News Islam-Unterricht an Saarländischen Grundschulen ab dem Schuljahr 15/16

Der kritische Umgang mit Religion und dessen Schriften ist aber oftmals nicht wesentlicher Bestandteil des Religionsunterricht. Meiner Erfahrung nach meist vom Lehrpersonal abhängig und somit nicht immer objektiv.
Was heißt für dich oftmals? Ich habe keinen Religionslehrer kennen gelernt der nur Beten und Singen lässt.
Und meinst du, dass die Chance eher steigt oder sinkt, mit kritischen Methoden in Kontakt zu kommen, wenn du den Religionsunterricht gänzlich den Glaubensgemeinschaften überlässt?

Was hat denn amerikanischer Wahlkampf mit unserem französischen Nachbarn zu tun?
Was hat das Schulsystem der Franzosen mit unserer Gesellschaft zu tun?
 
Was heißt für dich oftmals? Ich habe keinen Religionslehrer kennen gelernt der nur Beten und Singen lässt.

Vom 1. - 4. Schuljahr das waren stark christliche stark geprägte Lehrerinnen und vom 5. - 10. Schuljahr wurde ich von einem Religionslehrer unterrichtet der ebenfalls Diakon war. Klar wurden auch kritische Themen behandelt wie Kreuzzug, Hexenverfolgung, Fanatismus, Rolle der Kirche im 3. Reich etc. - aber dennoch würde ich in den meisten Fällen den damaligen Unterricht als nicht objektiv bezeichnen. Wie es dann weiterging, habe ich ja schon geschildert.

Und meinst du, dass die Chance eher steigt oder sinkt, mit kritischen Methoden in Kontakt zu kommen, wenn du den Religionsunterricht gänzlich den Glaubensgemeinschaften überlässt?

Wenn Theologen die ebenfalls Diakone sind unterrichten, steigen ebenfalls nicht die Chancen.

Aber auch kannst du mir nicht weismachen, dass es im Religionsunterricht ausschließlich um eine kritische Auseinandersetzung gehen würde. Wenn dies allgemein bei den Bundesländern so stark geprägt auf den Lehrplänen stehen würde, dann hätten so manche Glaubensvertreter was dagegen.

Aber wenn ich im allgemeinen darüber nachdenke, bedarf es doch keinen Religionsunterricht um sich kritisch mit dieser Thematik auseinander setzen zu können. Viel mehr findet dies doch schon in anderen Unterrichtsfächern direkt und indirekt statt. Zum Beispiel Geschichte: Hexenverfolgung, Kreuzzüge, die ersten Vertreibungen der Semiten in Europa, die damals starke Dominanz der kath. Kirche, Glaubenskriege (...). Im Sozialkunde unterricht findet man ja ebenfalls Themen wo das passiert: Islamischer Terrorismus, allg. die Gefahr von Extremismus und religös geprägten Extremismus, Theokratie, (...).

Was hat das Schulsystem der Franzosen mit unserer Gesellschaft zu tun?

Du hast diese Äußerung vollkommen fehl interpretiert. Der Verweis das es in Frankreich keinen Religionsunterricht gibt, sollte meine Kernaussage untermauern und bekräftigen das es in Deutschland ebenfalls ohne funktionieren würde und da gab es für mich nichts repräsentativeres als auf unseren Nachbarstaat zu verweisen.
 
"Ersatzgötter": Demokratie, Marktwirtschaft, Einschaltquoten oder FB-Likes - Alles klar... :ugly:

Was denn? Auch mit Demokratie und Menschenrechten "im Schilde" lassen sich Menschen prima zu Kriegen motivieren...

Für Geld (also um in der Marktwirtschaft erfolgreich zu sein) machen Menschen ohnehin alles. Da kommt es oft nur auf den Preis an.

Und auch für Einschaltquoten und FB-Likes tun einige Leute Dinge, die Ihnen ihre Mutter sicher nicht beigebracht hat. ;)
 
Wenn Theologen die ebenfalls Diakone sind unterrichten, steigen ebenfalls nicht die Chancen.
Im Einzelfall vielleicht nicht, aber insgesamt.
Aber auch kannst du mir nicht weismachen, dass es im Religionsunterricht ausschließlich um eine kritische Auseinandersetzung gehen würde.
Nicht ausschließlich, aber Historisch-Kritische-Methode sagt dir was? Stand zu meiner Zeit schon ausdrücklich im Lehrplan und war gut 7-8 Jahre zentraler Gegenstand des Religionsunterrichts. In der Grundschule gings natürlich mehr ums Malen und Singen.
Aber wenn ich im allgemeinen darüber nachdenke, bedarf es doch keinen Religionsunterricht um sich kritisch mit dieser Thematik auseinander setzen zu können. Viel mehr findet dies doch schon in anderen Unterrichtsfächern direkt und indirekt statt.
Angenommen ich wäre gläubig, oder sagen wir besser, ich wäre fundamentalist. Würde ich mir vom Physiklehrer sagen lassen, dass in der Bibel nur Blödsinn steht, oder wäre ich vielleicht offener für eine kritische Textauslegung durch einen Religionslehrer?
Du hast diese Äußerung vollkommen fehl interpretiert. Der Verweis das es in Frankreich keinen Religionsunterricht gibt, sollte meine Kernaussage untermauern und bekräftigen das es in Deutschland ebenfalls ohne funktionieren würde und da gab es für mich nichts repräsentativeres als auf unseren Nachbarstaat zu verweisen.
Und der Verweis auf die USA zeigt, dass fehlender Religionsunterricht nicht zwangsläufig die Trennung von Staat und Religion fördert.
 
