgrund von Ängsten wiederum mehr Disziplin, oder? Kenne mich im Osten vor der Wende nicht so aus, aber auch dort herrschten sicherlich andere Strukturen.