Im Einzelfall vielleicht nicht, aber insgesamt.

Ein häufig auftretender Einzelfall. Zwar nicht immer ein Diakon, aber andersartig Kirchlich aktiv.

Nicht ausschließlich, aber Historisch-Kritische-Methode sagt dir was? Stand zu meiner Zeit schon ausdrücklich im Lehrplan und war gut 7-8 Jahre zentraler Gegenstand des Religionsunterrichts. In der Grundschule gings natürlich mehr ums Malen und Singen.

Jap kenne ich. Steht auch in RLP auf den Lehrplan für die 5. - 10. Klasse. Allerdings kam es wie erwähnt solch ein kritischer Umgang bei uns viel zu kurz.

Angenommen ich wäre gläubig, oder sagen wir besser, ich wäre fundamentalist. Würde ich mir vom Physiklehrer sagen lassen, dass in der Bibel nur Blödsinn steht, oder wäre ich vielleicht offener für eine kritische Textauslegung durch einen Religionslehrer?

Die Zweifel die Satan sät sind allgegenwärtig! Als Fundamentalist würdest du dies als eine "Gottes Prüfung" ansehen ob dein Glaube stark genug wäre diese Zweifel zu bestehen und für den armen Ketzerhaften Religionslehrer beten, das er den Weg der Erlösung findet und somit seine Seele gerettet wird und Gottes unendlichen gnaden erlangt. Eventuell noch im Anschluss entsetzend und gemeinsam mit den streng gläubigen Eltern ein Gespräch mit der Schulleitung aufsuchen, das es nicht angeht im Religionsunterricht Zweifel gegen Gott und die Bibel auszusprechen.

Und der Verweis auf die USA zeigt, dass fehlender Religionsunterricht nicht zwangsläufig die Trennung von Staat und Religion fördert.

Glaubens fixiert, aber Religions tolerant. So das es selbst bei den Republikanern einen Mormone nach der 1. Amtszeit von Obama als Gegenkandidat aufgestellt wurde - Mitt Romney.
 
Ein häufig auftretender Einzelfall.
10%? 20%? 80%?

Die Zweifel die Satan sät sind allgegenwärtig! Als Fundamentalist würdest du dies als eine "Gottes Prüfung" ansehen ob dein Glaube stark genug wäre diese Zweifel zu bestehen und für den armen Ketzerhaften Religionslehrer beten, das er den Weg der Erlösung findet und somit seine Seele gerettet wird und Gottes unendlichen gnaden erlangt.
Was wünsche ich als 5. Klässler dann erst dem Physiklehrer? :roll:

Glaubens fixiert, aber Religions tolerant.
Solange es irgendwie mit dem Christentum zu tun hat...
 

Weder ich als auch du können eine Zahl nennen, sie wäre rein spekulativ. Ein Faktor den man ebenfalls schlecht abschätzen kann ist die "allgemeine" Einstellung des Religionslehrer, aber die ist wahrscheinlich eher Gott und Kirchen offener im Vergleich zu seinen Kollegen.

Was wünsche ich als 5. Klässler dann erst dem Physiklehrer? :roll:

What would Jesus do? Das selbe wie dem Religionslehrer? Fegefeuer? Ewige Verdammnis? Sag du uns doch was passiert, schließlich bist du in diesem Szenario im Mittelpunkt. Somit kannst du dir allgemein alles zurecht Schustern wie du es gerade möchtest... :ugly:

Die Länder müssten ihre Schulreform bezüglich eines Religionsunterrichtes allgemein überdenken. Wenn der Islam schon seinen eigenen Unterricht im Saarland erhält, müssten andere vertretbare Glaubensgemeinschaften ebenfalls ihren eigenen Unterricht erhalten. Dies wäre gerecht und fair, aber organisatorisch, personell als auch finanziell sicherlich ein Hindernis. Entweder wäre die Lösung das es einen allgemeinen "Religionsunterricht" gibt, der weder christlich, muslimisch, jüdisch, buddhistisch oder sonstwas geprägt ist oder diesen einfach abschaffen.

Denn in meinen Augen ist es schon irgendwie unsinnig das man in den meisten Bundesländern ab 14 Jahren den Religionsunterricht verweigern kann, weil man erst dann als religionsmündig angesehen wird. Aber zu vor werden religionsunmündig Kindern & Jugendlichen, die in einem jungen Alter sowieso leicht beeinflussbarer sind (und manche noch an die Existenz vom Weihnachtsmann & Osterhasen glauben), Kirchliche leheren und Betrachtungsweisen beigebracht. Dann kommt noch hinzu das es in vielen Grundschulen zum Religionsunterricht keine alternative angeboten wird bzw. werden kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Islamunterricht

Also, wenn Deutschland ein christliches Zeugnis hätte, sollten sie keinen Islamunterricht an deutschen Schulen geben.
Generell lehne ich Religionsunterricht ab, da Religion Glaube ohne Geist ist.
Islamische Unterweisungen durch den Staat ist so oder so schwierig, da der IS den Glaubensvorstellungen
des Korans wohl am ehesten kommt.

Liebe Grüsse